Akademie der
Kunst und Philosophie | Academy of Arts and Philosophy
|
|
|
Aus dem Inhalt:
1. Leben und WerkEmanuel von Swedenborg (eigentlich Swedberg; 29. Januar 1688 bis 1772) war ein schwedischer Wissenschaftler, Mystiker und Theosoph. Emanuel Swedenborg wurde als Sohn des Theologen und späteren Bischofs von Västergötland Jesper Swedberg geboren und studierte an der Universität Uppsala Philologie und Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaften, daneben auch Theologie. Er bereiste 1710–1714 England, Holland, Frankreich und Deutschland. 1716 wurde er Assessor des Bergwerkskollegiums zu Stockholm. In dieser Stellung fiel er durch mehrere mechanische Erfindungen auf. Zur Belagerung von Frederikshall ließ er 1718 sieben Schiffe auf Rollen fünf Stunden lang über Berg und Tal transportieren. Dies sowie seine Schriften über die Algebra, den Wert von Münzen, den Planetenlauf, Ebbe und Flut und weitere Themen hatten zur Folge, dass Königin Ulrike ihn 1719 unter dem Namen Swedenborg adelte. In den folgenden Jahren bereiste er die schwedischen, sächsischen sowie später auch die böhmischen und österreichischen Bergwerke. In seinen Opera philosophica et mineralogica entwickelte er auf Grundlage ausgedehnter Studien über Gegenstände der Naturwissenschaften und der angewandten Mathematik ein System der Natur, in dessen Mittelpunkt die Idee eines notwendigen mechanischen und organischen Zusammenhangs aller Dinge stand. Nach neuerlichen Reisen (1736–1740) durch Deutschland, Holland, Frankreich, Italien und England wandte er sein Natursystem in den Schriften Oeconomia regni animalis (London 1740–1741), Regnum animale (Bände 1–2, Haag 1744; Band 3, London 1745) und De cultu et amore Dei (London 1740, 2 Bände) auch auf die belebte Schöpfung, und im Besonderen auf den Menschen, an. Bei seinen Besuchen in London besuchte er auch die Fetter Lane Society der Herrnhuter Brüdergemeine. Swedenborg wandte sich von nun an ausschließlich theosophischen Studien zu. Hierdurch wollte er sich auf einen von Gott selbst ihm eingegebenen Beruf vorbereiten, der in der Gründung einer Neuen Kirche bestehen würde. Diese sei bereits im neutestamentlichen Buch der Offenbarung verheißen. Swedenborg glaubte diese Mission zu erfüllen, indem er das Wort Gottes in der (nach seinem Sinn) wahren Bedeutung auslegte, ein vollständiges System einer neuen Religionslehre aufstellte und die Natur des Geisterreiches und dessen Zusammenhang mit der Menschenwelt in Visionen enthüllte, von denen mehrere die Aufmerksamkeit Kants erregten und diesen veranlassten, sich in der Schrift Träume eines Geistersehers (1766) mit Swedenborg als einem „Kandidaten des Hospitals“ und „Erzphantast unter allen Phantasten“, der ihn mit seinen Berichten aus der Welt jenseits des Todes in ein „Schlaraffenland der Metaphysik“ verschleppen wolle, kritisch auseinanderzusetzen. Das Werk Arcana caelestia bezeichnete Kant als „acht Quartbände voll Unsinn“. Die Reaktion ist für Kant, der auch als "klappernde Denk- und Rechenmaschine" bezeichnet wurde, verständlich. Um seine Ideen ungestört verwirklichen zu können, gab Swedenborg 1747 seine amtliche Stellung auf. In den nachfolgenden Jahren lebte er von einer königlichen Pension.Die Zahl seiner Anhänger nahm langsam zu; sie verbreiteten sich, wenn auch nur sporadisch, über Schweden, Polen, England und Deutschland. Am meisten fasste die Neue Kirche oder Kirche des neuen Jerusalem (engl. New Church, New Jerusalem Church) in England Fuß, später auch in Nordamerika. Aus theologischer Sicht gibt es Gegensätze zu anderen christlichen Glaubensrichtungen. Swedenborg kritisiert das Dogma der Trinität, die Vorstellung von der Erbsünde, die Prädestination und die lutherische Rechtfertigungslehre. Der Swedenborg-Anhänger Charles Bonney, Mitglied der Chicagoer Swedenborg Church, begründete 1893 anlässlich der Weltausstellung in Chicago das 1. Weltparlament der Religionen. Er wollte die materialistische, triumphale Weltindustriemesse durch ein spirituelles Welttreffen der Religionen ergänzen. Auf besonderen Zuspruch traf seine Idee vor allem bei den modernen Theosophen, welche insbesondere durch Henry Steel Olcott und Annie Besant als festes Programm eine „Bruderschaft der Religionen“ vertraten und heute noch vertreten. Als beeinflusst gelten: Joseph Beuys, Paul Gauguin, Honoré de Balzac, Charles Baudelaire, William Blake, Jorge Luis Borges, Thomas Carlyle, Fjodor Dostojewski, Robert Frost, Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, E. T. A. Hoffmann, Henry James, Johann Heinrich Jung-Stilling, Helen Keller, Richard Matheson, August Strindberg, Martin Walser, Franz Werfel, William Wordsworth, William Butler Yeats, Arnold Schönberg, Anton Webern, Franz von Baader, Ralph Waldo Emerson, Karl Christian Friedrich Krause, Friedrich Schelling, Arthur Schopenhauer, Daisetz Teitaro Suzuki, Gordon Allport, Gustav Theodor Fechner, William James, C.G. Jung, Johann Friedrich Oberlin, Friedrich Christoph Oetinger. Werke u.a. Arcana
coelestia, 8 Bände. London 1749–1756. Deutsche Ausgabe hrsg. von Johann
Friedrich Immanuel Tafel, 13 Bände; Tübingen 1833–1842. Deutsch:
Himmlische Geheimnisse, 16 Bände; Übersetzung von Johann Friedrich
Immanuel Tafel; Tübingen 1842–1870; De Coelo et eius mirabilibus,
et de inferno. London 1758. (Himmel und Hölle); 1873; De nova Hierosolyma
et ejus doctrina. London 1758: (Vom Neuen Jerusalem und seiner himmlischen
Lehre; 1860; Apocalypsis explicata. London 1761: (Die Offenbarung erklärt
nach dem geistigen Sinn, 4 Bände); 1824–1831; Apocalypsis revelata.
