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Kurs Nr. 644

Miguel de Cervantes Saavedra - Philosopher, Poet, Dramatist and Novellist II


¡Que no hay aquí teologías!" (Hier gibt es keine Theologien!) - Miguel de Cervantes, LOS BAÑOS DE ARGEL II 

"Humanidad...Sin estudiarla, jamás se aprende esta facultad." (Menschlichkeit ...Ohne es zu studieren, lernen Sie niemals diese Fähigkeit) - Miguel de Cervantes, EL LABERINTO DE AMOR

Miguel de Cervantes Saavedra 

 

 
 
 
 
 

 

Aus dem Inhalt:
 
 

1. Politik-Beratung: "No son muy verdaderos, a decirte verdad, tus consejeros" (Sie sind nicht sehr wahr, um die Wahrheit zu sagen, Ihre Berater); Selbst der klarste Kopf der albernen oder geistlosen Wissenschaft ("el ingenio más claro en tonta ciencia"), bleibt ein Vertreter der sogenannten Schrott-Wissenschaft ("junk-science"); "sin fe y sin Dios nacido" (ohne Glauben und ohne Gott geboren) 


Um Politik-Beratung ging es auch damals schon. Genau wie heute gab es eine Berater-Industrie mit ihrer eigenen Wissenschaft, mit Wahrheit hatte das allerdings nichts tzu tun, genausowenig wie heute Mc Kinsey oder BCG wirkliche Wahrheit und Wissenschaft für sich in Anspruch nehmen. MALGESÍ und GALALÓN sagen daher: "Haré cuanto mi industria y ciencia pueda...  No son muy verdaderos, / a decirte verdad, tus consejeros." (Ich werde tun, was meine Industrie und Wissenschaft können ...  Sie sind nicht sehr wahr, um die Wahrheit zu sagen, Ihre Berater). [1]

Eine Beratung, die schon "nicht sehr wahr" ist, taugt nicht für Menschen, die selbst denken können, eher "para un alma de piedra verdadera!" (für eine wahre Steinseele!). Selbst der klarste Kopf oder größte Erfinder aus der albernen oder geistlosen Wissenschaft ("el ingenio más claro en tonta ciencia"), bleibt ein Vertreter der sogenannten Schrott-Wissenschaft ("junk-science"), worunter man heute vor allem die grüne und rote Gentechnik, z.B. die mRNA-Technik versteht. [2]

Obwohl Politiker und von der Schrott-Wissenschaft beeinflusste Medien hartnäckig versuchen die Impfunfälle kleinzureden und den Zusammenhang von Todesfällen und Impfung mir mRNA-Präparaten zu bestreiten, spricht alles dafür, dass die Kritiker recht behalten, die in dem mRNA-Präparat, entwickelt von der sogenannten Schrott-Wissenschaft, einen großangelegten Menschenversuch mit zweifelhaftewer Wirkung erkennen. In vielen Ländern kommt es nicht nur zu Erkrankungen an Covid und damit zur weiteren Verbreitung der Krankheit durch die mRNA-Impfung, sondern auch zu schweren Nebenwirkungen bei geimpften Ärzten und dem Pflegepersonal, so dass die örtlichen Gesundheitsämter die Impfungen bis auf weiteres aussetzen. Zudem weigern sich auch immer mehr Ärzte und Pfleger, Versuchskaninchen zu spielen. "El ingenio más claro en tonta ciencia", also der klarste Kopf der Schrott-Wissenschaft, der Virologe Christian Drosten, sagt, man habe "schließlich noch nicht gewusst, ob der Impfstoff auch funktionieren werde." Erst weitere Menschenversuche könnten Klarheit bringen. Und obwohl "de Mahoma no hay hablarme" (von Muhammad keine Rede) ist, will  sich ein Prophet der albernen Schrott-Wissenschaft, der türkische Biontech-Gründer Ugur Sahin, als Nachfolger des Lügen-Propheten Muhammad verstanden wissen und sagt: "Mich hat das gewundert", dass ihm die Leute nicht von Anfang an gefolgt seien, schließlich hat er eine Mission wie sein Vorgänger Muhammad, der zwar Millionen Tote auf dem Gewissen hatte, aber immerhin sagen konnte, dass er berühmt geworden sei. [3]

ROLDÁN oder Roland trifft auf den muslimischen FERRAGUTO, der zwar keine moderne Schrott-Wissenschaft im Gepäck hat, dafür ist aber, seiner Pseudo-Philosophie des Muhammad nach zu urteilen, nicht viel von ihm zu erwarten. Auch sei er ohne Glauben und Gott, nur Anhänger einer gefährlichen Sekte. Daher sagt ROLDÁN: "Tú le mataste, y fue alevosamente, / moro español, sin fe y sin Dios nacido... / De tu falso argüir eso se infiere. / No te retires, bárbaro arrogante, / que quiero castigar tu alevosía." (Sie haben ihn getötet, und es war tückisch, spanischer Maure, ohne Glauben und ohne Gott geboren... Das lässt sich aus Ihrem falschen Argument ableiten. Zieh dich nicht zurück, arroganter Barbar, Ich möchte deinen Verrat bestrafen). FERRAGUTO kann nur noch sagen: "Por Mahoma te juro, y Trivigante, / que no sé quién me impele y me desvía  / de tu presencia, ¡oh paladín gallardo!" (Bei Muhammad schwöre ich dir und Trivigante, ich weiß nicht, wer mich antreibt und beschneidet, von deiner Gegenwart, oh galanter Paladin!) ROLDÁN meint zu dem Moslem, er werde mit diesem Muhammad untergehen: "Con ésta acabarás, que ya me tardo." (Du wirst mit diesem enden, ich bin spät dran). [4]
 

"Personas que hablan en ella: REINALDOS, MALGESÍ, ROLDÁN, GALALÓN, EMPERADOR Carlomagno, Un PAJE, ANGÉLICA, BERNARDO del Carpio, Una DUEÑA, Un ESCUDERO, ARGALÍA, ESPÍRITU de Merlín,  MARFISA, LAUSO, pastor, CORINTO, pastor, RÚSTICO, pastor, CLORI, pastora, El TEMOR, La SOSPECHA, La CURIOSIDAD, La DESESPERACIÓN, Los CELOS, La Diosa VENUS, CUPIDO, La MALA FAMA, La BUENA FAMA, FERRAGUTO, CASTILLA 

MALGESÍ
Haré cuanto mi industria y ciencia pueda. 
GALALÓN
No son muy verdaderos,
a decirte verdad, tus consejeros." Miguel de Cervantes, LA CASA DE LOS CELOS Y SELVAS DE ARDENIA I

"ROLDÁN
Tú le mataste, y fue alevosamente,
moro español, sin fe y sin Dios nacido...
De tu falso argüir eso se infiere.
No te retires, bárbaro arrogante, 
que quiero castigar tu alevosía.
FERRAGUTO...
Por Mahoma te juro, y Trivigante,
que no sé quién me impele y me desvía 
de tu presencia, ¡oh paladín gallardo!
ROLDÁN
Con ésta acabarás, que ya me tardo." Miguel de Cervantes, LA CASA DE LOS CELOS Y SELVAS DE ARDENIA III
 
 

2. Glück in der Liebe, "conejo acosado" (belästigtes Kaninchen); die Wahrheit zeige sich nur ohne Allah, auch sein Rat sei falsch gewesen und er dachte, wer hat denn den Feigling beraten ("porque pensaba que a un cobarde aconsejaba"); Wer auf Allah hört, wird vom Teufel eingekleidet, wie ALIMUZEL bekennt: "¡El diablo se me reviste!" (Der Teufel verkleidet mich!), auch Muhammad könne nichts von Bedeutung geben: "Mahoma sobre ti venga, y lo que puede te dé." (Muhammad, komm über dich, und was es dir geben kann)

Der Maure und Korsar NACOR kommt "con un turbante verde" (mit einem grünen Turban) heraus und ruft Muhammad um Hilfe, weil sein Glück in der Liebe zu wünschen übrig lasse, er wüsste nicht was Liebe sei; zwar gebe es kein belästigtes Kaninchen ("no hay conejo acosado"), das nicht feige und schnell vor ihm weglaufen würde, also er bekäme zwar alles zu fassen, was bei drei nicht auf den Bäumen sei, weil er so schnöde und niederträchtig ist: "soy de tan bajo supuesto", dennoch sei er "celoso y con miedo" (eifersüchtig und ängstlich) und rufe Allah an, damit er ihm helfe erfolgreich zu sein, Beweise zu liefern und den Gordischen Knoten zu lösen: "¿Cortaré en segura prueba / este gordïano enredo?" [5]

Die Mauren ALIMUZEL und NACOR bzw. Jarife streiten sich vor der Maurin ARLAXA, wer der bessere Krieger sei. ARLAXA fragt: "¿Sois vencido, o vencedor?" (Bist du besiegt oder siegreich?) ALIMUZEL: "Todo lo dirá Nacor, / que se halló presente a todo." (Nacor wird alles sagen, nämlich, dass er überhaupt anwesend war). NACOR: "No quiso el desafïado / acudir al desafío, / aunque bien se ha disculpado." (Er wollte nicht herausfordern oder den Kampf ansagen und die Herausforderung annehmen, obwohl er sich gut entschuldigt hat). ARLAXA: "¿ése es soldado de brío, / tan temido y alabado? / ¿Cómo pudo dar disculpa  / buena de tan fea culpa?" (Ist das ein starker Soldat, so gefürchtet und gelobt?       Wie konnte er sich gut entschuldigen von solch hässlicher Schuld?) NACOR: "Su general le detuvo, / que él ninguna culpa tuvo, / aunque Alimuzel le culpa; / que él saliera al campo abierto, / a esperarle un día más, / según quedó en el concierto." (Sein General hat ihn aufgehalten, so dass er keine Schuld hatte, obwohl Alimuzel ihn beschuldigt; er wollte noch einen Tag auf ihn warten, bis er ins offene Feld geht, um zu erfahren wie es im Konzert war). ALIMUZEL: "Nacor, endiablado estás; / no sé cómo no te he muerto." (Nacor, du bist teuflisch; Ich weiß nicht, wie ich nicht gestorben bin). ARLAXA: "Paso, mi señor valiente, / que entiendo deste contraste, / sin que ninguno le cuente, / que ni él salió, ni esperaste." (langsam, mein tapferer Herr, damit ich diesen Kontrast verstehe, ohne dass dir jemand davon erzählt, dass weder er herauskam, noch du gewartet hast). NACOR: "Es así." (Es ist so). [6]

ALIMUZEL: "¡Un jarife miente! / ¡Por Alá, que es gran maldad!" (Ein Jarife lügt! Bei Allah, das ist großes Übel!) NACOR meint sehr weitsichtig, dass sich die Wahrheit nur zeige, wenn er ohne Allah komme: "¿No se muestra la verdad / en que te vienes sin él?" (Wird nicht die Wahrheit gezeigt in dem du ohne ihn kommst?) ALIMUZEL will aber von Allah Rat bekommen haben: "¿Por consejo no me diste / que me volviese?" (Hast du mir keinen Rat gegeben zurückkommen?) NACOR meint, der Rat von Allah sei falsch gewesen und er dachte, wer hat denn den Feigling beraten: "Hiciste / mal; yo bien, porque pensaba / que a un cobarde aconsejaba." (Das hast du falsch gemacht; Mir geht es gut, weil ich dachte wer beriet einen Feigling). Wer auf Allah hört, wird vom Teufel eingekleidet, wie ALIMUZEL bekennt: "¡El diablo se me reviste!" (Der Teufel verkleidet mich!) Zum Schluss meint ALIMUZEL, wenigstens Muhammad könne doch etwas geben, falls er etwas zu geben hätte. Letztlich müssen sie bekennen, dass auch Muhammad nichts von Bedeutung geben könne: "Mahoma sobre ti venga, / y lo que puede te dé." (Muhammad, komm über dich, und was es dir geben kann). [7]
 

"Personas que hablan en ella: ARLAXA, mora, ALIMUZEL, moro, Don ALONSO de Córdoba, conde de Alcaudete, general de Orán, Don FERNANDO DE SAAVEDRA, GUZMÁN, capitán, FRATÍN, ingeniero, Un SOLDADO,     CEBRIÁN, moro, criado de Alimuzel, NACOR, [jarife] moro, Don MARTÍN DE CÓRDOBA, UNO, con una petición, BUITRAGO, soldado, Un PAJECILLO, OROPESA, cautivo, ROBLEDO, alférez, VOZMEDIANO, anciano, Doña MARGARITA, doncella en hábito de hombre, BAIRÁN, renegado, Un MORO, Don JUAN de Valderrama, ROAMA, moro, AZÁN, rey de Argel, El rey del CUCO, El rey del ALABEZ, Don FRANCISCO de Mendoza,   ACOMPAÑAMIENTO 

[NACOR]
Mahoma, ya que el Amor
en mis dichas no consiente,
muéstrame tú tu favor:
mira que soy tu pariente, 
el infelice Nacor.
Jarife soy de tu casta,
Yo me respeta el asta
de Amor que blande en mi pecho,
un blanco a sus tiros hecho, 
do todas sus flechas gasta.
Y más, y no sé qué es esto,
que, con ser enamorado,
soy de tan bajo supuesto,
que no hay conejo acosado 
más cobarde ni más presto.
Desto será buen testigo
el ver aquí mi enemigo
dormido, y no osar tocalle,
deseando de matalle 
por venganza y por castigo.
Que esté celoso y con miedo,
por Alá, que es cosa nueva.
¿Llegaré, o estarme he quedo?
¿Cortaré en segura prueba 
este gordïano enredo?
Que si éste quito delante,
podrá ser que vuelva amante
el pecho de Arlaxa ingrato.
Muérome porque no mato; 
oso y tiemblo en un instante." Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL I

"ARLAXA
¿Sois vencido, o vencedor?
ALIMUZEL
Todo lo dirá Nacor,
que se halló presente a todo.
NACOR
No quiso el desafïado 
acudir al desafío,
aunque bien se ha disculpado.
ARLAXA
¿ése es soldado de brío,
tan temido y alabado?
¿Cómo pudo dar disculpa 
buena de tan fea culpa?
NACOR
Su general le detuvo,
que él ninguna culpa tuvo,
aunque Alimuzel le culpa;
que él saliera al campo abierto, 
a esperarle un día más,
según quedó en el concierto.
ALIMUZEL
Nacor, endiablado estás;
no sé cómo no te he muerto...
ARLAXA
Paso, mi señor valiente, 
que entiendo deste contraste,
sin que ninguno le cuente,
que ni él salió, ni esperaste.
NACOR
Es así.
ALIMUZEL
¡Un jarife miente!
¡Por Alá, que es gran maldad! 
NACOR
¿No se muestra la verdad
en que te vienes sin él?" Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL I
 

3. Herkules, Héctor, Roldán, Fernando; "Dese modo, Alí es cobarde" (Ali ist übrigens ein Feigling); Ländereien und Meere von Türken bevölkert: "poblada de turcos toda". Erst durch die Feuersalven der spanischen Soldaten stoben die Türken auseinander und flohen, "Que piensa el turco que el cielo" (Was denkt der Türke über den Himmel?), Mohammed und Allah, haben als Höllenfürsten im Himmel nichts verloren; aber sie sehen, wie es förmlich Christen aus dem Himmel regnet und erstaunt erkennen sie ihre Angst: "que piensa el turco que el cielo cristianos llueve, y se asombra. Reconocido su miedo"


Wie oben gesehen, hat Allah den Feigling beraten ("cobarde aconsejaba"), weshalb ARLAXA sagen kann: "Dese modo, Alí es cobarde" (Ali ist übrigens ein Feigling). Anders sieht es mit den Spaniern aus, die gegen die Türken siegreich sind. OROPESA spricht von Ländereien, und Meeren, die von Türken bevölkert sind: "poblada de turcos toda". Erst durch die Feuersalven der spanischen Soldaten unter Don Fernando wurde Licht in die Finsternis gebracht: "pero el bravo don Fernando / ligero a la mar se arroja.", es stoben die Türken auseinander und flohen. [8]

"Que piensa el turco que el cielo" (Was denkt der Türke über den Himmel?) Vom Himmel erwartet der Türke nichts gutes, denn die, die von den Türken verehrt werden, Mohammed und Allah, sind Höllenfürsten und haben im Himmel nichts verloren. Aber sie sehen, wie es förmlich Christen aus dem Himmel regnet und erstaunt erkennen sie ihre Angst: "que piensa el turco que el cielo / cristianos llueve, y se asombra. / Reconocido su miedo." Die Spanier freuen sich über den Sieg: "don Fernando, con voz ronca / de la cólera y trabajo, / grita: ``¡Vitoria, vitoria!'' (Don Fernando mit heiserer Stimme vor Zorn und Arbeit: "Vitoria, Vitoria!"). Hundert Mauren seien gestorben, zweihundert dienen Rudern, einhundert sind  in den Kerkern gelandet. Er sei sehr bescheiden in Frieden, und im Krieg gebe es keine Person die ihm entspreche, weder christliche, noch die, die Muhammad dienen: "Cien moros ha muerto en tra[n]ces, / siete en estacada sola, /   docientos sirven al remo, / ciento tiene en las mazmorras. / Es muy humilde en la paz, / y en la guerra no hay persona / que le iguale, ya cristiana, / o ya que sirva a Mahoma." ARLAXA: "¡Oh, qué famoso español!" (Oh, was für ein berühmter Spanier!) OROPESA: "Hércules, Héctor, Roldán / se hicieron en su crisol." (Herkules, Héctor, Roldán wurden in ihrem Tiegel hergestellt). [9]

"ARLAXA
Dese modo, Alí es cobarde.
OROPESA...
Dio fondo en una caleta
de Argel una galeota, 
casi de Orán cinco millas,
poblada de turcos toda.
Dieron las guardas aviso
al general, y, con tropa
de hasta trecientos soldados, 
se fue a requerir la costa.
Estaba el bajel tan junto
de tierra, que se le antoja
dar sobre él: ved qué batalla
tan nueva y tan peligrosa. 
Dispararon los soldados
con priesa una vez y otra;
tanto, que dejan los turcos
casi la cubierta sola.
No hay ganchos para acercar 
a tierra la galeota,
pero el bravo don Fernando
ligero a la mar se arroja...
que piensa el turco que el cielo
cristianos llueve, y se asombra. 
Reconocido su miedo,
don Fernando, con voz ronca
de la cólera y trabajo,
grita: ``¡Vitoria, vitoria!''...
Cien moros ha muerto en tra[n]ces,
siete en estacada sola,
docientos sirven al remo,
ciento tiene en las mazmorras. 
Es muy humilde en la paz,
y en la guerra no hay persona
que le iguale, ya cristiana,
o ya que sirva a Mahoma.
ARLAXA
¡Oh, qué famoso español! 
OROPESA
Hércules, Héctor, Roldán
se hicieron en su crisol." Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL II
 

4. "Los prudentes y los viejos siempre dan consejos buenos" (Die Weisen und die Alten geben immer gute Ratschläge); "Cubre el traidor sus malas intenciones con rostro grave y ademán sincero, y adorna su traición con las razones de que se precia un pecho verdadero" (Der Verräter deckt seine bösen Absichten ab mit einem ernsten Gesicht und einer aufrichtigen Geste, und schmückt seinen Verrat mit Gründen die von einer wahren Brust geschätzt werden); nur noch gut für Allah oder Beelzebub


