Akademie der Kunst und Philosophie
Akademie der Wissenschaften | Académie des sciences
 

 

Kurs Nr. 545 

Sittenlehre I-II


Freiheit ist die absolute Voraussetzung einer Sittenlehre im eigentlichen Sinne. "Das ganze Christentum hat keinen Sinn, ohne diese Erkenntnis". Für das physische Wohlergehen aller, "für Ordnung, die sie umgebe, für Rechtlichkeit ihrer Verfassung, für ihre Freiheit" - vor allem auch Meinungsfreiheit - muss gesorgt sein
Pinturicchio, Madonna della pace

 

 
 
 
 
 

 


Aus dem Inhalt:
 
Und ein Gott ist, ein heiliger Wille lebt,
Wie auch der menschliche wanke;
Hoch über der Zeit und dem Raume webt
Lebendig der höchste Gedanke.
Und ob alles in ewigem Wechsel kreist,
Es beharret im Wechsel ein ruhiger Geist.
(Friedrich Schiller)


Was man bisher die Sittenlehre genannt hat, ist eigentlich die Lehre vom wahren Sein, der eigentlichen Realität. Freiheit ist die absolute Voraussetzung einer Sittenlehre im eigentlichen Sinne. "Das ganze Christentum hat keinen Sinn, ohne diese Erkenntnis". Für das physische Wohlergehen aller, "für Ordnung, die sie umgebe, für Rechtlichkeit ihrer Verfassung, für ihre Freiheit" - vor allem auch Meinungsfreiheit - muss gesorgt sein. [2][3][4][5]

"Denn er weiss, dass nur in einer solchen Lage sie ihren Blick erheben können auf das geistige und höhere, und dass äusserer Druck in der Regel, und nach dem gemeinen Maasstabe dem Menschen fast alles sein höheres nimmt, und ihn beinahe zum Tier hernieder drückt." - J.G.Fichte [1][2] 
Die Sittenlehre ist ein Fremdwort für die islamische Theologie, die die Welt nur in "das Gebiet des Islams" (Dar al islam) und "das Gebiet des Kriegs" (Dar al harb) unterteilt, also das Gebiet, das noch dem Islam unterworfen werden muss. [1][6]

In einem Interview äussert sich der algerische Schriftsteller Boualem Sansal zu den Anschlägen in Paris und meint, der Westen habe die islamistische Gefahr unterschätzt. Die Islamisten gingen sektiererisch vor; es gehe um Indoktrination. Inzwischen lassen sich sogar Christen, Atheisten und Juden unter den Islamisten finden. Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal warnt seit langem vor der Gefahr des Islamismus. "Es geht ihnen um die Eroberung der Welt“ [7]: 

"Ich bin, ehrlich gesagt, nicht überrascht. Die Islamisten sind dabei, sich in Europa einzurichten. Am Freitag haben sie in Paris zugeschlagen, morgen wird es woanders sein. Sie werden nicht aufhören. Die Strategie der Anschläge weist dabei auf ein Ziel hin, das man benennen muss: Es geht ihnen um die Eroberung der Welt. Und dieser Krieg wird längst nicht nur über Gewalt geführt. Die Islamisten nutzen für ihre Mission die verschiedensten Mittel, sie wirken politisch, sie predigen in Moscheen, sie kommunizieren über das Internet und lassen ihre Publikationen weltweit zirkulieren. Das halte ich für das Wesentliche. Mit den Attentaten wollen sie uns terrorisieren, aber die Arbeit im Hintergrund ist mindestens so wichtig. ... was jetzt in Paris passiert ist, erleben wir in Algerien seit 1990. In Paris gibt es 129 Tote, in Algerien sind es 250000 Opfer. Ich kenne die Gefahr des Islamismus. Deshalb bestätigt Paris meine Analyse nur. Der Islamismus hat der Menschheit den Krieg erklärt, seine Verfechter wollen die Macht. Weltweit mobilisieren sie Anhänger, und ihnen gegenüber steht – nichts, Leere. Die Demokratien sind schwach. Deshalb werden die Islamisten obsiegen und große Teile der Welt beherrschen. Denken Sie doch nur einmal: Vor zwanzig Jahren gab es sie nicht, und schon heute dominieren sie mehr als dreißig Länder. Und sie gewinnen ständig neue Territorien hinzu, ob in der Sahara, im Irak oder in Syrien. Die Türkei wird von einer islamistischen Partei regiert, Iran, Marokko. Und als Nächstes installieren sie sich in Europa". - Sansal [7]
Man kann natürlich fragen warum stellt sich die arabische Welt nicht geschlossen gegen die Verbrechen des IS? "Das hat viele Gründe. Zum einen haben die Amerikaner lange Zeit in Ländern wie Syrien, Irak oder Afghanistan mit den Islamisten paktiert, um den Kommunismus mit ihrer Hilfe zurückzudrängen. Außerdem glauben tatsächlich viele Bürger in der arabischen Welt, dass die Anschläge von Paris nicht von Islamisten verübt wurden, sondern vom Mossad oder dem französischen Geheimdienst. Um die Stimmung gegen die arabische Welt aufzuheizen. Sie wollen sich aber auch nicht mit der einstigen Kolonialmacht Frankreich solidarisch zeigen. Und außerdem gibt es nicht den einen Islam. Wenn Schiiten Anschläge verüben, ist das den Sunniten herzlich egal, weil sie Gegner sind. Auch Syrien und der Irak, Algerien und Marokko sind verfeindet, niemals würden diese Länder an einem Strang ziehen. Und zuletzt ist es für einen Muslim schwer, einen anderen Muslim zu kritisieren. Schon als Europäer steht man dann unter Verdacht, islamophob zu sein. Über einen Muslim, der sich kritisch äußert, aber heißt es, er sei vom Glauben abgefallen. Das ist sehr gefährlich". [7]

Natürlich habe der Westen die islamistische Gefahr unterschätzt. "Der Westen wird die wahre Dimension erst begreifen, wenn sich die Attentate häufen und eine Art urbaner Guerrillakrieg ausbricht".  Dennoch, meint Sansal, werde der IS an seinen inneren Widersprüchen scheitern. Problematisch sei eine Renaissance des Islam im Gewand des gemässigten Islams. Dafür stehe die "Nahda-Bewegung" mit Millionen Anhängern und karitativen Initiativen sowie Koranschulen. Auch in Parlamenten seien sie schon vertreten. Die Unterstützer im Hintergrund sind zum Beispiel Saudi Arabien und Qatar. [7]

"Der gewalttätige Islamismus ist eine vorübergehende Entwicklung. Das wird es noch eine Zeitlang geben, vielleicht zwanzig oder dreißig Jahre, aber seine wahre Intention ist die intellektuelle Ausrichtung. Das große Ziel ist die Renaissance des Islams. Dafür steht die Nahda-Bewegung, deren Name nicht zufällig „Wiedererwachen“ heißt. Entstanden in der Zeit, als die arabische Welt kolonisiert war und der Islam zu verschwinden drohte, hatte die Bewegung das Ziel, den Islam mit der Moderne zu verbinden. Heute hat Nahda Millionen Anhänger und wird immer mächtiger. Sie unterhalten karikative Initiativen, Koranschulen und sind in Parlamenten vertreten. Aber es sind fundamentalistische Muslime, deren Mission es ist, den Islam zu neuer Größe zu führen, in Afrika, Asien, Europa. Es ist doch offensichtlich, dass das Geld zum Beispiel aus Saudi-Arabien kommt, dem einzigen Land in der Welt, das einer Familie gehört. Die Amerikaner, die nur zu gern das saudische Öl abnehmen, versprechen im Gegenzug, nicht gegen Saudi-Arabien vorzugehen. Auf Qatar trifft dasselbe zu. Aus diesen Königreichen kommt die Unterstützung." - Sansal [7]
Ähnlich wie die Nahda-Bewegung, besteht auch die "Wasatiya"-Bewegung oder "Wasatiya-Islam" ("Islam der Mitte") aus fundamentalistischen Muslimen, nämlich z.B. den Muslimbrüdern, die mit Terrororganisationen wie der Hamas zusammenarbeiten. Der islamische Theologe Ahmad Nofal zählt zu den bekanntesten islamischen Theologen der Gegenwart. Der emeritierte Professor der Universität Jordaniens übt über Fernsehsendungen und Facebook großen Einfluss aus. Allein bei Facebook hat er mehr als 1,5 Millionen Follower. In einem Interview verrät er seine fundamentalistische Ansicht. Er sagt zum Beispiel: "Es ist ausgeschlossen, dass die Muslimbruderschaft hinter Terroranschlägen steckt. ... der Islam will so etwas nicht." Er täuscht seine Anhänger und die westliche Welt damit, dass er den Islam mit dem Christentum auf eine Stufe stellt: "Der Wasatiya-Islam hat viel mit Jesu Botschaft gemeinsam." Nur hat der Islam mit dem Christentum nicht das Geringste zu tun. [25]

Freiheit im Bildungssektor ist unumgänglich, in der Wirtschaft kann es aber fatale Folgen haben. Die Völker des christlichen Europa lassen sich betrachten als eine Nation. Durch dieselbe Abstammung und dieselben ursrünglichen Gebräuche, vereinigt, "wurden sie, seit ihrer Verbreitung durch die Provinzen des abendländischen römischen Reiches, noch durch dieselbe gemeinschaftliche Religion" verbunden. Den Völkern von anderer Abstammung, welche später hinzukamen, wurde zugleich mit der neuen Religion, dasselbe Grundsystem von Gebräuchen und Begriffen ausgebildet. Erst später wurden "Völkerschaften durch Staatsverfassung geschieden. Diese Trennung wurde noch dadurch erleichtert, dass durch die Kirchenreformation die geistliche Gewalt, die die christliche Kirche bisher zu einem Ganzen zusammengehalten hatte, zugrunde gerichtet wurde. So haben die modernen Staaten sich gebildet; - nicht, wie man in der Rechtslehre die Entstehung eines Staates zu beschreiben pflegt, durch Sammlung und Vereinigung unverbundener Einzelner unter die Einheit des Gesetzes, sondern vielmehr durch Trennung und Zerteilung einer einigen grossen, jedoch nur schwach verbundenen Menschenmasse. Die einzelnen Staaten des christlichen Europa sind solche losgerissene, ihrer Ausdehnung nach grösstenteils durch das Ohngefähr bestimmte Stücke des ehemaligen Ganzen. ... Während jener Einheit des christlichen Europa hat unter anderem sich auch das Handelssystem gebildet, das wenigstens nach seinen Grundzügen bis auf die gegenwärtige Zeit fortdauert... Der Handel war in diesem Zustande durchaus frei, ohne Berechnung, sowie ohne Beschränkung. ... Die Bürger desselben Staates, sollen alle durcheinander Handel und Wandel treiben. War das christliche Europa ein Ganzes, so musste der Handel der Europäer untereinander frei sein." Heute sind es verschiedene Regierungen, durch Staatsgrenzen getrennt, weshalb der Slogan "Wandel durch Handel" seine Bedeutung verloren hat. Wie die Wirtschaft heute am besten funktioniert ist Aufgabe der Wirtschaftslehre. [5][8][9][17]

Wollte man heute nach der Maxime "Wandel durch Handel" die Wirtschaft ausrichten, könnte dies zu völlig absurden Situationen führen. Firmen nicht europäischer Konzerne könnten eine Strategie entwickeln zur Kontrollübernahme nationaler Unternehmen, wie zur Zeit von Air Berlin durch Etihad (nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate). Auch "Turkish Airlines", "Emirates" oder "Qatar Airways" versuchen europäischen Fluggesellschaften wie der Lufthansa Marktanteile abzujagen um das Geld - wie die Petrodollars auch - in die Finanzierung des Islamismus zu stecken; wer also mit diesen Airlines fliegt, unterstützt indirekt den islamistischen Terrorismus. Nicht nur aus diesem Grund arbeitet die EU an "Schützenhilfe für Europas Fluglinien". Zu beobachten sind strategische Zukäufe auch in der Chemie- und Pharmaindustrie. Selbst vor Waffengeschäften mit den Golfstaaten schreckt Deutschland nicht zurück. Im ersten Halbjahr 2015 lieferten deutsche Unternehmen nur nach Grossbritannien und Israel mehr Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien und Qatar. Ende 2014 verfügten die Staatsfonds von Abu Dhabi, Saudi-Arabien, Kuweit und Qatar nach Berechnungen des Sovereign Wealth Fund Institut, über die sagenhafte Summe von 2,3 Billionen Dollar. [9][10][17]

Saudi-Arabien exportiert vor allem zwei Produkte: Erdöl und Islam. Das saudische Erdöl ist das Schmiermittel für die Weltwirtschaft, der saudische Islam aber ist eine Gefahr für den Weltfrieden. Vor mehr als einem halben Jahrhundert hatte das Königreich begonnen, seinen rückwärtsgewandten und intoleranten Islam zu exportieren. Rückwärtsgewandt ist er, weil er sich am Vorbild der ersten Muslime orientiert und dazu den Koran buchstabengetreu auslegt. Und intolerant ist dieser Islam, weil er alle Anhänger anderer Auslegungen zu „Ungläubigen“ erklärt, die bekämpft werden müssen. Die Vertreter dieses wahhabitischen Islams sehen ihn seit seiner Entstehung im 18. Jahrhundert als die einzige wahre Form des Islams an – und als die einzig wahre Religion überhaupt. Das Ergebnis ist verheerend. Seit einem halben Jahrhundert wird die saudische Missionsoffensive Jahr für Jahr mit Milliarden Petrodollars finanziert. Diese saudische Offensive schuf den theologischen und ideologischen Nährboden für den heutigen Terror im Namen des Islams. Zwar finanziert das Königreich Saudi-Arabien die Terrormiliz „Islamischer Staat“ nicht direkt; denn der IS hat der saudischen Monarchie den Krieg erklärt. Das Königreich ist aber der Schöpfer dieses Ungeheuers, denn der IS ist die besonders gewalttätige Fortsetzung des wahhabitischen Islams. [11]

"Zu den größten Fehlern des Westens zähle der Irrglaube, dass das saudische Regime uns wohlgesinnt sei, sagte kürzlich der Schriftsteller Salman Rushdie. Denn Saudi-Arabien sei maßgeblich verantwortlich für die weltweite Verbreitung radikal-islamischen Gedankenguts in Form des Wahhabismus: „Das war eine winzig kleine Strömung innerhalb des sunnitischen Islams, bis die Saudis dazu übergingen, mit ihren Petrodollars den Wahhabismus weltweit zu propagieren.“ Kronprinz Faisal berief 1962 eine Konferenz nach Mekka ein, um den Säkularismus und Nassers arabischen Nationalismus, zwei existentielle Gefahren für das saudische Königshaus, zu bekämpfen. Das Ergebnis war die Idee, eine „Islamische Weltliga“ zu gründen. Sie wurde das wichtigste Instrument des Königreichs, sein Islamverständnis weltweit zu verbreiten – also Moscheen, Schulen und islamische Kulturzentren zu bauen, Jugendprojekte zu fördern, islamische Anliegen, wo auch immer in der Welt, zu unterstützen und humanitäre Hilfe zu leisten. Überall sollten kleine islamische Gesellschaften nach saudischem Verständnis entstehen. Einer der großzügigsten Spender der Islamischen Weltliga war von Beginn an der heutige König Salman Bin Abd al Aziz Al Saud. Das Programm umriss Faisal in einer Rede während der Pilgerfahrt in Mekka 1968, als er bereits vier Jahre König war: „Wir wollen eine islamische Wiedergeburt ohne Nationalismus, Ethnien und politische Parteien, aber mit dem Ruf des Islams und dem Ruf des Dschihad, um unsere Religion zu verteidigen.“ Die „Konferenz für islamische Zusammenarbeit“, als Zusammenschluss islamischer Staaten ist das zweite Instrument Saudi-Arabiens, Einfluss auf andere Länder der islamischen Welt zu nehmen. Ein weiteres Instrument sind Universitäten. Seit ihrer Gründung 1961 haben etwa 45.000 religiöse Kader aus mehr als 160 Ländern an der Islamischen Universität studiert. Weitere zehntausend Schüler und Studenten haben weitere saudische Bildungseinrichtungen im Ausland und in Saudi-Arabien besucht. So unterhält die 1974 gegründete Islamische Universität Imam Ibn Saud Zweigstellen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Indonesien, Malaysia, Djibouti, Japan und den Vereinigten Staaten. Sie sind nicht die einzigen Hochschulen, die im Ausland auf saudische Initiative gegründet wurden und weiter zu einem großen Teil aus Saudi-Arabien finanziert werden. Im Tschad wurde 1991 die König-Faisal-Universität eröffnet, und bereits 1980 hatten in Pakistan die OIC und der damalige Geheimdienstchef Turki al Faisal Al Saud die Islamische Universität Islamabad gegründet. Im Afghanistan-Krieg war sie Anlaufstelle für viele arabische Kämpfer auf dem Weg in den Dschihad. Man islamisierte das Bildungswesen und stattete die Religionspolizei mit mehr Kompetenzen aus. "Gleichzeitig exportierte das Haus Saud die radikalislamischen Dissidenten: Die Extremisten sollten sich in Afghanistan austoben, und die saudische Führung glaubte, sich mit der Unterstützung extremistischer Bewegungen in der islamischen Peripherie eine neue Legitimation als islamische Führungsmacht zu verschaffen. Zehntausende arabische Dschihadisten zogen nach Afghanistan. Von dort zogen sie zu anderen Konfliktherden weiter, nach Kaschmir und Tschetschenien, nach Algerien und Bosnien. Dabei bedienten sich die Dschihadisten der Institutionen, die Saudi-Arabien in den Jahrzehnten zuvor geschaffen hatte. Dazu gehörte auch die Islamische Hilfsorganisation (IIRO), die 1978 als Unterorganisation der Islamischen Weltliga gegründet wurde. Zu den bedeutenden Spendern zählten der langjährige Verteidigungsminister Sultan Bin Abd al Aziz Al Saud und der heutige König Salman Bin Abd al Aziz Al Saud. Offiziell leistet die IIRO humanitäre Hilfe, sie verschickt Hilfspakete und betreibt Waisenhäuser. Auch hat sie mehrere tausend Moscheen und einige Dutzend Schulen gebaut, einige ihrer mehr als 80 Auslandsbüros haben Terrorgruppen unterstützt. So nutzte von 1994 an Muhammad Dschamal Chalifah, ein Schwager des Al-Qaida-Gründers Bin Ladin, die IIRO-Filiale auf den Philippinen als Tarnorganisation für die Terrorgruppe Abu Sayyaf. Zuvor hatte er die Attentäter auf das World Trade Center 1993 in New York finanziert. Die Untersuchungskommission des amerikanischen Kongresses zu den Anschlägen vom 11. September 2001 kam zu dem Ergebnis, dass auch die 1972 gegründete „Weltversammlung für die muslimische Jugend“ (Wamy) den islamistischen Terror offen unterstützt habe. Wamy unterhält Filialen in 56 Ländern, organisiert Jugendprojekte und vergibt Stipendien für Kurse an saudischen Bildungseinrichtungen. Die Jugendorganisation unterhält ein weltweites Netz von Schulen, Hospitälern und Waisenhäusern. Das amerikanische Finanzministerium erklärte im Juli 2005, auch wenn Saudi-Arabien nun gegen Terroristen vorgehe, flössen weiter Gelder über die Islamische Weltliga und Wamy an Terrororganisationen. Da war die zur Islamischen Weltliga gehörende Haramain-Stiftung, die mehr als tausend Moscheen gebaut und 13 Millionen islamische Bücher verteilt hatte, bereits aufgelöst worden, weil sie ihre Infrastruktur Terrorgruppen bereitgestellt hatte. Deshalb hatte sie auch im Jahr 2002 in Bosnien ihre Büros schließen müssen. Auf dem Balkan war Bosnien ein Schwerpunkt der saudischen Missionsarbeit. Saudi-Arabien und die Islamische Weltliga bauten in Biha? die Prinz-Salman-Akademie, um islamische Religionslehrer für den ganzen Balkan auszubilden. Im Büro der staatlichen saudischen Hilfsorganisation in Sarajevo wurden Fotos gefunden, die die Terroranschläge der Jahre 1998 und 2001 verherrlichten. Saudi-Arabien schürte auch in anderen Ländern des Balkans und der früheren Sowjetunion bestehende Konflikte. So sah das Königreich in Albanien, als nach 1992 die staatlichen Strukturen zusammenbrachen, die Möglichkeit, das einst muslimische Land nach eigenen Vorstellungen zu prägen. Prediger wurden entsandt, mehr als zweihundert Schulen gebaut und eine Million Exemplare des Korans auf Albanisch verteilt. Arabische Dschihadisten erhielten Zuflucht und Arbeitsmöglichkeiten. Pakistan und Indien sind in Asien Schwerpunkte der Islamischen Weltliga. Sie unterstützt die einflussreiche Hochschule der Bewegung der Deobandi im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, die als Ableger des wahhabitischen Islams in Indien gilt. In Pakistan soll die Deobandi-Bewegung bis zu 40.000 Koranschulen unterhalten. Aus ihrer politischen Partei, der Dschamiat Ulema-e-Islam, sind die afghanischen Taliban hervorgegangen. Moscheen und Schulen sind die Hardware, um den Islam in die Welt zu exportieren. Saudi-Arabien versorgt diese Stätten auch mit Predigern und Pamphleten. Einer der bekanntesten saudischen Hassprediger, die das Königreich über viele Jahre auch nach Deutschland schickte, war Muhammad al Arifi, der auf Twitter elf Millionen Follower hat. Er darf nicht mehr in den Schengen-Raum einreisen, und so greift Saudi-Arabien auf andere Wanderprediger zurück, die Hass verbreiten. Nicht dem Dialog dient auch die Standardliteratur des wahhabitischen Islams, für deren Verbreitung Saudi-Arabien rund um den Erdball sorgt. Seinen Radius erweitert das Königreich auch mit islamischen Satellitensendern und islamischen Websites, die überall verfügbar sind und den Nutzer nichts kosten. Damit beliefere Saudi-Arabien einen erheblichen Teil der Curricula der weltweiten islamischen Institutionen, beobachtete bereits vor Jahren der französische Islamismus-Fachmann Olivier Roy." [11]

Die schädlichen Auswirkungen der Maxime "Wandel durch Handel" zeigt sich auch hier: „Bei der Verbreitung des saudischen Islams spielt auch die Arbeitsmigration eine wichtige Rolle“, sagt Ulrike Freitag. Denn in Saudi-Arabien arbeiten zehn Millionen ausländische Bürger, und die meisten stammen aus muslimischen Ländern. Wenn sie zum Urlaub oder endgültig zurückkehren, bringen sie nicht nur Ersparnisse mit, sie verlangen von ihren Familien dann meist, sich wie in Saudi-Arabien „islamisch“ zu verhalten. Gebe es dann noch Angebote einer von Saudi-Arabien finanzierten Moschee, steige die Bereitschaft, den saudischen Islam zu übernehmen, sagt Freitag. König Fahd baute nicht nur prächtige Paläste. Er sorgte auch dafür, dass sich Saudi-Arabien in der islamischen Welt fortsetzte. So soll er den Bau von mindestens 1500 Moscheen finanziert haben, von 2000 Grundschulen, 200 höheren Schulen und 210 islamischen Kulturzentren. Eine Druckerei, die seinen Namen trug, druckte 138 Millionen Exemplare des Korans in mehr als 20 Sprachen. In Europa tragen diesen 16 „Akademien“. Das sind Schulen, in denen nach saudischen Lehrplänen unterrichtet wird. Die „König-Fahd-Akademie“ in Bonn geriet als Anziehungspunkt für Extremisten nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ins Visier des Verfassungsschutzes. Eine Untersuchung ihrer Schulbücher erbrachte ein alarmierendes Ergebnis. Die „Akademie“ wird seither ausgetrocknet. Die Ideologie ist aber in der Welt und wird nicht so schnell aus dieser zu schaffen sein."  [11][17]

"Ein nicht unwichtiger Bestandteil des Lebens ist das Denken. ... Zu dem Entschlusse aber, dieses Denken nun auch einmal an seiner eigenen Person zu versuchen, wird es nicht leicht kommen." - J.G.Fichte [2]
Warum eigentlich? Ist die "historische Flachheit, Zerstreutheit in die mannigfaltigsten und widersprechendsten Ansichten, Unentschlossenheit über alle zusammen, und absolute Gleichgültigkeit gegen Wahrheit" so verbreitet? Und versichert jeder, "dass er in diesem Bilde sich nicht erkenne"? Worum geht es denn in den Kursen der Akademie der Kunst und Philosophie? Doch um nichts anderes, als 
"Den ausgestorbenen Trieb des Denkens wieder in Anregung zu bringen." - J.G.Fichte [2]
Das funktioniert natürlich nicht mit Werken, die "keinen einzigen wertvollen Gedanken" enthalten. Nach Schopenhauer, Voltaire, Goethe, Novalis, Thomas von Aquin und anderen ist der Koran beispielsweise dazu nicht geeignet. [1][12][13][14][21]
"Ich glaube sie am Besten charakterisieren zu können durch folgenden Grundzug: ihr heisst Denken soviel als sich Etwas ausdenken; und Selbstdenken soviel als sich für seine eigene Person und auf seinen eigenen Leib eine Wahrheit erdenken." - J.G.Fichte [2]
Der Terror der Gewalttäter von Paris, der die Welt entsetzt, entspricht "koranischem Gebot". In Sure 8, Verse 60-68 wird von den Muslimen verlangt, alle Mittel einzusetzen, um die Feinde Allahs zu "terrorisieren". Zudem tadelt Mohammed seine Anhänger, dass sie in der Schlacht bei Bedr nicht alle Gefangenen niedermetzelten. Damit der Islam in den Augen von Nichtmuslimen akzeptabler erscheint, werden in europäischen Koranübersetzungen gefälligere Vokabeln verwendet, zum Beispiel statt "terrorisieren" wird "einschüchtern" oder "erschrecken" verwendet. "Doch das im Koran verwendete Verbum lautet "turhibuna", was korrekt nur als "terrorisieren" wiedergegeben werden kann und auch heutzutage in diesem Sinn gebraucht wird." Was die Verbrechen angeht, die im sogenannten "Islamischen Staat" an der Tagesordnung sind, dient der Koran, Sure 5, Verse 33-37: "Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Land zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet und gekreuzigt werden oder dass ihre Hände und Füsse wechselseitig abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Land vertrieben werden." Der Islam ist eine nie revidierte Gewaltideologie, die im Gewand einer Religion daherkommt und das Christentum verfälscht darstellt. Jesus wird im Koran oft erwähnt, aber nicht verstanden; Muslime - und Islamwissenschaftler - glauben, dass "Christen irrten und sich folglich Jesus am Ende der Zeiten gegen sie richten werde, um den Islam als wahre Religion aufzurichten."  Der Islam wurde und wird stärker, je mehr er hofiert und gefördert wird - nicht zuletzt durch "tolerante" Islamwissenschaftler von der Harvard- oder Cornell-University. "Wer den Islam schönredet, muss wissen, dass er als geistiger Brandstifter agiert und sich mitschuldig macht.... Nachweislich wahr ist: solange der Islam nicht aus der Welt ist, wird es in ihr keinen Frieden geben." [3][15]

In Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland mit den meisten Salafisten-Hochburgen, sollen sogar schon Organisationen, die kurz davor stehen, als Terrororganisation verboten zu werden, eine Anerkennung als Religionsgemeinschaft bekommen! Die "Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion" (Ditib), ein Ableger der islamistischen türkischen Regierungspartei AKP und der Zentralrat der Muslime, gegründet von den islamistischen Muslimbrüdern, zählen zum Beispiel dazu. [16][21]

"Die mohammedanische Religion hasst und verbannt dagegen alles Konkrete; Gott ist der absolute Eine, wogegen der Mensch keinen Zweck, keine Partikularität, keine Eigentümlichkeit für sich behält. Der Mensch, indem er existiert, partikularisiert sich allerdings in seinen Neigungen, Interessen, und diese sind hier um so wilder, ungebändigter, weil die Reflexion ihnen fehlt, aber damit ist auch das vollkommene Gegenteil, alles fallen zu lassen, Gleichgültigkeit gegen jeden Zweck, absoluter Fatalismus, Gleichgültigkeit gegen das Leben.... Daher ist die mohammedanische Religion wesentlich fanatisch." [17] - Hegel
Schon Hegel bezeichnete den Islam als eine fanatische Religion, und die Neigungen der Muslime - bedingt durch ihre Religion - "um so wilder, ungebändigter, weil die Reflexion ihnen fehlt". Was in der Silvesternacht in Köln passierte, passiert jetzt, in diesem Moment und wie selbstverständlich, am helllichten Tag hunderttausendfach in Nordafrika und in der arabischen Welt: Frauen werden sexuell belästigt, gedemütigt und, so sie es wagen, sich den Übergriffen zu widersetzen, als „Schlampen“ oder „Huren“ beschimpft. [17][18][20]

Auch Händels Kreuzritter-Oper "Rinaldo" erinnert an den Konflikt der christlichen Länder mit dem Islam und die Ereignisse in Köln. Georg Friedrich Händel brauchte 1710 ganz einfach handfeste Figuren, mit denen er deftigen Bühnenzauber entfalten konnte, um als Neuling das Publikum an der Themse zu beeindrucken. Das passende Personal liess er sich von dem Librettisten Giacomo Rossi aus dem Kreuzritterepos "Das befreite Jerusalem" von Torquato Tasso zusammenstellen, sowie aus Ariosts "Orlando furioso" und der Legende um die Zauberin Armida. Interessant ist die Inszenierung von Herzog: "Die Mannen des christlichen Heerführers Goffredo (Gottfried von Bouillon) werden gezeigt als eine Truppe von Aktenträgern, die, ziemlich albern, die Rituale der Delegationen bei Friedensverhandlungen und Krisensitzungen durchexerziert. Ihr Gegenspieler Argante, Verhandlungsführer der sarazenischen (also islamischen) Seite, ist ein Weichei, er giert mehr nach Sex als nach Macht. Bei seinem genüsslich zelebrierten Ausschnüffeln der Reizwäsche der Zauberin Armida und den plumpen Annäherungsversuchen an die schöne Almirena, Geliebte des Titelhelden Rinaldo, kommen einem unweigerlich die Nachrichten von den Kölner Massengrabsch-Szenen in den Sinn. Überdies entwickelt die Regie einen gehörigen Theaterdonner, der untrüglich nach Sprengstoff und Kalaschnikow-Geratter klingt. ... Das Geraufe nach der Kapitulation der Sarazenen deutet an, dass deren Übertritt zum Christentum ebenso wenig ernst zu nehmen ist wie der Friedensschluss nach der Befreiung Jerusalems. Hauptsache, nicht das Militär, sondern die Liebe hat gesiegt. Und die richtigen Paare haben zusammengefunden, einstweilen zumindest, damit Händels grandiose Apotheose ihre Wirkung entfalten kann." [19] 

Die ägyptische Schriftstellerin und Feministin Mona Eltahawy hat dieses Phänomen und seine Ursachen 2012 in „Le Monde“ beschrieben: „Ja: sie (die Männer der arabischen Welt) hassen uns. Es muss endlich gesagt werden . . . Die Frauen der ganzen Welt haben Probleme; stimmt, die Vereinigten Staaten haben noch keine Frau zur Präsidentin gewählt; und richtig, in vielen ,westlichen‘ Ländern (ich lebe in einem von ihnen) werden Frauen weiterhin wie Objekte behandelt. Das ist im Allgemeinen der Punkt, an dem das Gespräch beendet wird, wenn Sie versuchen, über die Gründe zu diskutieren, aus denen die arabischen Gesellschaften die Frauen hassen . . . Nennen Sie mir den Namen arabischer Länder, und ich werde Ihnen eine Litanei an Beispielen für den schlimmen Umgang – er ist tausendmal schlimmer, als Sie denken – mit Frauen rezitieren, der von einer giftigen Mischung aus Kultur und Religion angefacht wird, mit der sich anscheinend nur wenige auseinandersetzen wollen, aus Angst, der Blasphemie beschuldigt zu werden oder zu schockieren.“ [18]