1766. (Die Enthüllte Offenbarung); Vera christiana religio. London
1771. (Die Wahre Christliche Religion, 3 Bände; 1855–1858. [1]
2. Seine Philosophie nach Balzacs Comédie HumaineZur Beschreibung seiner Philosophie/Theosophie eignet sich der Roman Lambert aus der Comédie Humaine (Die menschliche Komödie). [2]Geist die Mysterien: »Oft«, so sagte er mir, wenn er von seiner Lektüre sprach, »oft habe ich wunderbare Reisen gemacht, indem ich mich auf einem Wort in die Abgründe der Vergangenheit einschiffte, wie das Insekt auf einem Grashalm einen Fluss hinuntertreibt. Von Griechenland aus ging ich nach Rom und durchquerte den weiten Raum des modernen Zeitalters. Was für ein schönes Buch könnte man da nicht zustande bringen, wenn man das Leben und die Abenteuer eines Wortes schriebe? Es hat von den Ereignissen, denen es gedient hat, sicherlich die verschiedensten Eindrücke erhalten; je nach dem Orte hat es die verschiedensten Ideen erweckt; aber ist es nicht noch größer, wenn man es unter dem dreifachen Gesichtspunkt von Seele, Körper und Bewegung betrachtet? Und wenn man von seinen Funktionen, seinen Wirkungen und Handlungen absieht und es nur an sich betrachtet, versinkt man da nicht in ein Meer von Reflexionen? Tragen nicht die meisten Worte die Färbung der Idee, die sie äußerlich darstellen? Welchem Genie verdanken wir sie? Wenn ein großer Geist notwendig ist, um ein Wort zu schaffen, welches Alter hat dann die menschliche Sprache? Die Zusammensetzung der Buchstaben, ihre Formen, das Aussehen, das sie einem Wort geben, zeichnen, je nach dem Charakter jedes Volkes, ein deutliches Bild von den unbekannten Wesen, deren Erinnerung in uns lebt. Wer erklärt uns philosophisch den Übergang von der Empfindung zum Gedanken, vom Gedanken zum Wort, vom Wort zu seinem hieroglyphischen Ausdruck, von der Hieroglyphe zum Alphabet, vom Alphabet zur geschriebenen Sprache, deren Schönheit in einer Folge von Bildern besteht, die der Redner anordnet und die wie Hieroglyphen des Gedankens sind? Hat nicht die alte Wiedergabe menschlicher Gedanken, die in Tierformen dargestellt wurden, die ersten Zeichen bestimmt, deren sich der Orient bediente, um seine Sprache niederzuschreiben? Und hat sie nicht durch Traditionen ein paar Spuren in unsern modernen Sprachen zurückgelassen, die sich dann in die Trümmer des ersten Wortes der Völker geteilt haben, des erhabenen und feierlichen Wortes, dessen Erhabenheit und Feierlichkeit in dem Maße abnimmt, in dem die Gesellschaft altert, dessen Klang, der so volltönend in der hebräischen Bibel ist und so schön noch in Griechenland im Fortgang unserer nacheinander folgenden Zivilisationen jedoch sich abschwächt? Verdanken wir diesem alten Geist die Mysterien, die sich in jedes menschliche Wort geflüchtet haben? Lebt nicht in dem Wort »wahr« eine geradezu unwirkliche Lauterkeit? Ist nicht in dem kurzen Ton, in dem es ausgesprochen wird, ein unbestimmtes Bild der keuschen Nacktheit, der Schlichtheit des Wahren in jedem Ding? Diese Silbe atmet eine unerklärliche Frische. Ich habe als Beispiel die Formel für einen abstrakten Begriff genommen, da ich das Problem nicht an einem Wort erläutern wollte, das es zu leicht verständlich machen würde, wie zum Beispiel das Wort »Flug«, in dem soviel zu den Sinnen spricht. Und ist es nicht mit jedem Wort so? Alle sind sie Zeichen einer lebendigen Kraft, die sie von der Seele empfangen und die sie ihr wieder zurückerstatten durch das Geheimnis wunderbarer Wirkung und Gegenwirkung zwischen Wort und Gedanken. Könnte man sie nicht mit einem Liebenden vergleichen, der von den Lippen seiner Geliebten so viel Liebe schlürft wie er ihr gibt? Durch ihr Aussehen allein beleben die Worte in unsrem Hirn die Dinge, denen sie als Gewand dienen. Wie alle Wesen haben sie nur einen Platz, wo ihre Eigenart voll wirken und sich voll entfalten kann. Aber dieser Gegenstand brauchte wohl eine ganze Wissenschaft für sich.« Und Louis zuckte die Achseln, wie um zu sagen: wir sind zu groß und auch zu klein!" Swedenborg, Madame de Staël: "Die Baronin von Staël, die auf vierzig Meilen von Paris verbannt war, verbrachte mehrere Monate ihres Exils auf einem Gut in der Nähe von Vendôme. Eines Tages, auf einem Spaziergang, begegnete sie am Saum des Parkes dem Kind des Gerbers, das in fast zerlumpter Kleidung in ein Buch vertieft war. Dieses Buch war eine Übersetzung des Werkes »Von Himmel und Hölle«. Zu dieser Zeit waren Saint-Martin, de Gence und ein paar andere Schriftsteller – zur Hälfte Deutsche – fast die einzigen Menschen, die im französischen Kaiserreich den Namen Swedenborg kannten. Erstaunt ergriff Madame de Staël das Buch, mit jenem Ungestüm, das sie in ihre Fragen, ihre Blicke und ihre Bewegungen zu legen pflegte; dann sah sie Lambert an und sagte zu ihm: »Verstehst du denn das?« »Beten Sie zu Gott?« fragte das Kind. »Aber gewiss doch!« »Und verstehen Sie ihn?« ... Die Baronin blieb ein paar Augenblicke sprachlos; dann setzte sie sich neben Lambert hin und unterhielt sich mit ihm. Leider ist mein Gedächtnis, wenn auch sehr umfassend, so doch lange nicht so treu wie das meines Freundes, und ich habe dieses Gespräch bis auf jene ersten Worte ganz vergessen. Diese Begegnung war dazu angetan, Madame de Staël aufs lebhafteste zu interessieren. Bei ihrer Rückkehr ins Schloss sprach sie wenig davon, trotz ihres Mitteilungsbedürfnisses, das bei ihr in Geschwätzigkeit ausartete; sie schien nur sehr nachdenklich. Die einzige noch lebende Person, die die Erinnerung an diese Begegnung bewahrt hat und die ich befragt habe, um die wenigen Worte zusammen zu bringen, die Madame de Staël damals entschlüpft waren, fand in ihrem Gedächtnis nur mühsam den Satz, den die Baronin in bezug auf Lambert gesagt hat: »Das ist ein wahrer Seher!« Louis rechtfertigte in den Augen der Welt die schönen Hoffnungen nicht, die seine Beschützerin in ihn gesetzt hatte. Das flüchtige Interesse, das sie ihm entgegenbrachte, wurde daher als Weiberlaune angesehen, als eine jener besonderen Launen, wie sie Künstlernaturen eigen sind. Madame de Staël wollte Louis Lambert dem Kaiser und der Kirche entreißen, um ihn dem auserwählten Schicksal zurückzugeben, das, wie sie sagte, seiner harrte. Denn sie machte schon einen neuen Moses aus ihm, den sie aus den Wassern errettet hatte. Vor ihrer Abreise beauftragte sie einen ihrer Freunde, den Herrn de Corbigny, der damals Präfekt in Blois war, ihren Moses zur gegebenen Zeit aufs Gymnasium von Vendôme zu schicken. Dann vergaß sie ihn wahrscheinlich. Lambert war mit vierzehn Jahren, zu Beginn des Jahres 1811, in die Anstalt eingetreten und sollte sie zu Ende 1814 nach bestandenem Abiturientenexamen verlassen. Ich glaube nicht, dass er in dieser Zeit jemals das geringste Zeichen des Erinnerns von seiner Wohltäterin bekommen hat, wenn