Doña MARGARITA, ein Mädchen, dass sich als Mann verkleidet hat ("doncella en hábito de hombre") fürchtet, dass die Berberei ihr Grab werden könnte ("berberisca sepultura"). Sie hofft auf gute Ratschläge der Alten und Weisen: "Los prudentes y los viejos siempre dan consejos buenos" [10]

NACOR hat es auf die Maurin Arlaxa abgesehen. Seine berüchtigte Firma, seine Industrie und Verrat unterhält er, damit er sie gewinnen kann. Er will der Besitzer dieser Maurin sein, dafür nimmt er alles in Kauf: "Y sólo quiero desta rica presa, / por quien mi industria y mi traición trabaja, / un cuerpo que a mi alma tiene presa: / quiero a la bella sin igual Arlaxa. / Por ella tengo tan infame empresa / por ilustre, por grande, y no por baja: / que, por reinar y por amor no hay culpa / que no tenga perdón y halle disculpa. / No siento ni descubro otro camino, / para ser posesor de aquesta mora, / que hacer este amoroso desatino, / puesto que en él crueldad y traición mora. / ámola por la fuerza del destino, / aunque mi alma su beldad adora, / quiérola cautivar para soltalla, / por si puedo moverla o obligalla." (Und ich will nur diese reiche Beute für den meine Industrie und mein Verrat arbeiten, ein Körper, der meiner Seele zum Opfer fällt: Ich liebe die unvergleichliche Schönheit Arlaxa. Für sie habe ich eine so berüchtigte Firma... dass es für die Herrschaft und für die Liebe keine Schuld gibt... Ich fühle oder entdecke keinen anderen Weg, der Besitzer dieser Maurin zu sein, diesen liebevollen Unsinn zu tun, denn Grausamkeit und Verrat wohnen in ihm. Liebe ich sie durch die Kraft des Schicksals, und obwohl meine Seele ihre Schönheit verehrt, möchte ich sie fesseln, um sie zu entfesseln falls ich es bewegen oder erzwingen kann). [11]

D. MARTÍN: "Cubre el traidor sus malas intenciones / con rostro grave y ademán sincero, / y adorna su traición con las razones / de que se precia un pecho verdadero." (Der Verräter deckt seine bösen Absichten ab mit einem ernsten Gesicht und einer aufrichtigen Geste, und schmückt seinen Verrat mit Gründen die von einer wahren Brust geschätzt werden). Für "moros encantados o cristianos fementidos" (verzauberte Mauren oder falsche Christen) gilt nur noch das, was ALIMUZEL von sich gibt: " ¡Muerto soy; Alá me ayude!" (Ich bin tot; Allah hilf mir!). Sie taugen nichts mehr und sind nur noch gut für Allah oder Beelzebub, echte Christen dagegen für Gott und Santïago:"¡Que te valga Bercebú, / y a mí Dios y Santïago!" [12]

 

"MARGARITA
Quiérelo así mi ventura, 
pero no será tan dura
que no dé fin a mis penas
con darme en estas arenas
berberisca sepultura...
Los prudentes y los viejos
siempre dan consejos buenos." Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL II

"NACOR
Y sólo quiero desta rica presa,
por quien mi industria y mi traición trabaja,
un cuerpo que a mi alma tiene presa: 
quiero a la bella sin igual Arlaxa.
Por ella tengo tan infame empresa
por ilustre, por grande, y no por baja:
que, por reinar y por amor no hay culpa
que no tenga perdón y halle disculpa. 
No siento ni descubro otro camino,
para ser posesor de aquesta mora,
que hacer este amoroso desatino,
puesto que en él crueldad y traición mora.
ámola por la fuerza del destino, 
aunque mi alma su beldad adora,
quiérola cautivar para soltalla,
por si puedo moverla o obligalla." Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL II

"D. MARTÍN
Cubre el traidor sus malas intenciones 
con rostro grave y ademán sincero,
y adorna su traición con las razones
de que se precia un pecho verdadero.
De un Sinón aprendieron mil Sinones,
y así, el que es general, al blando o fiero 
razonar del contrario no se rinde,
sin que primero la intención deslinde." Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL II
 

5. Türkische Clans des berüchtigten Korsaren und Idol aller Türken, Barbarroja, überschwemmen Land und Meer mit "cubierta de gente inumerable y vocinglera" (unzähligen und lautstarken Leuten), so dass es zu ihren Gunsten mehr Moslems geben wird, als in einer klaren Nacht Sterne erscheinen: "que en clara noche estrellas se parecen"; Damals sagte man, dass der Barbar, also Barbarroja und seine türkischen Clans, sogar den Erzengel Michael in Bedrängnis bringen ("que a San Miguel el bárbaro amenaza") und es teuer sein wird, den Barbaren zu schlagen: "que al bárbaro el ganarle será caro"; "oigo trompetas y cajas, algún escuadrón es éste de turcos" (Ich höre Trompeten und Trommeln, ein Schwadron von Türken ist das)

Türkische Clans des berüchtigten Korsaren und Idol aller Türken, Barbarroja, überschwemmen Land und Meer mit "cubierta de gente inumerable y vocinglera" (unzähligen und lautstarken Leuten), wie BAIRÁN berichtet: "Digo, señor, que la venida es cierta, / y que este mar verás y esta ribera, / él de bajeles lleno, ella cubierta / de gente inumerable y vocinglera. / De Barbarroja el hijo se concierta / con Alabez y el Cuco, de manera / que en su favor más moros dan y ofrecen / que en clara noche estrellas se parecen. / Los turcos son seis mil, y los leventes / siete mil, toda gente vencedora; / veinte y seis las galeras, suficientes / a traer municiones de hora en hora. / Andan en pareceres diferentes / sobre cuál destas plazas se mejora / en fortaleza y sitio, y creo se ordena / de dar a San Miguel la buena estrena. / Esto es, señor, lo que hay del campo moro, / y en Argel el armada queda a punto, / y Azán, el rey, guardando su decoro, / que es diligente, la traerá aquí al punto." (Ich sage, Sir, dass das Kommen sicher ist, und dass du dieses Meer und dieses Ufer sehen wirst, wie es voller Stämmen bedeckt ist von unzähligen und lautstarken Leuten. Von Barbarossa ist der Sohn    mit Alabez und el Cuco verbunden, so dass es zu ihren Gunsten mehr Mauren (Moslems) geben wird, als in einer klaren Nacht Sterne erscheinen. Die Türken sind sechstausend und die Leventes siebentausend, alles siegreiche Leute;       sechsundzwanzig Galeeren, genug Munition von Stunde zu Stunde zu bringen... Und ich denke, es ist befohlen San Miguel die gute Premiere zu geben). [13]

Damals sagte man, dass der Barbar, also Barbarroja und seine türkischen Clans sogar den Erzengel Michael in Bedrängnis bringen ("que a San Miguel el bárbaro amenaza") und es teuer sein wird, den Barbaren zu schlagen: "que al bárbaro el ganarle será caro". Das Gleiche gilt heute für Europa, das mit türkischen Clans überschwemmt ist, die sich größtenteils auf ihr Idol Barbarossa berufen. ALIMUZEL, der auch von den Türken bedroht wird, klingt ängstlich: "Escucha, que oigo clarines, / oigo trompetas y cajas; / algún escuadrón es éste / de turcos que hacia Orán marcha." (Hören Sie, ich höre Signalhörner, Ich höre Trompeten und Trommeln; Ein Schwadron von Türken ist das, die in Richtung Oran marschieren). [14]

 
"BAIRÁN
Digo, señor, que la venida es cierta, 
y que este mar verás y esta ribera,
él de bajeles lleno, ella cubierta
de gente inumerable y vocinglera.
De Barbarroja el hijo se concierta
con Alabez y el Cuco, de manera 
que en su favor más moros dan y ofrecen
que en clara noche estrellas se parecen.
Los turcos son seis mil, y los leventes
siete mil, toda gente vencedora;
veinte y seis las galeras, suficientes 
a traer municiones de hora en hora.
Andan en pareceres diferentes
sobre cuál destas plazas se mejora
en fortaleza y sitio, y creo se ordena
de dar a San Miguel la buena estrena. 
Esto es, señor, lo que hay del campo moro,
y en Argel el armada queda a punto,
y Azán, el rey, guardando su decoro,
que es diligente, la traerá aquí al punto.
D. ALONSO
De sus designios poco o nada ignoro, 
mas, por tu relación cuerda, barrunto
que a San Miguel el bárbaro amenaza,
como más flaca, aunque importante plaza.
Pero, puesto le tengo en tal reparo,
tales soldados dentro dél he puesto, 
que al bárbaro el ganarle será caro,
muy más que en su designio trae propuesto.
Idos a reposar, mi amigo caro,
y el agradecimiento y paga desto
esperadla de mí, con la ventaja 
que aquel merece que cual vos trabaja...
ALIMUZEL
Escucha, que oigo clarines,
oigo trompetas y cajas;
algún escuadrón es éste 
de turcos que hacia Orán marcha." Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL II
 

6.  "Vivir muriendo... nunca alegre, siempre triste" (sterbend leben... niemals glücklich, immer traurig) heißt, in der Sekte des Islam leben: "en vuestra secta vive"; nur schlecht erzogene Frauen oder Männer konvertieren zum Islam 

MARGARITA erzählt ihre Geschichte, wie sie nach Oran gekommen ist und Maurin werden musste, da in Oran die islamische Sekte vorherrschend war und wie sie wieder Kontakt zu Christen aufgenommen hat: "Supe que a volverse moro, / cosa, a pensarla, imposible, / dejó los muros de Orán, / y que en vuestra secta vive. / Yo, por no vivir muriendo / entre sospechas tan tristes, / a trueco de ser cautiva, / todo el hecho saber quise; / y así, arrojada y ansiosa, / entre los cristianos vine, / de quien fue Nacor la guía, / que los trujo a lo que vistes. / Ya me quedé, y soy cautiva, / y ya os pregunto si vistes / a este cristiano que busco, / o a este moro que acogistes. / Llamábase don Fernando / de Saavedra, de insignes / costumbres y claro nombre, / como su fama lo dice. / Por él y por mi rescate, / si dél sabéis, se apercibe / mi lengua a ofreceros tanto, / que pase de lo posible. / Ésta es mi historia, señores; / nunca alegre, siempre triste; / si os he cansado en contalla, / lo que me mandastes hice." (Ich wusste, dass ich ein Moor werden sollte. Sache, darüber nachzudenken, unmöglich, verließ die Mauern von Oran, und das in ihrer Sekte lebt. Ich, weil ich nicht im Sterben lebe zwischen Verdächtigungen so traurig, im Austausch dafür, ein Gefangener zu sein, habe ich alles getan, um zu wissen, was ich wollte; und so, geworfen und ängstlich, bin ich unter die Christen gekommen, dessen Führer Nacor war. Ich bin schon geblieben und ich bin ein Gefangener, und ich frage dich schon, ob du gesehen hast diesen Christ, den ich suche, oder diesen Mauren, den du begrüßt hast. Sein Name war Don Fernando von Saavedra, von ausgezeichneten Insignienl und klarem Namen, wie sein Ruhm sagt... Das ist meine Geschichte, meine Herren; niemals glücklich, immer traurig...). [15]

Natürlich gab es früher und gibt es heute Konvertitinnen, also schlecht erzogene Frauen oder Männer, die zum Islam konvertieren; doch wer gut und christlich erzogen wurde, bleibt, wie D. FERNANDO betont, eine christliche Seele, die sich zwar bewölken, aber nicht zum Islam konvertieren kann: "Que no es moro está en razón; / que no muda un bien nacido, / por más que se vea ofendido, / por otra su religión. / Puede ser que a ese español, / que agora tanto se encubre, / alguna causa le encubre, / como alguna nube al sol. / Mas dime: ¿quién te asegura / que, después de haberle visto, / quede en tu pecho bienquisto? / Que engendra amor la hermosura, / y si él carece della, / como imagino y aun creo, / faltando causa, el deseo / faltará, faltando en ella." (Dass er kein Maure ist, ist richtig; dass sich ein Gutgeborener nicht ändert, egal wie sehr er beleidigt aussieht, auf der anderen Seite seine Religion. Es kann sein, dass zu diesem Spanisch, dass so viel jetzt verborgen ist, eine Ursache gibt, wie eine Wolke in der Sonne...). MARGARITA: "La fama de su cordura / y valor es la que ha hecho / la herida dentro del pecho: / no del rostro la hermosura; / que ésa es prenda que la quita / el tiempo breve y ligero, / flor que se muestra en enero, / que a la sombra se marchita. / Ansí que, aunque en él hallase / no el rostro y la lozanía / que pinté en mi fantasía, / no hay pensar que no le amase." (Der Ruhm ihrer geistigen Gesundheit und Wert ist das, was er getan hat, die Wunde in der Brust: nicht vom Gesicht die Schönheit; dass das ein Kleidungsstück ist, das entfernt die kurze und leichte Zeit, wie die Blume im Januar gezeigt, die verdorrt im Schatten. Ich habe das gehofft, obwohl ich darin gefunden habe nicht das Gesicht und die Frische, die ich in meiner Fantasie gemalt habe, es gibt keinen Gedanken daran, dass sie ihn nicht geliebt hat). [16] 

"MARGARITA
Supe que a volverse moro,
cosa, a pensarla, imposible,
dejó los muros de Orán,
y que en vuestra secta vive. 
Yo, por no vivir muriendo
entre sospechas tan tristes,
a trueco de ser cautiva,
todo el hecho saber quise;
y así, arrojada y ansiosa, 
entre los cristianos vine,
de quien fue Nacor la guía,
que los trujo a lo que vistes.
Ya me quedé, y soy cautiva,
y ya os pregunto si vistes 
a este cristiano que busco,
o a este moro que acogistes.
Llamábase don Fernando
de Saavedra, de insignes
costumbres y claro nombre, 
como su fama lo dice.
Por él y por mi rescate,
si dél sabéis, se apercibe
mi lengua a ofreceros tanto,
que pase de lo posible.
Ésta es mi historia, señores;
nunca alegre, siempre triste;
si os he cansado en contalla,
lo que me mandastes hice." Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL III

"D. FERNANDO
Que no es moro está en razón;
que no muda un bien nacido,
por más que se vea ofendido,
por otra su religión.
Puede ser que a ese español, 
que agora tanto se encubre,
alguna causa le encubre,
como alguna nube al sol.
Mas dime: ¿quién te asegura
que, después de haberle visto, 
quede en tu pecho bienquisto?
Que engendra amor la hermosura,
y si él carece della,
como imagino y aun creo,
faltando causa, el deseo 
faltará, faltando en ella.
MARGARITA
La fama de su cordura
y valor es la que ha hecho
la herida dentro del pecho:
no del rostro la hermosura; 
que ésa es prenda que la quita
el tiempo breve y ligero,
flor que se muestra en enero,
que a la sombra se marchita.
Ansí que, aunque en él hallase 
no el rostro y la lozanía
que pinté en mi fantasía,
no hay pensar que no le amase." Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL III

7. "Turcos cubren el mar, moros la tierra... la gente fiera, tanta, que hace horizonte lo que encubre" (Türken bedecken das Meer, Mauren das Land... das wilde Volk das die Erde verbirgt, reicht bis zum Horizont); Sieg der christlichen Marine ("nuestra Armada") über die Muslime: "Los perros de la tierra, en remolinos confusos, con el miedo a las espaldas, huyen y dejan la campaña libre" (Die Hunde der Erde sind in heller Aufregung und verwirrt, voller Angst fliehen sie und verlassen die Kampagne frei), "¡Mahoma la acompañe!" (Mohammed begleitet sie!) 

BUITRAGO ruft zu den Waffen: "¡Arma, arma, señor, con toda priesa!" (Waffe, Waffe, Sir, mit aller Eile!) D. ALONSO: "Turcos cubren el mar, moros la tierra; / don Fernando de Cárcamo al momento / a San Miguel defienda, y a la guerra / se dé principio con furor sangriento." (Türken bedecken das Meer, Mauren das Land; Don Fernando de Cárcamo zu der Zeit verteidige San Miguel und den Krieg lass in blutiger Wut beginnen). Zweifel über einen Sieg sind durchaus angebracht. Obwohl die muslimischen Horden bis zum Horizont reichen, lässt D. ALONSO die Stadt verteidigen, die Kanonen ausrichten und die neueste Waffentechnik anwenden: "No hay para qué, si todo el campo cubre / del Cuco y Alabez la gente fiera, / tanta, que hace horizonte lo que encubre, / ... Coronen las murallas los soldados, / y reitérese el arma en toda parte; / estén los artilleros alistados, / y usen certeros de su industria y arte" BUITRAGO holt schon mal den Rosenkranz heraus und fängt an zu beten: "Ánimas, si queréis que al ejercicio / vuelva de mis plegarias y rosario, / pedid que me haga el cielo beneficio / que siquiera no falte el ordinario; / que, aunque de Marte el trabajoso oficio / en mi estómago pide estraordinario, / con diez hogazas que me envíe, sienta / que a seis bravos soldados alimenta." [17] 

Durch die Tapferkeit der Christen und neueste Waffentechnik wird der Sieg gegen die Türken errungen. "D. MARTÍN: "Los perros de la tierra, en remolinos / confusos, con el miedo a las espaldas, / huyen y dejan la campaña libre." (Die Hunde der Erde sind in heller Aufregung und verwirrt, voller Angst fliehen sie und verlassen die Kampagne frei). BUITRAGO: "Toda la artillería se han dejado." (Die gesamte Artillerie ist übrig geblieben). GUZMÁN: "Las proas endereza nuestra Armada / al puerto, y ya de Orán el conde insigne / ha salido también." (Die Vorschiffe unserer Marine werden gerade zum Hafen ausgerichtet und von Oran der ist der berühmte Graf auch herausgekommen). D. FERNANDO: "Amigo, escucha: / ¿no ves aquel montón que va huyendo / de moros por la falda del ribazo?" (Freund, hör zu: Siehst du nicht den Haufen Mauren, der flieht?) GUZMÁN: "Muy bien. ¿Por qué lo dices?" (Sehr gut. Was sagst du?) D. FERNANDO: "Allí creo / que va desta alma la mitad." (Ich denke da, dass die Hälfte dieser Seele geht). GUZMÁN: "¿Va Arlaxa?" (Geht Arlaxa?) D. FERNANDO: "Arlaxa va." (Arlaxa geht.) GUZMÁN: "¡Mahoma la acompañe!" (Mohammed begleitet sie!) [18] 

