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Kurs Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance


Architecture de la renaissance par excellence

Diese Studienfahrt führt uns nach Italien, dem Zentrum der Kunst und  Architektur der Renaissance in Europa 

Italien, Toskana, Florenz, Fassade des gothic-renaissance Dom von Florenz, die Basilika der heiligen Maria der Blume, Firenza Basilica di Santa Maria del Fiore

 

 
 
 
 
 

 

Diese Studienfahrt führt uns nach Italien, dem Zentrum der Kunst und  Architektur der Renaissance in Europa (Genauere Infos für Mitglieder und eingeschriebene Studenten. Auch als Einleitung für Nr. 327
 
 

1. Bedeutung der Renaissance für die Länder Europas


Das Eindringen der gothischen Architektur und des mit ihr verbundenen Studiums der nordisch-einheimischen Natur in Italien war der befruchtende Funken, der neues Leben in die Auffassung der antiken Formen bringen sollte. Ihre Aufnahme und sofortige Umbildung durch die Meister des Florentiner Doms, von Arnolfo di Lapo bis zu Orcagna, Giovanni di Lapo Ghini und Brunellesco, bildeten das erste lebendige Bündnis zwischen Antike und Gothik, bereits zum Geiste der Renaissance gehörig. [1] 

Nach Dr. Heinrich Baron von Geymüller, Architekt und Mitglied des Institut de France in Paris, sei "die Renaissance - die kirchliche, wie die profane - das grösste Ereignis der Weltgeschichte seit Entstehung des Christentums, tatsächlich auch architektonisch ein Ereignis von gleicher Bedeutung." [2]
 

"Die damalige Architektur Frankreichs ist das Ergebnis des innigsten Bundes, der zwischen den zwei reifsten und edelsten Stilen der Christenheit, der französischen Gothik und der italienischen Renaissance, je geschaffen wurde." [3]


Woran lässt sich die Bedeutung der Renaissance für die Länder Europas erkennen? Es hat in diesen Ländern einen enormen Aufschwung in Kunst und Wissenschaft gegeben, der bis heute nachwirkt. Davon nicht betroffen waren allerdings die Länder, die zu dieser Zeit noch von den Osmanen besetzt waren wie zum Beispiel Griechenland und alle heutigen muslimischen Länder. Die muslimischen Osmanen in den besetzten Gebieten verhinderten jegliche Entwicklung in Kunst und Wissenschaft. Die Folgen beschreibt Heinz A. Richter so: 

 
"Alle Staaten Südosteuropas mit Ausnahme Zyperns leiden mehr oder weniger stark unter dem osmanischen Erbe des Klientelismus. Als im Europa der Renaissance die allgemeine Modernisierung begann, verschwand der Südosten des Kontinents gewissermaßen hinter einem eisernen Vorhang. Die osmanische Herrschaft, die in großen Teilen Griechenlands und des Balkans von der Mitte des 15. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts dauerte, veränderte diese Länder stark: Eine der ersten Maßnahmen der neuen Herrscher war die Vernichtung der alten Aristokratie, da diese die Führung in Aufständen hätte übernehmen können. Als lokale Führungskräfte blieben nur die ursprünglich gewählten Dorfbürgermeister übrig, die sogenannten Muchtare, die die osmanische Regierung vor Ort vertraten. Dadurch erhielten die Muchtare eine doppelte Funktion: Sie wurden zu Führern und Beschützern der örtlichen Bevölkerung, zugleich aber zu Objekten osmanischer Repression, sollte in ihrem Verantwortungsbereich etwas schiefgehen. Aus ihrer Funktion als Beschützer gewannen die Muchtare in den Augen der Beschützten Prestige und Macht. Als Gegenleistung erwarteten sie von ihren Hintersassen Loyalität. Die Osmanen belohnten treue Dienste, und so wurden die lokalen Notabeln im Lauf der Zeit wohlhabend. Das Abhängigkeitsverhältnis zwischen den örtlichen Bauern und ihrem Patron existierte im ganzen Osmanischen Reich und wird als Muchtar-System bezeichnet. Es ist der historische Ursprung des heutigen Klientelsystems. Die osmanische Herrschaft führte dazu, dass die Griechen den Staat nur als Ausbeuter erlebten. Während in Westeuropa ein selbstbewusstes Bürgertum entstand, das sich mit dem eigenen Staatswesen identifizierte, war der Staat für die Griechen gleichbedeutend mit Fremdherrschaft, gegen die es sich zu wehren galt und die man hasste. Steuervermeidung und Diebstahl staatlichen Eigentums waren typische Abwehrreaktionen. Diese Einstellung gegenüber dem Staat wirkt bis heute fort." [4]


In den Ländern, die die Osmanen bzw. Mauren erfolgreich zurückgedrängt haben wie Italien und Spanien sind die Schriftsteller noch lange stolz darauf, dass sie mitgekämpft hatten. Cervantes hatte eine Wunde in der Seeschlacht von Lepanto erhalten, die er fortan als "Manco de Lepanto" bezeichnete. Letztlich hatten die Christen, wie in der Seeschlacht von Lepanto vor über 400 Jahren, die Osmanen (Türken) immer wieder erfolgreich zurückgedrängt. Lepanto, griechisch Nafpaktos, hieß die Festung, die den nördlichen Zugang zum Golf von Patras bewacht. Sie gab der berühmten Schlacht den Namen, bei der am 7. Oktober 1571 die Heilige Liga, bestehend aus Spanien, den Maltesern, dem Heiligen Stuhl und den italienischen Seemächten, die türkische Flotte unter Großadmiral Ali Pascha vernichtend geschlagen hatte. Befehlshaber der christlichen Streitkräfte war Don Juan de Austria, ein Sohn Karls V. aus dessen Verbindung mit einer Regensburger Bürgerstochter. Der Sieg wurde in ganz Europa mit Glockengeläut gefeiert, im Dogenpalast von Venedig wird die Schlacht auf einem riesigen Gemälde (Untergang des Morgenlandes von Vassilachi) festgehalten. Die christlichen Streitkräfte erwiesen sich als disziplinierter und stärker. Die Türken verloren fast alle 300 Schiffe, die Liga nur zwölf. Und sie befreite bis zu 20.000 Christen, die als Galeerensklaven für die Türken hatten rudern müssen. [5]

Noch vor Beginn des Zeitalters der Renaissance hatte der italienische Philosoph Thomas von Aquin über den Islam und seine Philosophen aufgeklärt  [6]:
 

“Die aber, welche die verschiedenen Richtungen des Irrtums aufgebracht haben, sind auf entgegengesetztem Wege vorgegangen, wie offenbar ist bei Mohammed, der die Völker verlockt hat durch Versprechung fleischlicher Genüsse, zu deren Verlangen die fleischliche Begierde anstachelt. Auch hat er, der fleischlichen Lust die Zügel lassend, Gebote gegeben, die zu diesen Versprechungen passen und denen fleischliche Menschen leicht gehorchen. Auch Belege für die Wahrheit hat er nicht beigebracht, außer solchen, die leicht von jedem halbwegs Weisen durch natürliche Geisteskraft erkannt werden können. Ja, sogar das Wahre, das er lehrte, hat er mit vielen Fabeln und grundfalschen Lehren vermischt. Auch hat er in den Dienst der Sache keine übernatürlich gewirkten Zeichen gestellt, durch die allein der göttlichen Eingebung ein angemessenes Zeugnis gegeben wird, wo die sichtbare Tat, die nicht anders als göttlich sein kann, den auf unsichtbare Weise geisterfüllten Lehrer der Wahrheit erweist. Er hat vielmehr gesagt, er sei in der Macht der Waffen gesandt: Zeichen, die auch Räubern und Tyrannen nicht fehlen. Auch haben ihm am Anfang nicht irgendwelche in göttlichen und menschlichen Dingen geübte Weise geglaubt, sondern tierische Menschen, die in Wüsten lebten, jeder göttlichen Lehre durchaus unkundig, durch deren Menge er andere mit Waffengewalt unter sein Gesetz gezwungen hat. Auch legten für ihn keine göttlichen Weissagungen vorausgehender Propheten Zeugnis ab; alle Belege des Alten und des Neuen Testaments entstellt er vielmehr durch fabelndes Erzählen, wie dem deutlich wird, der sein Gesetz liest; deswegen überließ er auch mit listiger Berechnung die Bücher des Alten und des Neuen Testaments seinen Gefolgsleuten nicht zum Lesen, damit er durch sie nicht der Unwahrheit überführt werde. Daher ist offenbar, daß die, die seinen Ansprüchen Glauben schenken, leichtfertig glauben.” - Thomas von Aquin, Summa contra gentiles (Gegen die Heiden), Buch I, Kapitel 6 


Die Philosophie des Thomas von Aquin war bekannt. Die Charakterisierung der muslimischen Osmanen und Mauren fällt entsprechend negativ aus, hat aber von ihrer Aktualität bis heute nichts verloren; ihre Denkweise schlug sich in den Sprichwörtern der damaligen Zeit nieder: 
 

"Es kommt mir vor, Anselmo, du zeigest jetzt dieselbe Denkweise wie stets die Mauren, denen man den Irrweg ihrer Sekte weder mit Stellen aus der Heiligen Schrift begreiflich machen kann noch mit Gründen, die auf Vernunftschlüssen beruhen oder sich auf Glaubensartikel stützen; vielmehr muß man ihnen handgreifliche, verständliche, bündige, unzweifelhafte Beispiele beibringen nebst mathematischen Beweisen, die nicht zu leugnen sind, wie wenn man den Satz aufstellt: ›Wenn wir von zwei gleichen Größen gleiche Größen abziehen, so sind die übriggebliebenen ebenfalls gleich.‹ Und wenn sie dies in Worten nicht verstehen – und sie verstehen es wirklich nicht –, muß man sie es mit den Händen greifen lassen und es ihnen vor Augen stellen; und mit all diesem kann dennoch niemand sie von den Wahrheiten unsres heiligen Glaubens überzeugen. Dieselbe Art und Weise werde ich bei dir anwenden müssen; denn das Verlangen, das in dir entstanden, ist eine solche Verirrung und liegt so abseits von allem, was nur eine Spur vom Vernünftigen an sich hat, daß es meiner Meinung nach Zeitverschwendung wäre, dir deine Einfalt – denn ich will ihr für jetzt keinen andern Namen geben – begreiflich zu machen." [7]

"dass man Wahrheit von den Mauren nicht erwarten könne, da sie sämtlich Betrüger, Fälscher und Schwindler sind... Verlass dich auf keinen Mauren, denn sie sind alle Schurken... Auch dieser ist ein Ritter, einer von Christi Heerscharen, er heisst Don Santiago der Maurentöter, einer der streitbarsten Heiligen und Ritter, welche die Welt besessen hat und der Himmel jetzt besitzt.... Bedenke, diesen mächtigen Ritter vom roten Kreuze hat Gott unserem Spanien als Schutzheiligen gegeben, zumal in den harten Kampfesnöten, die die Spanier mit den Mauren bestanden; und darum rufen sie ihn an und schreien zu ihm als ihrem Verteidiger in allen Schlachten, die sie schlagen, in denen man ihn oft mit Augen gesehen, wie er die Heerhaufen der Araber niederwarf, zu Boden trat, vernichtete und in den Tod schickte." [8]


Wer irgendwo am Strand Muslime sichtete, schlug sofort Alarm: "Mauren, Mauren sind im Land! Mauren, Mauren! Zu den Waffen, zu den Waffen!". Überall an der Küste Spaniens gab es sogenannte Strandreiter, eine Art Küstenpolizei, die daraufhin herbeieilte und die Mauren festnahm. Dieser Ausruf ist heute wieder aktuell. Die spanischen Behörden haben die Alarmstufe erhöht. Sie sind auf Angriffe des "Islamischen Staates" gefasst. Den Flüchtlingen gegenüber will sich die Regierung dagegen solidarisch zeigen. Nur wenige Tage vor dem Attentat von Sousse war der spanischen Küstenwache ein mit Drogen beladenes Schiff entkommen. Es landete, aus Marokko kommend, am hellichten Tag an der Playa de la Atunera. Die Badenden waren davon nicht einmal sonderlich überrascht. Es war nicht das erste Boot, das dort landete. "Denn beim islamischen Staat, der unter anderem Andalusien 'zurückerobern' will, müsste man auf alles gefasst sein, auch auf infiltrierte Terroristen in Schlauchbooten von Migranten. ... Noch vor dem jüngsten Zwischenfall nahe Sizilien, wo Muslime Christen über Bord warfen, konnte man beobachten, wie die Küstenwache nigerianische Schlepper festnahm, die nach Aussage von Überlebenden während eines Sturmes, als ihre christlichen somalischen Passagiere zu beten begannen, mehr als ein Duzend ins Wasser stiessen und ertrinken liessen." Auch heute noch gelten muslimische Einwanderer aus Nahost und dem Maghreb im Gegensatz zu den Lateinamerikanern als schwer zu integrieren. Von muslimischen Theologen sei keine Hilfe zu erwarten, ganz im Gegenteil. Kaum ein heute mehrheitlich muslimisches Land kommt ohne religiöse Diskriminierung aus. "Diese Probleme offen auszusprechen sei nicht islamfeindlich, es wäre dagegen christenfeindlich, es nicht zu tun. ... Vielmehr stelle die 'Christophobie' als Stimmung in der islamischen Welt die 'Islamophobie' weit in den Schatten."  [9]
 

2. Sieg der Reconquista im Westen

Die Wiedergewinnung ehemals christlicher Territorien war nur eine Seite der Reconquista. Darüber hinaus galt es, die Länder politisch und religiös zu stabilisieren. "Dazu holte sich zum Beispiel Alfons I. von Porugal nicht nur die Tempelritter ins Land, sondern auch die Zisterzienser, die gleichermaßen für eine blühende geistliche wie wirtschaftliche Entwicklung standen und bei Alcobaca ein mächtiges Kloster errichteten, das zum religiösen Zentrum wurde." Die Zisterzienser verstanden es auch, die Verteidigung des Landes zu organisieren. So wurde die 1147 von König Alfons VII. eroberte kastilische Stadt und Burg Calatrava, die eine wichtige strategische Bedeutung für Toledo hatte, von dem später als Heiligen verehrten Zisterzienserabt Raimund von Fitero verteidigt, der dazu ein mächtiges Heer aus Ordensangehörigen und Laien organisiert hatte. Aus diesem reinen Verteidigungsverband wurde unter Führung von Zisterziensermönchen ein Ritterorden. "Dieser gewann höchste Bedeutung für die Reconquista, nachdem der Templerorden zerschlagen worden war, dessen Güter auf spanischem Boden auf den neuen Orden übergingen." Der Orden von Calatrava, nach dessen Vorbild weitere militärisch-geistliche Orden gegründet wurden wie etwa der Orden von Montesa oder der Alcantára-Orden, hatte wesentlichen Anteil am Sieg in der Schlacht von Las Navas de Tolosa (16. 7. 1212), als ein gemeinsames Heer von Aragón, Kastilien und Navarra den Almohaden eine so verheerende Niederlage beibrachte, dass ihre Macht auf Dauer gebrochen war. Noch im 13. Jahrhundert vielen Cordoba (1236) und Sevilla (1248) in die Hände der Christen. So ist die Geschichte Spaniens und Portugasl eine Gegenmodell zur "Spät- und Untergangsgeschichte des Byzantinischen Reiches" - eine Erfolgsgeschichte, die ohne das Band der kirchlichen Einheit mit Rom nicht möglich gewesen wäre. Wie überall auf der Welt wurden auch iin den von den Muslimen eroberten Gebieten im Westen die Christen mächtig eingeschränkt vom Islam: Jede öffentliche Religionsausübung (Glockengeläut, Prozessionen) war verboten. Ebenso wenig durfte über den Islam diskutiert, an ihm Kritik geübt und christlich missioniert werden. Wo gegen diese Einschränkungen Widerstand geleistet wurde, griffen die Gewaltmaßnahmen: militärische Niederschlagung, Zerstörung der Kirchen, Hinrichtung der christlichen Männer, Versklavung der Frauen und Kinder. Landbesitz war nur Muslimen erlaubt, zudem mussten Nicht-Muslime eine hohe Kopfsteuer entrichten; wenn sie dazu nicht in der Lage waren, wurden sie in die Sklaverei verkauft. Insgesamt war der Einfluss der Muslime auf Europa eher ungünstig. Eine Vermittlerrolle, "die für die weitere Entwicklung des Abendlandes entscheidend wurde, war nicht so sehr genuine Leistung der arabischen Muslime; vielmehr hatte der arabische Eroberungszug nach Persien und in das byzantinische Reich die Hinterlassenschaften griechischer wie römischer Kultur und Wissenschaft nach Spanien transportiert und dort zu einer neuen Blüte gebracht."  [10] 

Nach der Reconquista haben Spanien und Portugal, später Italien ihre Grenzen gegen die Mauren (Muslime) immer erfolgreich geschützt. Erst kürzlich hat sich der Ansturm wieder erhöht. Es gibt Vorwürfe, dass einige Schiffe von NGO's "ihre Transponder regelwidrig abstellen, nicht zu orten sind und so ihre Position verschleiern." Italienische Behörden gingen diesen Vorwürfen wie auch Berichten nach, dass es Schiffe gebe, die in lybische Gewässer führen und vor dem Strand einen Scheinwerfer einschalteten, um den Schleppern ein Ziel vorzugeben. Nach UNHCR-Angaben gelangten von Jahresbeginn bis Ende Juni 2017 mehr als 6400 Migranten, überwiegend Muslime, auf ihren kleinen Booten an die spanischen Küsten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich ihre Zahl damit fast verdreifacht. Sollte sich die Entwicklung fortsetzen, "wäre 2017 für Spanien das schlimmste Jahr seit 2006, als auf den Kanarischen Inseln mehr als 31 000 illegale Migranten auf Hunderten kleinen Booten ankamen." Auch die spanischen Sicherheitskräfte hätten zu kämpfen, "denn die Boote landen mittlerweile entlang der ganzen Küste: Am Atlantik in der Nähe von Cádiz wie auf den Kanarischen Inseln. Auf Mallorca kam in diesem Jahr ein Duzend Boote mit mehr als hundert Migranten an, vor allem aus Algerien."  [11]