Der Gewaltausbruch von Köln war jedoch derart heftig, dass sich die „giftige Mischung aus Kultur und Religion“, nicht länger leugnen oder verdrängen lässt, auch wenn das von linker und muslimischer Seite auch jetzt wieder versucht wird. Schon warnte der Beauftragte der türkischen Religionsbehörde (Ditib) für interreligiösen Dialog in Deutschland, Bekir Alboga, vor einer „Kulturalisierung von Verbrechen“, und die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor befand: „Beim Oktoberfest in München und beim Kölner Karneval kommt es gehäuft vor, dass stark alkoholisierte Männer Frauen sexuell bedrängen und belästigen. Das wird dann gern als Kollateralschaden dieser Veranstaltungen abgetan. Es gibt keinen Unterschied zwischen der einen sexuellen Gewalt und der anderen.“ Der Unterschied ist nur der, dass die sexuelle Gewalt in Nordafrika und im Nahen Osten zum Alltag gehört und dass in dieser
Hinsicht dort permanent „Oktoberfest“ und „Karneval“ ist, denen sich keine Frau entziehen kann, indem sie diese Veranstaltungen meidet. Die Gewalt beginnt vor der Haustür auf der Straße. "Rachida, eine marokkanische Mitarbeiterin, musste ich eines Tages von meinem Grundstückswächter per Fahrrad abholen und heimbringen lassen. Sie hatte beschlossen, die Djellaba (langes Gewand) abzulegen, und war daraufhin von jungen Männern mit Messern verfolgt worden. Nun wurde sie, mit wippendem Haar und in Jeans auf der Fahrradstange sitzend, an ihren Peinigern vorbeigefahren. Sexuelle Übergriffe sind in islamischen Ländern die Regel und nicht Ausnahmen. Eine Muslimin kann in Deutschland den Bus nehmen, ohne befürchten zu müssen, begrabscht zu werden, eine Europäerin in Nordafrika kann das nicht. Davon konnte ich mich während meines zehnjährigen Aufenthaltes in Algerien und Marokko überzeugen. Eine Muslimin kann in Deutschland auf den Markt gehen, ohne plötzlich Männerhände am Hintern zu spüren, eine Europäerin kann das in Nordafrika nicht. .... Um so schockierender fand ich nach meiner Rückkehr aus Nordafrika den Blick meiner alten Weggefährten sowie des linksliberalen Mainstreams einschließlich der SPD und der Grünen auf die muslimische Welt: Sie schienen keine Ahnung zu haben von dem, was dort vor sich ging, wie sehr Frauen dort unter religiösen Diktaten litten, nachdenkliche Menschen von Staat und Staatsislam gleichzeitig fertiggemacht wurden. Sie schienen völlig zu ignorieren, wie sehr Islam und Diktatur letztlich Hand in Hand arbeiteten, wenn es darum ging, ihre gemeinsamen Hauptfeinde zur Strecke zu bringen: die Demokratie, die Menschenrechte, die Religionsfreiheit, die Gleichberechtigung. Die muslimische Dissidenz à la Necla Kelek
, Seyran Ates, Taslima Nasreen, Hirsi Ali et cetera wurde von Linken und Linksliberalen in Deutschland kaum ernst genommen, wenn nicht sogar verhöhnt oder als „islamophob“ diffamiert. Meinungsfreiheit und Demokratie, so war zu lesen, seien nicht unbedingt Lebensformen, nach denen sich die arabische Welt sehne. Das gesamte linke und linksliberale Spektrum baute jedoch eifrig an einem Multikulti-Schutzprotektorat für das Kopftuch samt dahinter steckendem Frauenbild, den Hass auf den „Westen“, die Verschonung des Islams vor jeder Kritik. In diesem intellekt- und kritikfeindlichen Dunst konnten die Parallelgesellschaften aufblühen. Dieses Nicht-wissen-Wollen war unfassbar. Heute taucht diese Haltung im Zeichen der „Willkommenskultur“ und der „Der-Islam-gehört-zu-Deutschland“-Rhetorik wieder auf. Man erinnere sich nur an das Frohlocken der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt auf allen Fernsehkanälen über den höchstrichterlich ermöglichten Einzug des Lehrerinnen-Kopftuches in deutsche Klassenzimmer. Warum aber schreien Millionen fundamentalistisch gesinnter Männer von Pakistan über Afghanistan, Iran, Saudi-Arabien, Nigeria, Mali, Algerien und Marokko nach dem Kopftuch, warum ist das Kopftuch dort am häufigsten zu sehen, wo es am fundamentalistischsten zugeht? .... Gegen diese Entwicklung eines außer Rand und Band geratenen Islams, dessen Schizophrenie sich diesmal vor dem Kölner Hauptbahnhof ausgetobt hat, gibt es nur ein Mittel, soll die Entwicklung nicht in Richtung Regression weitergehen: Der Islam muss die gleiche Kritik aushalten lernen, wie das Christentum sie hat aushalten müssen. Doch die hiesige seriöse Islamkritik besteht bisher aus einer Handvoll Frauen und Männern, die von den Islamverbänden als „islamophob“ abgelehnt werden. Das muss sich ändern. Ebenso muss der Resonanzboden für die liebedienerische Haltung des hiesigen linken Spektrums gegenüber jedwedem Obskurantismus verschwinden, sobald dieser nur das Etikett „muslimisch“ trägt. Diese Liebedienerei ist zwar verständlich, teilt die fundamentalistisch-muslimische Welt doch die anti-amerikanische, antiwestliche und antiisraelische Aggressivität, die das Lebenselixier der deutschen Linken ausmacht. Sie ist gemeingefährlich, weil sie in ihrer Verbundenheit mit dem fundamentalistisch festgefahrenen Islam unbesehen jenes „Ungeheuer“ in Kauf nimmt, das der muslimische Philosoph Abdennour Bidar sich aus diesem entwickeln sieht. Seit fünfzehn Jahren drischt die deutsche Linke auf muslimische Aufklärerinnen und Aufklärer ein, beschuldigt sie, Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten zu liefern. Wasser auf deren Mühlen aber liefert vor allem das Blut der Opfer des „Ungeheuers“, das muslimische Freunde verzweifelt bekämpfen, ohne dass die europäische Linke begriffe, was auf dem Spiel steht, auch für Nichtmuslime. Hauptsache, es geht gegen „den Westen“, der für den Niedergang der islamischen Welt verantwortlich sein soll – was keiner historischen Analyse standhält. So wie die Linke für das Scheitern des Sozialismus Sündenböcke findet, sucht sich die islamische Welt die ihren: Loser gesellt sich zu Loser, Underdog zu Underdog, gemeinsam sind wir stark, die Rachsucht brennt: Passt auf, wir werden es euch heimzahlen! ... Das ist das Nordafrika, aus dem auch einige der Kölner Täter kommen. Viele der Phänomene sind mehr oder weniger auch in den hiesigen muslimischen Gemeinschaften zu beobachten. Eines existiert schon lange: Das „Erwecken von Schuldgefühlen bei den progressiven Eliten und deren Denunzierung als ... Islamophobe“ (Daoud), insbesondere durch die Islamverbände, Linke - zum Beispiel die für ihre Größe wie für ihre Gewaltbereitschaft bundesweit bekannte linksautonome Szene in Göttingen, die sich aus der Georg-August-Universität heraus entwickelt hat - und Grüne. Deshalb dürfen wir uns davon nicht mehr ins Bockshorn jagen lassen." [18]

"Das Vermögen, jedes Sinnliche zu veredeln", sagt Goethe, "und den toten Stoff durch Vermählung mit der geistigen Idee zu beleben, ist die sicherste Bürgschaft unseres übersinnlichen Ursprungs." Im Gegensatz zum "Heiligen Geist" gibt es aber auch den abgefallenen "nicht heilenden" Geist; was passiert wäre, wenn das Christentum nicht gekommen wäre, kann man heute an der arabischen Welt studieren. [22]
Die glorifizierten frühislamischen „Superkämpfer“ , Prototypen eines abgefallenen, nicht heilenden Geistes, zeichneten sich dadurch aus, dass sie sich fatalistisch auf eine große Zahl von Feinden stürzten und sie überwältigten. Ein gern angeführtes Beispiel ist Mohammeds Diener al-Bara Bin Malik, der für seinen Kampfesmut und seinen Erfindungsreichtum berühmt ist. In einer entscheidenden Schlacht soll er darauf bestanden haben, von seinen Kameraden über die Mauer der feindlichen Festung geworfen zu werden, um ihnen das Tor zu öffnen. Bevor ihm das gelang, soll sich Bin Malik der Überlieferung nach auf die Feinde gestürzt und trotz seiner zahlreichen Verwundungen zehn von ihnen getötet haben. Dank seiner Heldentat wurde die Schlacht zugunsten der Muslime entschieden. Al Qaida hatte 2005 im Irak eines ihrer Märtyrer-Bataillone nach dem legendären Mudschahed benannt, heute kämpft eine Gruppe syrischer Islamisten in der Region Aleppo unter der Bezeichnung „Brigade des al-Bara Bin Malik“ gegen Assads Truppen wie auch gegen die in Syrien operierenden Al-Qaida-Ableger. In den Gewaltphantasien islamistisch motivierter Einzeltäter, die in jüngster Zeit immer häufiger in westlichen Ländern zuschlagen, können schnell Parallelen zwischen den einstigen militärischen Gegnern der Muslime und den heutigen nicht-muslimischen Zivilisten entstehen. [23]

Imame in Moscheen und Koranschulen predigen das Antichristentum. Die Verweigerung des Handschlags ist nur ein Symptom unter vielen. Ein Muslim hat kürzlich an einer Berliner Privatschule der Lehrerin seiner Söhne den Handschlag verweigert. Sie warf ihm Frauenfeindlichkeit und mangelnden Respekt vor und brach das Gespräch ab – und er kündigte an, sie wegen Beleidigung und Verletzung der Religionswürde zu verklagen. Der Fall erregte weit über Berlin hinaus die Gemüter, vor allem, als die Schule sich später bei dem Mann, einem aus der Türkei stammenden Imam, entschuldigte. Vor dem Berliner Handschlag-Streit hatte es ähnliche Vorfälle gegeben: In der Schweiz weigerten sich im Frühjahr zwei Schüler, ihrer Lehrerin die Hand zu geben; die Schulbehörde entschied, dass sie dazu gezwungen werden können. Die Berliner Schule will sich derzeit zum Handschlag-Vorfall nicht äußern. Bei den muslimischen Verbänden will kaum jemand das Verhalten des Imams gegenüber der Lehrerin kritisieren.  Maryam Hübsch etwa schüttelt keine Männer-Hände. Sie ist Mitglied der als liberal geltenden Ahmadiyya-Gemeinschaft, Autorin des Buches „Unter dem Schleier die Freiheit“ und gern gesehener Gast in Talkshows zum Thema Islam. Von sich aus gibt sie Männern nie die Hand. Bleibt die Frage: Was sagt der Islam denn tatsächlich zum Händeschütteln? „Es ist besser, dass einer mit einem Eisenstachel in den Kopf gestochen wird, als dass er eine Frau berührt, die er nicht berühren darf“, soll der Prophet in den Hadithen gesagt haben. Die wohl häufigste Begründung für das Verweigern des Handschlags ist die, dass der Prophet Frauen nie die Hand gegeben haben soll. Viele Muslime haben von ihren Eltern gelernt: Männer und Frauen, die weder verwandt noch verheiratet sind, sollten sich nicht berühren. Gerade die Älteren stellen das nicht in Frage und stellen auch keine Überlegungen darüber an, ob die Vorstellungen von Sittlichkeit und Höflichkeit aus der Zeit des Propheten heute noch genau so gültig sind. [24]

Wir kommen unten noch einmal auf den italienischen Juristen Alberico Gentili zurück, der ja zu  den Wegbereitern des modernen Völkerrechtes gehört. Wie oben erwähnt gilt neben Saudi Arabien und der Türkei auch Qatar als ein Land der Terrorunterstützung. Das Emirat an der Ostküste der arabischen Halbinsel zählt nur 300.000 Bürger. Aber der Zwerg ist reich. Der Wüstenstaat besitzt das höchste Pro-Kopf-Einkommen der Welt. Grund sind die Energievorkommen, Qatar ist der drittgrößte Gasexporteur der Welt. Rund 2,7 Millionen Menschen leben dort, Hunderttausende Gastarbeiter schuften oft unter schlechten Bedingungen. Der Wüstenstaat hat sich zudem internationalen Einfluss erkauft, überall auf der Welt investiert. In Deutschland besitzt das Emirat Anteile etwa an Volkswagen, der Deutschen Bank oder am Baukonzern Hochtief. "Qatar und Saudi-Arabien sind beide für den Sturz des Assad-Regimes. Zugleich kochen sie seit Jahren ihr eigenes Süppchen im syrischen Bürgerkrieg, unterstützten allerlei Rebellengruppen, die im Zweifelsfall auch gemeinsame Sache mit den Dschihad-Kriegern der Nusra-Front oder des sogenannten „Islamischen Staats“ machten." Doha setzte im Arabischen Frühling auf die Muslimbruderschaft, unterstützte sie in Ägypten, Tunesien und anderen Staaten. Dass die Muslimbrüder in Ägypten die Macht im Sommer 2013 durch einen Militärputsch verloren, war auch eine Niederlage für Qatar. Es gewährte danach ähnlich wie die Türkei vielen führenden Figuren der Muslimbrüder Zuflucht. Zwar musste das Emirat unter dem Druck Saudi-Arabiens und der Vereinigten Staaten die neue Regierung unter General Sisi in Ägypten notgedrungen anerkennen. Doch einen Bruch mit den Muslimbrüdern vollzog Doha nicht. Zudem unterstützt Qatar aktiv die palästinensische Hamas im Gazastreifen. Auch die Vorzeigeorganisation "Qatar Charity" , ein anerkannter Partner von UN-Organisationen wie dem Welternährungsprogramm, hat Verbindungen zu Terrorgruppen. "Sie arbeitet eng mit der türkischen Hilfsorganisation IHH zusammen, die dem islamistischen Flügel der Regierungspartei AKP nahesteht und ein Beispiel dafür ist, dass die Übergänge zwischen den islamistischen Milieus fließend sind. Die IHH organisierte einst die Gaza-Hilfsflotte, sie ist im türkisch-syrischen Grenzgebiet aktiv, wo sie unter anderen gemeinsam mit der 'Qatar Charity' ein Heim für Waisenkinder aufgebaut hat. Aber fotos zeigen auch, dass IHH-Aktivisten dschihadistische Kämpfer in Syrien mit Hilfslieferungen unterstützen." Auch islamistische Prediger wie Yusuf al Qaradawi und andere Führer der islamistischen Muslimbrüder halten sich in Qatar auf. "Erdogan kommt mit dem Emir Hamad Bin Chalifa Al Thani seit Jahren bestens aus. In Syrien verfolgt man die gleichen Ziele, ebenso (erfolglos) in Ägypten, wo Erdogan und der Emir die Muslimbruderschaft unterstützen." In Zeiten, da die türkische Wirtschaft nicht mehr so rund läuft wie noch vor einigen Jahren, sind Großprojekte in Qatar vor der WM 2022 für die türkische Bauwirtschaft eine wichtige Entlastung. Außerdem erhofft sich die türkische Rüstungsindustrie, die Erdogan seit Jahren auszubauen und zu stärken versucht (!), in dem reichsten Land der Welt weitere Aufträge. "Die qatarische Luftwaffe hat zudem F-16-Flugsimulatoren beim staatlichen türkischen Rüstungsunternehmen Havelsan bestellt." Umgekehrt investiert das Emirat in der Türkei, unter anderem im Bankwesen und in der Immobilienbranche. Im April 2016 wurde in Doha das Abkommen über die Einrichtung einer türkischen Militärbasis in Qatar unterzeichnet. "In der Türkei hieß es sogleich, mit dem Abkommen von Doha kämen nun endlich türkische Soldaten zurück an den Golf - 100 Jahre nachdem die letzten osmanischen Truppen im Ersten Weltkrieg von dort abgezogen waren." Die Osmanen wurden in den letzten Jahrhunderten mehr und mehr aus Europa zurückgedrängt; noch immer sind auf dem heutigen Staatsgebiet der Türkei ehemals christliche Gebiete wie Nordzypern, Konstantinopel, Smyrna, Assos, Ephesus, Erzurum etc von türkischen Soldaten besetzt; diese Soldaten dürften nun mehr und mehr in Qatar zum Einsatz kommen; auf diese Weise könnten viele muslimische AKP-Türken in der Wüste eine neue Heimat finden. Der italienische Jurist Alberico Gentili (1552-1608) gehört zu den Wegbereitern des modernen Völkerrechtes, das im siebzehnten Jahrhundert die relative Entkonfessionalisierung zwischenstaatlicher Konflikte überhaupt erst ermöglichte. Gentili, der seit 1587 den Lehrstuhl für Römisches Recht in Oxford innehatte, trat nicht nur für religiöse Toleranzein, sondern verwarf auch die Idee des Religionskrieges an sich. Glaubensfragen könnten niemals ein legitimer Grund dafür sein, einen anderen Souverän anzugreifen. Gentili lehnte einen "Heiligen Krieg" gegen die Osmanen dezidiert ab, "sah in der expansiven Politik der Sultane aber eine permanente Bedrohung für ganz Europa und befürwortete daher einen Präventivschlag gegen die Hohe Pforte. Kritikern dieser Sicht unter den Theologen hielt Gentili entgegen, dass sie die empirische Frage, wie groß die Gefahr sei, die vom Osmanischen Reich ausging, gar nicht wirklich beurteilen könnten, weil dies eben keine theologische Problematik war."  [25]
 

Antisemitismus als Teil der islamischen Kultur

Masseneinwanderung aus dem islamischen Kulturraum führt zu einem Erstarken der Judenfeindlichkeit in unseren Gesellschaften. Dazu die französische Philosophin Elisabeth Badinter: "Die erste Generation und auch die zweite Generation der Einwanderer in Frankreich sind überhaupt nicht durch eine antisemitische Haltung aufgefallen. Ein radikaler Antisemitismus hat sich erst in der dritten, in Frankreich geborenen Generation entwickelt, die sich zugleich zum radikalen Islamismus bestimmter Imame hingezogen fühlt. Es gibt heute in Frankreich keine andere Bevölkerungsgruppe, die wie die Juden  ausschließlich aufgrund ihrer Religion schikaniert, gefoltert und sogar getötet wird. Diese Straftaten werden immer von Personen mit muslimischem Einwanderungshintergrund begangen, die sich dem Islamismus verschrieben haben." Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal hat kürzlich als Zeuge vor Gericht in Paris gesagt, der Antisemitismus sei Teil der islamischen Kultur, er werde im Koran, in den Moscheen und in den Familien verbreitet. Der Vorwurf der Naivität angesichts des Islams muss daher ernst genommen werden. [26]
"Boualem Sansal kennt den Koran besser als ich. In jedem Fall erleben wir heute eine islamische Radikalisierung, die den Antisemitismus zu einer Art religiösen Pflicht erhebt. Das Beunruhigende dabei ist, dass in Frankreich zugleich der gesellschaftliche Konsens bröckelt, nach der Schoa nie wieder Antisemitismus – in welcher Form auch immer – zu dulden. Ein Teil der Linken bei uns jedoch lehnt es ab, den neuen Antisemitismus als solchen zu benennen, geschweige denn zu verurteilen. Es sind die gleichen Leute, die sich auf den Antizionismus berufen. Auch ich halte Kritik am Staat Israel für notwendig, aber Kritik kann nicht bedeuten, das Existenzrecht Israels zu leugnen. Antizionismus läuft aber im Kern genau darauf hinaus." (Badinter)
In Frankreich richtete sich 2016 jede dritte rassistische Straftat gegen Juden, obwohl sie nur knapp ein Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Der Staat schützt die jüdische Minderheit nicht, stattdessen fördert er die Muslime, ähnlich wie in Deutschland: Dazu Badinter: "Der Staat schützt nicht. Genau das ist das Problem. Aber hat er überhaupt die Möglichkeit? Es gibt auch politische Gründe für die staatliche Zurückhaltung. Es soll vermieden werden, dass eine Ungleichbehandlung zwischen Juden und Muslimen entsteht. Denn Muslime  sind natürlich auch Opfer von Rassismus. In Frankreich leben etwa 500.000 Juden und sechs Millionen Muslime." Eine Befragung von Berliner Lehrern durch das American Jewish Comitee hat jüngst ergeben, dass bei vielen Schülern antisemitische Feindbilder stark präsent sind. In Frankreich haben Lehrer in dem Sammelband „Die verlorenen Territorien der Republik“ bereits 2002 vom grassierenden Antisemitismus in ihren Klassen berichtet. Dazu Badinter: "Seit viele sozial benachteiligte Familien unter dem Einfluss der Salafisten oder der Muslimbruderschaft stehen, wiegt das Wort der Imame schwerer als das der Lehrer. In zahlreichen Klassenzimmern in den Vorstädten kann die Geschichte des Holocausts nicht mehr unterrichtet werden, so stark ist die Ablehnung der Schüler. Das Wort des Lehrers gilt als Ausdruck der dominanten Mehrheitsgesellschaft, von der sich manche Schüler ausgegrenzt fühlen. Manche Eltern bestärken ihre Kinder in dem Glauben, dass der Imam wichtiger als der Lehrer sei. Für die Lehrer ergibt sich daraus eine unglaublich schwierige Situation. Wir haben innerhalb kürzester Zeit 2500 Moscheen in Frankreich gebaut, und langsam entwickelt sich genau das, was radikale Islamisten fordern: ein Separatismus der muslimischen Minderheit gegenüber dem Rest der Nation. Wir haben diese Entwicklung hingenommen und das mit der Pflicht zur Toleranz gerechtfertigt." Badinter hat Ende September 2017 in der Zeitschrift „L’Express“ einen Appell an alle Franzosen gerichtet, die Juden den Kampf gegen den Antisemitismus nicht allein bestreiten zu lassen. "das war ein Alarmschrei, der sich an alle Franzosen, aber besonders auch an die Journalisten richtete, die kaum über die jüngsten antisemitischen Vorfälle berichteten. Das führte dazu, dass die jüdischen Opfer der islamistischen Terroranschläge beinahe vergessen wurden. Der Mord an der Jüdin Sarah Halimi im Mai dieses Jahres in Paris durch einen radikalisierten muslimischen Nachbarn wurde heruntergespielt. Auch auf meinen Appell folgte ein seltsames Stillschweigen. Keine Zeitung, kein Sender berichtete darüber. Nichts! Nur in den sozialen Medien war es Thema. Aber ein paar Wochen später häuften sich in den Medien Berichte über den wachsenden Antisemitismus in Frankreich. Den Schlüssel zu dieser eigenartigen Reaktion habe ich in einem Kommentar gefunden. Da stand: Wir müssen aufpassen, wenn die Lage für die Juden noch schlimmer bei uns wird, werden auch wir Journalisten eines Tages zur Rechenschaft gezogen." [27]

In Frankreich soll es inzwischen vereinzelt Viertel geben, in denen Männer arabisch-muslimischer Herkunft das Straßenbild dominieren und Frauen unerwünscht sind. Dazu Badinter: "Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. Noch vor fünf Jahren konnte ich mich in Aubervilliers oder La Courneuve als Frau unbesorgt in ein Straßencafé setzen. Das ist vorbei. In den Cafés sitzen einfach keine Frauen mehr. Die Verschleierung der Frauen hat rapide zugenommen. Sie tragen das, was ich die Uniform der Muslimbruderschaft nenne. Das betrifft natürlich nur einige, ganz bestimmte Viertel. Aber ich beobachte, dass inzwischen schon kleine, fünf Jahre alte Mädchen mit einem Schleier verhüllt werden. Das Burka-Verbot ändert leider nichts daran." Publizistinnen in Deutschland wie Frau Schwarzer machen ähnliche Erfahrungen: "Man muss sich das mal vorstellen: Wir, Elisabeth Badinter und ich, werden beide wegen unserer kritischen Position zum politisierten Islam – dessen erste Opfer übrigens Muslime sind – von einem Teil der Linken und manchen jüngeren sogenannten intersektionellen Feministinnen als islamophobe Rassistinnen diffamiert, als weiße, bürgerliche Feministinnen, die nicht das Recht hätten, andere Kulturen zu kritisieren. Ich stand am Pranger, weil ich gewagt hatte, auf den Fakt aufmerksam zu machen, dass es überwiegend Männer aus dem Maghreb waren, die in der Silvesternacht in Köln Frauen sexuell belästigt hatten. Aber wie wollen wir die Realität ändern, wenn wir sie nicht benennen dürfen?" [28]
 

Islamische Städte wie Kairo kurz vor dem Kollaps

Kairo wächst jedes Jahr um eine halbe Million Einwohner. "Mehr als 20 Millionen Menschen leben mittlerweile in Kairo, die Infrastruktur ist jedoch nur für eine viel geringere Zahl ausgelegt. Und doch wächst die Stadt jedes Jahr um eine halbe Million Einwohner. Dieser Zustrom führt zu einer steigenden Zahl von Stromausfällen. Vielerorts wird Müll verbrannt, stinkende Rauchschwaden ziehen durch die klebrige Luft, die sich mit dem Sand aus der Sahara vermischt. Kairo wird seit Jahrzehnten der Kollaps vorausgesagt. Manche sagen, dass er in Wirklichkeit schon eingetreten ist." Auch ein glitzerndes Klein-Dubai soll entstehen. Nach den Plänen des britischen Stararchitekten Norman Foster werden Investoren aus Saudi-Arabien, Kuweit und Ägypten ein modernes Viertel bauen. Gleiches geschieht an anderen Orten, etwa auf der Nilinsel Warraq. Wo in Kairo Neues entsteht, ist oft Kapital aus den reichen Golfstaaten im Spiel. Die großen Einkaufszentren heißen „Mall der Araber“ oder „Mall Ägyptens“. Bereits vor zwei Jahrzehnten hat das Emirat Abu Dhabi für Reiche und die gehobene Mittelschicht vor den Toren Kairos die moderne Trabantensiedlung „Sheikh Zayed City“ bauen lassen. Viele Geschäfte im Zentrum hatten leer gestanden. Syrer mieteten sich ein, eröffneten Restaurants und Cafés, Einzelhandelsgeschäfte und kleine Betriebe, in denen sie syrische Spezialitäten herstellen, vor allem Süßigkeiten. Die finden ihren Absatz inzwischen in ganz Ägypten. „In allen Provinzen ist ein Netzwerk von syrischen Händlern entstanden, welche die Produkte vertreiben.“ Es gibt Bekleidungsgeschäfte. "In den Hemden, den Jeans und den Jacken ist „Made in Italy“ zu lesen. Tatsächlich wird die modische Ware in einer nahe gelegenen Fabrik hergestellt, deren Ware für den Export bestimmt ist." Seit etwa einem Jahr flüchten Syrer, die sich im Libanon, in Jordanien und in der Türkei in Sicherheit gebracht haben, nach Sudan. Dorthin können sie noch ohne Visum reisen. In Sudan finden sie Schmuggler, die sie über die Grenze nach Ägypten bringen. [29]
 

Die von Rem Koolhaas entworfene neue Nationalbibliothek von Qatar will die Irrlehre des Islams unter dem Deckmantel der Bildung unter Kindern und Jugendlichen verbreiten

Eine Bibliothek „mit Mission“, wie die Broschüre über die im April 2018 eröffnete Nationalbibliothek des Emirats Qatar in Doha übertitelt ist, "bedeutet eine – wohl vom Architekten Rem Koolhaas gewollte – Doppeldeutigkeit im Englischen, da jede Bibliothek den Auftrag hat, Information zu vermitteln. In diesem Fall kommt aber tatsächlich noch eine reale „Mission“ hinzu: diejenige der Bildung nämlich. Das Scheichtum ist sich nur allzu bewusst, das in spätestens einer Generation das Öl als bisherige Reichtumsquelle versiegen wird. An dessen Stelle soll eine rein „bildungsbasierte Gesellschaft“ treten, die gewissermaßen die Ölquellen des Gehirns anzapft und gewinnträchtige Innovationen zum Sprudeln bringen soll. Von oben auf einem Satellitenfoto betrachtet, ist die Nationalbibliothek das unspektakulärste Gebäude der Welt, und man überlegt, ob versehentlich ein mit moderner Informationstechnik ausgelöschter, weil verborgener Geheimkomplex aufgerufen wurde: Nichts ist zu sehen als ein großes weißes Quadrat in der Wüste. Koolhaas faltete für den Entwurf zwei Blatt Papier diagonal. Nicht einmal eine Dachgliederung oder notwendige Lüftungs- und Klimaanlagen sind aus dem Weltall zu erkennen, weil der Architekt alles Unschöne und Störende unsichtbar werden ließ, außen, oben wie innen. Ein weißes Quadrat wie von Malewitsch, mit nur leichter, fast unmerklich nach oben ziehender Dachfalte. Die flachen Romben, an denen sich die zwei Lagen „Betonpapier“ origamihaft auseinanderfalten, sind mit gewelltem Glas gefüllt, dem allerdings nicht anzumerken ist, dass es neben sechsunddreißig filigran unauffälligen Sichtbetonsäulen die gesamte Last eines Daches aufnimmt, das 45000 Quadratmeter im Inneren überspannt. Auf die Säulen ist der gesamte Bau auch aufgestelzt, so dass man darunter wie unter einem beschattenden Zeltdach wandelt. Vor allem spielt die Wellenform der für Bibliotheken ungewöhnlich großzügigen Fensterfronten auf das labende Nass als architektursymbolisches Grundthema an." [30]

Man sollte meinen, es handele sich um eine Oase der Bildung inmitten der Wüste, tatsächlich ist in der Bibliothek vor allem islamische Literatur, Geschichtsklitterungs-Literatur etc zu finden. Vorgegaukelt wird eine Oase der Bildung: "Anstelle eines durchgängigen Parks um und unter dem Baukörper sind viele kleine kreisrunde Oasen in den Boden eingetieft, in denen asynchron kleine Fontänen zu sprudeln beginnen. Schreitet der Besucher über eine enorm lange Landungsbrücke hoch in den aufgestelzten Bau, ist der allererste Eindruck des riesigen, nicht durch Wände unterbrochenen Innenraums ein fluider: Der Weißmarmor mit feiner bläulicher Äderung erzeugt die Atmosphäre eines ruhig dahinfließenden Meeres. Dass Koolhaas die Metapher von Marmor als Meer aufgreift, trägt wesentlich zu der überwältigenden Raumwirkung bei." [31]