denn überhaupt als eine Wohltat gelten soll, dass man drei Jahre hindurch die Pension für ein Kind bezahlt, ohne weiter an dessen Zukunft zu denken, nachdem man es aus einer Laufbahn herausgerissen hat, in der es vielleicht sein Glück gefunden hätte. Die Zeitverhältnisse und auch der Charakter Louis Lamberts können Madame de Staël hinsichtlich ihrer Sorglosigkeit wie auch ihrer Großmut in weitem Maße von aller Schuld freisprechen. Die Persönlichkeit, die in ihren Beziehungen zu dem Kinde als Mittelsperson gedient hatte, verließ Blois in dem Augenblick, da der Knabe aus dem Gymnasium herauskam. Die politischen Ereignisse, die dann folgten, rechtfertigen einigermaßen die Gleichgültigkeit dieses Mannes für den Schützling der Baronin." Weiter philosophischer Blick, Übersetzer Fichtes, Schule des Pythagoras, Wanderung durch den Weltenraum, Leben in Ideen, Denken ist sehen, alle menschliche Wissenschaft beruht auf Deduktion, die ein langsames Schauen ist, Swedenborg, Natur des Engels in sich nähren; wer aus Mangel an tieferer Erkenntnis, das körperliche Leben vorherrschen lässt, anstatt das geistige zu stärken, fördert die Materialisierung beider Naturen; es gibt Menschen, dessen unlebendiger Geist ihn zu einer offenbaren geistigen Stumpfheit verdammt; Dantes Göttlichen Komödie, Jakob Böhme, neue, echte Wissenschaft im Sinne Steiners Geisteswissenschaft, Natur als Meisterin, Chemiker des Willens; »Willen« bedeutet das »Milieu«, in welchem sich der »Gedanke« entwickelt, Reihe der großen Denker; Viele Wesen leben in einem Zustand des Willens, ohne jedoch in den des Denkens zu gelangen; Gabe, die Ideen zu schauen, Wünschelrute; Cardanus, Apollonius von Thyana; einfachste Beweisführung, die sich auf Tatsachen stützt, wertvoller als die schönsten Systeme; et verbum caro factum est; überlieferte geschichte der Hebräer und Hindus: "Barchou de Penhoën, hat weder seine Prädestination Lügen gestraft, noch den Zufall, der die beiden einzigen Schüler von Vendôme, von denen dort noch heute gesprochen wird, in die gleiche Klasse, auf die gleiche Bank, unter das gleiche Dach gebracht hatte. Der heutige Übersetzer Fichtes, der Ausleger und Freund Ballanches', war damals schon, wie ich selbst auch, mit metaphysischen Fragen beschäftigt. ... Lambert, der nur gelassen war oder verdutzt, antwortete auf keine unserer Fragen. Einer von uns sagte, er käme sicher aus der Schule des Pythagoras. Ein allgemeines Gelächter erscholl, und der »Neue« wurde während seiner ganzen Schulzeit Pythagoras genannt. Doch der durchdringende Blick Lamberts, die Verachtung, die sich auf seinem Gesicht malte und die er für unsere Kindereien hatte, die nicht zu seiner Geistesart passten, die ruhige Haltung, in der er verblieb, seine sichtliche Kraft, die seinem Alter entsprach, flößten den Schlimmsten unter uns einen gewissen Respekt ein. Ich selbst stand neben ihm und beobachtete ihn nur schweigend. ... Mir allein war es vergönnt, in diese erlesene Seele – warum sage ich nicht göttliche Seele? – zu schauen. Was ist Gott näher als das Genie im Herzen eines Kindes? Die Gleichheit unseres Geschmacks und unserer Gedanken machte uns zu Freunden und »Gefährten«. Unsere Brüderschaft wurde so eng, dass unsere Kameraden unsere beiden Namen mit einander verbanden, sodass einer nicht ohne den andern ausgesprochen wurde; und um uns zu rufen, schrien sie: »Dichter-und-Pythagoras«. ... »Warum ist die grüne Farbe in der Natur soviel vertreten?« fragte er mich. »Warum gibt es in ihr so wenig gerade Linien? Warum wendet der Mensch in seinen Werken so selten Kurven an? Warum hat er allein Gefühl für die gerade Linie?« Solche Worte verrieten eine lange Wanderung durch den Weltenraum. Er hatte ganze Landschaften gesehen oder den Duft der Wälder eingeatmet. Er war, eine lebendige und erhabene Elegie, immer schweigsam, resigniert, immer leidend, ohne jedoch sagen zu können: ich leide! Dieser Adler, der die Welt brauchte für seine Nahrung, war eingekerkert in vier enge und schmutzige Wände. Daher wurde sein Leben denn auch im weitesten Sinne des Wortes ein Leben in Ideen. ... »Denken ist sehen!« sagte er eines Tages zu mir, fortgerissen durch eine unserer Auseinandersetzungen über den Ursprung unseres Wesens. »Alle menschliche Wissenschaft beruht auf Deduktion, die ein langsames Schauen ist, von der Ursache hinunter zur Wirkung, von der Wirkung hinauf zur Ursache, oder mit einem bedeutsameren Ausdruck: alle Poesie entsteht, wie jedes Kunstwerk, aus einem schnellen Schauen der Dinge.« ... Seine Leidenschaft für alles Mystische und die natürliche Gläubigkeit der Jugend veranlassten uns oft, von »Himmel und Hölle« zu sprechen. Louis versuchte damals, indem er mir Swedenborg erklärte, mir seinen Glauben an die Engel mitzuteilen. ... In uns gibt es zwei voneinander verschiedene Geschöpfe; nach Swedenborg ist der Engel das Individuum, bei dem das »Innere Wesen« über das »Äußere Wesen« triumphiert. Will ein Mensch, sobald ihm vom Gedanken seine doppelte Existenz gezeigt worden ist, seiner Berufung als Engel gehorchen, so muss er bemüht sein, die auserwählte Natur des Engels in sich zu nähren. Wenn er, aus Mangel an tieferer Erkenntnis seines Schicksals, das körperliche Leben vorherrschen lässt, anstatt das geistige zu stärken, gehen alle seine Kräfte in das Spiel seiner äußeren Sinne über, und der Engel geht langsam durch diese Materialisierung beider Naturen ein. Im entgegengesetzten Falle, wenn er sein Inneres mit den Substanzen, die ihm eigen sind, nährt, dann siegt die Seele über die Materie und versucht, sich von ihr loszulösen. Wenn ihre Trennung unter der Form geschieht, die wir den Tod nennen, dann bleibt der Engel, der mächtig genug ist, sich von seiner Hülle zu befreien, bestehen und beginnt sein wahres Leben. Die unendlich vielen Besonderheiten, die die Menschen voneinander unterscheiden, lassen sich nicht anders erklären, als durch diese Doppelexistenz: sie machen sie verständlich und beweisen sie. Tatsächlich sollte uns der Unterschied, der zwischen einem Menschen besteht, dessen unlebendiger Geist ihn zu einer offenbaren geistigen Stumpfheit verdammt, und demjenigen, dessen innere Sehergabe ihn mit irgend einer Kraft ausgestattet hat, annehmen lassen, dass zwischen dem Geist und dem gewöhnlichen Sterblichen derselbe Unterschied bestehe wie zwischen dem Blinden und dem Sehenden. Dieser Gedanke, der die Schöpfung unendlich erweitert, gibt in gewissem Sinne den Schlüssel zum Himmel. Die Geschöpfe, die hier unten augenscheinlich untereinander vermischt sind, sind dort oben nach der Vollkommenheit ihres »Inneren Wesens« in getrennte Sphären eingeteilt, deren Gebräuche und Sprachen einander fremd sind. Wenn ein Bewohner der niederen Regionen in einen höheren Kreis kommt, ohne dessen würdig zu sein, so versteht er in