Akademie der Kunst und Philosophie
Akademie der Wissenschaften | Académie des sciences
 

 

Kurs Nr. 552

William Shakespeare - Poet und Philosoph



 

"Es gibt mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt" - Shakespeare

"What is a man,
If his chief goal and market of his time
be but to sleep and feed? a beast, no more.
Sure he that made us with such large discourse,
Looking before and after, gave us not 
That capability and god-like reason
To fust in us unus'd" - Shakespeare

"We must straight employ you 
Against the general enemy Ottoman." - Shakespeare
 

 

William Shakespeare, Portrait by John Taylor, known as the ChandosPortrait

 

 
 
 
 
 

 

Aus dem Inhalt:
 

Nicht erst zu Hölderlins Zeiten ersehnten Griechenland und seine Freiheitskämpfer: Der Sultan soll aus Konstantinopel und ganz Griechenland vertrieben werden. Die ungläubigen Osmanen ("Tyrannenknechte") und "Andre des rohen Volks von dem Sultan bestellt" verstehen dabei nur eine Sprache: "Ja! sanft zu sein, zu rechter Zeit, das ist wohl schön, doch sanft zu sein, zur Unzeit, das ist hässlich, denn es ist feig!" Doch die Christenheit hat es bisher versäumt, Konstantinopel, Smyrna, die ganze Insel Zypern und andere christliche Gebiete in der Türkei und der Levante den Osmanen zu entreissen - dabei hatte nicht nur Dostojewskij die Orientfrage schon ausführlich behandelt. [1][2][3][4][5][6][7][8][9][11][12][13][14][15][16][19][20][21]

In der Renaissance, zu Shakespeares Zeiten, war man besonders hellhörig, wenn der Türke aufrüstete: "Etwas aus Zypern, wenn ich recht vermute; 's ist ein Geschäft von heißer Eil; die Flotte verschickt' ein Dutzend Boten nacheinander noch diesen Abend, die gedrängt sich folgten. Viel Herrn vom Rat, geweckt und schon versammelt, sind jetzt beim Herzog; eifrig sucht man Euch, und da man Euch verfehlt in Eurer Wohnung, hat der Senat drei Haufen ausgesandt, Euch zu erspähn." Die tapferen Helden der christlichen Heere wurden gerufen: "Ihr müßt gleich ins Feld wider den allgemeinen Feind, den Türken." [16] - Shakespeare

"We must straight employ you 
Against the general enemy Ottoman."  - Shakespeare
Boten berichteten über Stärke und Ziel der türkischen Osmanen: "Doch stimmt die Zahl auch nicht genau zusammen, wie insgeheim, wenn sich Gerüchte melden, der Inhalt abweicht, doch erwähnen alle die türkische Flotte, die gen Zypern segelt. ... Der Türken Kriegsbewegung geht auf Rhodos; So ward mir Auftrag, dem Senat zu melden." [16] - Shakespeare

Um die christlichen Gebiete wie zum Beispiel Zypern zu schützen, wurde gleich eine Flotte mit den besten Feldherrn entsandt: Die Ottomanen "In gradem Lauf zur Insel Rhodos steuernd, vereinten dort sich mit der Nebenflotte. an dreißig Segel; und jetzt wenden sie rücklenkend ihren Lauf, und ohne Hehl gilt ihre Absicht Zypern. ... Der Türke segelt mit gewaltiger Kriegsrüstung gegen Zypern. ... Euch ist die Festigkeit des Orts am besten bekannt, und obgleich Wir dort einen Statthalter von unbestrittner Fähigkeit besitzen, so hegt doch die öffentliche Meinung, eine unbeschränkte Gebieterin des Erfolgs, eine größere Zuversicht zu Euch. Ihr müsst Euch deshalb gefallen lassen, den Glanz Eures neuen Glücks durch diese rauhe und stürmische Unternehmung zu verdunkeln." [16] - Shakespeare

"Die eiserne Gewohnheit, edle Herren,
Schuf mir des Krieges Stahl und Felsenbett
Zum allerweichsten Flaum; ich rühme mich
Natürlicher und rascher Munterkeit
Im schwersten Ungemach und bin bereit
Zum jetzigen Feldzug gegen den Muselmann.

The tyrant custom, most grave senators,
Hath made the flinty and steel couch of war
My thrice-driven bed of down: I do agnize
A natural and prompt alacrity
I find in hardness, and do undertake
These present wars against the Ottomites" - Shakespeare

Viele Dichter der Renaissance und des Mittelalters berichten, dass christliche Heere durch die Natur und höhere Schutzmächte begleitet wurden: [11][12][13][14][15][16]
"Wenn nicht die Türkenflotte
Sich barg in Bucht und Hafen, so versank sie,
Es ist unmöglich, daß sie's überstand....
Zerstreuung wohl des türkischen Geschwaders.
Denn, stellt Euch nur an den beschäumten Strand,
Die zornige Woge sprüht bis an die Wolken;
Die sturmgepeitschte Flut will mächtigen Schwalls
Den Schaum hinwerfen auf den glühnden Bären,
Des ewig festen Poles Wacht zu löschen.
Nie sah ich so verderblichen Tumult
Des zornigen Meers." - Shakespeare
Auf diese Weise lassen sich die Türken schnell besiegen:
"Botschaft, Ihr Herrn! Der Krieg ist aus,
Der tolle Sturm nahm so die Türken mit,
Dass ihre Landung hinkt. Ein Kriegsschiff von Venedig
War Zeuge grauser Not und Havarie
Des Hauptteils ihrer Flotte." - Shakespeare
Die christlichen Helden werden auf Zypern bejubelt "Der Krieg ist aus, der Türk ertrank":
"Des Schiffes Reichtum ist ans Land gekommen! -
Ihr, Zyperns Edle, neigt Euch huldigend:
Heil dir, o Herrin! Und des Himmels Gnade
Begleite dich auf allen Seiten stets,
Dich rings umschließend....
Gehn wir aufs Schloß -
Wisst ihrs? Der Krieg ist aus, der Türk ertrank. -
Wie gehts den alten Freunden hier auf Zypern?" - Shakespeare
Die "Nachricht von der gänzlichen Vernichtung der türkischen Flotte" war früher immer ein Grund zum Feiern: Es ist unsres "edeln und tapfern Generals Wunsch, dass auf die zuverlässige, jetzt eingegangene Nachricht von der gänzlichen Vernichtung der türkischen Flotte jedermann seine Freude kundtue, sei es durch Tanz oder Lustfeuer, oder wie ihn sonst seine Neigung zu Spiel und Kurzweil treibt; denn außer jenem erfreulichen Ereignis feiert er heut seine Hochzeit. Solches wird auf seinen Befehl ausgerufen. Alle Säle des Palastes sind geöffnet, und volle Freiheit zu Schmaus und Fest von jetzt fünf Uhr an, bis die elfte Stunde geschlagen. Der Himmel segne die Insel Zypern und unsern edlen General"  [16] - Shakespeare

Leider hat aber die geeinte Christenheit - dadurch, dass sie in sich zerstritten war - dieses letzte und schon zerfallende Bollwerk im Osten nicht beschirmt, die Hagia Sophia konnte keine "Basilika des Glaubens" bleiben, der letzte und zugleich "schönste Dom des oströmischen Christentums" ist durch die Türken in eine "Moschee des Unglaubens" verwandelt worden; ehemals christliche Gebiete in der Levante wurden von den Osmanen und später den Türken widerrechtlich in Besitz genommen - einschliesslich der Ort, wo "das Grab des Weltheilandes liegt, der gesegneten Maria's Sohn: dies teure, teure Land so teurer Seelen, durch seinen Ruf in aller Welt so teuer." Noch heute muss man sich mit den ungläubigen Nachkommen der Osmanen herumschlagen, die die Christen in der Türkei und Syrien vernichtet haben (Genozid an Millionen christlicher Armenier und assyrischer Christen). "Der Friede wird bei Türk' und Heiden schlummern, Und hier im Sitz des Friedens wilder Krieg mit Blute Blut und Stamm mit Stamm verwirren. Zerrüttung, Grausen, Furcht und Meuterei wird wohnen hier, und heißen wird dies Land das Feld von Golgatha und Schädelstätte." Die heutige Türkei ist ähnlich wie das osmanische Reich seit 1453 ein antichristliches Land, das über die Jahrhunderte bis heute kein Vertrauen erwecken konnte; nur vereinzelt haben sich Firmen wie Daimler z.B. in die Türkei verirrt, um dort billiger produzieren zu können. Generell gilt aber seit 1453, dass vor allem Christen bestenfalls inhaftiert und versklavt wurden. Auch heute noch begibt sich in Gefahr, wer an türkischen Stränden sich aufhält  "Wer in der Türkei Urlaub macht, sollte sich Witze am Strand gut überlegen. Eine Untersuchungshaft von fünf Jahren ist oft länger als der Urlaubsanspruch." witzelte Dieter Nuhr in Shakespear'scher Manier. [17]

Heute ist die Insel vor der Küste Syriens "das einzige EU-Mitgliedsland, das partiell von türkischen Truppen besetzt ist." Seit der türkischen Invasion von 1974 - als die Türkei über Nacht einmarschierte und zwei Fünftel des Staatsgebietes besetzte - ist Nordzypern millitärisch, politisch und wirtschaftlich von Ankara abhängig. Was im Norden Zyperns seit Jahren vor sich geht, ließe sich als schleichende Annexion bezeichnen. Ein zyprischer Bürger berichtete, "die Regierung Nordzyperns habe gerade erst wieder 25 000 vom Festland geholten und auf der Insel angesiedelten Türken die nordzyprische 'Staatsbürgerschaft' erteilt. Die ist zwar international nichts wert, doch ein solcher Schritt schafft demographische Fakten. Die Planmäßige Ansiedlung von Bauern aus Anatolien, die ganz andere Lebenseinstellungen haben als die einheimischen türkischen Zyprer, ist freilich keine Erfindung Erdogans, sondern wird von Ankara schon seit Jahrzehnten praktiziert. Zyperns Norden wird auf diese Weise langsam turkisiert, beziehungsweise anatolisiert", wie man es früher mit anderen ehemals griechischen oder europäischen Gebieten getan hat. Denn ein beträchtlicher Teil der alten griechischen Welt lag auf dem Staatsgebiet der heutigen Türkei. Weltstädte wie Smirna, Halikarnassos und Milet befanden sich in Kleinasien, dem heutigen Anatolien. Griechen lebten dort bis zum Griechisch-Türkischen Krieg (1919-1922), der mit der "kleinasiatischen Katastrophe" endete. Die meisten Griechen, die nicht Massakern und Deportationen zum Opfer gefallen waren, wurden 1922 aus Anatolien nach Griechenland "umgesiedelt". Die heutigen EU-Länder waren zerstritten und dadurch nicht in der Lage, den Griechen zu helfen. Mit Geld aus Ankara entstehen heute nicht nur zahlreiche neue Moscheen, "sondern auch islamisch grundierte Imam-Hatip-Schulen. Erdogan ist selbst Imam-Hatip-Absolvent." Es handelt sich um Koranschulen, also Sonderschulen für zurückgebliebene Muslime. Schon seit dem siebzehnten Jahrhundert ist bekannt, dass die heutigen anatolischen Türken eine dekadente, vollkommen heruntergekommene Volksgruppe sind, die urprünglich von den Mongolen abstammt; im Gegensatz zu den heutigen Türken hatten die vorislamischen Vorfahren eine viel weiter entwickelte Sprache und Schrift. Überall wo Moslems, insbesondere Türken sich in christlichen Ländern zu weit ausbreiten, wie auf Zypern, entsteht "eine der explosivsten Regionen überhaupt." Verhandlungen mit Moslems sind ebenfalls kaum möglich: "Die jüngste Verhandlungsinitiative zur Lösung des Zypernkonfliktes sei im schweizerischen Crans-Montana trotz Vermittlung der Vereinten Nationen ohne eine Einigung zu Ende gegangen." Hauptgrund für das Scheitern war die Weigerung der Türkei, die 35 000 türkischen Besatzungssoldaten aus dem türkisch-zyprischen Norden der sei 1974 geteilten Insel, abzuziehen. Die griechische Republik Zypern ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union, während die türkische Republik Nordzypern einzig und allein von der Türkei anerkannt wird. Im türkischen Teil Zyperns  Im türkisch besetzten Nordzypern, zum Beispiel in Famagusta,  wurden Kirchen zu Moscheen oder in Geräteschuppen umgewandelt und ausgeraubt wie Panagia Kanakatiá (Kunstraubskandal); über Karpasía (Karpaz) kann man in Reiseführern heute nachlesen: "Die türkischen Truppen schnürten schon in den ersten Stunden ihres Vorstoßes den Karpaz vom Rest der Insel ab und versperrten 15 000 Griechen den Fluchtweg. ... Die Vertreibung der Griechen drängte Karpaz endgültig ins Abseits. Auf den Feldern wuchert Gestrüpp, in den Dörfern schweigen die Glocken. Leere, verfallene Häuser, deren Mauern wie ausgetrocknete Biskuits zerbröseln, die alten Brunnen versiegt, der Straßenbelag aufgeplatzt und verworfen." Überall sieht es dort so aus: in Galáteia ((Mehmetcik), Kómi (Büyükkonuk), das von Kurden bewohnte Lythrangkomi (Boltash) mit Panagía Kanakariá, Gialoúsa (Erenköy) mit der Basilika Agía Triás, von der allerdings nur noch der Mosaikboden zu sehen ist, Rizokárpaso (Dipkarpaz). Bischof Philon (368-403), auf den die Kirche Ágios Fílon zurückgehen soll, ist seit jeher auch Patron aller zerstörten Kirchen Zyperns. [26]

Paphos, an der Westspitze Zyperns gelegen, ist Kulturhauptstadt 2017. Zypern war weltweit das erste Land, das von einem Christen regiert wurde. Von hier aus begann der Siegeszug des neuen Glaubens gegen die traditionelle Macht der paganen Kultreligion."Der Apostel Paulus, der von 46 bis 48 nach Christus auf Zypern missionierte, wurde hier an eine Säule gebunden und mit 39 Hieben ausgepeitscht, weil er den Aphrodite-Kult der Römer als Teufelswerk bezeichnet hatte. Der römische Gouverneur Sergius Paulus interessierte sich trotzdem für seinen unerschütterlichen Namensvetter, lud ihn in seine Villa ein und ließ sich schließlich sogar von ihm zum Christentum bekehren." Das Troodos-Gebirge, das sich über den Westen der Insel erstreckt, seit dem Altertum für seine reichen Boden- und seit der byzantinischen Zeit für seine Kunstschätze in den Klöstern und Kirchen bekannt ist. "In dem berühmten Kykklos-Kloster wird eine Marienikone verehrt, die der Evangelist Lukas noch zu Lebzeiten der Jungfrau gemalt haben soll."  [27]

"Es ist eine Schande für unsere Europäer (die sich doch so viel auf ihr Urteil einbilden), dass sie sich mit Nichtigkeiten befassen und darüber die größten Dinge vernachlässigen."  - Gottfried Wilhelm Leibniz

"Peace shall go sleep with Turks and infidels,
And in this seat of peace tumultous wars
Shall kin with kin and kind with kind confound;
Disorder, horror, fear and mutiny
Shall here inhabit, and this land be call'd
The fields of Golgotha and dead men's skulls." - Shakespeare

Auch England, die grosse Kreuzfahrernation, ist in sich zerstritten. Gar maches Mal wurde gefochten "Für Jesus Christus, im glorreichen Feld des Kreuzes christliches Panier entrollend auf schwarze Heiden, Türken, Sarazenen." Gar Mancher liess "Die reine Seele seinem Hauptmann Christus, des Fahnen er so lang' im Kampf gefolgt."
"For Jesu Christ in glorious Christian field,
Steaming the ensign of the christian cross
Against black pagans, Turks, and Saracens;
And toil'd with works of war, retir'd himself
To italy; and there at Venice gave
His body to that pleasant country's earth,
And his pure soul unto his captain Christ,
Under whose colours he had fought so long." - Shakespeare

"This blessed plot, this earth, this realm, this England,
This nurse, this teeming womb of royal kings,
Fear'd by their breed and famous by their birth,
Renowned for their deeds as far from home, -
For Christian service and true chivalry, -
As in the sepulchre in stubborn Jewry
Of the world's ransom, blessed Mary's son:
This land of such dear souls, this dear, dear land,
Dear for her reputation through the world,
Is now leas'd out, - I die pronouncing it. -"  - Shakespeare

"Moscheen des Unglaubens" gibt es heute auch auf Nordzypern. "Rechtlich gehört der nordöstliche Teil der Insel zu Zypern, faktisch ist er seit 1974 türkisch besetzt. Mit der Ausnahme Ankaras hat Nordzypern aber niemand als eigenständigen Staat anerkannt." Ähnliches gilt für andere selbsternannte "islamische Staaten" wie zum Beispiel Bangsamoro. Seit mehr als 400 Jahren kämpfen die muslimischen Moro für einen eigenen Terrorstaat. Erst 333 Jahre kämpfen sie gegen Spanien, dann gegen Amerika, gegen Japan und heute gegen die Philippinen. [24]

Die Türken und Tataren wurden früher ähnlich wie die Orks in Tolkiens "der kleine Hobbit" als abschreckendes Beispiel angeführt, sogar bei einfachen Raufereien:

"Was gibt es hier? Woher entspann sich dies?
Sind wir denn Türken? Tun uns selber das,
Was den Ungläubigen der Himmel wehrt?
Schämt Euch als Christen! Laßt Eur heidnisch Raufen;
Wer sich noch rührt und zäumt nicht seine Wut,
Der wagt sein Leben dran; ein Schritt ist Tod.
Still mit dem Sturmgeläut! Es schreckt die Insel
Aus ihrer Fassung. Was geschah."  - Shakespeare

"I go, I go; look how I go;
Swifter than arrow from the Tartar's bow.

Ich eil', ich eil', sieh wie ich eil':
So fliegt vom Bogen des Tataren Pfeil." - Shakespeare

Warum wird dem Türken heute von europäischen Staaten so viel Sympathie entgegengebracht? Die Türkei darf sich in Lehrpläne von deutschen Schulen einmischen, wenn in Schulbüchern vom Genozid der Türken gegen die christlichen Armenier die Rede ist, wenn Ditib und Ahmadiyya in Hessen als "Religionsgemeinschaften anerkannte Kooperationspartner der Landesregierung" sind, obwohl alle Imame nicht nur in den Ditib-Moscheen als Rassisten bezeichnet werden können, da sie sich weigern Frauen die Hand zu geben und dieses Verhalten von den männlichen Muslimen übernommen und an ihre Kinder weitergegeben wird. Grundsätzlich kann die Türkei nur wieder christlich werden, denn als muslimischer Staat wird sie nicht nur von Ratingagenturen auf Ramschniveau herabgestuft ("Rating der Türkei fällt tiefer in den Ramschbereich"). Zudem fahren Urlauber lieber nach Griechenland, als in die Türkei. [22][23]

Türkische Stämme und später die Osmanen haben in der Geschichte schon immer ihre verheerenden Fussabdrücke hinterlassen ("die dem Islam scheinbar inwohnende geistbedrückende Kraft hat sich im ganzen minder thätig und hemmend unter der arabischen Herrschaft als bei den türkischen Stämmen gezeigt"): In unserm Kontinent begann die Erschütterung erst, als unter Valentinian I die Hunnen (finnischen, nicht mongolischen Ursprungs) in dem letzten Viertel des vierten Jahrhunderts über den Don vordrangen und die Alanen, später mit diesen die Ostgothen bedrängten. "Fern im östlichen Asien war der Strom wandernder Völker in Bewegung gesetzt mehrere Jahrhunderte früher, als unsere Zeitrechnung beginnt. Den ersten Anstoß zur Bewegung gab, wie wir schon früher erinnert, der Anfall der Hiungnu (eines türkischen Stammes) auf das blonde und blauäugige, vielleicht indogermanische Volk der Usün: die, an die Yueti (Geten?) grenzend, im oberen Flußtal des Huangho im nordwestlichen China wohnten. Der verheerende Völkerstrom, fortgepflanzt von der, gegen die Hiungnu (214 vor Chr.) errichteten großen Mauer bis in das westlichste Europa, bewegte sich durch Mittel-Asien, nördlich von der Kette des Himmelsgebirges. Kein Religionseifer beseelte diese asiatischen Horden, ehe sie Europa berührten; ja man hat bestimmt erwiesen, daß die Mongolen noch nicht Buddhisten waren, als sie siegreich bis nach Polen und Schlesien vordrangen. Ganz andere Verhältnisse gaben dem kriegerischen Ausbruch eines südlichen Volkes, der Araber, einen eigentümlichen Charakter. In dem wenig gegliederten Kontinent von Asien dehnt sich,
ausgezeichnet durch seine Form, als ein merkwürdig abgesondertes Glied, die arabische Halbinsel zwischen dem roten Meere und dem persischen Meerbusen, zwischen dem Euphrat und dem syrisch-mittelländischen Meere hin. Es ist die westlichste der drei Halbinseln von Süd-Asien, und ihre Nähe zu Aegypten und einem europäischen Meeresbecken bietet ihr große Vorteile sowohl der politischen Weltstellung als des Handels dar. In dem mittleren Teile der arabischen Halbinsel lebte das Volk des Hedschaz: ein edler, kräftiger Menschenstamm; unwissend, aber nicht roh, phantasiereich und doch der sorgfältigen Beobachtung aller Vorgänge in der freien Natur (an dem ewig heiteren Himmelsgewölbe und auf der Erdfläche) ergeben. Nachdem dies Volk, Jahrtausende lang fast ohne Berührung mit der übrigen Welt, größtenteils nomadisch umhergezogen, brach es plötzlich aus, bildete sich durch geistigen Contact mit den Bewohnern alter Kultursitze, bekehrte und herrschte von den Hercules-Säulen bis zum Indus: bis zu dem Punkt, wo die Bolor-Kette den Hindu-Kho durchschneidet. Schon seit der Mitte des neunten Jahrhunderts unterhielt es Handelsverkehr gleichzeitig mit den Nordländern Europa's und Madagascar, mit Ost-Afrika, Indien und China; es verbreitete Sprache, Münze und indische Zahlen: gründete einen mächtigen, langdauernden, durch religiösen Glauben  zusammengehaltenen Länderverband. Oft bei diesen Zügen wurden große Provinzen nur vorübergehend durchstreift. Der schwärmende Haufe, von den Eingeborenen bedroht, lagerte sich (so sagt die einheimische Naturdichtung) »wie Wolkengruppen, die bald der Wind zerstreut«. Eine lebensreichere Erscheinung hat keine andere Völkerbewegung dargeboten, und die dem Islam scheinbar inwohnende geistbedrückende Kraft hat sich im ganzen minder tätig und hemmend unter der arabischen Herrschaft als bei den türkischen Stämmen gezeigt." In den wundersamen Bestimmungen der Weltordnung lag es, daß die christliche Sekte der Nestorianer, welche einen sehr wichtigen Einfluß auf die räumliche Verbreitung der Kenntnisse ausgeübt hat, auch den Arabern, ehe diese nach dem vielgelehrten und streitsüchtigen Alexandrien kamen, nützlich wurde; ja daß der christliche Nestorianismus unter dem Schutze des bewaffneten Islam tief in das östliche Asien dringen konnte. "Die Araber wurden nämlich mit der griechischen Litteratur erst durch die Syrer, einen ihnen verwandten semitischen Stamm, bekannt: während die Syrer selbst, kaum anderthalb Jahrhunderte früher, die Kenntnis der griechischen Literatur erst durch die verketzerten Nestorianer empfangen hatten." Ärzte bildeten sich in den Lehranstalten der Griechen und auf der berühmten von den nestorianischen Christen zu Edessa in Mesopotamien gestifteten medizinischen Schule schon zu Mohammeds Zeiten. [25]