Das Verständnis von Marmor als kristallisiertem Meerwasser stammt bereits aus der griechischen Antike und wird in der Beschreibung des Marmorbodens der justinianischen Hagia Sophia Konstantinopels schon wörtlich erwähnt. Unter Architekten ist also die Metapher von Marmor als Meer nichts Neues, die aquatische Färbung des Bibliotheksmarmors ist nahezu dieselbe wie in der Antike und in der Hagia Sophia, und der Eindruck nach dem Eintreten aus der Wüstenhitze ist ein kühlend-belebender. Es bleibt indes nicht bei der einen Wassermetapher. Von beiden Seiten laufen der inneren Halle wie in einem antiken Amphitheater sanft gestufte Terrassen mit weißen Buchregalen darauf entgegen, ähnlich Scharouns Berliner Staatsbibliothek. Jeweils in der Mitte dieser weißen Terrassen zieht neben den Treppen, die es zudem noch gibt, eine rollstuhlgeeignete Rampe in sanftem Anstieg nach oben. Diese Zickzackrampe ist auf ganzer Länge türkisfarben verglast, es entsteht der optische Eindruck eines Wasserfalls zwischen weißen Regalfelsen. Koolhaas hat ein überwältigendes Pamukkale der Bücher gebaut, das auch an heißesten Tagen zum Verweilen und Lesen einlädt. Der Besucher würde also hier christlich-antike Kultur suchen, findet aber nur jämmerliche islamische Kultur. Problematisch wird es, wenn Architekten keine wahre Philosophie haben. Denn dann müssen sie wie der angesehene Architekt Rem Koolhaas auf irgendeine Irrlehre zurückgreifen. Die billige Irrlehre des Islams läßt sich aber dann doch noch am Gebäude erkennen: Die Decke mit ihren "speziellen Kunststoffpaneelen" erinnert an die "mit schnoddrigen Billigmaterialien spielenden Architekten." Die Paneele wirken wirken wie der Islam "plastikhaft und können mit dem Materialniveau des Marmorfußbodens nicht mithalten." [32]

Nicht alte biblische Handschriften sind zu finden, sondern Handschriften der Irrlehrer. Es öffnet sich damit ein Geschichtsarchiv, das „Heritage Area“ genannt wird und nichts anderes bedeutet als Geschichtsklitterung. Zwischen Wänden aus Travertin, der als geschichtetes Sedimentgestein bereits auf den ersten Blick „Geschichte“ anzeigt, "sind in Vitrinen die Anfänge der arabischen Schrift mit auf Purpurblau geschriebenen Koranhandschriften, frühen Büchern auf Papier aus dem zwölften Jahrhundert und anderen bibliophilen Kostbarkeiten der arabischen Halbinsel ausgestellt, kombiniert mit ebenfalls mit Schrift überzogenen seltenen Schalen oder wissenschaftlichen Instrumenten." Es handelt sich um ein Pseudo-Ausgrabungsareal: "Die nicht von einer Decke abgeschlossenen Mauern dieser Schatzkojen wirken wie ein frisch aufgedecktes Ausgrabungsareal. Die metaphorisch aufgeladene Idee einer schichtweisen Entdeckung des eigenen historischen Erbes" zieht die Qataris an, die stundenlang in dieser "Erinnerungsarchäologiezone" herumstöbern. [33]

Auch Kinder sollen gleich islamisch indoktriniert werden und den Muezzinruf hören können.  "Dass bei der Lage im Universitätsviertel nicht nur Studenten, sondern auch junge Eltern die Bibliothek frequentieren, liegt an der luxuriösen Umsorgung des Nachwuchses: Eine ausgedehnte, etwa zur Hälfte englischsprachige Kinderbibliothek im Untergeschoss mit Lernfilmen, Kletterwänden, Kalligraphie-Werkräumen oder 3D-Druckern für die Größeren, insbesondere aber mit umfänglicher Betreuung während der gesamten zwölf Stunden Öffnungszeit, ermöglicht entspanntes Lesen. Das für westliche Besucher Surrealste aber ist, dass jeden Abend um sechs in einer Kaaba aus  schallschluckendem schwarzem Stoff auf der Empore, die aber nach oben offen ist, eine konzertante Aufführung gegeben wird. Westliche Musik, bevorzugt Mozart und die Klassiker, auf hohem Niveau, die nur vom Ruf des Muezzins von der Moschee gegenüber unterbrochen wird. Es funktioniert blendend, denn die Geräuschablenkung hält sich durch den Spezialstoff in erstaunlich engen Grenzen, es werden Interessierte in die Bibliothek gesogen, und die schon dort befindlichen Leser werden lange in ihr gehalten. Monatlich finden so nicht weniger als achtzig Veranstaltungen wie eben Konzertaufführungen, Lesungen oder Ausstellungseröffnungen in der Nationalbibliothek statt." Heutzutage muss eigentlich niemand mehr in eine Bibliothek fahren, um an Information zu gelangen. Dass die bildungshungrigen Bewohner des Scheichtums es dennoch tun, liegt sicher zu einem Großteil an den anderen attraktiven Angeboten und "vor allem der Absicherung elterlichen Lesens durch umfängliche Kinderbetreuung bei gleichzeitiger früher Impfung genau dieser Heranwachsenden." Eine Bibliothek wie diejenige von Qatar können sich die wenigsten Länder
leisten. Über die Kosten hat das Emirat mit dem Architekturbüro OMA Stillschweigen vereinbart, es wird aber von deutlich über einer Milliarde Dollar gemunkelt. [34]
 

Islamismus, „Islamophobie“, "Religionsartefakte" und islamische Schriftsteller

„Nichts, nichts Besonderes“ habe er dabei empfunden, erzählt der algerische Schriftsteller Yasmina Khadra nach dem Terroranschlag in Straßburg. Islamische Schriftsteller versuchen islamische Irrgläubige in Schutz zu nehmen. Er fragt: „Hat man wirklich zu verstehen versucht, wie die Terroristen funktionieren?“ Er hat diese Frage in seinen Büchern versucht zu beantworten, ist aber zu einem falschen Schluss gelangt, weil er auch von falschen Prämissen ausgegangen ist. „Der Dschihadist kann nicht mehr selbständig denken. Er ist ein Verrückter, der in einem mörderischen Wahn lebt. Er ist von sich selbst angeekelt, denn er will ja sterben. Seine Träume sind tot. Jetzt will er die Träume der anderen auslöschen und ihr Fest stören“, sagt er. Diese Theorie ist aber vollkommen falsch, was er als Muslim aber nicht verstehen kann. "Bevor Yasmina Khadra, der eigentlich Mohammed Moulessehoul heißt und Jahrgang 1955 ist, Schriftsteller wurde, war er in der algerischen Armee. Der Vater hatte gegen die Franzosen gekämpft." Er sagt, er möchte, dass seine Bücher in den Schulen gelesen werden so wie man in Koranschulen den Koran liest. Als muslimischer Schriftsteller war er gewohnt, von falschen Prämissen auszugehen, deshalb sagt er, dass er seine Bücher geschrieben habe aus „Protest gegen die Schriftsteller, Philosophen, Politiker, die den Islam als Gefahr darstellen“. Der Diskurs von Mohammed Moulessehoul alias Yasmina Khadra ist gefährlicher als der Dschihadismus. Die Terroristen kann man entwaffnen, aber die Reden der islamischen Schriftsteller führen dazu, dass, sie dem Leser heimlich die Irrlehre des Islams "aufschwatzen" und die Ohren der Unkundigen volltönen, obwohl den Kundigen eigentlich klar ist, dass allen Irrlehrern wie den Muslimen "weder ein Wort der Weisheit eigen ist noch ein Wort der Wissenschaft noch echter Glaube." Erstaunlich ist, dass über die literarische und politische Qualität von seinem Buch „Khalil“, der „Figaro“ ihm „öffentliche Nützlichkeit“ bescheinigt.  [35]

Der Philosoph Pascal Bruckner, der mit der „Nouvelle Philosophie“ der jüdischen Intellektuellen André Glucksmann, Bernard-Henri Lévy und Alain Finkielkraut begann, hatte bei Roland Barthes studiert. In den achtziger Jahren legte er sich in „Das Schluchzen des weißen Mannes“ mit der Dritte-Welt-Ideologie an und war einer der Ersten, die das „schlechte Gewissen des Westens“ thematisierten. In weiteren Essays befasste er sich mit der Pose des Opfers in der Gesellschaft und dem „imaginären Rassismus“. "Der Begriff „Islamophobie“, so weist er in „Le racisme imaginaire“ (2017) nach, wurde in die Welt gesetzt, um den Islam vor jeglicher Religionskritik zu schützen – in perverser Analogie zum Antisemitismus." Jeder Islamist in Europa, in Merkel-Deutschland und Macron-Frankreich stilisiert sich heute als Opfer der Islamophobie, sogar der Bürgermeister von London. "Pascal Bruckner ist Kandidat für die Académie française, der Alain Finkielkraut bereits angehört. Unter den Unsterblichen wäre Bruckner einer der jüngeren." [36]

Für den Philosophen Alain Finkielkraut könnte der Fall des Attentäters von Straßburg, Chérif Chekatt, eine späte intellektuelle Bestätigung darstellen. "Nach den Banlieue-Unruhen im Spätherbst 2005 hatte Finkielkraut als einer der Ersten davor gewarnt, dass in den Sozialbausiedlungen an den Rändern der Großstädte eine Einwanderergeneration heranwachse, die vom Hass auf Frankreich geleitet werde. Sie wolle sich nicht integrieren, sondern sei auf Zerstörung aus. Damals löste Finkielkraut große Entrüstung aus, auch weil er offen die „ethnisch-religiöse Dimension“ des Aufstands ansprach." Inzwischen überwiegt die Lesart, dass junge Männer wie Chérif Chekatt, der in Straßburg von der Polizei erschossen wurde, das Ergebnis einer jahrelangen Politik des Wegschauens sind. Bereits 2004 war der alarmierende Sammelband von Lehrern über die „verlorenen Gebiete der Republik“ veröffentlicht worden. "Die Banlieue-Unruhen, die auch Straßburg erfasst hatten, erlebte Chérif Chekatt als Heranwachsender. Nacht um Nacht brannten Mülleimer und Autos aus, lieferten sich die Jugendlichen Straßenschlachten mit der Polizei. Es war die Zeit, als in vielen Kinos der Film „Der Hass“ von Mathieu Kassovitz wieder gezeigt wurde, um den Gewaltausbruch in den Vorstädten zu verstehen. „Wenn Feuerwehrleute angegriffen, das Auto des Nachbarn in Brand gesteckt, die Geschäfte, Schulen und Sporthallen des eigenen Wohnviertels angezündet werden, dann lässt sich das schlecht mit den Denkmustern des traditionellen Klassenkampfes analysieren“, schrieb damals der Soziologe Jean-Pierre Le Goff. Die Ereignisse in der Banlieue seien weniger auf Armut zurückzuführen als auf Entwurzelung und auf eine Identität, die in Auflösung begriffen sei." Dieser entwurzelten Jugend habe man, statt sie zum Christentum hinzuführen, "geradezu in die Arme islamischer Eiferer getrieben, aus Hilflosigkeit angesichts der zerrütteten Verhältnisse in vielen Einwandererfamilien." Im Alter von 13 Jahren musste er zum ersten Mal vor den Jugendrichter. Insgesamt 67 Mal, erläuterte der ermittelnde Staatsanwalt Rémy Heitz, sei er aktenkundig straffällig geworden. Insgesamt 27 Mal wurde er in Frankreich, in Deutschland und in der Schweiz rechtskräftig verurteilt. Chekatts Familie fiel den Sozialarbeitern frühzeitig auf. Der Vater, der 1947 in Marokko geborene Abdelkarim Chekatt, galt als gewalttätig. Ein Strafverfahren wegen Gewalt in der Ehe wurde 2012 eingestellt. Die Mutter hatte sich geweigert, Beweise zu erhärten. Sie wird als diskret und eingeschüchtert beschrieben und soll bis heute nur gebrochen Französisch sprechen. Chérif Chekatt wuchs mit fünf Geschwistern und sechs Halbgeschwistern auf, die aus unterschiedlichen Beziehungen seines Vaters hervorgingen. Die Familie war bei Polizei und Justiz einschlägig bekannt. „Le Monde“ schrieb, unter Straßburger Pflichtverteidigern kursierte der Scherz: „Hast du schon einen Chekatt verteidigt? Sorge dich nicht, dem wirst du nicht entkommen.“ Vier von Chérifs Brüdern haben als Wiederholungstäter ein langes Vorstrafenregister. Zwei der Brüder werden in Polizeigewahrsam verhört, ebenso wie der Vater und die Mutter. Nach einem dritten, ebenfalls radikalisierten Bruder, Samy Chekatt, wird gefahndet. Vieles deutet darauf hin, dass Chérif sich über den Islam aus den zerrütteten Verhältnissen zu retten versuchte. Seit dem 16. Lebensjahr schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch, meldete sich arbeitslos und versuchte sich Geld über Einbrüche und Diebstähle zu verschaffen. "Als er 2008 im Alter von 19 Jahren zum ersten Mal in Haft musste, pinnte er ein Poster von Usama Bin Ladin an die Zellenwand. 2010 bei seinem zweiten Gefängnisaufenthalt notierten die Vollzugsbeamten, dass er Mithäftlinge zum Islam zu bekehren versuchte und islamistische Reden hielt." Chekatts Werdegang vom Schulversager über eine kriminelle Laufbahn hin zum islamistischen Terrorismus erinnert an Mohamed Merah. Wie sich später herausstellte, wuchs der Terrorist in Toulouse in einer von Hass auf Frankreich geprägten Familie auf. Merah hatte im März 2012 in Toulouse drei Soldaten, drei jüdische Kinder und einen Lehrer erschossen. Merahs Anschlag stand am Anfang der neuen Terrorwelle, die von Franzosen der zweiten und dritten Einwanderergeneration ausgeht. Die „Le Monde“-Journalisten Gérard Davet und Fabrice Lhomme beschreiben in ihrem jüngsten Buch „Inch’allah“, wie etwa im Département Seine-Saint-Denis eine muslimische Gegengesellschaft entstanden ist, die das französische Gesellschaftsmodell vehement ablehnt. „Ja, die Islamisierung in Seine-Saint-Denis schreitet voran“, schreiben die Journalisten. Sie zitieren die eigens für die Chancengleichheit eingesetzte Präfektin Fadela Benrabia: „Wenn man morgens seine Kinder zur Schule bringt, was sieht man da? Man kommt am Kebab-Imbiss vorbei, der geschlossen ist, weil der Inhaber festgenommen wurde, dann folgt der erste, der zweite, der dritte Halal-Metzgerladen, die islamische Buchhandlung und die Islam-Style-Boutique, die Nikabs verkauft. Was bewirkt das? Normen. Ganze Viertel sind inzwischen halal.“ [37]

Selbst von iIslamischen Schriftstellern wird zugegeben, dass es kein Land gibt, in dem ein islamisches Modell positiv verwirklicht wird. "Muslime können derzeit nicht mit einem funktionierenden islamischen Alternativmodell aufwarten. Saudi-Arabien und Iran zum Beispiel können vielleicht einen Teil der eigenen Bevölkerung überzeugen, aber jenseits ihrer Grenzen finden sie wenig Bewunderung. Wenn der Islam also die Lösung sein soll, wie lange eine islamistische Losung lautete, steht der Nachweis noch aus." Mohammed Arkoun war der Kronzeuge für die These, dass der Islam eine liberalisierbare Überlieferung darstelle - vorausgesetzt, es gelingt, "den Sündenfall der muslimischen Geschichte, die Geiselnahme der Religion durch die Politik, rückgängig zu machen." Seine Schrift "Pour une critique de la raison islamique" wartet darauf, auf breiter Basis rezipiert zu werden. "Was Arkoun den Sündenfall nennt, war freilich keine spätere Abweichung von einer ursprünglichen unpolitischen Substanz, vielmehr scheint er mit der Stiftung des Islams selbst identisch, und nicht umsonst zeigt die offizielle Biographie des Propheten die Züge eines zelotisch-kriegerischen Expansionismus auf." Wenn dann der "Unglückspräsident Wulff" und später seine Kanzlerin und ihre Anhänger die "höchsten Banalitätserwartungen" erfüllen und die These aufstellen, der Islam gehöre zu Deutschland, so handelt es sich um eine mutwillige Verdrehung der historischen Tatsachen und das von Leuten, die bereits auf einer schiefen Ebene gelandet sind - wie Sloterdijk treffend bemerkt. Es ist also berechtigt zu fragen: "Sind Muslime also im Grunde demokratieunfähig? Muss man den Koran verbieten, der ja die DNA des Islams darstellt?" Auch könnte in Zukunft in Europa das Szenario Wirklichkeit werden, dass "alle Koranschulen und viele Moscheen geschlossen wurden und an Schulen kein islamischer Religionsunterricht mehr stattfindet." In den Nachrichten könnte man dann hören "von Zusammenstößen muslimischer Demonstranten mit der Polizei", die gegen den "Abriss aller Minarette" protestieren. Zur Zeit sieht es allerdings noch so aus, dass islamistische Gefährder frei herumlaufen dürfen und Busfahrer, die einer vollverschleierten Muslimin aus Sicherheitsgründen die Mitnahme verweigern, mit einer Strafe (Geldbuße von maximal 10 000 Euro) rechnen müssen, wie ein Fall aus Emden zeigt. [38]

Bekanntlich kann nach dem Christentum keine Religion gegründet werden. Alles, was danach entstand und noch entsteht, gehört in den Bereich der "Sekten" und "Religionsartefakte" oder "Science-Fiktion" und "Pseudo-Transzendenz". Es gab den Kommunismus als eine "Form von angewandter Social-Science-Fiction", es gibt die "dianetische Psychology-Fiction" eines Ron Hubbart, der sie zu einer "scientologischen Religions-Fiction" weiterentwickelte. Ähnlich wie schon Mohammed und die Mohammedaner setzte Hubbart bei der Ausgestaltung der "Church of Scientology" nach 1954 die formreligiösen Strategien ein: Er umgab sich mit dem religionsüblichen sakraltechnischen Apparat. Interessant ist, wie wenig die heutigen Richter von Religion verstehen. Seit Jahrzehnten arbeiten Scientology- und Ditib-Anwälte daran, das Rechtssystem ihrer gastgebenden Länder in einen Schauplatz für Jurisdiction-Fiction umzuwandeln - mit Erfolgen, die sich sehen lassen können. [39]

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat im April 2007 das Recht von Scientology, ihrer nicht immer seriösen, ja zuweilen kriminellen ökonomischen Aktivitäten ungeachtet, als religiöse Gemeinschaft aufzutreten, bestätigt. "Dieses Urteil verdient höchste Aufmerksamkeit, weil es ein beunruhigendes Zeugnis für die zunehmende illitteracy unseres Rechtswesens in 'religiösen' Angelegenheiten darstellt. Dem Augenschein zum Trotz beinhaltet es keine Aussage über die religiöse Qualität des Unternehmens. ... Die Richter nahmen der scientologischen Organisation ihren Anspruch, spirituelle, 'religiöse' und humanistische Ziele zu verwirklichen, zum Buchstabenwert ab. ... Höchstrichterlich ist somit statuiert, dass der Tatbestand Religion in unserer Zeit durch die Behauptung eines Unternehmens, eine Religion zu sein, erfüllt ist." [40]
 

"Gemeinnützige" Moscheevereine und Koranschulen als Brutstätten; neue Geschäftsidee für Imame

Ab und zu geht die Polizei gegen Imame in Moscheen vor. "Der Einsatz richtet sich gegen einen bekannten radikalen Prediger und Imam einer Moschee. Er wird verdächtigt, terroristische Aktivitäten finanziert zu haben. Rund hundert Beamte, darunter Spezialeinsatzkräfte der Polizei, durchsuchten am Dienstag die As-Sahaba-Moschee im Stadtteil Wedding sowie mehrere Wohnungen und Räume. Grund für den Einsatz ist die mutmaßliche Terrorismusfinanzierung durch den 45 Jahre alten Imam Ahmad A. Er soll einem islamistischen Kämpfer in Syrien Geld gegeben haben „für den Erwerb von Ausrüstungsgegenständen zur Begehung terroristischer Straftaten“, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mitteilte. Bei der Razzia sollen 15000 Euro beschlagnahmt worden sein, "ein erstaunlich hoher Betrag, denn A. ist Sozialhilfeempfänger." Viele Moscheen wie die As-Sahaba-Moschee in Wedding, die Al-Nur-Moschee in Neukölln oder die Ibrahim al-Chalil-Moschee in Tempelhof gehören zu den Treffpunkten der Berliner Islamisten. "Die As-Sahaba-Moschee, die seit 2010 vom Berliner Verfassungsschutz beobachtet wird, gilt auch als überregionaler Treffpunkt. Ihr Gründer Ahmad A. ist einer der bekanntesten salafistischen Prediger Deutschlands, er tritt unter dem Namen Abul Baraa auf. Sein Einfluss beschränkt sich nicht auf die salafistische Szene in Berlin Er nutzt einen Youtube-Kanal und ist durch eine rege Reisetätigkeit in ganz Deutschland aktiv. So hat Baraa, der auf Deutsch predigt, im vergangenen Jahr während einer „Deutschlandtournee“ zahlreiche Vorträge im Ruhrgebiet, in Bendorf in Rheinland-Pfalz sowie im baden-württembergischen Pforzheim und im niedersächsischen Braunschweig gehalten. In der Berliner Moschee, die seit 2008 von dem Verein „As-Sahaba/Die Gefährten e.V.“ unterhalten wird, finden zudem mehrtägige Schulungen statt. Zu diesen „Islamkurse“ oder „Islam-Seminare“ genannten Unterrichtungen" kommen auch Imame aus anderen Städten. An manchen Seminaren nahmen mehrere hundert Personen teil. Sie dienen, so heißt es im jüngsten Berliner Verfassungsschutzbericht, der Gruppenbildung und der „Beeinflussung mit extremistischem Gedankengut durch oft charismatische Vortragende“. Die Imame äußern sich in der Regel so, dass sie für ihre Predigten nur schwer strafrechtlich belangt werden können. Problematisch ist, wenn muslimische Kindergärtnerinnen, LehrerInnen oder Imame in Kindergärten, Schulen und Moscheevereinen den Kindern unreflektiert die Irrlehren, die vom "Geist des Irrtums" stammen, beibringen. Hilarius spricht von "aufschwatzen" und davon, dass sie nicht mit der Vernunft erkennen, dass sie die Ohren der Unkundigen volltönen und dass allen Irrlehrern wie den Muslimen "weder ein Wort der Weisheit eigen ist noch ein Wort der Wissenschaft noch echter Glaube" [41]

Eine ganz neue Geschäftsidee der Imame ist, Firmen wie Nestle und Mondelez zu helfen, ihre gentechnisch veränderten Lebensmittel wieder aufzuwerten, indem sie sie als "Halal" zertifizieren. "Toblerone ist jetzt offiziell halal. Die Schweizer lassen ihre Produktion neu zertifizieren. Die Rezeptur ändert sich zwar nicht, aber Kritik regt sich trotzdem." Toblerone ist eine der vielen Schweizer Nationalschokoladen. Die Form erinnert an Berggipfel, das Matterhorn ziert das Logo. In der Bergsilhouette versteckt sich der Berner Bär, das Wappentier der schweizerischen Hauptstadt. In Bern hat Jean Tobler 1868 seine erste Confiserie eröffnet und 1899 seine erste Schokoladenfabrik gebaut. Hier hat sein Sohn Theodor 1908 die Toblerone erfunden. Der Name ist ein Wortspiel aus Tobler und Torrone, Honig-Mandel-Nougat auf italienisch. Aus dem Werk im Westen Berns kommen laut Unternehmen immer noch alle Tobleronen. Die Toblerone ist durch und durch schweizerisch, dder war es zumindest einmal, denn im April 2018 ließ sich Toblerone sein Werk in Bern als halal zertifizieren. Halal lässt sich mit „erlaubt“ übersetzen und beschreibt Produkte und Handlungen, die dem Islamismus entsprechen. Schweinefleisch gilt beispielsweise generell als nicht halal. Andere Tiere müssen entsprechend muslimischer Vorschriften geschächtet werden, um halal zu sein. Die Schokolade dürfte also, wie die allermeisten Schokoladen, schon lange halal gewesen sein. Nur die Prüfung fehlte. "Die wird von Imamen vorgenommen." Tatsächlich führt das Unternehmen wirtschaftliche Überlegungen an. "Toblerone gehört schon seit 1990 zum Kraft-Foods-Konzern, dessen Süßwarensparte 2012 in Mondelez umbenannt und abgespalten wurde. Dem Konzern zufolge werden 97 Prozent der Tobleroneproduktion exportiert." Da gentechnisch veränderte Lebensmittel in christlichen Ländern immer weniger verkauft werden, konzentriert man sich nun auf den Islamismus. Auf der ganzen Welt ist er verbreitet; ca. 1,6 Milliarden Exemplare soll es geben; in vielen der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften vermehren sie sich schnell. "Die Schätzungen zum Umsatz mit Halal-Nahrungsmitteln gehen weit auseinander. Einige geben für 2017 einen Wert von 1400 Milliarden Dollar, etwa 1200 Milliarden Euro, an. Andere schätzen den globalen Halal-Markt auf annähernd 400 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der Umsatz im deutschen Lebensmitteleinzelhandel lag 2017 bei etwa 180  Milliarden Euro. Einig sind sich die Analysten darin, dass sich der globale Markt für Halal-Produkte in den nächsten fünf Jahren verdoppeln wird. Zudem gibt es auch in der Schweiz eine wachsende Nachfrage nach Halal-Produkten." Etwas mehr als fünf Prozent der Schweizer sind "Ungläubige" oder Muslime, wie sie neuerdings genannt werden. Vor allem aber kommen zu diesen ungefähr 400 000 Muslimen jedes Jahr mehr als eine Million Touristen aus den Golfstaaten dazu. Nach Zahlen des Schweizer Bundesamts für Statistik sind Touristen aus den Golfstaaten für drei Prozent der Hotelübernachtungen in der Schweiz verantwortlich und für mehr als fünf Prozent der Übernachtungen von Ausländern. Zwischen 2009 und 2016 hat sich die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus den Golfstaaten fast verdreifacht. Sie bleiben länger als alle anderen Touristen in der Schweiz und sind für ihre Kaufkraft bekannt. Vor Mondelez haben sich schon viele andere Unternehmen, die ihre gentechnisch veränderten Lebensmittel loswerden wollen, ihre Produkte als halal zertifizieren lassen. Der schweizerische Nahrungsmittelkonzern Nestlé listet für seine australischen Konsumenten online alle Halal-Produkte auf, darunter etliche Schokoladen. Nestlé habe 100 Halal-Fabriken. Ebenso erläutert die Supermarktkette Rewe online, was Halal-Essen ist und sammelt für ihre Kunden Halal-Rezepte. [42]
 

Liegt die Keimzelle des Islamismus in der Türkei in Deutschland?

Auch wenn Staatsgründer Attatürk an der Vertreibung der Christen aus der Türkei beteiligt gewesen war, wollte er eine Nation, die sich den Prinzipien des Laizismus verschreibt. "Er löste die islamischen Orden und Bruderschaften auf und schloss die Scharia-Gerichte. Um den islamischen Klerus zu kontrollieren, gründete er 1924 die Religionsbehörde Diyanet. Sie hatte fortan darüber zu wachen, dass in den Moscheen nur noch der sunnitische Islam" gelehrt wird. Viele der von Attatürk verbotenen islamischen Bewegungen formierten sich in den vierziger Jahren unter dem Mantel politischer Parteien neu. Die türkische Politik wurde nicht säkularer, sondern religiöse Gruppen entdeckten die Politik. Der Kemalismus war noch nicht in der Bevölkerung verankert, die islamischen Parteien fanden viele Anhänger. Mit ihrem Putsch wollten türkische Militärs dem 180 ein Ende bereiten. Viele Anhänger der islamischen Oppositionsbewegungen wichen damals dem staatlichen Druck aus, "indem sie als Gastarbeiter nach Deutschland gingen. Dort schrieb niemand den Muslimen vor, wie sie ihren Glauben leben sollten." Die Anhänger der islamischen Oppositionsbewegungen in der Türkei erkannten das als Chance, ausserhalb der Türkei den Islamismus wieder stark zu machen. "Sobald sie in Deutschland angekommen waren, begannen sie mit der religiösen Rekrutierung von Landsleuten. Ein erbitterter Wettstreit um Anhänger brach aus. Großen Zulauf hatte die islamistische Bewegung Milli Görüs von Necmettin Erbakan (ein politischer Ziehvater von Tayyip Erdogan). Sie gründete 1985 den Islamverband 'Organisation der Milli Görüs in Europa' (IGMG). Auch die Bewegung der Süleymancilar und der Nurculuk, die beide auf Sufi-Orden zurückgehen, fand Anklang. Das Resultat war 1973 die Gründung eines Vereins, aus dem später der Islamverband 'Verband der Islamischen Kulturzentren e.V.' (VIKZ) hervorging. Der türkische Staat wollte Deutschland nicht den islamischen Oppositionsgruppen überlassen. Er gründete deshalb 1984 in Köln die Ditib." Sie sollte alle türkischen Moscheegemeinden unter ihrem Dach vereinen und sie auf den Staatsislam der Diyanet einschwören. Mit Erdogan und seiner islamistischen Partei AKP ist die Türkei heute allerdings genauso islamistisch eingestellt wie die deutschen Türken in den Moscheegemeinden der Ditib und Atib. Ditib-Imame werden in der Türkei radikalisiert, erhalten ihren Lohn aus Ankara und sind türkische Staatsbeamte. "Vor Urnengängen rufen sie dazu auf, Erdogans Partei, die AKP, zu wählen. Sie hat die türkische Gesellschaft reislamisiert." Somit ist die Diyanet heute genauso islamistisch wie die türkische Community in Deutschland."  [43]

Der Leiter der über 900 türkisch-islamischen Moscheegemeinden in Deutschland, Nevzat Yasar Asikoglu, vertritt in Deutschland die Interessen Ankaras, also eine weitere Verbreitung des Islamismus. Obwohl er nichts studiert hat ausser islamische Theologie und als "Religionspädagoge" in der Türkei für die verfälschten und geklitterten Lehrpläne, insbesondere für den islamischen Religionsunterricht, verantwortlich ist, hat er als Vorsitzender des Ditib Botschaftsrat Diplomatenstatus. Er kümmert sich darum, dass Erdogan in Deutschland der rote Teppich ausgerollt wird, er bei jeder Gelegenheit den "Islamisten-Guß" zeigen darf, er von islamfreundlichen Politikern wie Frank-Walter Steinmeier empfangen wird - natürlich mit Staatsbankett, dass er mit Bundeskanzlerin und Muslim-Ikone Angela Merkel in Ruhe frühstücken und die Zentralmoschee der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (Ditib) in Köln Ehrenfeld einweihen kann, dass er dort zusammen mit seiner "an den Rhein eingeschwebten Entourage" eine "Parallelgesellschaft aus deutsch-türkischen Claqueuren" treffen kann. Da die Zentralmoschee ein Symbol für den Islamismus in Deutschland ist, durften bei dieser Einweihung auch nur Islamisten sprechen. So traurig die Bürgermeisterin von Köln, Henriette Reker auch war, so konnte sie wie auch Armin Laschet (CDU) nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Auch der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma, der sich als CDU-Politiker "mit viel Herzblut gegen heftigen Widerstand auch aus den Reihen seiner eigenen Partei für den Bau" der Moschee eingesetzt hatte, musste draussen bleiben. Dabei hatte er so schön geträumt von einem islamischen Deutschland: "Als Mitglied des Moscheebeirats, der der Ditib beratend zur Seite stehen soll, blieb Schramma dem Projekt auch später eng verbunden. Mit Genugtuung beobachtete er, dass immer mehr Kritiker mit dem vom renomierten Kirchenarchitekten Paul Böhm entworfenen Sakralbau ihren Frieden machten, je sichtbarer es mit ihrem schönen, Weltoffenheit symbolisierenden Kuppelbauwerk in die Höhe wuchs." So haben zwei Träumer, Schramma und Böhm, der Ditib und ihrer Islam-Ideologie zu mehr Ansehen verholfen, vergleichbar mit anderen renomierten Architekturbüros, die für Sarazenen oder Muslime bauen wie Rem Koolhaas. [44]

Bis heute ist der Ditib-Verband mit seinen Moscheevereinen Mitglied der Islamkonferenz des Bundes, einer Konferenz, die vom Islamversteher Scheuble (CDU) ins Leben gerufen wurde, obwohl viele Mitglieder des Verbandes vom Verfassungsschutz beobachtet werden. "Im vergangenen Jahr ermittelte der Generalbundesanwalt gegen 19 Geistliche wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Tätigkeit." Zudem sollen "alle Ditib-Imame, die in den Gefängnissen des Landes als Seelsorger tätig sind, vom Verfassungsschutz überprüft werden. Vor wenigen Monaten riefen Videos aus mehreren Ditib-Moscheen von Kinderaufführungen zum 'Tag der Gefallenen' Entsetzen hervor. Einige der Kinder marschierten in Uniformen, andere priesen den Märtyrertod, dritte lagen vermeintlich tot am Boden." Kein Wunder, dass aus derartig "geschulten" Kindern Attentäter werden. So ist zum Beispiel Feysal H. von der Polizei als „Gefährder“ eingestuft, er soll mehrfach vorbestraft sein, unter anderem wegen Totschlags und Körperverletzung. Den Berliner Attentäter Amri kannte er sowohl aus der Dealer-Szene als auch aus dem dschihadistischen Milieu. "Beide besuchten auch den mittlerweile geschlossenen Moscheeverein Fussilet 33 in Berlin-Moabit, in dem sich radikale Islamisten aus der Türkei, Tschetschenien und Nordafrika trafen. Feysal H. soll am Tag des Attentats, an dem sich auch Amri zeitweise in der Moschee aufhielt, dort gewesen sein." [45]
 

Früher wurden islamische Schleier und andere islamische Kleidungsstücke mit Karawanen in die von Muslimen frisch eroberten Gebiete transportiert. Heute werden sie in christlich geprägten Ländern Europas und der USA entworfen und zum Teil hergestellt.