"BUITRAGO
¡Arma, arma, señor, con toda priesa!; 
porque en el charco azul columbro y veo
pintados leños de una armada gruesa
hacer un medio círculo y rodeo;
el viento el remo impele, el lienzo atesa;
el mar tranquilo ayuda a su deseo. 
Arma, pues, que en un vuelo se avecina,
y viene a tomar tierra a la marina.
D. ALONSO
Turcos cubren el mar, moros la tierra;
don Fernando de Cárcamo al momento
a San Miguel defienda, y a la guerra 
se dé principio con furor sangriento.
Mi hermano, que en Almarza ya se encierra,
mostrará de quién es el bravo intento;
que este perro, que nunca otra vez ladre,
es el que en Mostagán mordió a su padre. 
GUZMÁN
Mal puedes defenderle la ribera.
D. ALONSO
No hay para qué, si todo el campo cubre
del Cuco y Alabez la gente fiera,
tanta, que hace horizonte lo que encubre,
y los que van poblando la ladera 
de aquel cerro empinado que descubre
y mira esento nuestros prados secos,
son los moros de Fez y de Marruecos.
Coronen las murallas los soldados,
y reitérese el arma en toda parte; 
estén los artilleros alistados,
y usen certeros de su industria y arte;
los a cosas diversas diputados
acudan a su oficio, y dese a Marte
el que a Venus se daba, y haga cosas 
que sean increíbles de espantosas.
BUITRAGO
Ánimas, si queréis que al ejercicio
vuelva de mis plegarias y rosario,
pedid que me haga el cielo beneficio
que siquiera no falte el ordinario; 
que, aunque de Marte el trabajoso oficio
en mi estómago pide estraordinario,
con diez hogazas que me envíe, sienta
que a seis bravos soldados alimenta." Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL III

"D. MARTÍN
Los perros de la tierra, en remolinos
confusos, con el miedo a las espaldas,
huyen y dejan la campaña libre.
BUITRAGO
Toda la artillería se han dejado.
GUZMÁN
Las proas endereza nuestra Armada
al puerto, y ya de Orán el conde insigne
ha salido también.
D. MARTÍN
A la marina, 
que el bravo don Francisco de Mendoza
no tardará en llegar.
D. FERNANDO
Amigo, escucha:
¿no ves aquel montón que va huyendo
de moros por la falda del ribazo?
GUZMÁN
Muy bien. ¿Por qué lo dices?
D. FERNANDO
Allí creo 
que va desta alma la mitad.
GUZMÁN
¿Va Arlaxa?
D. FERNANDO
Arlaxa va.
GUZMÁN
¡Mahoma la acompañe!" Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL III
 

8. La cordura (geistige Gesundheit, Besonnenheit, Umsicht); Wahnvorstellungen und Wahrheit; Liebesromane; es ist wie einer, der den Irrlehrern predigt in ihren vergeblichen hartnäckigen Fehlern: "que es como quien predica a los herejes, en sus vanos errores obstinados"; "si a quien lo tiene infama infame empleo" (denn der ist berüchtigt, der eine berüchtigte Beschäftigung hat); "ignoras la verdad" (du ignorierst die Wahrheit)

Der Herzog Federico de Novara meint, er habe Wahnvorstellungen gesehen, die als Wahrheit geglaubt wurden: "Yo he visto engaños por verdad creídos". DAGOBERTO, der Herzog von Utrino sagt dazu: "El que dellos se precia bien merece / que su verdad se tenga por mentira." (Derjenige, der stolz auf sie ist, hat es verdient, dass seine Wahrheit als Lüge verstanden wird). [19] 

Der Herzog ANASTASIO und sein Diener führen ein Gespräch über die Liebe, über Autoren, die viele Bücher darüber schreiben und die neue Liebe des Herzogs. ANASTASIO: "Poco me alegra el campo ni las flores." (Die Felder und Blumen machen mich wenig glücklich). CORNELIO: "Ni a mí tus sinsabores me contentan; / porque es cierto que afrentan los amores / que en tan bajos primores se sustentan, / y en mil partes nos cuentan mil autores / cien mil varios dolores que atormentan / al miserable amante no entendido, / poco premiado y menos conocido." (Nicht einmal deine Probleme befriedigen mich; weil es wahr ist, dass die Liebe beleidigt, die in solch geringer Schönheit aufrechterhalten wird, und in tausend Teilen erzählen uns tausend Autoren einhunderttausend verschiedene Schmerzen, die uns quälen über einen elenden Liebhaber, der nicht verstanden wird, wenig ausgezeichnet und weniger bekannt ist). ANASTASIO: "Ya te he dicho, Cornelio, que te dejes / de darme esos consejos escusados, / y nunca a los amantes aconsejes / cuando tienen por gloria sus cuidados: / que es como quien predica a los herejes, / en sus vanos errores obstinados." (Ich habe dir schon gesagt, Cornelio, du sollst gehen und mir nicht immer diese unerwünschten Ratschläge geben, und niemals Liebhaber beraten wenn das Glück ihre Fürsorge ist; es ist wie einer, der den Irrlehrern predigt in ihren vergeblichen hartnäckigen Fehlern). CORNELIO kann mit der neuen Liebe des Herzogs nichts anfangen, weil sie eine Muslima ist: "Muy bien te has comparado. Advierte y mira / que ya no es Rosamira Rosamira: / las trenzas de oro y la espaciosa frente, / las cejas y sus arcos celestiales, / el uno y otro sol resplandeciente, / las hileras de perlas orientales, / la bella aurora que del nuevo oriente / sale de las mejillas, los corales / de los hermosos labios, todo es feo, / si a quien lo tiene infama infame empleo. / La buena fama es parte de belleza, / y la virtud, perfecta hermosura; / que, a do suele faltar naturaleza, / suple con gran ventaja la cordura; / y, entre personas de subida alteza, / amor hermoso a secas es locura. / En fin, quiero decir que no es hermosa, / siéndolo, la mujer no virtüosa. / Rosamira, en prisión; la causa, infame; / tú, disfrazado y muerto por libralla, / ignoras la verdad; ¿y quiés que llame / justa la pretensión desta batalla?" (Sie haben sich sehr gut verglichen. Warnen und sehen dass sie nicht mehr Rosamira Rosamira ist: die goldenen Zöpfe und die geräumige Stirn, die Augenbrauen und ihre himmlischen Bögen, die eine und die andere strahlende Sonne, die Reihen der orientalischen Perlen, die schöne Aurora des neuen Ostens kommt aus den Wangen, den Korallen von den schönen Lippen, alles ist hässlich, denn der ist berüchtigt, der eine berüchtigte Beschäftigung hat. Ein guter Ruf ist Teil der Schönheit und Tugend, vollkommene Schönheit, die der Natur oft fehlt, liefert mit großem Vorteil geistige Gesundheit; und unter Menschen von großer Hoheit, schöne Liebe ist einfach Wahnsinn. Wie auch immer, ich möchte sagen, dass die nicht tugendhafte Frau nicht schön ist. Rosamira ist im Gefängnis; die Ursache, berüchtigt... du ignorierst die Wahrheit; Und wen man anruft nur der Anspruch dieser Schlacht?) [20] 
 
 

"Personas que hablan en ella: ANASTASIO, duque, Dos CIUDADANOS, CORNELIO, criado de Anastasio, El DUQUE Federico de Novara, Una GUARDIA, Un PAJE, Un EMBAJADOR del de Rosena, Un Embajador del de DORLÁN, JULIA, PORCIA, TáCITO, [estudiante], ANDRONIO, [estudiante], Un CARCELERO, DAGOBERTO, duque de Utrino, MANFREDO, el duque de Rosena, ROSAMIRA, Un HUÉSPED, Dos JUECES, Trino, un CORREO, UNO
...
DUQUE
Yo he visto engaños por verdad creídos.
DAGOBERTO
El que dellos se precia bien merece
que su verdad se tenga por mentira." Miguel de Cervantes, EL LABERINTO DE AMOR I

"ANASTASIO
Poco me alegra el campo ni las flores.
CORNELIO
Ni a mí tus sinsabores me contentan;
porque es cierto que afrentan los amores
que en tan bajos primores se sustentan,
y en mil partes nos cuentan mil autores 
cien mil varios dolores que atormentan
al miserable amante no entendido,
poco premiado y menos conocido.
ANASTASIO
Ya te he dicho, Cornelio, que te dejes
de darme esos consejos escusados, 
y nunca a los amantes aconsejes
cuando tienen por gloria sus cuidados:
que es como quien predica a los herejes,
en sus vanos errores obstinados.
CORNELIO
Muy bien te has comparado. Advierte y mira 
que ya no es Rosamira Rosamira:
las trenzas de oro y la espaciosa frente,
las cejas y sus arcos celestiales,
el uno y otro sol resplandeciente,
las hileras de perlas orientales, 
la bella aurora que del nuevo oriente
sale de las mejillas, los corales
de los hermosos labios, todo es feo,
si a quien lo tiene infama infame empleo.
La buena fama es parte de belleza, 
y la virtud, perfecta hermosura;
que, a do suele faltar naturaleza,
suple con gran ventaja la cordura;
y, entre personas de subida alteza,
amor hermoso a secas es locura. 
En fin, quiero decir que no es hermosa,
siéndolo, la mujer no virtüosa.
Rosamira, en prisión; la causa, infame;
tú, disfrazado y muerto por libralla,
ignoras la verdad; ¿y quiés que llame 
justa la pretensión desta batalla?" Miguel de Cervantes, EL LABERINTO DE AMOR I
 
 

9. Siempre en las burlas (immer im Spott), Don Quijoterie, "Tontón, no te desmandes, que llevarás del sueño la soltura" (Dumm, nicht außer Kontrolle geraten, so dass du dem Traum die Leichtigkeit nimmst) 

Die Studenten TÁCITO und ANDRONIO unterhalten sich über das Studentenleben. ANDRONIO: "Deja los libros, Tácito; / digo, deja el tomar de coro agora, / y, a nuestro beneplácito, / gozando el fresco de la fresca aurora, / por aquí nos andemos." (Lass die Bücher, Tacitus; Ich sage, hör auf, den Chorgesang zu üben, und lass uns zu unserer Zufriedenheit die Kühle der frischen Morgenröte genießen, also gehen wir). TÁCITO: "¡Por Dios, que es buen encuentro el que tenemos!" (Bei Gott, was für ein gutes Treffen wir haben!) ANDRONIO: "Siempre en las burlas, Tácito, que trazas, / salimos mal medrados. / Talle tienen los mozos de avisados. / ... ¡Con qué facilidad te determinas / a hacer bellaquerías!" (Immer im Spott, Tacitus, was zeichnest du? wir kamen schlecht gemessen heraus. Vor der Größe haben die Kellner gewarnt... Wie leicht du bestimmst Bubenstreiche zu machen!).  [21] 

Die Studenten treffen auf ANASTASIO und seinen Diener CORNELIO: "¡Qué donaire y qué gracioso acento!" (Was für eine Anmut und was für ein lustiger Akzent!) Sie verstehen den Spott der Studenten nicht wirlich. ANASTASIO: "Digo que no os entiendo, amigo hermano." (Ich sage, ich verstehe dich nicht, mein Freund). TÁCITO: "Pues bien claro se aclara, / que es clara, si no es turbia, el agua clara." (Natürlich klärt es sich auf, das ist klares, wenn nicht trübes, klares Wasser). Die Studenten haben eine Don Quijoterie im Sinn, worauf der Herzog gleich einsteigt. ANASTASIO: "¡Ya, ya; ya estoy en ello!" (Jetzt, jetzt; Ich bin schon dabei!) TÁCITO: "Pues, ¿qué quiero decir, gozmio, camello?" (Nun, was meine ich, zu meiner Freude, Kamel?) ANASTASIO: "Que son bellacos grandes / los mancebitos de primer tonsura." (dass sie große Schurken sind, die Jugendlichen der ersten Tonsur). TÁCITO: "Tontón, no te desmandes, / que llevarás del sueño la soltura." (Dumm, nicht außer Kontrolle geraten, so dass du dem Traum die Leichtigkeit nimmst). CORNELIO: "Mi señor estudiante, / mire no haga que le asiente el guante." (Mein Herr Student, schau, dass dir nicht der Handschuh einen versetzt). TÁCITO: "Pues zarpo déste y voyme a mejor puerto." (Nun, ich werde Segel setzen und zu einem besseren Hafen gehen). CORNELIO: "No se vayan, que asoman / otros dos de su traza y compostura, / y este camino toman. / También son éstos de primer tonsura, / y, a lo que yo imagino, / de aquí no son, y vienen de camino." (Gehen Sie nicht, es erscheinen wei andere seiner Spur und Gelassenheit, und diesen Weg nehmen sie. Diese sind auch von der ersten Tonsur, und zu dem, was ich mir vorstelle, sind sie nicht von hier und sind unterwegs). [22] 

"ANDRONIO
Deja los libros, Tácito;
digo, deja el tomar de coro agora, 
y, a nuestro beneplácito,
gozando el fresco de la fresca aurora,
por aquí nos andemos.
TÁCITO
¡Por Dios, que es buen encuentro el que tenemos!
Villano es el morlaco. 
¿Quieres que le tentemos las corazas,
y veremos si es maco?
ANDRONIO
Siempre en las burlas, Tácito, que trazas,
salimos mal medrados.
Talle tienen los mozos de avisados. 
TÁCITO
Por esta vez, probemos:
que si el pacho consiente bernardinas,
el tiempo entretendremos.
ANDRONIO
¡Con qué facilidad te determinas
a hacer bellaquerías!... 
CORNELIO
¡Qué donaire y qué gracioso acento!
TÁCITO
Digo que ¿si mi paso 
tiendo por los barrancos deste llano,
si podrá hacer al caso?
ANASTASIO
Digo que no os entiendo, amigo hermano.
TÁCITO
Pues bien claro se aclara,
que es clara, si no es turbia, el agua clara. 
Quiero decir que el tronto,
por do su curso lleva al horizonte,
está a caballo, y prompto
a propagar la cima de aquel monte.
ANASTASIO
¡Ya, ya; ya estoy en ello! 
TÁCITO
Pues, ¿qué quiero decir, gozmio, camello?
ANASTASIO
Que son bellacos grandes
los mancebitos de primer tonsura.
TÁCITO
Tontón, no te desmandes,
que llevarás del sueño la soltura. 
CORNELIO
Mi señor estudiante,
mire no haga que le asiente el guante...
TÁCITO
Pues zarpo déste y voyme a mejor puerto.
CORNELIO
No se vayan, que asoman
otros dos de su traza y compostura, 
y este camino toman.
También son éstos de primer tonsura,
y, a lo que yo imagino,
de aquí no son, y vienen de camino." Miguel de Cervantes, EL LABERINTO DE AMOR I
 

10. "Humanidad" (Menschlichkeit), "Sin estudiarla, jamás se aprende esta facultad." (Ohne es zu studieren, lernen Sie niemals diese Fähigkeit); "¡Jesús, qué mal cortesano! (Jesus, was für ein schlechter Höfling!); echte Wissenschaft im Gegensatz zur verfälschten Wissenschaft an islamischen Koranschulen verursacht durch Muhammads Sakrileg: "porque cuando el sacrilegio a Mahoma se entregó" (denn wenn Muhammad sich ein Sakrileg lieferte)

JULIA und PORCIA treten als Studenten auf ihrem Weg ein: "como estudiantes de camino". ANDRONIO fragt die beiden aus: "que son hombres de palacio" (Wer sind Palastmänner?) JULIA: "Ni aun de nada somos hombres." (Wir sind überhaupt keine Männer). ANDRONIO: "Pues, ya que se escusan desto, / dígannos, y luego, y presto / de dónde son, y sus nombres, / qué estudian, la edad que tienen, / si es rico o pobre su padre,  / la estatura de su madre, / dónde van y de a dó vienen. / ¡Turbados están! ¡Apriesa, / respondan, que tardan mucho!" (Nun, da sie sich entschuldigen, sagen Sie es uns und dann woher sie kommen und ihre Namen, was lernen sie, wie alt sie sind, ob dein Vater reich oder arm ist, die Statur seiner Mutter, wohin ihr geht und woher ihr kommt. Sie sind gestört! Eile, antworte, sie brauchen lange!) PORCIA: "Con gran paciencia te escucho, / mancebito de traviesa. / Váyase y déjenos ir, / y serále muy más sano." (Mit großer Geduld höre ich dir zu, ungezogener Junge. Geh weg und lass uns gehen und es wird viel gesünder für Sie sein). ANDRONIO: "¡Jesús, qué mal cortesano! / ¿Tal se ha dejado decir?" (Jesus, was für ein schlechter Höfling! Wurde es gesagt?) JULIA: "Es tarde, y hay que hacer, / y servimos, y tardamos." (Es ist spät und es muss getan werden, und wir dienen und wir verzögern). TÁCITO geht es um echte Wissenschaft im Gegensatz zur verfälschten Wissenschaft an islamischen Koranschulen verursacht durch Muhammads Sakrileg: "Ténganse, que aquí cobramos / la alcabala del saber; / porque cuando el sacrilegio / a Mahoma se entregó, / esta autoridad nos dio / nuestro famoso colegio. / ¡Miren si voy arguyendo / con razones circunflejas!" (Moment mal, hier berechnen wir die Alcabala des Wissens; denn wenn Muhammad sich ein Sakrileg lieferte, dann gab diese Autorität uns unsere berühmte Schule. Schauen Sie, wenn ich streite mit zirkumflexen Gründen!) [23] 

Der Student MANFREDO wird von den Bürgern ausgefragt. CIUDADANO 1: "¿Sois acaso milanés? / Porque de sello dais muestra." (Sind Sie Mailänder? Wegen des Siegels geben Sie eine Probe). MANFREDO: "Aunque la lengua lo muestra, / no soy sino boloniés; / mas he estudiado en Pavía, / y algo la lengu[a] he tomado." (Obwohl die Zunge es zeigt, bin ich nur aus Bologna; aber ich habe in Pavia studiert, und etwas die Sprache angenommen). CIUDADANO 2: "¿Y qué es lo que se ha estudiado?" (Und was wurde studiert?) MANFREDO: "Humanidad" (Menschlichkeit). CIUDADANO 1: "Sí haría: / que todos los de su edad / eso es lo que estudian más." (Ja, ich würde es erwerben: denn jeder in seinem Alter lernt sie am meisten). MANFREDO: "Sin estudiarla, jamás / se aprende esta facultad." (Ohne es zu studieren, lernen Sie niemals diese Fähigkeit). [24] 

 
"ANDRONIO
No se deben de escusar,
si es que nos quieren mostrar
que son hombres de palacio.
JULIA
Ni aun de nada somos hombres. 
ANDRONIO
Pues, ya que se escusan desto,
dígannos, y luego, y presto
de dónde son, y sus nombres,
qué estudian, la edad que tienen,
si es rico o pobre su padre, 
la estatura de su madre,
dónde van y de a dó vienen.
¡Turbados están! ¡Apriesa,
respondan, que tardan mucho!
PORCIA
Con gran paciencia te escucho, 
mancebito de traviesa.
Váyase y déjenos ir,
y serále muy más sano.
ANDRONIO
¡Jesús, qué mal cortesano!
¿Tal se ha dejado decir? 
JULIA
Es tarde, y hay que hacer,
y servimos, y tardamos.
TÁCITO
Ténganse, que aquí cobramos
la alcabala del saber;
porque cuando el sacrilegio 
a Mahoma se entregó,
esta autoridad nos dio
nuestro famoso colegio.
¡Miren si voy arguyendo
con razones circunflejas!" Miguel de Cervantes, EL LABERINTO DE AMOR I 

"CIUDADANO 1
¿Sois acaso milanés?
Porque de sello dais muestra.
MANFREDO
Aunque la lengua lo muestra, 
no soy sino boloniés;
mas he estudiado en Pavía,
y algo la lengu[a] he tomado.
CIUDADANO 2
¿Y qué es lo que se ha estudiado?
MANFREDO
Humanidad.
CIUDADANO 1
Sí haría: 
que todos los de su edad
eso es lo que estudian más.
MANFREDO
Sin estudiarla, jamás
se aprende esta facultad." Miguel de Cervantes, EL LABERINTO DE AMOR I 
 

11. "Los estudiantes son estos de quien los otros burlaron" (Die Studenten sind diejenigen, die die anderen verspotten); "Alma tengo, y no he de estar sin amor" (Ich habe eine Seele, und ich darf nicht ohne Liebe sein); "que presume de discreto, y no ve que es ignorancia, en las cosas de importancia" (er rühmt sich, diskret zu sein, und sieht nicht, dass es Unwissenheit ist, in wichtigen Dingen); erzwungene Liebe ohne Hoffnung; "la pulida villana" (der polierte Bösewicht); "éstos son grandes bellacos" (es sind große Schurken); "el encuentro destos cacos" (das Treffen dieser Diebe!); "¡Que me roban en poblado! ¿No hay quien me venga a ayudar?" (Sie rauben mich in der Stadt aus! Gibt es niemanden, der mir hilft?)