Der Türke war früher für jeden Christen ein rotes Tuch: "Ein giftiger Türk in hohem Turban":

"Und fügt hinzu, dass in Aleppo, wo
Ein giftiger Türk in hohem Turban einst
'nen Venezianer schlug und schalt den Staat,
Ich den beschnittnen Hund am Hals ergriff."  - Shakespeare
Bei Shakespeare finden wir überall in seinen Dramen und Tragödien eine Heiterkeit als Gestus von Freiheit und Christentum, wie es später zum Beispiel von den Deutschen Idealisten aufgegriffen wurde. [4][5][6][7]
 

Der politische Shakespeare, Ausbreitung des osmanischen Reiches, Kampf um Europa und Türkenkriege

Die Shakespeare-Forschung interessiert sich zunehmend für den politischen Shakespeare. Was die zeithistorischen Realien betrifft, spielt Robert Devereux, der zweite Earl of Essex eine wichtige Rolle; ebenfalls G.B. Harrison in seinem Essay "Shakespeare's topical significances". Harrison war Katholik, und "jede konfessionspolitische Deutung der Dramen wird sich die Frage nach der Katholizität Shakespeares aufs Neue stellen müssen." Der religionspolitische Konflikt unter Elisabeth I, die dem Katholizismus auf den britischen Inseln ein Ende setzen wollte, steht im krassen Gegensatz zum Katholizismus Shakespeares. Unabhängig von Protestantismus und Katholizismus gilt aber, "dass das Christliche das politisch Vernünftige und Richtige ist" - zum Beispiel im Gegensatz zum Islamischen. Für das Bewusstsein des Abendlandes ist Christus die Achse der Geschichte. "Christentum als christliche Kirche ist vielleicht die größte und höchste Organisationsform menschlichen Geistes, die bisher da war ... Aber nicht nur geistig, sondern auch politisch ist die Weise des abendländischen Christentums für Europa entscheidend geworden." Das Abendland gründete sich auf Christentum und Antike, auf beide zunächst in der Gestalt, in der sie die Spätantike den europäischen Völkern überlieferte, um dann schrittweise zurückzudringen in die Ursprünge sowohl der biblischen Religion wie des griechischen Wesens. Es ist eine Tatsache, "daß es nur im Abendlande die eigenständigen Persönlichkeiten in solcher Fülle der Charaktere gegeben hat, von den jüdischen Propheten und den griechischen Philosophen über die großen Christen bis zu den Gestalten des 16. bis 18. Jahrhunderts. Und schließlich und vor allem ist ein Moment des Abendlandes die persönliche Liebe und die Kraft grenzenloser Selbstdurchleuchtung in einer nie vollendeten Bewegung. Hier ist ein Maß von Aufgeschlossenheit, von unendlicher Reflexion, von Innerlichkeit erwachsen, für die erst der volle Sinn von Kommunikation zwischen Menschen und der Horizont eigentlicher Vernunft aufleuchtete." [8][18]
"Das Abendland schuf sich die universalen Kristallisationen, aus denen die Kontinuität der Bildung lebte: das Imperium Romanum und die katholische Kirche. Beide wurden die Grundlage des europäischen Bewußtseins, das zwar ständig zu zerfallen droht, aber in den großen Unternehmungen gegen das drohende Fremde jeweils neu, wenn auch nicht zuverlässig konstituiert wurde wie in der Zeit der Kreuzzüge, der Mongolengefahr, der Türkengefahr."  - Karl Jaspers
Die osmanische Expansion vollzog sich in drei Phasen. In einer ersten Phase werden die Sultane, von christlichen Herrschern um Unterstützung gebeten, in deren Händel einbezogen. Die Sultane scheinen damit zu Interessenwahrern christlicher Regenten zu werden, treten aber zugleich in ein politisches Spiel ein, das zunehmend ihr eigenes Spiel wird. In der zweiten Phase ist die militärische Überlegenheit der Osmanen so stark, dass sich die christlichen Herrscher unversehens als Tributzahler wiederfinden. Mit dieser Abhängigkeit sind weitere Verpflichtungen verbunden, etwa militärische Hilfe für den Sultan. Aus eigenständig politisch Handelnden werden Objekte, denen der Sultan einen sehr engen Handlungsspielraum vorgibt. "Um diese Abhängigkeit zu zementieren, verlangen die Sultane hochrangige Geiseln: Fürstenkinder, die am Hof des Sultans - verbunden mit einer Konversion zum Islam - erzogen werden, oder als Ehefrauen für den Harem des Sultans besimmt sind." Erst in der dritten Phase kommt es zur formellen Eroberung und islamisierung. Auch für die Osmanen gilt: Der Islam kennt nur die "völlige Unterwerfung des Menschen unter den wilkürlichen Willen Gottes, womit die Freiheit des Menschen geleugnet und die Gewalt um des Glaubens willen als legitimes Mittel angesehen wird. Dies schliesst eine pragmatische Politik nicht aus; im Gegenteil, das Verbergen der wahren Ziele, die Verstellung ('Taqia') ist ebenso erlaubt wie ungerechtes Handeln, wenn es der Sache des Islams dient." [28]

Bei vielen Historikern und Politikern gibt es eine "Tendenz zur Verharmlosung" in der Frage nach dem Umgang der Osmanen mit den besiegten Christen; sie meinen, im Osmanischen Reich sei niemand wegen seines Glaubens verfolgt worden. Die Christen seinen nur von der Sondersteuer belastet gewesen. Die Wirklichkeit sieht anders. aus. Zum Beispiel wurde 1480 ein Massaker an Christen verübt nach der Eroberung der italienischen Stadt Otranto. "Die Einwohner Otrantos wussten, was es bedeutete, fortan unter dem Turban zu leben, denn mit Sicherheit waren zu ihnen die Nachrichten von den Gräueln der Osmanen bei der Eroberung Konstantinopels gelangt. Und auch in Otranto ereignete sich das, was in Konstantinopel und vielen anderen von den Muslimen eroberten Orten geschah: die selbst für die damalige Zeit beispiellose Massenversklavung von Frauen und Kindern." Es war Sultan Mehmed I. (1413-1421), der gegenüber den Christen eine der grauenvollsten Praktiken einführte, die sich über mehrere Jahrhunderte halten sollte: die Knabenlese. Ab einem Alter von etwa sechs bis zwanzig Jahren wurden besonders kräftige Knaben ihren christlichen Eltern geraubt und vornehmen Osmanen oder dem Sultan übergeben. "Als Erzieher fungierten Eunuchen und Derwische, die ihnen einen fanatischen Islam und absolute Ergebenheit gegenüber dem Herrscher einimpften. So bezog die Elitetruppe der Janitscharen zum großen Teil ihren Nachwuchs aus diesen Knaben, die, auch wenn sie Karriere gemacht hatten, keine Chance hatten, je ihre Familie wiederzusehen. Die Zahl der geraubten Knaben war gerade in den Jahrhunderten der größten osmanischen Expansion sehr hoch (Schätzungen gehen auf ca. 1/5 aller Knaben); sie richtete sich in der Regel nach dem Bedarf, der an gut ausgebildeten zivilen und militärischen Personal bestand. Doch wurden oft genug auch viel mehr Knaben ihren Eltern weggenommen als benötigt. Man verkaufte sie dann als Sklaven oder - trotz des strengen Verbots im Islam - als Lustknaben; oder aber man bot den verzweifelten Eltern die Möglichkeit an, ihre Kinder zurückzukaufen - ein florierender Menschenhandel also." Davon zeugt noch ein altes Wiegenlied "Heidschi Bumbeidschi", das eigentlich ein Klagelied ist. Der Heidschi Bumbeidschi, der in diesem Lied das Büblein mitnimmt, und nicht mehr bringt, ist niemand anders als der Hadschi (früherer Mekka-Pilger) Om-Baschi (Hauptmann oder türkischer Dorfbefehlshaber). Auch christliche Mädchen und junge Frauen waren in besonderer Weise Opfer der osmanischen Eroberungen: Sie fanden sich wieder in den Harems der Reichen oder wurden zur Beute der Soldaten. "Gefangenentötung, Kinderraub, Versklavung und Menschenhandel, verbunden mit unsäglichen Zerstörungen oder Schändungen christlicher Kirchen und Heiligtümer - all dies geschah nicht nur als Kollateralschaden der Kriege, als Folgen einer ohnehin gewalttätigen Zeit; diese Gräuel waren, wie auch die von den Christen zu entrichtende Sondersteuer, ganz bewusst eingesetzt Demütigungen.... Zu diesen Demütigungen gehörte auch die den Christen wie den Juden auferlegte Pflicht, sich durch ein besonderes Anzeichen an der Kleidung kenntlich zu machen. Auch war der Besitz von Waffen und Pferden den Nichtmuslimen verboten." Von Toleranz konnte unter diesen Umständen keine Rede mehr sein, zumal die Christen ihren Glauben nicht in der Öffentlichkeit ausüben und bekennen durften. Gewalt gegen die Christen und die Einwanderung türkischstämmiger Bevölkerung brachte die Christen in vielen Regionen in eine Minderheitenposition.  [29]

1204 hatte eine perfide venezianische Politik, die nur ihren eigenen Handelsinteressen folgte, das Heer des vierten Kreuzzugs statt nach Ägypten nach Konstantinopel geführt, das von Thronstreitigkeiten geschwächt war. "Zu spät erkannten die Führer der Kreuzfahrer, dass sie hier die Saat für einen Jahrhunderte währenden Hass gelegt hatten.... Was sich 1204 in Konstantinopel ereignete, war daher kein bloßer historischer Unglücksfall, sondern die Urkatastrophe des hohen Mittelalters, die die Christenheit des Ostens in eine tiefe Finsternis werfen sollte." Die Nutznießer von Misstrauen und Hass zwischen den Christen waren die Osmanen. Eine byzantinische Stadt nach der anderen wurde von ihnen erobert. 1430 fiel Thessaloniki nach zweimonatiger Belagerung in die Hände Murads II. "Bürger jeden Alters und jeden Geschlechts wurden hingerichtet, viele auch versklavt und deportiert; die Söhne wurden den Eltern durch die Knabenlese genommen, die Kirchen entweder, wie viele Paläste und Häuser, zerstört oder in Moscheen umgewandelt, wobei die prachtvollen Mosaike mit den Darstellungen Jesu, Maria oder der Heiligen und Engel übertüncht wurden. Die ganze Stadt wurde der Plünderung preisgegeben. Murad verfügte, dass die nunmehr nahzu entvölkerte Metropole durch türkische Siedler wieder aufgefüllt werde. So war aus der altehrwürdigen byzantinischen Metropole eine osmanische Geworden, in der sich als Grieche nur der noch zu behaupten vermochte, der zum Islam konvertierte." [30]

Widerstandskämpfer und christliche Bündnisse gegen die Osmanen versuchten den Vormarsch aufzuhalten. So war die Rolle Polens und Ungarns als des Schutzschildes Europas vor der türkischen Bedrohung in Europa bekannt. Die Biografie eines Georg Kastriota (1405-1468), bekannt und bis auf den heutigen Tag in Albanien tief verehrt unter dem Namen "Skanderbeg", zeigt auf weite Strecken viel von dem charakteristischen Schicksal Adeliger in den osmanischen Expansionsgebieten: Sein Vater, der seinen Stammsitz im mittelalbanischen Kruja hatte, versuchte sich seit Beginn des 15. Jahrhunderts der osmanischen Übermacht zu erwehren, musste aber schließlich kapitulieren und seinen Sohn Georg nach einer Knabenlese als Geisel in die Hände des Sultans geben; er musste zum Islam konvertieren, wurde in die Elitetruppe der Janitscharen aufgenommen und machte Karriere als Offizier. Später hat er als Gouverneur ("beg") die Macht in seiner Heimatstadt übernommen und dem Sultan seinen Gehorsam aufgekündigt. "Diese Unabhängigkeitserklärung war verbunden mit einer Rückkehr zum Katholizismus. Sein militärisches Talent brachte ihm so manchen Sieg über die osmanischen Besatzungstruppen Albaniens, doch seine größte politische Leistung war ein 1444 geschlossenes Bündnis (Liga von Lezha/Alessio) des albanischen und montenegrinischen Adels unter seiner Führung, dem auch Venedig beitrat. Dieses Bündnis beendete die osmanische Herrschaft über den größten Teil Albaniens und zwang Sultan Mehmed II. 1461 und 1464 nach langen Kämpfen zu kuzzeitigen Waffenstillstandsvereinbarungen. In dieser Zeit versuchte Skanderbeg persönlich von Neapel, das formell Lehensherr war, Unterstützung zu erlangen. Er brachte aber nur päpstliche Ehrungen, Geldgeschenke und die Übereignung von Landgütern in Süditalien nach Hause. Bis zum Tode Skanderbegs 1468 blieben dennoch alle Versuche der Osmanen, Albanien wieder unter ihre Gewalt zu bringen, erfolglos. Erst zehn Jahre nach Skanderbegs Tod konnten die Albaner dem Druck der Türken nicht mehr standhalten, und Skanderbegs Familie emigrierte, nachdem sie einen erheblichen Blutzoll entrichten musste, nach Süditalien." [31]

Die wohl schwersten Stunden seines Pontifikates erlebte der Papst, als ihm die Nachricht vom Fall Konstantinopels überbracht wurde. Noch man 11. Oktober 1451 hatte er einen Brief an Kaiser Konstantin XI. geschickt und darin die Griechen zur Anerkennung der Union von Florenz aufgefordert. Er stellte dem Kaiser lebhaft vor Augen, dass "jedes Schisma das Werk Satans sei und in der ganzen Geschichte stets strenger bestraft wurde als jedes andere Vergehen. So sei das einst so herrliche Byzantinische Reich in die Hand der Feinde des Kreuzes geraten, mit der Folge eines unvorstellbaren Niedergangs an Glaube und Kultur. Der Kaiser möge das Schicksal Israels bedenken, das dem göttlichen Strafgericht verfallen sei." Tatsächlich war in Konstantinopel die in Florenz vereinbarte Union so aufgenommen worden, als hätte sie nie stattgefunden, und schon längst hatten die Unionsgegner dort die Oberhand. "Der Brief des Papstes zeigte bei dem gutwilligen Konstantin dennoch Wirkung, denn am 12. Dezember 1452 verkündete er in der Hagia Sophia in Anwesenheit des päpstlichen Legaten, Kardinal Isidor von Kiew, die Union - doch er stieß damit auf keinerlei Resonanz in Klerus und Volk. Im Gegenteil, ein hoher griechischer Würdenträger gab wieder, was die meisten dachten: 'Lieber wollen wir die Macht des türkischen Turbans als diejenige der lateinischen Tiara in der Stadt sehen.' Gründe für diese Blindheit und Halsstarrigkeit waren die Erinnerung an die Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer sowie die über Jahrhunderte verlaufene unterschiedliche theologische und geistliche Entwicklung beider Kirchen, die durch theologische Konsenspapiere nicht so einfach aus der Welt zu schaffen war." Mehmed II. kannte keine Gnade. Auf die Leiden der christlichen Soldaten folgten noch größere der Zivilbevölkerung: "Eine vielzahl von Frauen wurde vergewaltigt, die jungen Mädchen den osmanischen Kriegern zur Beute gegeben; es wurde auf bestialische Weise gemordet, geplündert und gebrandschatzt; Tausende, gleich welchen Alters oder Geschlechts, wurden in die Sklaverei geführt (man schätzt ihre Zahl auf 40000-50000), so dass in den etwa drei Tage dauernden Schrecknissen manche der Überlebenden die Toten beneideten und Mehmed II., als die Nachricht von den Gräueltaten in den Westen gelangt war, für den Antichristen selbst gehalten wurde." Die Hagia Sophis und viele andere Kirche wurden entweiht und in Moscheen verwandelt. Der Papst mahnt die christlichen Machthaber zu Frieden untereinander, um gemeinsam gegen den "Antichristen Mehmed" vorgehen zu können. "Die allerhärtesten Strafen aber sollten jene treffen, die die christliche Sache verrieten und mit den Türken gemeinsame Sache machten." Unzählige "Türkenreden" der Humanisten folgten.  1455 erwuchs die "große italienische Liga", ein Schutz- und Trutzbündnis der beteiligten Staaten. Dieses mochte zwar den großen Feind im Osten von der allgemein befürchteten Expansion nach Italien abgehalten haben, doch eine Offensivkraft im Sinne einer Reconquista des Balkans oder gar des Vorderen Orients entwickelte das Bündnis nicht.  [32]

Auch Ungarn rüstete sich gegen die Osmanen. Der päpstliche Gesandte Kardinal Juan Carvajal trug wesentlich dazu bei, den ungarischen König ganz auf die Aufgabe der "Verteidigung der abendländischen Christenheit zu konzentrieren und den mutlos gewordenen ungarischen Edlen wieder Hoffnung auf die Hilfe des Westens einzuflößen." Während Capestrano ein vom Papst geweihtes Bildnis des Gekreuzigten über das militärische Unternehmen hielt, durchbrach Hunyadi mit wenigen Schiffen den Belagerungsring auf der Donau, lockte die inzwischen in die Festung eingedrungenen Janitscharen in einen Hinterhalt und trieb schließlich das osmanische Hauptheer in panische Flucht, nachdem der Anführer gefallen und der Sultan verletzt worden war. "Nikolaus von Kues hatte von einem Sieg des Kreuzes Christi über die Feinde des Kreuzes gesprochen." Prozessionen und eigens verfasste Gebete "zur Abwehr der Türkengefahr" sollten im ganzen Abendland abgehalten werden. Schließlich wurde auch ein tägliches Glockenläuten zu Mittag befohlen - es hat sich im Zuge der späteren Türkenexpansion so eingebürgert, dass es sich bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Eine Rede des Papstes, die mehr war als nur ein Ausdruck von Gelehrsamkeit und des historischen Wissens, lenkte seine Zuhörer implizit auf die "Tatsache, dass das Vordringen der Muslime geschichtstheologisch nichts anderes sei als der Versuch der widergöttlichen Mächte, die Sichtbarkeit Christi in der Welt auszulöschen. Darum gipfelt seine Schilderung der von den Türken bei der Eroberung Konstantinopels ausgeübten Schreckenstaten auch nicht in der Ermordung unzähliger Christen oder in deren Versklavung, sondern in der Schändung und Verspottung des Kreuzes. Der Kampf gegen die Muslime ist damit zu einem Existenzkampf der Christenheit geworden, weil der Islam sich gegen die Menschwerdung Gottes selbst richtet; er ist keineswegs ein bloß politisches Ringen, das nur religiös verbrämt wäre. Schon in seiner Einleitungsbulle hatte Pius Mohammed einen 'falschen Propheten" genannt und seine Anhänger 'blutdürstige Scharen des giftigen Drachen', die das Christentum auszulöschen versuchten." Jeder Sieg Mehmeds, so der Papst, werde werde für ihn nur die Stufe zu einem zweiten sein, "bis er nach Bezwingung aller Könige des Abendlandes das Evangelium Christi gestürzt und aller Welt das Gesetz seines falschen Propheten auferlegt haben wird." Pius' II. Türkenpolitik wartet noch mit einer Überraschung auf, die Vorbild sein könnte für alle muslimischen Krisenherde dieser Welt. 1461 entschloss sich Pius zu einem Schreiben an Sultan Mehmed. Darin fordert er diesen auf, "sich der Wahrheit zu öffnen und sich zu Christus zu bekehren." Der Papst greift auf die Geschichte zurück, indem er historische Vorbilder nennt: Konstantin den Großen, den Frankenkönig Chlodwig, Stephan von Ungarn oder auch den Westgoten Rekkared. Ebenfalls in diesem Brief schreibt der Papst, "dass der Koran die christliche Kultur nicht überwinden werde". Eine Ermutigung zum Kampf ebenso wie zu einer intellektuellen Offensive des Christentums mochten das geistliche Rom und darüber hinaus viele Pilger aus allen Ländern Europas erfahren haben, als am 12. April 1462 das Haupt des Apostels Andreas in einer feierlichen Prozession von Amalfi nach St. Peter in Rom gebracht wurde. Der Heilige Andreas, der Schutzpatron Griechenlands, Konstantinopels, Russlands und Rumäniens, "wurde um Hilfe gegen die Türken angefleht und seine Ehrung im Zentrum der Christenheit als ein Unterpfand für den kommenden Sieg des Christentums verstanden."  [33]

In seinem Werk "De pace fidei" legt der Cusaner die Grundlehren des Christentums so dar, dass die Nichtchristen zum Verstehen geführt werden. Umgekehrt zeigt Nikolaus von Kues in seiner Schrift "Kritik des Alchoran (De cribratione Alchorani)" ein vertieftes Verständnis des Islam; er benennt darin klar die "Irrtümer des Koran, widerspricht auch der muslimischen These einer Offenbarung Gottes im Koran".[34]