Mit ihrem 2012 gegründeten Label Mizaan erhalten die in Algerien geborenen und in der Pfalz aufgewachsenen Schwestern momentan mehr Aufmerksamkeit, als das bei jungen Labels für gewöhnlich üblich ist. Das ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass hier zwei junge Frauen am Werke sind, die Kopftuch tragen und Mode machen, die weniger Haut zeigt als das, was bei großen Ketten zu finden ist. Halima Aden gilt als das erste weltweit erfolgreiche Topmodel, das für Fotoshootings und auf dem Laufsteg Kopftuch trägt und damit bereits auf dem Cover der amerikanischen „Vogue“ landete. Ihre Kollegin Gigi Hadi zeigte sich fotogen verhüllt auf der arabischen Ausgabe des Modemagazins. In den Vereinigten Staaten entstehen Labels und Luxus-Onlineshops wie Farfetch bieten Tipps für Ramadan-Outfits und mit „The Modist“ ging 2017 eine ganz auf – zwar nicht preislich, aber zumindest optisch – bescheidene Designer-Mode spezialisierte Plattform online. Auch in Deutschland wächst das Interesse an muslimischer Kleidung. Viele hier aufgewachsene Musliminnen leben ihre Begeisterung für Mode immer selbstverständlicher im Rahmen ihres Glaubens aus. Deutschsprachige Online-Magazine wie „Basma“ informieren über die Trends der mittlerweile weltweit stattfindenden „Modest Fashion Weeks“ und verraten, wie Looks von Prominenten nachgemacht werden können. Bei LIA-Fashion etwa gibt es neben langärmligen Maxikleidern auch Turbane; meist führt die Suche in Shops für explizit islamkonforme Mode. Auch Marken wie Dolce & Gabbana und Unternehmen wie Mango und H&M konzentrieren sich bei ihren Ausflügen in den Modest-Fashion-Bereich meist auf muslimische Zielgruppen und wollen diese für gewöhnlich mit Tüchern, Seidenschals und Abayas, locker sitzenden orientalischen Gewändern, in ihre Filialen und Onlineshops locken. Der Ansatz der Lebdiri-Schwestern: „Uns geht es um Inklusion und nicht darum, Unterschiede zu betonen. Entsprechend sehen die Kleidungsstücke auch aus, eines hässlicher als das andere. "Momentan wird bis Größe 44 produziert, vor allem in Deutschland und der Türkei, erzählt Meriem Lebdiri." Sichtbarkeit zu schaffen sei das höhere Ziel ihres islamischen Labels. Gerade deshalb wollen die Schwestern mit ihrem Unternehmen, das seit diesem Jahr eine GmbH ist und einen islamischen Investor hat, auch nicht in einer Nische verharren. Um die islamische Mode zu verbreiten streben die Schwestern ganz bewusst auf große Verkaufsflächen und auf Messen wie die Gallery in Düsseldorf. [46]

Einige westliche Modehäuser, die aber eher als Übernahmekanditaten gelten wie Nike, H&M, Zara, Dolce & Gabbana, DKNY, Tommy Hilfiger, Oscar de la Renta, Mango, Versace, Andreas Kronthaler für Vivienne Westwood entwerfen Kleidungsstücke (Hidschabs, Abayas, Burkinis), die konform gehen mit der islamischen Kleiderordnung. Allerdings handelt es sich um Labels, die eher durch Profitstreben als durch wirklich gute Mode aufgefallen sind. Auch britische Ketten wie Marks & Spencer, Harrods kooperieren mit einer muslimischen Designerin. In Frankreich und anderen Europäischen Ländern wird zum Boykott dieser Marken aufgerufen. Die französische Familienministerin Laurence Rossignol empörte sich: "Unverantwortlich" seien die Hersteller von Islamic-Fashion-Kollektionen. "Sie entziehen sich ihrer sozialen Verantwortung und werben in gewisser Weise für ein Einsperren des weiblichen Körpers." Pierre Bergé, langjähriger Geschäftspartner von Yves Saint Laurent, pflichtete Rossignol bei: "Ich habe immer geglaubt, dass ein Modeschöpfer dazu da sei, Frauen schöner zu machen, ihnen Freiheit zu geben - und nicht dazu, Komplizen dieser Diktatur zu sein, die Frauen dazu zwingt, sich zu verstecken. Verzichtet auf Geld, habt Überzeugungen." Die Philosophin Élisabeth Badinter sagte in "Le Monde", die Toleranz gegenüber Verhüllungen wende sich nun gegen die muslimischen Frauen, denen man ursprünglich zu helfen geglaubt habe. Einzig das Gesetz könne sie von dem Druck zur Verschleierung befreien, unter dem sie stünden. Die britische BBC deckte im Oktober 2016 auf, dass in den eigentlich so auberen türkischen Textilfabriken syrische Kinder arbeiten und Kleider nähen, die auch in Deutschland bei Zara und Mango verkauft werden. H&M zum Beispiel hat 2000 Lieferanten, "etwa 300 davon in der Türkei." Ähnlich sieht es bei Marc O'Polo oder Brax aus. Mit den Einnahmen wird in der Türkei der Islamismus gefördert. Wegen der Rechtsunsicherheit verlassen viele Firmen die Türkei. [47]

Von dem ehemaligen Direktor des Städel-Museums in Frankfurt, Max Hollein, wurde sogar eine Ausstellung zu muslimischer Mode in San Francisco ins Leben gerufen. Über die Hintergründe des Islams weiß er wenig, aber er weiß, dass man inzwischen mit dieser Mode viel Geld verdienen kann. Er sagt: "Die muslimische Mode ist ein weites Feld mit unterschiedlichen Ausprägungen, das kann man nicht verinheitlichen. Deshalb steht der Titel 'Contemporary Muslim Fashions" im Plural. Diese Mode ist ein riesiges Business geworden und spielt gesellschaftlich eine bedeutende Rolle. Denken sie nur daran, dass Prinzessin Deena, die uns beraten hat, die Gründungs-Chefredakteurin der neuen arabischen 'Vogue' war. Es gibt eine extrem dynamische Instagram-Szene, die modisch, sozial und politisch aufgeladen ist." Was von arabischen Mode-Queens zu halten ist, wie sie Sklavenhaltung betreiben usw. zeigt sich hier [48]:

Weil muslimischen Ländern die "Ursache der Gerechtigkeit" fehlt, herrscht dort auch kein "Prinzip der Gerechtigkeit", was schon in der Erziehung verheerende Folgen hat. Nicht nur im Irak, auch in anderen nahöstlichen Ländern fließt neben dem ohnehin verfälschten islamischen Schulunterricht, zunehmend radikal-islamisches Gedankengut in Schulbücher und den Unterricht ein. So müssen die Schüler (auch Christen) in diesen Ländern im Fach Arabisch "Verse aus dem Koran als Prüfungsstoff deuten. Zuletzt wurde ein Gedichtvers präsentiert, der die Gewaltideologie der Terrormiliz 'Islamischer Staat' gegen die 'Ungläubigen' feiert: Lasst sie töten, ausser die kleinen Kinder und die Alten!" Wie weit die arabischen Staaten vom "Prinzip der Gerechtigkeit" entfernt sind, zeigt sich auch an Saudi-Arabien: Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Wach" spricht "von einer beispiellosen Unterdrückung der Frauenrechtsbewegung in Saudi-Arabien." Badawis Bruder, der Blogger Raif Badawi ist 2012 "wegen Beleidigung des Islams zu einer Gefängnisstrafe und 600 Peitschenhieben verurteilt worden. Die Strafe wurde nach den ersten 50 Peitschehieben ausgesetzt." In Sachen Ungerechtigkeit "hat Saudi-Arabien Zustimmung aus anderen arabischen Staaten bekommen. So erklärte in Abu Dhabi der Staatsminister im Aussenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate" die Emirate stünden an der Seite Saudi-Arabiens. Dass Muslime im Nahen Osten kaum ein Verständnis von Gerechtigkeit haben, zeigt sich daran, dass dort inoffiziell immer noch Sklavenhaltung geduldet wird. Die Kuweiterin Sondos Alqattan, der auf Instagram mehr als 2 Millionen Musliminnen folgen und ihren Schönheitstipps lauschen, sagte in einem Video auf Instagram: "Wie kann man ein Dienstmädchen zu Hause haben, das seinen Pass bei sich behält?" Sie fragt, wer es ihr erstatte, wenn die Angestellte weglaufe und zurück in ihr Heimatland reise. Noch schlimmer sei, "dass sie jede Woche einen Tag frei haben!" Rund 250 000 philippinische Hausangestellte gibt es allein in Kuweit. Der "Sklavenhalter" oder "Kafil (Bürge)" behält in der Regel "für die Dauer des Vertragsverhältnisses den Pass des Angestellten ein. Bei Vertragsende oder vorzeitiger Kündigung erfolgt die Abschiebung. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche Fälle von finanzieller Ausbeutung, körperlichem und seelischem Missbrauch an philippinischen Hausangestellten bekannt. Für Bestürzung sorgte der Fall der neunundzwanzig Jahre alten Joanna Daniela Demafelis, die von ihrem Arbeitgeber gefoltert und ermordet wurde. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte verhängte im vergangenen Februar für Philippiner, die in Kuweit arbeiten wollten, eine Ausgangssperre. Im Pril veröffentlichte das philippinische Aussenministerium ein Video, in dem Mitarbeiter der Botschaft ihre Landsleute vor kuweitischen Arbeitgebern in Sicherheit bringen." Kein Wunder, dass einige EU-Staaten wie Polen, ihr Land nicht mit Muslimen fluten wollen, sondern bei der Zuwanderung darauf achten, dass die Migranten aus christlichen Ländern kommen. Deshalb die Konzentation auf die philippinische Bevölkerung. Die Philippinos sind wie die Polen überwiegend katholisch und haben daher eine besondere "kulturelle Nähe" zu anderen christlichen Ländern. Der Arbeitsminister sagt, man wolle Kulturkämpfe vermeiden, die nicht nur die polnische Regierung bei zu vielen Einwanderern aus dem islamischen Kulturkreis befürchtet. Viele EU-Länder wollen sich wieder mit dem Christentum identifizieren, was sie auch durch das Keuz zum ausdruck bringen wollen, wie der Kreuzerlass in Bayern und Italien zeigt. Georg Gänswein, der Präfekt des Päpstlichen Hauses, hatte den bayrischen Kreuz-Erlass ausrücklich gelobt: "Es bewahrt den Staat vor der Versuchung, sich totalitär des Menschen zu bemächtigen." [49]
 

"Ziehet nicht am fremden Joch" mit den Ungläubigen  "Warum denn rasen und toben die Heiden im Zorn?"

 
"Wo bleibst du Trost der ganzen Welt?
Herberg ist dir schon längst bestellt.
Verlangend sieht ein jedes dich,
Und öffnet deinem Segen sich.

Geuß, Vater, ihn gewaltig aus,
Gib ihn aus deinem Arm heraus:
Nur Unschuld, Lieb und süße Scham
Hielt ihn, daß er nicht längst schon kam.

Treib ihn von dir in unsern Arm,
Daß er von deinem Hauch noch warm;
In schweren Wolken sammle ihn
Und laß ihn so hernieder ziehn.

In kühlen Strömen send ihn her,
In Feuerflammen lodre er,
In Luft und Öl, in Klang und Tau
Durchdring er unsrer Erde Bau.

So wird der heilge Kampf gekämpft,
So wird der Hölle Grimm gedämpft,
Und ewig blühend geht allhier
Das alte Paradies herfür.

Die Erde regt sich, grünt und lebt,
Des Geistes voll ein jedes strebt
Den Heiland lieblich zu empfahn
Und beut die vollen Brüst ihm an.

Der Winter weicht, ein neues Jahr
Steht an der Krippe Hochaltar.
Es ist das erste Jahr der Welt,
Die sich dies Kind erst selbst bestellt.

Die Augen sehn den Heiland wohl,
Und doch sind sie des Heilands voll,
Von Blumen wird sein Haupt geschmückt,
Aus denen er selbst holdselig blickt.

Er ist der Stern, er ist die Sonn,
Er ist des ewgen Lebens Bronn,
Aus Kraut und Stein und Meer und Licht
Schimmert sein kindlich Angesicht.

In allen Dingen sein kindlich Tun.
Seine heiße Liebe wird nimmer ruhn,
Er schmiegt sich seiner unbewußt
Unendlich fest an jede Brust.

Ein Gott für uns, ein Kind für sich
Liebt er uns all herzinniglich,
Wird unsre Speis und unser Trank,
Treusinn ist ihm der liebste Dank.

Das Elend wächst je mehr und mehr,
Ein düstrer Gram bedrückt uns sehr,
Laß, Vater, den Geliebten gehn,
Mit uns wirst du ihn wieder sehn." - Novalis

In manchen Ländern ist es schwer im Sinne von Novalis als Christ tätig zu sein, nämlich immer dann, wenn ein Land beherrscht wird von Leuten, die an Propheten glauben, die Gottes Wort nicht haben, die sich auf "Lügenworte" verlassen. In islamischen Ländern wie der Türkei wird die Kirche, "das Haus, das nach seinem Namen genannt ist", nämlich des wahren Gottes, in eine Moschee verwandelt, "um es unrein zu machen". Der Islam gründet sich auf Aussagen eines falschen Propheten, wodurch er schon viele Völker verführt hat: "Propheten, die falsche Träume erzählen, spricht der Herr, und verführen mein Volk mit ihren Lügen und losem Geschwätz, obgleich ich sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe." Ganze Länder werden von falschen Propheten beherrscht, sogar ehemals christliche Länder wie die Türkei und alle Länder des ehemaligen byzantinischen Reiches. Nicht genug, dass die Muslime in den Moscheen "zu dem bösen Lügnergott flehen" (Ariosto), neuerdings versuchen einige muslimische Länder wie Pakistan (180 Millionen Einwohner), Muslime und damit den Islam zu exportieren. "Pakistan betreibt eine systematische Politik der Förderung von Auswanderung." Innenminister Pakistans ist seit 2013 Chaudhry Nisar Ali Khan. Er verkündete kürzlich, er habe das Rücknahmeabkommen mit der EU ausgesetzt, weil er die Auswanderung staatlich fördern wolle. Er warnte, Flugzeuge mit abgeschobenen Migranten (entweder weil sie straffällig geworden oder illegal eingereist sind) nicht landen zu lassen. Auch heute stehen die muslimischen Länder in Afrika, Asien und der Levante vor der Frage, wie sie aus dem Chaos herauskommen. Mit dem Islam ist es ihnen nicht gelungen und wird auch nicht gelingen. Einzelne Muslime haben erkannt: "Dass Christus Gott ist, Mahomed ein Wahn". Ein franco-senegalesischer Autor berichtet über den islamischen Einfluss in Afrika und errechnet, über 12 Jahrhunderte hin seien von arabisch-muslimischen Sklavenhändlern nicht weniger als 17 Millionen Schwarze in die arabischen Länder verschleppt worden, nicht selten unter Mitwirkung der schwarzen Eliten in den Jagdgebieten der arabischen Eindringlinge. Der arabische Dichter Salman Masalha berichtet in der NZZ vom Fehlen einer Kultur der Gewissenserforschung in der islamischen Welt. "Diesem Mangel entspringe der Habitus einer durchgehenden Unaufrichtigkeit arabischer Menschen im Umgang mit sich selbst. Die Tugend der Selbstkorrektur wird nicht gelehrt, und was in Lehrplänen fehlt, entsteht nicht in den Schülern. Ein Araber muss demnach immer recht behalten, auch wenn er noch so eklatant unrecht hat. Diese Beobachtung macht manche Verhaltensweisen von Hitzköpfen aus jener Weltgegend begreiflicher. Gegenüber solchen Menschen darf man nicht auf Wahrheit insistieren, es ist besser, das Thema zu wechseln." Entsprechend sind islamische Autoren wie der islamistische Ideengeber Sayyid Qutb (1906-1966) mit seinem im Nahen Osten weitverbreiteten Buch "Milestones" kaum auszuhalten. Nach wenigen Kapiteln ist der Leser benommen, ja fast betäubt von dem "autohypnotischen Qualm einer Persönlichkeit, die ihre Phantasien hinschreibt, als wären sie Zeichen spiritueller Berufung, während sie kaum mehr als neurotische Symptome sind." Nicht besser steht es um die zahllosen suspekten Hadithe, "die über Jahrhunderte hinweg zum Leben des Propheten hinzugedichtet wurden. Im Grunde ist die islamische Kultur nichts anderes als die Matrix aller Hinzudichtungen, die im Geist der noblen Lüge und des frommen Betrugs erfolgten." Das afrikanische Elend kommt durch den Islam und "ist älter als der Kolonialismus, und die Korruption der lokalen Machthaber reicht tiefer, als die gängigen Theorien der Entfremdung durch äußere Eroberung erfassen." [50]

Immer mehr afrikanische Länder schlittern in einen Konflikt zwischen Moslems und Christen. So auch die Zentralafrikanische Republik. "Seinen blutigen Höhepunkt hatte dieser erreicht, als es Rebellen der muslimischen Guerrilla Séléka im März 2013 gelang, die Hauptstadt einzunehmen und den damaligen Präsidenten Francois Bozizé abzusetzen, obwohl schätzungsweise 80 Prozent der Bevölkerung Christen und nur 15 Prozent Muslime sind. Lange konnten sich die muslimischen Krieger, von denen viele aus Tschad in die Zentralafrikanische Republik eingefallen waren, nicht halten." Sie wurden von Christen vertrieben. 15 % Muslime im Land sind schon zu viel, in Bangui gibt es bereits ein muslimisch dominierten Stadtviertel PK 5, in dem radikale Muslime zum Krieg aufriefen. "Als Blauhelmsoldaten der insgesamt aus 15 000 Soldaten bestehenden Friedensmission Minusca einrückten, um die Gewalt zu beenden und einige Gotteskrieger zu entwaffnen, wurde ein Un-Soldat getötet und acht verletzt. Bei früheren Gefechten zwischen Blauhelmen und örtlichen Milizen starben Anfang April 2018 nach Angaben von Bewohnern des Viertels mindestens 21 Menschen im PK 5. Aus jenem Stadtteil Banguis sollen auch diejenigen stammen, die mit Handgranaten und Schnellfeuergewehren die Kathedrale Notre-Dame de Fatima gestürmt und rund 30 Gläubige massakriert hatten." Von einem "niedrigschwelligen Krieg", der im Land herrsche, spricht der Bischof von Bangassou, Juan-José Aguirre. Der Geistliche macht zudem auf eine neue Gefahr aufmerksam: Unterstützung erhielten die muslimischen Krieger in jüngster Zeit von immer mehr Islamisten, die aus Syrien nach Schwarzafrika strömten. [51]

Viele Afrikaner sind gänzlich bedient von den ungläubigen Sarazenen, den Muslimen, vor allem, wenn ihr Anteil an der Bevölkerung schon 50 % und mehr beträgt und viele Politiker muslimisch sind. Auf Demonstrationen rufen die Nicht-Muslime: "Enough of this Madness" und "Make Nigeria Safe Again". Zehntausende waren auf den Straßen von Afrikas bevölkerungsreichsten Staat unterwegs, in der Hauptstadt Lagos, aber auch in Abuja, wo Erzbischof Anselm Umoren gemeinsam mit weißgekleideten Priestern einen Protestzug von Tausenden Schwarzgewandeter Christen anführte, "um für die Opfer der barbarischen und satanischen Morde zu beten." Bereits seit Jahren tyrannisieren die Islamisten von Boko Hram den Norden des Landes; "rund 20 000 Menschen fielen dem Gemetzel bereits zum Opfer. Nun häufen sich die Massaker auch im Herzen Nigerias." Am Tag der Massenproteste wurden im nigerianischen Bundesstaat Benue die beiden katholischen Priester Joseph Gor und Felix Tyolaha und 17 weitere Gläubige beigesetzt. Vor einem Monat waren sie Opfer eines Blutbads geworden, das Muslime in dem Dorf Mbalom angerichtet hatten. "Am 24. April 2018 hatten Bewaffnete eine Kirche während der Frühmesse gestürmt, um sich geschossen und waren danach mit Geld, Wertgegenständen und dem Kommunionswein getürmt." Dabei ist der Anschlag auf die Kirche kein Einzelfall. Erst in der Sylvesternacht waren in Benue 79 Bauern abgeschlachtet worden. "Die Täter waren Angehörige des muslimischen Fulbe-Stammes, einem einst nomadischen Hirtenvolk, das sich auf die gesamte Sahelzone von Mauretanien bis zum Sudan verteilt und schon im 19. Jahrhundert maßgeblich für die Ausbreitung des Islams in Nigeria verantwortlich war. Am 20. April wurden im Zamfara-Bundesstaat dreißig Menschen massakriert und am 5. Mai mindestens 48 bei einem Überfall in der Stadt Gwaska, rund 330 Kilometer nordwestlich von Abuja. Damit bestätigt sich eine Tendenz, die schon seit Jahren zu beobachten ist. Während es zwischen 2007 und 2011 in Nigeria zu 67 blutigen Auseinandersetzungen zwischen Viehzüchtern und Ackerbauern kam, waren es in den Jahren zwischen 2012 und 2018 bereits 716, mehr als zehn Mal so viel wie in den sechs Jahren davor.Doch so schlimm wie derzeit war es noch nie. Von Jannuar bis Ende April wurden in Nigeria bei Kämpfen zwischen Viehhirten und Ackerbauern  937 Menschen getötet und allein im Benue-Staat 170 000 vertrieben." Problematisch in solchen Ländern ist, wenn der Staatspräsident selbst Moslem ist und seine ungläubigen Brüder, die Moslems, schützt und zu nachsichtig gegenüber muslimischen Verbrechern ist. Ungefähr die Hälfte der knapp 190 Millionen Nigerianer ist muslimisch, die andere christlich. Noch immer kontrollieren muslimische Terroristen in zwei Bundesstaaten größere Landstriche. In letzter Zeit häuften sich sogar Angriffe auf die Millionenstadt Maiduguri. Und immer wieder werden Schulmädchen geraubt und mit muslimischen Gotteskriegern zwangsverheiratet. Im Moment scheint es, als würde es den Islamisten, dank des muslimischen Staatspräsidenten, gelingen, auch im Zentrum Nigerias Fuß zu fassen, und aggressiv den Islam zu verbreiten. "Diese Leute kommen und beginnen, Moscheen zu bauen, obwohl sie wissen, dass die Menschen hier christlich sind", sagt Pater Amos Mbachie, Priester der St.-Theresa-Gemeinde in Makurdi. "Sie bleiben einfach hier, vertreiben die Einheimischen, setzen Kirchen in Brand und töten die Priester." [52]

"Hebe deine Augen auf zu den Höhen und siehe, wie du dich allenthalben preisgegeben hast. An den Straßen sitzest du und lauerst auf sie wie ein Araber in der Wüste und verunreinigst das Land mit deiner Hurerei und Bosheit." [53]

"Ich will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen mit Einsicht und Weisheit." [54]

"Gehet durch die Gassen Jerusalems und schaut und merkt auf und sucht auf den Straßen der Stadt, ob ihr jemand findet, der Recht übt und auf Wahrheit hält, so will ich ihr gnädig sein. Und wenn sie auch sprechen: "Bei dem lebendigen Gott!", so schwören sie doch falsch. Herr, deine Augen sehen auf Wahrhaftigkeit." [55]

"Wie soll ich dir denn gnädig sein? Deine Söhne haben mich verlassen und schwören bei dem, der nicht Gott ist." [56]

"Denn sie gieren alle, klein und groß; nach unrechtem Gewinn, und Propheten und Priester, gehen alle mit Lüge um und heilen den Schaden meines Volkes nur obenhin, indem sie sagen: "Friede! Friede!", und ist doch nicht Friede." [57] 

"So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und euer Tun, so will ich bei euch wohnen an diesem Ort. Verlasst euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: Hier ist des Herrn Tempel, hier ist des Herrn Tempel, hier ist des Herrn Tempel! Sondern bessert euer Leben und euer Tun, dass ihr recht handelt einer gegen den andern und keine Gewalt übt gegen Fremdlinge, Waisen und Witwen und nicht unschuldiges Blut vergießt an diesem Ort, und nicht andern Göttern nachlauft zu eurem eigenen Schaden: so will ich immer und ewig bei euch wohnen an diesem Ort, in dem Lande, das ich euren Vätern gegeben habe. Aber nun verlasset ihr euch auf Lügen, die nichts nütze sind." [58] 

"Die Wahrheit ist dahin und ausgerottet aus ihrem Munde." [59] 

"Sie halten so fest am falschen Gottesdienst, dass sie nicht umkehren wollen. Ich sehe und höre, dass sie nicht die Wahrheit reden. Es gibt niemand, dem seine Bosheit leid wäre und der spräche: Was hab ich doch getan! Sie laufen alle ihren Lauf wie ein Hengst, der in der Schlacht dahinstürmt. Der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, Turteltaube, Kranich und Schwalbe halten die Zeit ein, in der sie wiederkommen sollen, aber mein Volk will das Recht des Herrn nicht wissen." [60] 

"Sie schießen mit ihren Zungen lauter Lüge und keine Wahrheit und treiben's mit Gewalt im Lande und gehen von einer Bosheit zur andern und achten mich nicht, spricht der Herr." [61] 

"Sie reden kein wahres Wort; sie haben sich daran gewöhnt, dass einer den andern betrügt. Sie freveln, und es ist ihnen leid umzukehren.  Es ist allenthalben nichts als Trug unter ihnen, und vor lauter Trug wollen sie mich nicht kennen, spricht der Herr." [62] 

"Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums; sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden; denn solches gefällt mir, spricht der Herr." [63] 

"So spricht der Herr: Ihr sollt nicht den Gottesdienst der Heiden annehmen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten. Denn ihre Götter sind alle nichts." [64] 

"Herr, du bist meine Stärke und Kraft und meine Zuflucht in der Not. Die Heiden werden zu mir kommen von der Welt Enden und sagen: Nur Lügen haben unsre Väter gehabt, nichtige Götter, die nicht helfen können. Wie kann ein Mensch Götter machen, die doch keine Götter sind? Darum siehe, nun will ich sie lehren und meine Hand und Gewalt ihnen kundtun, daß sie erfahren sollen, ich heiße der Herr." [65]

"So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verläßt und hält Fleisch für seinen Arm, und weicht mit seinem Herzen vom Herrn. Der wird sein wie ein Dornstrauch in der Wüste und wird nicht sehen das Gute, das kommt, sondern er wird bleiben in der Dürre der Wüste, im unfruchtbaren Lande, wo niemand wohnt.  Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den Herrn verläßt und dessen Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hinstreckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün, und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte." [66] 

"Sie opfern den nichtigen Göttern. Die haben sie zu Fall gebracht auf den alten Wegen und lassen sie nun gehen auf ungebahnten Straßen, auf dass ihr Land zur Wüste werde, ihnen zur ewigen Schande, dass, wer vorübergeht, sich entsetze und den Kopf schüttle." [67] 

"Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Sproß erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.  Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, dass man ihn nennen wird: Der Herr unsre Gerechtigkeit. Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der Herr, dass man nicht mehr sagen wird: So wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel aus Ägyptenland geführt hat! sondern: So wahr der Herr lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel herausgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte. Und sie sollen in ihrem Lande wohnen. Mein Herz will mir im Leibe brechen, alle meine Gebeine zittern; mir ist wie einem trunkenen Mann und wie einem, der vom Wein taumelt, vor dem Herrn und vor seinen heiligen Worten. Denn das Land ist voller Ehebrecher, und wegen des Fluches vertrocknet das Land und die Weideplätze in der Steppe verdorren. Böse ist wonach sie streben, und ihr Stärke ist Unrecht. Denn Propheten wie Priester sind ruchlos; auch in meinem Hause finde ich ihre Bosheit, spricht der Herr. Darum ist ihr Weg wie ein glatter Weg auf dem sie im Finstern gleiten und fallen; denn ich will Unheil über sie kommen lassen, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der Herr. Auch bei den Propheten zu Samaria sah ich Anstößiges, daß sie weissagten im Namen des Baal und verführten mein Volk Israel; aber bei den Propheten zu Jerusalem sehe ich Greuel, wie sie ehebrechen und gehen mit Lügen um und stärken die Boshaften, auf dass sich ja niemand bekehre von seiner Bosheit. Sie sind alle vor mir gleichwie Sodom, und die Bürger zu Jerusalem wie Gomorra. Darum spricht der Herr Zebaoth von den Propheten: Siehe, ich will sie mit Wermut speisen und mit Gift tränken; denn von den Propheten zu Jerusalem geht das ruchlose Wesen aus ins ganze Land. So spricht der Herr Zebaoth: hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen. Sie betrügen euch; denn sie predigen ihres Herzens Gesicht und nicht aus des Herrn Munde. Sie sagen denen, die mich lästern: "Der Herr hat's gesagt, es wird euch wohl gehen"; und allen, die nach ihres Herzens Dünkel wandeln, sagen sie: "Es wird kein Unheil über euch kommen." Aber wer ist im Rat des Herrn gestanden, der sein Wort gesehen und gehört habe? Wer hat sein Wort vernommen und gehört? Siehe, es wird ein Wetter des Herrn mit Grimm kommen und ein schreckliches Ungewitter auf den Kopf der Gottlosen niedergehen. Und des Herrn Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr es klar erkennen. Ich sandte die Propheten nicht, und doch laufen sie; ich redete nicht zu ihnen, und doch weissagen sie. Denn wenn sie in meinem Rat gestanden hätten, so hätten sie meine Worte meinem Volk gepredigt, um es von seinem bösen Wandel und von seinem bösen Tun zu bekehren. Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott, der ferne ist? Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe? spricht der Herr. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde füllt? spricht der Herr. Ich höre es wohl, was die Propheten reden, die Lüge weissagen in meinem Namen und sprechen: Mir hat geträumt, mir hat geträumt. Wann wollen doch die Propheten aufhören, die Lüge weissagen und ihres Herzens Trug weissagen und wollen, dass mein Volk meines Namens vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählt? gleichwie ihre Väter meines Namens vergaßen über dem Baal. Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der Predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen? spricht der Herr. Ist mein Wort nicht wie Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der Herr, die mein Wort stehlen einer dem andern. Siehe, ich will an die Propheten, spricht der Herr, die ihr eigenes Wort führen und sprechen: Er hat's gesagt. Siehe, ich will an die Propheten, die falsche Träume erzählen, spricht der Herr, und verführen mein Volk mit ihren Lügen und losem Geschwätz, obgleich ich sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe und sie auch diesem Volk nichts nütze sind, spricht der Herr." [68] 