An der Riviera der Sieben Kastelle zwischen Trogir und Split liegen Orte deren Kastelle von Venedig zum Schutz gegen die Türken erbaut wurden und die der Gegend den Namen geben. Seit die Türken im 16. Jahrhundert nach Mitteleuropa vordrangen, fand sich Kroatien in der Rolle des äussersten abendländischen Bollwerks. "Unter dem Befehl kaiserlicher Offiziere, die Deutsch sprachen, wehrten die Kroaten wieder und wieder die anstürmenden Orientalen ab. Sie vollbrachten dabei Wunder an Tapferkeit, aber sie bluteten auch aus." [12]

Man kann sagen, das moderne Spanien ist "durch seinen Widerstand gegen die Religion Mohammeds und das Abstoßen des Islams zu dem geworden, was es ist." Mit entscheidend für diesen Prozess der Abstoßung war die sogenannte "Pragmatica" oder "Pragmatische Sanktion" aus dem Jahre 1567. Sie war eine Reaktion auf einen Aufstand der Moriscos ("Kryptomuslime"). Damals, nach der Zerschlagung der letzten maurischen Herrschaft auf spanischem Boden, des Reiches der Nasriden von Granada, durch die katholischen Majestäten Isabella und Ferdinand im Jahre 1492, lebten noch etwa 150 000 Muslime in Spanien. Ihr wichtigstes Rückzugsgebiet waren die Alpujarras, Hochtäler in der Sierra Nevada nördlich von Grenada. Dorthin war schon Boabdil geflüchtet, Abu Abdallah, der letzte Herrscher der Nasriden, nachdem Grenada in die Hände der Christen gefallen war. Die Morisken versuchten ähnlich wie die Muslime heute, ihre Kultur heimlich weiter zu pflegen und durch Salafismus und Terror zu verbreiten. "Mit der pragmatischen Sanktion wollten die spanischen Könige der Morisken endgültig Herr werden. Ihnen wurde verboten, Arabisch zu sprechen und zu schreiben, arabische Bücher mussten abgegeben werden oder wurden konfisziert... In Toledo, das schon 1085 endgültig wieder in die Hände der christlichen Reconquistadores gefallen war, aber multikulturell blieb, kam es zu berüchtigten Prozessen gegen die Morisken. Man schrieb den Morisken vor, sich so anzuziehen wie die Spanier, ihre Hochzeitsbräuche mussten den spanischen Sitten entsprechen. Den muslimischen Frauen wurde befohlen, sich so zu kleiden, dass man ihre Gesichter sehen könne, ja die Verschleierung wurde verboten. Muslimische Vor- und Nachnahmen (Herkunftsnamen), arabische Namen überhaupt, wurden ebenfalls untersagt.... Muslimische Migranten, deren Familien aus Nordafrika nach Spanien gekommen waren, wurden vertrieben. Schon Ende des 15. Jahrhunderts, nach der Eroberung Granadas, wo man dann auch die "Pragmatica" verkünden ließ, war es zu einem Massenexodus der Muslime von der spanischen Halbinsel gekommen. Sie gingen nach Nordafrika oder suchten Schutz beim Sultan der Osmanen." Die "Pragmatica" war nicht allein der spanischen Innenpolitik geschuldet, sondern auch der damaligen politischen Großwetterlage: Die Großmacht Spanien war mit der neu aufgetauchten Großmacht der Osmanen konfrontiert. Seit der Einnahme Konstantinopels 1453 durch Sultan Mehmed II. Fatih (1431-1481) war die osmanische Flotte die bestimmende Macht im Mittelmeer geworden. Sie bot Spanien kräftig Paroli, auch mit Hilfe jener muslimischen Vasallen, die nach den Eroberungszügen unter Sultan Selim und seinem Nachfolger Suleyman dem Prächtigen nach 1517 in Nordafrika der Hohen Pforte dienten. Das harsche Vorgehen gegen die Muslime und Moriscos im eigenen Land rechtfertigten die Spanier u.a. mit der Furcht, die "Kryptomuslime" könnten sich als "fünfte Kolonie der Türken" entpuppen. Vier Jahre nach dem Erlass der "Pragmatica", 1571, wurde die osmanische Flotte bei Lepanto durch eine vereinigte christliche Flotte versenkt. In vielen europäischen Ländern wird inzwischen laut und leise über ein wiederaufwärmen der "Pragmatica" nachgedacht. [13]

Auch für andere europäische Länder wie Österreich gab es soetwas wie Reconquista und "Pragmatica". Im 15. und 16. Jahrhundert hatte zum Beispiel Mariazell unter den "häufigen Türkeneinfällen zu leiden, doch selbst in diesen unruhigen Zeiten, in denen Wallfahrten zu gefährlichen Unternehmungen wurden, kamen jährlich bis zu 4000 Pilger hierher". Bald war Mariazell der wichtigste Wallfahrtsort der Donaumonarchie. Anknüpfend an eine Legende von der wunderbaren Heilung des Markgrafen von Mähren war die Mariazeller Muttergottes schon längst die "Mater Gentium Slavorum" geworden, und den Ungarn galt sie seit der Dankwallfahrt ihres Königs Ludwig des Großen (1326-1382), aus dem Hause Anjou, später gleichzeitig auch König von Polen), der hier nach einem seiner zahlreichen Feldzüge gegen die Türken und Venezianer für den ihm zugefallenen Sieg dankte, als "Magna Hungarorum Domina". Eine "Bittprozession gegen Türkennot" vereinigte am 24 August des Jahres 1599 nicht weniger als 23 000 Menschen vor der Kirche, eine für die damalige Zeit ungewöhnliche Zahl. Die Türken, die durch Jahrhunderte die Steiermark, den "Hofzaun des Reichs", mit ihren Heerscharen überflutet und viel Kriegsleid über das Land gebracht haben, sind vor allem in Graz in lebendigem Gedenken geblieben. Beim Südtor des Doms findet man ein spätgotisches "Gottesplagenbild" des Meisters Thomas Villach: als eine der Gottesgeißeln des Jahres 1480 sind neben den Haberschrecken (Heuschrecken) und der Pestilenz (Pest) "ain volkkh von ferrn landn her", die Türken, dargestellt als leibhaftige Teufel. [14]

Mit offener Flanke gegen Osten und Südosten musste die Steiermark, den Einfällen und Verwüstungen vor allem durch Türken bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts ausgesetzt, immer wieder hohe Verluste an Bauwerken und oft wertvollen Einrichtungen erleiden. Viele ursprünglich romanische Kirchen und Klöster wurden stark zerstört: Das 1020 gegründete Benediktinerkloster Göß bei Leoben, Admont (1074), St. Lambrecht (1102), Rein (1129), Vorau (1163); nur Sekau konnte weitgehend erhalten werden und gilt als das "Hauptwerk romanischer Baukunst". Erst nach erfolreicher Türkenabwehr von St. Gotthard an der Raab 1664 durch Prinz Eugen und nach dem Entsatz von Wien 1683, setzte eine rege Bautätigkeit, Neugründungen und Umbauten von Kirchen und Klöstern ein. [15]

Tatsache ist, dass die kulturellen Blüten der Romanik, Gothik und Renaissance, von Al Andalus' eigentlich nur dem römischen Erbe zu verdanken sind. Auch das europäische Alphabet stammt nicht wie man bisher angenommen hatte von den muslimisierten Arabern, sondern von den Phöniziern aus vorislamischer Zeit. Auch das romantisierende, "verklärte Bild des toleranten Miteinanders und gegenseitigen Respekts" von Christen und Muslimen in der Zeit vor der Reconquista hält dem genaueren historischen Blick nicht stand. Mit seinem jüdischen Kollegen Maimonides hatte Averroes zwar den Aristoteles kommentiert und ist für die Vernunft eingetreten, allerdings hatte er den Aritoteles - wie Thomas von Aquin nachwies - falsch und im Sinne des Islams interpretiert. Auch heute steht vielen europäischen Ländern eine neue Reconqista bevor, insbesondere den Ländern, in denen der Prozentsatz der Muslime hoch ist, wie in Belgien oder der spanischen Provinz Katalonien. In Katalonien leben rund eine halbe Million Muslime, rund sieben Prozent der Einwohner der Region.  „Die Provinz Barcelona ist das wichtigste Zentrum dschihadistischer Aktivitäten in Spanien geworden“, sagt Fernando Reinares, der sich im unabhängigen Madrider Forschungszentrum El Cano seit Jahren mit dem Thema Terrorismus befasst. Diese Entwicklung begann schon in den neunziger Jahren. Ein Viertel aller Personen, die in Spanien zwischen 2013 und 2016 wegen dschihadistischer Aktivitäten festgenommen wurden, habe in der Stadt und der Provinz Barcelona gelebt oder war dort aktiv; 90 Prozent von ihnen sind Muslime, die nach Spanien eingewandert sind, oder stammen aus Einwandererfamilien. Nur zehn Prozent sind Konvertiten. Zudem befinden sich in Katalonien die Hälfte aller salafistischen Gemeinden Spaniens. Einige von ihnen werden aus Golf-Staaten unterstützt, die in Katalonien immer wieder salafistische Kongresse finanzieren. Nach Katalonien kamen auch immer wieder islamistische Terroristen aus anderen Staaten. Vor neun Jahren stoppte die Polizei eine Gruppe pakistanischer Terroristen, die einen Anschlag auf die U-Bahn in Barcelona verüben wollte. Ramzi Binalshibh, der als „geistiger Urheber“ der Angriffe vom 11. September 2001 in New York und Washington gilt, pendelte während der Vorbereitungen zwischen Hamburg und Katalonien. Zwei Monate bevor sie in Amerika mehrere Flugzeuge entführten, traf er sich in Cambrils mit Mohammed Atta. In dem katalanischen Badeort erschoss die Polizei kürzlich fünf Mitglieder der Terrorzelle. Ein Imam aus Marokko soll die Attentäter von Katalonien zu ihrem Todeswerk angestiftet haben. Ursprünglich wollten sie die Sagrada Família in die Luft sprengen. Hoch ragt die Sagrada Família in den wolkenverhangenen Himmel von Barcelona. Vor dem Portal des legendären Bauwerks, das Antoni Gaudí vor mehr als 100 Jahren entworfen hat, fährt eine schwarze Limousine nach der anderen vor. An diesem grauen Sonntagmorgen gedenkt Spanien der 15 Toten und 120 Verletzten, der Opfer also der Anschläge auf der Rambla und in Cambrils: Das spanische Königspaar ist gekommen, Ministerpräsident Mariano Rajoy, der Präsident und der Regierungschef aus Portugal sowie die katalanische Führung. Vor der Basilika, die immer noch nicht fertiggebaut ist, drängen sich Touristengruppen, die wegen des Gottesdiensts nicht hineindürfen. Mehr als zwei Millionen Menschen besuchen jedes Jahr dieses Wahrzeichen von Barcelona, das die Terroristen ursprünglich ins Visier genommen hatten, bevor sie stattdessen mit einem Lieferwagen Menschen auf der Rambla töteten. Die Ermittler haben damit begonnen, die überlebenden Tatverdächtigen zu vernehmen, von denen sie nach eigenen Angaben „interessante“ Informationen erhielten. Sie bestätigen, dass die Terroristen ursprünglich Bombenanschläge auf symbolträchtige Ziele mit Hunderten Toten verüben wollten. Die Polizei ist währenddessen dem Mann auf der Spur, der die Mitglieder der Terrorzelle zu ihren größenwahnsinnigen Plänen verleitet hat, die dann in einer großen Explosion vorzeitig in sich zusammenbrachen. Abdelbaki Es Satty liegt in den Trümmern des Hauses begraben, in dem die Gruppe an mehreren großen Autobomben gebaut hatte. Dabei war es zu einem Unfall gekommen, der das Haus in dem Küstenort Alcanar zerstörte. Die Gruppe entschied sich danach überstürzt für den Amoklauf in Barcelona und eine große Messerattacke im Badeort Cambrils, die die Polizei verhinderte, weil sie die fünf mutmaßlichen Terroristen erschoss. "Es mehren sich die Hinweise darauf, dass der 45 Jahre alte marokkanische Imam Abdelbaki Es Satty der geistige Anstifter der jungen Attentäter war, einer Gruppe von zwölf guten Freunden. Vier Brüderpaare gehörten zu ihnen. Die meisten von ihnen stammten aus Marokko und lebten unauffällig in dem kleinen katalanischen Bergort Ripoll in den Pyrenäen, gut hundert Kilometer von der Promenade La Rambla entfernt, wo am Donnerstag wahrscheinlich der 22 Jahre alte Younes Abouyaaqoub mehr als hundert Menschen gezielt überfuhr." Den Fahrer  beschreiben Nachbarn als einen ruhigen, schüchternen jungen Mann, der noch bei seinen Eltern lebte – ähnlich unauffällig wie offenbar die meisten anderen. Das könnte ein Grund dafür sein, weshalb die Polizei nicht früher auf sie aufmerksam geworden war. "Das Wohnhaus in der Gemeinde am Mittelmeer mit rund 10000 Einwohnern, die von Touristen und der Landwirtschaft leben, war offenbar schon seit Monaten der Rückzugsort der Zelle. Unter den Badegästen und den vielen marokkanischen Einwohnern fielen sie wohl nicht sonderlich auf. In dem Haus befand sich auch ihr Sprengstofflabor. Die Explosion am Mittwochabend kurz nach 23 Uhr war jedenfalls so heftig, dass die Nachbarn zunächst an ein Erdbeben glaubten. Danach war von einem Gas-Unfall die Rede. Dass sich in dem Gebäude jedoch mehr als hundert Gasflaschen fanden, weckte Argwohn – wenn auch zu spät, um die überlebenden Mitglieder der Gruppe aufzuhalten, die sich zu diesem Zeitpunkt schon nach Barcelona und Cambrils auf den Weg gemacht hatten – um ihren „Plan B“ auszuführen. Ursprünglich wollten sie ihre Bomben in Barcelona zünden. Das teilte die katalanische Polizei am Sonntag mit. Wie gefährlich das Material war, mit dem sie arbeiteten, war an dem Gebäude zu sehen, das bis auf die Grundmauern zerstört war. Experten fanden dort auch Überreste des Sprengstoffs TATP, den die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ in der Vergangenheit immer wieder verwendet hat. Wegen seiner verheerenden Wirkung nennen ihn Dschihadisten auch „Mutter des Satans“. TATP nennt man auch Acetonperoxid oder Apex; es ist explosiver als TNT. Der Sprengstoff lässt sich relativ einfach aus dem Lösungsmittel Aceton und Peroxid herstellen, das Waschmitteln beigemengt wird. TATP entdeckte die Polizei im November 2015 in den Sprengstoffwesten der Attentäter von Paris. Das mutmaßliche IS-Mitglied, das im Herbst 2016 einen Anschlag auf den Flughafen Berlin-Tegel vorbereitete, verfügte über die Substanz wie zuvor auch die sogenannte Sauerland-Gruppe." Nach Thomas von Aquin ist ein Imam oder ein Muezzin soetwas wie ein Räuberhauptmann. Sieht man sich den Drahtzieher der Anschläge von Barcelona an, kann man das nachvollziehen; auch dass eine Moschee ein "Ort der Indoktrination" ist. Ein Dschihadist hat eine katholische Jugendliche in Cordoba überredet ihn zu heiraten. Zur Hochzeit hatte der Marokkaner "seiner spanischen Frau einen Sprengstoffgürtel geschenkt." Der Imam Abdelbaki sollte eigentlich im Jahr 2014 aus Spanien ausgewiesen werden. "Eine entsprechende Anordnung der Behörden lag vor, nachdem er in Castelon wegen Rauschgiftschmuggels eine Freiheitsstrafe von vier Jahren verbüßt hatte. Mit Hilfe eines Anwalts gelang es ihm aber, seine Ausweisung zu verhindern. Ein Richter stellte fest, er sei 'keine Gefahr für die öffentliche Ordnung'; er würdigte sogar Satys Bemühungen, sich in der spanischen Gesellschaft zu integrieren." [16]

Jetzt in Barcelona und sogar im weit entfernten Finnland, kürzlich in London und Rimini: An den jüngsten Terroranschlägen und Vergewaltigungen waren stets Marokkaner (Moriscos wie sie zur Zeit der Renaissance genannt wurden) oder EU-Bürger marokkanischer Herkunft beteiligt. Auch die Attentäter in der Pariser Terrornacht vom 13. November 2015 waren Marokkaner. In Spanien zeichnet sich ab, dass die aus zwölf Personen bestehende Terrorzelle von Ripoll nur Teil eines größeren Netzwerkes war. Eine beunruhigende Frage ist daher ist daher, wie groß das Netzwerk des Dschihads in Spanien und in ganz Europa inzwischen geworden ist. Nicht wenige Terroristen kennen sich aus Syrien und dem Irak. Dort hatten sich fast 2000 Marokkaner dem Dschihad des IS angeschlossen. Wer nicht getötet wurde, der kehrte und kehrt noch nach Europa zurück. In Europa gibt es mittlerweile zigtausend Gefährder, die alle aus Europa abgeschoben werden müssen auch wenn man ihnen nichts konkretes vorwerfen kann, zum Beispiel mit Hilfe von § 58a. [17]