Unter Bayezid II. erhöhte sich der osmanische Druck auf Venedig. "Es begann mit einem Akt der Verstellung, wie ihn der Koran erlaubt, wenn es darum geht, Glaubensfeinde zu bekämpfen. Die Venezianer wurden in Sicherheit gewiegt, und die Türken signalisierten eine Fortführung der Politik wechselseitigen Einvernehmens. Doch dann verhaftet man ohne jede Kriegserklärung die in Konstantinopel befindlichen venezianischen Gesandten und Kaufleute. Die Venezianer entsandten auf diese Provokation hin eine Flotte, die im August 1499 zuerst bei Sapienza, dann bei Navarino von den Türken geschlagen wurde. Noch im selben Monat fielen Lepanto, dessen Name noch eine große Bedeutung erlangen, unter osmanischer Herrschaft aber der wohl größte Umschlagplatz für osmanische Sklaven werden sollte, und die auf dem südlichen Peloponnes gelegene Festung Modon (Methoni). Um 1500 musste die ebenfalls messenische Festung Korone von den Venezianern aufgegeben werden." Der Kaiser dachte an ein Bündnis aller christlichen Mächte gegen die Osmanen. Frankreichs "allerchristlichster König" stellte sich jedoch in perfider Weise sogar auf die Seite der Türken und konspirierte mit ihnen. Dennoch wurden die türkischen Weltmachtsträume 1536 erschüttert, als der Kaiser die Pläne für eine gegen Tunis gerichtete gemeinsame Operation von Flotte (psanische und portugiesische Schiffe) und Heer entwarf. Damit wollte er eine der Hauptbasen Haireddins treffen und somit dem Korsarenunwesen einen Riegel vorschieben. Hairedin konnte Barbarossa zwar entkommen, doch wurden 70000 christliche Sklaven befreit. "Bedenklich stimmen musste den Kaiser, dass viele der eroberten Geschütze aus französischer Produktion stammten und noch das Lilienwappen trugen. Von einer Geschlossenheit des Abendlandes wie bei den Kreuzzügen des Hochmittelalters konnte also keine Rede mehr sein." Die Türken hatten dennoch genügend vor allem christliche Sklaven als Ruderer zur Verfügung. Karl konnte sich noch immer auf Andrea Doria verlassen, war jedoch selbst durch den Krieg gegen Frankreich stark in Beschlag genommen. "Und dieses Frankreich steuerte einen Kurs, der geradezu auf ein Bündnis mit den Türken hinauslief." Venedig gab seine Appeasement-Politik auf und gesellte sich den Verteidigern Europas bei.  [35]

Angriff auf Malta und Zypern

Im März 1565 verließ eine Flotte von etwa 130 türkischen Kriegsschiffen mit einer Invasionsarmee von mehr als 40000 Mann an Bord Istanbul in Richtung Malta. Die Kommandogewalt über dieses Unternehmen lief bei dem früheren Korsaren Dragut zusammen, der die Strategie Haireddins weiterverfolgte. Die Befehlsgewalt vor Ort lag bei Mustafa Pascha. Die Johanniter auf Malta verfügten nur über etwa 600 Mann Ritter und Kriegsleute, dazu kamen weniger als 5000 Söldner aus Spanien, Italien und von den maltesischen Inseln selbst. Der Großmeister der Malteser hatte sie eingeschworen "auf einen Kampf um das Überleben des Christentums und des Evangeliums. Dass dies keineswegs nur Propaganda war, führten ihnen die Geschehnisse fast täglich vor Augen: Wer in türkische Hand geriet, wurde auf bestialische Weise zum Tode gefoltert." Das felsige Malta widerstand dem Beschuss der Osmanen. Der Zeitplan der türkischen Eroberung geriet völlig durcheinander. Als die Angreifer dann noch die Kunde vom Anrücken eines 8000 Mann starken spanischen Heeres vernahmen, das Spaniens König Philipp II. zum Entsatz schickte, da brachen sie die Belagerung ab. Es gab jedoch noch ein Nachgefecht. Ein christlicher Überläufer, ein zum Christentum gezwungener Moriske, hatte Mustafa Pascha berichtet, das spanische Entsatzheer sei kleiner als gemeldet und überdies ermattet durch die lange Seereise. Mustafa Pascha, der den Zorn seines Herrn wegen des verschenkten Sieges fürchtete, wollte noch einen letzten Triumpf heimholen und griff mit seiner Infanterie die anlandenden Spanier an. "Sie mochten sich an die Vielzahl der verschleppten, gemarterten und gemeuchelten Glaubensbrüder erinnert haben, die gerade an Spaniens Küsten zu beklagen waren, an die gekaperten Handelsschiffe und Fischerboote, die nie wieder in ihre Häfen zurückfanden, an die Schändungen der Kirchen und Klöster, an alle Demütigungen, die die Christen Europas durch die Türken erfahren hatten - die Spanier rangen sich die letzten Kräfte ab und trieben die Türken schliesslich in panische Flucht." 1570 überfielen die Türken mit etwa 50000 Mann Zypern. Dass die Eroberung gelang, lag nicht nur an der zahlenmäßigen Überlegenheit der Angreifer. Die Zyprioten waren der venezianischen Herrschaft überdrüssig; sie halfen daher nicht bei der Verteidigung der Insel; zudem hatten die Türken ihnen faire Behandlung und Steuerermäßigung versprochen. "Manche spionierten sogar für den Angreifer oder leisteten Unterstützerdienste. Die Türken honorierten dies keineswegs, sondern töteten oder versklavten nach sechswöchigen Belagerung Nikosias (9.11.1570) unzählige Zivilisten - meist Frauen und Kinder, die Männer wurden liquidiert -, zerstörten die Stadt und machten die Kathedrale zur Moschee." Famagusta wehrte sich lange gegen den Ansturm der Türken, weil ein tiefes Einvernehmen mit den Katholiken darüber bestand, dass eine türkische Herrschaft für alle ein Übel sei. Aber Famagusta war nicht Malta; die Türken unterminierten die Festung, so dass die Venezianer schließlich kapitulierten. "Der Türke brach schließlich alle Zusagen, ließ die militärische Elite der Venezianer köpfen, Bragadino aber nach mehreren Scheinhinrichtungen grausam foltern und schließlich unter schlimmen Demütigungen und abstoßenden Quälereinen ermorden. Bragadino aber, der während dieser grauenvollen Prozedur immer wieder zur Konversion zum Islam aufgefordert wurde, erwiderte, dass er als Christ leben und sterben wolle. Als die Berichte über diese Gräuel Venedig erreichten, da bewirkten sie eine grundsätzliche Änderung der venezianischen Politik: Venedig und Spanien fanden sich in einer Neuauflage der Heiligen Liga gegen die Osmanen zusammen."  [36]
 

Der Sieg von Lepanto

Das große Ziel hat auch Pius V. (1566-1572) verfehlt: eine Allianz aller europäischen Mächte, einschließlich Englands, Frankreichs, des Heiligen Römischen Reichs und sogar Polens und Russlands. Das protestantisch gewordene England hatte kein Interesse. Frankreich trat nicht der Liga bei, sondern versuchte deren Zustandekommen bis zum letzten Augenblick zu hintertreiben. So konzentriete sich die Gründung der Heiligen Liga auf Spanien, Venedig und den Heiligen Stuhl selbst. "Am 19. Mai 1571 war es endlich so weit: Die Liga wurde auch formell beschlossen, nachdem man sich noch einmal ihres offensiven wie defensiven Charakters versichert und das Banner des Oberbefehlshabers an König Philipps Halbbruder Juan d'Austria übergeben hatte. Weitgespannte Erwartungen begleiteten das Bündnis, so etwa die Vorstellung, auch die vom Sultan abhängigen muslimischen Staaten zu bekämpfen und damit den Islam auf breiter Front zurückzudrängen." Don Juans Männer hatten verstanden, dass sie nicht allein für Sold und Beute, "sondern für die Freiheit Europas, des Abendlandes, für den christlichen Glauben und die Kirche fochten." Sie selbst waren Träger eines Freiheitskampfes geworden. Und Don Juan setzte dafür ein eindrucksvolles Zeichen: "Er befahl, die Rudersklaven auf den Galeeren loszuketten - das konnte ihnen im Falle des Unterganges des Schiffes das Leben retten - und ihnen nach der Schlacht die Freiheit zu geben." Die Flotte der Liga, der auch Genua, die Städte der Toskana, Savoyen und die Johanniter auf Malta beitraten, war trotz ihrer beachtlichen Größe der osmanischen Flotte, die von Ali Pascha geführt wurde, vor allem an Zahl der Kampftruppen weit unterlegen. Noch Unheilverheißender waren die Streitigkeiten zwischen den Flottenadmiralen, deren fortwährende Uneinigkeit durch türkische Spione dem Gegner gemeldet wurde. In der Aufstellung der christlichen Flotte bewährten sich das strategische und taktische Genie Don Juans. Er verstand es, schnelle und wendige Galeeren mit den schweren Galeeren und den gewaltigen, damit auch trägen Galeassen so klug zu verbinden, dass sich die Schiffe nicht gegenseitig behinderten. Zugleich ordnete er die Schiffe in einer sechs Kilometer langen Reihe so an, dass jedes Schiff den Nachbarschiffen nahe genug war, um Hilfe zu leisten, zugleich aber der Abstand auch groß genug war, damit sich die Schiffe nicht gegenseitig behinderten. Die christlichen Schiffe waren mit mehr Kanonen bestückt, hatten also eine weitaus größere Feuerkraft. Vor allem besaß die christliche Flotte in ihrem Zentrum mehrere schwere Galeassen, die ihre Kanonen nicht nur, wie bei Galeeren üblich, an dem schmalen Bug postiert hatten, sondern an den Schiffsseiten und darüber hinaus im Vergleich zu den dünnwandigen Galeeren über eine viel stärkere Panzerung verfügten. Die christliche Marine war damit technisch innovativer als die osmanische. Der Plan Don Juans ging auf: Das Kanonenfeuer richtete schwerste Verwüstungen unter der osmanischen Flotte an. Der größte Teil der osmanischen Flotte wurde - bei relativ geringen Schiffsverlusten der Christen - versenkt oder schwer beschädigt, mehr als 12000 christliche Rudersklaven konnten befreit werden. Der Papst führte für den 7. Oktober das Fest "Maria vom Siege" ein, das Papst Gregor XIII. zum "Rosenkranzfest" umbenannte. Nach Pius' V. Tod, brach die Liga jedoch wieder auseinander. Der Konflikt mit Frankreich und der Abfall der Niederlande banden Spaniens Kräfte. An eine Politik der Eindämmung oder gar Wiedereroberung der von den Osmanen besetzten christlichen Gebiete war nicht zu denken. Erst Ende des 17. Jahrhunderts sollte eine Wiedergeburt der Liga die Türkengefahr für immer bannen. [37]
 
"Wie ekel, schal und flach und unersprießlich
Scheint mir das ganze Treiben dieser Welt!" - Shakespeare

Engel und Boten Gottes, steht uns bei! -
Angels and ministers of grace defend us!" - Shakespeare

Etwas ist faul im Staate Dänemarks - 
Something is rotten in the state of Denmark"  - Shakespeare

Ihr tut, was Euch Beruf und Neigung heißt
- Denn jeder Mensch hat Neigung und Beruf,
Wie sie denn sind -, ich für mein armes Teil,
Seht Ihr, will beten gehn." - Shakespeare

 Welch ein Meisterwerk ist der Mensch! Wie edel durch Vernunft! Wie unbegrenzt an Fähigkeiten! In Gestalt und Bewegung wie bedeutend und wunderwürdig! Im Handeln wie ähnlich einem Engel! Im Begreifen wie ähnlich einem Gott! Die Zierde der Welt! Das Vorbild der Lebendigen! - What a piece of work is a man! How noble in reason! How infinite in faculty! in form, in moving, how express and admirable! in action how like an angel! in apprehension how like a god! the beauty of the world! the paragon of animals!" - Shakespeare

Der große Säugling, den Ihr da seht, ist noch nicht aus den Kinderwindeln - The great baby you see there is not yet out of his swaddling-clouts." - Shakespeare

Dieser Kiebiz ist mit der halben Eierschale auf dem Kopfe aus dem Nest gelaufen - This lapwing runs away with the shell on his head"  - Shakespeare

Was ist der Mensch,
Wenn seiner Zeit Gewinn, sein höchstes Gut
Nur Schlaf und Essen ist? Ein Vieh, nichts weiter.
Gewiß, der uns mit solcher Denkkraft schuf,
Voraus zu schaun und rückwärts, gab uns nicht
Die Fähigkeit und göttliche Vernunft,
Daß ungebraucht sie in uns schimmle."  - Shakespeare

What is a man,
If his chief goal and market of his time
be but to sleep and feed? a beast, no more.
Sure he that made us with such large discourse,
Looking before and after, gave us not 
That capability and god-like reason
To fust in us unus'd"  - Shakespeare

Er machte Umstände mit seiner Mutter Brust, ehe er daran sog. Auf diese Art hat er, und viele andere von demselben Schlage, in die das schale Zeitalter verliebt ist, nur den Ton der Mode und den äußerlichen Schein der Unterhaltung erhascht, eine Art von Schaumansammlung, die sie weiterträgt, und zwar durch die tiefsten und gesiebtesten Beurteilungen hindurch; aber man puste sie nur zu näherer Prüfung an, und die Blasen platzen."  - Shakespeare
 
 

II

"We must straight employ you 
Against the general enemy Ottoman."  - Shakespeare

The tyrant custom, most grave senators,
Hath made the flinty and steel couch of war
My thrice-driven bed of down: I do agnize
A natural and prompt alacrity
I find in hardness, and do undertake
These present wars against the Ottomites" - Shakespeare

"Was gibt es hier? Woher entspann sich dies?
Sind wir denn Türken? Tun uns selber das,
Was den Ungläubigen der Himmel wehrt?
Schämt Euch als Christen! Lasst Eur heidnisch Raufen;
Wer sich noch rührt und zäumt nicht seine Wut,
Der wagt sein Leben dran; ein Schritt ist Tod.
Still mit dem Sturmgeläut! Es schreckt die Insel
Aus ihrer Fassung. Was geschah."  - Shakespeare


Wie im ersten Teil gezeigt, hielt Shakespeare, wie viele seiner Zeitgenossen, nichts von den Türken und bezeichnete sie als "general enemy Ottoman"; auch sollte man mit denen auf keinen Fall zusammenarbeiten, wie es heute die Nato praktiziert, denn Türken sind unberechenbar und antichristlich eingestellt. Das zeigt sich nicht zuletzt an der Besetzung Nordzyperns, Zerstörung der Kathedralen bzw. umwandlung in Götzentempel (Moscheen). Heute ist Zypern "das einzige EU-Mitgliedsland, das partiell von türkischen Truppen besetzt ist." Seit der türkischen Invasion von 1974 - als die Türkei über Nacht einmarschierte und zwei Fünftel des Staatsgebietes besetzte - ist Nordzypern millitärisch, politisch und wirtschaftlich von Ankara abhängig. Was im Norden Zyperns seit Jahren vor sich geht, ließe sich als schleichende Annexion bezeichnen. Ein zyprischer Bürger berichtete, "die Regierung Nordzyperns habe gerade erst wieder 25 000 vom Festland geholten und auf der Insel angesiedelten Türken die nordzyprische 'Staatsbürgerschaft' erteilt. Die ist zwar international nichts wert, doch ein solcher Schritt schafft demographische Fakten." Die Planmäßige Ansiedlung von Bauern aus Anatolien wird von Ankara schon seit Jahrzehnten praktiziert. Zyperns Norden wird auf diese Weise langsam turkisiert, beziehungsweise anatolisiert, wie man es früher mit anderen ehemals griechischen oder europäischen Gebieten getan hat. Denn ein beträchtlicher Teil der alten griechischen Welt lag auf dem Staatsgebiet der heutigen Türkei. Weltstädte wie Smirna, Halikarnassos und Milet befanden sich in Kleinasien, dem heutigen Anatolien. Griechen lebten dort bis zum Griechisch-Türkischen Krieg (1919-1922), der mit der "kleinasiatischen Katastrophe" endete. Die meisten Griechen, die nicht Massakern und Deportationen zum Opfer gefallen waren, wurden 1922 aus Anatolien nach Griechenland "umgesiedelt". Die heutigen EU-Länder waren zerstritten und dadurch nicht in der Lage, den Griechen zu helfen. Überall wo Moslems, insbesondere Türken sich in christlichen Ländern zu weit ausbreiten, wie auf Zypern, entsteht "eine der explosivsten Regionen überhaupt." Verhandlungen mit Moslems sind ebenfalls kaum möglich: "Die jüngste Verhandlungsinitiative zur Lösung des Zypernkonfliktes sei im schweizerischen Crans-Montana trotz Vermittlung der Vereinten Nationen ohne eine Einigung zu Ende gegangen." Hauptgrund für das Scheitern war die Weigerung der Türkei, die 35 000 türkischen Besatzungssoldaten aus dem türkisch-zyprischen Norden der seit 1974 geteilten Insel, abzuziehen. Die griechische Republik Zypern ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union, während die türkische Republik Nordzypern einzig und allein von der Türkei anerkannt wird. Im türkischen Teil Zyperns  Im türkisch besetzten Nordzypern, zum Beispiel in Famagusta,  wurden Kirchen zu Moscheen oder in Geräteschuppen umgewandelt und ausgeraubt wie Panagia Kanakatiá (Kunstraubskandal); über Karpasía (Karpaz) kann man in Reiseführern heute nachlesen: "Die türkischen Truppen schnürten schon in den ersten Stunden ihres Vorstoßes den Karpaz vom Rest der Insel ab und versperrten 15 000 Griechen den Fluchtweg. ... Die Vertreibung der Griechen drängte Karpaz endgültig ins Abseits. Auf den Feldern wuchert Gestrüpp, in den Dörfern schweigen die Glocken. Leere, verfallene Häuser, deren Mauern wie ausgetrocknete Biskuits zerbröseln, die alten Brunnen versiegt, der Straßenbelag aufgeplatzt und verworfen." Überall sieht es dort so aus: in Galáteia (Mehmetcik), Kómi (Büyükkonuk), das von Kurden bewohnte Lythrangkomi (Boltash) mit Panagía Kanakariá, Gialoúsa (Erenköy) mit der Basilika Agía Triás, von der allerdings nur noch der Mosaikboden zu sehen ist, Rizokárpaso (Dipkarpaz). Bischof Philon (368-403), auf den die Kirche Ágios Fílon zurückgehen soll, ist seit jeher auch Patron aller zerstörten Kirchen Zyperns. [38]
 

Europäische Steuergelder für türkische Angriffskriege und Raubzüge

Wie in Nordzypern die Christen werden nun in Nordsyrien Christen und Kurden vertrieben. "Die aus türkischer Sicht unliebsamen Kurden wurden und werden gewaltsam vertrieben, genehmere Syrer arabischer Abstammung sollen angesiedelt werden." In dem Landstreifen zwischen den Grenzorten Tel Abyad und Ras al Ain, "ist zumindest die Vertreibung schon vollzogen. Die Schulen in der syrisch-kurdischen Stadt Hassakeh zeugen davon. Sie sind überfüllt mit Flüchtlingen, vor allem Frauen und Kindern und ein paar wenigen Männern, die nicht gegen die arabischen Hilfstruppen der Türken kämpfen. Nach UN-Angaben sind etwa 180000 Menschen aus dem Kampfgebiet geflohen." Die
Europäer sind wieder einmal dabei "sich an einer von Erdogan unter dem Deckmantel des Antiterrorkampfs verfügten ethnischen Säuberung des Gebiets zu beteiligen." Über den Krieg in Syrien driften Europa und die Türkei immer weiter auseinander. Zuvor hatten schon Ankaras Gasbohrungen vor Zypern, die Rückschritte in Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie die Festnahmen von In- und Ausländern die Beziehungen belastet. Im Mai 2019 stellte der Europäische Rat fest, „dass sich die Türkei immer weiter von der EU entfernt“. Deshalb könne es vorerst keine weiteren Gespräche zum EU-Beitritt und zur Modernisierung der Zollunion geben. Das hindert die EU und ihre Mitglieder allerdings nicht daran, Ankara "großzügig zu alimentieren." Es fließen weiterhin Milliarden an Steuergeld in die Türkei, mit dem die Türkei ihren Angriffskrieg finanziert. Zwar hat Brüssel die „Heranführungshilfen“ (IPA) gekürzt: Die Zusagen für 2018 bis 2020 sinken um 40 Prozent oder 759 Millionen Euro. Aber noch immer stehen von 2014 bis 2020 fast 3,7 Milliarden zur Verfügung, mehr als für jeden anderen Beitrittskandidaten. Bedenklich stimmt zudem, dass die Hilfen ihre Ziele zum Teil verfehlen. Das legt ein Bericht des EU-Rechnungshofs nahe, der bemängelt, dass die Finanzspritzen nicht an klare Bedingungen geknüpft seien und bei Fehlverhalten nicht ausgesetzt werden könnten. "Oft heißt es, das viele Geld werde gar nicht ausgezahlt, doch das stimmt nicht. Nach Angaben der EU-Kommission flossen 2016 von den zugesagten 1,6 Milliarden Euro tatsächlich 1,2 Milliarden. 2017 (jüngere Zahlen liegen nicht vor) waren es immerhin 790 Millionen von 1,5 Milliarden. Hinzu kommt, dass es neben den Vorbeitrittshilfen weitere Zahlungen gibt. 2017 summierten sich die Gesamtzusagen auf 1,9 Milliarden Euro, von denen 1,5 Milliarden ausgezahlt wurden. Den größten Betrag hinter den Heranführungshilfen IPA machen humanitäre Hilfen aus. Deren Auszahlungen waren mit 707 Millionen Euro fast so hoch wie die Heranführungsmittel. Darunter fallen auch Teilzahlungen für die Unterstützung syrischer Flüchtlinge, für die Ankara 6 Milliarden Euro zugesagt worden sind. Weitere 24 Millionen Euro flossen in die Nachbarschaftspflege, in die Entwicklungskooperation, die Demokratie- und Menschenrechtsförderung sowie in die Verbesserung von Frieden und Stabilität. All diese Projekte sind von den IPA-Kürzungen nicht betroffen.  Zählt man alle Zahlungen zusammen, die der international gültigen Definition der „Offiziellen Entwicklungszusammenarbeit“ (ODA) entsprechen, dann flossen 2017 netto rund 1,6 Milliarden Dollar aus Brüssel in die Türkei. Diese Zahlen erhebt die Länderorganisation OECD. Die EU ist damit der größte multinationale Geber. Sie steuert mehr als die Hälfte zu den globalen Türkei-Hilfen bei, die 2017 rund 3,1 Milliarden Dollar betrugen. Überhaupt bekommen nur fünf Staaten auf der Welt mehr Geld von der internationalen Staatengemeinschaft: Syrien, Äthiopien, Afghanistan, Bangladesch und der Jemen. Der wichtigste bilaterale Geber der Türkei ist Deutschland mit 458 Millionen Euro im Jahr. Zum Vergleich: Großbritannien wendet nur 158 Millionen auf, Amerika 37 Millionen. In Berlin ist das Entwicklungsministerium BMZ für die „Offizielle Entwicklungszusammenarbeit“ (ODA) zuständig. Seit 2008 gibt es keine staatliche Entwicklungskooperation mit dem Land mehr, weshalb im BMZ-Etat nur noch unvollendete Programme zu Buche schlagen – und die Flüchtlingshilfe: 2017 zahlte das BMZ rund 140 Millionen Euro zur Versorgung syrischer Migranten in der Türkei und zur Stützung der sie aufnehmenden Gemeinden." Allerdings macht die Flüchtlingshilfe nur einen Teil der ODA aus. "Mit fast 270 Millionen Euro viel bedeutsamer sind die Zahlungen der Bundesländer und der anderen Ministerien. Unterstützt werden zum Beispiel Kooperationen in Bildung, Forschung und Naturschutz oder Hilfen für türkische Studenten. Zusammengenommen ist all das kein Pappenstiel: Die Zuwendungen insgesamt summieren sich auf fast 5 Prozent aller deutschen ODA-Leistungen. Nur der Irak, Syrien und Indien erhalten mehr Hilfe aus Berlin. Zusätzlich schickt Deutschland über multilaterale Geber viel Geld in die Türkei, etwa über die Förderbanken. Auf diese Weise werden aus den genannten 458 Millionen Euro schon 834 Millionen im Jahr. Doch damit nicht genug: Die deutschen „Kernbeiträge“ an multilaterale Organisationen seien in dieser Summe nicht enthalten, präzisiert das BMZ. So stemmt Berlin 20,5 Prozent des EU-Haushalts. Bezieht man das auf die 1,6 Milliarden Dollar an Türkei-Hilfen aus Brüssel für 2017, dann stecken darin noch einmal 330 Millionen Dollar oder 300 Millionen Euro aus Deutschland. Vermutlich wendet der Steuerzahler also mehr als eine Milliarde Euro im Jahr für die „Offizielle Entwicklungszusammenarbeit“ (ODA) auf – obwohl die Entwicklungshilfe für Ankara eigentlich eingestellt ist." Hinzu kommen die Investitionen deutscher Unternehmen wie VW, Bosch, Hogo Boss, Maas, Brax, Rapunzel, Ferrero (Nutella, Duplo), Aldi, Lidl & Co. usw. [39]