"So spricht der Herr: Wenn ich jemals meinen Bund nicht hielte mit Tag und Nacht noch die Ordnungen des Himmels und der Erde, so wollte ich auch verwerfen das Geschlecht Jakobs und Davids, meines Knechts, dass sie nicht mehr aus ihrem Geschlecht Herrscher nehme über die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Denn ich will ihr Geschick wenden und mich über sie erbarmen." [69] 

"Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht (Lev 26, 11): "Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein." Darum "gehet aus von ihnen und sondert euch ab", spricht der Herr, "und rührt kein Unreines an, so will ich euch annehmen und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein", spricht der allmächtige Herr." [70] 

"Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem anderen Evangelium, obwohl es doch kein anderes gibt, nur dass etliche da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren. Aber wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, als wir euch gepredigt haben, der sei verflucht! Wie wir eben gesagt haben, so sagen wir abermals: Wenn jemand euch Evangelium predigt anders, als ihr es empfangen habt, der sei verflucht. Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zu Gefallen? Oder gedenke ich, Menschen gefällig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht." [71] 

"Er hat die Reiche und die Gewaltigen ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus. So lasset nun niemand euch Gewissen machen über Speise oder über Trank oder über bestimmte Feiertage oder Neumonde oder Sabbate. Das alles ist nur der Schatten von dem, was zukünftig sein soll; aber leibhaftig ist es in Christus. Lasset euch niemand das Ziel verrücken, der sich gefällt  in falscher Demut und Verehrung der Engel, und sich mit Gesichten rühmt und ist ohne Ursache aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn und hält sich nicht an das Haupt, von dem her der ganze Leib durch Gelenke und Bänder gestützt und zusammengehalten wird und so wächst zur der Größe, wie Gött es will." [72] 

Nicht nur in den Staaten, die dem Bund angehören, den der wahre Gott mit den Nachkommen von Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hat, sondern auch in Israel selbst gibt es Probleme mit den sogenannten Venusanbetern oder Sarazenen, die heute Muslime genannt werden, die sogar das Zentralheiligtum, den Tempelberg mit Felsendom, in Jerusalem besetzt halten und Terror im Land verbreiten, "verwüsteten die Wohnung seines Heiligtums" und warfen "die Wahrheit zu Boden" (Dan 8, 12). So werden in Israel von Mitgliedern einer Extremistengruppe "Islamischer Dschihad" ständig Beobachtungsposten angegriffen und Sprengsätze am Grenzzaun deponiert. Die Sprengsätze werden dann von Pionieren gesprengt. Im Gazastreifen, hinter der Al-Hasayna-Moschee peitschen die muslimischen Redner die Menge an. Zu sehen sind überall Fahnen jener islamischen Länder, die der palästinensischen Sache folgen. "Khaled al Batsch zeigt sich in der Menge, ein Anführer des 'Islamischen Dschihad', der nach der Hamas schlagkräftigsten Miliz im Gazastreifen." Seine Gruppe befindet sich in offenen Kampfhandlungen mit Israel. kürzlich wurden wieder mehr als 25 Mörsergranaten von Gaza auf die israelische Stadt Sderot abgeschossen. "Die meisten Geschosse fing das israelische Abwehrsystem "Iron Dome" ab, eines aber landete im Hof eines zu der Zeit geschlossenen Kindergartens." Die Mörsergranaten stammen aus iranischer Produktion und sind von Theran an den "Islamischen Dschihad" geliefert worden. Die Angriffe geschehen in der Regel in Absprache mit der Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert.  [73] 

In Europa werden Islamisten sogar kräftig unterstützt. Oft sind die Behörden überfordert wie in NRW unter der an Merkel orientierten Laschet-Lindner-Administration. Dort gelingt es Islamisten regelmäßig "sich den Rechtsstaat zunutze zu machen". Man denke an den Tunesier Samy A., der einst Leibwächter von Usama Bin Ladin gewesen ist. Da nicht sicher ist, dass er in Tunesien einen angenehmen Gefängnisaufenthalt haben werde, haben die Behörden in NRW ein Abschiebeverbot erlassen. "Deshalb darf der mittlerweile 42 Jahre alte Mann mit seiner (zwischenzeitlich eingebürgerten) Frau und seinen Kindern, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, in Bochum leben. Zudem müssen ihn die Steuerzahler alimentieren; 1167, 84 Euro stehen dem Gefährder und seiner Familie nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Monat für Monat zu. Nicht bekannt ist, wie viel die Dauerüberwachung des Mannes kostet, dessen fortwährende Gefährlichkeit das nordrhein-westfälische Innenministerium im Sommer 2012 für den Landtag in einem Bericht ausführlich einschätzte. Insbesondere bei vielen jungen Muslimen gelte der Salafist als religiöse Autorität. Der Prediger vermittle seinen Anhängern den Eindruck, sein eigener Lebenswandel einschließlich seiner militärischen Ausbildung in einem Al-Qaida-Lager sei vorbildlich und entspreche der Ausübung der Religion, hieß es in dem Bericht." [74] 

Von Muslimen werden Opferfeste gefeiert, wie es im Götzendienst üblich ist; auch daran lässt sich erkennen, dass die Muslime nicht den wahren Gott anbeten, denn dieser sagt ausdrücklich:"Denn ich habe Lust an der Liebe, und nicht am Opfer,  an der Erkenntnis Gottes, und nicht am Brandopfer." (Hos 6, 6) Sogar Christen und sogenannte "Anthroposophen" unterstützen Organisationen, die Kinder in die Irre leiten indem sie ihnen Koranunterricht erteilen und unsinnige Feste feiern: "Im August feiern Ägypten und SEKEM das Eid Al-Adha, eines der beiden großen islamischen Feste. Unter den Muslimen weltweit ist es auch als das größte Eid oder Opferfest bekannt. Bereits am frühen Morgen gehen die Menschen in die Moscheen, um dort mit ihren Familien und Freunden zu beten. Wer es sich finanziell leisten kann opfert ein Tier, dessen Fleisch mit der Familie aber auch mit ärmeren Menschen geteilt wird. Das Eid Al-Adha wird zum Höhepunkt der  Wallfahrt nach Mekka gefeiert. Die islamische Pilgerfahrt, besser bekannt als Hajj, ist die fünfte der fünf Säulen des Islam. Allerdings ist die Hajj nicht für alle Muslime verpflichtend, sondern nur für diejenigen, die finanziell und körperlich dazu fähig sind. Anlässlich des Eid Al-Adha gibt SEKEM den Mitarbeitern einige Tage frei, damit sie mit ihren Familien und Freunden feiern können." Partnerorganisationen, mit denen der Chef, Herr Abouleish, zusammenarbeitet, wie zum Beispiel GLS-Bank und Demeter, unterstützen die Bestrebungen Abouleishs, die kosmische Bedeutung des Christus herunterzuspielen und den Islam zu fördern. Dabei wurde schon immer abgeraten vom Opferfest und vom "Essen des Götzenopferfleisches". Denn was die Heiden, also auch die Muslime, opfern, "das opfern sie den bösen Geistern und nicht Gott." Und man solle nicht "in der Teufel Gemeinschaft sein". Und wurde Gottes Wort mit List verfälscht wie im Koran, so ist es den Moslems verdeckt, "den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes." Daher auch: "Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen." Man solle sich schließlich nicht einfangen lassen durch eine falsche Philosophie und "leeren Trug, gegründet auf der Menschen Lehre und auf die Elemente der Welt, und nicht auf Christus. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und ihr habt diese Fülle in ihm, welcher ist das Haupt aller Reiche und Gewalten." [75] 

Bei sehr vielen ist der Geist durch den Falschglauben abgestumpft und vermag das Geheimnis Gottes nicht zu fassen

"Denn gegen die nicht erkannte oder beschwerliche Wahrheit widersetzt sich der Irrtum törichten oder entarteten Wollens. Maßlos ist nämlich jede Hartnäckigkeit übernommener Willenshaltungen; und in ungebeugter Regung beharrt das Streben zum Widerspruch, wo das Wollen nicht der Einsicht unterworfen noch Bemühung um die Lehre aufgewandt wird, sondern wo wir für dasjenige, was wir wollen, die Vernünftigkeit zusammensuchen und die Lehre an das angleichen, worum wir uns bemühen. Die Lehre, die man sich erdichtet, wird vollends mehr eine solche des Namens als des Wesens sein; und es wird nicht die Kenntnis des Wahren, sondern der Willkür Bestand haben, die der Wille zur Verteidigung seiner Launen sich zurechtgelegt hat, die nicht das Drängen des Willens durch die Einsicht vernünftiger Wahrheit anregt. Durch diese Verfehlungen der eifrig beteiligten Willensregungen erheben sich alle die Einwände der widerstrebenden Absichten. Zwischen der Behauptung des Wahren und der Rechtfertigung des Willkürlich-gewählten wird ein hartnäckiger Kampf ausgefochten, da sowohl die Wahrheit sich behauptet als der Wille sich schützt. Im übrigen: wenn das Wollen der Einsicht nicht vorausginge, wenn es vielmehr durch die Erkenntnis des Wahren zum Wollen des Wahren angeregt würde, dann würde man niemals die Lehre des Willens suchen, sondern die Einsicht in die Lehre würde jeglichen Willensvollzug anregen, und jegliche Behauptung der Wahrheit würde unwidersprochen bleiben. Denn jeder einzelne würde nicht die Wahrheit dessen vertreten, was er wollte, sondern das zu wollen begonnen haben, was wahr ist." - Hilarius von Poitiers, De trinitate X 
Um diese verkehrten Willenseinflüsse, die sich früher bei Arianern und heute bei Muslimen finden, hat der Apostel sehr wohl gewusst. Deswegen sagt er in seinem Brief an Timotheus, unter vielen Vorschriften für die Bekundung des Glaubens und die Verkündigung des Wortes: „Eine Zeit wird sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihrem Begehren sich Lehrer zusammensuchen, die den Ohren schmeicheln, da sie von der Wahrheit ihr Hören abwenden, zu erdichtetem Gerede aber sich hinwenden werden.” (2 Tim. 4, 3 f.) Wenn sie sich nämlich vermöge falschgläubigen Bemühens ausserhalb des Ertragen-könnens der gesunden Lehre befinden, dann werden sie sich für den Gegenstand ihres Begehrens Lehrer zusammensuchen, die nämlich solche Fündlein von Lehren zusammentragen, die auf ihr begehrliches Verlangen zugeschnitten sind. Sie wünschen nicht belehrt zu werden, sondern versammeln ihre Lehrer nach Maßgabe ihres Begehrens, damit die Überzahl der ausgesuchten und zusammengeholten Lehrer den Lehren des begehrlichen Verlangens ein Genüge tue. Und in was für einem Geist endlich dieser so "große Wahn törichten Irrglaubens die gesunde Lehre nicht erträgt und eine verderbte ersehnt", wenn das einer nicht weiß, der möge es aus dem Schreiben des gleichen Apostels an den gleichen Timotheus erkennen: „Der Geist sagt aber ganz offensichtlich, dass in den jüngsten Zeiten einige vom Glauben abweichen werden, indem sie auf verführerische Geister achten, auf die Lehren von Dämonen, die in Verstellung lügnerisch reden.” (1 Tim. 4, 1 f.) Was für ein Fortschritt in der Lehre ist es denn doch, mehr zu suchen, was einem gefällt, als was gelehrt werden soll? Oder was für eine Ehrfurcht vor der Lehre ist es, nicht die pflichtgemäße Lehre zu ersehnen, sondern "nach Eigenwünschen die Lehre zusammenzustellen? Aber dazu verleiten die Lockmittel der verführerischen Geister, sie bekräftigen die Falschreden ihrer geheuchelten Gläubigkeit. Denn der Einbuße an Glauben folgt lügnerische Verstellung, damit wenigstens in Worten die Frömmigkeit vorhanden sei", die das Gewissen verloren hat. "Diese geheuchelte Gläubigkeit machen sie mit all dem Lügenaufwand ihrer Worte doch nur dadurch falschgläubig, dass sie durch die Erfindungen ihrer falschen Lehre die Heiligkeit des Glaubens verderben, sofern ihre Lehre mehr nach ihrem begehrlichen Wünschen als nach dem Glauben der Evangelien zusammengestellt ist." In Begehrlichkeit nämlich werden ihre Ohren gereizt; wegen eines Genießens, das im Hören unbeherrscht ist, werden sie durch eine wunschgemäße, neuartige Lehre aufgestachelt; und vom Hinhören auf die Wahrheit völlig entfremdet, werfen sie sich willenlos ganz an erdichtetes Gerede weg. Durch ihren Wortreichtum wollen sie den Anschein der Wahrheit erwecken, während sie das Wahre weder sprechen noch hören können. Falschlehrer wie die Muslime beraten heute sogar die Politiker. [76]

"Bei sehr vielen ist der Geist durch den Falschglauben abgestumpft und vermag das Geheimnis Gottes nicht zu fassen, oder durch die Herrschaft des Widersachergeistes ist der Wahn unter dem Anschein der Gläubigkeit geneigt, Gott zu schmähen." Die Moscheen der Sarazenen oder Muslimen, wie man sie heute nennt, sind ausgekleidet mit Koranversen, die den wahren Gott schmähen und stattdessen den falschen Gott Allah verehren, der von seinem einzigen Propheten Mohammed erfunden wurde. Heute versuchen die Priester der Sarazenen, die Imame, durch "Spitzfindigkeit und Ohrenschmeichelei" ihren Falschglauben als Religion zu verkaufen und für sich Religionsfreiheit zu reklamieren. Diese Behauptungen gilt es nicht nur zu meiden, sondern zu widerlegen. [77] 

"Vorher schon hat der selige Apostel Paulus das vorausgesehen, wie wir schon oft dargetan haben. Deswegen hat er zur Vorsicht gemahnt mit seinem Wort: „Seht zu, dass keiner euch beraube durch Weltweisheit und eitle Täuschung, gemäß Menschenüberlieferung, gemäß den Grundmächten der Welt und nicht gemäß Christus, in dem die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt!” (Kol. 2, 8 f.) Zurückhalten muss man sich also gegen die Weltweisheit; und die Bemühungen menschlicher Überlieferungen gilt es nicht so sehr zu meiden als zu widerlegen. Auch darf man diesen nicht nachgeben, als ob sie mehr Sieg gewännen, als sie Täuschung verüben. Wir nämlich verkünden Christus als die Kraft Gottes und die Weisheit Gottes; darum ist es nur billig, wenn wir die menschlichen Lehren nicht so sehr fliehen als tatkräftig zurückweisen; und auch dies, den allzu Schlichten mit Wehr und Lehre beizuspringen, damit sie von ihnen nicht beraubt werden. Denn da die Weisheit alles vermag und Gott eben in ihr alles mit Weisheit vermag und weder der Kraft die Vernunft, noch der Vernunft die Kraft fehlt, so müssen diejenigen, die Christus der Welt verkünden, den falschgläubigen und unvollkommenen Lehren der Welt mit dem Wissen allmächtiger Weisheit begegnen, nach jenem Wort des seligen Apostels: „Unsere Waffen sind nämlich nicht die des Fleisches, sondern die Macht Gottes, zum Niederreißen der Befestigungen; sie zerstören die Trugschlüsse und jedes Bollwerk, das hochgebaut wurde wider Gottes Erkenntnis.” (2 Kor. 10, 4 f.) Der Apostel hat keinen hilf- und vernunftlosen Glauben hinterlassen. Wenn er auch vor allem zum Heile dient, so kann er doch nur durch Lehre dargelegt werden. Zwar besitzt er unter den Widrigkeiten einen sicheren Hort der Zuflucht, nicht aber behält er eine fortdauernde Behütung davor, sich nicht wehren zu müssen. Er wird den Schwachen nach der Flucht ein sicheres Lager sein; nicht aber auch soll denen die Tapferkeit überflüssig sein, die ein Lager besitzen. Die unverschämten Wortgefechte gegen Gott gilt es also zu zerschlagen, die Schutzwehren trügerischer Gründe zu vernichten, die zum Falschglauben hochgereckten Geister zu zertrümmern: und das nicht mit Waffen des Fleisches, sondern des Geistes, nicht mit irdischer Lehre, sondern mit himmlischer Weisheit. So groß wie der Abstand zwischen Göttlichem und Menschlichem ist, so hoch soll auch himmlisches Wissen über irdisches Bemühen hinausragen." - Hilarius von Poitiers, De trinitate XII, 20

 

II

Der „Dekolonialismus“, eine Form von intellektuellem Terror? - Erneuerer der Académie française; die Linke verklärt den Islam zur „Religion der Armen“

Die berühmte Académie française, der Alain Finkielkraut bereits angehört, könnte wieder zu alten Ruhm gelangen, wenn von ihr eine Reform aller Universitäten ausginge. 2018 wurde der Begriff „Rasse“ aus der französischen Verfassung gestrichen, in den akademischen Institutionen ist er dagegen Gegenstand eines Kulturkampfs, in dem es um den „Hegemonieanspruch“ an den Universitäten geht. In die Öffentlichkeit kam die Debatte durch ein Manifest, das achtzig namhafte Intellektuelle im Nachrichtenmagazin „Le Point“ veröffentlichten. Der aus den „postkolonialen Studien“ hervorgegangene „Dekolonialismus“, schreiben die Autoren, sei zur Ideologie geworden: "Sie wird als wissenschaftliche Wahrheit ausgegeben, die Gegner würden diskreditiert und des Rassismus wie der Islamophobie bezichtigt. Ausserdem verweigerten sich die „Dekolonialisten“ jeglicher Debatte. Ihre Methoden seien eine Form von intellektuellem Terror. Unterzeichnet haben dieses Manifest unter anderen Élisabeth Badinter, Alain Finkielkraut, Jean-Pierre Le Goff, Pierre Nora, Mona Ozouf und auch der algerische Schriftsteller Boualem Sansal. Es stützt sich auf eine breite Bestandsaufnahme. Die „dekoloniale Bewegung“, so die Autoren, werde von mehr als zwei Dutzend Vereinigungen getragen, die Zugang zu Theatern, Museen und Universitäten haben. Ein vor kurzem in der renommierten „Fondation Maison des Sciences de l’homme“ zum Thema „Gender, Nation, Laizismus“ veranstaltetes Seminar befasste sich mit Themen wie „Gender-Kolonialismus“, „Weißer Feminismus“, „Gender–Rasse–Macht“. Eine in ihren Anfängen emanzipatorische Bewegung würde auf diese Weise in ihr Gegenteil verkehrt, meinen die Unterzeichner des Manifests: „Mit dem Feminismus wird das Tragen des Schleiers legitimiert. Mit dem Laizismus werden die religiösen Forderungen begründet. Der Universalismus muss die ethnische Absonderung der Parallelgesellschaften rechtfertigen.“ Eine Selbstverständlichkeit sei für die „Dekolonialisten“, einen „Staatsrassismus“ anzuprangern und gleichzeitig von ebendiesem Staat Wohlwollen wie Subventionen einzufordern und auch zu bekommen. Das Manifest enthält eine lange Liste der Attacken, Prozesse, Polemiken, die im Zeichen der „Dekolonisation“ gegen Intellektuelle und Institutionen (Theater, Galerien) geführt werden. Im Visier der als „Anti-Aufklärer“ angesehenen Gegner stehen etwa der Geograph Christophe Guilluy und die Demographin Michèle Tribalat, zahlreiche Historiker, die sich gegen die Erinnerungs-Gesetze wehren (Marcel Gauchet) oder den islamischen Antisemitismus (Georges Bensoussan) benennen. Aufgeführt werden zudem die Kampagnen gegen den Schriftsteller Kamel Daoud, der über die Silvesternacht in Köln geschrieben hatte, und ein gegen Pascal Bruckner angestrengter Prozess. Bruckner hat die Einführung des Begriffs der „Islamophobie“ als Versuch charakterisiert, jegliche Kritik am Islam unmöglich zu machen. Zu den Unterzeichnern des Manifests gehört auch die Journalistin Zineb el Rhazoui, die bei „Charlie Hebdo“ arbeitete." [78] 

Wen erinnert das nicht an die Personalpolitik an Universitäten und in Ämtern bis hin zu Amtsgerichten, zur Zeit der Merkel-Administration in Deutschland? "Für die „Dekolonialisten“ gilt das Verbot des Schleiers als Kolonialismus und der Laizismus als islamfeindlich, kommentiert ein Beitrag in „Le Monde“. Ihr Einfluss und ihre Seilschaften bestimmen an manchen Universitäten die Personalpolitik. Als Drahtzieher der „dekolonialen Strategie“ hat der „Figaro“ drei Professoren am „Collège de France“ ausgemacht: Pierre Rosanvallon, Patrick Boucheron und François Héran. Dem Zeitgeschichtler und Politikwissenschaftler Rosanvallon und dem Historiker Boucheron, dessen „Histoire mondiale de la France“ zum Bestseller wurde, wird vorgeworfen, die „dekolonialen Studien“ zu fördern. Héran, der einen Lehrstuhl für „Migrationsbewegungen und Gesellschaften“ innehat, gerät auch deshalb ins Visier der Ankläger, weil er die Thesen von Stephen Smith über eine anstehende Völkerwanderung aus Schwarzafrika als „Hirngespinst“ bezeichnet, von dem die Rechtsextremisten profitierten. Die akademischen Kämpfe scheinen an Schärfe zuzunehmen. Der Soziologe Stéphane Dorin wurde von der Universität Limoges freigestellt, weil er gegen ein Seminar der „dekolonialen Studien“ mit Houria Bouteldja protestierte. Bouteldja ist eine der Begründerinnen der „Eingeborenen der Republik“ und hält dem antikolonialistischen Begriff der „Négritude“ jenen der „Blanchité“ entgegen: „Die 'Blanchité‘ ist eine Festung, und jeder Weiße baut an ihr mit.“ Nach dem Attentat auf jüdische Schüler in Toulouse identifizierte sie sich mit deren Mörder: „Ich bin Mohammed Merah.“ Die Gegner des „Dekolonialismus“ sind damit die Erneuerer der Académie française und könnten auch deutschen Universitäten als Vorbild dienen, in denen bereits Islamwissenschaften den Platz der Byzantinistik, also der Wissenschaft vom christlichen Orient, eingenommen haben. "Seit zwei Jahrzehnten werden Juden in Frankreich wieder ermordet, weil sie Juden sind: Von islamistischen Terroristen und von „gewöhnlichen“ Kriminellen, die überzeugt sind, bei ihnen Geld zu finden. Vierzig Prozent der rassistischen Attacken betreffen Juden, die ein Prozent der Bevölkerung ausmachen. Zum historischen Judenhass kam der importierte Antisemitismus in den Banlieues. Weite Teile der Gesellschaft sind von ihm infiziert. Er verbreitet sich in den Universitäten, die den „dekolonialen Studien“ frönen. Die Linke verklärt den Islam zur „Religion der Armen“ und verwechselt die Attentate mit dem Widerstand gegen die Faschisten im Krieg." Der Exodus hat begonnen, konstatiert Danny Trom in „La France sans les juifs“, und schreibt: "Er wird ganz Europa erfassen. Früher waren die Juden vom Wohlwollen der Könige abhängig. Frankreich war eine verlässliche Schutzmacht – mit zwei Ausnahmen: 1394, als die Juden aus dem Königreich verjagt wurden, und 1940. Die Aufklärung und die Revolution hatten ihre Emanzipation durchgesetzt. Die Juden sind untrennbar mit der Geschichte der Republik verbunden, daran änderte auch die Dreyfus-Affäre nichts. 1914 waren sie assimiliert und Teil der nationalen „Union sacrée“. Der Bruch damit geht auf Vichy zurück, die islamische Einwanderung hat ihn vertieft. In der Geschichte war der Islam in Frankreich nicht präsent. Der Republik, deren laizistische Grundfeste er untergräbt, ist er fremd und feindlich geblieben. Er will – so Trom – die Vertreibung der Juden aus Frankreich. Die Zahl jener, die aus den Vorstädten in andere Quartiere umgezogen sind, ist nicht bekannt." Für Trom wird der Exodus zu einem Europa ohne Juden führen. Er begründet seine Prognose auch mit der Stimmungslage. Die „Ethik des schlechten Gewissens“ lehnt Grenzen ab und heißt vor allem islamische Flüchtlinge willkommen. In Frankreich fühlen sich viele Juden inzwischen näher beim „Rassemblement National“ von Marine Le Pen, die sich von den antisemitischen Provokationen ihres Vaters losgesagt hat, als bei den multikulturellen Linken und Grünen, die zu den unerbittlichsten Kritikern Israels gehören. Der Politologe Jean-Yves Camus, Frankreichs aufmerksamster Beobachter der rechtsradikalen Szene, zieht eine klare Grenze, die von ihnen oft überschritten werde: „Es ist legitim, Israels Politik zu kritisieren. Doch den seit siebzig Jahren existierenden Staat in Frage zu stellen ist antisemitisch.“ Andererseits sind die von der antitotalitären und antifaschistischen Aufklärung geprägten Eliten Frankreichs und auch Deutschlands – ökologisch, urban, multikulturell – zusehends versucht, den Antisemitismus zu instrumentalisieren, um die Kritik an ihnen zu verunmöglichen. Im Fernsehen fertigte EU-Kommissar Pierre Moscovici eine harmlose Bemerkung ab: „Wieder einmal so ein kleiner antisemitischer Seitenhieb der Gegner Europas.“ Im Frühjahr 2016 wurde Alain Finkielkraut bei der wochenlangen Besetzung der Place de la République durch die linksradikale „Nuit Debout“ beschimpft und bespuckt, noch ohne Rückgriff auf antisemitisches Vokabular. Passanten mussten den Philosophen schützen. Finkielkraut schreibt über die linken und rechten Auschwitz-Lügner, den islamischen Antisemitismus und die „imaginären Juden“. Im Februar 2019 geriet er in Paris zufälligerweise in eine Demonstration und wurde erkannt. "Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ist in Frankreich ein prominenter Jude in der Öffentlichkeit von einer hasserfüllten Meute, in der die Gesichter zu erkennen sind, als Jude niedergeschrien worden. Diesmal mussten ihn die Polizisten schützen." [79] 

Staatliche deutsche und amerikanische Universitäten wie die Yale University sind allerdings noch meilenweit von den Erneuerern der Académie française entfernt, was durch Islamwissenschaftler wie Frank Griffel und die dazugehörigen pro-islamischen Journalisten wie Rainer Hermann immer wieder bestätigt wird. Der an der amerikanischen Yale University lehrende deutsche Islamwissenschaftler Frank Griffel verfälscht die Geschichte schon genauso wie es an islamischen Universitäten der Fall ist. Er meint, "die großen muslimischen Philosophen Avicenna (980 bis 1037) und Averroës (1126 bis 1198) hatten noch in der Tradition der griechischen Philosophie
gedacht. Vor allem die Schriften des Averroes hatten großen Anteil an der Wiedergeburt der westlichen Philosophie; der Bruch erfolgte mit dem ersten nachklassischen Philosophen Fachreddin al Razi (1149 bis 1210)." Avicenna  und vor allem Averroës sind aber vor allem als Verfälscher der aristotelischen Philosophie in die Geschichte eingegangen. In Europa verbreiteten sich zwar die arabischen Wissenschaften, die den Werken der Griechen entlehnt waren. Islamische Gelehrte wie Avicenna, Avempace, Avicebron, Algacel und Averroes führten in Europa den Aristotelismus ein. Damals erregte eine ganze Gruppe, "die den Arabern blind bis in ihre tollsten Verirrungen hinein folgte, sehr starke Bedenken. Viele von den Parisern, sagte Albert der Grosse, sind nicht der Philosophie gefolgt, sondern den Sophismen." Die Lehre vom Menschen und der geistigen Seele sollten für das christliche Abendland verhängnisvoll sein; "Averroes und seine Schüler behaupteten, sie sei eine in allen, wodurch folgerichtig die menschliche Persönlichkeit und die Unsterblichkeit aufgehoben wurden." [80] 

Andere islamische Philosophen wie Razi zweifeln daran , dass "Gott einen freien Willen habe", was zur islamischen Philosophie eines "Fatum Mahometanum" passt, nicht jedoch zur europäischen Philosophie. Frank Griffel sagt zwar richtig, "die arabisch-islamische Gesellschaft habe als zurückgeblieben gegolten", aber den Schluss, den er darus zieht, ist auch im Sinne der Gegner des „Dekolonialismus“ falsch: Griffel sagt, die arabisch-islamische Gesellschaft sei also „reif für das Eingreifen des europäischen Kolonialismus“ gewesen oder: "auch der moderne Islam sei wesentlich vom Prozess der Kolonialisierung geprägt." Eine derartige Geschichtsklitterung steht den islamischen Universitäten in nichts nach. Dabei schreiben sogar schon Autoren aus islamischen Ländern, "im Grunde ist die islamische Kultur nichts anderes als die Matrix aller Hinzudichtungen, die im Geist der noblen Lüge und des frommen Betrugs erfolgten." Das afrikanische Elend kommt durch den Islam und "ist älter als der Kolonialismus, und die Korruption der lokalen Machthaber reicht tiefer, als die gängigen Theorien der Entfremdung durch äußere Eroberung erfassen." Wie geschichtsklitternd und oberflächlich vor allem muslimische Wissenschaftler vorgehen, zeigt sich auch an der Berliner Islamwissenschaftlerin Schirin Amir-Moazami; sie meint, erst seit den Anschlägen des 11. September 2001 ständen die Muslime im Westen unter kritischer Beobachtung. Die Muslime des Kontinents stünden im Visier: „Sie werden beäugt und beobachtet. Ihre religiöse Praxis wird kontrolliert, gezähmt oder auch anerkannt. Ihre Formen des sozialen Lebens werden vermessen und archiviert.“ Die Europäer könnten den „inneren Wahrheiten“ der Muslime nicht auf den Grund gehen, notiert die Islamforscherin in der Einleitung zu dem von ihr herausgegebenen Sammelband „Der inspizierte Muslim. Zur Politisierung der Islamforschung in Europa“ (Transcript Verlag, Bielefeld 2018). Tatsache ist jedoch, dass die Wahrheit über die Muslime von Philosophen und Dichtern aller Jahrhunderte offengelegt wurde. Natürlich wurde auch festgestellt, dass der Islam eine "inkompatible Religion" ist. Schon früher, aber vor allem heute werden Muslime sinnvollerweise nicht nur von Sicherheitsbehörden als „besondere Bevölkerungsgruppe“ ins Visier genommen, sondern stehen auch im Zentrum umfassender Präventionsprogramme und sind auch Gegenstand der „wissenschaftlichen Inspektion“. Es geht zum Beispiel um die nicht vorhandene Integrationsfähigkeit, wie sie vom  niederländischen Sozialforscher Ruud Koopmans festgestellt wurde, weil durch den Koran fast alle Muslime islamistische bzw. „fundamentalistische Einstellungen“ vertreten. In allen Jahrhunderten galt der "Islam als Problem", als "Quelle für Illoyalität, abweichende Wertvorstellungen, Radikalisierung und als mögliche Sicherheitsbedrohung“. [81] 
 

S. Rushdie und die 'Die Satanischen Verse‘; Banlieues des Propheten und die Grünen als Förderer der Vollverschleierung; „Gang der Barbaren“ und Banlieue-Star Dieudonné; Ajatollahs