CORNELIO trifft es auf den Punkt: "Los estudiantes son estos / de quien los otros burlaron (Die Studenten sind diejenigen, die die anderen verspotten). ANASTASIO: "Sus burlas, ¿en qué pararon?" (Ihre Neckereien, mit welcher haben sie aufgehört?) CORNELIO: (Eran algo descompuestos. / Forastero me parece / en cierto modo su traje; / eso veré en su lenguaje, / si el hablallos se me ofrece." (Sie waren etwas verstört. Seltsam scheint mir in gewisser Weise ihr Anzug; ich werde das in ihrer Sprache sehen, wenn mir die Rede angeboten wird). [25] 

ANASTASIO will sich in die Studentensprache einführen lassen: "¿Tan mal os parece el traje?" (Sieht der Anzug so schlecht aus?) PORCIA: "No, por cierto; porque veo / que dese rústico aseo / es muy contrario el lenguaje, / y podrá ser que el sayal / encubra el al del refrán."  (Nein, übrigens; weil ich sehe, dass Sie eine rustikale Reinlichkeit bzw. Toilette wünschen, die Sprache ist sehr entgegengesetzt, und es kann sein, dass der Lodenmantel sie verrät, vermeiden Sie das Wort al). [26] 

PORCIA meint, er stehe wenig in der Schuld der Frauen: "¡En poca deuda os están / las mujeres!" CORNELIO: "Si así fuera, / ni yo este traje trujera, / ni él vistiera aquel gabán." (Wenn ja, trug ich weder diesen Trujera-Anzug, noch diesen Mantel). ANASTASIO: "No es tan poca: que si hago / la cuenta, no sé yo paga / que a la deuda satisfaga, / puesto que en ella me pago." (Es ist nicht so wenig: das tue ich, die Rechnung, ich weiß nicht, ob es dich befriedigt wenn ich die Schuld bezahle, ich kann sie bei ihnen bezahlen). PORCIA: "En fin: ¿amáis?" (Wie auch immer: Liebst du?) ANASTASIO: "Alma tengo, / y no he de estar sin amor." ( Ich habe eine Seele, und ich darf nicht ohne Liebe sein). PORCIA: "Hay amor bueno, y mejor." (Es gibt gute Liebe und bessere). ANASTASIO: "Yo con el mejor me avengo." (Ich stimme den Besten zu). PORCIA: "¿Es labradora?" (Ist sie eine Bäuerin?) ANASTASIO: "El tabarro / que me cubre así lo dice." (Der Schlamm deckt mich zu wie man so sagt). PORCIA: "Pues todo lo contradice / el talle y horro bizarro; / que el tabarro es tosca caja / que encierra el fino diamante." (Nun, alles widerspricht dem. Die bizarre Größe und das Entsetzen; dass der Schlamm eine grobe Box ist, die den feinen Diamanten enthält). CORNELIO: "¡El diablo es el estudiante! / ¡Qué bien su razón encaja! / Apostaré que mi amo, / sin más ni más, le da cuenta  / de quién es y lo que intenta. / Por aquesto le desamo: / que presume de discreto, / y no ve que es ignorancia, / en las cosas de importancia, / fïar de nadie el secreto." (Der Teufel ist der Student! Wie gut passt dein Grund! Ich wette, dass mein Meister ohne weiteres erkennt, wem es gehört und was beabsichtigt wird. Aus diesem Grund liebe ich ihn: er rühmt sich, diskret zu sein, und sieht nicht, dass es Unwissenheit ist, in wichtigen Dingen, vertraue niemandem das Geheimnis)... PORCIA: "Andad con Dios, / que mañana soy con vos. / ¡Oh venturosa ocasión! " (Wandle mit Gott, dass ich morgen bei dir bin. O glücklicher Anlass!). Für sich sagt sie: "Si al fuego natural no se le pone / materia que en la tierra le sustente, / volveráse a su esfera fácilmente, / que así naturaleza lo dispone. / Y el amante que quiere que se abone / su fe con afirmar que no consiente / en su alma esperanza, poco siente / de amor, pues que a su ley justa se opone. / Cual sin el agua quedaría la tierra, / sin sol el cielo, el aire sin vacío, / el mar en tempestad, nunca en bonanza, / y sin su objeto, que es la paz, la guerra, / forzado sin su gusto el albedrío,  / tal quedara amor sin esperanza." (Wenn das natürliche Feuer nicht gelegt wird, kommt die Materie, die ihn auf Erden stützt, leicht zu seiner Sphäre zurück, diese Natur verfügt darüber. Und der Liebhaber, der bezahlt werden will, ihr Glaube mit der Aussage, dass sie nicht zustimmen werde seiner Seelenhoffnung, fühlt er wenig Liebe, da er sich seinem gerechten Gesetz widersetzt. Wenn die Erde ohne das Wasser bleiben würde, der Himmel ohne Sonne, die Luft ohne Leere, das Meer im Sturm, nie in Ruhe, und ohne seinen Gegenstand, der Frieden, Krieg ist, ohne seinen Willen mit Willkür gezwungen, solche Liebe wird ohne Hoffnung bleiben). [27] 

TÁCITO: "¡Oh, qué buen rato se ofrece / con la pulida villana!" (Oh, was für eine gute Zeit wird angeboten mit dem polierten Bösewicht!) PORCIA: "¡Por Dios, que vengo de gana!" (Bei Gott, ich komme gerne!) ANDRONIO: "Bonísima me parece. / ¿Qué es lo que cogió del suelo?" (Ich finde es sehr schön. Was hast du vom Boden aufgenommen?) TÁCITO: "Algo que se le cayó; / o tú llega, o llego yo." (Etwas, das er fallen gelassen hat; entweder du kommst an oder ich komme an). PORCIA: "Algún mal caso recelo; / que éstos son grandes bellacos, / y me tienen de embestir. / ¡Oh, quien pudiera huir / el encuentro destos cacos!" (In einem schlimmen Fall bin ich misstrauisch, dass dies große Schurken sind, und sie müssen mich angreifen. Oh wer könnte weglaufen,  das Treffen dieser Diebe!) TÁCITO: "Mi señora labradora, / vengáis con los años buenos, / de paz y abundancia llenos." (Meine Frau Bäuerin, komm mit den guten Jahren, voller Frieden und Fülle). ANDRONIO: "Vengáis muy mucho en buen hora." (Komm sehr rechtzeitig)... TÁCITO: "Sí. ¡Y cómo que me dio! / La mano tengo aturdida..." (Ja. Und wie hat es mich getroffen! Meine Hand ist fassungslos...). PORCIA: "¡Que me roban en poblado! / ¿No hay quien me venga a ayudar? / ¡Que me roban, ay de mí! / ¡Ladrones, dejad la cesta!" (Sie rauben mich in der Stadt aus! / Gibt es niemanden, der mir hilft? Dass sie von mir stehlen, wehe mir! Diebe, stellt den Korb ab!) [28] 

 
"CORNELIO
Los estudiantes son estos
de quien los otros burlaron. 
ANASTASIO
Sus burlas, ¿en qué pararon?
CORNELIO
Eran algo descompuestos.
Forastero me parece
en cierto modo su traje;
eso veré en su lenguaje, 
si el hablallos se me ofrece." Miguel de Cervantes, EL LABERINTO DE AMOR II 

"ANASTASIO
¿Tan mal os parece el traje? 
PORCIA
No, por cierto; porque veo
que dese rústico aseo
es muy contrario el lenguaje,
y podrá ser que el sayal
encubra el al del refrán." Miguel de Cervantes, EL LABERINTO DE AMOR II 

PORCIA
¡En poca deuda os están
las mujeres!
CORNELIO
Si así fuera, 
ni yo este traje trujera,
ni él vistiera aquel gabán.
ANASTASIO
No es tan poca: que si hago
la cuenta, no sé yo paga
que a la deuda satisfaga, 
puesto que en ella me pago.
PORCIA
En fin: ¿amáis?
ANASTASIO
Alma tengo,
y no he de estar sin amor.
PORCIA
Hay amor bueno, y mejor.
ANASTASIO
Yo con el mejor me avengo. 
PORCIA
¿Es labradora?
ANASTASIO
El tabarro
que me cubre así lo dice.
PORCIA
Pues todo lo contradice
el talle y horro bizarro;
que el tabarro es tosca caja 
que encierra el fino diamante.
CORNELIO
¡El diablo es el estudiante!
¡Qué bien su razón encaja!
Apostaré que mi amo,
sin más ni más, le da cuenta 
de quién es y lo que intenta.
Por aquesto le desamo:
que presume de discreto,
y no ve que es ignorancia,
en las cosas de importancia, 
fïar de nadie el secreto...
PORCIA
Andad con Dios, 
que mañana soy con vos.
¡Oh venturosa ocasión!...
Si al fuego natural no se le pone
materia que en la tierra le sustente,
volveráse a su esfera fácilmente, 
que así naturaleza lo dispone.
Y el amante que quiere que se abone
su fe con afirmar que no consiente
en su alma esperanza, poco siente
de amor, pues que a su ley justa se opone. 
Cual sin el agua quedaría la tierra,
sin sol el cielo, el aire sin vacío,
el mar en tempestad, nunca en bonanza,
y sin su objeto, que es la paz, la guerra,
forzado sin su gusto el albedrío, 
tal quedara amor sin esperanza." Miguel de Cervantes, EL LABERINTO DE AMOR II 

"TÁCITO
¡Oh, qué buen rato se ofrece
con la pulida villana!
PORCIA
¡Por Dios, que vengo de gana! 
ANDRONIO
Bonísima me parece.
¿Qué es lo que cogió del suelo?
TÁCITO
Algo que se le cayó;
o tú llega, o llego yo.
PORCIA
Algún mal caso recelo; 
que éstos son grandes bellacos,
y me tienen de embestir.
¡Oh, quien pudiera huir
el encuentro destos cacos!
TÁCITO
Mi señora labradora, 
vengáis con los años buenos,
de paz y abundancia llenos.
ANDRONIO
Vengáis muy mucho en buen hora...
TÁCITO
Sí. ¡Y cómo que me dio!
La mano tengo aturdida.
¡Con otro me has de pagar
el garrote que me has dado!
PORCIA
¡Que me roban en poblado! 
¿No hay quien me venga a ayudar?
¡Que me roban, ay de mí!
¡Ladrones, dejad la cesta!" Miguel de Cervantes, EL LABERINTO DE AMOR II 
 
 
 

12. Türkisch-islamische Clans; die stolz darauf sind, gemein zu sein, wie andere großzügig; dessen Wort und Glaube, das er gab, nie gehalten hat: "la que se precia de ruin, como otras de generosas... la que su palabra y fe que diese jamás guardó"; "los ministros de la muerte que penden de tu pretina" (die Minister des Todes, die an deinem Bund hängen)

Die Musliker singen, ein muslimischer Angreifer bedrohe Sevilla, einer der stolz darauf ist, gemein zu sein, wie andere großzügig; derjenige, dessen Wort und Glaube, das er gab, nie gehalten habe: "Escucha, la que veniste / de la jerezana tierra / a hacer a Sevilla guerra / en cueros, como valiente; / la que llama su pariente / al gran Miramamolín; / la que se precia de ruin, / como otras de generosas;... / la que su palabra y fe / que diese jamás guardó"  [29] 

In islamischen Clans geht es zu wie bei der Mafia; ein Mitglied spricht über die teuflischen Gewohnheiten innerhalb der Clans: "En que eres Satanás / desde agora me resuelvo. / ¿Armado en casa? ¿Por suerte / tienes en ella enemigos? / Sí tendrás, cual son testigos / los ministros de la muerte / que penden de tu pretina, / y en ellos has confirmado / que el mozo descaminado, / como tú, hacia atrás camina." (Darin bist du Satan. Ich bin seitdem gelöst. Zu Hause bewaffnet? Glücklicherweise, hast du Feinde darin? Ja, das werden Zeugen sein die Minister des Todes, die an deinem Bund hängen, und in ihnen hast du bestätigt dass der fehlgeleitete Kellner, wie Sie rückwärts geht). [30] 
 

"Personas que hablan en ella: Cristóbal de LUGO, estudiante, LOBILLO, rufián, GANCHOSO, rufián, El ALGUACIL Villanueva, Dos CORCHETES, LAGARTIJA, muchacho,  Una DAMA, Su MARIDO, El inquisidor TELLO de Sandoval, Dos MÚSICOS, Un SASTRE, Un CIEGO, Un PASTELERO, ANTONIA, Otra MUJER, CARRASCOSA, padre de la mancebía, PERALTA, estudiante, GILBERTO, estudiante, Un ÁNGEL, La COMEDIA, La CURIOSIDAD, El padre CRUZ, Fray ANTONIO, Fray ÁNGEL, El PRIOR, Tres CIUDADANOS, Doña ANA de Treviño, Dos CRIADOS, Un CLÉRIGO, SAQUIEL, demonio, VISIEL, demonio, LUCIFER, Tres ALMAS de purgatorio, El VIRREY de Méjico 

MÚSICOS
Escucha, la que veniste
de la jerezana tierra
a hacer a Sevilla guerra
en cueros, como valiente; 
la que llama su pariente
al gran Miramamolín;
la que se precia de ruin,
como otras de generosas;...
la que su palabra y fe
que diese jamás guardó;
la que en darse a sí excedió
a las godeñas más francas;
la que echa por cinco blancas 
las habas y el cedacillo."  Miguel de Cervantes, EL RUFIÁN DICHOSO I 
 
 
 

13. "Enemigo Satanás" (feindlicher Satan); "Torpeza y honestidad nunca las manos se toman, ni pueden caminar juntas" (Tölpelhaftigkeit, Borniertheit und Ehrlichkeit werden durch Hände nie gehalten, noch können sie zusammen gehen); wenn Dämonen Menschen auf dem Weg zur Hölle ("al infierno") mitbringen, gefällt das natürlich dem Teufel bzw. Allah oder Luzifer "que plugo al gran Padre mío" (das gefiel meinem großen Vater); "mis secuaces, deste duro infierno" (meine Schergen aus dieser harten Hölle); "muerto al diablo y vivo a Cristo" (tot für den Teufel und lebendig für Christus)


Die Venusanbeter verehren die Venus. Als Nymphen verkleidet, treten Dämonen auf, in der alten Mode gekleidet, tanzen und singen: ""No hay cosa que sea gustosa / sin Venus blanda, amorosa./ No hay comida que así agrade, / ni que sea tan sabrosa, / como la que guisa Venus, / en todos gustos curiosa." (Es gibt nichts, was lecker ist ohne weiche, liebende Venus. Es gibt kein Essen, das Ihnen gefällt, noch dass es so lecker ist, wie der, den Venus herrichtet, in allem schmeckt es originell). [31] 

Der bekehrte Pater CRUZ ist anderer Meinung und lobt die christliche Führung durch das Zeichen des Kreuzes: "No hay cosa que sea gustosa / sin la dura cruz preciosa. / Si por esta senda estrecha / que la cruz señala y forma  / no pone el pie el que camina / a la patria venturosa, / cuando menos lo pensare, / de improviso y a deshora, / cairá de un despeñadero  / del abismo en las mazmorras. / Torpeza y honestidad / nunca las manos se toman, / ni pueden caminar juntas / por esta senda fragosa. / Y yo [sé] que en todo el cielo, / ni en la tierra, aunque espaciosa, / no hay cosa que sea gustosa / sin la dura cruz preciosa." (Es gibt nichts, was lecker ist ohne das feste kostbare Kreuz. Denn wer nicht entlang dieses schmalen Pfades geht, den Kreuzungspunkten und Formen, der setzt keinen Fuß in die glückliche Heimat, wenn ich am wenigsten darüber nachdenke, plötzlich und zur falschen Zeit, wird er von einer Klippe fallen in den Abgrund, in den Kerker. Tölpelhaftigkeit, Borniertheit und Ehrlichkeit werden durch Hände nie gehalten, noch können sie zusammen gehen, diesen schroffen Weg hinunter. Und ich weiß, dass weder im ganzen Himmel, noch auf der Erde, obwohl geräumig, es nichts gibt, was lecker ist ohne das feste kostbare Kreuz). [32] 

Der Dämon SAQUIEL versucht den bekehrten Pater CRUZ zurück in seine Welt zu holen und sagt: "Vuelve, que te desafío /  a ti y al infierno todo, / hecho valentón al modo / que plugo al gran Padre mío. / ¡Oh alma!, mira quién eres, / para que del bien no tuerzas; / que el diablo no tiene fuerzas / más de las que tú le dieres. / Y, para que no rehúyas / de verte con él a brazos, / Dios rompe y quiebra los lazos / que pasan las fuerzas tuyas." (Komm zurück, ich fordere dich auf, du hast deinen Weg zur Hölle mutig begonnen, das gefiel meinem großen Vater. Oh Seele, schau wer du bist, damit du das Gute nicht verdrehst; denn der Teufel hat keine Kraft, wenn du sie ihm nicht gibst. Und damit Sie nicht zurückschrecken dich mit ihm in deinen Armen zu sehen, Gott bricht und zerbricht Bindungen, so dass deine Kräfte vergehen). [33] 

LUCIFER, der von Moslems als Allah angebetet wird, kommt mit Krone und Zepter heraus, zusammen mit den schön gekleideten Dämonen SAQUIEL und VISIEL, die aber als Dämonen hässlich sind:  "LUCIFER, con corona y cetro, el más galán demonio y bien vestido que ser pueda, y SAQUIEL y VISIEL, como quisieren, de demonios feos". Ihm gefällt es gar nicht, dass diejenigen, die er schon in seiner Sekte vereinigt wusste, ihn plötzlich wieder verlassen wollen um dem christlichen Kreuz zu folgen. Auch beklagt er sich, dass seit dem Sturz aus dem Himmel, sein Neid gewachsen sei auf den neuen Richter (Christus): "Digo que desde entonces se recoge / la fiera envidia en este pecho fiero, / de ver que el cielo en su morada acoge / a quien pasó también de Dios el fuero." (Ich sage, dass seitdem gesammelt wird der wilde Neid in dieser wilden Brust, zu sehen, dass der Himmel in seiner Unterkunft begrüßt an wen die Gerichtsbarkeit auch von Gott überging). Ihm bleiben aber "mis secuaces, deste duro infierno" (meine Schergen aus dieser harten Hölle). Den Abfall vom Glauben an Allah bzw. an ihn, sei wie wenn er eines Geschenkes beraubt würde; seine Schergen versuchen daher auf der Erde, Apostasie in islamischen Ländern mit dem Tod zu bestrafen, damit sie nicht den christlichen Glauben annehmen: "de verme despojado del regalo / de mi primera aventajada suerte, / quiere que se alce con el cielo un malo, / un pecador blasfemo" (um mich des Geschenks beraubt zu sehen von meinem ersten vorteilhaften Glück, will, dass ein Bösewicht zum Himmel aufsteigt, ein blasphemischer Sünder). Seine Schergen, SAQUIEL und VISIEL, wollen versuchen den bekehrten Sünder zurückzuholen. Letztlich müssen sie aber einsehen, dass die Menschen in Allah, dem Teufel oder Luzifer nur sterben, und nur in Christus leben können: "muerto al diablo y vivo a Cristo" (tot für den Teufel und lebendig für Christus). [34] 
 

"MÚSICOS
"No hay cosa que sea gustosa 
sin Venus blanda, amorosa.
No hay comida que así agrade,
ni que sea tan sabrosa,
como la que guisa Venus,
en todos gustos curiosa. 
Ella el verde amargo jugo
de la amarga hiel sazona,
y de los más tristes tiempos
vuelve muy dulces las horas;
quien con ella trata, ríe, 
y quien no la trata, llora.
Pasa cual sombra en la vida,
sin dejar de sí memoria,
ni se eterniza en los hijos,
y es como el árbol sin hojas, 
sin flor ni fruto, que el suelo
con ninguna cosa adorna.
Y por esto, en cuanto el sol
ciñe y el ancho mar moja,
no hay cosa que sea gustosa 
sin Venus blanda, amorosa."