Wie die Besetzung Nordzyperns ist die aktuelle türkische Invasion eine Angriffshandlung. Die türkische Invasion Syriens trifft wie immer "auf eine unglaubliche Unentschlossenheit der internationalen Gemeinschaft. Die Nato-Staaten wagen es nicht, ihrem NochVerbündeten, der Türkei, wegen ihrer Aggression in Syrien, denn darum handelt es sich, entgegenzutreten. Das könnte zum Verlust dieses Verbündeten führen, der schon heute kaum mehr als solcher angesehen werden kann. Und Deutschland, derzeit nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates, erfüllt seine daraus fließenden Verpflichtungen, zum Erhalt des Friedens in der Welt beizutragen, nicht, aus Angst, die Türkei könne die Schleusen öffnen und Mitteleuropa mit Hunderttausenden Migranten überschwemmen. In dieser Lage wird die Türkei nicht mit dem Vorwurf der Aggression gegen Syrien konfrontiert, wie es nach Artikel 39 der UN-Charta Aufgabe des Sicherheitsrates wäre. Die türkische Invasion ist nach der seit 1974 geltenden UN-Definition (Artikel 3) eine Angriffshandlung, da es sich um den Angriff durch die Streitkräfte eines Staates auf das Gebiet eines anderen Staates handelt. Artikel 5 der Aggressionsdefinition verbietet jegliche Rechtfertigung einer Angriffshandlung." [40]

Auch frühere Angriffskriege der Türken auf dem Balkan wurden zwar von Europa abgewehrt, dennoch hat sich in Bosnien an der Europäischen Grenze die „Muslimenklave Bihac“ gebildet, die sogar den unsinnigen Bosnienkrieg zur Folge hatte. Heute ist die Stadt ein "Kulminationspunkt der Migrationskrise" Das muslimische Flüchtlingslager befindet sich einige Kilometer außerhalb von Bihac "auf dem Gelände einer ehemaligen Mülldeponie. Es wurde im vergangenen Jahr von der Stadtverwaltung eiligst aus dem Boden gestampft, doch von Beginn an mangelte es dort an der nötigsten Infrastruktur. Es gibt kein fließendes Wasser und kaum Strom, die sanitären Anlagen sind schmutzig, die jungen Männer in dem Lager müssen ihre Matratzen auf den nackten Boden in unbeheizten Zelten legen. Ärzte berichten, die Krätze sei unter den Insassen keine Seltenheit." Christliche Länder wollen islamische Migranten möglichst nicht über die eigenen Grenzen lassen oder sie, wenn sie schon da sind, so rasch als möglich ins nächste Land abschieben. Fast alle Migranten in Lager sind über Nordmazedonien und Serbien nach Bosnien gekommen – "eine neuerliche Bestätigung dafür, dass die „geschlossene“ Balkan-Route so geschlossen längst nicht mehr ist. Bei der Einreise nach Bosnien kommt ihnen die politische Geographie der Region zu Hilfe. Seit dem Ende des Bosnien-Kriegs ist der Osten des Landes entlang der Drina serbisch kontrolliert. Das Gebiet gehört zur „Republika Srpska“, der bosnischen Serbenrepublik. Der dort noch immer mächtigste Mann, der Bosniens Serben auch im gemeinsamen Staatspräsidium vertritt, ist Milorad Dodik. Er steht für einen serbisch-nationalistischen Kurs. In Sarajevo wird behauptet, Dodik unterbinde strengere Kontrollen an der bosnisch-serbischen Grenze, die aus seiner Sicht ohnehin nur eine an sich überflüssige innerserbische Trennlinie ist. Dodik hat mehrfach die Auflösung von Bosnien-Hercegovina gefordert. Zudem sind die Serben Bosniens von den Muslimen bedroht. Ähnlich wie der türkische Präsident planen die Bosniaken durch die Ansiedlung von Migranten aus muslimischen Ländern die ethnische Struktur Bosniens zum Nachteil der orthodoxen Serben zu ändern. "Die Behörden im Kanton Una-Sana, dessen Hauptort das gut 60000 Einwohner zählende Bihac ist, beziffern die Zahl der dort ausharrenden Migranten auf 6000 bis 7000, mit steigender Tendenz." [41]
 

Europa als christlicher Staatenbund; "Botschaft, Ihr Herrn! Der Krieg ist aus, Der tolle Sturm nahm so die Türken mit"

"Die eiserne Gewohnheit, edle Herren,
Schuf mir des Krieges Stahl und Felsenbett
Zum allerweichsten Flaum; ich rühme mich
Natürlicher und rascher Munterkeit
Im schwersten Ungemach und bin bereit
Zum jetzigen Feldzug gegen den Muselmann (Türken).

"Botschaft, Ihr Herrn! Der Krieg ist aus,
Der tolle Sturm nahm so die Türken mit,
Dass ihre Landung hinkt. Ein Kriegsschiff von Venedig
War Zeuge grauser Not und Havarie
Des Hauptteils ihrer Flotte." - William Shakespeare

"Europa endlich ist der christliche Staatenbund: das Christentum ist die Basis jeder seiner Glieder und das gemeinschaftliche Band aller; daher auch die Türkei, obgleich in Europa gelegen, eigentlich nicht dazu gerechnet wird."  - Arthur Schopenhauer

Schon früher wenn die Türken auf Raubzug waren, mussten die Europäer handeln. Um die christlichen Gebiete wie zum Beispiel Zypern zu schützen, wurde dann im Idealfall eine Flotte mit den besten Feldherrn entsandt: Die Ottomanen "In gradem Lauf zur Insel Rhodos steuernd, vereinten dort sich mit der Nebenflotte. an dreißig Segel; und jetzt wenden sie rücklenkend ihren Lauf, und ohne Hehl gilt ihre Absicht Zypern. ... Der Türke segelt mit gewaltiger Kriegsrüstung gegen Zypern. ... Euch ist die Festigkeit des Orts am besten bekannt, und obgleich Wir dort einen Statthalter von unbestrittner Fähigkeit besitzen, so hegt doch die öffentliche Meinung, eine unbeschränkte Gebieterin des Erfolgs, eine größere Zuversicht zu Euch." (William Shakespeare) [42]

Fliegt jemand mit turkish airlines nach Istanbul oder Izmir und übt Ktitik an den türkischen Kriegshandlungen, wird er festgenommen und eingekerkert, was auch für Einheimische gilt: "Selbst wenn eine Mehrheit der Türken den Einmarsch ihrer Armee in Nordsyrien gutheißt, hat die Begeisterung für die „Operation Friedensquelle“ nicht das ganze Land erfasst. Kritik äußern liberale Intellektuelle sowie Politiker der prokurdischen HDP, teilweise auch der linken CHP. In den großen Massenmedien findet die Kritik jedoch keinen Widerhall. Sie ist auch nicht ungefährlich. Denn manche wurden wegen ihrer Kurznachrichten in sozialen Medien festgenommen." Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zielt langfristig auf die Infragestellung des Friedensvertrags von Lausanne aus dem Jahr 1923, der die Grenzen der heutigen Türkei festgelegt hatte. Erdogans Bestreben fällt mit dem 100. Jahrestag des großen türkischen Krieges gegen Christen, insbesondere Armenier und Griechen zusammen, der von 1919 bis 1923 gedauert hat. Schon seit Jahren spricht Erdogan von der „Neuen Türkei“ unter seiner Führung. Atatürk, der große Christenschlächter, plante "1924, Mossul zu besetzen und die Briten zu vertreiben. Dazu kam es nicht. Vielmehr schlug der Völkerbund 1926 die Provinz dem Irak zu. Die Türkei akzeptierte noch im selben Jahr die Entscheidung, also auch die bis heute gültige Grenze zwischen dem Irak und der Türkei. Wiederholt haben türkische Politiker aber Anspruch auf den Nordirak erhoben. So sagte 1991 während des zweiten Golfkriegs der damalige türkische Präsident Turgut Özal, die Türkei werde Mossul und Kirkuk entweder bei diesem Krieg zurückbekommen oder beim nächsten. Auch der heutige Präsident Erdogan stellt die Regelungen, die nach dem Ersten Weltkrieg zur Gründung der Republik Türkei geführt haben, in Frage. Erstmals hatte er 2016 von „unfairen Bestimmungen“ in dem Vertrag von Lausanne und einer „Niederlage der Türkei“ gesprochen." Dieses Ansinnen, den Vertrag von Lausanne und damit die heutigen Grenzen in Frage zu stellen, ist  „sehr gefährlich“. Das könne die gesamte Region destabilisieren sowie konfessionelle und ethnische Spannungen und Kriege in Syrien und im Irak entflammen. Eine Gefahr für die Türkei sind die wirtschaftlichen, politischen und diplomatischen Kosten der Operation. Zudem nehmen die Spannungen in der Gesellschaft zu. Auf der anderen Seite würden die Grenzen der Türkei von Europa und Russland neu bestimmt werden, z.B. könnte ein 30 km-Korridor entlang der Ägäischen Küste auf heutigem türkischen Territorium bis Konstantinopel installiert werden, in dem Nato-Truppen bzw. Blauhelme (ohne Türken) die Grenze zu Griechenland und damit der EU sichern, da die Türken dazu nicht in der Lage sind, wie das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei und der Fall Zypern und nun Syrien zeigen. Auch die Nato-Mitgliedschaft der Türkei könnte in Frage gestellt werden und eine Auflösung der Zollunion wäre möglich. Da die heutigen Parteien SPD und CDU sich in Deutschland seit Jahrzehnten gegen die Grenzsicherung aussprechen, verlieren diese Parteien weiter an Zustimmung. Die Frage ist: "Wo bleibt die EU? Dem Bürger wird die große Bedeutung der politischen Einheit Europas permanent erklärt. Das Friedensprojekt dient als Fixstern zur Orientierung für moderne und aufgeklärte Bürger. Tatsächlich ist dieses Europa aber nach wie vor primär eine Wirtschafts- und Währungsunion. Außen- und innenpolitisch ist die EU ein Zwerg, auch wenn sie sich riesig vorkommt. Die Europäische Union hat es in zwei Generationen, also in rund 60 Jahren, nicht geschafft, mit einer Stimme und mit einem Mandat außerhalb ihrer Grenzen aufzutreten." [43]

Ein 30 km-Korridor entlang der Ägäischen Küste auf heutigem türkischen Territorium ist durchaus notwendig, denn "jetzt sind 190000 Menschen auf der Flucht. Vielleicht werden viele von ihnen bald in Deutschland landen. Erdogan jedenfalls sagt, er werde „die Türen öffnen“, wenn in Europa jemand muckt. „Dann schicken wir euch 3,6 Millionen Flüchtlinge.“ Ein neues 2015 droht." Was in Nordsyrien geschieht, ist, wie bei allen türkischen Angriffskriegen, eine „humanitäre Katastrophe“. Flucht, Verletzte, Tote. Die „Sicherheitsinteressen Deutschlands“ sind bedroht. Etwas muss geschehen. Europa darf sich „nicht nur beklagen“, jetzt ist eine Antwort nötig. Deutschland muss mit seinen europäischen Partnern in der Nato eine „Sicherheitszone“ in der Türkei schaffen und sie notfalls mit „militärischen Mitteln“ sichern. Internationale Truppen in einer Sicherheitszone entlang der Grenze wird als das einzige Mittel angesehen, neue Fluchtwellen zu verhindern. Es ist wichtig, eine Lage zu schaffen, in der die syrischen Flüchtlinge in der Türkei, in Jordanien und im Libanon wieder heimkehren können, denn auf Dauer könnten die Gastländer sie nicht bei sich behalten. Deshalb sei es nur konsequent, wenn Deutschland und seine Verbündeten sich „vor unserer Haustüre“ engagierten, sagt sogar die Kanzlerin. Nur der Aussenminister, Heiko Maas,  bleibt bei seiner Kalauer-Politik: "Und er brachte den Kalauer in Umlauf, solche „SMS-Diplomatie“ könne leicht zur „SOS-Diplomatie“ werden. Neben seinen Kalauern lässt sich der deutsche Aussenminister von den Türken einschüchtern: "Sein türkischer Gastgeber Cavusoglu hatte den deutschen Außenminister aufgefordert, nicht mit erhobenem Zeigefinger nach Ankara zu kommen. Erdogans Außenminister konnte zufrieden sein, seine Reisewarnung kam an." Maas hat als Aussenminister bisher nichts gebracht: "Da will ein Teil der Regierung die Initiative ergreifen, und der andere verkündet an der Seite des Invasoren sein Nein. Das hat man so noch nicht erlebt. Er habe in Ankara keine Zeit gehabt, sich mit Dingen von theoretischem Charakter zu beschäftigen, sagte Maas. Gut. Doch hat seine Reiserei um die Welt bislang großen Ertrag abgeworfen?" Wie wichtig die Schutzzone auf türkischen Gebiet ist, zeigt auch die Verrücktheit des türkischen Präsidenten. "Erdogan hatte in Sotschi ausdrücklich Allah angefleht, die „internationale Gemeinschaft“ möge doch bei seinem Siedlungsprojekt helfen," d.h. bei seinen Zwangsumsiedlungen wie man sie von Nordzypern kennt.  [44]

Die vollkommene Verrücktheit der Türken, also "was ausserhalb der Türkei in den vergangenen Wochen für große Aufregung gesorgt hat, war für viele Türken ein selbstverständliches Verhalten," dass türkische Fußballspieler bei Länderspielen auf dem Rasen militärisch salutierten, um die Armee bei der Eroberung im Norden Syriens zu unterstützen, wie sie es immer gemacht haben, wenn von den Streitkräften, den Türk Silah Kuvvetleri (TSK), christliche Ländereien erobert werden und ein "Bevölkerungsaustausch" erzwungen wird, wie beim Einmarsch 1974 auf Zypern. Wer bei Genoziden bzw. Raubzügen unter der Halbmondflagge teilgenommen hat, darf sich sogar mit dem Ehrentitel „Gazi“ schmücken, also Krieger im Dienste einer guten Sache – was auch die Verdrängung der Christen und Kurden und die Verbreitung des Islams in und ausserhalb der Türkei sein kann. Atatürk war der Erste, der diesen Ehrentitel verliehen bekam. Denn die Türken haben den Sieg im "Unabhängigkeitskrieg" Atatürk und seiner Armee zu verdanken. Der Krieg dauerte vier Jahre, von 1919 bis 1923, und er fand mit der Errichtung der Republik Türkei in ihren heutigen Grenzen seinen Abschluss. Der Genozid an den Armeniern und anderer Christen begann schon vorher und wurde konsequent weiter geführt bis heute. Neben „Gazi“ ist „Märtyrer“ ein zweiter religiös erhöhter Begriff, der die starke Identifizierung mit der Armee erklärt. Zum „Märtyrer“ wird automatisch, wer im Dienst gegen Christen oder Kurden sein Leben lässt. Unter Führung eines islamischen Fanatikers, des türkischen Präsidenten und AKP-Vorsitzenden Recep Tayyip Erdogan, wurde der klassische türkische Nationalismus um eine neoosmanische Komponente erweitert. Damit verbunden sind die Vorstellung einer türkisch-islamischen Aggression und der Anspruch auf eine natürliche Führungsrolle in der Region, d.h. als Anführer der islamischen „Landstreicher“ und "Muslim-Horden." Einen echten Staat hat es in der Türkei nie gegeben, weshalb auch zu überlegen ist, ob die Türkei nicht aufgeteilt wird zwischen der EU, Russland und Armenien, damit die Führung in christlicher Hand ist, wie es nach dem Verfall des Osmanischen Reichs, als die Siegermächte im Vertrag von Sèvres 1920 Anatolien unter sich aufgeteilt hatten, beabsichtigt war. "Ali Kemal, der Urgroßvater von Boris Johnson, wurde 1922 ermordet, weil er die Unabhängigkeitsbewegung Atatürks bekämpft und diesen einen „Landstreicher“ genannt hatte." Da die Türken ihr Land nicht regieren können, haben sie "Furcht, dass ausländische Mächte alles versuchten, die Türkei in die Knie zu zwingen und aufzuteilen." [45]

In einem sich zuspitzenden Streit zwischen Athen und Ankara hat Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis deutliche Kritik an der Türkei geübt. „Diejenigen, die die Flüchtlingskrise vergrößert haben, indem sie Verfolgte als Schachfiguren nutzen, um ihre geopolitischen Ziele zu fördern, sollten vorsichtiger sein, wenn sie sich auf Griechenland beziehen“, sagte Mitsotakis in Athen. Die Krise sei nicht zu bewältigen, wenn Länder wie die Türkei „Tatsachen anzweifelten“ wie z.B. dass die Türkei nicht in der Lage ist die EU-Aussengrenze zu Griechenland zu schützen und dass daher eine Aufteilung der Türkei im Sicherheitsinteresse Europas ist. Griechenland musste schon 2012 den nur gut 12 Kilometer langen Abschnitt der Landgrenze zur Türkei bei Edirne (den Rest der türkisch-griechischen Grenze in Thrakien bildet der Fluss Evros) mit einem Zaun abriegeln. "Zuvor waren in wenigen Monaten Zehntausende Flüchtlinge aus der Türkei nach Griechenland gekommen, die meisten über die Landgrenze. Erst nach dem Zaunbau verlagerte sich der Migrationsstrom auf griechische Inseln in der Ägäis wie Lesbos, Chios oder Samos sowie an die bulgarisch-türkische Grenze." Zudem benutzt die Türkei Terroristen und Diebe als Soldaten: Es gab "schon vor dem Ende der Waffenruhe Kämpfe zwischen arabischen Milizen unter türkischem Kommando und Kräften des Assad-Regimes, die von der kurdischen Autonomieverwaltung zu Hilfe gerufen worden waren." Syrische Städte sind von Türken bombadiert worden, syrische Soldaten in der Nähe des Grenzortes Ras al Ain getötet worden. Es sind die ersten Gefechte zwischen syrischen Soldaten und türkischen Kräften gewesen. Kämpfe gab es auch in der Nähe des Ortes Tel Tamr. islamistische arabische Milizionäre unter türkischer Führung verbreiteten Videos, "wie sie in Stützpunkten des syrischen Regimes einrückten und syrische Flaggen niederrissen. Sie posierten außerdem mit gefangenen und getöteten Soldaten des Regimes." Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis bezichtigt Ankara, für die seit Monaten wachsende Zahl von irregulären Migranten verantwortlich zu sein, die auf den griechischen Inseln ankommen. Solange an der türkischen Mittelmeerküste keine nicht-türkischen Natosoldaten postiert sind, wird die Türkei die Flüchtlingskrise nicht bewältigen können. "Mitsotakis hatte in den vergangenen Wochen mehrfach die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kritisiert und gesagt, die Türkei missbrauche Migranten, um politische Zugeständnisse von der EU zu erpressen." Laut Angaben der Vereinten Nationen sind 2019 bisher 60000 irreguläre Migranten in Griechenland registriert worden. Das ist tatsächlich nur ein Bruchteil der Zahlen von 2015/16, doch ist die Ausgangslage inzwischen eine andere. Zwar ist die Balkanroute alles andere als „geschlossen“, aber sie ist auch längst nicht mehr die barrierefreie Migrationsautobahn nach Nordwesteuropa, die sie bis zum Frühjahr 2016 war. "Die Regierung Mitsotakis hat dazu nun einige weitere verschärfende Maßnahmen angekündigt. So sollen auf den Inseln neue, geschlossene Lager entstehen. Als „Abflugs- und Identifikationszentren“ werden sie in griechischen Medien bezeichnet. Sie sollen Einrichtungen wie das berüchtigte Lager Moria auf Lesbos ablösen." Insgesamt sind es auf den griechischen Ägäisinseln derzeit um die 37000 Migranten. Es werde Asylsuchenden künftig nicht mehr gestattet, sich frei zu bewegen, sagte ein Regierungssprecher bei der Vorstellung der neuen Pläne. "Er verheimlichte nicht, dass es Athen um Abschreckung gehe. Man wolle „eine klare Botschaft“ aussenden an alle, die planten, illegal griechischen Boden zu betreten, ohne asylberechtigt zu sein: Schmuggler zu bezahlen, um sich nach Griechenland bringen zu lassen, werde sich als Fehlinvestition erweisen." [46]