Islamkritische Schriftsteller werden in islamischen Ländern mit dem Tode bedroht. 1989 war im Teheraner Rundfunk zu hören: „Hiermit informiere ich die frommen Muslime in aller Welt darüber, dass der Autor des Buches 'Die Satanischen Verse‘ zusammen mit allen Unterstützern zum Tode verurteilt ist. Ich rufe alle Muslime auf, sie, ohne zu zögern, zu töten.“ Sollte jemand im Zuge von Aktionen seinerseits getötet werden, dann würde er zum Märtyrer. Dieser Aufruf von Ajatollah Chomeini, dem iranischen Revolutionsführer und geistlichen Oberhaupt des Landes, wurde als autoritative Rechtsauslegung annonciert, als „Fatwa“. Der für westliche Ohren neue Begriff war schnell in aller Munde. In den Monaten zuvor, nach dem Erscheinen der „Satanischen Verse“ Ende September 1988, waren Kritik und Proteste stetig gewachsen. "Indien und andere Länder verhängten Einfuhrverbote. In Großbritannien fanden die ersten Demonstrationen von Muslimen zunächst wenig Beachtung. Aber dann wurde in Bradford, der „Curry-Kapitale“ in West Yorkshire mit ihrem hohen Anteil von Migrantenfamilien aus dem indischen Subkontinent, am 4. Januar 1989 eine öffentliche Verbrennung der „Satanischen Verse“ inszeniert, ein Vorgeschmack auf die Tötungsparolen und die symbolischen Hinrichtungen, die das Leben des Schriftstellers von nun an begleiten sollten. Am 28. Januar erreichten die Proteste London. 8000 Muslime marschierten zum Hyde Park. Die Demonstranten in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am 12. Februar beließen es nicht bei Parolen wie „Hängt Salman Rushdie!“. Sie stürmten ein US-Kulturzentrum und holten die amerikanische Flagge vom Dach. Die Polizei eröffnete das Feuer und tötete mehrere Protestierende. Mit seiner zwei Tage später veröffentlichten Fatwa setzte sich Chomeini gleichsam an die Spitze des Protestes. Weit über Iran und über die Gemeinschaft der Schiiten hinaus wurde er zum Idol vieler Muslime, die ihren Glauben, ja ihre Identität durch die „Satanischen Verse“ geschmäht sahen." Der 1947 in Bombay geborene Salman Rushdie war längst ein international bekannter Schriftsteller. Sein Roman „Mitternachtskinder“ war 1981 mit dem renommierten Booker Prize ausgezeichnet worden. Schon im Alter von 13 Jahren war Rushdie nach England gekommen, hatte Geschichte studiert und als Werbetexter gearbeitet. Trotz einer eher religionsfernen Sozialisation blieb er doch dauerhaft von den mythischen Traditionen seines Herkunftslandes fasziniert und verwob sie in komplexer Weise in die Handlungsstränge seiner Bücher – Literaturkritiker priesen seinen „magischen Realismus“. Auch die „Satanischen Verse“ waren davon geprägt, insbesondere die in den eigentlichen Handlungsstrang eingeschobenen Traumsequenzen eines Protagonisten, an denen sich die öffentliche Empörung der Muslime entzündete. "Sie handeln vom Propheten Mahound, dessen religiösen Offenbarungen und seinem rigiden Regime in der Wüstenstadt Jahilia. Der Dichter Baal, der Gegenspieler des Propheten, kann sich zunächst in einem vornehmen Bordell verstecken. Dort überredet er die Prostituierten zu einem Rollenspiel, bei dem sie für ihre Freier die zwölf Frauen des Propheten mimen; er selbst wird in die Rolle Mahounds gedrängt und heiratet die zwölf. Letztlich aber wird das Bordell geschlossen, die Frauen und dann auch Baal werden verhaftet und zum Tode verurteilt. Viele Details dieser Geschichte erregten den Zorn frommer Muslime, angefangen mit dem Namen Mahound, einem im Mittelalter von Christen verwendeten Schmähnamen für Mohammed, über Jahilia („Unwissenheit“) als Pseudonym für Mekka bis zu „Unterwerfung“ als Name der neuen Religion, der auf „Islam“ anspielt (Unterwerfung unter beziehungsweise Hingabe an Gott). Besonders die Bordellszene fand heftigen öffentlichen Widerspruch, nicht selten in verzerrender Weise durch die Behauptung, die Frauen Mohammeds würden als Huren dargestellt. Rushdie seinerseits leugnete nicht, ein provozierendes Buch geschrieben zu haben."  [82] 

Da schon damals viele Muslime und damit auch Islamisten in Europa lebten, wurde Salman Rushdie selbst dort bedroht. Der 14. Februar 1989 markiert für Salman Rushdie den Beginn eines fast zehnjährigen Leidensweges. Von einem Tag auf den anderen musste der Schriftsteller ein unstetes Wanderleben im Verborgenen und unter der ständigen Obhut von Sicherheitsleuten führen. Heute liest man oft von einer überwältigenden Solidarität mit dem Verfolgten. "Tatsächlich formierte sich bald ein internationales Verteidigungskomitee, zu dem in Deutschland etwa Günter Grass und Günter Wallraff gehörten. Auf der anderen Seite unterstützten Stimmen aus den Reihen britischer Muslime den Mordaufruf Chomeinis, darunter der zum Islam konvertierte Sänger Yusuf Islam alias Cat Stevens. Rushdie sah sich überdies mit einer Tory-Regierung konfrontiert, die nur widerwillig den Schutz des Thatcher-Kritikers übernahm, dazu mit Teilen der öffentlichen Meinung, die die hohen Kosten für den Schutz seiner Person heftig kritisierte. Häufig wurde ihm eine Teilschuld zugeschoben – er hätte wissen müssen, welche Reaktionen sein Roman auslösen würde, so der Tenor seiner Kritiker. Es dauerte viele Jahre, bevor öffentlicher Druck und eine entschiedene Haltung der internationalen Diplomatie Iran zum Einlenken bewegen konnten. Dabei spielte eine wichtige Rolle, dass 1997 durch die Wahl Mohammed Chatamis zum Präsidenten der gemäßigte Flügel gestärkt worden war. 1998 erklärten offizielle iranische Stellen, man wolle den Mordaufruf nicht mehr weiterverfolgen. Im März 2002 wurde der Personenschutz für Rushdie aufgehoben." Über dem glimpflichen Ausgang, den die Sache für Rushdie nahm, darf nicht vergessen werden, dass die Fatwa viele Opfer forderte. "Ende März 1989 wurden zwei belgische Muslime nach ihrer öffentlichen Kritik an der Fatwa unter nie geklärten Umständen erschossen. Kurz hintereinander kam es im Sommer 1991 zu Angriffen auf Übersetzer des Romans, wobei der Japaner Hitoshi Igarashi getötet und der Italiener Ettore Capriolo schwer verletzt wurde. Nie aufgeklärt wurde der Mordversuch am norwegischen Verleger William Nygaard im Oktober 1993. Als „Rushdie riot“ ging schließlich der nächtliche Brandanschlag auf ein Hotel im türkischen Sivas Anfang Juli 1993 in die Geschichte ein, bei dem 37 Menschen ums Leben kamen. Er hatte vor allem Aziz Nesin gegolten, der zuvor Teile der „Satanischen Verse“ in der Türkei veröffentlicht hatte. Die Bedeutung der Affäre Rushdie weist jedoch weit über den Kreis der unmittelbar Betroffenen hinaus. Sie markiert eine welthistorische Zäsur. Den zeitgenössischen Beobachtern war das allerdings kaum bewusst. Alle Augen richteten sich damals auf den politischen Wandel in Osteuropa, der Anfang 1989 in Polen und Ungarn schon deutlich sichtbar war. Mit der Öffnung der Berliner Mauer am 9. November sollte er seinen dramatischen Höhepunkt finden. Das intellektuelle Manifest zu diesem Umbruch verfasste im Sommer jenes Jahres der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama, indem er „Das Ende der Geschichte“ ausrief und den weltweiten Siegeszug der liberalen Demokratie prophezeite – eine kapitale Fehldiagnose, wie sich bald erwies. Wenige Jahre später, 1993, stellte Samuel P. Huntington dem „Ende der Geschichte“ die plakative These über den „Kampf der Kulturen“ entgegen: Nicht mehr der alte ideologische Gegensatz zwischen Kapitalismus und Kommunismus sei der Motor des „clash of civilizations“, sondern der Konflikt widerstreitender kultureller und religiöser Identitäten. Als wichtigste Bruchlinie rückte schnell der Gegensatz zwischen „der“ westlichen Welt und „dem“ Islam ins Zentrum der Debatte. Mit der Affäre Rushdie wurde die Frage der Gotteslästerung zu einem ihrer zentralen Kristallisationspunkte. Und sie sollte es bis heute bleiben. Weltweite Schlagzeilen machte 2004 die Ermordung des Regisseurs Theo van Gogh in Antwerpen. Sein Mörder rechtfertigte die Tat als Rache für die Beleidigung des Propheten durch einen Film, den van Gogh gemacht hatte. Mit dem dänischen Karikaturenstreit kehrte das Thema Gotteslästerung im Jahr 2005 vollends auf die Weltbühne zurück. In den folgenden Jahren rückte das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ als Vorkämpfer westlicher Meinungs- und Kunstfreiheit ins Zentrum der Konflikte. Den gewaltsamen Höhepunkt dieser Auseinandersetzung markiert das Attentat auf die Redaktionsräume von „Charlie Hebdo“ am 7. Januar 2015, bei dem insgesamt zwölf Personen ermordet wurden. „Wir haben den Propheten Mohammed gerächt!“, riefen die beiden Attentäter auf der Flucht. All diese Vorgänge stellen gewissermaßen eine Reprise der Rushdie-Affäre dar, allerdings mit charakteristischen Steigerungen und Unterschieden. Die Zahl der Gewalttaten und der Toten stieg ebenso wie das Ausmaß der weltweiten Mobilisierung, für die der Aufbruch ins Zeitalter der digitalen Kommunikation wesentlich war. Mediale Unterschiede lassen sich besonders in Hinblick auf die Streitobjekte selbst ausmachen. Ging es bei Rushdie um einen umfangreichen Roman, so standen bei den Karikaturen der dänischen Zeitung „Jyllands Posten“ ebenso wie bei „Charlie Hebdo“ griffige Bilder im Mittelpunkt. Nicht alle waren so polemisch wie die Zeichnung von Kurt Westergaard, dessen Prophetenkopf statt eines Turbans eine Bombe mit brennender Lunte trägt; aber alle bargen angesichts des islamischen Bilderverbotes ein veritables Provokationspotential. Genau darauf zielte die Redaktion der „Jyllands Posten“: Mit der Veröffentlichung der Karikaturen sollte erprobt werden, ob die muslimischen Gemeinschaften so viel Schmähungen auszuhalten bereit seien, wie es das Leben in der liberalen Demokratie erfordere." [83] 

Obwohl der Islam schon von christlichen Philosophen wie Thomas von Aquin, Cusanus, Anselm von Canterbury scharf kritisiert und ad absurdum geführt wurde, belebten sich mit der Rushdie-Affäre nun auch wieder die innerchristlichen Kontroversen. Schon der Erzbischof von Canterbury verleugnete das Christentum indem er eine Woche nach der Fatwa erklärte, er halte Kritik am Islam für falsch. Später nahmen christliche Würdenträger das Kreuz ab, als sie den Felsendom betraten. "In anderen Ländern lebte die Debatte ebenfalls wieder auf, so in Deutschland, wo periodisch darüber gestritten wurde, ob Paragraph 166 StGB über die Beschimpfung religiöser Bekenntnisse verschärft oder wenigstens strikter interpretiert werden sollte. Durchgesetzt haben sich derartige Bestrebungen nicht. Eher wurden einschlägige Strafrechtsnormen gestrichen, etwa im Jahr 2008 in Großbritannien. Ebenso wie später in Dänemark scheiterten muslimische Verbände in England damit, die vermeintlichen Lästerungen strafrechtlich zu sanktionieren." Wenn die Gesetze dem Christentum Schutz versprechen, dann gilt dies natürlich nicht für die Irrlehre des Islams. Das Schlagwort „Islamophobie“ machte weltweit Karriere, als politischer Vorwurf und sogar als wissenschaftliches Konzept. Tatsächlich häufen sich seit 1989 Belege für rassistische Diffamierung und Stereotypisierung. „Kulturkampf“ war noch eine der weniger harschen Vokabeln. Sogar vom Bürgerkrieg zwischen „Einheimischen“ und „Muslimen“ war die Rede, auch wenn Letztere in Aarhus, Bradford oder Zwolle geboren worden waren. Martin Amis sah 1989 eine neue Inquisition auf den Rockschößen schwarzgewandeter Imame an die Macht gelangen. Noch kurz vor seiner Ermordung beharrte der „Charlie-Hebdo“-Chefredakteur Stéphane Charbonnier auf der Unterscheidung zwischen Rassismus und Religionskritik. Zu behaupten, „man könne über alles lachen, außer über einige Aspekte des Islams, weil die Muslime viel empfindlicher reagieren als die übrige Bevölkerung“, sei nichts anderes als selbst diffamierend und rassistisch. Außerdem würde die Rücksichtnahme auf muslimische Befindlichkeiten auf lange Sicht Denkverbote entstehen lassen und letztlich die Meinungsfreiheit beseitigen. [84] 

Ein neues Buch der beiden „Le Monde“-Reporter Gérard Davet und Fabrice Lhomme mit dem Titel „Inch’Allah“ handelt vom Islam als Problem für Europa und andere Länder. Davet und Lhomme sind mit ihren Enthüllungen über François Hollande in dem Bestseller „Un Président ne devrait pas dire ça“ (etwa: Ein Präsident sollte so nicht reden) berühmt geworden. Der glücklose Sozialist brachte sie dann auch auf die Idee zu „Inch’Allah“. In ihrem Vorwort erinnern sie an Hollandes Äußerung in dem Bestseller, es sei „wahr, dass es ein Problem mit dem Islam gibt. Niemand zweifelt daran.“ Er fürchte, dass es zu einer Sezession bestimmter Wohnviertel komme, in denen der Islam die Werte der Republik ersetze. „Wie können wir diese Teilung abwenden? Denn genau das ist es, was sich derzeit vollzieht: eine Teilung.“ Fünf Journalistenschüler des namhaften „Centre de Formation de Journalistes“ haben ein Jahr lang unter der Leitung von Davet und Lhomme im Département Seine-Saint-Denis recherchiert und nach Anhaltspunkten für Hollandes These gesucht. Das Département liegt im Norden von Paris und hat traurige Berühmtheit: Von hier gingen die Banlieue-Unruhen des Jahres 2005 aus. Ein Jahrzehnt später ereigneten sich hier, in der Nähe des „Stade de France“, die ersten Anschläge jener Terrornacht, deren Höhepunkt das Blutbad im Pariser Konzertsaal „Bataclan“ wurde. "Politiker und Städteplaner wollen diesen sozialen Brennpunkt bis zu den Olympischen Sommerspielen 2024 in ein Schaufenster für gelungene Modernisierung und Integration verwandeln. Im Département Seine-Saint-Denis sollen das Olympische Dorf und das Pressezentrum entstehen, zudem wird ein neues Olympia-Schwimmbad gebaut. Metrolinien werden verlängert und eine neue Schnellzugverbindung zum Flughafen Charles de Gaulle errichtet. Vor diesem Hintergrund wirkt „Inch’Allah“ wie ein 290 Seiten langer Warnschrei. Denn das Buch strotzt vor Beispielen einer Islamisierung aller Lebensbereiche, die ein im olympischen Geist vereintes Département als irrealen Wunschtraum erscheinen lässt. Ein Kapitel ist den städtischen Verkehrsbetrieben RATP gewidmet. Um zu verhindern, dass Busse in den Hochhaussiedlungen der Trabantenstädte mit Steinen oder Flaschen beworfen und Fahrer angegriffen werden, sei die RATP dazu übergegangen, nur noch Personal aus der jeweiligen „Banlieue“ einzusetzen. Der RATP-Chef Christian Blanc habe bereits 1989 die Devise ausgegeben, dass die Fahrer den Fahrgästen ähneln müssten."  Auf diese Weise seien im größten Busdepot des Départements Gebetsräume entstanden, obwohl die RATP eigentlich keine religiösen Praktiken am Arbeitsplatz duldet. Immer häufiger komme es vor, dass sich Fahrer weigerten, einen Bus zu fahren, in dem zuvor eine Frau das Lenkrad gehalten habe. Ein einflussreicher Gewerkschaftschef, Nordine Bennecer, wird mit den Worten zitiert, es handele sich dabei nicht um Diskriminierung, sondern „um eine andere Vorstellung vom Geschlechterverhältnis“. Die Autoren schildern den Fall des Franzosen Samy Amimour, der als Busfahrer in diesem Depot unter den Einfluss von Islamisten geriet. "Es fing damit an, dass er Frauen nicht mehr die Hand schütteln wollte. Am 13. November 2015 zählte Amimour dann zu den Terroristen, die im Bataclan in die Menge schossen. In dem Buch heißt es, bei der RATP sei man sich der Islamisierungstendenz in Seine Saint-Denis bewusst. Allein zwischen Oktober und Dezember 2017 seien deshalb 659 interne Ermittlungen angelaufen. Ein anderer Abschnitt gilt der Gynäkologin Ghada Hatem aus dem Krankenhaus Delafontaine. Sie hat sich darauf spezialisiert, die Jungfernhäutchen junger Frauen wiederherzustellen, weil diese sonst in ihren Familien Strafen befürchten müssen. „Es gibt in Saint-Denis überhaupt keine soziale Durchmischung mehr. Die Religion wird aggressiv herausgekehrt“, wird die Ärztin zitiert. Schon zehnjährige Mädchen müssten sich verschleiern. Frauen würden immer stärker dazu gedrängt, sich islamischen Kleidervorschriften zu beugen." Die Autoren schreiben, auch Antisemitismus und Homophobie unter Schülern würden immer öfter mit dem Islam begründet. Viele Lehrer hätten kapituliert, und "viele Lokalpolitiker in Seine-Saint-Denis trieben mit Versprechen an die überwiegend muslimische Wählerschaft die Islamisierung noch weiter voran. In Sevran etwa habe der grüne Bürgermeister Stéphane Gatignan dem Druck muslimischer Verbände nachgegeben und eine neue
Moschee über 5000 Quadratmeter genehmigt – just vor dem zweiten Wahlgang der Kommunalwahlen 2004. Gatignan wurde dann mit den Stimmen der muslimischen Franzosen wiedergewählt." [85] 

Auch in Deutschland stehen die Grünen für eine Förderung des Islamismus. In Mainz hat die Rot-Grüne Regierung Jahreland eine muslimische Kita gefördert. Nun steht die muslimische Kita unter Extremismusverdacht und wird von den Behörden geschlossen, die lange als "Musterbeispiel für gute Integration" gegolten hatte. Der vor zehn Jahren in Mainz eröffnete Al-Nur-Kindergarten, bisher die einzige muslimische Kindertagesstätte in Rheinland-Pfalz, muss seinen Betrieb bis Ende März einstellen. "Ein entsprechender Bescheid sei dem Träger, dem 1998 gegründeten Moscheeverein Arab Nil-Rhein, zugestellt worden, teilte gestern das Land Rheinland-Pfalz mit, das selbst eine gründliche Überprüfung der Einrichtung angeordnet hatte. Die Stadt Mainz kündigte gestern an, keine Zuschüsse mehr an die Elterninitiative zu überweisen. Dem Trägerverein, der in einem Gebäude an der Mombacher Straße in der Neustadt seinen Sitz hat, war immer wieder vorgeworfen worden, Kontakte zur Muslimbruderschaft und zur salafistischen Bewegung zu unterhalten. In Einzelfällen habe er auch deren Inhalte vertreten. Der Verfassungsschutz hatte sich dieser Auffassung angeschlossen. Der Verein und dessen Vorsitzender Samy El Hagrasy hatten die Kritik als „politisch motiviert“ zurückgewiesen. Beanstandet wurden unter anderem ein Auftritt des umstrittenen saudischen Gelehrten Muhammad Al Arifi vor mehr als sechs Jahren, aber auch das Verteilen von als jugendgefährdend eingestuften Schriften bei einer Feier im Jahr 2015 sowie zuletzt die Zusammenarbeit mit der in Katar beheimateten Islamic Online University, deren Gründer Bilal Philips als Hassprediger eingestuft wird." Bis zuletzt hatte der durch die Irrlehre des Islams verblendete El Hagrasy beteuert, dass das Kindeswohl in dem Haus an der Mombacher Straße gesichert sei. Der vom Finanzamt "als gemeinnützig anerkannte Moscheeverein", der sich eigenen Angaben zufolge seit Jahren um den "interkulturellen und interreligiösen Dialog" bemüht, nutzt die oberen Etagen. Er verfolgt laut Selbstauskunft das Ziel, „den Muslimen in Mainz einen sozialen Treffpunkt zu schaffen und gleichzeitig Informations- und Austauschmöglichkeiten für Nichtmuslime zu bieten“. In diesem Sinn beteiligte sich der Verein Arab Nil-Rhein zum Beispiel an Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Moschee, um auch christliche Kinder in die Moschee zu locken und sie zur Irrlehre des Islams zu verführen und engagierte sich im Arbeitskreis Mainzer Muslime, deren Vorsitzender El Hagrasy bis vor wenigen Wochen war. "Die rheinland-pfälzische Landesregierung hatte das Modellprojekt „Al-Nur-Kita“ lange positiv begleitet. Doch zwei von ihr in Auftrag gegebene Gutachten und ein vom Verfassungsschutz angefertigtes Papier ließen am Ende offenbar kaum mehr Zweifel daran, dass die Mainzer Moschee vielfältige Beziehungen zu extrem konservativen und fundamentalistischen, wenn nicht gar extremistischen Kreisen habe. El Hagrasy, der gestern von einer „ungerechten und unfairen Entscheidung“ sprach, gegen die man rechtlich vorgehen wolle, hatte stets auf bedauerliche Einzelfälle verwiesen und darum gebeten, die Arbeit des von ihm mit aufgebauten und geprägten Vereins „in seiner Gesamtheit“ zu würdigen. Nach eingehender Überprüfung durch das Landesjugendamt hieß es dazu gestern jedoch, dass der Kita-Träger „nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes“ stehe." Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat also bei dem "rot-grünen Integrationsprojekt" viel zu lange weggeschaut, obwohl es genügend Hinweise auf Verfehlungen gegeben habe. Auch Finanzämter haben jahrelang indirekt die Förderung des Islamismus vorangetrieben zum Beispiel durch eine spezielle Schröpftechnik und indem sie muslimische Moscheevereine "als gemeinnützig" anerkennen. Der Verein Arab Nil-Rhein, wurde von den Grünen und nicht zuletzt auch vom Finanzamt der Bevölkerung lange "als wichtiger Partner zur Integration verkauft und geradezu hofiert“ Die Schließung der Kindertagesstätte ist konsequent und richtig, kommt allerdings viel zu spät. Dabei hatte sich der Vorsitzende immer solche Mühe gegeben, sein wahres Gesicht nicht zu zeigen, "etwa am Tag der offenen Moschee – die gereichte Tasse Tee und das Gespräch mit dem stets freundlichen und dialogbereiten Vorsitzenden Samy El Hagrasy". Was sich im Innern des Moscheevereins wirklich tat, was genau dort gesagt und gepredigt wurde, blieb Besuchern in aller Regel verborgen. Nur gelegentlich fiel einem der Gäste auf, dass dort islamische Schriften in den Regalen standen, die alles andere als gemäßigt seien. Hin und wieder schauten zudem Redner vorbei, die zuvor andernorts als Hassprediger aufgefallen waren. Alles nur „bedauerliche Einzelfälle“ hieß es dazu auf Nachfragen beschwichtigend. "Dass so ein undurchsichtiger Ort nicht der richtige Platz für eine Modell-Kita sein kann, wurde jetzt auch von der Landesregierung erkannt, die ebenso wie die Stadt Mainz viel zu lange am Al-Nur-Kindergarten festhielt." Es gab einfach zu viele Ungereimtheiten gibt, "die sich selbst vom redegewandten El Hagrasy nicht mehr wegdiskutieren lassen. Zum Beispiel, warum man sich als offizielle Prüfungsstelle für eine Online-Universität hat anerkennen lassen, deren zur salafistischen Szene gehörender Begründer unter anderem die Todessstrafe für Homosexuelle befürwortet." [86] 

Das zuständige Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) hatte dem Trägerverein im Februar 2019 die Betriebserlaubnis für den Kindergarten entzogen; Ende März soll er schließen. Der Kindergarten „Al Nur“ ist der erste und einzige muslimische in Rheinland-Pfalz. "2009 eröffnet, galt er als Modellprojekt, das von Anfang an vom zuständigen Landesamt beraten und begleitet wurde." Dem Trägerverein „Arab Nil-Rhein“ wird vorgeworfen, er vertrete Inhalte der Ideologie der Muslimbruderschaft sowie des Salafismus. Die Kritik an den Behörden (LSJV) und Finanzamt sind berechtigt, man habe „viel zu lange weggeschaut“. Der Schritt sei „überfällig“, nach zehn Jahren des „Wegschauens“. Tatsächlich war der Moscheeverein immer wieder in die Schlagzeilen geraten – und die Landesregierung hatte sich Zeit gelassen. Zwei Gutachten ließ sie dazu anfertigen, die zum Ergebnis kamen, dass es Zweifel an der Verfassungstreue des Vereins gibt. Enthalten war darin auch eine Stellungnahme des Landesverfassungsschutzes. Der informierte das zuständige Landesamt dann abermals in einem gesonderten, nichtöffentlichen Bericht. Darin wurden nach Angaben eines Sprechers des Landesinnenministeriums weitere Erkenntnisse mitgeteilt, die noch über jene in den Gutachten hinausgingen. [87] 

In Amerika steht das Repräsentantenhaus in Washington für die Förderung des Islamismus. Dort hatte eine islamische Abgeordnete der Demokraten für Ärger gesorgt. Zwar hat sich nach einer scharfen Verurteilung durch die gesamte Fraktionsführung der Demokraten im Repräsentantenhaus in Washington die Abgeordnete Ilhan Omar für eine Äußerung entschuldigt, in der sie nahelegte, die israelfreundliche Politik der Republikaner sei durch Spenden erkauft worden. Omar ist eine der beiden ersten Musliminnen im amerikanischen Kongress. Die in Somalia geborene Demokratin aus Minneapolis hatte im Februar 2019 in Bezug auf die proisraelische Interessengruppe Aipac (American Israel Public Affairs Committee) auf Twitter geschrieben: „It’s all about the Benjamins baby“, also: Es gehe immer um die „Benjamins“ – eine Anspielung auf Benjamin Franklin, dessen Porträt die 100-Dollar-Note ziert. Nancy Pelosi, die Sprecherin des Repräsentantenhauses und die die muslimischen Abgeordneten erst zugelassen hatte, veröffentlichte daraufhin ein Statement, in dem sie Omar vorwarf, sich „antisemitischer Redewendungen“ bedient zu haben. Zudem basierten ihre Anschuldigungen gegen Unterstützer Israels auf Vorurteilen und seien zutiefst beleidigend. Eine Entschuldigung wird wohl nicht ausreichend sein, weshalb wahrscheinlich weitere Strafmaßnahmen, etwa der Verlust ihres Sitzes im Auswärtigen Ausschuss, folgen. Es ist nicht das erste Mal, dass Omar mit Äußerungen für Ärger sorgt, die als antisemitisch gewertet werden. [88] 

Frankreich erlebt eine neue Welle des vor allem muslimischen Antisemitismus. Simone Veils Sohn Pierre-François Veil sagt  „Polizisten werden angegriffen. Es wird sich an Symbolen der Republik vergangen, am Triumphbogen. Wen wundert es da wirklich, dass auch Ikonen angegriffen werden, Ikonen wie meine Mutter oder Ilan Halimi.“ Der Foltermord an Ilan Halimi hatte 2006 die französische Gesellschaft aufgerüttelt. Der junge Mann war von einer Vorstadtbande, die sich selbst „Gang der Barbaren“ taufte, entführt und drei Wochen lang misshandelt worden – weil er Jude war. Die „Barbaren“, größtenteils muslimische Franzosen mit Migrationshintergrund, wollten Geld von seiner Familie erpressen, denn „Juden sind reich“. Sie ließen Halimi erst wieder frei, als dieser schon schwer verletzt war. Mit letzter Kraft schleppte sich Halimi bis zu den Bahngleisen in der 24 Kilometer südwestlich von Paris gelegenen Vorstadt Sainte-Genevieve-des-Bois. Doch für den Gefolterten kam jede Hilfe zu spät. An dieser Stelle wurde ein Baum zu seinem Gedenken gepflanzt – denn Ilan heißt Baum auf Hebräisch. Zum zehnten Todestag kam noch ein Olivenbaum hinzu, als Zeichen des Friedens. An beiden Bäumen haben sich jetzt unbekannte Täter vergangen, kurz vor der Gedenkzeremonie zum 13. Todestag. Einer der beiden Bäume wurde bis zum Stumpf abgesägt, dem Olivenbaum die Äste weggeschnitten. Der Anwalt der Familie Halimi, Francis Szpiner, sagte, die Mutter des Ermordeten habe lange gezögert, ihren Sohn in Frankreich beizusetzen, denn er solle in Frieden ruhen. Leider hätten ihre Befürchtungen sich bewahrheitet. „Ich trauere und empfinde Ekel angesichts des Antisemitismus, der jeden Tag erstarkt und sich ohne Komplexe zeigt“, sagte Szpiner. „Ich bin bestürzt über das Erstarken des Antisemitismus in unserem Land“, pflichtete ihm Senator Olivier Léonhardt bei, der 2006 Bürgermeister in Sainte-Genevieve-des-Bois gewesen war. „Der Antisemitismus ist wie ein Gift. Er greift an, er breitet sich langsam aus, und er tötet“, sagte der Innenminister in Sainte-Genevieve-des-Bois. Der Präsident des französischen Zentralrats der Juden, Joel Mergui, sagte, es sei nicht erstaunlich, dass antisemitische Äußerungen und Übergriffe im aktuell angespannten Klima der französischen Gesellschaft zunähmen. Frankreich hat seit 2012 einen Regierungsbeauftragten im Kampf gegen Antisemitismus, es hat etliche Kampfansagen, Aufrufe und großangelegte Aufklärungskampagnen in Schulen und Jugendverbänden gegeben. Doch die Regierung ist machtlos gegen den wachsenden Antisemitismus. „Seit dem Jahresbeginn 2018 gibt es ein beunruhigendes, angsterfülltes Klima“, sagt Potier, der Antisemitismusbeauftragte. "Zum Judenhass, der in der muslimisch geprägten Einwandererjugend verwurzelt sei, komme ein Wiederaufflammen des rechtsextremen Antisemitismus, der sich zuvor hinter Sprüchen wie „Macron, der Rothschild-Banker“ verborgen habe." [89] 