CRUZ
No hay cosa que sea gustosa
sin la dura cruz preciosa.
Si por esta senda estrecha
que la cruz señala y forma 
no pone el pie el que camina
a la patria venturosa,
cuando menos lo pensare,
de improviso y a deshora,
cairá de un despeñadero 
del abismo en las mazmorras.
Torpeza y honestidad
nunca las manos se toman,
ni pueden caminar juntas
por esta senda fragosa. 
Y yo [sé] que en todo el cielo,
ni en la tierra, aunque espaciosa,
no hay cosa que sea gustosa
sin la dura cruz preciosa."  Miguel de Cervantes, EL RUFIÁN DICHOSO II 

"LUCIFER
Desde el instante que salimos fuera
de la mente eternal, ángeles siendo,
y con soberbia voluntad y fiera
fuimos el gran pecado aprehendiendo,
sin querer ni poder de la carrera 
torcer donde una vez fuimos subiendo,
hasta ser derribados a este asiento,
do no se admite el arrepentimiento.
Digo que desde entonces se recoge
la fiera envidia en este pecho fiero, 
de ver que el cielo en su morada acoge
a quien pasó también de Dios el fuero.
En mí se extiende y en Adán se encoge
la justicia de Dios, manso y severo,
y dél gozan los hombres in eterno, 
y mis secuaces, deste duro infierno.
Y, no contento Aquél que dio en un palo
la vida, que fue muerte de la muerte,
de verme despojado del regalo
de mi primera aventajada suerte, 
quiere que se alce con el cielo un malo,
un pecador blasfemo, y que se acierte
a salvar en un corto y breve instante
un ladrón que no tuvo semejante.
La pecadora pública arrebata 
de sus pies el perdón de sus pecados,
y su historia santísima dilata
por siglos en los años prolongados;
un cambiador, que en sus usuras trata,
deja a sola una voz sus intricados 
libros, y por manera nunca vista
le pasa a ser divino coronista.
Y agora quiere que un rufián se asiente
no los ricos escaños de la gloria,
y que su vida y muerte nos la cuente 
alta, famosa y verdadera historia.
Por esto inclino la soberbia frente,
y quiero que mi angustia sea notoria
a vosotros, partícipes y amigos,
y de mi mal y mi rancor testigos; 
no para que me deis consuelo alguno,
pues tenerle nosotros no es posible,
sino porque acudáis al oportuno
punto que hasta los santos es terrible.
Este rufián, cual no lo fue ninguno, 
por su fealdad al mundo aborrecible,
está ya de partida para el cielo,
y humilde apresta el levantado vuelo.
Acudid y turbadle los sentidos,
y entibiad, si es posible, su esperanza, 
y de sus vanos pasos y perdidos
hacedle temerosa remembranza;
no llegue alegre voz a sus oídos
que prometa segura confïanza
de haber cumplido con la deuda y cargo 
que por su caridad tomó a su cargo.
¡Ea!, que expira ya, después que ha hecho
prïor y provincial tan bien su oficio,
que tiene al suelo y cielo satisfecho,
y da de que es gran santo gran indicio."  Miguel de Cervantes, EL RUFIÁN DICHOSO III 
 
 
 

14. "Virgen Santísima María, entre Dios y los hombres medianera" (allerheiligste Jungfrau Maria, die Vermittlerin zwischen Gott und den Menschen); "Déjame a mí con Mahoma" (Lass mich doch in Ruhe mit Muhammad)

Im Gespräch zwischen AURELIO, FÁTIMA und ZAHARA stellt sich heraus, dass es ein Problem gibt, wenn er eine Maurin heirate, denn sie würde letztlich nicht mit ihm gehen sondern mit Mohammed. AURELIO: "Digo que no." ( Ich sage nein). ZAHARA: "¡Ay, Alá! ¿Qué es lo que oí?" (Oh, Allah! Was habe ich gehört). AURELIO: "Yo digo que no conviene / pedirme lo que pedís, / porque muy poco advertís / el peligro que contiene." (Ich sage es ist nicht angemessen, frag mich was du fragst, weil du sehr wenig merkst die Gefahr, die es enthält). FÁTIMA: "¿Qué peligro puede haber, / quiriéndolo tu señora?" (Welche Gefahr kann es geben, was hat deine Dame?) AURELIO: "La ofensa que, siendo mora, / a Mahoma viene a hacer." (Das Vergehen, dass sie Maurin ist, und zu Mohammed geht). ZAHARA: "¡Déjame a mí con Mahoma, / que agora no es mi señor,  / porque soy sierva de Amor, / que el alma subjeta y doma! / ¡Echa ya el pecho por tierra / y levantarte he a mi cielo!" (Lass mich doch in Ruhe mit Muhammad, das ist jetzt nicht mein Herr, weil ich ein Diener der Liebe bin, die die Seele unterwirft und zähmt! Wirf deine Brust zu Boden und hebe dich zu meinem Himmel!) [35] 

AURELIO bleibt standhaft und ruft die Mutter Gottes an: "¡Padre del cielo, en cuya fuerte diestra / está el gobierno de la tierra y cielo, / cuyo poder acá y allá se muestra / con amoroso, justo y sancto celo, / Si tu luz, si tu mano no me adiestra / a salir deste caos, temo y recelo / que, como el cuerpo está en prisión esquiva, / también el alma ha de quedar cautiva! / En Vos, Virgen Santísima María, / [entr]e Dios y los hombres medianera, / de mi mar incïerto cierta guía, / virgen entre las vírgenes primera; / en Vos, Virgen y Madre, en Vos confía / mi alma, que sin Vos en nadie espera, / que la habéis de guiar con vuestra lumbre / deste hondo valle a la más alta cumbre." (Vater des Himmels, in dessen starker rechter Hand
ist die Regierung von Erde und Himmel, wessen Macht hier und da gezeigt wird mit liebevollem, gerechtem und heiligem Eifer. Wenn dein Licht, wenn deine Hand mich nicht trainiert um aus diesem Chaos herauszukommen, fürchte und misstraue ich dass, wenn der Körper im Gefängnis ist, er entkommt, die Seele muss auch gefangen sein! In dir, allerheiligste Jungfrau Maria, die Vermittlerin zwischen Gott und den Menschen, in meinem unsicheren Meer ein bestimmter Führer, erste Jungfrau unter den Jungfrauen; auf dich, Jungfrau und Mutter, auf dich vertraut meine Seele, dass ohne dich niemand wartet, dass du sie mit deinem Feuer führen musst von diesem tiefen Tal bis zum höchsten Gipfel). [36] 

Er, AURELIO, wolle nur für das sterben, was die Seele wirklich berühre, nämlich Christus und die Jungfrau Maria, und als Gefangener in einem islamischen Land wolle er ein Fels in der Brandung sein; nur wer in Christus sterbe, könne sagen, dass er ein langes Leben habe, der Schlechte oder der Muslim habe nur einen Tod ohne Maß: "Yo moriré por lo que al alma toca, / antes que hacer lo que mi ama quiere; / firme he de estar cual bien fundada roca / que en torno el viento, el mar combate y hiere. / Que sea mi vida mucha, o que sea poca, / importa poco; sólo el que bien muere / puede decir que tiene larga vida, / y el que mal, una muerte sin medida." (Ich werde für das sterben, was die Seele berührt, bevor ich tue, was meine Herrin will; Ich muss fest sein wie ein fundierter Stein, um den der Wind und das Meer kämpft und Wunden hinterlässt. Möge mein Leben lang oder kurz sein, es ist wenig wichtig; nur wer gut stirbt kann sagen, dass er ein langes Leben hat, und der schlimme, ein Tod ohne Maß). [37] 

 
"Personas que hablan en ella:  AURELIO,  ZAHARA, ama de Aurelio,  YZUF, amo de Aurelio,  FATIMA, criada de Zahara,  SAYAVEDRA, soldado cautivo,  LEONARDO, cautivo,  SEBASTIÁN, muchacho esclavo, don MERCADERES, MAMÍ, solado corsario, Un PREGONERO, Un PADRE, cautivo, Una MADRE, cautiva, FRANCISCO, su hijo cautivo, JUAN, su segundo hijo cautivo, Un MORO, El DEMONIO, Tres ESCLAVOS, Dos MUCHACHOS moros, La OCASIÓN, La NECESIDAD, Un CRISTIANO cautivo, PEDRO, otro soldado cautivo, El REY moro, Cuatro TURCOS, Tres ESCLAVOS 
...
AURELIO
Digo que no.
ZAHARA
¡Ay, Alá! ¿Qué es lo que oí? 
AURELIO
Yo digo que no conviene
pedirme lo que pedís,
porque muy poco advertís
el peligro que contiene.
FÁTIMA
¿Qué peligro puede haber, 
quiriéndolo tu señora?
AURELIO
La ofensa que, siendo mora,
a Mahoma viene a hacer.
ZAHARA
¡Déjame a mí con Mahoma,
que agora no es mi señor, 
porque soy sierva de Amor,
que el alma subjeta y doma!
¡Echa ya el pecho por tierra
y levantarte he a mi cielo!" Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL I

"AURELIO
¡Padre del cielo, en cuya fuerte diestra 
está el gobierno de la tierra y cielo,
cuyo poder acá y allá se muestra
con amoroso, justo y sancto celo,
Si tu luz, si tu mano no me adiestra
a salir deste caos, temo y recelo 
que, como el cuerpo está en prisión esquiva,
también el alma ha de quedar cautiva!
En Vos, Virgen Santísima María,
[entr]e Dios y los hombres medianera,
de mi mar incïerto cierta guía, 
virgen entre las vírgenes primera;
en Vos, Virgen y Madre, en Vos confía
mi alma, que sin Vos en nadie espera,
que la habéis de guiar con vuestra lumbre
deste hondo valle a la más alta cumbre. 
Bien sé que no merezco que se acuerde
vuestra eterna memoria de mi daño,
porque tengo en el alma fresco y verde
el dulce fructo del amor estraño;
mas vuestra alta clemencia, que no pierde 
ocasión de hacer bien, mi mal tamaño
remedie, que ya estoy casi perdido,
de Scila y de Caribdis combatido.
Si el cuerpo esclavo está, está libre el alma,
puesto que Silvia tiene parte en ella, 
y la amorosa trunfadora palma
ha de llevar sola mi Silvia della.
Ponga Zahara su amor, póngale en calma,
que mi firmeza no hay pensar rompella,
y aquello que a mi Dios y a Silvia debo, 
me hace que aun mirarla no me atrevo.
¿Dó estás, Silvia hermosa? ¿Qué destino,
qué fuerza insana de implacable hado
el curso de aquel próspero camino
tan sin causa y razón nos ha cortado? 
¡Oh estrella, oh suerte, oh fortuna, oh signo!,
si alguno de vosotros ha causado
tamaña perdición, desde aquí digo
que mil cuentos de veces le maldigo.
Yo moriré por lo que al alma toca, 
antes que hacer lo que mi ama quiere;
firme he de estar cual bien fundada roca
que en torno el viento, el mar combate y hiere.
Que sea mi vida mucha, o que sea poca,
importa poco; sólo el que bien muere 
puede decir que tiene larga vida,
y el que mal, una muerte sin medida." Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL I
 
 

15. "¿Hase visto tal maldad? ¿Hay tierra tan sin concordia, do falta misericordia y sobra la crueldad? ¿Dónde se halla[rá] disculpa de maldad tan insolente: que pague el que es inocente por el que tiene la culpa? (Hast du so etwas Böses gesehen? Gibt es ein Land so ohne Harmonie, wo nur Mangel an Gnade und Grausamkeit übrig ist? Wo gibt es eine so unverschämte Bosheit, dass man den Unschuldigen bezahlen lässt für den der schuldig ist?); "Una infinidad de males y una penuria de bienes" (eine Unendlichkeit des Bösen und ein Mangel des Guten); weil die Muslime in Afrika so blind und ohne Licht seien, denken sie, sie würden Christus töten, wenn sie den töten den, der sein Kreuz trägt: "porque estos ciegos sin luz, / que en él tal señal han visto, / pensando matar a Cristo, / matan al que trae su cruz"; Wenn Christen im Namen des Islams getötet werden, sind Mauren und Türken glücklich und zufrieden: "Queda el moro muy gozoso / del injusto y crudo hecho; / el turco está satisfecho" (Der Maure ist sehr glücklich durch die ungerechte und grobe Tat; der Türke ist zufrieden)


SEBASTIÁN hat genug von einem Leben in einem muslimischen Land: "¿Hase visto tal maldad? / ¿Hay tierra tan sin concordia, / do falta misericordia / y sobra la crueldad? / ¿Dónde se halla[rá] disculpa / de maldad tan insolente: / que pague el que es inocente / por el que tiene la culpa? / ¡Oh cielos! ¿Qué es lo que he visto? / ¡éste sí que es pueblo injusto, / donde se tiene por gusto / matar los siervos de Cristo!" (Hast du so etwas Böses gesehen? Gibt es ein Land so ohne Harmonie, wo nur Mangel an Gnade und Grausamkeit übrig ist? Wo gibt es eine so unverschämte Bosheit, dass man den Unschuldigen bezahlen lässt für den der schuldig ist? Oh Jesus! Was habe ich gesehen. Dies ist ein ungerechtes Volk, wo gibt es das, dass die Diener Christi getötet werden!) [38] 

Er spricht von einer  "Una infinidad de males / y una penuria de bienes" (Unendlichkeit des Bösen und einem Mangel an Gutem). Er spricht von einem Korsaren, der Christus leugnete und als türkischer Korsar schwer fassbare Geschäfte machte, indem er mehr als sechshundert Christen versklavte: "cómo, siendo batizado, / de Cristo había renegado / y en África se pasó, / y que, por su industria y manos, / traidores tratos esquivos, / habían sido cautivos / más de seiscientos cristianos" (Christus hatte er geleugnet und nach Afrika ging er und durch seine Industrie und Hände machte er tückische schwer fassbare Geschäfte, mehr als sechshundert Christen waren Gefangene gewesen). Und weil die Muslime in Afrika so blind und ohne Licht seien, denken sie, sie würden Christus töten, wenn sie den töten den, der sein Kreuz trägt: "porque estos ciegos sin luz, / que en él tal señal han visto, / pensando matar a Cristo, / matan al que trae su cruz."  Wenn Christen im Namen des Islams getötet werden, sind Mauren und Türken glücklich und zufrieden: "Queda el moro muy gozoso / del injusto y crudo hecho; / el turco está satisfecho" (Der Mohr ist sehr glücklich durch die ungerechte und grobe Tat; der Türke ist zufrieden). [39] 

 
"SEBASTIÁN
¿Hase visto tal maldad?
¿Hay tierra tan sin concordia,
do falta misericordia 
y sobra la crueldad?
¿Dónde se halla[rá] disculpa
de maldad tan insolente:
que pague el que es inocente
por el que tiene la culpa? 
¡Oh cielos! ¿Qué es lo que he visto?
¡éste sí que es pueblo injusto,
donde se tiene por gusto
matar los siervos de Cristo!
¡Oh España, patria querida!, 
mira cuál es nuestra suerte,
que si allá das justa muerte,
quitas acá justa vida.
LEONARDO
Sebastián, dinos qué tienes,
que hablas razones tales. 
SEBASTIÁN
Una infinidad de males
y una penuria de bienes...
cómo, siendo batizado,
de Cristo había renegado
y en África se pasó, 
y que, por su industria y manos,
traidores tratos esquivos,
habían sido cautivos
más de seiscientos cristianos;...
porque estos ciegos sin luz,
que en él tal señal han visto, 
pensando matar a Cristo,
matan al que trae su cruz." Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL I
 

16. Methoden der türkischen Korsaren und Schicksal der von Korsaren geraubten Kinder: "Más miedo me queda a mí / de verte ir donde vas, / que nunca te acordarás / de Dios, de ti, ni de mí; / porque esos tus tiernos años, / ¿qué prometen sino [aqu]esto, / entre inicua gente puesto, / fabricadora de engaños?" (Ich habe mehr Angst, dich gehen zu sehen, wohin du gehst, dass du dich nie erinnern wirst an Gott, weder an dich noch an mich; weil das deine zarten Jahre sind, was versprechen sie außer das, was unter bösen Menschen getan wird, den Herstellern von Täuschungen?)