Was hat die Türkei zu erwarten, sollte sie nicht aufgeteilt werden? "Wer Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, schwere Kriegsverbrechen und neuerdings auch Aggressionen zu verantworten hat, macht sich strafbar – und wenn die Staaten ihn nicht vor Gericht stellen können oder wollen, dann muss das der Internationale Strafgerichtshof übernehmen." Schwierig wird der Spagat vor allem, wenn Menschenrechte bedroht sind. So wie (nicht erst jetzt) in Nordsyrien. Erstaunlich lange brauchte die Bundesregierung, um den Einmarsch der Türkei als völkerrechtswidrig zu brandmarken. "Ein Land mit dem Anspruch Deutschlands, aber auch die Europäische Union und die Nato müssen ein ureigenes Interesse an einer Ordnung haben, in der Staaten nicht das Recht selbst in die Hand nehmen. Das gilt für die Rechtsstaatlichkeit im Innern über das Handeln von Institutionen wie der Europäischen Zentralbank bis hin zum Einsatz von Streitkräften. Schließlich lebt auch die westliche Wertegemeinschaft von einem regelbasierten Zusammenleben."  [47] 

Bezeichnend ist auch, dass die türkische Regierung immer noch den Völkermord an den Armeniern leugnet. "Das Repräsentantenhaus hatte am 29. Oktober 2019 mit einer Mehrheit von 405 zu 11 Stimmen fraktionsübergreifend eine Resolution verabschiedet, in der erstmals die Massaker der Jahre 1915 bis 1917 im Osmanischen Reich als Völkermord bezeichnet werden. Die Entscheidung des Repräsentantenhauses fiel am 29. Oktober, dem türkischen Nationalfeiertag. In Frankreich und Deutschland waren schon vor mehreren Jahren ähnliche Resolutionen beschlossen worden." Mit der Resolution solle an eine der schlimmsten Greueltaten des 20. Jahrhunderts erinnert werden. Von der armenischen Regierung wurde der Beschluss als „Schritt zur Wahrheit“ begrüßt. [48] 

Europa und die Nato haben es in den letzten Jahrzehnten nicht geschafft, die Türken aus Nordzypern herauszuwerfen. In Syrien scheinen die Türken mit ihrer Aggression weniger Glück zu haben. "Der syrische Präsident Baschar al Assad hat der Türkei mit Krieg gedroht, sollte sie sich nicht aus dem Norden seines Landes zurückziehen." Die Präsenz Ankaras werde „auf die eine oder andere Weise“ beendet, sagte er. "Man müsse dem politischen Prozess Raum geben. Bringe der aber keine Ergebnisse hervor, dann sei die Türkei ein Feind. „Und gegen den zieht man in den Krieg“, sagte Assad weiter. „Es gibt keine andere Wahl.“ Überwiegend islamistische arabische Milizionäre unter türkischer Führung rückten mit türkischer Luftunterstützung im Grenzgebiet vor. Nun wendet der Aggressor sich sogar gegen westliche Medien und will sie verklagen, weil sie die Wahrheit über seine "ethnischen Säuberungen“ in Zypern, Türkei und Syrien sagen. Wegen „Beleidigung des Staatsoberhaupts“ hat doch tatsächlich Recep Tayyip Erdogan in Ankara Klage gegen das französische Magazin „Le Point“ eingereicht. "In einer Titelgeschichte beschreibt die Zeitschrift das Vorgehen der türkischen Armee in Syrien und ihre Verbrechen an den Kurden. Dargestellt wird auch, wie die Armee mit ehemaligen Mitgliedern des „Islamischen Staats“ und von Al Qaida zusammenarbeitet, die sie die „Drecksarbeit“ verrichten lasse. Im Editorial wird Erdogan als „Sultan der ethnischen Säuberungen“ bezeichnet, auf dem Umschlag grüßt er wie die Spieler seiner Nationalmannschaft beim Spiel gegen die Franzosen, Titel: „L’Éradicateur“. Das Wortspiel ist ein Zusammenzug von „dictateur“ und „éradiquer“ – ausmerzen. Man muss es auch als Steigerungsform einer Titelgeschichte aus dem vergangenen Jahr lesen. Damals wurde Erdogan auf dem Cover als „Der Diktator“ abgebildet, Türken in Frankreich rissen das Titelblatt von den Plakatsäulen, Kioskbetreiber wurden beschimpft, in der Redaktion gingen Morddrohungen ein. „Erdogan hat ein Problem mit der Freiheit“, schreibt Chefredakteur Étienne Gernelle, gegen den sich die Klage namentlich richtet, in einer Stellungnahme: „Er bezichtigt uns der Majestätsbeleidigung.“ Als „Zensur auf Distanz“ bezeichnete Gernelle die Drohung im Rundfunk. Er erinnerte daran, dass Erdogan zahlreiche Journalisten verhaften ließ. „Wir nehmen kein Wort von dem, was wir geschrieben haben, zurück“, sagte Gernelle." [49] 

Zur Türkei kann man mit der „Neue Zürcher Zeitung am Sonntag“ auch sagen: „Ist die Türkei ein zweites Pakistan? Ein undurchsichtiges Land, das aus politischem Kalkül Beziehungen zu islamischen Extremisten unterhält? Die Frage hat neue Legitimität erhalten, seit Abu Bakr al-Bagdadi, der Führer der Terrormiliz Islamischer Staat, von einem amerikanischen Kommando aufgespürt wurde und sich dabei selbst getötet haben soll – auf türkisch kontrolliertem Gebiet in Syrien. Der türkische Geheimdienst will nichts von Bagdadis Versteck gewusst haben, ganz so wie die pakistanische Regierung nie etwas von Usama Bin Ladins Unterschlupf in Abbottabad, 50 Kilometer Luftlinie von der Hauptstadt, bemerkt haben will. Doch die konservativ-islamische Führung in der Türkei hat eine wechselvolle Geschichte mit den Islamisten im syrischen Bürgerkrieg. Zumindest einen Teil von ihnen unterstützt sie bis heute auch militärisch." Das ist gefährlich für die Türkei wie für Europa, weshalb nur eine Aufteilung der Türkei Europa Sicherheit gibt; nicht das türkische Militär gibt Sicherheit, sondern eine von Europa kontrollierte Türkei; so hatte auch Byzanz die Türken anfangs auf Abstand halten können. [50] 

Merkel-Deutschland hat es sogar soweit gebracht, dass es schon einenn türkisch-islamischen Religionsunterricht eingeführt hat. Maßgeblich dazu beigetragen hat sogar das "Zentralkomitee der deutschen Katholiken" (ZdK) unter Leitung des Vorsitzenden Thomas Sternberg, einem verkappten Moslem. Sternberg, der auch die massenhaften Kirchenaustritte in Deutschland mitzuverantworten hat, meint er müsse mit "frommen Muslimen", also Islamisten zusammenarbeiten: "Unter dem Beifall der Vollversammlung, der auch zahlreiche Bundes- und Landespolitiker von CDU, CSU, SPD und Grünen angehören, wandte sich Sternberg gegen die Forderung der AFD, den staatlich organisierten islamischen Religionsunterricht und die Universitätsinstitute für islamische Theologie abzuschaffen." Sogar ein Leibniz-Preisträger, der Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf, setzt sich dafür ein, weshalb ihm der Preis eigentlich wieder abgenommen werden müsste, weil es nämlich nicht im Sinne von Leibniz ist. Verkappte Moslems, die auch für Kirchenaustritte in Deutschland verantwortlich sind und den "Islam fördern" wollen, z.B. "dadurch, dass der Staat islamischen Religionsunterricht fördert" und durch "islamisch-theologische Fakultäten an den Universitäten", sind der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Reinhard Kardinal Marx und der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. "Auf ihrer gemeinsamen Pilgerreise nach Israel hatten beide beim Betreten des muslimischen Felsendoms in Jerusalem ihr Bischofskreuz abgenommen." Einige Medien sprachen von "Unterwerfung" und "Selbstaufgabe" und betonten: "Im jüdischen Teil des Heiligen Landes kam kein Mensch auch nur auf die Idee, die beiden Spitzen-Christen darum zu bitten, das Kreuz abzulegen." Besonders Merkel-treue Bundesländer wie Hessen haben eine "Kooperation des Landes Hessen mit der umstrittenen türkisch-islamischen Union Ditib beim islamischen Religionsunterricht" initiiert (der islamische Religionsunterricht in Hessen wurde eingeführt, als Nicola Beer von der FDP Kultusministerin in Hessen war) und seit Jahren praktiziert. Hessen hatte schon vor sechs Jahren "als erstes Bundesland den bekenntnisorientierten Islamunterricht mit Ditib als Kooperationspartner eingeführt. Maßgeblich zur Entscheidung trugen zwei Gutachten bei, die die Landesregierung bisher unter Verschluss gehalten hat." Und das obwohl davor gewarnt wurde, dass der Einfluss des türkischen Amtes für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) auf Ditib nur schwer einzuschätzen sei. „Was die Diyanet jedoch zu einem derzeit nicht genau einzuschätzenden Faktor macht, ist die gegenwärtige, nahezu revolutionäre Transformation des türkischen Regimes, in der Religion zum strategischen Mittel wird“, schrieben die Experten vor sieben Jahren und mahnten, dass die organisatorische Verbindung der türkischen Religionsbehörde über die Kölner Ditib-Zentrale zum hessischen Landesverband mit Blick auf die türkische Politik zu einem Unsicherheitsfaktor für die deutschen Partner der Ditib werden könne. Grüne und andere Merkel-Treue haben sich auf die Türken verlassen: „Es gibt keine Einflussnahme von der Türkei auf den islamischen Religionsunterricht in Hessen“, hatte Ditib-Vorstand Salih Özkan stets betont. Nur vor wenigen Wochen war aus Ditib-Moscheen wie in Bad Vilbel zu hören: Die dortigen Imame haben im Zusammenhang mit dem Konflikt in Nordsyrien den „Märtyrertod verherrlicht.“ Wie islamisch-türkisch die Landesregierung bereits ist, zeigen die Fakten: Seit Anfang des Schuljahres 2019 wird der bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht "nur" noch für die Klassen 1 bis 6 angeboten. "An der grundsätzlichen Notwendigkeit eines islamischen Religionsunterrichts gibt es in der Landesregierung keinen Zweifel. Der Lehrplan für einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht für weiterführende Schulen ist so gut wie fertig." Dabei gibt überhaupt keine Notwendigkeit eines islamischen Religionsunterrichts, ganz im Gegenteil, er ist sogar schädlich, wie frühere Kirchenlehrer ausführen: Mit ihnen kann man fragen, wer ist zum Unterricht geeignet? Imame in Koranschulen, Moscheen, im islamischen Religionsunterricht, die aus gefälschten Schriften vorlesen wie dem Koran? Wohl kaum. Diesen Fehler sollte man nicht begehen. Denn "noch schlimmer ist es, wenn einer, der seine eigene Unwissenheit nicht einsieht, mit der Erziehung anderer betraut wird." Gregor von Nazianz sagt sogar: "Kein Unglück verdient so sehr beweint und beklagt zu werden wie dieser Fehler." Der Unterricht sollte daher christlichen Lehrern vorbehalten bleiben, denn diese sind "nicht wie die meisten imstande, das Wort der Wahrheit zu fälschen (2 Kor. 2, 17) und den Wein mit Wasser zu mischen ( Is. 1, 22), d. i. die das Herz des Menschen erfreuende Lehre mit jener, die es überall gibt, die wohlfeil ist, auf der Erde hinfliesst, verrinnt und nutzlos verfliesst. Nicht vermögen wir zu denen, die zu uns kommen, bald so und bald anders zu reden, um ihnen zu gefallen und durch Fälschung für uns Profit zu ziehen, als wären wir Bauchredner und eitle Schwätzer, welche mit irdisch klingenden und irdisch führenden Worten eigenen Lüsten frönen, um bei der Masse große Anerkennung zu finden, obwohl sie doch dieselbe schwer schädigen oder vernichten und obwohl sie das unschuldige Blut reiner Seelen, das von ihren Händen gefordert werden wird, vergießen (Ezech. 3, 20; 33, 8)." So wie man sich heute über die Oberen der christlichen Kirchen beklagen kann, weil sie Christus verleugnen indem sie den Götzen Al-lah für den christlichen Gott halten und dies auch im islamischen Religionsunterricht so lehren, kann man mit Gregor von Nazianz von der "Ruchlosigkeit der Führer" sprechen. [51]

Es beginnt immer mit türkisch-islamischem Religionsunterricht bzw. frommen Muslimen und denen, die imstande sind, "das Wort der Wahrheit zu fälschen" und endet mit Gewalt. "In der französischen Vorstadt Chanteloup-les-Vignes eskaliert seit zwei Nächten die Gewalt. Etwa 30 Krawallmacher waren am Samstagabend auf Polizisten losgegangen, die in Straßenzügen der als Rauschgiftumschlagsplatz bekannten Sozialbausiedlung Noé patrouillierten. Die vermummten Jugendlichen griffen die Polizisten mit Eisenstangen an und warfen Molotowcocktails. Bei den Ausschreitungen brannte ein erst vor kurzem für annähernd 800000 Euro restauriertes Kulturzentrum nieder, das auch eine Zirkusschule für 200 benachteiligte Kinder und Jugendliche beherbergte. Zudem ging ein Jugendzentrum in Flammen auf." Premierminister Edouard Philippe verurteilte zwar die Randalierer scharf. Er sprach von „stumpfsinniger Gewalt“, die auf das Konto einer „Bande von Dummköpfen und Verantwortungslosen“ gehe. Die rechtsbürgerliche Bürgermeisterin Catherine Arenou beklagte eine „organisierte Zerstörungswut“. Sie werde sich nicht einschüchtern lassen. Es treffe sie aber schwer, dass die Brandstifter die Zirkusschule zerstört hätten, die seit fast drei Jahrzehnten für Erfolge in der Sozialarbeit stehe. Die Bürgermeisterin bestätigte, dass das Sozialbauviertel von islamischen Drogenbanden beherrscht werde. Schon seit Jahresbeginn sei die Straßenbeleuchtung immer wieder beschädigt worden; die Kommune hat seit Januar 300000 Euro in ihre Reparatur investieren müssen. Eine islamische Gruppe von Kriminellen hat ein ganzes Viertel in seine Gewalt genommen. Der Vorfall in Chanteloup ist kein Einzelfall, auch in Mureaux, Trappes, Sartrouville, Plaisir und in Mantes-la-Jolie in der Banlieue von Paris haben sich in den vergangenen Wochen Übergriffe auf Polizisten sowie Sachbeschädigungen und Brandstiftungen gehäuft. Auch in Marseille kam es zu Angriffen auf die Polizei.„Es herrscht das Gesetz des Stärkeren, der Rauschgiftdealer und radikalen Islamisten, die den Platz der Republik eingenommen haben“, sagte Collomb. Collombs Nachfolger Christophe Castaner hat bislang stets versucht, die Spannungen in der Banlieue herunterzuspielen. Dabei haben die Polizeigewerkschaften erst vor kurzem mit einem Protestmarsch auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam gemacht. Marine Le Pen kritisierte, dass „fast kein Tag vergeht, an dem es nicht zu Unruhen in einer nichtfranzösischen Zone“ der Banlieue komme. Die Vorfälle in Chanteloup-les-Vignes zeigen das Scheitern der Regierung, „welche die Gefahren dieser rechtlosen Zonen unterschätzt hat“. [52]

Im Extremfall könnte es zu Verhältnissen kommen wie in der Türkei, in Pakistan oder Mali. Islamistische Extremisten haben bei dem Angriff auf einen Militärstützpunkt in Mali 53 Soldaten getötet. "Das überfallene Militärlager liegt in der Region Ménaka ganz im Westen Malis, nicht weit von der Grenze zu Niger entfernt. Mittlerweile hat die malische Regierung Verstärkung geschickt und mit Hilfe französischer Soldaten, die ursprünglich zum Abtransport der Verwundeten angerückt waren, die Lage offenbar unter Kontrolle gebracht. Die Täter flüchteten, vermutlich nach Niger. Seit Jahren leidet Mali schon unter Terrorangriffen der Islamisten. In den vergangenen Wochen allerdings nahm die Anzahl der Attacken mit vielen Toten deutlich zu. Erst am 30. September 2019 hatten Dschihadisten Armee-Stützpunkte in Boulkessy und Mondoro nahe der Grenze zu Burkina Faso angegriffen und dabei 38 Soldaten getötet und 60 verschleppt – es war der bis dahin heftigste Angriff auf die Armee in diesem Jahr. Angehörige von Soldaten warfen auf Demonstrationen in Bamako der Regierung daraufhin Versagen im Kampf gegen den Terror und mangelnde Ausrüstung der eigenen Truppen vor." Dschihadisten der Terrortruppe Ansar Dine rissen die Kontrolle über die eroberten Gebiete an sich und verdrängten die eher säkularen Tuareg, mit denen sie zunächst noch eine gemeinsame Front gegen Bamako gebildet hatten. "Die Frömmler errichteten ein grausames Regime: Unverschleierte Frauen wurden ausgepeitscht, Ehebrecher gesteinigt, Dieben wurde eine Hand abgehackt. Denkmäler wurden zerschlagen, alte Schriften verbrannt, das Hören von Musik stand unter Strafe. Dann bereiteten im Januar 2013 französische Spezialtruppen dem Spuk ein Ende. Die Islamisten, die auch Verstärkung aus anderen Staaten bekommen hatten, waren allerdings rechtzeitig in den Weiten der Sahara verschwunden und hatten daher nicht allzu viele Opfer zu beklagen. Malis Nordregion grenzt an Mauretanien, Algerien, Niger, Burkina Faso. Niemand kontrolliert hier die Grenzen." Der islamische Terror dringt, von Mali ausgehend, tief in die Nachbarländer Niger und Burkina Faso vor und breitet sich weiter nach Süden bis in Länder wie Ghana aus, wo immer noch eine beträchtliche Anzahl an Christen lebt. Auf ähnliche Weise wurde die heutige Türkei islamisiert. [53]

Und es gibt sogar in Europa Länder, die im Sinne von Gregor "Thaumaturgos", ins Land eingewanderte Türken im Laufe der Zeit zum christlichen Glauben geführt haben. Es handel sich um kein geringeres Land als die die Republik Moldau, die zwar als Reiseziel eher nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. "Doch das kleine Land am Rande Europas verdient allemal einen Besuch. Denn es ist grün, gastfreundlich und alles andere als überlaufen."  Der Staat Moldau liegt übrigens nicht an dem tschechischen Fluss Moldau, sondern nur früher einmal an der heute rumänischen Moldova, von der sich das Fürstentum Moldau ableitete. Die Republik Moldau liegt auch nicht am Schwarzen Meer, sondern nur ganz knapp davor, denn die Küste haben die Nachbarn Rumänien und Ukraine unter sich aufgeteilt, so dass dem landschaftlich eher unspektakulären Staat nicht einmal ein eigener Zugang zum Strand gewährt ist. Eigentlich sollte die von Islamisten regierte Türkei zu den unbeliebtesten Reiseländern gehören und nicht Moldau. Komrat ist die Hauptstadt der Autonomen Territorialen Einheit Gagausien, wie das Gebiet offiziell heißt. Hier leben die Gagausen, ein Turkvolk, weshalb neben Rumänisch auch das dem Türkischen ähnliche Gagausisch gesprochen wird und außerdem Russisch. Alle drei Sprachen sind als Amtssprache anerkannt. Natürlich haben die Gagausen auch eine hinreichend verworrene Geschichte. Der seldschukische Sultan Izzedin Keykavus – von seinem Namen leitet sich Gagausien ab – hatte im Jahr 1261 genug von den ständig in seinem Anatolien einfallenden Mongolen und bat den byzantinischen Kaiser Michael VIII. um ein Lehen in einem etwas ruhigeren Eckchen seines Reiches. Mit einigen Sippen, die sich ihm unterwegs angeschlossen hatten, besiedelte er die Region Dobrudscha in der heutigen Grenzregion von Rumänien und Bulgarien und gründete einen Staat, der sich bald wachsender Beliebtheit erfreute. Man verbündete sich mit Byzanz, viele Untertanen nahmen die griechisch-orthodoxe Religion an. Ein wenig holprig vollzog sich der Status der Teilrepublik nach dem Zerfall der Sowjetunion. Im Jahr 1990, nachdem eine ultranationalistische Partei in Moldau die Wahlen gewann, die mit den Befindlichkeiten der Minderheiten im Land nicht eben zartfühlend umsprang, spaltete sich Gagausien ab und ernannte Komrat zu seiner Hauptstadt. Zwei Wochen später erklärte sich auch Transnistrien im Norden Moldaus für unabhängig. Im Jahr 1994 kam es zur Wiedervereinigung Gagausiens mit Moldau als autonome Republik mit ein paar Sonderrechten, etwa einem regionalen Parlament. Seitdem leben 147000 Gagausen relativ friedlich in Moldau und unterhalten außerdem freundliche Verbindungen nach Russland. Im Zentrum von Komrat steht eine große quietschgelbe Kathedrale mit glänzendem Golddach, die hat Putin bezahlt. Die Innenstadt ist recht überschaubar, obwohl in Chisinau etwa so viele Menschen leben wie in Frankfurt. Das beliebteste Ziel für Sonntagsausflügler ist die Region Orheiul Vechi. Oben auf dem Hügel Butuceni steht eine Klosterkirche, unten in den Hügel ist ein Höhlenkloster gegraben, das Manastirea Pestera. Ein knappes Dutzend Mönche lebten hier einst, einer ist noch übrig. Moslimische Relikte aus alten Zeiten sind nur noch in Form von Ruinen zu besichtigen: "Es gibt diverse tatarische Ausgrabungen zu besichtigen, ein Bad, eine Festung, Moschee und Karawanserei. Außerdem ein altes Bilderbuchdorf, in dem eine Kate als Freilichtmuseum für das bäuerliche Leben eingerichtet ist. Hier lernen wir die Eckpunkte moldauischer Identität kennen: im Keller immer Käse und Wein aus Eigenproduktion, der Herrgottswinkel immer mit Tüchern verhängt, damit einem in Sowjetzeiten niemand die Frömmigkeit ansieht, und Klöppelspitzen überall. Was wertvoll ist, wird auf Spitzentüchern gereicht, etwa Brot zur Begrüßung der Gäste, oder mit Spitzentüchern hinterlegt, etwa die Ahnenporträts an der Zimmerwand." [54]