Deutsche Universitäten wie die Universität Kiel verbieten Vollverschleierung. Bildungsministerin Prien begrüßt den Beschluss, der grüne Koalitionspartner hätte gern mehr Vollverschleierung und Islamismus an deutschen Universitäten. "Die Universität Kiel hat eine Vollverschleierung des Gesichts in Lehrveranstaltungen verboten. In einem Richtlinienbeschluss des Präsidiums der Universität heißt es, zu den Mindestvoraussetzungen für die zur Erfüllung universitärer Aufgaben erforderliche Kommunikation in Forschung, Lehre und Verwaltung gehöre die offene Kommunikation, „welche nicht nur auf dem gesprochenen Wort, sondern auch auf Mimik und Gestik beruht“. Weiter heißt es: „Da ein Gesichtsschleier diese offene Kommunikation behindert, darf dieser in Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Gesprächen, die sich auf Studium, Lehre und Beratung im weitesten Sinne beziehen, nicht getragen werden.“ Die Bildungsministerin in Schleswig-Holstein begrüßte den Beschluss und kündigte darüber hinaus eine Gesetzesinitiative an, die das Tragen von Gesichtsschleiern in Schulen verbieten soll. „Wir stellen den Schulen bereits eine Handlungsleitlinie zu diesem Thema zur Verfügung, aber wir müssen auch darüber sprechen, ob man im Rahmen der nächsten größeren Schulgesetznovelle eine Rechtsgrundlage im Schulgesetz schafft“, sagte Prien. Hintergrund der Entscheidung ist eine Auseinandersetzung mit einer Studentin muslimischen Irrglaubens. "Diese, es soll sich um eine deutsche Konvertitin handeln, war im Dezember zu einer Botanikvorlesung und dem dazugehörigen Tutorium im Niqab erschienen. Beim Niqab sind Körper und Gesicht verhüllt, nur ein Schlitz für die Augen bleibt frei. Im Tutorium habe der Dozent ein „Störgefühl“ empfunden, sagte ein Sprecher der Universität Kiel. Er habe die Studentin darauf hingewiesen, sie sei aber aus religiösen Gründen nicht bereit gewesen, die Verhüllung abzulegen. Daraufhin habe sich der Dozent an Stellen innerhalb der Universität gewendet, es habe in verschiedenen Kreisen – unter anderem mit der Vizepräsidentin der Universität, einer Islamwissenschaftlerin – mit der Studentin Gespräche gegeben." Es gehe um eine gesellschaftliche Debatte, die geführt werden müsse. Bei Themen wie Vollverschleierung und Vielehen müsse er auch sagen können, dass er das nicht wolle. Viele begrüssten die Entscheidung der Universität. Nur die Grünen äusserten Kritik am Verbot der Vollverschleierung. Der Universität Kiel droht nun ein Rechtsstreit wegen des von ihr verhängten Verbots einer Vollverschleierung in den Lehrveranstaltungen. Das Präsidium der Universität hatte dazu eine Richtlinie beschlossen, nachdem eine Studentin Ende vergangenen Jahres im Niqab zu einer Lehrveranstaltung erschienen war. "Die Studentin, eine zum Islam konvertierte Deutsche, kündigte nun an, „auf alle Fälle“ juristisch gegen das Verbot vorzugehen. Es hätten sich bereits mehrere Anwälte des Falls angenommen, sagte sie." Die irrgläubige Konvertitin äusserte, sie betrachte das Tragen des Niqab „in allererster Linie als Gottesdienst, durch den ich mich Gott nähere“. Das Präsidium hatte in dem Beschluss geschrieben, zu den Mindestvoraussetzungen für die zur Erfüllung universitärer Aufgaben erforderliche Kommunikation in Forschung, Lehre und Verwaltung gehöre die offene Kommunikation, welche nicht nur auf dem gesprochenen Wort, sondern auch auf Mimik und Gestik beruhe. [90] 

Auch in anderen europäischen Ländern wie Schweden und Dänemark hat die liberale Flüchtlingspolitik "längst ihre Schattenseiten offenbart: misslungene Integration, Parallelgesellschaften. Dänemark hatte einst eine liberale Einwanderungspolitik verfolgt. Und wie in Schweden war der gut ausgebaute, mit hohen Steuern finanzierte Wohlfahrtsstaat attraktiv für Menschen aus anderen Ländern. "Aber schon Ende der achtziger Jahre hatten sozialdemokratische Lokalpolitiker vor den Folgen gewarnt. Die Sozialdemokraten, sieggewohnt, ignorierten die Warnungen." Davon profitierte die Dänische Volkspartei und stieg rasch auf. Von 2001 an stützte sie viele Jahre lang die bürgerlichen Regierungen. Sie ließ sich ihre Stimmen mit einer steten Verschärfung der Flüchtlings- und Integrationspolitik entlohnen. "Inzwischen ist die Volkspartei die zweitstärkste Kraft im Parlament." Kürzlich stimmte die Volkspartei zusammen mit der bürgerlichen Regierung für ein Burka- und Niqab-Verbot. Frauen müssen Strafe bezahlen und nach hause gehen oder auf das Polizeirevier. Es drohen Strafen von 1000 Kronen (130 Euro). Wer viermal oder öfter gegen das Verbot verstößt, kann eine Geldstrafe von 10 000 Kronen bekommen. [91] 

In Frankreich brüllen "die Männer in gelben Westen", die sich vor allem aus Linken und Muslimen aus den Banlieues zusammensetzen, unüberhörbar antisemitische Parolen. Sie gelten einem älteren Mann in dunklem Mantel, dem Philosophen Alain Finkielkraut. Der 69 Jahre alte Intellektuelle war am Samstag im Montparnasse-Viertel zufällig auf dem Bürgersteig Demonstranten der „Gelbwesten“-Bewegung begegnet und von ihnen erkannt worden. Finkielkraut, der häufig im Fernsehen auftritt, zählt seit 2014 zu den „Unsterblichen“ der Académie française. Die Polizei musste einschreiten, damit der Philosoph unbeschadet seinen Weg fortsetzen konnte. Augenzeugen nahmen die Szene auf und verbreiteten sie in den sozialen Netzwerken. „Ich habe einen absoluten Hass gespürt“, sagte Finkielkraut der Sonntagszeitung „Le Journal du dimanche“. Er sei dankbar gewesen, dass die Sicherheitskräfte so schnell eingegriffen hätten, denn er habe sich bedroht gefühlt. „Unter den ,Gelbwesten‘ ist der Hass auf Juden sehr verbreitet. Ich musste für meine Bekanntheit büßen“, sagte Finkielkraut. Finkielkraut sagte am Sonntag in der Zeitung „Le Parisien“, die Leute, die ihn beschimpften, seien politisch schwer einzuordnen gewesen. Es sei „eine Mischung aus Leuten aus der Banlieue, der extremen Linken und von Bewunderern Alain Sorals“ gewesen. Soral ist ein rechtsextremer Essayist, der 2009 bei den Europawahlen mit einem antizionistischen Programm kandidierte. Mit dem Banlieue-Star Dieudonné arbeitete er 2012 für den Film „L’antisémite“ zusammen, dessen Vorführung beim Filmfestival in Cannes verboten wurde. Dieudonné gilt als„Erfinder“ des Quenelle-Grußes, eine Art umgekehrter Hitler-Gruß. Schon zuvor gab es Berichte, wonach sich ein Teil der „Gelbwesten“-Demonstranten mit dem Quenelle-Gruß untereinander begrüßen. Finkielkraut äußerte, die „Gelbwesten“ hätten auch sein Engagement für den Staat Israel ins Visier genommen. So waren Rufe zu hören wie „Dreckiger Zionist“, „Geh zurück nach Tel Aviv!“ und „Frankreich gehört uns“. Er sagte, sie könnten nicht zu den „ursprünglichen ,Gelbwesten‘“ gehören. Finkielkraut zählte zu den Intellektuellen, die in den ersten Wochen die Anliegen der „Gelbwesten“ verteidigten. Er ist ein ausgemachter Kritiker Präsident Macrons. Vor dem Übergriff hatte er sich in der Samstagsausgabe der Zeitung „Le Figaro“ von der Protestbewegung jedoch deutlich distanziert und ihr „Arroganz“ vorgeworfen. Er erinnerte in dem Gespräch an die Quenelle-Grüße und Parolen, die klar antisemitisch motiviert seien. Im rechten Parteienspektrum stieß der Angriff auf Finkielkraut auf einhellige Verurteilung. Marine Le Pen bezeichnete ihn als „schockierend“. Er zeige, dass die Demonstration der „Gelbwesten“ von Mitgliedern der „antisemitischen extremen Linken“ unterwandert sei, meinte die Vorsitzende des Rassemblement National (vormals: Front National). Der Spitzenkandidat der Republikaner für die Europawahlen, François-Xavier Bellamy, verurteilte den Zwischenfall und verlangte, dass die Täter gefasst und bestraft werden. Die Staatsanwaltschaft in Paris hat Ermittlungen eingeleitet. "Auffällig war hingegen das Schweigen des linken Wortführers Jean-Luc Mélenchon (La France Insoumise). Obwohl der frühere Präsidentschaftskandidat, der 2017 mehr als 19 Prozent der Stimmen errang, im Internet sehr aktiv ist, fehlte jegliche Äußerung von ihm zu dem antisemitischen Zwischenfall. Stattdessen twitterte Mélenchon: „Bravo Gelbwesten!“ Die „Polizeirepression“ habe die Protestbewegung nicht geschwächt. Beim 14. Protestsamstag waren in ganz Frankreich 41500 Demonstranten auf die Straße gezogen, davon 5000 in Paris. Aufmerksamkeit zog der linke Anwalt Jean-Pierre Mignard mit der Äußerung auf sich, Finkielkraut habe den Zwischenfall heraufbeschworen. Es wäre ratsamer gewesen, wenn er sich von der Straße ferngehalten hätte. „Außerdem ist er zum Glück nicht geschlagen worden. Das hätte alles geändert“, twitterte Mignard, der als Anwalt der Familien der Jugendlichen in Clichy-sous-Bois in Frankreich bekannt geworden ist, deren Tod 2005 die Banlieue-Unruhen auslöste. Finkielkraut hat 2013 in seinem Essay „Die unglückliche Identität“ vor den Folgen der Masseneinwanderung gewarnt. "Darin kritisierte er scharf die Neigung der Linken, den Antisemitismus in der Einwandererjugend zu leugnen." [92]

Frühere Präsidenten forderten, der Staat müsse endlich Autorität zeigen. Der erstarkte Antisemitismus sei "eine Folge des von Salafisten und anderen radikalen Predigern propagierten Judenhasses". Während die Franzosen friedlich gegen den Antisemitismus protestierten, nahm die Polizei einen der Männer fest, die den Philosophen Alain Finkielkraut während der „Gelbwesten“-Demonstration in Paris hasserfüllt beschimpft hatten. "Es handelt sich um den 36 Jahre alten Benjamin W. aus Mülhausen (Mulhouse) im Elsass, der zum Islam konvertiert ist und sich seither Souleyman nennen lässt. Der Mann hatte Finkielkraut zugerufen: „Hau ab, dreckiger Scheißzionist, verrecke! Frankreich gehört uns!“ Er beschimpfte den Sohn eines Holocaust-Überlebenden auch als „Drecksrasse“. Nach Angaben der Ermittler steht Benjamin W. im Bann salafistischer Prediger. Sein rötlich gefärbter Bart deutete schon darauf hin, dass er sich den Salafisten zugehörig fühlt. Benjamin W. wurde in Frankreich geboren, seine Mutter ist Französin, sein Vater stammt aus Algerien." Nach Informationen der Ermittler übt er scharfe Kritik an der israelischen Siedlungspolitik und arbeitet seit Jahren für einen Verein zur Hilfe der Palästinenser in Mülhausen. Für diesen Verein reiste er in Lager in den Libanon. Im bürgerlichen Leben verdient er sein Geld mit einem eigenen Telefonladen. "Benjamin W., Vater von fünf Kindern, soll ein großer Fan des „Komikers“ Dieudonné sein, dessen Ein-Mann-Shows für antisemitische Witze und Hetze gegen Eliten und Presse bekannt sind. Die Regierung ist bislang kaum aktiv geworden, um den Einfluss von salafistischen Hasspredigern zu begrenzen. Wie Jean Leonetti, früherer Europaminister (Republikaner) und Bürgermeister von Antibes, am Mittwoch beklagte, gibt es mindestens 150 Moscheen in Frankreich, in denen Hassprediger offen Antisemitismus propagieren. Ein Imam in Toulouse etwa habe den „Krieg gegen die Juden“ gepredigt, ohne dass er behelligt wurde." Nicht nur in Frankreich, auch in anderen europäischen Ländern wie Deutschland gibt es hunderte Moscheen, in denen Islamisten nichts anderes tun als die "Ohren der Unkundigen vollzublasen" mit der "Künstlichkeit ihres Falschredens" (Hilarius) [93]

Immerhin hat der französische Präsident die Ohrenbläserei des Islamismus in scharfen Worten kritisiert. „Der radikale Islamismus“, der ganze Viertel in Frankreich „verderbe“, sei verantwortlich für die „beispiellose Wiederkehr des Antisemitismus“. Noch vor einem Jahr hatte sich Emmanuel Macron gescheut, eine klare Verbindung zwischen dem Einfluss salafistischer und anderer islamistischer Prediger in der Banlieue und dem dort grassierenden Judenhass herzustellen. „Aus Angst, zu stigmatisieren, hat Frankreich Jahre im Kampf gegen den Islamismus verloren“, klagte seinerzeit Joel Mergui, der seit 2008 das jüdische Zentralkonsistorium leitet. Diese Rücksichtnahme auf Franzosen aus dem islamischen Kulturraum scheint Macron nun abgelegt zu haben. "Beim Jahrestreffen des Dachverbands der jüdischen Organisationen CRIF am Mittwochabend fand der Präsident deutliche Worte. Die in der Breitenkultur angelangte islamistische Ideologie habe dazu geführt, dass in vielen Vierteln die jüdischen Mitbürger zu einem „Exodus im Inneren“ gezwungen seien. Laut einer Studie des Meinungsforschers Jérôme Fourquet haben im vergangenen Jahrzehnt 60000 jüdische Franzosen im Großraum Paris ihre überwiegend von Franzosen mit Einwanderungshintergrund bewohnten Wohnviertel wegen Anfeindungen verlassen und sind in Wohngegenden im Westen der Hauptstadt mit geringem Einwanderungsanteil gezogen. Macron sprach jetzt von einer notwendigen „republikanischen Wiedereroberung“ der islamisierten Viertel. Es ist klar, dass "die Ursachenbenennung allein nicht ausreiche. Die jüdischen Organisationen erwarten ein beherztes Eingreifen des Staates. Mit dem Versprechen „null Toleranz“ gegenüber antisemitischen Vorfällen war Kalifat Ende Mai 2016 an die Spitze des Dachverbands gewählt worden. Der 66 Jahre alte Unternehmer, der in Oran in Algerien geboren wurde, lehnt eine Empörung „à la carte“ ab. Er verlangt, dass alle Formen des Antisemitismus geahndet werden, auch jene, die sich hinter der Kritik an Israel verbergen. Den virulenten Antizionismus, der im Milieu der französischen Linken verbreitet ist, hält Kalifat für genauso verheerend wie den traditionellen Antisemitismus der extremen Rechten. Seiner Kindheit in Algerien als Sohn eines Polizeiinspektors verdankt er eine gute Kenntnis der Vorurteile, die etliche Muslime gegenüber Juden hegen. Nach der Unabhängigkeit Algeriens 1962 übersiedelte die Familie nach Paris – auch um dem Risiko der Anfeindungen zu entgehen. Kalifat engagierte sich in seiner Jugend in der weit rechts angesiedelten zionistischen Organisation „Betar“. Später leitete er die Föderation der zionistischen Organisationen FOSF. 1984 wurde er in den Crif-Vorstand gewählt, der damals noch fest in den Händen früherer Widerstandskämpfer war. Doch eine Wiederkehr des Faschismus fürchtet Kalifat viel weniger als den Judenhass in den Einwanderungsgenerationen." Hetzer wie der islamische Komiker Dieudonné und der Intellektuelle Alain Soral dürften sich nicht länger auf das Recht auf freie Meinungsäußerung berufen, um ihre antisemitische Propaganda zu verbreiten, sagte Kalifat. Aber auch die Gruppen, die zum Boykott israelischer Waren oder des Eurovision-Wettbewerbs in Israel aufrufen, beförderten den latenten Hass auf die Juden. [94]

Damals, nach dem durch Ajatollah Chomeini ausgesprochenen Todesurteil, hielten es viele britische Kommentatoren für angemessen, eine Ausdehnung der Strafbarkeit von Gotteslästerung auf die Beleidigung des Islams vorzuschlagen. Rushdies Autobiographie „Joseph Anton“ (2012), die von seinen Erfahrungen in dieser Zeit berichtet, bietet einen zutiefst ernüchternden Blick darauf, wie Politiker und Intellektuelle auf der linken wie auf der rechten Seite des politischen Spektrums nicht die intoleranten Religionsfanatiker, sondern die „unnötig verletzenden“ Äußerungen des Autors als den Kern des Problems ausmachten. Allgemein setzte sich nach dem Mord an Theo van Gogh eine Deutung durch, die sich bei den vielen islamistischen Terroranschlägen, die Europa in den Jahren danach heimsuchten, jedes Mal wiederholte. Die Ursachen für den Terror hätten nichts zu tun mit den Bevölkerungsgruppen, aus denen die Täter hervorkommen, oder mit der Religion, die sie inspiriert, sondern seien der Gesellschaft, die sie angreifen, zuzuschreiben. Heute löst daher das Wort Ajatollah bei den meisten Leuten eine Art "Pawlowschen Reflex aus: den der Abwehr; wachsame Blicke, gerunzelte Stirn. Islamische Geistliche haben zurzeit wenig Kredit." Wie sieht ein typischer Ajatollah aus? "Seyyed Muhammad Ali Ayazi, ein asketischer Mann mit bescheidenem Auftreten, mit ruhigen Bewegungen, leiser Stimme und weichen Gesichtszügen. Weißer Bart, schwarzer Turban, der ihn als Abkömmling des Propheten ausweist, dunkles Gewand, helles Hemd, brauner Umhang, keine Schuhe. Im Jahr 1979 kam er mit Chomeini aus dem französischen Exil zurück. Er kennt Ali Chamenei gut aus seiner Studienzeit im ostiranischen Maschhad und ist in Ghom bestens vernetzt. An drei Tagen pro Woche unterrichtet er an einer der Universitäten, drei Tage widmet er sich theologischen Studien und Gesprächskreisen mit Kollegen." Er schreibt sogar Bücher, in denen er vom Islam schwärmt und wie man ihn durch Ohrenbläserei verbreiten kann. "Es gebe, sagt Ayazi, wohl einige hundert Ajatollahs im Land, über hundert Religionsschulen und mehr als vierhundert theologische Hochschulen allein in Ghom, dazu gut zweihundert Verlage religiöser Schriften. Unter den aktuell etwa knapp neunzigtausend Studenten der Stadt seien siebzehntausend Frauen." Natürlich war er gegen den Protest auf der Straße, sonst hätte er im Iran wohl kaum eine Karriere als Ajatollah machen können: "Muhammad Ali Ayazi, Theologieschule, Koranstudium, Rechtsgelehrter. Ehefrau, sechs Kinder, drei Mädchen, drei Jungen." Die "Ohren der Unkundigen vollzublasen" mit der "Künstlichkeit ihres Falschredens" (Hilarius) funktioniert bei vielen Ajatollahs nach dem gleichen Muster: "Der Ajatollah empfängt auch Touristen bei sich zu Hause, ein deutscher Studienreiseveranstalter organisiert das. Warum? Es freue ihn, sich mit anderen auszutauschen, sagte Ayazi, er wolle dabei ein realistischeres Bild seiner Religion vermitteln, als dies vorherrsche. Bei seinen Reisen in den Westen habe er oft Islamophobie gespürt, die würde er gerne abzubauen helfen." Der islamische Gelehrte meint, man habe zwar nicht die gleiche Kleidung, nicht dieselbe Religion, aber vielleicht eine "gemeinsame Ethik, eine Idee von Gut und Böse, richtig und falsch", was aber nicht zutrifft, wie schon Hilarius, Ambrosius, Leibniz, Thomas von Aquin oder Cusanus herausgefunden hatten. [95]
 

Heimischer Dschihadismus; kritische Haltung zum Islam als „Phobie“; Political Correctness, Meinungsfreiheit und Demokratie 

Soviel zum heimischen Dschihadismus in Spanien: "Die Abkürzung „11M“ genügt bis heute, um in Spanien traumatische Erinnerungen wachzurufen. Sie steht für den 11. März 2004. Um 7.37 Uhr explodierten die ersten Sprengsätze in mehreren Vorortzügen des Madrider Atocha-Bahnhofs. 193 Menschen kamen ums Leben, fast 2000 Personen wurden verletzt. Es war der verlustreichste Terroranschlag in Europa seit den Angriffen in den Vereinigten Staaten am 11. September 2001." Am „11M“ erreichte der dschihadistische Terror Westeuropa mit voller Wucht. Eta hat sich mittlerweile aufgelöst. Nach Einschätzung der spanischen Regierung stellen islamistische Terroristen die größte Gefahr für die nationale Sicherheit dar. Mit den Attentätern vom Atocha-Bahnhof haben die Dschihadisten dabei nur noch wenig zu tun. Der spanische Terrorismus-Forscher Fernando Reinares beobachtet eine „große Transformation des Dschihadismus“, der sich immer stärker in ein „einheimisches Phänomen“ verwandele. Acht der 18 im Jahr 2007 zum Teil zu jahrzehntelangen Freiheitsstrafen verurteilten Attentäter sitzen in spanischen Gefängnissen. Bis auf eine Ausnahme waren die insgesamt fast 30 Täter Einwanderer der ersten Generation; die meisten von ihnen stammten aus Marokko. Ganz anders setzte sich die Terrorzelle zusammen, die im August 2017 in Katalonien zuschlug. Ihre Mitglieder waren mit Ausnahme ihres Anführers Kinder marokkanischer Einwanderer, gehörten also der zweiten Generation an: Sie wuchsen fast alle in der katalanischen Kleinstadt Ripoll auf. Statt nach Syrien oder in den Irak zu gehen, töteten sie auf dem Ramblas-Boulevard in Barcelona und im Badeort Cambrils 16 Menschen. "Die 13 jungen Mitglieder der katalanischen Terrorzelle sind für Fernando Reinares ein Beispiel dafür, wie Rekrutierung und Radikalisierung heute verlaufen. In seiner neuen Dschihadismus-Studie für das Madrider Elcano-Institut stellt er fest, dass das Internet dabei eine geringere Rolle spiele als oft vermutet. Bis zu 70 Prozent mache der direkte Kontakt zu „Radikalisierern“ aus. Das können dschihadistische Aktivisten oder religiöse Figuren aus der Verwandtschaft, der Nachbarschaft und dem Freundeskreis sein. Radikalisierung verläuft in Spanien demnach eher in Gruppen; „einsame Wölfe“ sind bisher nicht aufgetaucht. Netzwerke entstanden besonders in kleineren Städten, etwa in den spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla sowie in Katalonien, das einen weiteren Schwerpunkt bildet. In Katalonien gehörten vier Brüderpaare der Zelle an, die der aus Marokko stammende Imam Abdelbaki Es Satty in dem Bergort Ripoll um sich geschart hatte. In weniger als einem Jahr wurden sie zu Dschihadisten, die ein Massaker anrichten wollten. Der Ramblas-Attentäter konnte kein Arabisch und soll Schwierigkeiten mit den rituellen Gebeten gehabt haben. Keiner von ihnen hatte versucht, sich der Terrormiliz „Islamischer Staat“ anzuschließen. Ähnlich wie für die Dschihadisten in Deutschland und Frankreich bedeuteten die Arabellion, die im Jahr 2011 begann, und der danach beginnende Bürgerkrieg in Syrien auch für die spanische Islamistenszene einen weiteren Wandel. Gut 5000 Europäer schlossen sich Terrororganisationen wie dem „Islamischen Staat“ an; sie gingen nach Syrien, in den Irak, einige auch nach Mali und auf die Philippinen. Aus Spanien waren es nach den jüngsten Zahlen des spanischen „Zentrums zur Bekämpfung von Terrorismus und Organisierter Kriminalität“ (Citco) 239 Personen. „Spanien ist damit weniger betroffen als zum Beispiel Frankreich, Deutschland und Britannien. Selbst in Dänemark war ihr Anteil an der Bevölkerung höher“, sagt Carola García-Calvo, die an der Elcano-Studie „Dschihadismus und Dschihadisten in Spanien“ mitgearbeitet hat. Wie schon bei den Attentätern auf dem Atocha-Bahnhof und in Katalonien stellen die Dschihadisten marokkanischer Herkunft unter den IS-Kämpfern mit achtzig Prozent die größte Gruppe. Von dem gesamten Kontingent aus Spanien halten sich laut Citco noch 130 im Nahen Osten auf, 61 sind ums Leben gekommen, 21 nach Spanien zurückgekehrt, und 12 von ihnen sind in Haft." Bisher stellen die Rückkehrer nur eine kleine Gruppe in spanischen Gefängnissen. Dort sitzen derzeit 139 Dschihadisten und weitere 130 Muslime ein, die als radikalisiert gelten. Das sind mehr als die 230 Eta-Mitglieder in spanischen Gefängnissen. Und die Zahl der einsitzenden Islamisten steigt: [96]

Man kann fragen, "wo bleibt denn eine gemeinsame Erklärung aller muslimisch regierten Staaten vor der UN, mit der sie sich von den nahezu täglichen islamistischen Terrorverbrechen distanzieren und der islamfreien Welt ihre tatkräftige Unterstützung bei der Abwehr solcher Verbrechen verbindlich zusagen, die angeblich mit dem Islam – also ihrer Staatsreligion – nichts zu tun haben? Wo bleiben entsprechende Aufforderungen der Europäischen Union und der UN an diese Staaten, entsprechend zu verfahren?" Man kann auch fragen warum "mittlerweile eine kritische Haltung zum Islam als „Phobie“ – also krankhafte Angstentwicklung – denunziert werden kann" und warum diese Entwicklung sogar vom Staat unterstützt wird. Alain Finkielkraut hat es treffend beschrieben: Political Correctness – nicht sehen wollen, was zu sehen ist. [97]

Statt sich an Aristoteles oder die christliche Scholastik zu halten, wird die Meinungsfreiheit beschnitten und die politische Korrektheit beschworen. Kritiker sagen "Der Ungeist der politischen Korrektheit metastasiert sich gerade durch Universitäten, den Kulturbetrieb, Redaktionsstuben bis hin in die Politik. Was ist dem entgegenzusetzen?" Dabei ist seit Aristoteles klar: Die freie Debatte über alle Themen dient der Wahrheitsfindung, sie schützt den Prozess der Kollision unterschiedlichster Perspektiven (also von Meinungen, basierend auf Fakten), gleichgültig ob diese provokant, verletzend oder wertlos daherkommen. Da es seit je unpraktikabel war, die Wahrheitsfindung
top-down zu organisieren, verständigte man sich auf einen Prozess der Erkenntnisgewinnung durch alle in einem Verfahren, welches seit Aristoteles und dem Christentum massgeblich vom Logos bestimmt ist. "Praktisch umgekehrt ist der Prozess aus Sicht der Political-Correctness-Bewegung. Hier steht die Wahrheit in Form der Doktrin bereits fest, weshalb sich Debatten im Grunde erübrigen. Der Debattenraum wird im Namen einer Ideologie somit erst teilprivatisiert und dann schrittweise universalisiert, bis der Privatstandard der Doktrin als einzig neuer zulässiger Meinungskorridor erscheint." Der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Czeslaw Milosz hat den Prozess des «Verführten Denkens», also der Anpassung von Intellektuellen an ein herrschendes Dogma – in seinem Fall des Kommunismus –, eindrücklich beschrieben. Sie schlucken die «Murti-Bing-Pillen» der Doktrin und umkreisen wie die Nachtfalter erst vorsichtig die Kerze, um sich dann schliesslich in die Flamme zu stürzen. Gerade sehen wir, dass es das verführte Denken auch in Demokratien gibt. Und es gedieh – höchst blamabel für alle Beteiligten – ursprünglich an Universitäten, dem Ort des Geistes par excellence. Dies ganz ohne äusseren Zwang, durch eine verhätschelte Millennial-Generation, die durch Vermeidung von Kollisionen mit unangenehmen Ideen auch ihren Anspruch aufgegeben hat, überhaupt etwas zu lernen. Die «Furcht vor der Freiheit» hat eine Flucht ins Revolutionäre, Autoritäre oder Konformistische zur Folge, wusste Erich Fromm, und er scheint bei den Kindern und Kindeskindern der 68er mit seiner These noch einmal recht zu bekommen. Ein Teil der Linken auch aus der Frankfurter Schule "findet in der Political-Correctness-Bewegung offenbar das gedeihlichste Feld für die eigene Selbstdemontage bei gleichzeitiger Befriedigung von Allmachtsphantasien." [98]

Ziel muss es sein, den Debattenraum wieder von der Sektiererei durch falsche Propheten zu befreien und die eigene Geschäftsgrundlage zu verteidigen. Meinungsfreiheit ist das Recht auf Gehör des Exzentrikers, nicht das Privileg des Mächtigen. Denn wie oft ist Konsens gleich Nonsens? Demokratie stirbt, wenn sich niemand mehr für ihre Grundlagen einsetzt. Hier ist deshalb insbesondere die Pädagogik gefragt. Um dem Vakuum der Lehrpläne in Sachen praktisches Demokratietraining und Standpunkt-Diversität (die diesen Namen verdient) etwas entgegenzusetzen, haben Wissenschafter in einer Zusammenarbeit Übungsprogramme gestellt. Die militant-korrekte Linke, allen voran die Granden der Political Correctness wie Merkel, Nahles, Maas & Co. tun sich mit ihrem derzeitigen Todestanz nicht nur selbst keinen Gefallen, sondern betreiben auch noch ein Rekrutierungsprogramm für autoritäre Kräfte. Sie sollte sich wieder auf die Fahnen schreiben, was der Künstler Joseph Beuys als Postulat an seine Studenten formulierte: «Wer nicht denken will, fliegt raus!» [99]
 

Unreflektierte Islamkunde und Geschichtsklitterung bei Harvard-Islamwissenschaftlerin Annemarie Schimmel; unter dem Deckmantel der objektiven Wissenschaftlichkeit propagiert die Orientalistik-Professorin unverhüllt die Ideologie des islamischen Fundamentalismus

Die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels sollte 1995 der Höhepunkt ihrer akademischen Karriere werden - und stürzte die Orientalistin von Weltruf in ein Fegefeuer der Kritik, das ihr Renommee aufzehrte. Zum Verhängnis war der deutschen Harvard-Islamwissenschaftlerin ihre Äußerung geworden, mit seinem Roman "Die satanischen Verse" habe der von muslimischen Fanatikern mit dem Tode bedrohte Autor Salman Rushdie auf eine "sehr üble Art die Gefühle" gläubiger Muslime verletzt. Damit rechtfertigte sie die menschenverachtenden Auswüchse des islamischen Fundamentalismus, was sie aber nicht einsehen wollte. Sie entschuldigte sich damit, "absolut unpolitisch" zu sein. Vor allem über die Mystik des Islam lehrte sie in Marburg, Bonn, Ankara und Harvard und lockte dort Islamisten an die Universitäten und ließ sie Dorktorarbeiten schreiben; seitdem war der Begriff der Geschichtsklitterung nicht nur an islamischen Universitäten präsent, sondern breitete sich auch in Harvard, Bonn und anderen Städten aus. [100]