Im Gespräch FRANCSICO's mit seiner Mutter klingt das Schicksal der von türkischen Korsaren geraubten Kinder an. FRANCSICO: "Madre, al fin, ¿que no me quedo? / ¿[Qu]e me llevan estos moros?" (Mutter, werde ich endlich nicht bleiben? Wohin bringen mich diese Mauren?) MADRE: "Contigo van mis tesoros." (Mit dir gehen meine Schätze). FRANCISCO: "A fe que me ponen miedo." (ich glaube sie erschrecken mich). MADRE: "Más miedo me queda a mí / de verte ir donde vas, / que nunca te acordarás / de Dios, de ti, ni de mí; / porque esos tus tiernos años, / ¿qué prometen sino [aqu]esto, / entre inicua gente puesto, / fabricadora de engaños?" (Ich habe mehr Angst, dich gehen zu sehen, wohin du gehst, dass du dich nie erinnern wirst an Gott, weder an dich noch an mich; weil das deine zarten Jahre sind, was versprechen sie außer das, was unter bösen Menschen getan wird, den Herstellern von Täuschungen?) [40] 

ZAHARA gibt Einblicke in die Methoden der islamisch-türkischen Korsaren: "Has de saber, ¡oh Silvia!, que estos días / partieron deste puerto con buen tiempo / doce bajeles, de cosarios todos, / y con próspero viento caminaron / la vuelta de las islas de Cerdeña; / y allí, en las calas, vueltas y revueltas, / y puntas que la mar hace y la tierra, / se fueron a esconder, estando alerta / si algún bajel de Génova o de España, / o de otra nación, con que no fuese  / francesa, por el mar se descubría. / En esto, un bravo viento se levanta, / que maestral se llama, cuya furia / dicen los marineros que es tan fuert[e], / que las tupidas velas y las jarcias  / del más recio navío y más armado / no pueden resistirla, y es forzoso / acudir al abrigo más cercano, / si su rigor acaso lo concede. / Las levanta[da]s ondas, el rüido / del atrevido viento detenía / los cosarios bajeles en las calas, / sin dejarles salir al mar abierto; / y en otra parte, con furor insano, / mostrando su braveza fatigaba  / una galera de cristiana gente / y de riquezas llena, que, corriendo / por el hinchado mar sin remo alguno, / venía a su albedrío, temerosa / de ser sorbida de las bravas ondas; / pero después, a cabo de tres días, / del recio mar y viento contrast[a]d[a], / descubrió tierra, y fue el descubrimiento / de su mayor dolor y desventura, / porque a la misma isla de San Pedro  / vino a parar, adonde recogido[s] / estaban los bajeles enemigos, / los cuales, de la presa cudiciosos, / salen, y de furor bélico armados, / la galera acometen destrozada  / y de solos deseos defendida. / Una pelota pasa en el momento / al capitán el pecho, y a su lado / del lusitano fuerte, muerto cae / un caballero ilustre valenciano. / El robo, las riquezas, los ca[u]tivos / que los turcos hallaron en el seno / de la triste galera me ha contado / un cristiano que allí perdió la dulce / y amada libertad, para quitarla  / a quien quiere rendirse a su rendido." (Du musst wissen, oh Silvia, dass sie an diesen Tagen diesen Hafen bei gutem Wetter verließen, zwölf Schiffe, also alle Schiffe der Korsaren, und mit einem guten Wind kehrten sie zu der Inseln Sardiniens zurück; und dort, in den Buchten, Drehungen und Wendungen, die das Meer und das Land macht, versteckten sie sich und waren wachsam, wenn ein Schiff aus Genua oder Spanien, oder einer anderen Nation, außer Frankreich, auf dem Seeweg entdeckt wurde. Dabei steigt ein wilder Wind auf, welcher Mistral heißt, dessen Wut die Seeleute sagen, sei so stark, dass die dicken Segel und Takelage des stärksten und am meisten bewaffneten Schiffes ihm nicht widerstehen kann und es gezwungen ist, in der nächsten Bucht Schutz zu suchen, bis der Sturm sich gelegt hat. Vom Geräusch der Brandung getarnt aber bei nachlassendem Wind, kommen die Kosaren in die Buchten hinunter,  ohne das Beuteschiff aufs offene Meer gehen zu lassen; und anderswo, mit wahnsinniger Wut treten die Korsaren hervor und treffen auf eine vom Sturm gebeutelte christliche Galeere voller Reichtümer; sie nach drei Tagen des starken Seegangs und Sturmes, Land entdeckt, was sich allerdings als eine noch schlimmere Entdeckung entpuppte, von größtem Schmerz und Unglück, denn auf der gleichen Insel San Pedro, lagen die feindlichen Korsarenschiffe, deren Korsaren nun das Schiff ausraubten. Die Türken töteten die Besatzung und nahmen einige Christen gefangen...)  [41] 

 
"FRANCSICO
Madre, al fin, ¿que no me quedo?
¿[Qu]e me llevan estos moros?
MADRE
Contigo van mis tesoros.
FRANCISCO
A fe que me ponen miedo. 
MADRE
Más miedo me queda a mí
de verte ir donde vas,
que nunca te acordarás
de Dios, de ti, ni de mí;
porque esos tus tiernos años, 
¿qué prometen sino [aqu]esto,
entre inicua gente puesto,
fabricadora de engaños?" Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL II

"ZAHARA
Has de saber, ¡oh Silvia!, que estos días
partieron deste puerto con buen tiempo
doce bajeles, de cosarios todos,
y con próspero viento caminaron
la vuelta de las islas de Cerdeña; 
y allí, en las calas, vueltas y revueltas,
y puntas que la mar hace y la tierra,
se fueron a esconder, estando alerta
si algún bajel de Génova o de España,
o de otra nación, con que no fuese 
francesa, por el mar se descubría.
En esto, un bravo viento se levanta,
que maestral se llama, cuya furia
dicen los marineros que es tan fuert[e],
que las tupidas velas y las jarcias 
del más recio navío y más armado
no pueden resistirla, y es forzoso
acudir al abrigo más cercano,
si su rigor acaso lo concede.
Las levanta[da]s ondas, el rüido 
del atrevido viento detenía
los cosarios bajeles en las calas,
sin dejarles salir al mar abierto;
y en otra parte, con furor insano,
mostrando su braveza fatigaba
una galera de cristiana gente
y de riquezas llena, que, corriendo
por el hinchado mar sin remo alguno,
venía a su albedrío, temerosa
de ser sorbida de las bravas ondas; 
pero después, a cabo de tres días,
del recio mar y viento contrast[a]d[a],
descubrió tierra, y fue el descubrimiento
de su mayor dolor y desventura,
porque a la misma isla de San Pedro 
vino a parar, adonde recogido[s]
estaban los bajeles enemigos,
los cuales, de la presa cudiciosos,
salen, y de furor bélico armados,
la galera acometen destrozada 
y de solos deseos defendida.
Una pelota pasa en el momento
al capitán el pecho, y a su lado
del lusitano fuerte, muerto cae
un caballero ilustre valenciano. 
El robo, las riquezas, los ca[u]tivos
que los turcos hallaron en el seno
de la triste galera me ha contado
un cristiano que allí perdió la dulce
y amada libertad, para quitarla 
a quien quiere rendirse a su rendido." Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL II
 

17. Wer zum Islam übertritt "ha dado el ánima a Satanás... ello será por desdicha" (hat seine Seele Satan gegeben... und er wird unglücklich sein); "¿Qué red tiene el demonio aquí tendida con que estorba el camino de ir al cielo?" (Welches Netz hat der Teufel hier? Wie steht es dem Himmel im Weg?); "que aquí el demonio tiende, con que toma / a muchachos cristianos y aun a viejos. / ¡Oh secta fementida de Mahoma" (der Teufel neigt dazu, christliche Jungen und sogar alte Männer zu nehmen. O zementierte Sekte Mohammeds!); Islam als Krankheit, die geheilt werden müsse

AURELIO und FRANCISCO unterhalten sich über Kinder und Jugendliche, die aus Unwissenheit zum Islam übertreten, weil sie mit Geschenken geködert werden, und kommen zum Schluss, dass, wer zum Islam übertritt "ha dado el ánima a Satanás" (hat seine Seele Satan gegeben): AURELIO: "¿Padeces algún tormento, / Francisco?" (Leiden Sie unter Qualen, Francisco?) FRANCISCO: "Sí; una fatiga / que no sé como la diga, / aunque sé cómo la siento; / y no quieras saber más, / para entender mi cuidado, / sino que mi hermano ha dado / el ánima a Satanás." (Ja; eine Müdigkeit, ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, obwohl ich weiß, wie ich es fühle; und du willst nicht mehr wissen, um meine Fürsorge zu verstehen, aber mein Bruder hat seine Seele Satan gegeben). AURELIO: "¿Ha renegado, por dicha?" (Ist er Abtrünniger, zum Glück?) FRANCISCO: "¿Dicha llamas renegar? / Si él lo viene a efectüar, / ello será por desdicha. / Ha dado ya la palabra / de ser moro, y este intento / en su tierno pensamiento / con regalos siempre labra." (Glücklich nennst du den Abtrünnigen? Wenn er dahin kommt, wird er unglücklich sein. Er hat schon das Wort gegeben, ein Moslem zu sein, und dieser Versuch in seinen zarten Gedanken mit Geschenken zu kommen, funktioniert immer). AURELIO: "Vesle, Francisco, a do asoma. / ¡Bizarro viene, por cierto!" (Francisco, pass auf, der Bizarre kommt übrigens!) FRANCISCO: "Estos vestidos le han muerto:/ que él ¿qué sabe qué es Mahoma?" (Diese Kleider sind gestorben: Was weiß er, was Muhammad ist?) [42] 

FRANCISCO trifft seinen abtrünnigen Bruder JUAN, der inzwischen islamische Kleidung trägt, sich Suleiman nennt, sich benimmt, wie heute die Islamisten und natürlich von den Geschenken schwärmt, mit denen er geködert wurde. JUAN: "¿No saben ya que me llamo..." (Weißt du nicht, wie ich heiße ...) AURELIO: "¿Cómo?" (Wie) JUAN: "...ansí como mi amo?" (wie mein Besitzer) FRANCISCO: "¿En qué modo?" (Auf welche Weise?) JUAN: "Solimán" (Suleiman). FRANCISCO: "¡Tósigo fuera mejor, / que envenenara aquel hombre / que ansí te ha mudado el nombre! / ¿Qué es lo que dices, traidor?" (Tósigo war besser, diesen Mann zu vergiften, dass er deinen Namen geändert hat! Was sagst du, Verräter?) JUAN: "Perro, poquito de aqueso, / que se lo diré a mi amo. / ¿Porque Solimán me llamo, / me amenaza? ¡Bueno es eso!" (Hund, noch ein bisschen davon, und ich werde es meinem Besitzerr sagen. Warum ist mein Name Suleiman, es bedroht mich? Das war's!) FRANCISCO: "¡Abrázame, dulce hermano!" (umarme mich, süßer Bruder!) JUAN: "¿Hermano? ¿De cuándo acá? / ¡Apártase el perro allá; / no me toque con la mano!" (Bruder? Wann hier? Bring den Hund dort weg; Fass mich nicht mit deiner Hand an!) FRANCISCO: "¿Por qué conviertes en lloro / mi contento, hermano mío?" (Warum verwandelst du dich in Tränen? Mein Glücklicher, mein Bruder?) JUAN: "ése es grande desvarío. / ¿Hay más gusto que ser moro? / Mira este galán vestido, / que mi amo me le ha dado, / y otro tengo de brocado, / más bizarro y más polido. / Alcuzcuz como sabroso, / sorbeta de azúcar bebo, / y el corde, que es dulce, pruebo, / y pilao, que es provechoso. / Y en vano trabajarás / de aplacarme con tu lloro; / mas, si tú quieres ser moro, / a fe que lo acertarás. / Toma mis consejos sanos, / y veráste mejorado. / Adiós, porque es gran pecado / hablar tanto con cristianos." (Das ist eine große Täuschung. Gibt es mehr Vergnügen als ein Maure (Moslem) zu sein? Schau dir diese galanten Kleider an, die mein Besitzer mir gegeben hat, und ein anderes habe ich in Brokat, noch bizarrer und polierter. Couscous ist so lecker, ich trinke Zuckersorbet... Und vergebens wirst du versuchen mich mit deinen Tränen zu besänftigen; mehr, wenn du ein Moslem sein willst, durch Glauben wirst du es richtig machen. Nimm meinen guten Rat an und du wirst sehen, es wird besser. Auf Wiedersehen, denn es ist eine große Sünde so viel mit Christen zu reden). [43] 

FRANCISCO ist entsetzt über seinen abtrünnigen Bruder: "¿Hay desventura igual en todo el suelo? / ¿Qué red tiene el demonio aquí tendida  / con que estorba el camino de ir al cielo? / ¡Oh tierna edad, cuán presto eres vencida, / siendo en esta Sodoma recuestada / y con falsos regalos combatida!" (Gibt es auf dem ganzen Boden ein gleiches Unglück? Welches Netz hat der Teufel hier? Wie steht es dem Himmel im Weg? Oh zartes Alter, wie schnell du besiegt bist, in diesem lügnerischen Sodom und mit welch falschen Geschenken gekämpft wird!) AURELIO meint, die Jugend werde durch den Islam verdorben: "que aquí el demonio tiende, con que toma / a muchachos cristianos y aun a viejos. / ¡Oh secta fementida de Mahoma; / ancha casaca poco escrupulosa, / con qué facilidad los simples doma!" (dass hier der Teufel dazu neigt, christliche Jungen und sogar alte Männer zu nehmen. O zementierte Sekte Mohammeds; ein weiter Mantel, ein kleines bisschen skrupellos, wie leicht lassen sich die Einfachen zähmen!) FRANCISCO: "¡Mándasme, buen Aurelio, alguna cosa?" (Schickst du mir, guter Aurelio, irgendetwas?) AURELIO: "Dios te guíe, Francisco, y ten paciencia; / que la mano bendita poderosa / cura[rá] de tu hermano la dolencia." (Gott führe dich, Francisco, und sei geduldig. Möge die mächtige gesegnete Hand die Krankheit deines Bruders heilen). [44] 

 
"AURELIO
¿Padeces algún tormento,
Francisco?
FRANCISCO
Sí; una fatiga
que no sé como la diga, 
aunque sé cómo la siento;
y no quieras saber más,
para entender mi cuidado,
sino que mi hermano ha dado
el ánima a Satanás. 
AURELIO
¿Ha renegado, por dicha?
FRANCISCO
¿Dicha llamas renegar?
Si él lo viene a efectüar,
ello será por desdicha.
Ha dado ya la palabra 
de ser moro, y este intento
en su tierno pensamiento
con regalos siempre labra.
AURELIO
Vesle, Francisco, a do asoma.
¡Bizarro viene, por cierto! 
FRANCISCO
Estos vestidos le han muerto:
que él ¿qué sabe qué es Mahoma?" Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL III

"JUAN
¿No saben ya que me llamo...
AURELIO
¿Cómo?
JUAN
...ansí como mi amo? 
FRANCISCO
¿En qué modo?
JUAN
Solimán.
FRANCISCO
¡Tósigo fuera mejor,
que envenenara aquel hombre
que ansí te ha mudado el nombre!
¿Qué es lo que dices, traidor? 
JUAN
Perro, poquito de aqueso,
que se lo diré a mi amo.
¿Porque Solimán me llamo,
me amenaza? ¡Bueno es eso!
FRANCISCO
¡Abrázame, dulce hermano! 
JUAN
¿Hermano? ¿De cuándo acá?
¡Apártase el perro allá;
no me toque con la mano!
FRANCISCO
¿Por qué conviertes en lloro
mi contento, hermano mío? 
JUAN
ése es grande desvarío.
¿Hay más gusto que ser moro?
Mira este galán vestido,
que mi amo me le ha dado,
y otro tengo de brocado, 
más bizarro y más polido.
Alcuzcuz como sabroso,
sorbeta de azúcar bebo,
y el corde, que es dulce, pruebo,
y pilao, que es provechoso. 
Y en vano trabajarás
de aplacarme con tu lloro;
mas, si tú quieres ser moro,
a fe que lo acertarás.
Toma mis consejos sanos, 
y veráste mejorado.
Adiós, porque es gran pecado
hablar tanto con cristianos." Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL III

"FRANCISCO
¿Hay desventura igual en todo el suelo?
¿Qué red tiene el demonio aquí tendida 
con que estorba el camino de ir al cielo?
¡Oh tierna edad, cuán presto eres vencida,
siendo en esta Sodoma recuestada
y con falsos regalos combatida!
AURELIO
¡Oh, cuán bien la limosna es empleada 
en rescatar muchachos, que en sus pechos
no está la santa fe bien ar[r]aigada!...
que aquí el demonio tiende, con que toma
a muchachos cristianos y aun a viejos. 
¡Oh secta fementida de Mahoma;
ancha casaca poco escrupulosa,
con qué facilidad los simples doma!
FRANCISCO
¡Mándasme, buen Aurelio, alguna cosa?
AURELIO
Dios te guíe, Francisco, y ten paciencia; 
que la mano bendita poderosa
cura[rá] de tu hermano la dolencia." Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL III
 

18. "Ni niego a Cristo ni en Mahoma creo" (Ich leugne weder Christus noch glaube ich an Muhammad), die  islamische Sekte, "fundado sobre embustes sin cimiento" (gegründet auf Lügen ohne Fundament); Bischöfe und Kardinäle, die ihr Kreuz ablegen und "negar a Cristo y a su Iglesia" (Christus und seine Kirche leugnen) können sich auch Aydar oder Mohammed nennen anstatt Pedro, Franziskus, Reinhard oder Heinrich

PEDRO meint, er könne so tun, als ob er der islamischen Sekte, "fundado sobre embustes sin cimiento" (gegründet auf Lügen ohne Fundament), anhänge, in Wirklichkeit aber Christ bleibe: "Bien sé que la conciencia ya me culpa, / pero tanto el salir de aquí deseo, / que esta razón daré por mi disculpa. / Ni niego a Cristo ni en Mahoma creo: / con la voz y el vestido seré moro, / por alcanzar el bien que no poseo. / Si voy en corso, séme yo de coro / que, en tocando en la tierra de cristianos, / me huiré, y aun no vacío de tesoro." (Ich weiß genau, dass mein Gewissen mich bereits beschuldigt, aber ich möchte so sehr hier raus, ich werde diesen Grund für meine Entschuldigung angeben. Ich leugne weder Christus noch glaube ich an Muhammad: Mit der Stimme und dem Kleid werde ich maurisch sein, um das Gute zu erreichen, das ich nicht besitze...Ich werde fliehen...). SAYAVEDRA meint dazu: "Lazos son ésos cudicioso[s], vanos, / con que el demonio tienta fácilmente" (Krawatten sind jene eitlen Studien womit der Teufel leicht versucht). [45] 

SAYAVEDRA sieht aber in denen, die sich verstellen und sich nicht eindeutig zum Christentum bekennen, ein Fehlverhalten bzw. eine Todsünde, fast wie jene Bischöfe, die ihr Kreuz ablegen, wenn sie eine Moschee betreten oder womöglich Allah anbeten: "Si tú supieses, Pedro, a dó se extiende / la perfectión de nuestra ley cristiana, / verías cómo en ella se nos manda / que un pecado mortal no se cometa, / aunque se interesase en cometerle / la universal salud de todo el mundo. / Pues, ¿cómo quieres tú, por verte libre / de libertad del cuerpo, echar mil hierro[s] / al alma miserable, desdichada, / cometiendo un pecado tan inorme / como es negar a Cristo y a su Iglesia? (Wenn Sie nur wüssten, Pedro, wo die Vollkommenheit unseres christlichen Gesetzes liegt, Sie würden sehen, wie wir darin gesendet werden und dass eine Todsünde nicht begangen wird, selbst wenn er daran interessiert war, sich zu verpflichten für die universelle Gesundheit der ganzen Welt. Nun, wie willst du dich frei sehen von der Freiheit des Körpers, sie werfen tausend Eisen zu der elenden, unglücklichen Seele, eine so große Sünde zu begehen, wie es der Fall ist, Christus und seine Kirche zu leugnen?) PEDRO glaubt, es reiche, wenn er nur "palabras de Mahoma, y no otra cosa" (Worte Mohammeds und sonst nichts) nachplappere: "¿Dónde se niega Cristo ni su Iglesia? / ¿Hay más de retajarse y decir ciertas / palabras de Mahoma, y no otra cosa, / sin que se miente a Cristo ni a sus santos, / ni yo le negaré por todo el mundo, / que acá en mi corazón estará siempre / y él sólo el corazón quiere del hombre?" (Wo leugne ich Christus und seine Kirche? Gibt es mehr, um sich zurückzuziehen und sicher zu sagen die Worte Mohammeds und sonst nichts ohne Christus oder seine Heiligen anzulügen, noch werde ich ihn vor der ganzen Welt leugnen, das wird immer hier in meinem Herzen sein und will er nicht nur das Herz des Menschen?) [46] 