Wie schon Franz Werfel betont, war die islamische Türkei weder früher noch ist sie heute ein Staat, sondern eher eine Räuberkolonie, die entweder Christen im eigenen Land beraubt oder ausserhalb auf Raubzüge geht. Sogar die EU hat sich durchgerungen, einige zaghafte Sanktionen zu verhängen: "Die Europäische Union verschärft im Konflikt um nicht genehmigte Erdgasbohrungen im östlichen Mittelmeer ihre Maßnahmen gegen die Türkei." Die EU-Außenminister beschlossen im November 2019 einen "Rahmen für Sanktionen. Dieser ermöglicht es, die Vermögenswerte von Personen und Einrichtungen zu sperren, die gegen den Willen der zyprischen Regierung in der exklusiven Wirtschaftszone rund um die Insel Gasfelder explorieren. Außerdem können Reiseverbote verhängt werden. Europäischen Partnern wird es untersagt, mit den Betroffenen weiter Geschäfte zu machen." [55]

Heute muss man sich nicht nur über die Oberen der christlichen Kirchen beklagen, weil sie Christus verleugnen indem sie den Götzen Al-lah für den christlichen Gott halten und damit u.a. eine Welle der Kirchenaustritte in Deutschland hervorgerufen haben, sondern auch über die Oberen der Politik, die die Rahmenbedingungen schaffen und Islamisten in hohe Ämter hiefen. Verständlich, wenn Gregor von Nazianz von der "Ruchlosigkeit der Führer" spricht. So wundert man sich auch nicht  über diese Zeitungsnotiz: "Amira Mohamed Ali wurde am Dienstag zur Nachfolgerin von Sahra Wagenknecht als Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag gewählt. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Blitzkarriere: Die 39 Jahre alte Rechtsanwältin ist erst 2015 in ihrem Wohnort Oldenburg in Niedersachsen in die Linkspartei eingetreten, in der ihr Ehemann schon aktiv war. Nur zwei Jahre später zog sie in den Bundestag ein, jetzt ist sie weitere zwei Jahre später Chefin von 69 Abgeordneten....Mohamed Ali ist die Tochter eines Ägypters und einer Deutschen, sie ist die erste Muslimin, die zur Fraktionsvorsitzenden im Bundestag gewählt wurde. Die Moschee besucht sie nach eigenen Angaben nicht, aber ihr Glaube ist ihr wichtig. Geboren und aufgewachsen ist sie in Hamburg, die Familie war nicht begütert. Auf der Gelehrtenschule des altsprachlichen Johanneums im Stadtteil Winterhude war die Schülerin, die in Fuhlsbüttel aufwuchs, mit ihrem Migrationshintergrund vor einem Vierteljahrhundert noch die große Ausnahme. Der Vater war linksorientiert, die Tochter wuchs in einem SPD-Haushalt auf." [56]

Vernünftige ausländische Unternehmen mieden die Türkei wegen politischer Konflikte. "Seit 2016 hat die Lira rund die Hälfte des Wertes verloren." Das kann für Manager, die ihr Geld im grenzüberschreitenden Autogeschäft verdienen, heikel sein. Allerdings gibt es immer noch Unternehmen wie das "Tochterunternehmen des Paderborner Zulieferers Benteler – eines der mehr als 6000 deutschen Unternehmen mit einer Filiale in der Türkei", die ihre Lektion noch nicht gelernt haben und weiterhin Geschäfte mit der Türkei machen: "Die türkische Autoindustrie lebt vom Export. Vier von fünf produzierten Autos – oft sind es Lieferfahrzeuge und Transporter – gehen ins Ausland, die allermeisten in die EU... Ford,  Toyota, Hyundai, Renault, Mercedes und MAN lassen in der Türkei Karossen zusammenschrauben. Deutschlands größer Autohersteller Volkswagen könnte bald hinzukommen. Bis Ende des Jahres wollen die Wolfsburger offiziell mitteilen, ob sie das neue Werk für den „Passat“, wie erwartet, nahe Izmir bauen. Die Entscheidung war vertagt worden, nachdem die Türkei trotz Warnungen Deutschlands und anderer Staaten in Syrien einmarschierte. Die Bundesregierung schilt das einen Bruch des Völkerrechts." Die Türkei rechtfertigt die Besetzung anderer Länder damit, dass sie schon immer gerne andere Länder und Städte wie z.B. Griechenland, Zypern, Konstantinopel und Famagusta besetzt hatte, ohne dass die EU oder Nato etwas unternommen hätten. Der Beschwichtigungs- und Industrieminister Mustafa Varank lässt sich "in einem in der Türkei gebauten Toyota Corolla mit Hybridantrieb" fahren und macht sich für VW stark, obwohl für vernünftige Automobielfirmen eigentlich nur "Alternativstandorte wie Serbien, Ungarn oder Bulgarien" in Frage kommen, selbst wenn sich der "Erz-Osmane" Präsident Erdogan sich in die Gespräche einschaltet. "Berliner Konferenzen des Deutsch-Türkischen Energieforums und der bilateralen Wirtschafts- und Handelskommission waren in diesem Herbst kurzfristig abgesagt worden.... Defizite in der Demokratie, der Rechtsordnung, den Menschenrechten hält der Westen Ankara vor." Die muslimisierte Türkei entwickelt sich zu dem, was sie schon immer war: eine muslimische Räuberkolonie, die zu viele unberechenbare "Muslim-Horden" beherbergt. [57]
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Anmerkungen