Überall in Europa lässt sich Ähnliches beobachten: "Erst nach dem Gebetsruf ist klar, welchem Zweck das gelbe Haus an der Hauptstraße von La Cañada zum Grenzübergang dient: Männer mit wallenden Bärten und bodenlangen Kaftanen eilen durch die Eingangstür. Aber die Salam-Moschee ist kein gewöhnliches Gebetshaus. Die Moschee wurde in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten dschihadistischen Treffpunkte in Spanien. Mehr als ein Dutzend radikaler Islamisten nahm die spanische Polizei in der kleinen Stadt in Nordafrika fest: Alle hatten zeitweise die Moschee aufgesucht, deren arabischer Name auf Deutsch Frieden heißt. In Melilla kam Mohamed Houli Chemlal zur Welt. Der mutmaßliche Bombenbauer gehörte der katalanischen Terrorzelle an. In Melilla kennt man das Viertel, in dem die Salam-Moschee steht, auch als „La Cañada de la muerte“, die Schlucht des Todes. Dieser Zusatz erinnert an eine verlustreiche Schlacht in der Gegend während eines Krieges vor 120 Jahren. Doch laut einer Studie ist der Stadtteil mit seinen nur gut 12.000 Einwohnern auch heute noch der zweitgefährlichste in ganz Europa. An erster Stelle steht das Viertel „El  Principe“ in der zweiten spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta." In beiden Orten lassen sich wie durch ein Brennglas die Herausforderungen betrachten, denen die muslimisch-marokkanische Minderheit in Spanien gegenübersteht. In keiner spanischen Stadt ist der Bevölkerungsanteil der Muslime so hoch wie in Melilla mit seinen knapp 85.000 Einwohnern: Nach offiziellen Angaben sind es fast 52 Prozent, die zum größten Teil aus Marokko stammen. Wahrscheinlich sind es noch mehr, weil Tausende Marokkaner illegal in der Stadt leben. Jesús Ruiz Barranco ist in Melilla geboren. Er kennt die zwölf Quadratkilometer zwischen Grenzzaun und Mittelmeer wie wenige andere. Als Beamter der Policia Nacional war er überall im Einsatz, oft auch im Cañada-Viertel. „Die Kollegen trauen sich dort nur noch mit drei Fahrzeugen rein. Für eine normale Streife ist das viel zu gefährlich“, sagt der Polizist. Auch Feuerwehr und Rettungswagen wagen sich oft nur mit einer Eskorte in die engen Straßen. Es kam vor, dass eine Streife mit einem Notruf gezielt in eine Falle gelockt wurde. Ein Steinhagel empfing die Polizisten. Der Wagen war danach Schrott. Ein Sonderkommando musste die Beamten in Sicherheit bringen. Nicht nur vor der Salam-Moschee ist zu beobachten, wie sich der Stadtteil verändert hat. „Schleier, Nikab und Burka gab es früher nicht. Das ist völlig untypisch für Melilla“, sagt Jesús Ruiz Barranco. Melilla sei immer eine offene, tolerante Stadt gewesen, sagt der Polizist, der zugleich Generalsekretär der Polizeigewerkschaft (SUP) ist. Er führt die islamische Kleidung und die langen Bärte der Männer auf den Einfluss zurück, der von der anderen Seite des Grenzzauns kommt: Aus Marokko und noch viel weiter entfernten Staaten wie Saudi-Arabien. „Wir führen ein ganz normales Leben“, betont die Frau immer wieder, die zum Islam übertrat, als sie 18 Jahre alt war. Doch seit dem Sommer muss
sie sich alleine um die beiden kleinen Kinder kümmern: Ihr Ehemann sitzt im Gefängnis. Der Nationale Gerichtshof in Madrid verurteile ihn im Juli zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Kamal Mohamed Driss gehörte der größten Dschihadistenzelle an, die die Polizei in Melilla bisher zerschlagen hat. Auf beiden Seiten der Grenze hatten er und seine fünf Komplizen versucht, für Al Qaida Unterstützer anzuwerben, die für die Terrororganisation in Libyen, Mali und in Europa kämpfen sollten. Nur ein Mitglied der Zelle in Melilla, die sich anfangs in der Salam-Moschee traf, machte sich tatsächlich nach Mali auf. Dort kam der junge Muslim um. Die katalanischen Terrorzelle wollte mit Bomben Hunderte Menschen töten. Die Gruppe, die in der Salam-Moschee in Melilla heranwuchs, konzentrierte sich dagegen darauf, Kämpfer für den Dschihad anzuwerben und Al Qaida finanziell zu unterstützen. Kamal Mohamed Driss warf die Staatsanwaltschaft vor, über das Internetportal „Sharia4Spain“ (Scharia für Spanien) dschihadistische Propaganda betrieben zu haben. Ähnliche Portale existierten zuvor zum Beispiel schon in Dänemark. Das ist kein Zufall. Melilla ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sich radikale Islamisten immer stärker internationalisieren: Den Dschihad brachte Abdulmalik al Dinmarki in die Stadt. So nannte sich der hellblonde Däne Kenneth Sorenson, der nach den Attentaten am 11. September 2001 in Amerika zum Islam übergetreten war. Als er im Jahr 2009 zum ersten Mal in La Cañada und der Salam-Moschee auftauchte, war der Däne schon im Jemen und in Ägypten gewesen. Später kämpfte er in Libyen und in Syrien für Al Qaida. In Syrien kam er 2013 im Alter von 30 Jahren während eines Gefechts ums Leben. In Melilla hatte er eine Zelle aufgebaut, die auch auf marokkanischer Seite knapp ein Dutzend Mitglieder hatte. In Dänemark gründeten sie
mehrere Scheinfirmen, die durch Betrug größere Summen Al Qaida zugutekommen ließ. International vernetzt war auch die katalanische Terrorgruppe, deren mutmaßlicher Anstifter und Anführer, der Imam Abdelbaki es Saty aus dem Norden Marokkos stammte. Aus dem marokkanischen Hinterland von Ceuta und Melilla machten sich seit dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs laut Schätzungen etwa 800 Muslime auf, um sich Al Qaida und dem „Islamischen Staat“ anzuschließen. Insgesamt sind es angeblich zwischen 1600 und 2000 Marokkaner. Und die Kontakte zwischen Nordmarokko und den beiden spanischen Exklaven sind eng. Marokkaner aus den benachbarten Provinzen können dort mit dem Personalausweis ohne Visum ein- und ausreisen. Nicht nur für afrikanische Migranten und syrische Flüchtlinge, sondern auch für radikale Muslime wurden Melilla und Ceuta zu einem wichtigen Brückenkopf auf ihrem Weg aufs spanische Festland – oder für spanische Islamisten, die in entgegengesetzter Richtung nach Libyen und Mali weiterreisten. Man muss in den Schulen anzusetzen. Statt Islamischen Religionsunterricht sollte christlicher oder katholischer Religionsunterricht auf dem Lehrplan stehen. Denn im isIamischen Religionsunterricht wird das Christentum verfälscht dargestellt, weshalb es besser ist, den Islam ggf. im christlichen Religionsunterricht zu beschreiben; zudem sind Imame dazu vollkommen ungeeignet wie der marokkanische Imam der Salam-Moschee in La Cañada, der nicht verhinderte oder merkte, dass sein Gebetshaus zu einem Treffpunkt von Dschihadisten wurde. Viele Imame waren vorher Drogenhändler, wie Abdelbaki al Saty; "er hatte Rauschgift aus seinem Heimatort im nordmarokkanischen Rif-Gebirge über Ceuta aufs spanische Festland geschmuggelt, bevor er sich radikalisierte und Imam wurde." In Ceuta und Fneidiq wurden bereits 40 islamische Terrorzellen aufgedeckt. [18]

Der Weg der Muslime nach Europa führt auch heute über Marokko, vor allem wenn eine schwache Regierung in Spanien im Amt ist, wie die des Sozialisten Pedro Sánchez, der ein Verfechter der verfehlten Merkel'schen „Willkommenspolitik“ ist. Fast alle Flüchtlinge und Migranten, die es bis nach Spanien schaffen, kommen derzeit über den nordafrikanischen Staat. Etwa 26000 waren es bislang 2018, so viele wie in keinem anderen europäischen Land. Geschätzt wird, dass doppelt so viele Afrikaner auf der marokkanischen Seite noch auf eine Gelegenheit warten, um ins „Paradies“ zu gelangen. Mit „Paradies“ werben die Menschenschmuggler: "Die neue Regierung in Madrid gebe allen kostenlose Gesundheitsversorgung und lasse die messerscharfen Klingen an den Grenzzäunen ihrer Nordafrika-Exklaven entfernen. Im Internet kursieren Videofilme, auf denen Afrikaner am helllichten Tag in See stechen, ohne dass die marokkanische Polizei sie aufhält." Marokko ist dabei, zum wichtigsten Transitland zu werden. Auf der westlichen Mittelmeerroute sind seit Juni 2018 mehr Menschen unterwegs als von Libyen nach Italien, der zuvor am stärksten frequentierten Strecke. Das hat mit dem Chaos in Libyen zu tun, vor allem aber mit dem Schließen der italienischen Häfen für Schlepperbote und deren Helfer. Zwischen 2015 und 2017 kamen mehr als 22000 Afrikaner in Spanien an. [19] 

"Ohne Irrtum der Erkenntniskraft kann es nicht vorkommen, dass das, was ein Gutes ist, als etwas Schlechtes aufgefasst wird." Thomas von Aquin

3. Fra Giovanni aus Fiesole, genannt Fra Angelico

Einer der berühmtesten Renaissance-Künstler war Fra Giovanni, Mönch in einem Dominikaner-Konvent in Fiesole. Seine Bilder hatten ihm den Namen Engelsbruder eingetragen, Fra Angelico. 1434 flieht Papst Eugen IV. aus Rom. Sein Ziel ist Santa Maria Novella in Florenz, die Mutterkirche der papsttreuen Dominikaner. Sie hatte 1419 schon Papst Martin V. aufgenommen, der die Sakristei zu seiner Privatkapelle machte. Als Eugen 1434 dort eintraf, war die Sakristei um vier exquisite Reliqienschreine bereichert worden, die nur an den höchsten Feiertagen auf den Altar gestellt wurden. Die Bilder stammten von Fra Angelico. Diese vier Tafelbilder stellten sechs Schlüsselszenen aus dem Leben der Gottesmutter dar: Verkündigung, Anbetung der Könige, unbefleckte Empfängnis, Entschlafung (dormition), Himmelfahrt und Krönung zur Himmelskönigin. Diese "historia" wurde in der Sakristei von Santa Maria Novella aufgehoben. "Bis zu Napoleons Auflösung der italienischen Klöster 1808 und dem nachfolgenden Raub oder Verkauf der Kirchenschätze blieben die vier Tafelbilder zusammen in der Sakristei. Was in den Wirren zwischen 1808 und 1816 geschah, ist unklar. Eine der Tafeln taucht 1816 in einer Ausstellung in London auf. Der Besitzer ist James Sanford, der lange in Florenz wohnte. Er vererbt das Bild 1857. Er vererbt das Bild 1857 seinem Schwiedersohn, dessen Sohn, der dritte Baron Methuen, 1899 dringend Geld brauchte. So kam das Bild in den Besitz der New Yorker Sammlerin Isabella Steward Gardner, die seit 1898 plante, am sumpfigen Stadtrand von Boston einen venezianischen Palast zu bauen. Der Palast ist heute das Isabella Steward Gardner Museum." In einer exquisiten Ausstellung werden bis Mai 2018 neben anderen Bildern von Fra Angelico, sämtliche vier Reliqienbilder ausgestellt. "Angelicus pictor" wurde Fra Angelico schon 1455 genannt. "Doctor angelicus" war der Beinahme des "intellektuellen Riesen" Thomas von Aquin, eine tragende Säule der Dominikaner, dem "unbarmherzig gelehrtesten" aller Orden. [20] 
 

4. Granada und die Alhambra

Muslimische Fälscher prägten das Verständnis der Wirklichkeit in den besetzten Gebieten schon immer: Das andalusische Granada, die Festung Alhambra und die Stadtteile Albaicín und Sacromonte üben eine magische Anziehungskraft aus. Allein die Burg wird jährlich von mehr als 2,6 Millionen Menschen besucht. Über die Tücken der Erinnerung schreibt José Antonio Gonzáles Alcantud, Professor für Anthropologie an der Universität von Granada, in seiner Studie: „Betrachtet man die Materialien, die für den Bau des Palastes benutzt wurden, die Omnipräsenz von Stuck und billigem Holz, den paradoxen Eindruck von Luxus, den sie erzeugen, und die Fülle an Dekoration, so sieht man die Alhambra als eine Art Stenographie, einen Raum wie im chinesischen Schattentheater. Sie sollte auf die Einwohner der Stadt aus unmittelbarer Nähe großen Eindruck machen und auch den immer näher vorrückenden christlichen Feinden Respekt einflößen.“ Politische Strategie der symbolischen Manipulation, so nennt es der Anthropologe. [21] 

Bei näherem Hinschauen steht Granada exemplarisch für eine verhängnisvolle Beziehung von Fiktion und Wirklichkeit. Nehmen wir das Jahr 1588. Im März trägt man das alte Minarett als letztes Überbleibsel der Hauptmoschee der Stadt ab. Man will den Bau der mächtigen Kathedrale weiter vorantreiben. Und plötzlich taucht ein Fund auf, der auf muslimische Fälscher zurückgeht: Aus den Trümmern wird eine Truhe gezerrt. Darin befinden sich ein Bildnis Marias, einige Knochen und ein Pergament mit arabischen, kastilischen und lateinischen Texten, zum Teil chiffriert. Vor allem das Pergament verursacht Aufregung. Die Textausschnitte sind von dem heiligen Caecilius signiert. Von den Aposteln Petrus und Paulus entsandt, brachte der Missionar den altertümlichen Bewohnern der Iberischen Halbinsel das Christentum. Caecilius war der erste Bischof von Illiberis (römisch für Granada) und starb als Märtyrer. Wie schon der Prophet Mohammed die Wirklichkeit verdreht hatte, so haben auch hier Mohammedaner Texte auf dem Pergament verfälscht; sie schreiben: "Caecilius berichtet von einer Prophezeiung des Apostels Johannes. Dort ist von der Erscheinung Mohammeds im siebten Jahrhundert die Rede und auch von Luther – einem „Drachen“, der die Spaltung des Christentums bewirken werde. Und da war noch etwas: Caecilius und seine Gefährten stammen allesamt aus Arabien." Der granadinische Historiker und maestro intelectual von González Alcantud, Manuel Barrios Aguilera, schreibt dazu lakonisch, die Einwohner der Stadt sehnten sich nach einem Wunder. Nach der Reconquista und der Niederschlagung der Aufstände in den Alpujarras suchte man händeringend nach einem neuen Selbstbild: "Weg mit den Jahrhunderten des Islams, hin zum antiken Granada der Altchristen. Ein Bindeglied zur Vergangenheit in einer Zeit, in der jede ansehnliche Kathedrale und somit jede urbane Gesellschaft auf dem Kontinent sich nur allzu gern mit Reliquien brüstet, ist in der frisch (re)christianisierten Stadt sehr willkommen. Und wenn ein Text von Knochen flankiert wird, ist das freilich die beste Mischung. Wenige Jahre später folgen weitere Funde. Im heutigen Stadtteil Sacromonte kommen die berühmten Bleibücher zum Vorschein." In dem von Mohammedanern verfälschten Text wendet sich die Jungfrau Maria an einer Stelle an den Apostel Petrus: „Die Araber sind eines der erhabensten Völker. Gott wählte sie aus, um sein Gesetz in den letzten Tagen auf sie zu stützen, auch wenn er sie bisweilen zu seinen erbitterten Feinden gemacht hatte. Deshalb gab ihnen Gott die Macht und die Vernunft und die
Weisheit. Denn Gott in seiner Gnade wählt sich diejenigen aus, die er zu seinen Dienern macht. So sprach zu mir Jesus, die Araber werden zu Gott zurückkehren. Sie und ihre Sprache werden sich seinem rechten Gesetz fügen, und seinem ruhmreichen Evangelium und seiner heiligen Kirche.“ Es dauert fast hundert Jahre, bis der Vatikan die Texte als Betrug verurteilt. Die Fälscher waren Mauren: „Es gibt keinen besseren Mauren in ganz Spanien“, heißt es in einem Dokument der Inquisition. Ein Maure verfasst ein beeindruckendes Werk, in dem er von der Eroberung Spaniens durch die Araber erzählt. Die Eroberer seien zum Wohle der Bewohner gekommen. Sie hätten das Land von den korrupten und dekadenten Westgoten befreit. Die Mauren werden aus Spanien vertrieben und synkretistische Absichten immer wieder verurteilt. Diejenigen, die bleiben wollen, müssen ihre Biographien fälschen. Und so leben bis heute in Granada
Menschen mit fiktiven Identitäten ihrer Vorfahren. Es gibt in Granada das Museum: Museo Memoria de Andalucía. Es lädt dazu ein, eine Art persönliche Archäologie des Gedächtnisses zu betreiben. Die interaktive Ausstellung erlaubt dem Besucher, die Vergangenheit jedes Mal auf neue Weise zu ordnen. [22] 
 

5. St. Angelo von Vittoriosa, „die Siegreiche“

Das Fort St. Angelo von Vittoriosa ist eine besonders beeindruckende Trutzburg. Am Stadttor ist auf Lateinisch zu lesen, dass die Anlage „wegen ihrer durch göttliche Fügung vortrefflichen Verteidigung im Jahr des Heils 1565 einem riesigen Türkenheer“ habe standhalten können und deshalb mit dem Namen „die Siegreiche“ ausgezeichnet worden sei. So heißt das alte Birgu, wo der Johanniterorden schon 1530 seine erste befestigte Siedlung auf Malta errichtet hatte, seit dem abgewehrten Angriff der Türken Vittoriosa, die Siegreiche. [23] 

Im März 1565 verließ eine Flotte von etwa 130 türkischen Kriegsschiffen mit einer Invasionsarmee von mehr als 40000 Mann an Bord Konstantinopel (Istanbul) in Richtung Malta. Die Kommandogewalt über dieses Unternehmen lief bei dem früheren Piraten (Korsaren) Dragut zusammen, der die Strategie Haireddins weiterverfolgte. Die Befehlsgewalt vor Ort lag bei Mustafa Pascha. Die Johanniter auf Malta verfügten nur über etwa 600 Mann Ritter und Kriegsleute, dazu kamen weniger als 5000 Söldner aus Spanien, Italien und von den maltesischen Inseln selbst. Der Großmeister der Malteser hatte sie eingeschworen "auf einen Kampf um das Überleben des Christentums und des Evangeliums. Dass dies keineswegs nur Propaganda war, führten ihnen die Geschehnisse fast täglich vor Augen: Wer in türkische Hand geriet, wurde auf bestialische Weise zum Tode gefoltert." Ähnliches kann übrigens heute passieren, wer ahnungslos mit turkish airlines fliegt und in Istanbul oder Izmir landet; die Ferien können leicht einen langen Gefängnisaufenthalt nach bsich ziehen. [24] 

Das felsige Malta widerstand dem Beschuss der Osmanen. Der Zeitplan der türkischen Eroberung geriet völlig durcheinander. Als die Angreifer dann noch die Kunde vom Anrücken eines 8000 Mann starken spanischen Heeres vernahmen, das Spaniens König Philipp II. zum Entsatz schickte, da brachen sie die Belagerung ab. Es gab jedoch noch ein Nachgefecht. Ein christlicher Überläufer, ein zum Christentum gezwungener Moriske, hatte Mustafa Pascha berichtet, das spanische Entsatzheer sei kleiner als gemeldet und überdies ermattet durch die lange Seereise. Mustafa Pascha, der den Zorn seines Herrn wegen des verschenkten Sieges fürchtete, wollte noch einen letzten Triumpf heimholen und griff mit seiner Infanterie die anlandenden Spanier an. "Sie mochten sich an die Vielzahl der verschleppten, gemarterten und gemeuchelten Glaubensbrüder erinnert haben, die gerade an Spaniens Küsten zu beklagen waren, an die gekaperten Handelsschiffe und Fischerboote, die nie wieder in ihre Häfen zurückfanden, an die Schändungen der Kirchen und Klöster, an alle Demütigungen, die die Christen Europas durch die Türken erfahren hatten - die Spanier rangen sich die letzten Kräfte ab und trieben die Türken schliesslich in panische Flucht." Später fanden Venedig und Spanien sich in einer Neuauflage der Heiligen Liga gegen die Osmanen zusammen.  [25]