der unsichtbaren Welt (genau wie in der sichtbaren) nicht nur dessen Gewohnheiten und Reden nicht, sondern seine Gegenwart lähmt dort die Stimmen und die Herzen. In seiner Göttlichen Komödie mag Dante wohl eine leise Ahnung von diesen Sphären gehabt haben, die in der Welt der Schmerzen beginnen und sich durch eine kreisförmige Bewegung bis in die Himmel erheben. Die Lehre Swedenborgs wäre also das Werk eines hellsehenden Geistes, der die unzähligen Erscheinungen aufgezeichnet hat, durch die die Engel sich inmitten der Menschen offenbaren. Diese Lehre, die ich heute zusammenzufassen suche, indem ich ihr einen logischen Sinn gebe, wurde mir von Lambert mit allem Verführerischen des Mysteriums dargebracht, eingehüllt in die Wendungen jener besonderen Sprache, wie sie den Mystikern eigen ist; dunkle Worte voller Abstraktion, die so auf das Gehirn wirken wie gewisse Bücher von Jakob Böhme, Swedenborg oder Madame Guyon, deren Lektüre Phantasiebilder heraufbeschwört, so vielgestaltig wie Opiumträume. Lambert erzählte mir so merkwürdige mystische Dinge, er wirkte daher so stark auf meine Phantasie, dass mir schwindelte. Doch ich versank gern in diese geheimnisvolle Welt, die den Sinnen unsichtbar ist, in der aber jeder gern lebt, sei es, dass er sie sich unter der unendlichen Form des zukünftigen Lebens vorstellt, sei es, dass er sie in die unbestimmten Formen des Märchens hüllt. Diese heftigen Erregungen der Seele belehrten mich, unbewußt, über ihre Kraft und gewöhnten mich an die Arbeit des Denkens. ... Er konnte in der Tat ein ganzes System davon ableiten, indem er, wie es Cuvier auf einem anderen Gebiet tat, aus einem Gedankenbruchstück eine ganze Schöpfung rekonstruierte. In jenem Augenblick setzten wir uns beide unter eine alte abgebrochene Eiche. Nach ein paar Augenblicken des Nachdenkens sagte Lambert zu mir: »Wenn die Landschaft nicht zu mir gekommen ist, was absurd zu denken wäre, dann bin ich eben zu ihr gegangen. War ich also hier, während ich in meinem Alkoven schlief, setzt dann diese Tatsache nicht eine völlige Trennung meines Körpers von meinem inneren Wesen voraus? Bezeugt sie nicht irgend eine Bewegungsfähigkeit des Geistes oder Wirkungen, die den Bewegungen des Körpers entsprechen? Vermag sich also im Schlaf mein Geist von meinem Körper zu trennen, warum soll ich beide nicht ebenso gut im Wachen voneinander scheiden können? Ich sehe keine Zwischenglieder zwischen diesen beiden Behauptungen. Aber gehen wir weiter, dringen wir in die Einzelheiten tiefer ein. Entweder haben sich diese Dinge kraft einer Fähigkeit vollzogen, die ein zweites Wesen in Tätigkeit setzt, dem mein Körper als Hülle dient – denn ich war in meinem Alkoven und sah die Landschaft, und das stößt viele Systeme um – oder diese Dinge haben sich entweder in irgend einem Nervenzentrum zugetragen, in dem sich die Gefühle bewegen, und dessen Namen wir noch erst erfahren müssen, oder aber in dem Gehirnzentrum, in dem sich die Gedanken bewegen. Diese letzte Hypothese hat die merkwürdigsten Fragen im Gefolge. Ich bin gegangen, ich habe gesehen, ich habe gehört. Die Bewegung vollzieht sich nicht ohne Raum; der Ton reagiert nur in Winkeln oder auf Oberflächen und die Farbe existiert nur durch das Licht. Wenn ich des Nachts mit geschlossenen Augen farbige Gegenstände gesehen habe, wenn ich in der absoluten Stille Geräusche gehört habe, und dies alles, ohne die notwendigen Vorbedingungen für die Entstehung des Tones, wenn ich in vollkommenster Unbeweglichkeit den Raum durchmessen habe, dann besitzen wir innere Kräfte, die unabhängig sind von den äußeren physikalischen Gesetzen. Der Geist muss also die materielle Natur durchdringen können. Wie haben die Menschen bis heute so wenig über die Vorgänge des Schlafes nachdenken können, die ein Doppelleben im Menschen andeuten? Liegt in diesem Phänomen nicht eine neue Wissenschaft?« fügte er hinzu und schlug sich heftig gegen die Stirn. »Und wenn es nicht der Anfang einer Wissenschaft ist, so verrät es doch gewaltige Kräfte im Menschen; es offenbart zum mindesten die häufige Trennung unserer beiden Naturen, eine Tatsache, über die ich seit langem nachgedacht habe. So habe ich endlich einen Beweis für die Überlegenheit unserer verborgenen Sinne über unsere sichtbaren Sinne gefunden. Homo duplex! – Aber« – fuhr er nach einer Pause fort und machte dabei eine Bewegung des Zweifels, »vielleicht leben gar nicht zwei Naturen in uns? Vielleicht sind wir ganz einfach mit geheimen und vervollkommnungsfähigen Kräften begabt, deren Übung und Entwicklung noch bisher unbeobachtete Erscheinungen der Bewegung, der Durchdringung, des Schauens hervorbringen. In unserer Vorliebe zum Wunderbaren – einer Leidenschaft, die von unserm Stolz erzeugt wird – haben wir diese Wirkungen in Phantasiegebilde verwandelt, weil wir sie nicht verstanden haben. Es ist so bequem, dem Unbegreiflichen zu misstrauen! Ich muss gestehen, ich würde den Verlust meiner Illusionen beweinen. Mir ist es ein Bedürfnis, an eine doppelte Natur und an die Engel von Swedenborg zu glauben! Diese neue Wissenschaft wird sie also töten? Ja, die Prüfung unserer unbekannten Fähigkeiten schließt eine anscheinend materialistische Wissenschaft in sich; denn ›der Geist‹ gebraucht, zerteilt, belebt die Substanz, aber er zerstört sie nicht.« ... Immer, wenn er mir von Himmel und Hölle sprach, pflegte er die Natur als Meisterin anzusehen; aber bei diesen letzten Worten, die voller Wissen waren, schwebte er noch kühner als sonst über der Landschaft und seine Stirn schien fast zerspringen zu wollen unter der Macht des Genies: seine Kräfte, die man bis zu einer neuen Sprachordnung »geistige« Kräfte nennen muss, schienen aus den Organen herauszuquellen, die dazu bestimmt waren, sie hervorzubringen. Seine Augen schleuderten den Gedanken hervor, seine erhobenen Hände, seine stummen und zitternden Lippen waren beredt; sein brennender Blick leuchtete; sein Kopf endlich, zu schwer oder zu müde von allzu heftiger Erregung, fiel ihm auf die Brust. Dieses Kind, dieser Riese, beugte sich herab, nahm meine Hand, presste sie in der seinen, die feucht war, so fieberte er in der Suche nach der Wahrheit. Dann sagte er nach einer Pause: »ich werde berühmt werden. – Aber du auch«, fügte er lebhaft hinzu. »Wir werden beide die Chemiker des Willens sein.