[1] Vgl. Kurs Nr. 552 William Shakespeare. Akademie der Kunst und Philosophie
[2] Vgl. Kurs Nr. 545 Sittenlehre. Ib.
[3] Vgl. Kurs Nr. 544 Staats- und Rechtslehre. Ib.
[4] Vgl. Kurs Nr. 020 Goethe: Wissenschaft, Kunst und Religion. Ib.
[5] Vgl. Kurs Nr. 512 Novalis. Ib.
[6] Vgl. Kurs Nr. 551 G.W.F. Hegel - Philosophie der Wissenschaft, Kunst und Religion - Philosophy of Science, Art and Religion. Ib.
[7] Vgl. Kurse Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 510 Schelling: Philosophie der Offenbarung. Ib.
[8] Karl Jaspers spricht vom ungeheuren "Wagnis menschlicher Möglichkeiten der Freiheit", und dass sie seelisch den Boden verlieren kann oder auch heute noch der Gefahr von muslimisierten Türken und anderen Muslimen ausgesetzt ist, "wobei aufgehoben würde die abendländische Freiheit, die Idee der Persönlichkeit, die Weite der abendländischen Kategorien, das helle Bewusstsein. Statt dessen würde das ewige Asiatische übrigbleiben: die despotische Form des Daseins, die Geschichtslosigkeit und Entscheidungslosigkeit, die Stabilisierung des Geistes in Fatalismen. (...) Der Offenbarungsbegriff gehört allein der biblischen Religion. Die Offenbarung ist geschehen und ist vollendet. Der Offenbarungsgedanke wird unlösbar mit der biblischen Religion verbunden bleiben. In der Helle unserer Welt würde eine mit dem Anspruch einer neuen Gottesoffenbarung auftretende Prophetie vielleicht immer als Wahnsinn wirken oder als falsche Prophetie, als Aberglaube, der Versinkt vor der einen großen wahren Prophetie, die vor Jahrtausenden stattfand. (...)  Das Philosophieren wird dabei in jedem Falle Wesentliches leisten. Es lohnt uns, denkend den Absurditäten, Fälschungen, Verkehrungen und dem Ausschließlichkeitsanspruch geschichtlicher Wahrheit und der blinden Intoleranz zu widerstehen. Und es führt auf den Weg dorthin, wo die Liebe ihre Tiefe gewinnt in wirklicher Kommunikation. Dann würde in dieser Liebe durch das Gelingen der Kommunikation den Fernsten aus ihrer geschichtlichen Ursprungsverschiedenheit doch die Wahrheit sich zeigen, die uns verbindet." (Karl Jaspers). Vgl. Kurse Nr. 552 William Shakespeare, Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa, Nr. 550 Dostojewskij, Nr. 554 Friedrich Hölderlin, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 509 Philosophie der Freiheit. Ib.
[9] Vgl. Kurse Nr. 550 Dostojewskij, Nr. 506 Wladimir Solowjew: Europa im 21. Jahrhundert. Ib.
[10] Vgl. Kurs Nr. 505 Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Ib.
[11] Vgl. Kurs Nr. 556 - Torquato Tasso. Ib.
[12] Vgl. Kurs Nr. 557 - Ariosto. Ib.
[13] Vgl. Kurs Nr. 558 - Calderon de la Barca. Ib.
[14] Vgl. Kurs Nr. 559 - Wolfram von Eschenbach. Ib.
[15] Vgl. Kurs Nr. 560 - Walter von der Vogelweide. Ib.
[16] Weitere Literatur in  Kurs Nr. 552 William Shakespeare. Ib.
[17] Stefan Zweig schreibt über die Die Eroberung von Byzanz am 29. Mai 1453 und Greueltaten des türkischen Sultans: "Am 5. Februar 1451 bringt ein geheimer Bote dem ältesten Sohn des Sultans Murad, dem einundzwanzigjährigen Mahomet, nach Kleinasien die Nachricht, daß sein Vater gestorben sei. Ohne seine Minister, seine Berater auch nur mit einem Wort zu verständigen, wirft sich der ebenso verschlagene wie energische Fürst auf das beste seiner Pferde, in einem Zug peitscht er das herrliche Vollblut die hundertzwanzig Meilen bis zum Bosporus und setzt sofort nach Gallipoli auf das europäische Ufer über. Dort erst entschleiert er den Getreusten den Tod seines Vaters, er rafft, um jeden anderen Thronanspruch von vorneweg niederschlagen zu können, eine auserlesene Truppe zusammen und führt sie nach Adrianopel, wo er auch tatsächlich ohne Widerspruch als Gebieter des ottomanischen Reiches anerkannt wird. Gleich seine erste Regierungshandlung zeigt Mahomets furchtbar rücksichtslose Entschlossenheit. Um im voraus jeden Rivalen gleichen Blutes zu beseitigen, läßt er seinen unmündigen Bruder im Bade ertränken, und sofort darauf – auch dies beweist seine vorbedenkende Schlauheit und Wildheit – schickt er dem Ermordeten den Mörder, den er zu dieser Tat gedungen, in den Tod nach. Die Nachricht, daß statt des bedächtigeren Murad dieser junge, leidenschaftliche und ruhmgierige Mahomet Sultan der Türken geworden sei, erfüllt Byzanz mit Entsetzen. Denn durch hundert Späher weiß man, daß dieser Ehrgeizige geschworen hat, die einstige Hauptstadt der Welt in seinen Besitz zu bringen, daß er trotz seiner Jugend Tage wie Nächte mit strategischen Erwägungen für diesen seinen Lebensplan verbringt; zugleich aber melden auch alle Berichte einmütig die außerordentlichen militärischen und diplomatischen Fähigkeiten des neuen Padischahs. Mahomet ist ... ein Barbar, der Blut verschüttet wie Wasser. ...Das Imperium Byzantinum, das oströmische Kaiserreich, das einstens die Welt umspannte, von Persien bis zu den Alpen und wieder bis zu den Wüsten Asiens sich erstreckend, ein Weltreich, in Monaten und Monaten kaum zu durchmessen, kann man nun in drei Stunden zu Fuß bequem durchschreiten: kläglicherweise ist von jenem byzantinischen Reich nichts übriggeblieben als ein Haupt ohne Leib, eine Hauptstadt ohne Land; Konstantinopel, die Konstantinstadt, das alte Byzantium, und selbst von diesem Byzanz gehört dem Kaiser, dem Basileus, nur mehr ein Teil, das heutige Stambul, während Galata schon an die Genueser und alles Land hinter der Stadtmauer an die Türken gefallen ist; handtellergroß ist dieses Kaiserreich des letzten Kaisers, gerade nur eine riesige Ringmauer um Kirchen, Paläste und das Häusergewirr, das man Byzanz nennt. Geplündert schon einmal bis auf das Mark von den Kreuzfahrern, entvölkert von der Pest, ermattet von der ewigen Abwehr nomadischer Völker, zerrissen von nationalen und religiösen Streitigkeiten, kann diese Stadt weder Mannschaft noch Mannesmut aufbringen, um sich aus eigner Kraft eines Feindes zu erwehren, der sie mit Polypenarmen von allen Seiten längst umklammert hält; der Purpur des letzten Kaisers von Byzanz, Konstantin Dragases, ist ein Mantel aus Wind, seine Krone ein Spiel des Geschicks. Aber eben weil von den Türken schon umstellt und weil geheiligt der ganzen abendländischen Welt durch gemeinsame jahrtausendalte Kultur, bedeutet dieses Byzanz für Europa ein Symbol seiner Ehre; nur wenn die geeinte Christenheit dieses letzte und schon zerfallende Bollwerk im Osten beschirmt, kann die Hagia Sophia weiterhin eine Basilika des Glaubens bleiben, der letzte und zugleich schönste Dom des oströmischen Christentums. Konstantin begreift sofort die Gefahr. Trotz aller Friedensreden Mahomets in begreiflicher Angst, sendet er Boten auf Boten nach Italien hinüber, Boten an den Papst, Boten nach Venedig, nach Genua, sie mögen Galeeren schicken und Soldaten. Aber Rom zögert und Venedig auch. Denn zwischen dem Glauben des Ostens und dem Glauben des Westens gähnt noch immer die alte theologische Kluft. Die griechische Kirche haßt die römische, und ihr Patriarch weigert sich, in dem Papst den obersten Hirten anzuerkennen. Zwar ist längst im Hinblick auf die Türkengefahr in Ferrara und Florenz auf zwei Konzilien die Wiedervereinigung der beiden Kirchen beschlossen und dafür Byzanz Hilfe gegen die Türken zugesichert. Aber kaum daß die Gefahr für Byzanz nicht mehr so brennend gewesen, hatten sich die griechischen Synoden geweigert, den Vertrag in Kraft treten zu lassen; jetzt erst, da Mahomet Sultan geworden ist, siegt die Not über die orthodoxe Hartnäckigkeit: gleichzeitig mit der Bitte um rasche Hilfe sendet Byzanz die Kunde seiner Nachgiebigkeit nach Rom. Nun werden Galeeren ausgerüstet mit Soldaten und Munition, auf einem Schiffe aber segelt der Legat des Papstes mit, um die Versöhnung der beiden Kirchen des Abendlandes feierlich zu vollziehen und vor der Welt zu bekunden, daß, wer Byzanz angreift, das geeinte Christentum herausfordere. ...Zum erstenmal wird in dieser Kirche wieder der Name des Papstes ins Gebet eingeschlossen, zum erstenmal schwingt sich gleichzeitig in lateinischer und in griechischer Sprache der fromme Gesang hinauf in die Wölbungen der unvergänglichen Kathedrale, während der Leichnam des heiligen Spiridion in feierlichem Zuge von beiden befriedeten Kleriseien einhergetragen wird. Osten und Westen, der eine und andere Glaube scheinen für ewig verbunden, und endlich ist wieder einmal nach Jahren und Jahren verbrecherischen Haders die Idee Europas, der Sinn des Abendlandes erfüllt. Aber kurz und vergänglich sind die Augenblicke der Vernunft und der Versöhnung in der Geschichte. Noch während sich in der Kirche fromm die Stimmen im gemeinsamen Gebet vermählen, eifert bereits draußen in einer Klosterzelle der gelehrte Mönch Genadios gegen die Lateiner und den Verrat des wahren Glaubens; kaum von der Vernunft geflochten, ist das Friedensband vom Fanatismus schon wieder zerrissen, und ebensowenig wie der griechische Klerus an wirkliche Unterwerfung denkt, entsinnen sich die Freunde vom andern Ende des Mittelmeeres ihrer verheißenen Hilfe. Ein paar Galeeren, ein paar hundert Soldaten werden zwar hinübergesandt, aber dann wird die Stadt ihrem Schicksal überlassen." Mahomet beschwört öffentlich und feierlich bei Gott und seinem Propheten, daß er die Verträge mit dem Basileus treulichst einhalten wolle. Gleichzeitig aber schließt "der Hinterhältige" eine Vereinbarung auf beiderseitige Neutralität mit den Ungarn und den Serben für drei Jahre – für eben jene drei Jahre, innerhalb welcher er ungestört die Stadt in seinen Besitz bringen will. Dann erst, nachdem Mahomet genügend den Frieden versprochen und beschworen, provoziert er mit einem Rechtsbruch den Krieg. "Bisher hatte den Türken nur das asiatische Ufer des Bosporus gehört, und somit konnten die Schiffe ungehindert von Byzanz durch die Enge ins Schwarze Meer, zu ihrem Getreidespeicher. Diesen Zugang drosselt Mahomet nun ab, indem er, ohne sich auch nur um eine Rechtfertigung zu bemühen, auf dem europäischen Ufer, bei Rumili Hissar, eine Festung zu bauen befiehlt, und zwar an jener schmälsten Stelle, wo einst in den Persertagen der kühne Xerxes die Meerenge überschritten. Über Nacht setzen Tausende, Zehntausende Erdarbeiter auf das europäische Ufer, das vertragsmäßig nicht befestigt werden darf" und sie plündern zu ihrem Unterhalt die umliegenden Felder, sie reißen nicht nur die Häuser, sondern auch die altberühmte Sankt-Michaels-Kirche nieder, um Steine für ihre Zwingburg zu gewinnen; persönlich leitet der Sultan, rastlos bei Tag und Nacht, den Festungsbau, und ohnmächtig muß Byzanz zusehen, wie man ihm den freien Zugang zum Schwarzen Meer wider Recht und Vertrag abwürgt. Schon werden die ersten Schiffe, welche das bisher freie Meer passieren wollen, mitten im Frieden beschossen, und nach dieser ersten geglückten Machtprobe ist bald jede weitere Verstellung überflüssig. "Im August 1452 ruft Mahomet alle seine Agas und Paschas zusammen und erklärt ihnen offen seine Absicht, Byzanz anzugreifen und einzunehmen. Bald folgt der Ankündigung die brutale Tat; durch das ganze türkische Reich werden Herolde ausgesandt, die Waffenfähigen zusammenzurufen, und am 5. April 1453 überschwillt; wie eine plötzlich vorgebrochene Sturmflut eine unübersehbare ottomanische Armee die Ebene von Byzanz bis knapp an dessen Mauern." Endlich, am 20. April, um drei Uhr morgens, leuchtete ein Signal. In der Ferne hat man Segel erspäht. Es ist nicht die gewaltige, die erträumte christliche Flotte, aber immerhin: langsam vom Wind getrieben, steuern drei große genuesische Schiffe heran und hinter ihnen ein viertes, kleineres, ein byzantinisches Getreideschiff, das die drei größeren zu seinem Schutz in die Mitte genommen. Sofort sammelt sich ganz Konstantinopel begeistert an den Uferwällen, um die Helfer zu begrüßen. Doch gleichzeitig wirft sich Mahomet auf sein Pferd und galoppiert in schärfstem Ritt von seinem Purpurzelt zum Hafen hinab, wo die türkische Flotte vor Anker liegt, und gibt Befehl, um jeden Preis das Einlaufen der Schiffe in den Hafen von Byzanz, in das Goldene Horn, zu verhindern. Hundertfünfzig, allerdings kleinere Schiffe, zählt die türkische Flotte, und sofort knattern Tausende Ruder ins Meer. Mit Enterhaken, mit Brandwerfern und Steinschleudern bewehrt, arbeiten sich diese hundertfünfzig Karavellen an die vier Galeonen heran, aber scharf getrieben vom Wind überholen und überfahren die vier mächtigen Schiffe die mit Geschossen und Geschrei belfernden Boote der Türken. Majestätisch, mit breit geschwellten runden Segeln steuern sie, unbekümmert um die Angreifer, hin zum sichern Hafen des Goldenen Horns, wo die berühmte Kette, von Stambul bis Galata hinübergespannt, ihnen dann dauernden Schutz bieten soll gegen Angriff und Überfall.  Doch die Belagerten täuschen sich nicht mehr. Sie wissen: nun auch in der aufgerissenen Flanke gepackt, werden sie nicht lange Widerstand leisten hinter ihren zerschossenen Mauern, achttausend gegen hundertfünfzigtausend, wenn nicht baldigst Hilfe kommt. Aber hat nicht feierlichst die Signoria von Venedig zugesagt, Schiffe zu entsenden? Kann der Papst gleichgültig bleiben, wenn Hagia Sophia, die herrlichste Kirche des Abendlandes, in Gefahr schwebt, eine Moschee des Unglaubens zu werden? Versteht Europa, das in Zwist befangene, durch hundertfache niedere Eifersucht zerteilte, noch immer nicht die Gefahr für die Kultur des Abendlandes?   Sonst zerteilt in Spaltungen und religiösen Streit, sammelt sich die Bevölkerung in diesen letzten Stunden – immer erschafft erst die äußerste Not die unvergleichlichen Schauspiele irdischer Einigung. Damit allen gewärtig sei, was ihnen zu verteidigen obliege: der Glaube, die große Vergangenheit, die gemeinsame Kultur, ordnet der Basileus eine ergreifende Zeremonie an. Auf seinen Befehl sammelt sich das ganze Volk, Orthodoxe und Katholiken, Priester und Laien, Kinder und Greise, zu einer einzigen Prozession. Niemand darf, niemand will zu Hause bleiben, vom  Reichsten bis zum Ärmsten reihen sich fromm und singend alle zum »Kyrie eleison« in den feierlichen Zug, der erst die Innenstadt und dann auch die äußern Wälle durchschreitet. Aus den Kirchen werden die heiligen Ikonen und Reliquien geholt und vorangetragen; überall, wo eine Bresche in die Mauer geschlagen ist, hängt man dann eines der Heiligenbilder hin, damit es besser als irdische Waffen den Ansturm der Ungläubigen abwehren solle. Gleichzeitig versammelt Kaiser Konstantin um sich die Senatoren, die Edelleute und Kommandanten, um mit einer letzten Ansprache ihren Mut zu befeuern. Mahomet und Konstantin, beide wissen sie: dieser Tag entscheidet auf Jahrhunderte Geschichte. "Um ein Uhr morgens gibt der Sultan das Signal zum Angriff. Riesig wird die Standarte entrollt, und mit einem einzigen Schrei »Allah, Allah il Allah« stürzen sich hunderttausend Menschen mit Waffen und Leitern und Stricken und Enterhaken gegen die Mauern, während gleichzeitig alle Trommeln rasseln, alle Fanfaren tosen, Pauken, Zimbeln und Flöten ihr scharfes Getöne mit menschlichen Schreien und dem Donnern der Kanonen zu einem einzigen Orkan vereinigen. Mitleidlos werden zunächst die ungeübten Truppen, die Baschibozugs, gegen die Mauern geworfen – ihre halbnackten Leiber dienen im Angriffsplan des Sultans gewissermaßen nur als Prellböcke, bestimmt, den Feind zu ermüden und zu schwächen, bevor die Kerntruppe zum entscheidenden Sturm eingesetzt wird. Mit hundert Leitern rennen im Dunkel die Vorgepeitschten heran, sie klettern die Zinnen empor, werden herabgeworfen, stürmen wieder hinan, immer, immer wieder, denn sie haben keinen Rückweg: hinter ihnen, dem bloß zur Opferung bestimmten wertlosen Menschenmaterial, stehen schon die Kerntruppen, die sie immer wieder vortreiben in den fast sicheren Tod. Noch behalten die Verteidiger die Oberhand, ihren Maschenpanzern können die zahllosen Pfeile und Steine nichts anhaben. Aber ihre wirkliche Gefahr – und dies hat Mahomet richtig errechnet – ist die Ermüdung. In schweren Rüstungen fortwährend gegen die immer wieder vorpreschenden Leichttruppen kämpfend, ständig von einer Angriffsstelle zu der anderen springend, erschöpfen sie ein gut Teil ihrer Kraft in dieser aufgezwungenen Abwehr. Und als jetzt – schon beginnt nach zweistündigem Ringen der Morgen zu grauen – die zweite Sturmtruppe, die Anatolier, vorstürmen, wird der Kampf schon gefährlicher. Denn diese Anatolier sind disziplinierte Krieger, wohlgeschult und gleichfalls mit Maschenpanzern gegürtet, sie sind außerdem in der Überzahl und völlig ausgeruht, während die Verteidiger bald die eine, bald die andere Stelle gegen die Einbrüche schützen müssen. Aber noch immer werden überall die Angreifer zurückgeworfen, und der Sultan muß seine letzten Reserven einsetzen, die Janitscharen, die Kerntruppe, die Elitegarde des ottomanischen Heeres. In eigener Person stellt er sich an die Spitze der zwölftausend jungen, ausgewählten Soldaten, der besten, die Europa damals kennt, und mit einem einzigen Schrei werfen sie sich auf die erschöpften Gegner. Es ist höchste Zeit, daß jetzt in der Stadt alle Glocken läuten, um die letzten halbwegs Kampffähigen an die Wälle zu rufen, daß man die Matrosen heranholt von den Schiffen, denn nun kommt der wahre Entscheidungskampf in Gang. Zum Verhängnis für die Verteidiger trifft ein Steinschlag den Führer der Genueser Truppe, den verwegenen Condottiere Giustiniani, der schwer verwundet zu den Schiffen abgeschleppt wird, und sein Fall bringt die Energie der Verteidiger für einen Augenblick ins Wanken. Aber schon jagt der Kaiser selbst heran, um den drohenden Einbruch zu verhindern, noch einmal gelingt es, die Sturmleitern hinabzustoßen:  Entschlossenheit steht gegen letzte Entschlossenheit, und für einen Atemzug noch scheint Byzanz gerettet, die höchste Not hat wider den wildesten Angriff gesiegt. Da entscheidet ein tragischer Zwischenfall, eine jener geheimnisvollen Sekunden, wie sie manchmal die Geschichte in ihren unerforschlichen Ratschlüssen hervorbringt, mit einem Schlage das Schicksal von Byzanz. Etwas ganz Unwahrscheinliches hat sich begeben. Durch eine der vielen Breschen der Außenmauern sind unweit der eigentlichen Angriffsstelle ein paar Türken eingedrungen. Gegen die Innenmauer wagen sie sich nicht vor. Aber als sie so neugierig und planlos zwischen der ersten und der zweiten Stadtmauer herumirren, entdecken sie, daß eines der kleineren Tore des inneren Stadtwalls, die sogenannte Kerkaporta, durch ein unbegreifliches Versehen offengeblieben ist. Es ist an sich nur eine kleine Türe, in Friedenszeiten für die Fußgänger bestimmt während jener Stunden, da die großen Tore noch geschlossen sind; gerade weil sie keine militärische Bedeutung besitzt, hat man in der allgemeinen Aufregung der letzten Nacht offenbar ihre Existenz vergessen. Die Janitscharen finden nun zu ihrem Erstaunen diese Tür inmitten des starrenden Bollwerks ihnen gemächlich aufgetan. Erst vermuten sie eine Kriegslist, denn zu unwahrscheinlich scheint ihnen das Absurdum, daß, während sonst vor jeder Bresche, jeder Luke, jedem Tor der Befestigung Tausende Leichen sich türmen und brennendes Öl und Wurfspieße niedersausen, hier sonntäglich friedlich die Tür, die Kerkaporta, offensteht zum Herzen der Stadt. Auf jeden Fall rufen sie Verstärkung heran, und völlig widerstandslos stößt ein ganzer Trupp hinein in die Innenstadt, den ahnungslosen Verteidigern des Außenwalls unvermutet in den Rücken fallend. Ein paar Krieger gewahren die Türken hinter den eigenen Reihen, und verhängnisvoll erhebt sich jener Schrei, der in jeder Schlacht mörderischer ist als alle Kanonen, der Schrei des falschen Gerüchts: »Die Stadt ist genommen!« Laut und lauter jubeln die Türken ihn jetzt weiter: »Die Stadt ist genommen!«, und dieser Schrei zerbricht allen Widerstand. Die Söldnertruppen, die sich verraten glauben, verlassen ihren Posten, um sich noch rechtzeitig in den Hafen und auf die Schiffe zu retten. Vergeblich, daß Konstantin sich mit ein paar Getreuen den Eindringlingen entgegen wirft, er fällt, unerkannt erschlagen, mitten im Gewühl, und erst am nächsten Tage wird man in einem Leichenhaufen an den purpurnen, mit einem goldenen Adler geschmückten Schuhen feststellen können, daß ehrenvoll im römischen Sinne der letzte Kaiser Ostroms sein Leben mit seinem Reiche verloren. Ein Staubkorn Zufall, Kerkaporta, die vergessene Tür, hat Weltgeschichte entschieden. ... Wahllos überläßt er nach dem ersten Massaker seinen Kriegern Häuser und Paläste, Kirchen und Klöster, Männer, Frauen und Kinder zur Beute, und wie Höllenteufel jagen die Tausende durch die Gassen, um einer dem anderen zuvorzukommen. Der erste Sturm geht gegen die Kirchen, dort glühen die goldenen Gefäße, dort funkeln Juwelen, aber wo sie in ein Haus einbrechen, hissen sie gleich ihre Banner davor, damit die Nächstgekommenen wissen, hier sei die Beute schon mit Beschlag belegt; und diese Beute besteht nicht nur in Edelsteinen, Stoffen und Geld und tragbarer Habe, auch die Frauen sind Ware für die Serails, die Männer und Kinder für den Sklavenmarkt. In ganzen Rudeln werden die Unglückseligen, die sich in die Kirchen geflüchtet haben, hinausgepeitscht, die alten Leute als unbrauchbare Esser und unverkäuflicher Ballast ermordet, die jungen, wie Vieh zusammengebunden, weggeschleppt, und gleichzeitig mit dem Raub wütet die sinnlose Zerstörung. Was die Kreuzfahrer bei ihrer vielleicht ebenso fürchterlichen Plünderung an wertvollen Reliquien und Kunstwerken noch übriggelassen, wird von den rasenden Siegern zerschlagen, zerfetzt, zertrennt, die kostbaren Bilder werden vernichtet, die herrlichsten Statuen zerhämmert, die Bücher, in denen die Weisheit von Jahrhunderten, der unsterbliche Reichtum des griechischen Denkens und Dichtens bewahrt sein sollte für alle Ewigkeit, verbrannt oder achtlos weggeworfen. Nie wird die Menschheit zur Gänze wissen, was für Unheil in jener Schicksalsstunde durch die offene Kerkaporta eingebrochen ist und wieviel bei den Plünderungen Roms, Alexandriens und Byzanz' der geistigen Welt verlorenging. ... Laut hallt der steinerne Ton durch die Kirche und weit über sie hinaus. Denn von diesem Sturze erbebt das ganze Abendland. Schreckhaft hallt die Nachricht wider in Rom, in Genua, in Venedig, in Florenz, wie ein warnender Donner rollt sie nach Frankreich, nach Deutschland hinüber, und schauernd erkennt Europa, daß dank seiner dumpfen Gleichgültigkeit durch die verhängnisvolle vergessene Tür, die Kerkaporta, eine schicksalhaft zerstörende Gewalt hereingebrochen ist, die jahrhundertelang seine Kräfte binden und lähmen wird. Aber in der Geschichte wie im menschlichen Leben bringt Bedauern einen verlorenen Augenblick nicht mehr wieder, und tausend Jahre kaufen nicht zurück, was eine einzige Stunde versäumt." Zur katholischen Verschwörung vgl.  Kurs Nr. 550 Dostojewskij. Ib.
[18] Das Abendland kennt die Idee der politischen Freiheit. In den Perserkriegen der Griechen bewährte sich die Freiheit zuerst, später in den Kriegen zur Verteidigung des Christentums: zwischen Byzanz und den Sassaniden und Arabern, später die Kriege der westlichen Staaten mit den Arabern und dann die Kreuzzüge. In dieser Welt war das Christentum in Byzanz nicht viel anders wie die übrigen dogmatischen Religionen. Es war ein mehr oder weniger theokratischer Staat. Anders im Abendland. Hier war der Anspruch der Kirche der gleiche. Aber da er nicht erfüllt wurde, die Kirche kämpfte, entfaltete sie hier nicht nur das geistige Leben, sondern wurde ein "Faktor der Freiheit gegen weltliche Gewalt. Das Christentum hat hier dann gerade auch in den Gegnern der Kirche die Freiheit gefördert. Die großen Staatsmänner waren fromm. Die Kraft ihres nicht nur augenblicklich machtpolitischen, sondern Lebens- und Staatsform mit Ethos und Religion erfüllenden Willens war eine Hauptquelle abendländischer Freiheit seit dem Mittelalter." (Karl Jaspers). Siehe auch Science Review Letters 2016, 15, Nr. 684 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016, Nr. 64, p. N3, N4 sowie Kurse Nr. 550 Dostojewskij, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 509 Philosophie der Freiheit. Ib.
[19] Vgl. Kurse Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance in Italien. Ib.
[20] Vgl. Kurs Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik. Ib.
[21] Vgl. Kurs Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib.
[22] Deutschland ist das 25. Land, dessen Parlament in einer Resolution den Massenmord an den Armeniern als Genozid wertet. Die ersten Parlamente waren Uruguay (1965) und Zypern (1982), zuletzt Österreich (2015). Nur in zwei Fällen, Russland und Belgien, hatte die Türkei ihren Botschafter nicht zurückgerufen. Die Schweiz ging am weitesten, da sie die Leugnung des Genozids als Straftatbestand kriminalisiert. Das heisst, der Koransonderschüler Erdogan und andere Türken müssten bestraft werden, zum Beispiel indem ihnen auferlegt wird sämtliche Kirchen wieder aufzubauen und Moscheen als Orte der Radikalisierung zu schliessen. In den Vereinigten Staaten haben 42 Bundesstaaten einen Genozid postuliert, nicht aber der Kongress in Washington. Dennoch spielen sich in Deutschland skurile Dinge ab: "Türkei will Genozid aus Lehrplan streichen. In der Handreichung 'Genozid als Thema schulischen Unterrichts' für Sachsen-Anhalt wird unter anderem auch der Völkermord an den osmanischen Armeniern 1915 behandelt. Das hat wieder einmal den Zorn türkischer Regierungsbehörden erregt, die nach Informationen des 'Spiegel' im Februar darum den deutschen Botschafter einbestellten. ... 2005 war auf Wunsch des türkischen Gesandten dieses Kapitel aus dem brandenburgischen Lehrplan gestrichen worden, was zu einem Skandal führte. Die Streichung musste schliesslich zurückgenommen werden." Nicht nur in Hessen wollen die Islam-Verbände einen "konservativen, von der Türkei die Türkei diktierten Lehrplan" etablieren, "der gewaltverherrlichende und diskriminierende Suren ausspare. In Hessen sind Ditib und Ahmadiyya als Religionsgemeinschaften anerkannte Kooperationspartner der Landesregierung. Den von der Ditib mitentworfenen und vom Ministerium geprüften Lehrplan" kann man als "Importware aus Ankara" bezeichnen, vgl. Anm. 48 und FAZ 2016, Nr. 80, p. N4; Nr. 127, p.2 sowie Kurse Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib.
[23] Die "Förderation islamischer Dachorganisationen in der Schweiz" (FIDS) ist der wichtigste Muslim-Verband der Schweiz und gilt als gemässigt und liberal. Zusammen mit dem Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) wird der Standpunkt vertreten, es sei verboten Frauen die Hände zu schütteln. In der Schweiz gelten klare Regeln: "Beim Schwimmunterricht gibt es klare Regeln: Wenn Eltern ihre Kinder von ihm fernhalten, droht ein hohes Strafgeld. Ein fanatischer Vater wurde sogar zu vier Monaten Gefängnis verurteilt." Die für Immigration zuständige Ministerin sagt: "Dass ein Schüler der Lehrperon die Hand nicht gibt, das geht gar nicht." Der Handschlag sei Teil der Schweizer Kultur und gehöre zum Alltag; von Ratingagenturen werden türkische Staatsanleihen als Ramsch eingestuft. Schließlich will niemand mehr in der Türkei Urlaub machen. Manche fragen sich, ob christlichen Touristen in der Türkei der Anblick von Minaretten zuzumuten ist, vgl. Anm. 24, 51 und FAZ 2018, Nr. 102, p. 27; Nr. 51, p. 25; 2016, Nr. 81, p. 11; FAS 2017, Nr. 4, p. 31 sowie Sloterdijk 2012
[24] Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 2016, Nr. 14, p. 61; zur Orientfrage und zum Verhältnis Europas zu den Türken vgl. Kurse Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa, Nr. 554 Friedrich Hölderlin, Nr. 545 Sittenlehre, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Nr. 557 - Ariosto,Nr. 506 Wladimir Solowjew, Nr. 550 Dostojewskij, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib.
[25] Siehe auch Alexander von Humboldt in Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik und in Kurs Nr. 553 Friedrich Schiller. Ib.
[26] Science Review Letters 2017, 16, Nr. 809 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2017, Nr. 156, p. 4 und 10; Nr. 122, p. 10; Nr. 126, p. 13; vgl. Kurse Nr. 554 Friedrich Hölderlin, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz. Ib.
[27] Ib. und FAS 2017, Nr. 23, p. 73-74; vgl auch Anm. 2 und 19-21
[28]  Vgl. Mann, G. & Heuß, A. (Hrsg.): Propyläen Weltgeschichte. Eine Universalgeschichte. Bde 1-10, Berlin , Frankfurt a.M. 1960-1964; Dies.: Summa Historica. Die Grundzüge der welthistorischen Epochen. Berlin, Frankfurt, Wien 1965; Niedermeier, R.: Mohammed vor den Toren. Ein Kampf um Europa. Künzell 2015; Moczar, D. Islam at the Gates. How Christendom Defeated the Ottoman Turks, Manchester/New Hampshire 2008; vgl. auch Kurse Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib.
[29] Ib
[30] Ib.
[31] Ib.
[32] Ib.
[33] Ib. ;zur Ausbreitung der "Neo-Osmanen" heute vgl. Science Review Letters 2018, 17, Nr. 879 und FAZ 2018, Nr. 16, p. 10; Nr. 25, p. 12: Auch heute versuchen die islamistischen AKP-Türken oder "Neo-Osmanen" ihren Einflussbereich auszudehnen; zur Not arbeiten sie mit Islamisten zusammen, gegen die ein Haftbefehl des internationalen Strafgerichtshofs vorliegt, wie den sudanesischen Machthaber Baschir. In Suakin (Sudan) und Somalia arbeitet Erdogan Hand in Hand mit Terroristen. Türkische Mekka-Pliger sollen Suakin besuchen und von dort über das Rote Meer nach Saudi-Arabien reisen. Erst 2017 hat Erdogan einen Stützpunkt in Somalia mit 300 Soldaten in Betrieb genommen. Auf diese Weise wollen die Türken eine Militärbasis nach der anderen errichten. Byzantinische Kirchen lässt die Türkei verfallen, Moscheen aus der osmanischen Zeit lässt sie aber in Israel aufwendig renovieren. "Wenig bekannt ist, dass seit bald einem Jahrzehnt auch in der Türkei immer wieder eine Parallelveranstaltung stattfindet, die von dem türkischen Verein "Mirasimiz" (Unser Erbe) organisiert wird." Über diesen Verein wurden Kontakte zu führenden palästinensischen Islamisten in Israel wie etwa Raed Salah von der "Islamischen Bewegung" und dem damals noch als Mufti von Ostjerusalem amtierenden Ekrima Sabri geknüpft, der heute Prediger der Al-Aqsa-Moschee ist. Die Aktivitäten von Mirasimiz intensivierten sich in dem Maße, wie die Neoosmanismus-Kampagne der AKP voranschritt. Türkische Islamisten hetzen in der Al-Aqsa-Moschee gegen Israel und gegen die Christen; vor der Moschee demonstrieren Erdogan-Anhänger mit der osmanischen Kopfbedeckung und türkischen Fahnen. Muslimische Pilger werden von der Türkei und Deutschland über Jerusalem nach Mekka geleitet. 
[34] Ib.; vgl. auch Kurs Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa. Ib.
[35] Ib.
[36] Ib.
[37] Ib.
[38] Zu: Wie im ersten Teil gezeigt, hielt Shakespeare, wie viele seiner Zeitgenossen, nichts von den Türken; auch sollte man mit denen auf keinen Fall zusammenarbeiten, wie es heute die Nato praktiziert, denn Türken sind unberechenbar und antichristlich eingestellt. Das zeigt sich nicht zuletzt an der Besetzung Nordzyperns, Zerstörung der Kathedralen bzw. umwandlung in Götzentempel (Moscheen). Heute ist Zypern "das einzige EU-Mitgliedsland, das partiell von türkischen Truppen besetzt ist." Seit der türkischen Invasion von 1974 - als die Türkei über Nacht einmarschierte und zwei Fünftel des Staatsgebietes besetzte - ist Nordzypern millitärisch, politisch und wirtschaftlich von Ankara abhängig. Was im Norden Zyperns seit Jahren vor sich geht, ließe sich als schleichende Annexion bezeichnen. Ein zyprischer Bürger berichtete, "die Regierung Nordzyperns habe gerade erst wieder 25 000 vom Festland geholten und auf der Insel angesiedelten Türken die nordzyprische 'Staatsbürgerschaft' erteilt. Die ist zwar international nichts wert, doch ein solcher Schritt schafft demographische Fakten." Die Planmäßige Ansiedlung von Bauern aus Anatolien wird von Ankara schon seit Jahrzehnten praktiziert. Zyperns Norden wird auf diese Weise langsam turkisiert, beziehungsweise anatolisiert, wie man es früher mit anderen ehemals griechischen oder europäischen Gebieten getan hat. Denn ein beträchtlicher Teil der alten griechischen Welt lag auf dem Staatsgebiet der heutigen Türkei. Weltstädte wie Smirna, Halikarnassos und Milet befanden sich in Kleinasien, dem heutigen Anatolien. Griechen lebten dort bis zum Griechisch-Türkischen Krieg (1919-1922), der mit der "kleinasiatischen Katastrophe" endete. Die meisten Griechen, die nicht Massakern und Deportationen zum Opfer gefallen waren, wurden 1922 aus Anatolien nach Griechenland "umgesiedelt". Die heutigen EU-Länder waren zerstritten und dadurch nicht in der Lage, den Griechen zu helfen. Überall wo Moslems, insbesondere Türken sich in christlichen Ländern zu weit ausbreiten, wie auf Zypern, entsteht "eine der explosivsten Regionen überhaupt." Verhandlungen mit Moslems sind ebenfalls kaum möglich: "Die jüngste Verhandlungsinitiative zur Lösung des Zypernkonfliktes sei im schweizerischen Crans-Montana trotz Vermittlung der Vereinten Nationen ohne eine Einigung zu Ende gegangen." Hauptgrund für das Scheitern war die Weigerung der Türkei, die 35 000 türkischen Besatzungssoldaten aus dem türkisch-zyprischen Norden der seit 1974 geteilten Insel, abzuziehen. Die griechische Republik Zypern ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union, während die türkische Republik Nordzypern einzig und allein von der Türkei anerkannt wird. Im türkischen Teil Zyperns  Im türkisch besetzten Nordzypern, zum Beispiel in Famagusta,  wurden Kirchen zu Moscheen oder in Geräteschuppen umgewandelt und ausgeraubt wie Panagia Kanakatiá (Kunstraubskandal); über Karpasía (Karpaz) kann man in Reiseführern heute nachlesen: "Die türkischen Truppen schnürten schon in den ersten Stunden ihres Vorstoßes den Karpaz vom Rest der Insel ab und versperrten 15 000 Griechen den Fluchtweg. ... Die Vertreibung der Griechen drängte Karpaz endgültig ins Abseits. Auf den Feldern wuchert Gestrüpp, in den Dörfern schweigen die Glocken. Leere, verfallene Häuser, deren Mauern wie ausgetrocknete Biskuits zerbröseln, die alten Brunnen versiegt, der Straßenbelag aufgeplatzt und verworfen," vgl. Anm. 26 und Kurse Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 613 St. Gregor von Nyssa, Nr. 617 Cyrill von Alexandrien, Nr. 616 St. Gregor von Nazianz, Ib.
[39] Zu: Es fließen weiterhin Milliarden an Steuergeld in die Türkei, mit dem die Türkei ihren Angriffskrieg finanziert, vgl. Anm. 38 ff und Science Review Letters 2019, 18, Nr. 1061 und FAS 2019, Nr. 43; FAZ 2019, Nr. 272; Nr. 270; Nr. 263; Nr. 262; Nr. 258; Nr. 257; Nr. 256; Nr. 255; Nr. 253; Nr. 252; Nr. 251; Nr. 250; Nr. 249; Nr. 247; Christian Geinitz 2019: Deutsche Milliardenhilfe für Ankara. Nur drei arme Länder erhalten mehr Geld aus Berlin als die Türkei. Dabei wurde die Entwicklungshilfe längst eingestellt. Wien und Frankfurt. a.M.
[40] Ib.
[41] Ib.
[42] Ib.
[43] Ib.; zu: Schon seit Jahren spricht Erdogan von der „Neuen Türkei“ unter seiner Führung. Atatürk, der große Christenschlächter, plante "1924, Mossul zu besetzen und die Briten zu vertreiben. Dazu kam es nicht. Vielmehr schlug der Völkerbund 1926 die Provinz dem Irak zu. Die Türkei akzeptierte noch im selben Jahr die Entscheidung, also auch die bis heute gültige Grenze zwischen dem Irak und der Türkei. Wiederholt haben türkische Politiker aber Anspruch auf den Nordirak erhoben. So sagte 1991 während des zweiten Golfkriegs der damalige türkische Präsident Turgut Özal, die Türkei werde Mossul und Kirkuk entweder bei diesem Krieg zurückbekommen oder beim nächsten. Auch der heutige Präsident Erdogan stellt die Regelungen, die nach dem Ersten Weltkrieg zur Gründung der Republik Türkei geführt haben, in Frage. Erstmals hatte er 2016 von „unfairen Bestimmungen“ in dem Vertrag von Lausanne und einer „Niederlage der Türkei“ gesprochen." Dieses Ansinnen, den Vertrag von Lausanne und damit die heutigen Grenzen in Frage zu stellen, ist  „sehr gefährlich“. Das könne die gesamte Region destabilisieren sowie konfessionelle und ethnische Spannungen und Kriege in Syrien und im Irak entflammen. Eine Gefahr für die Türkei sind die wirtschaftlichen, politischen und diplomatischen Kosten der Operation. Zudem nehmen die Spannungen in der Gesellschaft zu. Auf der anderen Seite würden die Grenzen der Türkei von Europa und Russland neu bestimmt werden, z.B. könnte ein 30 km-Korridor entlang der Ägäischen Küste auf heutigem türkischen Territorium bis Konstantinopel installiert werden, in dem Nato-Truppen bzw. Blauhelme (ohne Türken) die Grenze zu Griechenland sichern, da die Türken dazu nicht in der Lage sind und nur Eroberungskrieg im Kopf haben, wie der Fall Zypern und nun Syrien zeigt. Auch die Nato-Mitgliedschaft der Türkei könnte in Frage gestellt werden und eine Auflösung der Zollunion wäre möglich, Da die heutigen Parteien SPD und CDU sich in Deutschland seit Jahrzehnten gegen die Grenzsicherung aussprechen, verlieren diese Parteien weiter an Zustimmung. Die Frage ist: "Wo bleibt die EU? Dem Bürger wird die große Bedeutung der politischen Einheit Europas permanent erklärt. Das Friedensprojekt dient als Fixstern zur Orientierung für moderne und aufgeklärte Bürger. Tatsächlich ist dieses Europa aber nach wie vor primär eine Wirtschafts- und Währungsunion. Außen- und innenpolitisch ist die EU ein Zwerg, auch wenn sie sich riesig vorkommt. Die Europäische Union hat es in zwei Generationen, also in rund 60 Jahren, nicht geschafft, mit einer Stimme und mit einem Mandat außerhalb ihrer Grenzen aufzutreten," vgl. Anm. 38 ff.
[44] Ib.; zu: Neben seinen Kalauern lässt sich der deutsche Aussenminister von den Türken einschüchtern: "Sein türkischer Gastgeber Cavusoglu hatte den deutschen Außenminister aufgefordert, nicht mit erhobenem Zeigefinger nach Ankara zu kommen. Erdogans Außenminister konnte zufrieden sein, seine Reisewarnung kam an." Maas hat als Aussenminister bisher nichts gebracht: "Da will ein Teil der Regierung die Initiative ergreifen, und der andere verkündet an der Seite des Invasoren sein Nein. Das hat man so noch nicht erlebt. Er habe in Ankara keine Zeit gehabt, sich mit Dingen von theoretischem Charakter zu beschäftigen, sagte Maas. Gut. Doch hat seine Reiserei um die Welt bislang großen Ertrag abgeworfen?" Wie wichtig die Schutzzone auf türkischen Gebiet ist, zeigt auch die Verrücktheit des türkischen Präsidenten. "Erdogan hatte in Sotschi ausdrücklich Allah angefleht, die „internationale Gemeinschaft“ möge doch bei seinem Siedlungsprojekt helfen," d.h. bei seinen Zwangsumsiedlungen wie man sie von Nordzypern kennt, vgl. Anm. 39 ff.
[45] Ib.; zu: Die vollkommene Verrücktheit der Türken, also "was ausserhalb der Türkei in den vergangenen Wochen für große Aufregung gesorgt hat, war für viele Türken ein selbstverständliches Verhalten," dass türkische Fußballspieler bei Länderspielen auf dem Rasen militärisch salutierten, um die Armee bei der Eroberung im Norden Syriens zu unterstützen, wie sie es immer gemacht haben, wenn von den Streitkräften, den Türk Silah Kuvvetleri (TSK), christliche Ländereien erobert werden und ein "Bevölkerungsaustausch" erzwungen wird, wie beim Einmarsch 1974 auf Zypern. Wer bei Genoziden bzw. Raubzügen unter der Halbmondflagge teilgenommen hat, darf sich sogar mit dem Ehrentitel „Gazi“ schmücken, also Krieger im Dienste einer guten Sache – was auch die Verdrängung der Christen und Kurden und die Verbreitung des Islams in und ausserhalb der Türkei sein kann. Atatürk war der Erste, der diesen Ehrentitel verliehen bekam. Denn die Türken haben den Sieg im "Unabhängigkeitskrieg" Atatürk und seiner Armee zu verdanken. Der Krieg dauerte vier Jahre, von 1919 bis 1923, und er fand mit der Errichtung der Republik Türkei in ihren heutigen Grenzen seinen Abschluss. Der Genozid an den Armeniern und anderer Christen begann schon vorher und wurde konsequent weiter geführt bis heute. Neben „Gazi“ ist „Märtyrer“ ein zweiter religiös erhöhter Begriff, der die starke Identifizierung mit der Armee erklärt. Zum „Märtyrer“ wird automatisch, wer im Dienst gegen Christen oder Kurden sein Leben lässt. Unter Führung eines islamischen Fanatikers, des türkischen Präsidenten und AKP-Vorsitzenden Recep Tayyip Erdogan, wurde der klassische türkische Nationalismus um eine neoosmanische Komponente erweitert. Damit verbunden sind die Vorstellung einer türkisch-islamischen Aggression und der Anspruch auf eine natürliche Führungsrolle in der Region, d.h. als Anführer der islamischen „Landstreicher“ und "Muslim-Horden." Einen echten Staat hat es in der Türkei nie gegeben, weshalb auch zu überlegen ist, ob die Türkei nicht aufgeteilt wird zwischen der EU, Russland und Armenien, damit die Führung in christlicher Hand ist, wie es nach dem Verfall des Osmanischen Reichs, als die Siegermächte im Vertrag von Sèvres 1920 Anatolien unter sich aufgeteilt hatten, beabsichtigt war. "Ali Kemal, der Urgroßvater von Boris Johnson, wurde 1922 ermordet, weil er die Unabhängigkeitsbewegung Atatürks bekämpft und diesen einen „Landstreicher“ genannt hatte." Da die Türken ihr Land nicht regieren können, haben sie "Furcht, dass ausländische Mächte alles versuchten, die Türkei in die Knie zu zwingen und aufzuteilen," vgl. Anm. 33 ff. und Kurse Nr. 505 Arthur Schopenhauer II, Nr. 613 St. Gregor von Nyssa, Nr. 545 Sittenlehre II. Ib.
[46] Ib.
[47] Ib.
[48] Ib.; zu: Bezeichnend ist auch, dass die türkische Regierung immer noch den Völkermord an den Armeniern leugnet. "Das Repräsentantenhaus hatte am 29. Oktober 2019 mit einer Mehrheit von 405 zu 11 Stimmen fraktionsübergreifend eine Resolution verabschiedet, in der erstmals die Massaker der Jahre 1915 bis 1917 im Osmanischen Reich als Völkermord bezeichnet werden. Die Entscheidung des Repräsentantenhauses fiel am 29. Oktober, dem türkischen Nationalfeiertag. In Frankreich und Deutschland waren schon vor mehreren Jahren ähnliche Resolutionen beschlossen worden." Mit der Resolution solle an eine der schlimmsten Greueltaten des 20. Jahrhunderts erinnert werden. Von der armenischen Regierung wurde der Beschluss als „Schritt zur Wahrheit“ begrüßt, vgl. Anm. 17, 23, 45 und Kurse Nr. 552 William Shakespeare I, Nr. 613 St. Gregor von Nyssa, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib.
[49] Ib.
[50] Ib.; zu: Ist die Türkei ein zweites Pakistan? Ein undurchsichtiges Land, das aus politischem Kalkül Beziehungen zu islamischen Extremisten unterhält? Vgl. Anm. 39 ff. und Kurs Nr. 505 Arthur Schopenhauer II, Ib. 
[51] Ib.; zu: Merkel-Deutschland hat es sogar soweit gebracht, dass es schon einenn türkisch-islamischen Religionsunterricht eingeführt hat. Maßgeblich dazu beigetragen hat sogar das "Zentralkomitee der deutschen Katholiken" (ZdK) unter Leitung des Vorsitzenden Thomas Sternberg, einem verkappten Moslem. Sternberg, der auch die massenhaften Kirchenaustritte in Deutschland mitzuverantworten hat, meint er müsse mit "frommen Muslimen", also Islamisten zusammenarbeiten: "Unter dem Beifall der Vollversammlung, der auch zahlreiche Bundes- und Landespolitiker von CDU, CSU, SPD und Grünen angehören, wandte sich Sternberg gegen die Forderung der AFD, den staatlich organisierten islamischen Religionsunterricht und die Universitätsinstitute für islamische Theologie abzuschaffen." Sogar ein Leibniz-Preisträger, der Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf, setzt sich dafür ein, weshalb ihm der Preis eigentlich wieder abgenommen werden müsste, weil es nämlich nicht im Sinne von Leibniz ist. Verkappte Moslems, die auch für Kirchenaustritte in Deutschland verantwortlich sind und den "Islam fördern" wollen, z.B. "dadurch, dass der Staat islamischen Religionsunterricht fördert" und durch "islamisch-theologische Fakultäten an den Universitäten", sind der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Reinhard Kardinal Marx und der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. "Auf ihrer gemeinsamen Pilgerreise nach Israel hatten beide beim Betreten des muslimischen Felsendoms in Jerusalem ihr Bischofskreuz abgenommen." Einige Medien sprachen von "Unterwerfung" und "Selbstaufgabe" und betonten: "Im jüdischen Teil des Heiligen Landes kam kein Mensch auch nur auf die Idee, die beiden Spitzen-Christen darum zu beitten, das Kreuz abzulegen." Besonders Merkel-treue Bundesländer wie Hessen haben eine "Kooperation des Landes Hessen mit der umstrittenen türkisch-islamischen Union Ditib beim islamischen Religionsunterricht" initiiert und seit Jahren praktiziert. Wie islamisch-türkisch die Landesregierung bereits ist, zeigen die Fakten: Seit Anfang des Schuljahres 2019 wird der bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht "nur" noch für die Klassen 1 bis 6 angeboten. "An der grundsätzlichen Notwendigkeit eines islamischen Religionsunterrichts gibt es in der Landesregierung keinen Zweifel. Der Lehrplan für einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht für weiterführende Schulen ist so gut wie fertig." Dabei gibt überhaupt keine Notwendigkeit eines islamischen Religionsunterrichts, ganz im Gegenteil, er ist sogar schädlich, wie frühere Kirchenlehrer ausführen: Mit ihnen kann man fragen, wer ist zum Unterricht geeignet? Imame in Koranschulen, Moscheen, im islamischen Religionsunterricht, die aus gefälschten Schriften vorlesen wie dem Koran? Wohl kaum. Diesen Fehler sollte man nicht begehen. Denn "noch schlimmer ist es, wenn einer, der seine eigene Unwissenheit nicht einsieht, mit der Erziehung anderer betraut wird." Gregor von Nazianz sagt sogar: "Kein Unglück verdient so sehr beweint und beklagt zu werden wie dieser Fehler." Der Unterricht sollte daher christlichen Lehrern vorbehalten bleiben, denn diese sind "nicht wie die meisten imstande, das Wort der Wahrheit zu fälschen (2 Kor. 2, 17) und den Wein mit Wasser zu mischen ( Is. 1, 22), d. i. die das Herz des Menschen erfreuende Lehre mit jener, die es überall gibt, die wohlfeil ist, auf der Erde hinfliesst, verrinnt und nutzlos verfliesst. Nicht vermögen wir zu denen, die zu uns kommen, bald so und bald anders zu reden, um ihnen zu gefallen und durch Fälschung für uns Profit zu ziehen, als wären wir Bauchredner und eitle Schwätzer, welche mit irdisch klingenden und irdisch führenden Worten eigenen Lüsten frönen, um bei der Masse große Anerkennung zu finden, obwohl sie doch dieselbe schwer schädigen oder vernichten und obwohl sie das unschuldige Blut reiner Seelen, das von ihren Händen gefordert werden wird, vergießen (Ezech. 3, 20; 33, 8)." So wie man sich heute über die Oberen der christlichen Kirchen beklagen kann, weil sie Christus verleugnen indem sie den Götzen Al-lah für den christlichen Gott halten und dies auch im islamischen Religionsunterricht so lehren, kann man mit Gregor von Nazianz von der "Ruchlosigkeit der Führer" sprechen, vgl. Anm. 39 ff. und Science Review Letters 2017, 16, Nr. 804 und FAZ 2016 Nr. 261; FAZ 2017, Nr. 105, chrismon 7/2016 sowie Kurse Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 512 Novalis, Nr. 552 William Shakespeare I, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre II, Nr. 612 St. Johannes Chrysostomos, Nr. 616 St. Gregor von Nazianz, Ib.
[52] Ib.
[53] Ib.
[54] Ib.; zu: Und es gibt sogar in Europa Länder, die im Sinne von Gregor "Thaumaturgos", ins Land eingewanderte Türken im Laufe der Zeit zum christlichen Glauben geführt haben, vgl. Anm. 45 ff.
[55] Ib.; Wie schon Franz Werfel betont, war die  islamische Türkei weder früher noch ist sie heute ein Staat, sondern eher eine Räuberkolonie, die entweder Christen im eigenen Land beraubt oder ausserhalb auf Raubzüge geht. Sogar die EU hat sich durchgerungen, einige zaghafte Sanktionen zu verhängen: "Die Europäische Union verschärft im Konflikt um nicht genehmigte Erdgasbohrungen im östlichen Mittelmeer ihre Maßnahmen gegen die Türkei." Die EU-Außenminister
beschlossen im November 2019 einen "Rahmen für Sanktionen. Dieser ermöglicht es, die Vermögenswerte von Personen und Einrichtungen zu sperren, die gegen den Willen der zyprischen Regierung in der exklusiven Wirtschaftszone rund um die Insel Gasfelder explorieren. Außerdem können Reiseverbote verhängt werden. Europäischen Partnern wird es untersagt, mit den Betroffenen weiter Geschäfte zu machen," vgl. Anm. 48 ff. und Kurse Nr. 621 Lord Byron, Nr. 619 Franz Werfel. Ib.
[56] Ib.; zu: Heute muss man sich nicht nur über die Oberen der christlichen Kirchen beklagen, weil sie Christus verleugnen indem sie den Götzen Al-lah für den christlichen Gott halten und damit u.a. eine Welle der Kirchenaustritte in Deutschland hervorgerufen haben, sondern auch über die Oberen der Politik, die die Rahmenbedingungen schaffen und Islamisten in hohe Ämter hiefen, vgl. Anm. 51 ff.
[57] Ib.; zu: Vernünftige ausländische Unternehmen mieden die Türkei wegen politischer Konflikte. "Seit 2016 hat die Lira rund die Hälfte des Wertes verloren." Das kann für Manager, die ihr Geld im grenzüberschreitenden Autogeschäft verdienen, heikel sein. Allerdings gibt es immer noch Unternehmen wie das "Tochterunternehmen des Paderborner Zulieferers Benteler – eines der mehr als 6000 deutschen Unternehmen mit einer Filiale in der Türkei", die ihre Lektion noch nicht gelernt haben und weiterhin Geschäfte mit der Türkei machen: "Die türkische Autoindustrie lebt vom Export. Vier von fünf produzierten Autos – oft sind es Lieferfahrzeuge und Transporter – gehen ins Ausland, die allermeisten in die EU... Ford,  Toyota, Hyundai, Renault, Mercedes und MAN lassen in der Türkei Karossen zusammenschrauben. Deutschlands größer Autohersteller Volkswagen könnte bald hinzukommen. Bis Ende des Jahres wollen die Wolfsburger offiziell mitteilen, ob sie das neue Werk für den „Passat“, wie erwartet, nahe Izmir bauen. Die Entscheidung war vertagt worden, nachdem die Türkei trotz Warnungen Deutschlands und anderer Staaten in Syrien einmarschierte. Die Bundesregierung schilt das einen Bruch des Völkerrechts." Die Türkei rechtfertigt die Besetzung anderer Länder damit, dass sie schon immer gerne andere Länder und Städte wie z.B. Griechenland, Zypern, Konstantinopel und Famagusta besetzt hatte, ohne dass die EU oder Nato etwas unternommen hätten. Der Beschwichtigungs- und Industrieminister Mustafa Varank lässt sich "in einem in der Türkei gebauten Toyota Corolla mit Hybridantrieb" fahren und macht sich für VW stark, obwohl für vernünftige Automobielfirmen eigentlich nur "Alternativstandorte wie Serbien, Ungarn oder Bulgarien" in Frage kommen, selbst wenn sich der "Erz-Osmane" Präsident Erdogan sich in die Gespräche einschaltet. "Berliner Konferenzen des Deutsch-Türkischen Energieforums und der bilateralen Wirtschafts- und Handelskommission waren in diesem Herbst kurzfristig abgesagt worden.... Defizite in der Demokratie, der Rechtsordnung, den Menschenrechten hält der Westen Ankara vor." Die muslimisierte Türkei entwickelt sich zu dem, was sie schon immer war: eine muslimische Räuberkolonie, die zu viele unberechenbare "Muslim-Horden" beherbergt, vgl. Anm. 39 ff., 50, 55 ff und Kurse Nr. 505 Arthur Schopenhauer I-II, Nr. 619 Franz Werfel. Ib.
 