Heute werden Moslems von trotteligen europäischen Politikern nach Europa geschleust, wo sie nach neusten Erkenntnissen an einer Übernahme Europas durch Moslems arbeiten. Dass sich die Innenminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Maltas sowie Finnlands, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, ausgerechnet in einer uneinnehmbaren Festung trafen, um über den Umgang der „Festung Europa“ mit Migranten von den südlichen Gestaden des Mittelmeers zu verhandeln, entbehrt nicht der Ironie. Heute geht es den Innenministern Horst Seehofer, Christophe Castaner aus Paris, Luciana Lamorgese aus Rom und dem Gastgeber Michael Farrugia u.a. darum: "Die Festung Europa zu schleifen und zum Leuchtturm einer globalen Willkommenskultur" für Moslems zu machen; es geht ihnen um ein System zur „automatischen“ Verteilung von islamischen Bootsflüchtlingen, die im zentralen Mittelmeer von Hilfsschiffen bzw. Schleusern aufgenommen werden. Danach sollen die aus Seenot geretteten Moslems auf direktem Weg nach Europa geschleust werden – entweder nach Malta oder auf eine italienische Mittelmeerinsel. Von dort sollen sie binnen vier Wochen nach einem „effizienten vorübergehenden Solidaritätsmechanismus“ – wie es im Entwurf für das Abschlussdokument von Vittoriosa heißt – an aufnahmebereite EU-Staaten verteilt werden. Deutschland und Frankreich wollten in Vittoriosa zeigen, dass sie mit gutem Beispiel als Schleuser für Moslems vorangehen. [26]

Entsprechend groß ist die Nachfrage, auch über den Südosten Europas in dessen Nordwesten zu gelangen – "und es mangelt nicht an Anbietern, die sie bedienen. Das beginnt schon am südlichen Vorfeld der Balkan-Route, auf den griechischen Inseln vor der Küste der Türkei. Auf Chios flog vor einiger Zeit ein Schmugglerring auf, der angesichts der verschärften Kontrollen beim Zugang zu den Fähren ans griechische Festland sozusagen einen neuen Seeweg nach Athen gefunden hatte: Auf kleinen privaten Booten wurde die zahlende Kundschaft auf die Nachbarinsel Psara gebracht. Anders als auf Chios, wo viele Migranten ankommen und täglich mindestens eine große Fähre von und nach Piräus anlegt, wird Psara, wo nur wenige hundert Menschen leben, von Schiffen Richtung Athen nur einmal in der Woche angelaufen. Auf der kleinen Insel gibt es keine ernsthaften Kontrollen beim Zugang – und so lohnte sich der Umweg über Psara für jene, die sich das leisten konnten. Auf Samos kam im Juli ein anderer Fall ans Licht: Sechs Ärzte, drei Pflegerinnen und ein Übersetzer wurden unter dem Verdacht verhaftet, gegen „Gebühren“ gefälschte Atteste ausgestellt zu haben, in denen Migranten Krankheiten zugeschrieben wurden, die sie zwar nicht hatten, die aber, da sie auf der Insel nicht behandelt werden können, eine Verlegung nach Athen mit sich brachten. Dazu gehören Tuberkulose oder Fälle, die komplizierte chirurgische Eingriffe erfordern. Die Bande flog auf, als in Athen die ungewöhnliche Vielzahl gleichlautender Atteste aus Samos auffiel. Im gleichen Monat wurde ein Ring von Kriminellen ausgehoben, die für 1200 Euro je Dokument gefälschte griechische Aufenthaltstitel verkauften, die wiederum als Grundlage für die Weiterreise dienen können. Laut Berichten griechischer Medien stehen 16 Griechen und sieben Ausländer unter Verdacht. Zu den einheimischen Tatverdächtigen gehörten demnach fünf Beamte und sieben Rechtsanwälte. Die Bande war über das ganze Land verteilt, mit Mitgliedern von Athen bis Alexandroupolis nahe der griechisch-türkischen Landesgrenze in Thrakien. Ebenfalls im Juli verhaftete die griechische Polizei zwei Verdächtige, die Migranten für 4000 bis 6000 Euro über diese Landesgrenze bis an die griechische Westküste bringen wollten. Dort standen offenbar Boote für eine weitere Überfahrt nach Italien bereit oder waren zumindest in Aussicht gestellt. Die Verhafteten, ein Iraker und ein Iraner, hatten 49 Migranten in einem Lastwagen versteckt, als sie entdeckt wurden. Etwa zur gleichen Zeit stoppte eine gemeinsame Patrouille der nordmazedonischen und der ungarischen Polizei weiter nördlich, kurz hinter der Grenze zu Griechenland, einen Lastwagen mit 79 Migranten. Mitunter führen Unfälle oder Verkehrskontrollen dazu, dass Schmuggler und ihre Klientel entdeckt werden. Als ein Fahrzeug an der wenig befahrenen Egnatia-Autobahn im Norden Griechenlands bei einer Kontrolle nicht hielt, nahm die Polizei die Verfolgung auf. Entdeckt wurden 10 Migranten, die über den Evros ins Land
gekommen waren und aussagten, je 2000 Euro dafür gezahlt zu haben. Der Fahrer war Albaner, und der Grund für seinen Fluchtversuch waren 26 Migranten aus Pakistan und Bangladesch in seinem Lieferwagen. Die Verhaftung des Albaners führte die Beamten dann auf eine weitere Spur: In einer Lagerhalle bei Saloniki wurden 12 Pakistaner entdeckt, die offenbar bei der gleichen „Firma“ gebucht hatten und auf ihren Weitertransport warteten. Auch in Serbien werden immer wieder Migranten in Lastwagen aufgegriffen. Im Mai verhaftete die Polizei im südserbischen Preševo-Tal einen Mann, der mit 53 Migranten, mehrheitlich aus Pakistan stammend, in seinem Lastwagen nordwärts fuhr. Noch weiter hatten es einige Migranten geschafft, die erst an der serbisch-kroatischen Grenze entdeckt wurden. Sie befanden sich laut serbischen Medienberichten in einem Kühllastwagen, der außer Himbeeren aus dem Kosovo auch sieben Afghanen nach Deutschland bringen sollte. Die Fahrer solcher Wagen werden verhaftet und angeklagt, die aufgegriffenen Migranten in Lager gebracht. Wer es sich leisten kann, unternimmt von dort aus rasch einen neuen Versuch, nach Deutschland oder in dessen reiche Nachbarstaaten zu kommen. Im März sagte Serbiens Flüchtlingsbeauftragter Vladimir Cuci, von etwa 4500 Migranten, die sich in verschiedenen Lagern in Serbien aufhielten, hätten nur 20 signalisiert, in Serbien bleiben zu wollen. Alleinreisende Männer fänden meist nach zwei bis drei Wochen einen Weg, Serbien in der gewünschten Richtung zu verlassen." [27]

St. Angelo von Vittoriosa, galt als die „die Siegreiche“ gegen Türken und andere Moslems. Heute treten sogar europäische Politiker und die Oberen der evangelischen und katholischen Kirche als Helfershelfer der Schleuser auf. Die hier geschilderten Fälle, die mit Ausnahme des ersten aus einer Zeitspanne von wenigen Monaten stammen, sind öffentlich geworden, weil Polizei und Sicherheitskräfte sie aufgedeckt haben. "Wie viele weitere Fälle nicht bekannt werden, da die Polizei oder andere staatliche Strukturen Teil des Geschäfts sind, lässt sich naturgemäß nicht sagen. Doch aus den Einzelfällen ergibt sich ein geschlossenes Bild: Das Geschäft der Schleuser auf der Balkan-Route läuft bestens – man könnte sagen, wie geschmiert." [28]
 

6. Renaissance und Reconquista, El Pelegrino en su Patria; spanische Komödien aus dieser Zeit

Vor der Reconquista konnte man sich in Spanien wie ein Fremdling im eigenen Land vorkommen. Lope de Vega beschreibt in seiner Novelle "El Pelegrino en su Patria" eine Stuation, die im Spanien der Reconquista-Zeit keine Seltenheit war (auch Cervantes berichtet von ähnlichen Fällen): "Zwischen Tortosa und Kastellon erhebt sich eine Hügelkette, deren Abhang das Meer einschließt, das Tal von Sago bildet und das Königreich Valencia begrenzt; hier ruhte er in einer finsteren Nach von den Beschwerden seiner Reise aus... An eben diesem Platze plegen die Mauren von Algier unter dem Schutze der Nacht ans Land zu steigen, und in ihren Höhlen und Schlupfwinkeln verborgen, nicht nur Fischer, sondern auch unglückliche Reisende zu rauben; ja man hat sogar Beispiele, dass sie sogar die Bewohner ganzer Ortschaften jenes Tales gewaltsam weggeschleppt haben, wenn eine hinreichende Menge von ihnen entweder durch einen Renegaten angeführt ward, oder wenn Einwohner maurischer Abkunft, von Geiz, oder vom Triebe nach Afrika überzugehen bewogen, ihr eigenes Land verkauften." Der Pilger hörte "das dumpfe Getön maurischer Stimmen", also von muslimischen Mauren, die sich über die Einträglichkeit ihrer Raubzüge besprachen, denn sie haben die Gewohnheit, ähnlich wie heute kürdisch-arabische Clans in den Vorstädten europäischer Großstädte, "an einem Orte zu verkaufen, was sie am anderen raubten. Wenn ein auf dem Felde entschlafener, beim erwachen eine giftige Schlange gewahrt, kann ihn der Schreck darüber nicht so entfärben, als unser Pilger bei dem Vernehmen maurischer Stimmen erbleichte." Nur durch eine List konnte er sich retten: "Auf Händen und Füßen kriechend, entfernte er sich so weit von ihnen, wie er nur konnte; und als, auf dem Gipfel des Hügels angekommen, ihn das Geräusch verriet, welches er im gehen verursachte, rief er mit starker Stimme: 'Herbei ihr Küstenbewohner! die Mauren sind hier, der Sieg ist unser!'- Kaum hatte er laut und entschlossen diese Worte gesagt, als die Mauren, quakenden Fröschen gleich, die, durch den Fußtritt des Wanderers erschreckt, vom Schilf des Ufers hinab in das schützende Wasser des Teiches springen, sich ins Meer und in ihre Barken stürzen, und eilig die hohe See zu erreichen suchten." [29]
"Toledo, diese Stadt im Herzen Spaniens, fest durch ihre Lage, edel durch ihr Alter, berühmt seit den Zeiten der Gothen durch die Erhaltung des wahren christlichen Glaubens unter den Mozarabischen Christen (die unter arabischer Herrschaft lebenden spanischen Christen der Maurenzeit 711-1492), fruchtbar an Wissenschaften, geübt im Gebrauch kriegerischer Waffen, gelegen unter dem lieblichen Himmel, umgeben mit reichen, fruchtbaren Gefilden, bewässert vom mächtigen Tajus, der, eingeschlossen von hohen aber freundlichen Bergen, wie in einem Spiegel die Gebirgsgipfel und Zinnen der Häuser auffängt und zurückwirft. Toledo ist meine Geburtsstadt, wenngleich meine Vorfahren aus dem Teile Asturiens abstammen, den man Santillana nennt, und der seit den Zeiten des srahlenden Don Inido, ersten Herzogs von Infantado, ein altertümlicher Titel des berühmten Hauses von Mendoza ist. Meinen Vater trieben die Ansprüche seiner Geburt, sowie seine Neigung, früh schon die Waffen zu ergreifen, und in der denkwürdigen Schlacht von Lepanto schloss er eine Freundschaft mit einem anderen Edlen aus Madrid, die für das Leben dauerte, und die Beide späterhin auf ihre Nachkommen zu verpflanzen wünschten. - Beide Freunde machten noch vereint die Kriege in Granada mit, wo der berühmte Sohn Karls des Fünften, Don Juan von Österreich, den Aufruhr jener Rebellen züchtigte, deren Nacken sich ungern dem neuen Joche des christlichen Königs beugte." - Lope de Vega, El Pelegrino en su Patria II, 94 ff.
Ländereien und Städte innerhalb Spaniens, die erst kürzlich von den islamischen Mauren zurückerobert waren wie Cartagena, mussten, wie andere islamische Regionen auch, einen langen Christianisierungsprozess durchmachen, ehe Christen dort gefahrlos leben konnten: "Dieses erst kürzlich eroberte Land war noch ohne Gouverneur, und deshalb voller Aufruhr und Raub." [30]

Es sollten im Zuge der Reconqista nicht alle Mauren bzw. Muslime aus dem Land geworfen werden, sondern nur diejenigen, die sich in Organisationen zusammenschlossen um einen Aufstand zu planen, ähnlich wie in Europa heute islamische Moscheegemeinden wie Ditib und Atib sich als islamische gemeinnützige Hilfsorganisationen tarnen und den Politikern vorgaukeln sie handelten nur im Sinne der Religionsfreiheit, damit sie in Ruhe eine Unterwanderung der Institutionen und später einen Aufstand planen können (z.B. im Auftrag des türkischen Päsidenten): "Der König wollte die maurischen Abkömmlinge nur aus solchen Provinzen vertreiben, in denen sie sich zu einem Aufstande vorzubereiten schienen, wie das die Briefe und Auseinandersetzungen des hochwürdigsten Patriarchen von Antiochia, Erzbischof von Valencia, Don Juan de Ribera beweisen." [31]

Manche hatten damals durchaus spezielle Gründe, um in den Krieg gegen die Mauren zu ziehen: "Fort läuft er mit dem Schwur, er stürze sich ins wildeste Gedräng der Maurenstürmer, zu sterben und ein Weib so los zu werden, die ihn verfolge." [32]

Sancho, der seiner Frau entfliehen will, preist seine Ritterlichkeit vor dem König. Es stamme von einem bekannten Räubergeschlecht, das aber im Kampf gegen die Mauren immer zum König gehalten habe. Gegen Mauren zu kämpfen sei sein Spezialgebiet; er könne nicht mit ansehen wie in  "Algier jede Freiheit stöhne" unter dem Sultan ("Barbarenglotzgesicht"). Wenn König Fernando von Kastilien ihm anbietet: "Leg das Kreuz an und übernimm die Mannschaft", so nimmt er gerne an, auch ohne Sold: "An Mut fehlt's nicht."  [33]:

"Erhabener Fernando, dem der Himmel
Die Krone reiche des Barbarenvolks,
Damit durch dich sei Spanien gereinigt,
Ich bin ein schlichter Ritter aus Navarra
Und kam hier her aus Lust nur, dir zu dienen,
Um Sold nicht, noch Beförderung. Mein Name
Ist einer, den mein Vater schon geführt hat,
Don Sancho von Guevara nennt man mich,
Von dem bekannten alten Räuberblut,
Dessen Bundschuh ward Spanien Goldes wert,
Weil er gesetzt ward auf des Mauren Nacken.
...
"Die, welche in Verschmähung untergehen,
Schelten ihn ein Barbarenglotzgesicht,
In dessen Algier jede Freiheit stöhne.
...
O Herr, häufst solche Ehren du auf mich,
So viel ich künftig Mauren fange, Türme 
Erstürme, ja Granada's dir erobre,
An Mut fehlt's nicht." - Lope de Vega, die verschmähte Schöne I
Wie das Jahr 1492 zeigt, konnte man die Herrschaft der Mauren ("Der afrikan'schen Herrschaft") über eine Stadt wie Granada nicht einfach beenden und die Stadt sich selbst überlassen, denn zu viele arabisch-maurische Clans gab es noch in der Stadt. Kaum war der König mit seinen Rittern abgezogen, "erhoben sich die Mauren, nahmen den Albaicin (befestigte Höhe vor der Alhambra), heimlich bewaffnet mit schnell geschärften Stangen und Geräte, das sie in Menge in das Land geschafft." [34]
"Freitag der siebente Dezembers, Jahr des Herrn
Tausendvierhundertzweiundneunzig, nie
vergess ich's, war's als die katholischen
Majestäten sahn die Stadt Granada
Zu ihren Füßen und ein Ziel gesetzt
Der afrikan'schen Herrschaft. Als Schutzgeist
Und Oberherrn ließen sie ihr zurück
Den Erzbischof, Herrn Don Fernando
Von Talavera, von berühmter Abkunft.
Sie selbst begaben gen Barcelona 
in diese schöne Stadt, willens die Cortes
Des Reiches hier zur Beratung zu versammeln.
Doch kaum dort weg, erhoben sich die Mauren,
Nahmen den Albaicin (befestigte Höhe vor der Alhambra), heimlich bewaffnet
Mit schnell geschärften Stangen und Geräte,
Das sie in Menge in das Land geschafft." - Lope de Vega, die verschmähte Schöne III
Während der Reconquista konnten die Spanier ihre christlichen Feste wie das Johannisfest wieder ausgelassen feiern ("diese Tage bringen g’nug der Freuden"). Man genoss das Meer in Valencia und kümmerte sich um die Mauren kaum, weil die Küsten gut bewacht waren: "Die Capitäne dürfen rührig sein, dass die algierschen Mauren nicht vergessen, mit welcher Sorgfalt wir die Küsten hüten." [35]

Dennoch haben gerade am St. Johannismorgen die "Mauren schon gewagt zu landen", natürlich nicht um mitzufeiern, sondern um gegen die Christen Krieg zu führen und sie zu verspotten. Zum Glück ist der Strand gut bewacht: "Und wahrlich nur zum Krieg und nicht zum Fest / Hatten sie sich versehn. Darum geschieht's auch, / dass man den Strand bewacht, es gehn darum / Die glänzend angetanen Kriegerschaaren / Als Wachtmannschaft herum. Die kecken Mauren / Rudern ganz nah bis gen Valencia her / Und rufen Spottwort aus auf die Soldaten." [36]

Wer ein zum Christentum konvertierter Maure war, versuchte seine Herkunft zu verschleiern. Christen waren entrüstet, wenn sie verdächtigt wurden, eine Maure zu sein ("Seid ihr denn in der Berberei bekannt?... Was? Wäret ihr von Herkunft denn ein Maure?") [37]