« Edles Herz! Ich erkannte seine Überlegenheit an, er aber hütete sich, mich sie je fühlen zu lassen. Er teilte die Schätze seines Denkens mit mir, maß auch mir innerhalb seiner Entdeckungen eine Bedeutung bei und überließ mir meine unbedeutenden Gedanken. ... Schon am nächsten Tage begann er seine Arbeit, die er »Abhandlung über den Willen« benannte; seine Überlegungen änderten zwar oft Plan und Methode; aber das Erlebnis jenes feierlichen Tages hatte doch den Keim dazu gelegt ... Lamberts Ideen nahmen, durch dieses plötzliche Licht erleuchtet, größere Dimensionen an; er erkannte in diesen Errungenschaften weit auseinanderliegende Wahrheiten, die er miteinander verband; dann schmolz er alles wie ein Gießer zusammen. ... Seine philosophischen Spekulationen hätten ihn gewiss in die Reihe der großen Denker gestellt, wie sie in verschiedenen Zeiträumen unter den Menschen erscheinen, um ihnen die nackten Anfänge irgend einer zukünftigen Wissenschaft zu enthüllen, deren Wurzeln langsam wachsen und eines Tages im Reiche des Geistes schöne Früchte tragen werden. So hatte einst ein armer Handwerker, Bernard, der die Erde durchwühlte, um das Geheimnis der Metallfarben zu finden, im sechzehnten Jahrhundert mit der unfehlbaren Autorität des Genies geologische Tatsachen behauptet, deren Darlegung heute den Ruhm eines Buffon und eines Cuvier ausmachen. Ich glaube eine Vorstellung von Lamberts »Abhandlung« geben zu können, wenn ich in der Hauptsache die Grundzüge derselben darlege. Aber ich entkleide sie dabei unwillkürlich der Gedanken, in die er sie hüllte und die ihnen unentbehrlich sind. Denn da ich einen anderen Weg ging als er, griff ich von seinen Forschungen nur das auf, was zu meinem System am besten passte. Ich weiß daher nicht, ob ich, sein Schüler, seine Gedanken treu wiedergeben kann, nachdem ich sie mir in der Weise angeeignet habe, dass ich ihnen die Farbe der meinen gab. Für neue Ideen braucht man entweder ganz neue Worte oder erweiterte, umfassendere, besser definierte Anwendungen der alten; Lambert nun hatte, um die Grundbegriffe seines Systems darzulegen, allgemein bekannte Worte gewählt, die ungefähr seinen Gedanken entsprachen. Das Wort »Willen« bedeutet das »Milieu«, in welchem sich der »Gedanke« entwickelt, oder, weniger abstrakt ausgedrückt: die Summe von Kräften, durch die der Mensch die Handlungen, aus denen sein äußeres Leben besteht, außerhalb seiner hervorbringen kann. Das »Wollen,« ein Wort, das wir den Reflexionen Lockes verdanken, drückt den Akt aus, durch den der Mensch seinen »Willen« anwendet. Das Wort »Denken«, für ihn das wesentliche Resultat des Willens, bezeichnet auch das Milieu, in dem die Ideen entstehen, denen der Wille als Substanz dient. Die »Idee«, ein Name, der allen Schöpfungen des Gehirns gemeinsam ist, begründet den Akt, durch den der Mensch sein Denken anwendet. So waren der Wille und das Denken die beiden zeugenden Mittel; das Wollen und die Idee die beiden Erzeugnisse. Das Wollen schien ihm die Idee zu sein, die aus ihrem abstrakten Zustand in den konkreten übergeht, von einem flüssigen zu einem nahezu festen, wenn diese Worte überhaupt so schwer zu verstehende Gedanken wiedergeben können. Nach seiner Auffassung sind das Denken und die Ideen Bewegungen und Auswirkungen unseres inneren Organismus, wie das Wollen und der Wille die des äußeren Lebens sind. Er hatte den Willen vor das Denken gesetzt. – »Um zu denken, muss man wollen«, sagte er. »Viele Wesen leben in einem Zustand des Willens, ohne jedoch in den des Denkens zu gelangen. Im Norden finden wir eine lange Lebensdauer, im Süden ein kurze; dagegen ist im Norden Stumpfheit, im Süden eine dauernde Angespanntheit des Willens; bis zu dem Punkt, wo durch allzu große Kälte oder allzu große Hitze die Organe fast vernichtet sind!« Sein Wort »Milieu« war ihm durch eine Beobachtung gekommen, die er in seiner Kindheit gemacht hatte, deren Bedeutung er damals wohl kaum ahnte, deren Merkwürdigkeit seiner so leicht beeindruckbaren Phantasie aber aufgefallen sein musste. ... »Der Himmel«, sagte er zu mir, »ist nach alledem das ›Überleben‹ unserer vervollkommneten Fähigkeiten, die Hölle ist das Nichts, in das die unvollkommenen Fähigkeiten zurückfallen.« ...In einem Brief schreibt Lambert, dass das gewöhnliche Arbeitsleben für ihn nicht in Frage komme, er ziehe das Denken dem Tun vor, eine Idee einem Geschäft, die Betrachtung der Bewegung; Derjenige, der lebt, um im Reiche des Geistes Großes zu vollbringen, braucht materiell wenig: "Lieber Onkel, ich werde dieses Land, in dem ich nicht leben kann, bald verlassen. Hier ist kein Mensch, der das liebt, was ich liebe, der sich mit dem beschäftigt, was mich beschäftigt, der sich über das verwundert, was mich in Erstaunen setzt. Da ich mich ganz in mich zurückziehen muss, hin ich wie ausgehöhlt und leide. Das lange und beharrliche Studium, dem ich die hiesige Gesellschaft unterzogen habe, hat zu traurigen Schlüssen geführt, in denen der Zweifel vorherrscht. Hier ist das Geld Ausgangspunkt für alles. Man braucht Geld, sogar um Geld entbehren zu können. Aber wenn dieses Metall auch für denjenigen notwendig ist, der ruhig denken will, so habe ich doch nicht den Mut, es zu der einzigen treibenden Kraft meiner Gedanken zu machen. Um ein Vermögen anzuhäufen, muss man einen Stand wählen, muss man, mit andern Worten, durch irgend ein Vorrecht von Stellung oder Kundschaft, durch ein gesetzliches oder geschickt erworbenes Privileg das Recht kaufen, jeden Tag aus dem Geldbeutel des andern eine kleine Summe zu entnehmen, die in einigen Jahren zu einem kleinen Kapital anwächst, das in zwanzig Jahren kaum vier- bis fünftausend Franken Rente abwirft, wenn ein Mensch ehrlich dabei verfährt. In fünfzehn bis sechzehn Jahren nach angespannter Arbeitszeit haben Rechtsanwälte, Notare, Kaufleute, kurz, alle Berufsmenschen, sich für ihre alten Tage ihr Brot verdient. Ich fühle mich zu all diesem nicht geschaffen. Ich ziehe das Denken dem Tun vor, eine Idee einem Geschäft, die Betrachtung der Bewegung. Mir fehlt vor allem die unablässige und notwendige Aufmerksamkeit dessen, der sich ein Vermögen schaffen will. Jedes kaufmännische Unternehmen, jede Notwendigkeit, dem andern Geld abzufordern, würde bei mir schlecht ablaufen, und ich wäre bald ruiniert. Wenn ich auch nichts besitze, so schulde ich in diesem Augenblick auch nichts. Derjenige, der lebt, um im Reiche des Geistes Großes zu vollbringen, braucht materiell wenig; aber wenn mir auch zwanzig Sous pro Tag genügen würden, so besitze ich nicht einmal die Rente für diese arbeitsreiche musse. Wenn ich nachdenken will, so jagt mich die Not aus dem Heiligtum heraus, in welchem sich mein Gedanke regt. Was soll aus mir werden? Das Elend erschreckt mich nicht. Wenn man die Bettler nicht einsperrte, beschimpfte und verachtete, ich würde betteln, um in Ruhe die Probleme lösen zu können, die mich beschäftigen. Aber dieser erhabene Verzicht, durch den ich meinen Gedanken befreien könnte, indem ich ihn von meinem Körper löste, würde nichts helfen: man braucht Geld, um gewisse Experimente zu machen. Sonst würde ich gern die äußere Armut des Denkers, dem Erde und Himmel gehört, auf mich nehmen. Um groß im Elend zu sein, genügt es, sich niemals zu erniedrigen. Der Mensch, der kämpft und