SAYAVEDRA ist immer noch nicht einverstanden mit seiner Ansicht, sich als Türke zu kleiden, auch hieße er und die abtrünnigen Bischöfe dann Aydar oder Mohammed anstatt Pedro, Franziskus, Reinhard oder Heinrich: "¿Quieres ver si lo niegas? Está atento. / Fíngete ya vestido a la turquesca, / y que vas por la calle y que yo llego / delante de otros turcos y te digo: / "Sea loado Cristo, amigo Pedro. / ¿No sabéis cómo el martes es vigilia / y que manda la Iglesia que ayunemos?" / A esto, dime: ¿qué responderías? / Sin duda que me dieses mil puñadas, / y dijeses que a Cristo no conoces, / ni tienes con su Iglesia cuenta alguna, / porque eres muy buen moro, y que te llamas, / no Pedro, sino Aydar o Mahometo." (Wollen Sie sehen, ob Sie es leugnen? sei aufmerksam. Stell dir vor, du bist schon als Türke gekleidet, und dass du die Straße runter gehst und dass ich ankomme vor anderen Türken und ich dir sage: "Gelobt sei Christus, Freund Pedro. Weißt du nicht, wie der Dienstag der Tag der Abstinenzspeise ist und was uns die Kirche befiehlt zu fasten?" Sag mir dazu: Was würdest du antworten? Ohne Zweifel würdest du mir tausend Faustschläge geben, und sagen, dass du Christus nicht kennst, und auch keinen Bericht über seine Kirche hast, weil du ein sehr guter Moor bist und wie heißt du? nicht Peter, sondern Aydar oder Mohammed).  [47] 

 
"PEDRO
Bien sé que la conciencia ya me culpa,
pero tanto el salir de aquí deseo,
que esta razón daré por mi disculpa.
Ni niego a Cristo ni en Mahoma creo: 
con la voz y el vestido seré moro,
por alcanzar el bien que no poseo.
Si voy en corso, séme yo de coro
que, en tocando en la tierra de cristianos,
me huiré, y aun no vacío de tesoro. 
SAYAVEDRA
Lazos son ésos cudicioso[s], vanos,
con que el demonio tienta fácilmente." Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL IV

"SAYAVEDRA
Si tú supieses, Pedro, a dó se extiende
la perfectión de nuestra ley cristiana, 
verías cómo en ella se nos manda
que un pecado mortal no se cometa,
aunque se interesase en cometerle
la universal salud de todo el mundo.
Pues, ¿cómo quieres tú, por verte libre 
de libertad del cuerpo, echar mil hierro[s]
al alma miserable, desdichada,
cometiendo un pecado tan inorme
como es negar a Cristo y a su Iglesia?
PEDRO
¿Dónde se niega Cristo ni su Iglesia? 
¿Hay más de retajarse y decir ciertas
palabras de Mahoma, y no otra cosa,
sin que se miente a Cristo ni a sus santos,
ni yo le negaré por todo el mundo,
que acá en mi corazón estará siempre 
y él sólo el corazón quiere del hombre?" Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL IV

"SAYAVEDRA
¿Quieres ver si lo niegas? Está atento.
Fíngete ya vestido a la turquesca,
y que vas por la calle y que yo llego
delante de otros turcos y te digo: 
"Sea loado Cristo, amigo Pedro.
¿No sabéis cómo el martes es vigilia
y que manda la Iglesia que ayunemos?"
A esto, dime: ¿qué responderías?
Sin duda que me dieses mil puñadas, 
y dijeses que a Cristo no conoces,
ni tienes con su Iglesia cuenta alguna,
porque eres muy buen moro, y que te llamas,
no Pedro, sino Aydar o Mahometo." Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL IV
 

19. Drei Teile der Buße: 1. Reue des Herzens, 2. Geständnis des Mundes, 3. Zufriedenheit der Werke; "¿No sabes tú que el mismo Cristo dice: / "Aquel que me negare ante los hombres, / de Mí será negado ante mi Padre; / y el que ante ellos a Mí me confesare, / será de Mí ayudado ante el Eterno / Padre mío?" (Weißt du nicht, dass Christus selbst sagt: "Wer mich vor den Menschen verleugnet, wird von mir vor meinem Vater geleugnet werden; und wer mich vor ihnen bekennt, wird von mir vor dem Ewigen Vater geholfen werden"?); "como algunos cristianos renegados / y con la boca y con las obras niegan / a Cristo y a sus sanctos" (wie einige abtrünnige Christen, leugnen sie mit dem Mund und mit den Werken Christus und seine Heiligen); löschen "esta falsa opinión" (dieser falschen Meinung)

SAYAVEDRA sagt zu Pedro, was man auch zu den abtrünnigen Bischöfen sagen könnte, nämlich, dass er "esta falsa opinión" (diese falsche Meinung) aus seinem Sinn lösche, und ob er nicht wüsste, was Christus gesagt habe, nämlich: "Wer mich vor den Menschen verleugnet, wird von mir vor meinem Vater geleugnet werden; und wer mich vor ihnen bekennt, wird von mir vor dem Ewigen Vater geholfen werden":  "¿No sabes tú que el mismo Cristo dice: / "Aquel que me negare ante los hombres, / de Mí será negado ante mi Padre; / y el que ante ellos a Mí me confesare, / será de Mí ayudado ante el Eterno / Padre mío?" ¿Es prueba ésta bastante  / que te convenza y desengañe, amigo, / del engaño en que estás en ser cristiano / con sólo el corazón, como tú dices? / ¿Y no sabes también que aquel arrimo / con que el cristiano se levanta al cielo / es la cruz y pasión de Jesucristo, / en cuya muerte nuestra vida vive, / y que el remedio, para que aproveche / a nuestras almas el tesoro inmenso / de su vertida sangre por bien nuestro, / depositado está en la penitencia, / la cual tiene tres partes esenciales, / que la hacen perfecta y acabada: / contrición de corazón la una, / confesión de la boca la segunda, / satisfación de obras la tercera? / Y aquel que contrición dice que tiene, / como algunos cristianos renegados, / y con la boca y con las obras niegan / a Cristo y a sus sanctos, no la llames / aquella contrición, sino un deseo / de salir del pecado; y es tan flojo, / que respectos humanos le detienen / de ejecutar lo que razón le dice; / y así, con esta sombra y aparencia / deste vano deseo, se les pasa / un año y otro, y llega al fin la muerte / a ponerle en perpetua servidumbre / por aquel mismo modo que él pensaba / alcanzar libertad en esta vida. / ¡Oh cuántas cosas puras, excelentes, / verdaderas, sin réplica, sencillas, / te pudiera decir que hacen al caso, / para poder borrar de tu sentido / esta falsa opinión que en él se imprim[e]! / Mas el tiempo y lugar no lo permite." (Weißt du nicht, dass Christus selbst sagt: "Wer mich vor den Menschen verleugnet, wird von mir vor meinem Vater geleugnet werden; und wer mich vor ihnen bekennt, wird von mir vor dem Ewigen Vater geholfen werden" Ist dieser Beweis genug das es dich überzeugt und ich dich missbillige, Freund, von der Täuschung, du seist ein Christ nur dem Herzen nach, wie du sagst? Und weißt du nicht auch, dass dieser Ansatz   womit der Christ in den Himmel aufsteigt, das Kreuz und die Passion Jesu Christi ist, in dessen Tod unser Leben lebt, und dass das Mittel, um für unsere Seelen den unermesslichen Schatz, von seinem Blut vergossen für unser Wohl, zu nutzen, die Buße ist, welche drei wesentliche Teile hat, die es perfekt und fertig machen: Reue des Herzens eins, Geständnis des Mundes das zweite, Zufriedenheit der Arbeiten der dritte? Und wer sagt, er hat Reue, wie einige abtrünnige Christen, und mit dem Mund und mit den Werken leugnen sie Christus und seine Heiligen, sie nennen es nicht diese Reue, aber Wunsch aus der Sünde herauszukommen; Und es ist so faul, welcher menschliche Respekt hält ihn zurück um auszuführen, was der Grund Ihnen sagt; und so mit diesem Schatten und Aussehen von diesem vergeblichen Verlangen vermissen sie ein Jahr und ein anderes, und der Tod versetzt ihn in ewige Knechtschaft, auf die gleiche Weise, wie er dachte Freiheit in diesem Leben zu erreichen. Oh, wie viele reine, ausgezeichnete Dinge, sind wahr, und ohne Antwort, einfach, ich könnte dir sagen, was du mit dem Fall machen kannst, nämlich am besten in der Lage sein, ihn aus deinem Sinn zu löschen, diese falsche Meinung, die gedruckt wurde! ber Zeit und Ort lassen es nicht zu). [48] 
"SAYAVEDRA
¿No sabes tú que el mismo Cristo dice: 
"Aquel que me negare ante los hombres,
de Mí será negado ante mi Padre;
y el que ante ellos a Mí me confesare,
será de Mí ayudado ante el Eterno
Padre mío?" ¿Es prueba ésta bastante 
que te convenza y desengañe, amigo,
del engaño en que estás en ser cristiano
con sólo el corazón, como tú dices?
¿Y no sabes también que aquel arrimo
con que el cristiano se levanta al cielo 
es la cruz y pasión de Jesucristo,
en cuya muerte nuestra vida vive,
y que el remedio, para que aproveche
a nuestras almas el tesoro inmenso
de su vertida sangre por bien nuestro, 
depositado está en la penitencia,
la cual tiene tres partes esenciales,
que la hacen perfecta y acabada:
contrición de corazón la una,
confesión de la boca la segunda, 
satisfación de obras la tercera?
Y aquel que contrición dice que tiene,
como algunos cristianos renegados,
y con la boca y con las obras niegan
a Cristo y a sus sanctos, no la llames 
aquella contrición, sino un deseo
de salir del pecado; y es tan flojo,
que respectos humanos le detienen
de ejecutar lo que razón le dice;
y así, con esta sombra y aparencia 
deste vano deseo, se les pasa
un año y otro, y llega al fin la muerte
a ponerle en perpetua servidumbre
por aquel mismo modo que él pensaba
alcanzar libertad en esta vida. 
¡Oh cuántas cosas puras, excelentes,
verdaderas, sin réplica, sencillas,
te pudiera decir que hacen al caso,
para poder borrar de tu sentido
esta falsa opinión que en él se imprim[e]! 
Mas el tiempo y lugar no lo permite." Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL IV

20. Nach Art der Türken

Ein Gefangener, der versucht hatte zu fliehen, wird von Türken in der üblichen Art und Weise gefoltert; YZUF will vom Sultan eine Sklavin, dafür wolle er nach allen Regeln der Kunst vom Sultan umgebracht werden: "Dame, señor, mi esclava, y luego dame / la muerte en fuego, a hierro, a gancho, en p[alo]." (Geben Sie mir, Herr, meinen Sklaven, und geben Sie mir dann den Tod im Feuer, Eisen, Haken, Spieße). YZUF wird rausgeschoben, und dann treten zwei Araber mit dem Christen ein, der geflohen ist und den sie auf dem Feld ergriffen haben. Der Sultan fragt ihn aus und ordnet die Strafe an: "Bien lo mu[e]stras en ser ansí atrevido. /  ¡Oh yuraja caur! Dalde seiscientos / palos en las espaldas muy bien dados,  / y luego le daréis otros quinientos / en la barriga y en los pies cansados." (Sie zeigen es gut, wenn es nicht so gewagt wäre. Sechshundert Stockhiebe auf den Rücken, sehr gut gegeben, und dann wirst du ihm noch fünfhundert geben auf dem Bauch und die müden Füße). ESCLAVO 1:  " ¿Tan sin razón ni ley tantos tormentos / tienes para el que huye aparejados?" (Also ohne Grund oder Gesetz so viele Qualen hast du für den, der manipuliert flieht?), er vertraut sich der Muttergottes an, der Sultan ergänzt noch: "desollalde y aun matalde!" (gehäutet und sogar getötet!) Ein Türke, TURCO, der die Strafe ausführen soll sagt zum Sultan: "Señor, del bien hacer siempre se espera / galardón, y si falta d[e]ste suelo, / la paga se dilata para el cielo. " (Sir, es wird immer Gutes zu tun erwartet für die Auszeichnung, und wenn dieser Boden fehlt, die Bezahlung erstreckt sich für den Himmel). [49] 
 
 

21. Virgen Santísima María; "Reina de las alturas celestiales, / Madre y Madre de Dios, Virgen y Madre, / espanto de las furias infernales" (Königin der himmlischen Höhen, Mutter und Mutter Gottes, Jungfrau und Mutter, der Schrecken der höllischen Wut); "sácame de entre esta gente mora" (nimm mich aus diesen maurischen Leuten heraus); "Da ejemplo de mucha cristiandad y gran prudencia" (Ein Beispiel geben von großem Christentum und großer Klugheit); "nuestra luz, nuestro remedio" (unser Licht, unser Heilmittel); "servidumbre de paganos" (Knechtschaft der Heiden), "quede sin alma en esta tierra dura" (ich war ohne Seele in diesem rauen Land)

Ähnlich wie Cervantes aus seiner Gefangenschaft in Algerien freigekauft wurde, so sollen auch hier einige Gefangene von einem Orden freigekauft werden: "un navío de España, y todos dicen / que es de limosna cierto, y que en él viene / 
un fraile trinitario cristianísimo, / amigo de hacer bien, y conocido, / porque ha estado otra vez en esta tierra / rescatando cristianos, y da ejemplo / de mucha cristiandad y gran prudencia. / Su nombre es fray Juan Gil." (ein Schiff aus Spanien, und jeder sagt dass es wahre Almosen sind und dass ein sehr christlicher trinitarischer Mönch kommt, ein Freund der guten Taten und bekannt, weil er wieder auf dieser Erde war, Christen zu retten und ein Beispiel zu geben von großem Christentum und großer Klugheit. Er heißt Fray Juan Gil). Auch der "fray Jorge de Olivar, que es de la Orden de la Merced" (Bruder Jorge de Olivar, der vom Orden de la Merced ist) hilft mit. [50] 

FRANCISCO feuert die Gefangenen an, auf Gott zu vertrauen und auf die Fürsprecherin für die Menschen: "Dios nos ha de remediar, / hermanos: mostrad buen pecho, / que el Señor que nos ha hecho, / no nos tiene de olvidar. / Roguémosle, como a Padre, / nos vuelva a nuestra mejora, / pues es nuestra intercesora / su Madre, que es nuestra Madre; / porque, con tan sancto medio, / nuestro bien está seguro: / que ella es nuestra fuerza y muro, / nuestra luz, nuestro remedio." (Gott muss uns heilen, Brüder: zeigt gute Brust, dass der Herr, der uns gemacht hat, uns nicht vergisst. Bitten wir ihn, wie Vater, wir kehren zu unserer Verbesserung zurück. Nun, sie ist unsere Fürsprecherin, seine Mutter, die unsere Mutter ist; weil mit solch einem durchschnittlichen Heiligtum, unser Gut ist sicher: dass sie unsere Stärke und Mauer ist, unser Licht, unser Heilmittel). [51]

Ein christlicher Gefangener bzw. Sklave ruft die Muttergottes an und spricht von der Knechtschaft der Heiden: "¡Vuelve, Virgen Santísima María, / tus ojos que dan luz y gloria al cielo, / a los tristes que lloran noche y día  / y riegan con sus lágrimas el suelo! / Socórrenos, bendita Virgen pía, / antes que este mortal corpóreo velo / quede sin alma en esta tierra dura / y carezca de usada sepultura. / Otro Reina de las alturas celestiales, / Madre y Madre de Dios, Virgen y Madre, / 
espanto de las furias infernales, / Madre y Esposa de tu mismo Padre, / remedio universal de nuestros males: / si con tu condición es bien que cuadre / usar misericordia, úsala agora, / y sácame de entre esta gente mora. / Otro En Vos, Virgen dulcísima María, / entre Dios y los hombres medianera, / de nuestro mar incierto cierta guía, / Virgen entre las vírgenes primera; / en vos, Virgen y Madre; en Vos confía / mi alma, que sin Vos en nadie espera, / que me habréis de sacar con vuestras manos  / de dura servidumbre de paganos." (Komm zurück, heiligste Jungfrau Maria, deine Augen, die dem Himmel Licht und Herrlichkeit geben, zu den Traurigen, die Tag und Nacht weinen und sie begießen den Boden mit ihren Tränen! Hilf uns, selige fromme Jungfrau, vor diesem sterblichen körperlichen Schleier war ich ohne Seele in diesem rauen Land und es fehlt ein gebrauchtes Grab. Eine andere Königin der himmlischen Höhen, Mutter und Mutter Gottes, Jungfrau und Mutter, der Schrecken der höllischen Wut, Mutter und Frau desselben Vaters, universelles Heilmittel gegen unsere Krankheiten: Wenn es mit Ihrem Zustand gut ist, dass es passt benutze Barmherzigkeit, benutze sie jetzt, und nimm mich aus diesen maurischen Leuten heraus. Ein anderer in dir, süßeste Jungfrau Maria, zwischen Gott und Menschen Vermittler, von unserem unsicheren Meer ein bestimmter Führer, Jungfrau zuerst unter den Jungfrauen; in dir Jungfrau und Mutter; vertraut dir meine Seele, dass ohne dich niemand wartet, dass du mich mit deinen Händen herausnehmen musst aus der harten Knechtschaft der Heiden). [52]

"FRANCISCO
¡Albricias, caro Aurelio!, que es llegado
un navío de España, y todos dicen
que es de limosna cierto, y que en él viene
un fraile trinitario cristianísimo, 
amigo de hacer bien, y conocido,
porque ha estado otra vez en esta tierra
rescatando cristianos, y da ejemplo
de mucha cristiandad y gran prudencia.
Su nombre es fray Juan Gil. 
AURELIO
Mira no sea,
fray Jorge de Olivar, que es de la Orden
de la Merced, que aquí también ha estado,
de no menos bondad y humano pecho;
tanto, que ya después que hubo espendido
bien veinte mil ducados que traía, 
[e]n otros siete mil quedó empeñado.
¡Oh caridad extraña! ¡Oh sancto pecho!...
FRANCISCO
Dios nos ha de remediar,
hermanos: mostrad buen pecho,
que el Señor que nos ha hecho,
no nos tiene de olvidar.
Roguémosle, como a Padre, 
nos vuelva a nuestra mejora,
pues es nuestra intercesora
su Madre, que es nuestra Madre;
porque, con tan sancto medio,
nuestro bien está seguro: 
que ella es nuestra fuerza y muro,
nuestra luz, nuestro remedio.
ESCLAVO 1
¡Vuelve, Virgen Santísima María,
tus ojos que dan luz y gloria al cielo,
a los tristes que lloran noche y día 
y riegan con sus lágrimas el suelo!
Socórrenos, bendita Virgen pía,
antes que este mortal corpóreo velo
quede sin alma en esta tierra dura
y carezca de usada sepultura. 
Otro Reina de las alturas celestiales,
Madre y Madre de Dios, Virgen y Madre,
espanto de las furias infernales,
Madre y Esposa de tu mismo Padre,
remedio universal de nuestros males: 
si con tu condición es bien que cuadre
usar misericordia, úsala agora,
y sácame de entre esta gente mora.
Otro En Vos, Virgen dulcísima María,
entre Dios y los hombres medianera, 
de nuestro mar incierto cierta guía,
Virgen entre las vírgenes primera;
en vos, Virgen y Madre; en Vos confía
mi alma, que sin Vos en nadie espera,
que me habréis de sacar con vuestras manos 
de dura servidumbre de paganos." Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL IV