Man hört Trompetenklang vom Meer her. Was bedeutet das? "So sind  es Mauren aus der Berberei." Damit keine Panik unter den Frauen ausbricht, wird erklärt: "Eure Gnaden sei'n ganz ruhig, / Sie wagen sich gewiss hier nicht ans Land / 
Und kommen nicht  zu nah /...Noch jedesmal auf Sanct Johannis sah man sie von  ferne." [38]

Ähnlich wie heute in den entsprechenden Stadtvierteln (Banlieue) europäischer Großstadte, insbesondere in Deutschland und Frankreich, kurdisch-türkische bzw. maurisch-arabische Clans die Polizei verspotten, beleidigen und sogar tätlich angreifen, so war es auch damals während der Reconqista; selbst die Ausdrucksweise war die gleiche. Heute verwenden die islamischen Clans für männliche Polizisten am Ende des Satzes in der Regel den Anhang "du Hurensohn" oder "Hundesohn" und für weibliche "du Hure".  Damals riefen sie "Ihr Christe von Valencia, ihr euch / Auf Sant Dhannistag an Strome ergötze, / Aufmerke, was ich wollen euch erzähle. / Mir Selim von Marocco bin gewesen / Gefanke in Castili bei ein Christe, / Der heist  ein Hundesohne. Sein ennkomme / Aus Kerker, Dank Mahoma für die Wunder! / ... Nun schicken euch  für die guten Bewirtunn / Der Gruß: Hellauf und rufen ihre Schimpfe! / Ihr Schuften! o ihr Schuften! Hurensohne! Ihr Lumpen! / Lebe Turkei tausen Jahren!" [39]

Doch ein Kanonenschuss genügt, die Mauren zu vertreiben: "Sie haben sich bald aus dem Staub gemacht ... Mit einem Schuss hat man sie heim geschickt ... Hört, wie die Küste  davon widerhalt." Heute werden zwar Razzien bei kurdisch-arabischen Clans mit hunderten Polizisten durchgeführt und Drogen, Waffen und Fahrzeuge beschlagnahmt, selten jedoch Mitglieder des Clans des Landes verwiesen, wie dies während der Reconquista der Fall war: "Tüchtge Ausfordrung haben sie getan; / Ist hier kein Marqués Santa Cruz zu finden, / Kein kecker Graf von Niebla, kein Don Pedro von / Toledo, hier kein Oria, kein Carlos?" [40]

"Alonso: das ist herrlich in Valencia, 
Wenn seine Schaaren sich um's Meer versammeln
...
Die Capitäne dürfen rührig sein,
dass die algierschen Mauren nicht vergessen,
Mit welcher Sorgfalt wir die Küsten hüten,
Und dass der Strand seine Cyclopen zeugt.
....
Durango: An solchem schönen Morgen wie der heut'ge
Haben wohl Mauren schon gewagt zu landen
Gräfin: Habt ihr's erlebt?
Durango: Ich hab' es angesehn, 
Und wahrlich nur zum Krieg und nicht zum Fest
Hatten sie sich versehn. Darum geschieht's auch,
dass man den Strand bewacht, es gehn darum
Die glänzend angetanen Kriegerschaaren
Als Wachtmannschaft herum. Die kecken Mauren
Rudern ganz nah bis gen Valencia her
Und rufen Spottwort aus auf die Soldaten.
...
da seht ihr gegenüber 
Die ganze Berberei vor euch.
Gräfin: Ja; man wird gegen Abend wohl bemerken, wenn in Algier  sie die Laternen angezündet haben.
Inés: Seid ihr denn in der Berberei bekannt?
Durango: Zum wenigsten bin ich drin' rumgelaufen.
Inés: Was? Wäret ihr von Herkunft denn ein Maure?
Durango: Ja , weit gefehlt; vom Hochgebirg stamm' ich (Das heißt von den altchristlichen Häusern des nördlichen Spaniens) Hingegen hab' ich zwei, drei Jahre lang, wo ich der Schul' und Andrem war entlaufen, auf spanischen Galeeren zugebracht.
...
Inés : Trompetenklang hör ich vom Meere her.
Durango: So sind  es Mauren aus der Berberei.
Gräfin: Was  sagst  du ?
Durango: Eure Gnaden sei'n ganz ruhig, 
Sie wagen sich gewiss hier nicht ans Land
Und kommen nicht  zu nah.
Inés: Noch jedesmal auf Sanct Johannis sah man sie von  ferne .

(Zwei maurische Schaluppen erscheinen im Hintergrund, mit  Trompeten; wie sie schweigen, hört  man rufen:)
Ihr Christe von Valencia, ihr euch 
Auf Sant Dhannistag an Strome ergötze,
Aufmerke, was ich wollen euch erzähle.
Mir Selim von Marocco bin gewesen Gefanke in Castili bei ein Christe,
Der heist  ein Hundesohne. Sein ennkomme 
Aus Kerker, Dank Mahoma für die Wunder!
Sechshundere Ducaten waren ich 
Geschätzen und  bezahlen euch  die tausen.
Nun schicken euch  für die guten Bewirthunn
Der Gruß: Hellauf und rufen ihre Schimpfe!
Alle Mauren: 
Ihr Schuften! o ihr Schuften! Hurensohne! Ihr Lumpen!
Lebe Turkei tausen Jahren!
(Die Schaluppen gehen ab; es fällt in der Ferne ein Schuss.)

Gräfin: Sie haben sich bald aus dem Staub gemacht.
Conftanza: Mit einem Schuss hat man sie heim geschickt.
Inés: Hört, wie die Küste  davon widerhalt.
Durango: Tüchtge Ausfordrung haben sie getan;
Ist hier kein Marqués Santa Cruz zu finden,
Kein kecker Graf von Niebla, kein Don Pedro von
Toledo, hier kein Oria, kein Carlos?" - Lope de Vega, Reichtum und Armut


Die Mauren bzw. Muslims galten als "bárbaros enemigos (barbarische Feinde)", die von den Christen in Schach gehalten werden mussten, auch wenn sie in Andalusien Schätze zusammengetragen, und, wie manche Journalisten und Historiker behaupten, einen "kultivierten" und "friedlichen" Islam gelebt haben sollen: "los bárbaros enemigos. / Siempre en ella los cristianos / han tenido mil vitorias, / tened parte destas glorias, / con las armas en las manos. / Juntemos un escuadrón, / seré vuestro Capitán. / ... Vamos zagales por moros, / que diz que traen tesoros / de toda la Andalucía. / A la he que hemos de ver / esta vez quien puede más." [41]

Es ging damals nicht um Rassismus, sondern darum, die Muslims bzw. Mauren oder islamischen Afrikaner, "los bárbaros del África", die Europa zu unterwerfen drohten, den Wert des Christentum beizubringen und diese "Africano airado", diese wütenden Afrikaner ggf. wieder nach Afrika zurückzuschicken, wenn sie nicht integrierbar waren: "Tan cerca estamos, / que se oyen las trompetas de los moros, / retumbando los ecos en los ramos. / Conviene a los católicos decoros / de un rey cual tú, después de haber llamado / en tu defensa los celestes coros, / mostrar valor al Africano airado, / como se le mostraron tus mayores, / pues es de tus mayores heredado." [42]

Die Mauren von Granada und Almeria, hatten durch Vielehe ihr feiges Volk ("su cobarde gente") bereits so vermehrt, dass die christlichen Spanier handeln mussten, wenn sie nicht in die Defensive geraten wollten wie die orientalischen Christen; die Muslims bzw. Mauren oder islamischen Afrikaner, "los bárbaros del África", die Europa zu unterwerfen drohten und sich eben nicht der europäisch-christlichen Kultur anpassen wollten, wie es damals der Fall war, und wie es heute in europäischen Vorstädten der Fall ist,  mussten schließlich militärisch bekämpft werden: "¡Qué lleguen por mi tierra vencedores / los bárbaros del África, Manrique, / esmaltando los aires de colores! / ¡Qué su cobarde gente multiplique / el Moro de Granada y de Almería, / por más que lo contrario les suplique! / Pues será hoy de mi venganza el día; / no ha de quedar con vida solo un moro, / que me anima valor, la Fe me guía. / La santa Fe de aquel Señor que adoro." [43]

In "Las Paces de los Reyes y Judía de Toledo" lobt die Königin die großen Helden, Blasco de Guzmén, Beltran de Rojas, Illén de Toledo, die sich mit heroischen Heldentaten schmücken können; den starken Garcerén Manrique, dass er mit so hohen Siegen von Jerusalem zurück in Ihre berühmte Heimat gekommen ist: "Noble Blasco de Guzmán, / gallardo Beltrán de Rojas, / Illán de Toledo, ilustre / por hazañas tan heroicas; / fuerte Garcerán Manrique, / que con tan altas victorias / de Jerusalén volvistes / a vuestra patria famosa."  Aber es drohen neue Gefahren in Spanien, islamische Mauren kommen aus Andalusien, Granada und Archidona; sie haben die Sierra Morena passiert, und nach der Zerstörung von Almodevar, die Felder von Utiel passiert und in Ciudad Real bleiben sie. In diesem Tempo, Kastilianer, kommen sie auf den Wellen des Tajo. Es muss gehandel werden, damit sie nicht ihre roten Fahnen auf die Mauern pflanzen, oder gar in diese heilige Kirche, wo die Königin und die Frau des Himmels setzte ihre Füße, die "huesos Mahoma" (Knochen des Muhammad) legen: "Bajan de la Andalucía, / de Granada y de Archidona, / los moros, y al rey se atreven / de quien temblaron la sombra. / La Sierra, Morena pasan, / y destruyendo a Almodóvar, / pasan los campos de Utiel, / y en Ciudad Real se alojan. / A este paso, castellanos, / presto del Tajo en las ondas, / por dicha con sangre vuestra, / beberán sus yeguas moras; / presto de estos altos muros, / en vez de banderas rojas, / verán pendones azules, / que ya tan cerca tremolan; / presto en esta santa iglesia, / donde la Reina y Señora / del cielo puso los pies, / pondrá los huesos Mahoma." [44]

Kein Spanier wollte, dass seine Tochter einen islamischen Mauren heiratet, denn sie wussten, was dabei herauskam: "saldrá algún niño Ismael, / tan bastardo como él, / que me pretenda matar." (Ein Ismael Kind wird herauskommen, so ein Bastard wie er ist, der beabsichtigt, mich zu töten." Dass ein Spanier eine Jüdin heiratet, kam damals durchaus öfter vor, vor allem wenn sie sich zum Christentum bekannte: "Muero en la ley de mi Alfonso; / testigos los cielos sean. / Creo en Cristo, a Cristo adoro. / ... La ley de Cristo confiesa." [45]

Auch Engel treten auf, wenn der König sich blasphemisch geäußert hat, und sein Gleichgewicht verloren hat, denn die Regierung muss immer christlich sein, sonst erschreckt sich nicht nur die Natur, sogar die Steine: "las piedras espantan", sondern ganz Spanien staht dann auf dem Spiel; bzw. auf die heutige Zeit übertragen, ganz Europa. [46]

In einigen Komödien behandelt Lope de Vega die Befreiung der Spanier von dem Tribute der 100 Jungfrauen, denn seit Mauregato mussten die Spanier einen jährlichen Tribut von 100 edlen Jungfrauen an die Harems der Mauren entrichten. Wie sie sich desselben unter Alfonso 11.  entledigten, ist der Gegenstand der Komödie „Las famosas Asturianas. Auch in der Komödie: „Lasdonzellas de Simancas" wird das Thema behandelt. Hier verstümmeln sich die Jungfrauen von Simancas in der grausamsten Weise, weil sie so von den islamischen Mohren bzw, Mauren verschont zu werden und ihre Tugend zu bewahren hoffen. Als die übermütigen Feinde einen solchen Tribut nicht annehmen wollen und die Leistung eines neuen verlangen, greifen die Spanier zu den Waffen und besiegen sie in einer glänzenden Schlacht. Also in den ihnen noch verbliebenen Gebieten in Spanien treiben die Mauren weiter ihr Unwesen, zum Beispiel diesen Tribut bzw. Frauenraub. Zwei Landstreicher beobachten die Mauren dabei, wie sie gegen wehrlose Frauen und Kinder vorgehen und rufen: "¡Bravo africano!" und "¡Bárbaro valiente!" (mutiger Barbar). Sie beobachten wie sie die Mädchen davontragen und die Elenden und Einfältigen zurücklassen: "Coitadas las doncellas que llevaren... Más desdichadas son las que las paren." Er sei froh kein schönes Mädchen zu sein: "Si yo fuera mujer, aunque muy bella,  / guardárame, a la fe, de ser doncella." [47]

Wenn Mauren gesichtet wurden, hieß es gleich: "Andan moros por allí,  / y aunque non vienen de guerra,  / non se comerán la sierra,  / pero los ganados sí.  / ... ¿Moros, Toribio?" (Es sind Mauren da draußen, und auch wenn sie nicht aus dem Krieg kommen,  sie werden die Sierra nicht essen,  aber die Rinder tun es... Moros, Toribio?). Auch wenn es friedliche Mauren ("moros de paz") zu sein schienen, wollte man ihnen sicherheitshalber nicht ohne Waffen begegnen, ausserdem sollten die Frauen in Sicherheit gebracht werden: "Ha venido / Audalla, un gran capitán,  / con quien diz que a cobrar van  / aquel infame partido  / que fincó de Mauregato  / entre Córdoba y León;  / y aunque moros de paz son,  / non puede ganar el hato.  / Ven a tomar la tu lanza,  / y en una yegua saldrás,  / para que se alueñen más  / de tu ganado y labranza.  / El carro quedaba apuesta  / y las tus mujeres." [48]

Die Frauen mussten vor den islamischen Mauren bzw. Türken in Sicherheit gebracht werden, schafften sie es nicht mehr und waren ihnen ausgesetzt wie es heute noch in Europa passieren kann, blieb ihnen nur noch die Lage zu kommentieren: "En oyendo nombrar moros,  / non se me miembra de amor." (wenn ich den Namen Maure höre,  / bin ich kein Mitglied der Liebe).  [49]

Ein Cordoba Maure, genannt Audalla, Almanzor-Botschafter, bittet den König um Unterredung: "Un moro cordobés, llamado Audalla, / embajador del Almanzor, te pide / le des licencia." Das klingt ersteinmal nicht ungewöhnlich. Das Geschäft, das ausgehandelt werden soll, allerdings schon. Denn AUDALLA möchte für den Harem seines Herrn hundert spanische Mädchen, eskortiert von 500 Mann: "por las cien doncellas; traigo  / de resguardo para esto  / quinientos hombres no más", sozusagen als Schutzgeld, damit sie die Christen nicht angreifen. Der König solle den "mandadero de Almanzor" (Besorgungsjunge, Zuhälter, Bote des Almansor) nicht zu lange warten lassen. [50]

Der "mandadero de Almanzor" sagt zum König, er solle sich nicht täuschen lassen durch die Ratschläge seiner hervorragenden Männer: "no te engañen consejos de hombres soberbios" und er hoffe auf baldige Zustimmung für die Übersendung der einhundert spanischen Mädchen. Vorsichtshalber baut er eine Drohkulisse auf und verspricht die Entsendung von "Cien mil moros en campaña  / puede Alimanzor, mi dueño,  / poner en un mes, que pasen  / la Sierra-Morena fieros" (Hunderttausend Mauren im Feldzug kann Alimanzor, mein Besitzer, in einen Monat setzen, die die Sierra-Morena passieren).  Der König und sein Rat überlegen ernsthaft, ob sie in das Geschäft der Zuhälterei und des Menschenhandel einsteigen sollen.  NUÑO-OSORIO fragt, ob hundert Frauen gut seien für das Bett eines abscheulichen Mauren "Cien mujeres ¿es bien para la cama de un moro vil?" Ein anderer meint, was seien hundert Frauen wichtig, wenn hunderttausend Häuser im Falle einer Absage sterben?  "¿Qué importan cien mujeres, / si por negallas mueren cien mil homes?"  Dazu NUÑO-OSORIO: ¿Cien mujeres no importan? (spielen hundert Frauen keine Rolle?). Ein anderer argumentiert wieder, Wenn der Maure von Cordoba zu Fuß gehe, könne er Städte und Orte stehlen und das bringe uns in einen mageren Ruin; der Wert der Häuser sei zu bedenken: "Si el moro desde Córdoba camina,  / robando las ciudades y lugares  / y ésta nos pone en mísera ruina;  / por ciento ¿es bien que tantas desampares?"  NUÑO-OSORIO meint, man könne die Mauren auch einfach fesseln, was eher im Sinne des christlichen Glaubens sei: "Antes por una sola non cuidara / que cien homes el moro cautivara. / Digan tantas fazañas en historias / el valor de las fembras en el mundo."  Nach Gutsherrenart meint der König, EL REY ALFONSO EL CASTO, alle seien einverstanden.  NUÑO OSORIO reicht es langsam: "Saldréme yo del consejo." (Ich werde aus dem Rat aussteigen). Und wie die heutigen Politiker den Opfern des islamischen Terrorismus gerne Trost ausprechen und Mut wünschen, so auch der König den Eltern, die ihre Kinder dem Harem des Almansor opfern sollen: "y dé a sus padres consuelo; / que bien será menester  / todo su valor y esfuerzo." (Und geben Sie Ihren Eltern Trost;  / der notwendig sein wird  / ihren ganzen Mut und ihre Anstrengungen).  [51]

AUDALLA, der Zuhälter des Almanzor kommt wieder und fragt was sie denn nun beschlossen hätten: "A ver lo que acuerdas vengo... Pues, hidalgos, ¿qué tenemos? (Mal sehen, woran Sie sich erinnern, ich bin hier... Nun, hidalgos, was haben wir?)" [52]

Mache meinen, wenn man schon den Mauren ausgeliefert würde, sei es eine gute Sache, wenn die Augen schon blind seien: "Por lo menos la veré  / fasta que al moro la entreguen. / Endespués mis ojos cieguen." Bei den Mauren gebe es viele Könige und Königinnen; letztere seien aber weniger glücklich; man könne sie eher Königin des Elends nennen: "Moros hay muchos reyes.. reina seréis por dicha... -Mal dije: reina, sí; mas por desdicha-"  Andere können sich kaum vorstellen, ihre Frau bei einem Mauren zu sehen: "Doña Sancha de León,  / el mi amor, el mi principio,  / que antes ni en pos non amé  / otra fembra, por Dios vivo,  / ha de gozar un Zulema,  / un Almanzor, un Celindo?" (Doña Sancha de León, meine Liebe, mein Prinzip, die vorher nicht einmal liebte, einen anderen Glauben hat, um Gottes willen, und sie soll einen Zulema vernaschen, einen Almanzor, einen Celindo?). Manche wollen Widerstand leisten: "¿Dónde vas?...  A resistillos." (Wo gehst du hin? ...  Widerstand leisten). [53]