leidet, während er auf ein großes Ziel losgeht, bietet sicher ein schönes Schauspiel; aber wer hat hier Kraft, um zu kämpfen? Man erklimmt Felsen, denn man kann nicht immer im Schmutz waten. Hier aber wird jeder Geist, der der Zukunft zustrebt, in seinem graden Flug zu ihr entmutigt. In einer Höhle der Wüste würde ich mich nicht so fürchten, wie ich mich hier fürchte; in der Wüste wäre ich allein mit mir, ohne Ablenkung; hier empfindet der Mensch eine Menge Bedürfnisse, die ihn erniedrigen. Wer hier ausgeht, in Träume und Gedanken vertieft, den ruft die Stimme des Armen, der um einen Almosen bittet, wieder mitten in diese Welt des Hungers und des Durstes zurück. Man braucht schon Geld, um spazieren zu gehen. Der Organismus, unablässig durch Nichtigkeiten ermüdet, ruht sich nie aus. Die nervöse Konstitution des Dichters wird hier unablässig erschüttert, und was sein Ruhm sein sollte, wird seine Qual: seine Phantasie ist seine ärgste Feindin. Der verunglückte Arbeiter, die arme Wöchnerin, die krankgewordene Dirne, das verlassene Kind, der kranke Greis, das Laster, ja selbst das Verbrechen finden hier ein Asyl und Pflege; aber für den Erfinder, für den Menschen, der nachdenkt, ist die Welt mitleidslos. Hier muss alles einen sofortigen, greifbaren Erfolg haben; über anfangs unfruchtbare Versuche, die aber zu den größten Entdeckungen führen können, macht man sich lustig und man achtet das anhaltende und eingehende Studium nicht, das eine lange Konzentration der Kräfte verlangt. Der Staat sollte das Talent besolden, wie er den Soldaten bezahlt, aber er fürchtet, von dem intelligenten Menschen übervorteilt zu werden, als ob das Genie lange zu unterdrücken wäre! Ach, lieber Onkel, wenn man schon die klösterliche Einsamkeit am Fuße der Berge, unter grünen und stillen Schatten, zerstört hat, sollte man da nicht Hospize für leidende Seelen errichten, die mit einem einzigen Gedanken ganze Völker befruchten oder den Fortschritt einer Wissenschaft verbreiten?" "Weißt du, warum ich wieder bei Swedenborg gelandet bin, nachdem ich unendlich viel über die Religionen studiert habe und mir durch die Lektüre der Arbeiten, die das fleißige Deutschland, die England und Frankreich seit sechzig Jahren veröffentlicht haben, die tiefe Wahrheit meiner Jugendbemerkungen über die Bibel klar gemacht habe? Swedenborg fasst in der Tat alle Religionen zusammen oder vielmehr, die einzige Religion der Menschheit. Wenn ihre Gottesdienste auch unzählige Formen angenommen haben, ihr Sinn und ihre metaphysische Gestaltung haben sich nie gewandelt. Der Mensch hat also stets nur eine Religion gehabt. Der Schivaismus, der Vischnuismus und der Brahmaismus, die drei ersten menschlichen Kulte, die in Tibet, im Tale des Indus und auf den weiten Ebenen des Ganges entstanden sind, haben ein paar tausend Jahre vor Christus den Krieg untereinander beendet, indem sie die hinduistische Lehre von der Trimurti angenommen haben. Aus diesem Dogma ging in Persien die Religion der Magier hervor, in Ägypten die afrikanischen Religionen und der Mosaismus und endlich der Kabirismus und der griechisch-römische Polytheismus. Während diese Ausstrahlungen der Lehre von der Trimurti die Mythen Asiens den Phantasien jedes Landes anpassen, in das sie durch die Weisen eingeführt wurde, die die Menschen dann in Halbgötter wie Mithra, Bacchus, Hermes, Herkules verwandeln, erhebt sich Buddha, der berühmte Reformator der drei ersten Religionen in Indien und gründet dort seine Kirche, die noch heute zweihundert Millionen Anhänger mehr zählt als das Christentum, und aus der die gewaltigen Gedanken eines Christus und eines Konfuzius Kraft geschöpft haben. Das Christentum erhebt sein Banner; später schweißt Mohammed Judentum und Christentum, Bibel und Evangelium in einem Buche, dem Koran, zusammen, und passte alles dem Geiste der Araber an. Swedenborg nun nimmt aus der Lehre der Magier, aus dem Brahmaismus, dem Buddhismus und dem christlichen Mystizismus, was diese vier großen Religionen Gemeinsames, Wirkliches, Göttliches haben, und gibt ihren Lehren eine sozusagen mathematische Grundlage. Wer sich in diese religiösen Strömungen stürzt, deren Gründer nicht alle bekannt sind, der erkennt, dass Zarathustra, Moses, Buddha, Konfuzius, Jesus Christus, Swedenborg die gleichen Prinzipien haben und dass sie dem gleichen Ziele zustreben."Ätherischen Substanzen, Materie; das Tier als Produkt der Notwendigkeit; größere oder geringere Vollkommenheit des menschlichen Organismus; der Ton ist eine Abwandlung der Luft, alle Farben sind Abwandlungen des Lichtes; Zorn, Gefühle sind lebendige Kräfte; die Welt der Ideen; der größte Teil der sichtbaren Menschheit, und zugleich ihr schwächster Teil, bewohnt die Sphäre des Instinkts; abstrakte Begriffe; Gabe des Schauens, Intuition; es gibt drei Welten: die natürliche, die geistige, die göttliche; Auferstehung: "Hienieden ist alles das Produkt einer »ätherischen Substanz«, der gemeinsamen Basis mehrerer Phänomene, die unter den unzulänglichen Namen »Elektrizität«, »Wärme«, »Licht«, »galvanisches und magnetisches Fluidum« bekannt sind. Die Gesamtheit der Wandlungen dieser Substanz schafft das, was man gemeinhin die Materie nennt. ... 3. Eine systematische Verfassung der Geisterwelt und eine aus dem Nachlass veröffentlichte Reflexion Goethes
"Für Goethe
ist mit der Beseitigung des Beweises das Thema nicht erledigt. Er meint,
dass etwas, das „nicht als Beweis gilt“, deshalb aus der Sphäre des
Geltens noch nicht notwendig herausgefallen ist. Es soll „als Gefühl
gelten“, und zwar „uns“, also ihm und allen, die fühlen wie er. Dazu
bringt er mit zwei sehr entlegenen Fremdworten Vorstellungen aus dem Grenzbereich
zwischen Naturwissenschaft und Theologie ins Spiel, Brontotheologie und
Niphotheologie. Erstere lässt sich insofern identifizieren, als sie
aus den Phänomenen von Blitz und Donner, griechisch „bronté“,
auf die Existenz Gottes schließt. Dabei steht möglicherweise
auch eine Passage aus dem ersten Buch der Könige im Hintergrund, wo
vom Aufenthalt des Propheten Elia in der Wüste die Rede ist. Die Erscheinung
des Herrn ist dort weder im Sturm noch im Erdbeben noch im Feuer, wohl
aber im sanften, leisen Säuseln, in dem sich die Geistigkeit Gottes
manifestiert. Dieser Zusammenhang war Gegenstand in der Abhandlung von
Peter Ahlwardt, einem lutherischen Theologen, Schüler von Christian
Wolff und späteren Rektor der Universität Greifswald, aus dem
Jahr 1745: „Bronto-Theologie oder Vernünftige und Theologische Betrachtungen
über den Blitz und Donner, wodurch der Mensch zur wahren Erkenntnis
Gottes und seiner Vollkommenheiten wie auch zu einem tugendhaften Leben
und Wandel geführet werden kann“. Woher aber stammt das zweite Stichwort,
die „Niphotheologie“ oder, wie es in der Handschrift heißt, „Nivologie“?