 
 

Zur Philosophie und Kulturgeschichte von Byzanz, des Mittelalters, der Schule von Chartres und der Renaissance vgl. Kurse: Nr. 618 St. Ephraim der Syrer, Nr. 617 St. Cyrill von Alexandrien, Nr. 616 St. Gregor von Nazianz, Nr. 613 St. Gregor von Nyssa, Nr. 612 St. Johannes Chrysostomos, Nr. 611 St. Johannes Cassianus, Nr. 609 St. Athanasius der Große, Nr. 605 St. Irenaeus von Lyon, Nr. 604 St. Hildegard von Bingen, Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 581 Bernhard von Chartres, Nr. 580 Wilhelm von Conches, Nr. 579 Albertus Magnus, Nr. 578 Pierre Abaelard, Nr. 574 Johannes von Salisbury, Nr. 577 Petrus Lombardus, Nr. 576 Gilbert de la Porrée / Gilbert von Poitiers, Nr. 565 Johannes Scotus Eriugena, Nr. 575 Thierry de ChartresNr. 571 Alanus ab Insulis, Nr. 572 Anselm von Canterbury, Nr. 570 St. Hilarius von Poitiers, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher I, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher II, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher III, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 564 St. Augustinus I, Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 501 St.Thomas Aquinas: Summa Theologica I., Nr. 502 St.Thomas Aquinas, Sth. I-II, Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth II-II, Nr. 583 St.Thomas Aquinas, Sth. III, Nr. 566 Meister Eckhart , Nr. 562 Dante Alighieri, Nr. 557 Ludovico Ariosto,Nr. 556 Torquato Tasso, Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur , Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 586 Tizian, Nr. 598 El Greco, Nr. 590 Giovanni Bellini, Nr. 587 Andrea Mantegna, Nr. 595 Jan van Eyck, Nr. 610 Piero della Francesca, Nr. 522 Raffael und das kosmische Christentum, Nr. 523 Sandro Botticelli, Nr. 602 Benozzo Gozzoli, Nr. 606 Fra Angelico,Nr. 607 Pinturicchio, Nr. 593 Filippo Lippi, Nr. 594 Filippino Lippi, Nr. 589 Albrecht Dürer, Nr. 603 Bernard van Orley, Nr. 615 Ambrogio da Fossano detto il Bergognone, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Akademie der Kunst und Philosophie
 
 


Fahne des christlichen Orients und der Türkei (Bandera Imperio Bizantino)


Wappen Byzantion (altgriechisch, latinisiert Byzantium, modern Byzanz, türkisch Bizans) war eine um 660 v. Chr. am südwestlichen Ausgang des Bosporus gegründete Koloniestadt dorischer Griechen aus Megara, Argos und Korinth. Byzantium wurde unter römischer Herrschaft zu einer Stadt in der römischen Provinz Thracia. Aufgrund seiner günstigen Lage an der europäischen Küste des Bosporus, auf der Ostspitze einer Halbinsel zwischen Marmarameer und Goldenem Horn, wurde Byzantion von 326 bis 330 von Kaiser Konstantin I. zur neuen Hauptstadt des Römischen Reiches ausgebaut und in der Folgezeit Konstantinopel genannt. Durch einen noch heute bei Türken üblichen Angriffskrieg wurde es von Moslems (Osmanen) erobert und Bizans bzw. später Istanbul genannt. Das byzantinische Wappen wurde von den Türken durch eine Halbmond-Piratenflagge ersetzt. 
 


Wappen Zypern


Wappen Nord-Zypern


Wappen Larnaka, Zypern, St.Lazarus, Kirchentor


“Felipe II ofreciendo al cielo al infante don Fernando” (1573 – 1575) de Tiziano, Museo Nacional del Prado
El 7 de octubre de 1571 la Liga Santa vencía al Imperio Otomano en la Batalla de Lepanto. Esta victoria fue representada por Tiziano en este lienzo, encargo de la corte española, junto a otro evento de gran importancia para Felipe II, el nacimiento del infante Fernando, que tuvo lugar solo dos meses más tarde


El Greco, Anbetung des Namens Jesu, genannt Der Traum von Philipp II., um 1575–1580, Öl und Tempera auf Holz, 55,1 × 33,8 cm, London, The National Gallery
Es könnte sich um eine Darstellung der 1571 gegründeten Heiligen Liga handeln. Die Vision des IHS erstrahlt über König Philipp II. in schwarzer spanischer Hoftracht. Der Höllenschlund öffnet sich, um einen Blick auf die leidenden Verdammten frei zu geben, zu denen natürlich auch die in Lepanto besiegten Osmanen bzw. Türken gehören
 


William Shakespeare
 

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Letzte Bearbeitung:26.11.2019