In der Zwischenzeit treten die Zuhälter auf und wollen das Geschäft über die Bühne bringen. AUDALLA fragt noch einmal nach: "¿Hay mujeres hermosas?" (Gibt es schöne Frauen?); der Lieferant der Frauen schwärmt: "Tan fermosas / que las de antaño exceden; mas entre ellas  / como a las hojas las bermejas rosas  / excede Sancha de León las bellas.  / Non hay entre cristianas generosas,  / atanto de casadas cual doncellas,  / fembra de más valor nin fermosura." (So schön, dass sie die von gestern übersteigen; alle übertrifft die schöne Sancha de León. Es gibt unter großzügigen Christen, unter verheirateten Frauen keine mit wertvollerem Glaube als Dienstmädchen.) Dazu AUDALLA: "Por mía la acoto" (die werde ich für mich nehmen.) Der weitere Vorgang des Geschäfts wird beschrieben: "Ya están, señor, enfrente de los moros las cien doncellas..Bien lo vi en sus lloros." (Sie sind schon, Herr, vor den Mauren die hundert Mädchen... Nun, ich sah es an ihren Schreien). [54]

Womit die Mauren allerdings nicht gerechnet hatten, war, dass die Asturier nicht so schnell aufgeben und sich nun gegen die Mauren zur Wehr setzen obwohl sie in der Minderheit: "Quinientos moros están  / armados, cual veis, enfrente: / 
ciento somos; toca el arma." (Fünfhundert Mauren sind bewaffnet, wie man sieht, gegenüber: hundert von uns). Mit dem Schlachtruf: "La vida presto se pierde; / la fama por siempre dura,  / y vuela de gente en gente  / fasta los fines del mundo." (Das geliehene Leben ist verloren;  Ruhm hält für immer,  und fliegt von Mensch zu Mensch fast bis zu den Enden der Welt) ziehen die neuen Amazonen gegen die Mauren und rufen immer wieder: "¡Oh valerosa asturiana!  / Si vida el cielo me ofrece,  / yo te pagaré el valor  / Santiago! ... ¡Santiago!" (O tapferer Asturianer!  Wenn mir das Leben der Himmel bietet,  Ich zahle Dir den Wert, Santiago! ... Santiago!). Der Kampf beginnt. AUDALLA ist verdutzt: "¿Qué es esto?" NUÑO OSORIO habe genug von dem Hund eines Zuhälters ("¡Oh perro!") und Denjenigen, die er bezahlt habe, sie seien gegensätzlich zum Himmel und zum Wert des Eiserns hier. "¡Oh perro! / Ésas que le han pagado son contrarias  / al cielo y al valor de aqueste fierro."  Er als Bösewicht; solle doch sehen, ob er verteidigen wolle den "pérfido Mahoma" (perfiden Muhammad): "Mira por ti, villano; a ver si toma  / tu defensión el pérfido Mahoma."  Sie kämpfen gegen Fünfhundert Mauren. Es sei ja ein "Linda fama" (schöner Ruhm), den die Mauren erwerben, wenn hundert Frauen an ihren Händen sterben! DOÑA SANCHA tritt auf, mit einer großen Anzahl von Mädchen mit Schwertern bewaffnet, die neben OSORIO stehen. DOÑA SANCHA meint zu den schwächlichen Mauren: sie könnten ja den Eintopf nehmen, den die Frauen gekocht hätten: "Llevad de aquesta guisa las mujeres". Dazu NUÑO OSORIO: "Estimo, Sancha, tus valientes manos." (Ich schätze, Sancha, deine tapferen Hände) und DOÑA SANCHA wieder: "Tú eres quien me da valor" (Du bist diejenige, die mir Mut macht), worauf NUÑO OSORIO entgegenet: "Tú eres por quien he de facer del moro estrago" (Du bist es für die ich die Verwüstung des Moors anrichten muss). [55]

Der Maure AMIR spricht beim König vor und beschwert sich, dass er von den asturischen Mädchen angegriffen und in die Flucht geschlagen wurde. Es seien auf einem Berg  plötzlich hundert Mädchen erschienen, die im Morgengrauen 
wie hundert leichte Sonnen aufgingen, zudem hundert Männer mit weißen Waffen. Sie kämpften gegen AUDALLA und seine fünfhundert, in Form eines offenen Mondes. Sein Geschwader sei umzingelt worden mit Armbrüsten und Speeren. Die Mädchen hätten mit Steinen und Schwertern so große Taten, so furchtbare Kunststücke vollbracht,  dass von den fünfhundert, nur hundert entkommen seien. Audalla sei gestorben, der tapferste Mann, der aus Afrika nach Spanien gekommen sei.  Diejenigen, die das Leben geschätzt hätten, seien geflohen durch diese Sierras. Er sei gekommen um sich zu beschweren und Strafe für die Mädchen zu fordern. [56]

In seiner Komödie "Valor, fortuna y lealtad" geht es Lope de Vega darum, die falschen Zeichen (des Islams), "arrogantes lunas ser hijas del sol negaban" (arrogante Monde, Töchter der Sonne, die sie leugnen) zu entfernen und die richtigen Zeichen und Flaggen (des Christentums) in Spanien bzw. Europa und am "margen del mar de España" (Rand der spanischen Gewässer) bzw. im Mittelmeer aufzustellen. Nur wenn "la milicia" (das Militär) die Grenzen schütze, können Religion, Frieden, Gerechtigkeit, Wissenschaft blühen: "La religión, la paz y la justicia, / la ciencia y la milicia,  / se verán abrazadas,  / de pacífica oliva coronadas.  / Vivid siglos, vivid, y ¡plega al cielo  / que oyendo el justo celo  / y el ánimo devoto,  / vuestras banderas pongan en el remoto  / margen del mar de España,  / que las colunas baña  / que el tebano llamó fin de la tierra." Der Maure Celén Gazul hatte überall seine islamischen Fahnen und arroganten Halbmonde angebracht: "tenía Celín Gazul / de ricas tiendas formada  / una ciudad populosa,  / una portátil montaña,  / coronada de banderas  / verdes, azules y blancas,  / cuyas arrogantes lunas  / ser hijas del sol negaban." Genutzt hat es ihm nichts, denn im Zuge der Reconquista musste er in einer Schlacht das Leben lassen, islamische Flaggen und Halbmonde wurden wieder entfernt: "Murió a las manos de Tello  / Gazul; dio fin la batalla,  / y yo a lo demás, pues viene  / con diez banderas ganadas,  / ricos despojos y esclavos." Nicht aus einer Art Rassismus werden die islamischen Mauren in Spanien bekämpft, sondern "Porque no creen en Dios  y en su siempre Virgen Madre" (Weil sie nicht an Gott glauben und an seine immerwährende Jungfrau Mutter). Daher hat man auch Schwierigkeiten sie als Männer anzuerkennen: "¿Éstos son moros? Parecen hombres." (Sind das Mauren? Sieht aus wie Männer). [57] 

In einer anderen Komödie wird die Unsinnigkeit des Islam von Muslimen eingesehen. GAZUL hatte von EL CAPITÁN PIMENTEL erfahren, dass er für das Kreuz und gegen den Koran kämpfe: "Profesión por su cruz hago / de ir contra vuestro Alcorán." Auch GAZUL beginnt zu zweifeln am Koran und an Allah, der ihm inzwischen völlig verrückt erscheint:: "¡Loco estoy, por Alá, de verte loca!" (Verrückt bin ich, für Allah, dich verrückt zu sehen!). Auch Mohammed könne der Teufel holen, bzw. was an Mähne und Schweif befestigt sei: "Ponte a enlazar las crines y la cola. / ¡Por vida de Mahoma! ¡De un villano!"  Auch die Mauren ALQUINDO und CELINDO sind ähnlich wie GAZUL von Allah enttäuscht. Angesichts ihres kurzen Lebens fragen sie "¿Fuese el traidor? (War er der Verräter?). CELINDO meint in Bezug auf den verrückten Allah: "Se escapó; acometió, pero huyó, / que tiene estos falsos modos, / y por en medio de todos / a su Medina volvió." (Er entkam; er eilte, aber er, der diese falschen Modi hat, floh inmitten aller zu seinem Medina zurück).  Selbst ZARO, einst Maurenkönig in Murcia "rey de Murcia", hat sein Königreich verloren, dafür aber ein neues Königreich gefunden: er wolle Christ werden und er bewundere die christlichen Könige und Ritter. Der christliche Gott, möge ihm sein Licht geben, er habe deutlich gesehen, dass sein Prophet (Mohammed), dessen Gesetze er aufgebe, fälschlicherweise eine irreführende Sekte erfunden habe; dass es keine Wahrheit gibt als Christus. Und beim Kreuz seines Banners, schwor er, Christ zu sein. Er werde sein Königreich wachsen lassen, und er werde endlich wieder sein, wer er wirklich sei: "Y espero en la santa mano / de Dios, que su luz me dé, / que ya claramente he visto / que esto de nuestro Profeta, / de cuyas leyes desisto, / es falsa engañosa secta; / que no hay más verdad que Cristo. / Del Maestre, que traté / algunos días, cobré / a su ley esta opinión, / y a la cruz de su pendón, / de ser cristiano juré, / ... que si esto al cristiano soy, /  haré que su reino aumente, / y volveré a ser quien soy." [58] 

Als die spanischen Städte von der Maurenherrschaft befreit und die Mauren wieder nach Algerien geschickt worden waren, galt es für die spanischen Ritter wie GARCIPÉREZ DE VARGAS nur noch die gefangenen Christen zu befreien und die Grenzen zu sichern, damit sich das Missgeschick von 711, als die Mauren in Spanien einfielen und auf unvorbereitete Spanier bzw. Goten trafen, nicht wiederholt: "Haced pedazos las cajas. / ¡Al arma, soldados míos; / ea, soldados, al arma! / ¡Santiago, mueran los moros! / ¡Cierra España!" (Zerschlagen Sie die Boxen. An die Waffe, meine Soldaten; ea, Soldaten, zur Waffe! Santiago, die Mauren sterben! Schließt Spanien!). [59] 
 
 