Hier könnte man an das Maria-Schnee-Wunder denken, eine Legende, wonach
die Mutter Gottes in der Nacht zum 5. August des Jahres 352 dem Papst Liberius
und dem Patrizier Johannes erschienen sei; sie habe ihnen aufgetragen,
dort eine Kirche zu bauen, wo am nächsten Morgen Schnee fallen werde.
Das sei auf dem Esquilin-Hügel in Rom der Fall gewesen, dort, wo Goethe
die größte Marienkirche Roms finden konnte, Santa Maria Maggiore.
Die im Faust II ironisch zitierte Formel „Unmöglich ist’s, drum eben
glaubenswert“ kann als Ausweis der Außerordentlichkeit herangezogen
werden ... Im Hintergrund steht eine prominente Tradition der Kirchengeschichte,
zu der auch Matthias Grünewald mit seinem Maria-Schnee-Altar beigetragen
hat. Und wenn nicht in der „Italienischen Reise“, so begegnete Goethe dieser
Tradition schon zehn Jahre früher. Am Ende des 18. Buches von „Dichtung
und Wahrheit“ ist von der Reise in die Schweiz die Rede. Im Juli 1775 hat
Goethe die Rigi bei Klösterli bestiegen, „um halb Achte standen wir
bei der Mutter Gottes im Schnee“, bei der Wallfahrtskapelle Maria zum Schnee."
[4]
4. Kant und SchopenhauerSchopenhauer kann einige Passagen aus Kants Kritik an Swedenborg durchaus unterschreiben: "Dadurch sehen wir uns in den geheimsten Beweggründen abhängig von der Regel des allgemeinen Willens, und es entspringt daraus in der Welt aller denkenden Naturen eine moralische Einheit und systematische Verfassung nach bloß geistigen Gesetzen." Nur handelt es sich bei den Werken Swedenborgs nicht um "Hirngespinste der Einbildung", "grobe Blendwerke" oder ein "natürliches Erbstück der Dummheit", das "verzweifelt missschaffen und albern aussieht" wie Kant in seiner etwas naiven Vorstellungskraft meint und Swedenborg als "Kandidaten des Hospitals" und "Erzphantast unter allen Phantasten" abfertigt. Kant wandelt eben wie Demokrit im leeren Raume und innerhalb der Grenzen seiner eigenen Erkenntnis. Wenn er von Leichtgläubigkeit, dummer Einfalt, "Erbstück der Dummheit", das "verzweifelt missschaffen und albern aussieht" oder von Hirngespinsten "einer verkehrtgrübelnden Vernunft" spricht, seinen Stil als platt bezeichnet und meint, "seine Erzählungen und ihre Zusammenordnung scheinen aus fanatischem Anschauen entsprungen zu sein", so trifft dies eigentlich mehr auf den Propheten Mohammed und seinen albernen Koran zu. [5]Das sah Schopenhauer genauso, als er über den Islam, den Koran und den Moslem schrieb, der «ein bescheidener Bursche sei, der mit geringer Kost vorlieb nehme», ein «öffentlich zugestandenes erzwungenes Unrecht» erleiden, wie es der Fall sei in der «Verfassung der meisten Mohammedanischen Reiche» und eine träge Vernunft oder «Türkenglaube» besitzen müsse: «Man betrachte z. B. den Koran: dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfnis zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus. Viel mag durch die Übersetzung verloren gehen, aber ich habe keinen einzigen wertvollen Gedanken darin entdecken können» - Arthur Schopenhauer, «Die Welt als Wille und Vorstellung» II, 17 und I, § 55, § 62 Er spricht auch von der Schädlichkeit des Theismus wie er im Islam oder bei Kant auftritt: «So gibt der Theismus zwar der Moral eine Stütze, jedoch eine von der rohesten Art, ja , eine, durch welche die wahre und reine Moralität des Handelns im Grunde aufgehoben wird... vielmehr wird das Innere einer solchen Tugend auf klugen und wohl überlegenden Egoismus zurücklaufen. ... Dieserwegen untergräbt auch Kants Moraltheologie eigentlich die Moral, sie ist wie der Theismus ebenfalls mit der Moral im Widerstreit; weil er Freiheit und Zurechnungsfähigkeit aufhebt.» - Arthur Schopenhauer, «Parerga und Paralipomena» I, 1 Gesundheit: «Hieraus aber folgt, dass die größte aller Thorheiten ist, seine Gesundheit aufzuopfern, für was es auch sei, für Erwerb, für Bevörderung, für Gelehrsamkeit, für Ruhm, geschweige für Wollust und flüchtige Genüsse: vielmehr soll man ihr alles nachsetzen.» - Arthur Schopenhauer, «Parerga und Paralipomena» I, 2Auch den letzten Satz aus Kants Werk könnten die Romantiker, die Theosophen bzw. Anthroposophen und die Anhänger Swedenborgs durchaus unterschreiben: "Da aber unser Schicksal in der künftigen Welt vermutlich sehr darauf ankommen mag, wie wir unseren Posten in der gegenwärtigen verwaltet haben, so schließe ich mit demjenigen, was Voltaire seinem ehrlichen Candide, nach so viel unnützen Schulstreitigkeiten, zum Beschlusse sagen lässt: Lasst uns unser Glück besorgen, in den Garten gehen, und arbeiten." Allerdings hängt das Schicksal in der künftigen Welt auch von unserer Philosophie ab und es wird sich anders gestalten, wenn es eine materialistische bzw. theistische Philosophie im Sinne von Kant ist als wenn es eine idealistische, der geistigen Welt aufgeschlossene Weltanschauung ist. [6] Anmerkungen [1] Wissenschaftsbriefe
/ Science Review Letters 2026,
25, Nr. 1760 und FAZ 2026 Nr. 167;
Mathias Mayer 2026: Goethes „Niphotheologie“; Honoré de Balzac,
Comédie Humaine (Die menschliche Komödie), Louis Lambert, Roman
1832, 1977; Immanuel Kant; Tr. eines Geistersehers, Königsberg 1766;
Emanuel von Swedenborg, Arcana coelestia, London 1749–1756, Tübingen
1833–1842. (Himmlische Geheimnisse), Tübingen 1842–1870; Ders.: De
Coelo et eius mirabilibus, et de inferno, London 1758. (Himmel und Hölle);
1873; Ders.: Vera christiana religio, London 1771 (Die Wahre Christliche
Religion), 1855–1858; vgl. Kurse Nr. 695
Emanuel Swedenborg,
Nr. 694 Honore
de Balzac, Nr. 020 Johann
Wolfgang von Goethe I-II, Nr.
673 Johann Wolfgang von Goethe III, Nr.
509 F.W.J. Schelling I, Nr.
510 F.W.J. Schelling II, Nr.
513 F.W.J. Schelling III, Nr.
505 Arthur Schopenhauer I-II, Nr.
663 Arthur Schopenhauer III,
Nr.
693 Guy de Maupassant,
Nr. 545 Sittenlehre
I-II, Nr. 686 Philosophie
der Geschichte II, Nr.