 
Anmerkungen

[1] Miguel de Cervantes, LA CASA DE LOS CELOS Y SELVAS DE ARDENIA (Das Haus der Eifersucht und die Wälder von Ardenia), Komödie I; Texto basado en la edición príncipe, LA CASA DE LOS CELOS en OCHO COMEDIAS Y OCHO ENTREMESES NUEVOS NUNCA REPRESENTADOS, COMPUESTAS POR MIGUEL DE CERVANTES SAAVEDRA (Madrid: Viuda de Alonso Martín, 1615). Fue editado en forma electrónica por Vern G. Williamsen en 1997.
[2] II; zu: Eine Beratung, die schon "nicht sehr wahr" ist, taugt nicht für Menschen, die selbst denken können, eher "para un alma de piedra verdadera!" (für eine wahre Steinseele!). Selbst der klarste Kopf oder größte Erfinder aus der albernen oder geistlosen Wissenschaft ("el ingenio más claro en tonta ciencia"), bleibt ein Vertreter der sogenannten Schrott-Wissenschaft ("junk-science"), worunter man heute vor allem die grüne und rote Gentechnik, z.B. die mRNA-Technik versteht. Vgl. Kurse Nr. 563 Miguel de Cervantes I, Nr. 645 Miguel de Cervantes II, Nr. 648 Calderon de la Barca II, Johann Wolfgang von Goethe I-II, Nr. 511 J.G.Fichte, Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 533 Aristoteles, Nr. 502 St.Thomas Aquinas, Sth. I-II (III, 13), Ib.; Zentrum für natürliche Bienentherapie 2021: Mechanistische Sichtweise in der Schulmedizin und unvorhersehbare Folgen I-II (z.B. mRNA Technologie für Impfstoffe) , Pressemitteilung
[3] III; vgl. Anm. 2
[4] Ib.
[5] Miguel de Cervantes, EL GALLARDO ESPAÑOL (Der schneidige Spanier), Komödie I; Texto basado en la edición príncipe, EL GALLARDO ESPAÑOL en OCHO COMEDIAS Y OCHO ENTREMESES NUEVOS NUNCA REPRESENTADOS, COMPUESTAS POR MIGUEL DE CERVANTES SAAVEDRA (Madrid: Viuda de Alonso Martín, 1615). Fue editado en forma electrónica por Vern G. Williamsen en 1997.
[6] Ib.
[7] Ib.
[8] II
[9] Ib.
[10] Ib.
[11] Ib.
[12] Ib.
[13] Ib.
[14] Ib.
[15] III
[16] Ib.
[17] Ib.
[18] Ib.
[19] Miguel de Cervantes, EL LABERINTO DE AMOR (Das Liebeslabyrinth) I; Texto basado en la edición príncipe, EL LABERINTO DE AMOR en OCHO COMEDIAS Y OCHO ENTREMESES NUEVOS NUNCA REPRESENTADOS, COMPUESTAS POR MIGUEL DE CERVANTES SAAVEDRA (Madrid: Viuda de Alonso Martín, 1615). Fue editado en forma electrónica por Vern G. Williamsen en 1997.
[20] Ib.
[21] Ib.
[22] Ib.
[23] Ib.
[24] Ib.
[25] II
[26] Ib.
[27] Ib.
[28] Ib.
[29] Miguel de Cervantes, EL RUFIÁN DICHOSO (Der glückhafte Zuhälter) I; Texto basado en la edición príncipe, EL RUFIÁN DICHOSO en OCHO COMEDIAS Y OCHO ENTREMESES NUEVOS NUNCA REPRESENTADOS, COMPUESTAS POR MIGUEL DE CERVANTES SAAVEDRA (Madrid: Viuda de Alonso Martín, 1615). Fue editado en forma electrónica por Vern G. Williamsen en 1997.
[30] Ib.
[31] II
[32] Ib.
[33] III
[34] Ib.
[35] Miguel de Cervantes Saavedra, TRATO DE ARGEL I; Este texto fue preparado por Vern Williamsen en el año 1997 con el apoyo de varias ediciones dignas de confianza.
[36] Ib.
[37] Ib.
[38] Ib.
[39] Ib.
[40] II
[41] Ib.
[42] III
[43] Ib.
[44] Ib.
[45] IV
[46] Ib.
[47] Ib.
[48] Ib.
[49] Ib.
[50] Ib.
[51] Ib.
[52] Ib.
 
 





Miguel de Cervantes Saavedra
 
 


Delacroix, La Barque de Dante

In seinem Epos schildert Dante eine visionäre Reise durch die Hölle, das Fegfeuer - den „Läuterungsberg“ - und den Himmel. Sein Hauptanliegen ist die Bekehrung der durch Sünde vom rechten Weg abgeirrten Seelen, die, geläutert durch den Anblick höllischer Strafen, über den Berg der Läuterung zur ewigen Seligkeit emporsteigen sollen. Als Führer durch die Hölle wählt Dante den Dichter Vergil. Die drei Reiche sind in "Cantica-Gesänge" behandelt, untergliedert in 33 canti, so dass sich zusammen mit dem einleitenden „Gesang“ 100 „Gesänge“ ergeben. Streng wie die Form gliedert Dante auch den Inhalt: "Die Hölle" umfasst ausser dem Vorhof neun Höllenkreise, die wie ein Trichter im Mittelpunkt der Erde zusammenlaufen, dem Sitz Luzifers. Je tiefer die Seelen der Verdammten, umso größer ihre Verfehlungen und umso größer auch ihre Strafen. Dantes Mahnungen und Warnungen stehen in vollem Einklang mit der Lehre der Kirche, der er sich als Autorität immer unterworfen hat. Grunddogma ist für ihn der Glaube an die Dreieinigkeit Gottes. Thomas von Aquin und Albertus Magnus befinden sich im Paradies; Dante begegnet Mohammed, "der Zwietrachtstifter Mohammed" oder "Mahom" genannt, im tiefsten Höllenschlund; auch die islamischen Gelehrten Averroes, Avicenna und der berüchtigte Sultan Saladin gehören zu denen, die unter falschen, lügnerischen Göttern lebten. Mohammed klagt sich selber an, seinen gerechten Lohn erhalten zu haben. In dem berümten Canto XXVIII und Bolgia 9 werden die Säer der Zwietracht in die Mangel genommen: In der neunten Bolgia werden die Zwietrachtsäer für alle Ewigkeit von einem großen Dämon mit einem blutigen Schwert zerhackt und verstümmelt; ihre Körper sind geteilt, da ihre Sünde im Leben darin bestand, zu zerreißen, was Gott als Einheit vorgesehen hatte; dies sind die Sünder, die bereit sind, das ganze Gefüge der christlichen Gesellschaft zu zerreißen, um einen sektiererischen Egoismus zu befriedigen. Die Seelen müssen ihre zerstörten Körper durch den Graben schleppen, wobei ihre Wunden im Laufe des Kreislaufs heilen, nur damit der Dämon sie erneut zerreißt. Diese werden in drei Kategorien eingeteilt: 1. religiöse Spaltung und Zwietracht, 2. zivile Unruhen und politische Zwietracht und 3. Familienzwietracht oder Zwietracht zwischen Verwandten. Zur ersten Kategorie gehört Mohammed, der Gründer des Islam: Sein Körper ist von der Leiste bis zum Kinn aufgerissen, und seine Eingeweide hängen heraus. Dante sah in Mohammed die Ursache für eine Spaltung innerhalb des Christentums, nämlich als er und seine Anhänger sich abspalteten und gegen das Christentum kämpften. Am Eingang der Hölle heißt es: „Das sind die Stifter falscher Lehren / und allerlei sektiererischer Anhang. / Viel voller als du denkst, sind diese Gräber. / In Massen liegen Gleichgesinnte drin, / und eingebettet in gestufte Gluten" - Dante, Göttliche Komödie IX Inferno.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Figur des LUCIFER, die Cervantes in einer seiner Komödien auftreten lässt und der von Moslems als Allah angebetet wird; er kommt mit Krone und Zepter heraus, zusammen mit den schön gekleideten Dämonen SAQUIEL und VISIEL, die aber als Dämonen hässlich sind:  "LUCIFER, con corona y cetro, el más galán demonio y bien vestido que ser pueda, y SAQUIEL y VISIEL, como quisieren, de demonios feos". Ihm gefällt es gar nicht, dass diejenigen, die er schon in seiner Sekte vereinigt wusste, ihn plötzlich wieder verlassen wollen um dem christlichen Kreuz zu folgen. Auch beklagt er sich, dass seit dem Sturz aus dem Himmel, sein Neid gewachsen sei auf den neuen Richter (Christus): "Digo que desde entonces se recoge / la fiera envidia en este pecho fiero, / de ver que el cielo en su morada acoge / a quien pasó también de Dios el fuero." (Ich sage, dass seitdem gesammelt wird der wilde Neid in dieser wilden Brust, zu sehen, dass der Himmel in seiner Unterkunft begrüßt an wen die Gerichtsbarkeit auch von Gott überging). Ihm bleiben aber "mis secuaces, deste duro infierno" (meine Schergen aus dieser harten Hölle). Den Abfall vom Glauben an Allah bzw. an ihn, sei wie wenn er eines Geschenkes beraubt würde; seine Schergen versuchen daher auf der Erde, Apostasie in islamischen Ländern mit dem Tod zu bestrafen, damit sie nicht den christlichen Glauben annehmen: "de verme despojado del regalo / de mi primera aventajada suerte, / quiere que se alce con el cielo un malo, / un pecador blasfemo" (um mich des Geschenks beraubt zu sehen von meinem ersten vorteilhaften Glück, will, dass ein Bösewicht zum Himmel aufsteigt, ein blasphemischer Sünder). Seine Schergen, SAQUIEL und VISIEL, wollen versuchen den bekehrten Sünder zurückzuholen. Letztlich müssen sie aber einsehen, dass die Menschen in Allah, dem Teufel oder Luzifer nur sterben, und nur in Christus leben können: "muerto al diablo y vivo a Cristo" (tot für den Teufel und lebendig für Christus), vgl. Kurse Nr. 636 Eugène Delacroix, Nr. 562 Dante Alighieri, Nr. 645 Miguel de Cervantes II, Nr. 500 St. Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 579 Albertus Magnus, Akademie der Kunst und Philosophie
 
 


Giotto di Bondone, Luzifer, Satan oder Allah, 1303-5, Affresco, Padova, Cappella degli Scrovegni


Giotto di Bondone, Giudizio Universale, 1303-5, Affresco, Padova, Cappella degli Scrovegni

Im Fresko des Giotto di Bondone sitzt in der Mitte Christus und hält Gericht; rechts unten ist Satan bzw. Luzifer oder Allah zu sehen, der die Seelen der Abtrünnigen frisst und natürlich die, die ihre Seele dem Teufel bzw. Luzifer oder Allah verkauft haben. Auch in Dantes "göttlicher Komödie" (Canto XXXIV des Inferno) befindet sich Luzifer ganz unten im Zentrum des Inferno. Er ist die Fratze der göttlichen Dreieinigkeit und hat drei hässliche Gesichter; das vordere ist rot und bedeutet das Gegenteil der göttlichen Allgüte, den Urhass, das rechte, weißlich gelb, dürfte das Gegenstück der Allmacht, die Ohnmacht, sein, das linke, schwarz, das Gegenteil der Allwissenheit, die absolute Unwissenheit. Für viele Dichter wie Lope de Vega und Cervantes sind diese Eigenschaften im islamischen Allah vereint: so sagt Cervantes zum Beispiel, die Wahrheit zeige sich nur ohne Allah, auch sein Rat sei falsch gewesen und er dachte, wer hat denn den Feigling beraten ("porque pensaba que a un cobarde aconsejaba"); Wer auf Allah hört, wird vom Teufel eingekleidet, wie ALIMUZEL bekennt: "¡El diablo se me reviste!" (Der Teufel verkleidet mich!). In einer Komödie fragt Cervantes: "Que piensa el turco que el cielo" (Was denkt der Türke über den Himmel?), Allah, habe als Höllenfürst im Himmel nichts verloren; aber sie sehen, wie es förmlich Christen aus dem Himmel regnet und erstaunt erkennen sie ihre Angst: "que piensa el turco que el cielo cristianos llueve, y se asombra. Reconocido su miedo". Andernorts heißt es, Verräter seien nur noch gut für Allah oder Beelzebub: "Cubre el traidor sus malas intenciones con rostro grave y ademán sincero, y adorna su traición con las razones de que se precia un pecho verdadero" (Der Verräter deckt seine bösen Absichten ab mit einem ernsten Gesicht und einer aufrichtigen Geste, und schmückt seinen Verrat mit Gründen die von einer wahren Brust geschätzt werden); in der Sekte des Islam leben ("en vuestra secta vive") ist trostlos und nur schlecht erzogene Frauen oder Männer konvertieren zum Islam. Lope de Vega sagt in einer seiner Komödien, Allah sei aus dem Schlamm geboren wie seine Seelen, seine "los villanos almohades" (Almohaden-Schurken), "hombres del diablo" (Teufelsmänner) und Schlamm-Könige. Ohne den christlichen Glauben gebe es keine Ritterlichkeit. Wer Gott habe, sei ein Ritter, wer ihn nicht habe sei ein Hund, ob er Muhammad sei oder ein Doktor nach islamischem Recht: "¡Sin mi fe no hay hidalguía!... / Quien tiene a Dios es hidalgo, / quien está sin él es perro. / ¡Moros, en esto me encierro! / ¡Lo que soy cristiano, valgo!... / ¿Quién queréis ser siendo moros? / ¿Sois Mahoma o alfaquíes (doctor de la ley musulmán)?. Wenn Christen im Namen des Islams getötet werden, sind Mauren und Türken glücklich und zufrieden: "Queda el moro muy gozoso / del injusto y crudo hecho; / el turco está satisfecho" (Der Maure ist sehr glücklich durch die ungerechte und grobe Tat; der Türke ist zufrieden). Grundsätzlich galt und gilt daher, was AURELIO und FRANCISCO sagen, die sich über Kinder und Jugendliche unterhalten, die aus Unwissenheit zum Islam übertreten, weil sie mit Geschenken geködert werden; sie kommen zu dem Schluss, dass, wer zum Islam übertritt "ha dado el ánima a Satanás" (seine Seele Satan gegeben hat). Später wird festgestellt, "que aquí el demonio tiende, con que toma / a muchachos cristianos y aun a viejos. / ¡Oh secta fementida de Mahoma" (der Teufel neigt dazu, christliche Jungen und sogar alte Männer zu nehmen. O zementierte Sekte Mohammeds!); der Islam sei eine Krankheit, die geheilt werden müsse.

Der Komiker TELLO schwärmt in Félix Lope de Vega Carpio's Komödie, LA NOCHE DE SAN JUAN, ähnlich wie Dante von seiner Poesie, die nicht nur moralische Philosophie sei, sondern neben schweren Urteilen auch "hermosura e invención" (Schönheit und Erfindung) sowie Fabeln enthalte wie die des Phönix oder des "basilisco el hombre", des Basilisken, der jeden tötet, der seinen Namen bzw. den des Mohammed beleidigt, so wie der "basilisco el hombre", der Moslem, der in Frankreich einen Lehrer geköpft hatte, weil er im Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte. In einer anderen Komödie sagt er, wenn allerdings der Teufel (Allah) seinen Stuhl versuche im Himmel aufzustellen, sehne er sich immer wieder in die Türkei zurück: "se le antojara en Turquía". Es ist kein Wunder, dass Mohammed und seine Anhänger, bzw. die, die sich als "Esclava de Mahoma" (Sklave Muhammads) bezeichnen, sich im Inferno befinden; Vorwürfe gibt es genug, nicht zuletzt, dass die Muezzinrufe den Himmel beleidigen ("ofendiendo al cielo"). In seiner Komödie LOS ESCLAVOS LIBRES sagt er: "¡Y mira que es risa aquesto de Mahoma! (Und schauen Sie wie wir Muhammad hier auslachen!); der Wert Allahs zeige sich bei Raubzügen. Könnte Muhammad den Menschen helfen? "Hágalo Dios, Zulema, que Dios puede; que aqueso de Mahoma es disparate. (Gott tut es, Zulema, denn Gott kann es; dass Muhammad es könnte, ist Unsinn), Zulema: er solle Muhammad nicht ein Schuft oder Spitzbube sein lassen: "e no decer Mahoma estar beliaco". Viele Muslime denken immer noch: "E ¿qué dirá Mahoma?" (Und was wird Muhammad sagen?), "Yo te juro que él no te diga nada" (Ich schwöre dir, dass er Ihnen nichts sagen wird), denn es handelt sich um "la secta falsa del vil Mahoma" (die gefälschte Sekte des abscheulichen Muhammad), vgl. Kurse Nr. 562 Dante Alighieri, Nr. 645 Miguel de Cervantes II, Nr. 643 Lope de Vega IV, Nr. 545 Sittenlehre I-II, Nr. 557 Ludovico Ariosto, Akademie der Kunst und Philosophie
 
 


Pietro di Francesco degli Orioli, San Michele, Siena Pinacoteka
Der Erzengel Michael wägt die Seelen, mit dem Fuß hält er Luzifer bzw. Allah in Schach
 


Miguel de Cervantes Saavedra
 


Miguel de Cervantes Saavedra
 
 

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Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 586 Tizian, Nr. 591 Paolo Veronese, Nr. 598 El Greco, Nr. 620 Giovanni Battista Tiepolo, Nr. 590 Giovanni Bellini, Nr. 587 Andrea Mantegna, Nr. 595 Jan van Eyck, Nr. 635 Rogier van der Weyden, Nr. 640 Stefan Lochner, Nr. 646 Michael Pacher, Nr. 647 Peter Paul Rubens, Nr. 649 Giotto di Bondone, Nr. 626 Luca Signorelli, Nr. 610 Piero della Francesca, Nr. 596 Perugino, Nr. 522 Raffael (Raffaello Sanzio), Nr. 523 Sandro Botticelli, Nr. 602 Benozzo Gozzoli, Nr. 606 Fra Angelico, Nr. 607 Pinturicchio, Nr. 593 Filippo Lippi, Nr. 594 Filippino Lippi, Nr. 589 Albrecht Dürer, Nr. 603 Bernard van Orley, Nr. 615 Ambrogio da Fossano detto il Bergognone, Nr. 636 Eugène Delacroix, Nr. 639 Bartolomé Esteban Murillo, Akademie der Kunst und Philosophie



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Letzte Bearbeitung:03.04.2021