Anmerkungen

[1] Geymüller, Heinrich Baron von 1898: Die Baukunst der Renaissance in Frankreich. Paris, Wien, Stuttgart.
[2]  Ib.
[3]  Ib.
[4] "Als 1821 der griechische Unabhängigkeitskrieg begann, waren die klientelistischen Strukturen des Muchtar-Systems die einzigen Kristallisationskerne für die politische Organisation des Kampfes. Während der Auseinandersetzung vernetzten sich die Muchtare horizontal und bildeten zugleich vertikale Strukturen, so dass pyramidenförmige Netzwerke entstanden. Da die Dorfbürgermeister in der Regel keine militärische Erfahrung hatten, griff man im Kampf auf die Anführer der Klephten zurück - Räuberbanden, die sich der Kontrolle durch den osmanischen Staat durch Rückzug in die Berge entzogen hatten. Als Griechenland unabhängig wurde, gab es also eine klientelistisch organisierte Elite. Auf deren Netzwerke musste König Otto von Wittelsbach zurückgreifen, als er 1832 nach Griechenland kam - mit der Handvoll bayerischer Beamter, die er mitgebracht hatte, konnte er das Land nicht regieren. Die Patrone kontrollierten die untere Verwaltung und gewannen so Zugang zu staatlichen Geldern. Damit änderte sich der Charakter des Klientelismus: Bis dahin war die Beziehung zwischen Patron und Klient meist von einer gewissen Freiwilligkeit der Unterordnung geprägt gewesen. Beide hatten davon profitiert. Nun wurde der Klientelismus zu einem Zwangsmittel, um dem Einzelnen seinen Platz in der Gesellschaft zuzuweisen. Die Patrone stellten rasch fest, wie der Klientelismus zu politischen Zwecken eingesetzt werden konnte. Sie nutzten ihre Machtposition, um ihrer Klientel  Gefälligkeiten zu erweisen; der griechische Begriff dafür lautet Rousfetia. Dazu verwendeten sie oft gestohlene staatliche Gelder oder vermittelten Posten in der Verwaltung. Als Gegenleistung erwarteten sie treue Gefolgschaft. Der erste griechische König war ein Monarch von Gnaden der Großmächte. Diese übten ihren Einfluss auf das Land aus, indem sie ihre Anhänger kontrollierten, die in sogenannten „Parteien“ organisiert waren. In Wirklichkeit handelte es sich dabei um klientelistische Netzwerke, und das zunächst in dreifacher Ausfertigung: es gab eine russische, eine englische und eine französische Partei. 1862 setzte Großbritannien eine neue Dynastie ein. Von nun an folgten die griechischen Könige und Politiker der Maxime: „Was will der ausländische Faktor?“ Als Großbritannien die alleinige Schutzmacht wurde, entstanden „politische“ Parteien, nämlich eine liberale und eine konservative. An deren Charakter änderte sich aber nichts: Es waren klientelistische Pyramiden, die durch ein raffiniertes System von Rousfetia zusammengehalten wurden. Der Staat blieb Ausbeutungsobjekt der jeweiligen Anführer der klientelistischen Pyramide. Stimmenkauf bei Parlamentswahlen und Wahlfälschungen waren normale politische Erscheinungen. Ende des 19. Jahrhunderts charakterisierte ein griechischer Abgeordneter dieses System als politische Zuhälterei. Auch im 20. Jahrhundert hatten die griechischen Parteien mit ihren europäischen Entsprechungen nichts gemein. Parteiprogramme oder Parteitage waren ebenso unbekannt wie eine innerparteiliche Willensbildung von unten nach oben. Die Partei war die Klientel des Parteiführers und seiner Granden. Bis in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts entschieden die Parteiführer souverän über den einzuschlagenden Kurs. Danach verschob sich das Hauptgewicht zu den Parteigranden. Konflikte innerhalb einer Partei wurden nicht durch Diskussion und Kompromiss gelöst, sondern dadurch, dass die Dissidenten mit ihrem klientelistischen Subnetz die Partei verließen und sich einer anderen klientelistischen Pyramide anschlossen. Parteiloyalität hing davon ab, welche Rousfetia der Parteiführer seiner Klientel zukommen lassen konnte. Machtwechsel kamen oft dadurch zustande, dass sich Teilnetze anderen Parteiführern anschlossen. So hat etwa die jetzige Regierungspartei Syriza Subnetze der langjährigen sozialistischen Regierungspartei Pasok absorbiert. Der Klientelismus ist so stark in der politischen Kultur der Region verankert, dass er sogar in der Lage war, die großen Ideologien des 20. Jahrhunderts zur Anpassung zu zwingen. Auf dem Balkan wurde der Faschismus zu einem Klientelfaschismus. Der griechische faschistische Diktator Ioannis Metaxas (1871-1941) verkündete stolz, dass er keine Massenpartei brauchte, weil das ganze Volk Partei gewesen sei. Tatsächlich zerschlug Metaxas die alten Klientelnetze und richtete die Überreste auf sich aus: Es gab nur noch eine Klientel mit ihm als Führer. Der Aufbau einer faschistischen Massenpartei wie in Deutschland oder Italien wäre systemfremd gewesen. Ein wichtiger Aspekt des Klientelismus ist die faktische Steuerfreiheit der Reichen. Die politischen und wirtschaftlichen Oligarchien waren und sind aufs engste miteinander verfilzt und sorgen dafür, dass die gesamte Oberschicht steuerfrei bleibt. Bis heute kontrollieren etwa 800 Familien mehr als 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die staatlichen Einnahmen stammten zum größten Teil aus indirekten Steuern und der Lohnsteuer, die die kleinen Leute bezahlen. Zu einer Industrialisierung wie in Westeuropa kam es in Griechenland nie. Die wirtschaftlichen Schwerpunkte lagen in der Landwirtschaft, dem Tourismus und dem Handel sowie der Schifffahrt. Ein chronischer Mangel an Arbeitsplätzen war die Folge und führte in der Vergangenheit zu Auswanderung. Um ihre Klientel an sich zu binden, sorgte die jeweils regierende Partei dafür, dass ihre Anhänger Arbeit im öffentlichen Dienst fanden, der dadurch immer größer wurde. Heute arbeitet jeder vierte Beschäftigte im öffentlichen Dienst. In Deutschland ist es jeder zwölfte. Mehrmals war der griechische Staat in seiner Geschichte bankrott. Erstmals wurde Griechenland im Jahr 1895 unter europäische Finanzaufsicht gestellt. Aber die griechische Oligarchie wusste, dass Großbritannien sie immer wieder vor dem Untergang retten würde. Die Schutzmacht brauchte Griechenland als Glied in der Absicherung der „Life Line“ des Empires durch das Mittelmeer. Als 1948/49 die zweite große Pleite folgte, sprangen die Vereinigten Staaten in die Bresche und retteten das Land. In diesem Fall diente die angebliche kommunistische Gefahr als Vorwand. Als sich die Amerikaner Mitte der fünfziger Jahren weigerten, Griechenland weiterhin finanziell zu unterstützen, suchte Athen sich einen neuen Geldgeber..." (Science Review Letters 2015, 14, Nr. 614 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 153, p. 6)
[5] Mit Don Juan de Austria (1547-1578) verbindet sich die Erinnerung an das "brillanteste Manöver in der Geschichte der Kriegsmarinen", dank welchem die türkische Aggression gegen das damals noch so genannte mittelmeerisch geprägte 'Abendland' für eine Weile zum Stehen gebracht werden. Durch seinen legitimen Halbbruder Philipp II. von Spanien wurden ihm schon in frühen erwachsenen Jahren wichtige militärische Aufgaben übertragen, darunter das "legendäre Oberkommando des 24jährigen über die spanisch-venezianische Flotte der Heiligen Liga, die in der Seeschlacht von Lepanto, am Eingang zum Golf von Patras, am 7. Oktober 1571 die von Ali Pascha geführten türkischen Galeeren vernichtete und dadurch den Mythos der unbesiegbaren asmanischen Streitkräfte nachhaltig beschädigte." (Sloterdijk) The Battle of Lepanto is a historical military event that took place on the Eastern side of the Mediterranean Sea off the coast of the Greek peninsula Peloponeso. Miguel de Cervantes (author of Don Quijote de la Mancha), who participated in the event, described it as “the highest and most memorable occasion that past and future centuries will ever hope to see”. The battle is named after the gulf in which it took place. The city of Naupacto (called Lepanto in Italian) sits on the gulf’s coast. In this battle, the Turkish Ottoman navy faced off against The Holy League, a naval group that united ships and men from Spain, the Papal States, The Republic of Venice, The Order of Malta, The Republic of Genoa and Saboya. These states had answered Pope Pious V’s call to counter attacks by the Turks against Cypress in 1570. The attacks resulted in the Muslim’s takeover of Nicosia, which was seen by Christians as a direct attack on Christianity itself and an arrogant and intolerable siege of territory by the Ottomans. Cervantes actively participated in the conflict, where he received permanent wounds, which were for him a source of pride that he made no effort to hide. He lost the use of his left hand, which is why he was and is still known today as el manco de Lepanto (the one-handed man of Lepanto). The control that the Turks exerted over the Mediterranean endangered trade routes and maritime traffic control  in el Mare Nostrum, which meant the strong possibility that Europe’s economic power could fall into the hands of the Muslims. Neither Spain, Venice nor Genoa were willing to accept those circumstances. The Holy League had gradually built its alliance until September 1571, the year in which the Christian Navy had amassed a total of 300 ships and an army of some 50,000 men. Actual soldiers were in the minority; most of the army was made up of sailors, knights, adventurers and slaves that rowed in the galleys. The Turkish Navy was feared and respected throughout the Mediterranean, and many considered it practically invincible. It was made up of 300 ships with 120,000 men on board, nearly half of which were Christians that had been taken prisoner by the Ottomans and forced to row in the galleys as slaves. It has been estimated that around 55,000 prisoners made up this group. On October 7, 1571, the Turkish Navy positioned itself in half-moon formation opposite the smaller Holy League Navy, commanded by Juan de Austria. A number of factors added up to give the Christians the advantage in face to face combat, where Turks took the worst part: their effective attack method included using cannon fire to dismast Ottoman ships, modified cannons allowed them to aim at lower range targets and the strength of their arquebus shooters was particularly strong. As early fighting broke out, ship captains Ali Pacha and don Juan de Austria charged one another at the same time. The mutual charge resulted in their ships joining together, converting them into an open battlefield. A decisive moment, and one that ultimately lead to the Turks defeat, came when a wounded Ali Pacha was decapitated by a Spanish galley slave, which literally left the Ottoman armies without a head commander. After hours of fighting, the smoke finally cleared to reveal the devastating outcome of the battle: only 50 Turkish ships had avoided definitive damage, Ottoman casualties numbered around 25,000 and another 15,000 were wounded. During skirmishes, between 15 and 20,000 Christian galley slaves that rowed the Turkish ships, managed to escape to freedom, promptly joining the ranks of Christian fighters and attacking their former captors. The Christian navy suffered fewer casualties than its enemy and came away from the battle victorious. The Christian victory at the Battle of Lepanto was the first major defeat suffered by the Turks. They did not, however, suffer the definitive loss of power that they could have if the Christians had seized the opportunity to finish the job, allowing the Ottomans to regroup and over several months recuperate part of their former power. The news of the Christian victory spread like wildfire throughout Europe, where the event was celebrated and church bells rang out throughout the continent. The day of the battle, October 7th, appears on calendars of Christian celebrations as the day of commemoration of the victory of Lepanto. (Science Review Letters 2015, 14, Nr. 615); siehe auch Cervantes, M.: Der sinnreiche Junker Don Quijote von der Mancha; Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 2015, Nr. 1, p. 2 sowie Kurse Nr. 552 William Shakespeare.und Nr. 554 Friedrich Hölderlin. Akademie der Kunst und Philosophie 
[6] Vgl. Kurse Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 564 St. Augustine - Philosopher of Middle Ages / Augustinus - Philosoph des Mittelalters. Ib. 
[7] Cervantes, M.: Der sinnreiche Junker Don Quijote von der Mancha; Vgl. Kurs Nr. 563 Cervantes. Ib. 
[8]  Ib.
[9]  Ib.; vgl. auch Science Review Letters 2015, 14, Nr. 614 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 152, p. 5; Nr. 158, p. 10
[10] Mann, G. & Heuß, A. (Hrsg.): Propyläen Weltgeschichte. Eine Universalgeschichte. Bde 1-10, Berlin , Frankfurt a.M. 1960-1964; Niedermeier, R.: Mohammed vor den Toren. Ein Kampf um Europa. Künzell 2015; Moczar, D. Islam at the Gates. How Christendom Defeated the Ottoman Turks, Manchester/New Hampshire 2008; vgl. auch Kurs Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib. 
[11] Vgl. Anm. 19; "Seit 2004 patrouillieren die spanische Zivilgarde und die marokkanische Gendarmerie auf marokkanischem Boden, um illegale Grenzübertritte in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla zu verhindern. Nachdem Hunderte Menschen über den Grenzzaun gesprungen waren, begann Spanien 2005, die Befestigungsanlagen massiv zu verstärken, was auch dazu führte, dass immer mehr Migranten den südlicheren Weg über den Atlantik suchten. Spanien reagierte darauf wiederum, indem es ebenfalls seine Aktivitäten weiter nach Süden ausdehnte. Im Jahr 2006 legte Madrid einen „Plan África“ vor, der den Abschluss von einem Dutzend neuer Abkommen mit verschiedenen westafrikanischen Staaten vorsah. Oft handelte es sich dabei um die ersten diplomatischen Kontaktaufnahmen auf dem Nachbarkontinent seit langer Zeit überhaupt. In den Abkommen ging es trotz aller entwicklungspolitischen Proklamationen vor allem um die Kontrolle von Migration. Mit Mauretanien schloss Madrid ein Überwachungsabkommen, in dem sich die Gendarmerie des Landes verpflichtete, Migranten zu sichten und aufzuhalten. Zudem sicherte die Regierung zu, wie wenig später auch Senegal, auf den Kanarischen Inseln angelandete Migranten ohne weitere Prüfung umgehend wieder zurückzunehmen, ohne dass ein Asylantrag in Europa bearbeitet worden wäre. Spanien flog Vertreter westafrikanischer Staaten auf die Kanaren ein, um die Nationalitäten der dortigen Migranten zu identifizieren und diese hernach systematisch wieder nach Afrika auszufliegen. Gleichzeitig ermöglichte Madrid einem sehr kleinen Teil der Migranten einen legalen Weg, Arbeit im Niedriglohnsektor auf dem Festland zu erhalten. Im Gegenzug erhielt Mauretaniens Präsident Ould Abdel Aziz, der sich ein Jahr zuvor an die Macht geputscht hatte, Entwicklungshilfe, militärische Ausrüstung, Patrouillenboote und später auch Ausbildung der eigenen Sicherheitskräfte – und damit nicht zuletzt die Anerkennung durch die Europäer. Machthaber Abdel Aziz ist bis heute einer der treuesten Verbündeten des Westens in der Region, was auch den Kampf gegen den islamistischen Terror einschließt. Demokratie interessiert ihn nicht, Sicherheit um so mehr. Ebenfalls 2006 entwickelte das spanische Innenministerium, dem die Guardia Civil untersteht, die sogenannten „Seahorse-Operationen“ mit einem Anfangsbudget von rund zweieinhalb Millionen Euro. Sie gaben Spanien das Recht, gemeinsame Patrouillen in den Hoheitsgewässern der drei afrikanischen Staaten Mauretanien, Senegal und Kap Verde durchzuführen. 2009 wurde diese Kooperation auf gemeinsame Landpatrouillen erweitert. Im Laufe der Jahre wurde das Überwachungsprogramm auf weitere Staaten wie Gambia und Guinea-Bissau ausgedehnt. Es erlaubt der spanischen Leitstelle auf den Kanaren, in Afrika gewonnene Radarinformationen und Satellitenbilder von in See gestochenen Migrantenbooten in Echtzeit zu sichten und verfügbare Einsatzkräfte per Mausklick an den Kontaktpunkt zu beordern. Hinzu kommen Operationen an Land, um das Ablegen der Pirogen schon an afrikanischen Stränden zu verhindern. Heute fliegt ständig mindestens ein Aufklärungsflugzeug die westafrikanische Küste entlang, hinzu kommen Hubschrauber sowie Marineschiffe vieler Staaten. Allein in Mauretanien hat die Guardia Civil derzeit etwa vierzig Beamte stationiert, davon sind 25 stets im Außeneinsatz mit ihren mauretanischen Partnern. Einen großen Teil von „Seahorse“ finanziert die Europäische Kommission, laufende Kosten wie Treibstoff und Gehälter werden offenbar von Spanien selbst und vor allem von der EU-Grenzschutzagentur Frontex übernommen. Auch wenn sich andere EU-Staaten über Frontex an dem Überwachungsprogramm im Rahmen der europäischen „Hera“-Operationen beteiligen, so ist es bis heute immer Spanien, das die Koordination aller Operationen inne hat. Frontex indes operiert offenbar unter Berufung auf Abkommen, die allein Spanien in Afrika aushandelte. Auch ein Rücknahmeabkommen mit Senegal und Mauretanien hat die EU nicht geschlossen. Heute versucht kaum einer mehr, über Mauretanien nach Europa zu gelangen. „Die Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert in Westafrika rasend schnell“, sagt Anke Strauß, die Leiterin des mauretanischen Büros der Internationalen Organisation für Migration (IOM). „Dass der Weg über den Atlantik praktisch zu ist, das wissen die.“ Der Zerfall von Libyen nach dem Sturz von Machthaber Muammar al Gaddafi hat ein Übriges getan. Der Weg durch das Bürgerkriegsland ist seitdem viel einfacher geworden. Die Hauptroute in Richtung Europa verläuft heute über Niger und Algerien nach Libyen, von wo aus die Boote über das im Vergleich zum Atlantik weniger gefahrvolle Mittelmeer ablegen. Trotzdem halten sich auch heute Hunderttausende Migranten in Mauretanien auf, einem Land, das selbst nur rund dreieinhalb Millionen Einwohner hat. Die Regierung spricht von 700.000 Migranten, davon sollen 300.000 Senegalesen sein, die hier hauptsächlich Arbeit im Fischerei- und im Bausektor suchen. Hinzu kommen rund 50.000 Flüchtlinge, die überwiegend in M‘bera im Süden Mauretaniens an der Grenze zu Mali untergebracht sind. Senegals Präsident Macky Sall, der im Gegensatz zu seinem nördlichen Gegenüber Abdel Aziz an der Spitze einer oft gelobten Demokratie steht, kooperiert ebenfalls eng mit den europäischen Grenzschützern. Doch warnte Sall zuletzt vor einer Abschottungspolitik Europas und verlangte Möglichkeiten der legalen Einreise zum Studieren und Arbeiten. Die insgesamt rund eine halbe Million Senegalesen im Ausland überwiesen 2013 insgesamt 1,7 Milliarden Euro nach Hause - und bestreiten damit rund zehn Prozent der Wirtschaftsleistung Senegals." (Frankfurter Allgemeine Zeitung 2017, Nr. 165, p. 2 und 5; 2015, Nr. 233, p. 7); vgl. auch Kurse Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib. 
[12] Johann Georg Reißmüller 1973: Auch Dalmatien ist Kroatien. In Hans Joachim Bornhage, Car-August Blome: Dalmatien. Hamburg. Siehe auch Kurse, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur , Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik und Nr. 559 - Wolfram von Eschenbach. Ib. 
[13] Science Review Letters 2016, 15, Nr. 734 und FAZ 2016, Nr. 209, p. 8; vgl. Kurse Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 568 Nikolaus von Kues, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 654 St. Augustinus III, Nr. 545 Sittenlehre I-II, Nr. 614 Sittenlehre III, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre I-II, Nr. 641 Staats- und Rechtslehre III, Nr. 644 Staats- und Rechtslehre IV, Nr. 655 Staats- und Rechtslehre V, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Nr. 660 G.W.F. Hegel II, Ib. 
[14] Heinz Scheibenpflug 1960: Mariazell - Magna Mater Austriae. In Albrecht Bürkle et al.: Steiermark. Hamburg; Humbert Fink 1960: Unter südlicher Sonne. Die Oststeiermark. In: Ders.; Ulrich Ocherbauer 1960: Maßvolle Verbindlichkeit. In. Ders.; siehe auch Kurse Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 513 Schelling: Philosophie der Mythologie, Nr. 510 Schelling: Philosophie der Offenbarung, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 512 Novalis, Nr. 545 Sittenlehre, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre. Ib. 
[15] Ebd.; vgl. Kurse Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur , Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik. Ib. 
[16] Science Review Letters 2017, 16, Nr. 835 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2017, Nr. 215, p. 6; Nr. 203, p. 10; Nr. 197, p. 2; Nr. 193, p. 3; Nr. 194, p. 8; zu Averroes und Maimonides vgl. Abschnitt und Anm. 6; zu Moscheen als gefährliche Orte vgl.: Hans-Christian Rößler 2017: Die Moschee in der Schlucht des Todes. In der spanischen Enklave Melilla operieren Dschihadisten im Grenzgebiet zwischen Europa und Afrika. Madrid ist die Kontrolle längst entglitten. Frankfurt a.M.; zur Kritik an muslimischen Philosophen und  Muhammads Koran vgl. Kurse Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa. Ib.
[17] Vgl. Anm. 13-14 und 16
[18] Ib.
[19] Ib.; zu: Der Weg der Muslime nach Europa führt auch heute über Marokko, vor allem wenn eine schwache Regierung in Spanien im Amt ist, vgl.Science Review Letters 2018, 17, Nr. 936 und FAS 2018, Nr. 31 vom 5.8. sowie Anm. 11 
[20] Science Review Letters 2018, 17, Nr. 898 und FAZ 2018, Nr. 77, p. 13; vgl. Kurse Nr. 606 Fra Angelico, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 568 Nikolaus von Kues, Nr. 500 Thomas von Aquin. Ib. 
[21] Science Review Letters 2019, 18, Nr. 1025 und FAZ 2019, Nr. 142
[22] Ib.
[23] Zu: Am Stadttor ist auf Lateinisch zu lesen, dass die Anlage „wegen ihrer durch göttliche Fügung vortrefflichen Verteidigung im Jahr des Heils 1565 einem riesigen Türkenheer“ habe standhalten können und deshalb mit dem Namen „die Siegreiche“ ausgezeichnet worden sei. So heißt das alte Birgu, wo der Johanniterorden schon 1530 seine erste befestigte Siedlung auf Malta errichtet hatte, seit dem abgewehrten Angriff der Türken Vittoriosa, die Siegreiche, vgl. Science Review Letters 2019, 18, Nr. 1052 und FAZ 2019, Nr. 222; Michael Martens 2019: Wie geschmiert. Das Geschäft der Schleuser auf der Balkan-Route läuft gut. Frankfurt a.M. sowie Kurs Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 505 Arthur Schopenhauer. Ib.
[24] Ib.
[25] Ib.
[26] Ib.; zu: Heute werden Moslems von trotteligen europäischen Politikern nach Europa geschleust, wo sie nach neusten Erkenntnissen an einer Übernahme Europas durch Moslems arbeiten, vgl. Anm. 23 ff und Kurs Nr. 505 Arthur Schopenhauer II. Ib.
[27] Ib.
[28] Ib.; zu: St. Angelo von Vittoriosa, galt als die „die Siegreiche“ gegen Türken und andere Moslems. Heute treten sogar europäische Politiker und die Oberen der evangelischen und katholischen Kirche als Helfershelfer der Schleuser auf. Die hier geschilderten Fälle, die mit Ausnahme des ersten aus einer Zeitspanne von wenigen Monaten stammen, sind öffentlich geworden, weil Polizei und Sicherheitskräfte sie aufgedeckt haben. "Wie viele weitere Fälle nicht bekannt werden, da die Polizei oder andere staatliche Strukturen Teil des Geschäfts sind, lässt sich naturgemäß nicht sagen. Doch aus den Einzelfällen ergibt sich ein geschlossenes Bild: Das Geschäft der Schleuser auf der Balkan-Route läuft bestens – man könnte sagen, wie geschmiert," vgl. Anm. 23 ff. und Kurse Nr. 545 Sittenlehre I-II, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre II. Ib. 
[29] Lope de Vega, El Pelegrino en su Patria; vgl. Kurse Nr. 563 Miguel de Cervantes I, Nr. 637 Lope de Vega I, Ib.
[30] Ib.
[31] Ib.
[32] Lope de Vega, die verschmähte Schöne, Komödie; vgl. Kurs Nr. 637 Lope de Vega I, Ib.
[33] Ib.
[34] Ib.
[35] Lope de Vega, Reichtum und Armut oder Die Blumen des Don Juan, Komödie; vgl. Kurs Nr. 637 Lope de Vega I, Ib.
[36] Ib.
[37] Ib.
[38] Ib.
[39] Ib.
[40] Ib.
[41] Lope de vega, El labrador venturoso (Der abenteuerliche Labrador), Comedia famosa; vgl. Kurs Nr. 637 Lope de Vega I, Ib.
[42] Ib.
[43] Ib.
[44] Lope de Vega, Las Paces de los Reyes y Judía de Toledo; vgl. Kurs Nr. 637 Lope de Vega I, Ib. 
[45] Ib.
[46] Ib.
[47] Lope de Vega, Las famosas asturianas; vgl. Kurs Nr. 637 Lope de Vega I, Ib.
[48] Ib.
[49] Ib.
[50] Ib.
[51] Ib.
[52] Ib.
[53] Ib.
[54] Ib.
[55] Ib.
[56] Ib.
[57] Lope de Vega, Valor, fortuna y lealtad; .vgl Kurse Nr. 660 G.W.F. Hegel II, Nr. 638 Lope de Vega II , Ib.
[58] Lope de Vega, El sol parado; vgl Kurse Nr. 660 G.W.F. Hegel II, Nr. 638 Lope de Vega II , Ib.
[59] Ib.
 