691 Philosophie der Geschichte VII, Nr.
667 Romantische Kunst und Philosophie I, Nr.
669 Romantische Kunst und Philosophie II, Akademie der Kunst und Philosophie
/ Académie des sciences
Emanuel
von Swedenborg
Allgemeine
Infos zur Akademie der Kunst und Philosophie und den Kursen
Zur Philosophie und Kulturgeschichte von Byzanz, des Mittelalters, der Schule von Chartres, der Renaissance, des Barock, der Aufklärung, des Idealismus, der Romantik vgl. Kurse:Nr. 551 G.W.F. Hegel I, Nr. 660 G.W.F. Hegel II, Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte I, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Nr. 509 F.W.J. Schelling I, Nr. 510 F.W.J. Schelling II, Nr. 513 F.W.J. Schelling III, Nr. 505 Arthur Schopenhauer I-II, Nr. 663 Arthur Schopenhauer III, Nr. 531 Platon, Nr. 533 Aristoteles, Nr. 623 Johann Ludwig Wilhelm Müller, Nr. 020 Johann Wolfgang von Goethe I-II, Nr. 673 Johann Wolfgang von Goethe III, Nr. 553 Friedrich Schiller I-II, Nr. 675 Friedrich Schiller III, Nr. 554 Friedrich Hölderlin I-II, Nr. 512 Novalis I, Nr. 671 Novalis II, Nr. 677 Jean Paul, Nr. 667 Romantische Kunst und Philosophie I, Nr. 669 Romantische Kunst und Philosophie II, Nr. 630 Johann Ludwig Tieck, Nr. 631 Adelbert von Chamisso,Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 693 Guy de Maupassant, Nr. 694 Honore de Balzac, Nr. 665 Molière, Nr. 622 Victor Hugo I, Nr. 674 Victor Hugo II, Nr. 629 Voltaire I-II, Nr. 678 François Rabelais, Nr. 679 Laurence Sterne, Nr. 621 Lord Byron I, Nr. 676 Lord Byron II, Nr. 628 Percy Bysshe Shelly, Nr. 561 Sir Walter Scott, Nr. 555 Angelus Silesius, Nr. 634 Hans Sachs, Nr. 619 Franz Werfel, Nr. 680 Nikos Kazantzakis, Nr. 588 Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Nr. 550 Fjodor M. Dostojewskij I-II, Nr. 506 Wladimir Sergejewitsch Solowjow, 695 Emanuel Swedenborg, Nr. 664 Philosophie der Kunst, Nr. 661 Philosophie der Geschichte I, Nr. 686 Philosophie der Geschichte II, Nr. 687 Philosophie der Geschichte III, Nr. 687 Philosophie der Geschichte IV, Nr. 687 Philosophie der Geschichte V, Nr. 691 Philosophie der Geschichte VI, Nr. 691 Philosophie der Geschichte VII, Nr. 659 Wissenschaftslehre I, Nr. 666 Wissenschaftslehre II, Nr. 681 Wissenschaftslehre III, Nr. 682 Wissenschaftslehre IV, Nr. 683 Wissenschaftslehre V, Nr. 684 Wissenschaftslehre VI, Nr. 685 Wissenschaftslehre VII, Nr. 545 Sittenlehre I-II, Nr. 614 Sittenlehre III, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre I-II, Nr. 641 Staats- und Rechtslehre III, Nr. 644 Staats- und Rechtslehre IV, Nr. 655 Staats- und Rechtslehre V, Nr. 618 St. Ephraim der Syrer, Nr. 617 St. Cyrill von Alexandrien, Nr. 616 St. Gregor von Nazianz, Nr. 613 St. Gregor von Nyssa, Nr. 612 St. Johannes Chrysostomos, Nr. 611 St. Johannes Cassianus, Nr. 627 St. Basilius der Große, Nr. 625 Theodorus Abucara, Nr. 624 Byzantinische Wissenschaft / Philosophie, Nr. 653 St. Cyprianus, Nr. 609 St. Athanasius der Große, Nr. 605 St. Irenaeus von Lyon, Nr. 604 St. Hildegard von Bingen, Nr. 600 St. Johannes von Damaskus,Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 581 Bernhard von Chartres, Nr. 580 Wilhelm von Conches, Nr. 578 Pierre Abaelard, Nr. 574 Johannes von Salisbury, Nr. 577 Petrus Lombardus, Nr. 576 Gilbert de la Porrée / Gilbert von Poitiers, Nr. 565 Johannes Scotus Eriugena, Nr. 575 Thierry de Chartres, Nr. 571 Alanus ab Insulis, Nr. 572 Anselm von Canterbury, Nr. 570 St. Hilarius von Poitiers, Nr. 568 Nicolaus Cusanus I, Nr. 568 Nicolaus Cusanus II, Nr. 568 Nicolaus Cusanus III, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 564 St. Augustinus I, Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 654 St. Augustinus III, Nr. 579 St. Albertus Magnus, Nr. 500 St. Thomas von Aquin I, ScG, Nr. 501 St.Thomas von Aquin II, Sth I., Nr. 502 St.Thomas von Aquin III, Sth. I-II, Nr. 582 St.Thomas von Aquin IV, Sth II-II, Nr. 583 St.Thomas von Aquin V, Sth. III, Nr. 566 Meister Eckhart, Nr. 562 Dante Alighieri I-II, Nr. 672 Dante Alighieri III, Nr. 558 Calderón de la Barca, Nr. 648 Calderón de la Barca II, Nr. 650 Calderón de la Barca III, Nr. 651 Calderón de la Barca IV, Nr. 563 Miguel de Cervantes I, Nr. 645 Miguel de Cervantes II, Nr. 637 Lope de Vega I, Nr. 638 Lope de Vega II, Nr. 642 Lope de Vega III, Nr. 643 Lope de Vega IV, Nr. 652 Juan Ruiz de Alarcón, Nr. 632 Ginés Pérez de Hita, Nr. 633 Luis Vaz de Camões, Nr. 557 Ludovico Ariosto I-II, Nr. 668 Ludovico Ariosto III, Nr. 556 Torquato Tasso, Nr. 552 William Shakespeare I-II, Nr. 559 Wolfram von Eschenbach, Nr. 560 Walter von der Vogelweide, Nr. 662 Gottfried von Strassburg, Akademie der Kunst und Philosophie / Académie des sciences Nr.
320 Romanische Kunst und Architektur, Nr.
350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr.
325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr.
326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr.
586 Tizian, Nr. 591 Paolo Veronese,
Nr.
597 Correggio, Nr. 670 Annibale
Carracci, Nr. 520 Rembrandt, Nr.
598 El Greco,
Nr. 620
Giovanni Battista Tiepolo, Nr.
590 Giovanni Bellini,
Nr. 656 Andrea
Solari, Nr. 657 Bernadino Luini,
Nr.
587 Andrea Mantegna,Nr. 595 Jan van
Eyck,
Nr. 635 Rogier van der
Weyden, Nr. 640 Stefan Lochner,
Nr.
646 Michael Pacher,
Nr. 647 Peter
Paul Rubens, Nr. 649 Giotto di
Bondone,
Nr. 626 Luca Signorelli,
Nr.
610 Piero della Francesca,
Nr. 596 Perugino,
Nr.
522 Raffael (Raffaello Sanzio), Nr.
523 Sandro Botticelli, Nr. 602 Benozzo
Gozzoli,
Nr. 606 Fra Angelico,
Nr.
607 Pinturicchio, Nr. 608 Domenico Ghirlandaio,
Nr.
593 Filippo Lippi,
Nr. 594 Filippino
Lippi,
Nr. 589 Albrecht Dürer,
Nr.
603 Bernard van Orley, Nr. 615 Ambrogio
da Fossano detto il Bergognone, Nr. 636
Eugène Delacroix,
Nr. 639 Bartolomé
Esteban Murillo, Nr. 690
Caspar David Friedrich, Akademie der Kunst und Philosophie
Copyright © 2012-2026 Akademie der Kunst und Philosophie Letzte Bearbeitung:25.07.2026 |