 



Fra Angelico, Incoronazione della Vergine, Uffizien, Florenz 
 
 
 


Lorenzo di Credi (Lorenzo d'Andrea d'Oderigo 1456-1537) - Ritratto di giovane donna 1490, 58.7×40, Metropolitan Museum of Art New York
 
 


St. Luke Painting the Virgin Mary with Child, by Jan Gossaert, c. 1520
The Flemish painter Gossaert was a contemporary of Dürer, influenced by italian Renaissance
 
 


“Felipe II ofreciendo al cielo al infante don Fernando” (1573 – 1575) de Tiziano, Museo Nacional del Prado

El 7 de octubre de 1571 la Liga Santa vencía al Imperio Otomano en la Batalla de Lepanto. Esta victoria fue representada por Tiziano en este lienzo, encargo de la corte española, junto a otro evento de gran importancia para Felipe II, el nacimiento del infante Fernando, que tuvo lugar solo dos meses más tarde; (Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 586 Tizian, Nr. 591 Paolo Veronese, Nr. 598 El Greco, Akademie der Kunst und Philosophie / Acadmy of Arts and Philosophy / Academia de Artes y Filosofía)
 
 


Deckengemälde von Johann Philipp Rudolph, das die Seeschlacht von Lepanto in Szene setzt. Blitze treffen die osmanische Flotte 
 







Das Fest der allerseligsten Jungfrau Maria vom Rosenkranz (Festum Beatae Mariae Virginis a Rosario), kurz Rosenkranzfest genannt, wird in der Liturgie der katholischen Kirche am 7. Oktober gefeiert.  Das Rosenkranzfest wurde von Papst Pius V. (Papst 1566–1572) als Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Siege eingeführt zum Dank für den Sieg der christlichen Flotte über die Türken in der Seeschlacht von Lepanto (7. Oktober 1571). Schon 1573 wurde es von Papst Gregor XIII. in Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz umbenannt. Im Jahre 1716, nach dem Sieg der kaiserlichen Truppen unter dem Kommando des Prinzen Eugen von Savoyen über das Osmanische Reich in der Schlacht von Peterwardein, damals Königreich Ungarn, wurde das Fest für die ganze Kirche vorgeschrieben. 

Viele Marienbilder wie La Inmaculada Concepción von Jusepe de Ribera oder Peter Paul Rubens zeigen Maria, auch mit ihrem Sohn auf dem Arm, über dem Drachen bzw. über den am Boden liegenden Feinden (z.B. Moslems bzw. Türken) stehend. Helfend schwebt Maria in den Wolken auch über der Schlacht von Lepanto gegen die Türken und erhält vom Erzengel Michael den Lorbeerkranz des Sieges überreicht. Rufen wir sie um Fürbitte an, so wird auch uns der Sieg über die Versuchungen des Alltags gelingen. In der höchsten Ebene unter dem krönenden Kreuz schwebt in einem Wolkenkranz die Taube des Heiligen Geistes; vertrauen wir auf die Lehren, welche uns Jesus Christus überbracht hat und hören wir auf die vom Heiligen Geist beseelten Worte des Priesters", so können wir uns sowohl von den ungläubigen Türken als auch von unseren Sünden befreien. „Das gestiftete Hochaltarbild fand 1717 im neuen Hochaltar des Oratoriums der Bürgerkongregation „Maria de Victoria“ Verwendung. Es wurde von 4 knieenden Türken getragen. Auch die Monstranz der Kongregation (heute in der Kirche „Maria de Victoria“) von Johannes Zeckl (1708) zeigt Maria und die Seeschlacht von Lepanto, den Fuss hatte ein knieender Türke gebildet, selbst die verlorene Schiffskanzel hatte das Motiv der Seeschlacht aufgenommen.“ Aufs Ganze freilich war das Oratorium ein «theatrum« der Seeschlacht von Lepanto. "Im Hochaltar trugen, wie schon gesagt, vier kniende Türken das Bild Marias vom Siege, dargestellt ist ihr Eingreifen bei der Seeschlacht von Lepanto, in der »Lepantomonstranz« trug ein kniender Türke das Relief, das die Seeschlacht zeigte, die Schiffskanzel fügte sich ein. Maria als hilfreiche und mächtige Fürsprecherin und Helferin: Das war in der langen Zeit der Bedrohung des Abendlandes von bleibender Aktualität, die Schlacht von Lepanto ein Ereignis, das auch den handfestesten Bürger ansprechen musste." Vgl. Kurse Nr. 647 Peter Paul Rubens, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 586 Tizian, Nr. 591 Paolo Veronese, Nr. 598 El Greco, Nr. 648 Calderón de la Barca II, Nr. 650 Calderón de la Barca III, Nr. 563 Miguel de Cervantes I, Nr. 645 Miguel de Cervantes II, Akademie der Kunst und Philosophie / Acadmy of Arts and Philosophy / Academia de Artes y Filosofía
 
 


Seeschlacht von Lepanto in Szene gesetzt. Engel schleudern Blitze gegen die osmanische Flotte, die christliche Flotte erhält vom Engel den Lorbeerkranz, Ingolstadt
 
 


Manuel Gomez de Moreno, La salida de Boabdil de la Alhambra, 1880

Vor der Reconquista konnte man sich in Spanien wie ein Fremdling im eigenen Land vorkommen. Lope de Vega beschreibt in seiner Novelle "El Pelegrino en su Patria" eine Stuation, die im Spanien der Reconquista-Zeit keine Seltenheit war (auch Cervantes berichtet von ähnlichen Fällen): "Zwischen Tortosa und Kastellon erhebt sich eine Hügelkette, deren Abhang das Meer einschließt, das Tal von Sago bildet und das Königreich Valencia begrenzt; hier ruhte er in einer finsteren Nach von den Beschwerden seiner Reise aus... An eben diesem Platze plegen die Mauren von Algier unter dem Schutze der Nacht ans Land zu steigen, und in ihren Höhlen und Schlupfwinkeln verborgen, nicht nur Fischer, sondern auch unglückliche Reisende zu rauben; ja man hat sogar Beispiele, dass sie sogar die Bewohner ganzer Ortschaften jenes Tales gewaltsam weggeschleppt haben, wenn eine hinreichende Menge von ihnen entweder durch einen Renegaten angeführt ward, oder wenn Einwohner maurischer Abkunft, von Geiz, oder vom Triebe nach Afrika überzugehen bewogen, ihr eigenes Land verkauften." Der Pilger hörte "das dumpfe Getön maurischer Stimmen", also von muslimischen Mauren, die sich über die Einträglichkeit ihrer Raubzüge besprachen, denn sie haben die Gewohnheit, ähnlich wie heute kürdisch-arabische Clans in den Vorstädten europäischer Großstädte, "an einem Orte zu verkaufen, was sie am anderen raubten. Wenn ein auf dem Felde entschlafener, beim erwachen eine giftige Schlange gewahrt, kann ihn der Schreck darüber nicht so entfärben, als unser Pilger bei dem Vernehmen maurischer Stimmen erbleichte." Nur durch eine List konnte er sich retten: "Auf Händen und Füßen kriechend, entfernte er sich so weit von ihnen, wie er nur konnte; und als, auf dem Gipfel des Hügels angekommen, ihn das Geräusch verriet, welches er im gehen verursachte, rief er mit starker Stimme: 'Herbei ihr Küstenbewohner! die Mauren sind hier, der Sieg ist unser!'- Kaum hatte er laut und entschlossen diese Worte gesagt, als die Mauren, quakenden Fröschen gleich, die, durch den Fußtritt des Wanderers erschreckt, vom Schilf des Ufers hinab in das schützende Wasser des Teiches springen, sich ins Meer und in ihre Barken stürzen, und eilig die hohe See zu erreichen suchten." 

"Toledo, diese Stadt im Herzen Spaniens, fest durch ihre Lage, edel durch ihr Alter, berühmt seit den Zeiten der Gothen durch die Erhaltung des wahren christlichen Glaubens unter den Mozarabischen Christen (die unter arabischer Herrschaft lebenden spanischen Christen der Maurenzeit 711-1492), fruchtbar an Wissenschaften, geübt im Gebrauch kriegerischer Waffen, gelegen unter dem lieblichen Himmel, umgeben mit reichen, fruchtbaren Gefilden, bewässert vom mächtigen Tajus, der, eingeschlossen von hohen aber freundlichen Bergen, wie in einem Spiegel die Gebirgsgipfel und Zinnen der Häuser auffängt und zurückwirft. Toledo ist meine Geburtsstadt, wenngleich meine Vorfahren aus dem Teile Asturiens abstammen, den man Santillana nennt, und der seit den Zeiten des srahlenden Don Inido, ersten Herzogs von Infantado, ein altertümlicher Titel des berühmten Hauses von Mendoza ist. Meinen Vater trieben die Ansprüche seiner Geburt, sowie seine Neigung, früh schon die Waffen zu ergreifen, und in der denkwürdigen Schlacht von Lepanto schloss er eine Freundschaft mit einem anderen Edlen aus Madrid, die für das Leben dauerte, und die Beide späterhin auf ihre Nachkommen zu verpflanzen wünschten. - Beide Freunde machten noch vereint die Kriege in Granada mit, wo der berühmte Sohn Karls des Fünften, Don Juan von Österreich, den Aufruhr jener Rebellen züchtigte, deren Nacken sich ungern dem neuen Joche des christlichen Königs beugte." - Lope de Vega, El Pelegrino en su Patria II, 94 ff.
Ländereien und Städte innerhalb Spaniens, die erst kürzlich von den islamischen Mauren zurückerobert waren wie Cartagena, mussten, wie andere islamische Regionen auch, einen langen Christianisierungsprozess durchmachen, ehe Christen dort gefahrlos leben konnten: "Dieses erst kürzlich eroberte Land war noch ohne Gouverneur, und deshalb voller Aufruhr und Raub." 

Es sollten im Zuge der Reconqista nicht alle Mauren bzw. Muslime aus dem Land geworfen werden, sondern nur diejenigen, die sich in Organisationen zusammenschlossen um einen Aufstand zu planen, ähnlich wie in Europa heute islamische Moscheegemeinden wie Ditib und Atib sich als islamische gemeinnützige Hilfsorganisationen tarnen und den Politikern vorgaukeln sie handelten nur im Sinne der Religionsfreiheit, damit sie in Ruhe eine Unterwanderung der Institutionen und später einen Aufstand planen können (z.B. im Auftrag des türkischen Päsidenten): "Der König wollte die maurischen Abkömmlinge nur aus solchen Provinzen vertreiben, in denen sie sich zu einem Aufstande vorzubereiten schienen, wie das die Briefe und Auseinandersetzungen des hochwürdigsten Patriarchen von Antiochia, Erzbischof von Valencia, Don Juan de Ribera beweisen." 

In seiner Komödie "Valor, fortuna y lealtad" geht es Lope de Vega darum, die falschen Zeichen (des Islams), "arrogantes lunas ser hijas del sol negaban" (arrogante Monde, Töchter der Sonne, die sie leugnen) zu entfernen und die richtigen Zeichen und Flaggen (des Christentums) in Spanien bzw. Europa und am "margen del mar de España" (Rand der spanischen Gewässer) bzw. im Mittelmeer aufzustellen. Nur wenn "la milicia" (das Militär) die Grenzen schütze, können Religion, Frieden, Gerechtigkeit, Wissenschaft blühen: "La religión, la paz y la justicia, / la ciencia y la milicia,  / se verán abrazadas,  / de pacífica oliva coronadas.  / Vivid siglos, vivid, y ¡plega al cielo  / que oyendo el justo celo  / y el ánimo devoto,  / vuestras banderas pongan en el remoto  / margen del mar de España,  / que las colunas baña  / que el tebano llamó fin de la tierra." Der Maure Celén Gazul hatte überall seine islamischen Fahnen und arroganten Halbmonde angebracht: "tenía Celín Gazul / de ricas tiendas formada  / una ciudad populosa,  / una portátil montaña,  / coronada de banderas  / verdes, azules y blancas,  / cuyas arrogantes lunas  / ser hijas del sol negaban." Genutzt hat es ihm nichts, denn im Zuge der Reconquista musste er in einer Schlacht das Leben lassen, islamische Flaggen und Halbmonde wurden wieder entfernt: "Murió a las manos de Tello  / Gazul; dio fin la batalla,  / y yo a lo demás, pues viene  / con diez banderas ganadas,  / ricos despojos y esclavos." Nicht aus einer Art Rassismus werden die islamischen Mauren in Spanien bekämpft, sondern "Porque no creen en Dios  y en su siempre Virgen Madre" (Weil sie nicht an Gott glauben und an seine immerwährende Jungfrau Mutter). Daher hat man auch Schwierigkeiten sie als Männer anzuerkennen: "¿Éstos son moros? Parecen hombres." (Sind das Mauren? Sieht aus wie Männer). 

In einer anderen Komödie wird die Unsinnigkeit des Islam von Muslimen eingesehen. GAZUL hatte von EL CAPITÁN PIMENTEL erfahren, dass er für das Kreuz und gegen den Koran kämpfe: "Profesión por su cruz hago / de ir contra vuestro Alcorán." Auch GAZUL beginnt zu zweifeln am Koran und an Allah, der ihm inzwischen völlig verrückt erscheint:: "¡Loco estoy, por Alá, de verte loca!" (Verrückt bin ich, für Allah, dich verrückt zu sehen!). Auch Mohammed könne der Teufel holen, bzw. was an Mähne und Schweif befestigt sei: "Ponte a enlazar las crines y la cola. / ¡Por vida de Mahoma! ¡De un villano!"  Auch die Mauren ALQUINDO und CELINDO sind ähnlich wie GAZUL von Allah enttäuscht. Angesichts ihres kurzen Lebens fragen sie "¿Fuese el traidor? (War er der Verräter?). CELINDO meint in Bezug auf den verrückten Allah: "Se escapó; acometió, pero huyó, / que tiene estos falsos modos, / y por en medio de todos / a su Medina volvió." (Er entkam; er eilte, aber er, der diese falschen Modi hat, floh inmitten aller zu seinem Medina zurück).  Selbst ZARO, einst Maurenkönig in Murcia "rey de Murcia", hat sein Königreich verloren, dafür aber ein neues Königreich gefunden: er wolle Christ werden und er bewundere die christlichen Könige und Ritter. Der christliche Gott, möge ihm sein Licht geben, er habe deutlich gesehen, dass sein Prophet (Mohammed), dessen Gesetze er aufgebe, fälschlicherweise eine irreführende Sekte erfunden habe; dass es keine Wahrheit gibt als Christus. Und beim Kreuz seines Banners, schwor er, Christ zu sein. Er werde sein Königreich wachsen lassen, und er werde endlich wieder sein, wer er wirklich sei: "Y espero en la santa mano / de Dios, que su luz me dé, / que ya claramente he visto / que esto de nuestro Profeta, / de cuyas leyes desisto, / es falsa engañosa secta; / que no hay más verdad que Cristo. / Del Maestre, que traté / algunos días, cobré / a su ley esta opinión, / y a la cruz de su pendón, / de ser cristiano juré, / ... que si esto al cristiano soy, /  haré que su reino aumente, / y volveré a ser quien soy." 

Man kann sagen, das moderne Spanien ist "durch seinen Widerstand gegen die Religion Mohammeds und das Abstoßen des Islams zu dem geworden, was es ist." Mit entscheidend für diesen Prozess der Abstoßung war die sogenannte "Pragmatica" oder "Pragmatische Sanktion" aus dem Jahre 1567. Sie war eine Reaktion auf einen Aufstand der Moriscos ("Kryptomuslime"). Damals, nach der Zerschlagung der letzten maurischen Herrschaft auf spanischem Boden, des Reiches der Nasriden von Granada, durch die katholischen Majestäten Isabella und Ferdinand im Jahre 1492, lebten noch etwa 150 000 Muslime in Spanien. Ihr wichtigstes Rückzugsgebiet waren die Alpujarras, Hochtäler in der Sierra Nevada nördlich von Grenada. Dorthin war schon Boabdil geflüchtet, Abu Abdallah, der letzte Herrscher der Nasriden, nachdem Grenada in die Hände der Christen gefallen war. Die Morisken versuchten ähnlich wie die Muslime heute, ihre Kultur heimlich weiter zu pflegen und durch Salafismus und Terror zu verbreiten. "Mit der pragmatischen Sanktion wollten die spanischen Könige der Morisken endgültig Herr werden. Ihnen wurde verboten, Arabisch zu sprechen und zu schreiben, arabische Bücher mussten abgegeben werden oder wurden konfisziert... In Toledo, das schon 1085 endgültig wieder in die Hände der christlichen Reconquistadores gefallen war, aber multikulturell blieb, kam es zu berüchtigten Prozessen gegen die Morisken. Man schrieb den Morisken vor, sich so anzuziehen wie die Spanier, ihre Hochzeitsbräuche mussten den spanischen Sitten entsprechen. Den muslimischen Frauen wurde befohlen, sich so zu kleiden, dass man ihre Gesichter sehen könne, ja die Verschleierung wurde verboten. Muslimische Vor- und Nachnahmen (Herkunftsnamen), arabische Namen überhaupt, wurden ebenfalls untersagt.... Muslimische Migranten, deren Familien aus Nordafrika nach Spanien gekommen waren, wurden vertrieben. Schon Ende des 15. Jahrhunderts, nach der Eroberung Granadas, wo man dann auch die "Pragmatica" verkünden ließ, war es zu einem Massenexodus der Muslime von der spanischen Halbinsel gekommen. Sie gingen nach Nordafrika oder suchten Schutz beim Sultan der Osmanen." Die "Pragmatica" war nicht allein der spanischen Innenpolitik geschuldet, sondern auch der damaligen politischen Großwetterlage: Die Großmacht Spanien war mit der neu aufgetauchten Großmacht der Osmanen konfrontiert. Seit der Einnahme Konstantinopels 1453 durch Sultan Mehmed II. Fatih (1431-1481) war die osmanische Flotte die bestimmende Macht im Mittelmeer geworden. Sie bot Spanien kräftig Paroli, auch mit Hilfe jener muslimischen Vasallen, die nach den Eroberungszügen unter Sultan Selim und seinem Nachfolger Suleyman dem Prächtigen nach 1517 in Nordafrika der Hohen Pforte dienten. Das harsche Vorgehen gegen die Muslime und Moriscos im eigenen Land rechtfertigten die Spanier u.a. mit der Furcht, die "Kryptomuslime" könnten sich als "fünfte Kolonie der Türken" entpuppen. Vier Jahre nach dem Erlass der "Pragmatica", 1571, wurde die osmanische Flotte bei Lepanto durch eine vereinigte christliche Flotte versenkt. In vielen europäischen Ländern wird inzwischen laut und leise über ein wiederaufwärmen der "Pragmatica" nachgedacht. Vgl. Kurse Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 661 Philosophie der Geschichte, Nr. 568 Nikolaus von Kues, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 654 St. Augustinus III, Nr. 545 Sittenlehre I-II, Nr. 614 Sittenlehre III, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre I-II, Nr. 641 Staats- und Rechtslehre III, Nr. 644 Staats- und Rechtslehre IV, Nr. 655 Staats- und Rechtslehre V, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Nr. 660 G.W.F. Hegel IINr. 637 Lope de Vega I, Nr. 638 Lope de Vega II, Akademie der Kunst und Philosophie
 
 

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Letzte Bearbeitung:15.10.2021