Annemarie Schimmel ist mehr als nur "naiv und unpolitisch", sie ist Mitarbeiterin bei staatlichen iranischen Propaganda-Organen und überzeugte Islamistin. "Muss die Bonner Professorin den renommierten Friedenspreis zurückgeben? Wird sich die Jury des Börsenvereins im letzten Augenblick eines Besseren besinnen? Und wird Bundespräsident Herzog Deutschland die Peinlichkeit ersparen, am 15. Oktober ausgerechnet in der Paulskirche zu Frankfurt ausgerechnet den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels einem Menschen zu verleihen, der mit den antiaufklärerischen und antidemokratischen Feinden der Meinungsfreiheit sympathisiert?" Proteste gab es aus dem In- und Ausland, darunter Elisabeth Badinter, die deutschen Autorinnen Ralph Giordano, Herta Müller und Johannes Mario Simmel. Am 5. August 1995 meldete die "Süddeutsche Zeitung", der Aachener Buchhändler Peter Klein habe eidesstattlich erklärt, dass sich Annemarie Schimmel 1989 in einem ausführlichen Gespräch mit ihm "vorbehaltlos für die Fatwa gegen Salman Rushdie ausgesprochen" hatte: "Sie hat mir im Laufe des Abends unmissverständlich deutlich gemacht: sie unterstützt, befürwortet diesen Mordaufruf." Gleichzeitig berichtete die SZ, dass der Geschäftsführer des Schriftstellerverbandes PEN, Manfred Schlösser, Frau Schimmel aufgefordert hat, den Preis abzugeben: "Wir sind der Meinung, dass es dem Frieden enorm dienen würde, wenn Frau Schimmel diesen Preis weiterreichen würde an diejenigen, die wegen ihrer Religionsauffassung in Gefängnisse gesperrt werden oder wie Salman Rushdie vom Tode bedroht werden." Die Originaltexte der umstrittenen Friedenspreiskandidatin zeigen, dass Schimmels Sympathie-Erklärung für die Rushdie-Killer keineswegs ein "Ausrutscher" war, sondern Teil ihres Universums ist. Aus diesem Denken hatte die als "naiv und schwärmerisch" geltende Orientalistin bisher kein Geheimnis gemacht. Das zeigt nicht nur ihr so entwaffnend offenes Gespräch mit dem Buchhändler, sondern auch ihre "Einführung in den Islam", die sie 1990 in der Reihe "Reclam-Wissen" veröffentlichte. "Unter dem Deckmantel der objektiven Wissenschaftlichkeit propagiert die Orientalistik-Professorin darin unverhüllt die Ideologie des islamischen Fundamentalismus: Sie bekennt sich als schriftgläubige Anhängerin Mohammeds. Für den "Umschwung im Iran" oder andere totalitäre Regimes und terroristische Gotteskrieger findet sie kein einziges kritisches Wort. Dafür wirbt sie wortreich um Verständnis für den "Fundamentalismus" (den sie grundsätzlich in Anführungsstriche setzt). Seit 1989, dem Jahr der Rushdie-Fatwa, gibt die iranische Botschaft eine "Zeitschrift für islamisch-iranische Kultur" heraus, in der die in Bonn wohnende deutsche Professorin regelmäßig veröffentlicht." Zum 70. Geburtstag erschien ein l0-seitiger Jubelbericht in dem staatlichen Propaganda-Organ der Folterdiktatur Iran über Schimmel.  "Wer im Frühjahr 1989 die Zeitungsveröffentlichungen verfolgte, die sich mit Salman Rushdies Satanischen Versen befassten, bemerkte, dass kaum je der Grund für die Empörung nicht nur Ayatollah Khomeinis und weiterer muslimischer Kreise richtig verstanden wurde", schrieb Schimmel in einem ihrer Bücher. Die Friedenspreisträgerin billigt die Todesstrafe für sogenannte "Gotteslästerer" ebenso wie die Klitorisverstümmelung für Frauen. In ihrem  Buch "Die Zeichen Gottes" erwähnt sie die von Frauen in der ganzen Welt verzweifelt bekämpfte Klitorisverstümmelung: "Beschneidung von Frauen wird in gewissen Kreisen praktiziert, weil ein Hadith von der 'gegenseitigen Berührung der beiden beschnittenen Teile' spricht, wonach Vollwaschung erfolgt. Sie (...) wird als öffentliches Fest gefeiert." Und zur Scharia, dem mörderischen "Gottesgesetz", zitiert sie einen gewissen Kaschani, für den die Scharia ein "Gewand" ist, das "die hässlichen Züge der rationalen Seele in Ordnung bringt". Der Islamismus scheint auch der deutschen Professorin die zwingende Antwort auf die "übertriebene Modernisierung" und die "Zerrbilder, die von der westlichen Zivilisation ausgehen". Die "Rettung" kann nur von einer "Rückkehr zu den altehrwürdigen Zeiten des Propheten" kommen. So manchem Mitglied der Friedenspreis-Jury ist schon seit längerem flau bei dem Gedanken an die eigene Entscheidung. Einige der insgesamt elf Jurymitglieder versuchen seit Wochen, die Preisjury des deutschen Buchhandels zu einem zweiten Treffen und zum Überdenken der Entscheidung zu bewegen vergebens. Kein Wunder, outete sich doch Gerhard Kurtze - Vorsitzender des Börsenvereins und Geschäftsführer des Hamburger Grossohauses Wegner & Co. (ein Buch-Grossist) und Vorsitzender der Preisjury - in der "Zeit" als Schimmel-Befürworter. Zwei weitere sind die als "erzkonservative Katholiken" bekannten Professor Hans Maier (Ex-CSU-Minister und langjähriger Vorsitzender des "Zentralrats deutscher Katholiken") und Professor Wolfgang Frühwald (Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und langjähriges Mitglied des Auswahlgremiums der Bischöflichen Begabtenförderung Cusanuswerk). Beide Professoren haben einen Lehrstuhl in München. Die bayerische Metropole wiederum gilt nicht nur als Hochburg des konservativen Katholizismus, sondern unter Kennern auch als "Hochburg der Islamisierung" in Deutschland. Auch kritische Christen sind über den Schulterschluss beunruhigt. Ein katholischer Pater, der - wie fast alle Gesprächspartner im Zusammenhang mit der Schimmel-Nominierung - nicht genannt werden möchte, spricht im Zusammenhang mit Maier und Frühwald von der "katholischen Mafia". Er hält den Ex-CSU-Minister und Schimmel-Freund für "einen Scheinliberalen, der in Wahrheit ein Anti-Modernist ist und vermutlich dem Opus Dei nahe steht". Dem katholischen Geheimbund Opus Dei nahe stehen soll auch Frühwald. Beide Herren verteidigten Schimmel nach der Nominierung im "Rheinischen Merkur", Forum des konservativen Katholizismus, gegen die "Hexenjagd" und priesen ihren Schützling als "zutiefst unpolitischen und zutiefst religiösen" Menschen. KennerInnen der Szene beobachten seit geraumer Zeit und mit wachsender Sorge den Zusammenschluss der Gotteskrieger aller Couleur zu einem "gemeinsamen Kampf gegen den Unglauben und gegen die Aufklärung" (so ein katholischer Geistlicher). Als 1989 der Gottesdiktator Khomeini starb, schickte der Papst aus dem Vatikan einfühlsame Worte des Beileids. Fünf Jahre später, zur Weltbevölkerungskonferenz 1994 in Kairo, agierten die Ayatollahs und Woytila, also Papst Johannes Paul II., erstmals offen zusammen, was später Papst Franziskus weiterführen sollte. [101]

Man spricht von der "heiligen Allianz" der Gotteskrieger. Seit einigen Jahren nun ist der "christlich-islamische Dialog" auch in Deutschland angesagt. Dabei geht es den Dialogisierenden vor allem um eine "Islamisierung der Moderne". Führend bei dieser "Annäherung" sind fundamentalistische Christen und Linke. Ihre "verordnete Fremdenliebe" (so Araber und Islam-Experte Bassam Tibi) und "pathologische Umarmung" (so Ralph Giordano) hat auch in Deutschland längst beklemmende Züge angenommen. Jede Fundamentalismuskritik wird als "rassistisch" mundtot gemacht. Eine Art von Meinungsterror, der in der Geschichte immer Vorbote physischen Terrors war. Das Bündnis zwischen totalitären Fundamentalisten, übereifrigen Christen und linken Autonomen scheint bereits geknüpft zu sein und wirksam zu funktionieren. Deutsche Intellektuelle wagen es kaum noch, zu reden; Uni-Professoren baten eingeschüchtert um das Verschweigen ihrer Namen. Denn wenn sie es wagen, den Fundamentalismus zu kritisieren, hagelt es Rassismus-Vorwürfe, Vorlesungsboykotte, Denunzierungs-Flugblätter. "Emma wurde ja im Sommer 1994 zum ersten mal in ihrer Geschichte tätlich angegriffen. Maskierte Frauen zerstörten Computer. Vorwurf: Emma sei "rassistisch", Anlass: unsere Fundamentalismus-Kritik." Wie nun geriet die als "versponnen", "weltfremd" und "unpolitisch" geltende deutsche Professorin Schimmel in diese Kreise? Der Lebenslauf gibt einige Hinweise. Annemarie Brigitte Schimmel wird am 7.4.1922 in Erfurt "als Tochter des Obertelegrapheninspektors Paul Schimmel und seiner Ehefrau Anna" geboren, von der die Tochter an anderer Stelle sagt, sie komme "aus rigider protestantischer Tradition". Bereits im Alter von zehn Jahren verschlingt die Früherweckte sehnsüchtig "Gottes Wort in vielen Sprachen" der "British Bible Society". Ab 15 nimmt das romantisierende Mädchen Privatunterricht in Arabisch. Mit 16 macht sie Abitur. Danach absolviert sie den üblichen "Arbeitsdienst". 1940 beginnt die 18jährige, in Berlin Arabistik und Islamwissenschaft zu studieren. Bereits anderthalb Jahre später, mit 19, legt sie ihre Doktorarbeit vor: 171 Seiten über "Die Stellung des Kalifen und der Kadis am Ausgang der Mamelukenzeit". Die Mameluken sind zum Islam bekehrte türkisch-kaukasische Kauf-Sklaven im Ägypten des 9. Jh. (nach christlicher Zeitrechnung). Es fällt der jungen Frau auch nicht schwer, wie so viele aus ihrem Fach in den Jahren 1941 bis 1945 für Hitlers Aussenministerium als Übersetzerin zu arbeiten. In einem 1993 für Amerika geschriebenen autobiographischen Text, "A Life of learning", blickt Schimmel zurück: "Die dunklen Wolken des Krieges wurden immer schrecklicher, der Bombenhagel verstärkte sich ich erinnere mich daran, wie ich einmal vier Stunden durch brennende Häuser stolperte auf der Suche nach einem vermissten Kollegen (...). Doch in jeder freien Minute blieb ich meinen Mameluken treu, über die ich habilitierte." Genau dieses Wegsehen, Verdrängen und die Flucht in verklärte Vergangenheit praktiziert Schimmel bis heute. So wie sie die Verbrechen der Hitlerzeit, mit denen sie in Berlins und im Aussenministerium reichlich konfrontiert gewesen sein muss, nicht sehen wollte und lieber in die Schwärmerei für persische Gedichte flüchtete; so will sie bei Vortragsreisen durch den Iran nichts wissen von der Entrechtung der Frauen, der Verletzung der Menschenrechte, dem Terror der im Namen Gottes Folternden ("Ich hatte im Iran nie Probleme als Frau"). Doch in den 80er Jahren geht Annemarie Schimmel noch einen Schritt weiter. Nun verschreibt sie sich offen der Politik: Die bis dahin als "weltfremd" geltende Professorin schlägt sich auf die Seite der Islamisten. 1989 schreibt sie eine als "wissenschaftlich" verbrämte Eloge auf den Islamismus und veröffentlicht regelmäßig im "Spektrum Iran", herausgegeben von der iranischen Botschaft. 1992 preist sie in ihrem Vorwort das Buch "Der Islam als Alternative", dessen Autor, der zum Islam konvertierte deutsche Ex-Botschafter Murad Hofmann, gegen die Demokratie und für den Gottesstaat, die Scharia, für Polygamie und die Prügelstrafe für Frauen plädiert. [102]

An der Universität Bonn lehrte sie von 1961 bis 67; noch heute ist Bonn eine Hochburg der Islamisten in Deutschland. "Danach war die in Mystik spezialisierte Orientalistin bis zum Ruhestand Dozentin in Harvard (ein reicher Inder hatte Geld für die Dozentur gestiftet). In Pakistan wird Schimmel hoch verehrt, da sie die Schriften des pakistanischen Mystikers Iqbal (Dichter u. Politiker, 1873/77-1938) besser kennen soll als die Pakistani selbst. Sogar eine prächtige Allee in Lahore ist nach der Deutschen benannt... Im Herzen Gott und Mohammed. Jedem, der wagt, den Propheten zu kritisieren, pflegt Annemarie Schimmel zu antworten: "Ich liebe ihn!" Interessant ist übrigens auch, wie Frau Schimmel es mit den Frauen hält. Auch hier nimmt sie den schönen Schein für Wirklichkeit und übersieht geflissentlich die garstige Realität. Männer verehrt die Schleier-Freundin ("uralter Brauch") ehrfürchtig als Propheten oder Lehrer und hat auf ihren Reisen in den Orient selbst immer wie ein Mann gelebt. Aber so richtig herzlich wird der Ton in ihren Berichten nur, wenn es um Frauen geht: um "Mama", mit der sie Jahrzehnte lang auf Abenteuerreisen geht, oder um eine der wunderschönen Freundinnen, die in ihren Büchern abgebildet sind. Probleme der Frauen im heutigen Islam, im Iran oder anderen fundamentalistischen Diktaturen? Nein, davon will Annemarie Schimmel nur wenig wissen." Der Friedenspreis für Annemarie Schimmel ist nicht nur eine Ohrfeige für alle Frauen! Er ist auch eine Verhöhnung aller demokratischen Kräfte, die weltweit kämpfen, um dem totalitären Islamismus, der oft im Gewand des gemäßigten Islam daherkommt, Einhalt zu gebieten. [103]

In ihrer Autobiographie "Morgenland und Abendland. Mein west-östliches Leben" hält sie Rückschau auf ein Gelehrtenleben, das sich in mehr als hundert Buchpublikationen, darunter viele den Islam verherrlichende, geschichtsklitternde Werke, und zahllosen nationalen wie internationalen Ehrungen erfüllt. Einem breiteren Publikum wurde sie bekannt, als sie 1995 den Friedenspreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels erhielt und wegen strittiger Äusserungen der Preisträgerin zum Fall Rushdie ein öffentlicher Wirbel entstand, der bisweilen an ein regelrechtes Kesseltreiben erinnerte. Es ist keine Autobiographie, die Geheimnisse enthüllte oder gar als individuelle Beichte gedacht wäre, sondern eine typische Gelehrtenbiographie. Allzu Persönliches ist ihr "haram - tabu", wie die Muslime sagen. Im munteren Plauderton beschreibt die Orientalistin die Stationen ihres Lebenswegs. Die Tochter eines Beamten, 1922 in Erfurt geboren, erwies sich schon früh als hochbegabt, wurde im protestantischen Elternhaus durch typisch bildungsbürgerliche Anregungen auf den Feldern Literatur und Musik gefördert, bewahrte sich eine Abneigung gegen Bach, begann mit fünfzehn Arabisch zu lernen, promovierte mit neunzehn und war mit dreiundzwanzig Jahren schon Professorin und jünger als die meisten ihrer Studenten. Während des Krieges war sie im Auswärtigen Amt als Übersetzerin tätig. Für immer geprägt wurde die Gelehrte, als sie 1953 nach Ankara gerufen wurde. Für den Rezensenten sind ihre Schilderungen der Türkei in jenen Jahren fast der interessanteste Teil dieser Memoiren. Die junge, in rapider Säkularisierung begriffene Republik scheute nicht davor zurück, eine Frau und Christin als Dozentin für Religionswissenschaft an die frisch gegründete Theologische Fakultät (Ilahiyat Fakültesi) der Universität Ankara zu berufen. Vor allem die Stadt Konya (das antike Ikonium) wird sie nicht zu beschreiben müde, wandelte sie dort doch auf den Spuren eines ihrer Favoriten, des mystischen Dichters und Denkers Maulana, Mevlana Celalettin Rumi (1207 bis 1273), der dort unter der türkisfarbenen Kuppel ruht. Im Kontakt mit den einfachen Leuten verstand sie konkret, was Mystik und Volksislam miteinander verbindet. Was die Adeptin des Religionswissenschaftlers Friedrich Heiler und des Orientalisten und Kulturphilosophen Hans Heinrich Schaeder zunächst theoretisch erworben hatte, wurde nun einsichtig. Für Orientalisten interessant sind ihre Begegnungen mit der konservativen Dichterin Samiha Ayverdi, mit dem progressiven Lyriker Behçet Necatigil, mit den Romanciers und Erzählern Samim Kocagöz und Hasan Ali Yücel, mit dem Maler und Dichter Bedri Rahmi Eyüboglu, dem Mystik-Forscher Abdülbaki Gölpinarli und vielen anderen. Für die Türkei waren diese fünfziger Jahre eine Zeit größerer demokratischer Öffnung, in der man wieder begann, die unter Atatürk eingeschränkten, zuweilen auch unterdrückten Traditionen unbefangener zu sehen, ja sie teilweise wiederzubeleben. Seit den sechziger Jahren bis zu ihrer Emeritierung 1991 wirkte Annemarie Schimmel als Professorin in Bonn und Harvard. Ihre Schüler lehren auf fast allen Kontinenten und verbreiten dort ihren als Mystik getarnten Islamismus, bzw. unter dem Deckmantel der objektiven Wissenschaftlichkeit unverhüllt die Ideologie des islamischen Fundamentalismus. [104]
 

Mittelalterlicher Kinderschreck, Synonym für den Teufel: Mahound

Salman Rushdie, dem vom Massachusetts Institute of Technology die Ehrendoctorwürde, 1996 der Aristeion-Literaturpreis der EU für sein Gesamtwerk zuerkannt und 2008 von der Queen zum Ritter geschlagen wurde, erzählt in dem komplexen Roman „Die satanischen Verse“ die surreale Geschichte von zwei Indern, die auf dem Flug nach London als Einzige einen Terroranschlag überleben. Während sich der Stimmenimitator Saladin Chamcha danach für einige Zeit in ein Monster mit teuflischen Zügen verwandelt, was an die historische Figur des Sultan Saladin erinnert, mutiert der durch Theologicals berühmt gewordene Schauspieler Gibril zum Erzengel Gabriel und leidet sowohl unter Albträumen als auch schizophrenen Wahnvorstellungen. Wahn, Traum und Wirklichkeit sind dabei kaum noch zu unterscheiden. Die eigentliche Handlung erzählt Salman Rushdie in den Kapiteln I, III, V, VII und IX. In den Kapiteln dazwischen schildert er Gibrils Träume. Mit Sprachkraft und orientalischer Lust am Fabulieren türmt Salman Rushdie in der Romansatire „Die satanischen Verse“ ein fulminantes Gewirr fantasievoller, grotesker und wahnwitziger Geschichten auf. Weit ausschweifend denkt er sich fortwährend neue Nebenfiguren und -handlungen aus. Mühelos springt er zwischen Indien, Arabien und England, surrealer Wirklichkeit, Wahnvorstellungen und Trauminhalten hin und her. Das zentrale Thema des Romans „Die satanischen Verse“ ist die Dichotomie islamischer Irrglaube und Zweifel. Es geht aber auch um die Gegensätze Gut und Böse, Liebe und Hass, Rache und Vergebung, Wahn und Rationalität, Kompromisslosigkeit und Pragmatismus, Orient und Okzident. Der Titel „Die satanischen Verse“ bezieht sich auf Mahounds Botschaft über die Verehrung von drei weiblichen Götzen, die ihm vom Teufel eingegeben wurde und die er nach wenigen Tagen widerruft. Dass Salman Rushdie in „Die satanischen Verse“ auf Mohammed und den Islam anspielt, ist unverkennbar, auch wenn er den Propheten Mahound und dessen Geburtsort nicht Mekka, sondern Jahilia nennt. Salman Rushdie stellt Mahound kritisch dar. Das betrifft nicht nur sein Verhältnis zu Frauen, sondern vor allem seine Offenbarung, die ein Schreiber verfälscht, ohne dass der Prophet es merkt, die auch nicht von Gott eingegeben wird, sondern von einem Engel, bei dem es sich um nichts als eine Projektion von Mahounds Innerem handelt. Fanatische Moslems empörten sich über die Darstellung des Propheten in „Die satanischen Verse“. Dazu kam, dass die groteske Figur eines Imam im Exil als Karikatur des Ayatollah Ruhollah Khomeini (1902 – 1989) aufgefasst werden konnte, der 1978/79 die Islamische Revolution im Iran ausgelöst hatte. Ayatollah Khomeini verhängte am 14. Februar 1989 die Fatwa gegen Salman Rushdie und setzte ein Kopfgeld für die Vollstreckung aus. Aufgrund der Bedrohung gründeten achtzig Verlage eigens den „Artikel 19 Verlag“, um 1989 eine deutschsprachige Ausgabe der „Satanischen Verse“ herauszugeben. Der Name des Verlags, der nur diesen einen Titel veröffentlichte, bezog sich auf den Artikel in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, in der das Grundrecht auf Meinungsfreiheit verankert ist. Der Übersetzer zog es vor, anonym zu bleiben. Auf andere Übersetzer wurden Mordanschläge verübt: der Italiener Ettore Capriolo überlebte am 3. Juli 1991 schwer verletzt einen Überfall; der Japaner Hitoshi Igarashi wurde am 11. Juli 1991 erstochen; von drei Schüssen getroffen, brach der Norweger William Nygaard am 11. Oktober 1993 zusammen und wurde zunächst für tot gehalten, aber er erholte sich während eines monatelangen Krankenhausaufenthalts von den Verletzungen. Mit der Fatwa gegen Salman Rushdie und den Mordanschlägen gegen Übersetzer seines Romans „Die satanischen Verse“ begann, was der amerikanische Politologie Samuel Huntington (* 1927) in seinem Buch „Clash of Civilizations and the Remaking of World Order“ (1993; deutsch: „Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert“, 1996) beschrieb. [105]

Mekka bzw. Jahilia ("Unwissenheit"), der Geburtsort des "Propheten Mohammed" bzw. Mahound ("Teufel") gilt im Islam als "Nabel der Welt". Hier wurde schon immer ein weißer Stein umrundet, der "durch die zahllosen Pilgerberührungen vieler Jahrhunderte schwarz" geworden war. "Dann begann die Zeit der Götzen; zur Zeit Mahounds drängten sich dreihundertsechtzig Steingötter" um den Stein. Um die Reisenden zu verführen, kommen die Dämonen, wie die Pilger von nah und fern. "Auch die Götzen sind Abgesandte auf einer Art internationalen Messe." Es gibt einen Anführer unter den Dämonen namens Allah. "Fragen sie die Jahilier, und sie werden zugeben, dass dieser Bursche so etwas wie eine übergreifende Autorität besitzt, aber er ist nicht sehr beliebt." [106]

Der Name der neuen Religion ist Unterwerfung. Mahound und seine Anhänger wurden damals oft "Schafköpfe", "verdammte Hanswürste" , "Kameltreiber von Mekka" (Walter Scott) genannt oder als "Mahound mit seiner Lumpenbande" bezeichnet. Walter Scott lässt Richard Löwenherz ausrufen: "Ich will nichts mehr hören von diesem Hunde von Propheten!" und einen anderen Ritter: "Freund des Kreuzes und Geißel aller Ungläubigen, Ketzer und Teufelsanbeter. Hütet Euch – hütet Euch! Nieder mit Mohammed, Satan und ihren Anhängern!". Dazu Rushdie: "Waschungen, immerzu Waschungen, die Beine bis zu den Knien, die Arme bis zu den Ellbogen, der Kopf bis zum Hals. Wie absonderlich sie aussehen, mit dem trockenen Rumpf, den nassen Gliedern und dem feuchten Kopf! Plitsch, platsch, waschen und beten. Kniend schieben sie Arme, Beine, Kopf wieder zurück in den allgegenwärtigen Sand, und dann fängt der Kreislauf von Wasser und Gebet von vorne an." Sie sind ergiebige Zielscheiben für Satiriker: "Wenn Mahounds Ideen auch nur einen Pfifferling wert wären, glaubt ihr dann, sie wären nur bei Abschaum" beliebt?. Damit steht Rushdie in der Tradition der Philosophie und Literatur seit dem Mittelalter und der Renaissance. Rushdie sagt sogar, dass von erschöpften Reisenden Bestechungsgelder verlangt wurden. Torwächter, die verärgert waren, "nicht mehr als Almosen erhalten zu haben, stießen zwei Pilger die große, steile Treppe hinunter in den Tod... Heute werden weibliche Pilger oft wegen eines Lösegeldes entführt oder als Konkubinen verkauft." [107]

Christen verstehen nicht, wie selbst tapfere Herrscher an den "Hunde von Propheten" (Walter Scott) glauben können. Tun sie das tatsächlich, kann das passieren, was Saladin Chamcha in Rushdies Roman widerfahren ist: "das heißt, seine Metamorphose in einen Teufel" und dass er "von den anderen so behandelt wurde, als sei es die banalste und normalste Sache der Welt." Herrscher z.B. aus der Türkei haben dann Angst, ihre "Stimme könnte sich in ein Ziegen-Gemecker verwandelt haben," als ob auch die Stimmbänder von dieser "grässlichen Dämonitis" befallen worden waren. Im Roman erklärt er sich: "Ich heiße Salahuddin Chamchawala, mit Künstlernamen Saladin Chamcha, schnatterte der halbe Ziegenbock." Er nennt sich auch "Beelzebub" , "Mann-Tiger", "Manikor", "Wenn er nicht der Teufel auf Erden ist." Der Name Chamcha bedeutet in Hindi umgangssprachlich soviel wie "Kriecher" oder "Speichellecker". Für die Bevölkerung eines Landes bedeutet dies: "Das Erscheinen eines ausgewachsenen Teufels, eines gehörnten Ziegenbockmannes, war ... nun wirklich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte... Wie soll man das tolerieren? Eine Gefahr für Ehre und Sicherheit junger Mädchen. ..Vielleicht hilft Exorzismus," wie Thomas von Aquin es für Gebäude der Venusverehrer oder Mohammedaner, also die Moscheen, vorgeschlagen hatte; danach müssen Moscheen "gereinigt und exorzisiert" werden, "damit man die Kraft des Feindes daraus entferne." Saladin, und wie von einigen Satirikern behauptet, auch Erdogan, "fügte sich, wieder ein elendes Häuflein Ziege... sein pestbringender Atem hätte die beiden Mädchen fast aus dem Zimmer gefegt, und mit hoch erhobenen Armen und tanzenden Ziegenbeinen sah er, endlich, wie der leibhaftige Teufel aus, zu dessen Ebenbild er geworden war." [108]

Auch die groteske Figur eines Imam im Exil kann als Karikatur des Ayatollah Ruhollah Khomeini (1902 – 1989) aufgefasst werden, der 1978/79 die Islamische Revolution im Iran ausgelöst hatte. Den Alltag des Imam im Exil beschreibt Rushdie so: Immer dann, wenn der Imam ein Bad nimmt, muss sein gesamtes Gefolge daran denken, "keine Kessel zu füllen, keinen schmutzigen Teller abzuspülen, und wenn der Imam auf die Toilette geht, springen seine Jünger mit verbrühter Haut aus der Dusche." Seine Philosophie ist so dürftig wie die von Mahound: "Wissen ist eine Illusion, denn an dem Tag, als Al-Lah seine Offenbarungen an Mahound vollendete, war auch alles Wissen vollendet... verbrennt die Bücher." Nur mit Entsetzen könne man sich von dem Anblick der Revolution im Iran abwenden, "wie der Imam ins Ungeheuerliche gewachsen ist, wie er im Vorhof des Palastes mit aufgerissenem Maul hinter den Toren liegt; sowie Menschen durch die Tore marschieren, verschlingt er sie mit Haut und Haar." [109]

Was lässt sich über Mahounds Anhänger sagen? Dass sie eine "diabolische Gestalt" annehmen und dies mit einer Art "fatalistischer Ergebenheit" hinnehmen? Hatte der Mohammedaner nicht seine eigene Idee des Guten verfolgt? Letztlich muss er jedoch zum Schluss kommen: "Ich bin die Inkarnation des Bösen, dachte er. Damit musste er sich abfinden. Wie es auch passiert sein mochte, es ließ sich nicht bestreiten. Ich bin nicht mehr oder nicht nur, ich selbst. Ich bin die Verkörperung des Schlechten, des Hassenswerten, der Sünde." Islamische Mystik oder die Achtsamkeit-Ideologie kann auch hier erfolgreich angewendet werden: "Keine belastenden Gedanken mehr! Er holte tief Luft, lehnte sich zurück, leerte seinen Kopf. Der Verräter in seiner Brust nahm den normalen Betrieb wieder auf." [110]

"Was gibt es hier? Woher entspann sich dies?
Sind wir denn Türken? Tun uns selber das,
Was den Ungläubigen der Himmel wehrt?
Schämt Euch als Christen! Lasst Eur heidnisch Raufen."  - William Shakespeare
Grundsätzlich hatten sie gelernt, dass man mit Frechheit weiterkommt. Sie konnten nicht davon abgebracht werden, dass sie "Ladendiebe, kleine Betrüger, ganz allgemein: gewitzte Gauner offenkundig bewunderten." Ein krummes Ding drehen, sich aber nicht erwischen zu lassen: das fanden sie toll. So müssen sie "einstmals geklatscht und gelacht haben über die Taten früherer Banditen." Einer verwies auf seine fünf Frauen, "alle von Haus aus reich, von denen er jeweils bei der Scheidung eine hübsche Abfindungssumme kassiert hatte." Türken und andere Mohammedaner galten als "Erbärmliches Gesindel" (Walter Scott)  [111]

Saladins Zustand, "dessen Gefangenschaft im Körper eines Teufels", wurde immer bedrohlicher. Seine Hörner drehten sich mittlerweile zu "phantastischen Arabesken, wickelten sein Haupt in einen Turban aus nachdunkelndem Knochen. Ihm war ein dichter, langer Bart gewachsen ... er war überhaupt am ganzen Körper haariger geworden, und dort, wo sein Rückgrad endete, war ein schöner Schwanz gewachsen, der jeden Tag länger wurde und ihn bereits zwang, auf das Tragen von Hosen zu verzichten; er stopfte das neue Körperteil statt dessen in sackartige Salwarhosen, die Anahita Sufyan aus der großzügig geschneiderten Kollektion ihrer Mutter entwendet hatte. Wie sehr ihn diese fortwährende Metamorphose in eine Art Flaschenteufel bekümmerte, kann man sich leicht vorstellen... gelegentlich ertappte er sich dabei, wie er geistesabwesend an seinem Laken oder an alten Zeitungen herumknabberte, und erschrocken kam er dann zu sich, schuldbewusst und beschämt ob dieses neuerlichen Beweises seiner Entfernung vom Menschlichen hin zu - jawohl - zum Ziegenhaften."  Er beginnt zu philosophieren: "Entweder ich akzeptiere Lukrez und ziehe den Schluss, dass in meinem Innersten eine teuflische und irreversible Mutation stattfand, oder ich halte es mit Ovid und erkenne an, dass alles, was jetzt ans Tageslicht kommt, lediglich eine Manifestation des bereits Vorhandenen ist." Tatsache war, dass er "in Gestalt eines übernatürlichen Monsters" auftrat. In manchen mohammedanischen Gegenden "wimmelt es von Monstern, du brauchst dich nur mal umzuschauen." Einige Mullahs begannen schon von ihm zu träumen: "Und in jedem der tausendundein Träume sang er ... mit hornbeturbantem Haupt, mit einer Stimme so grauenvoll diabolisch und guttural, dass man die Strophen nicht unterscheiden konnte, obgleich die Träume, wie sich herausstellte, etwas erschreckend Serienmäßiges hatten." Mehr und mehr begann sich das Bild des "Traum-Teufels" festzusetzen und populär zu werden..Nicht nur in islamischen Ländern war ein um sich greifender "Teufelskult" und ein "Wiederaufleben von Satanismus" zu verzeichnen. Er hatte eine andere Wesensart angestrebt, doch diese hatte er bekommen. Das war er geworden: "laut, stinkend, ekelhaft, überdimensional, grotesk, unmenschlich, mächtig. Ihm war, als könne er mit ausgestrecktem kleinen Finger Kirchtürme umstürzen ... Ich bin, akzeptierte er, was ich bin. Unterwerfung." Islam wörtlich übersetzt heisst: Unterwerfung. Nicht nur Imame, Mullahs, Ajatollahs und Muftis träumten von ihm: "In dem Moment, als er die Augen schloss, erschienen auf seinem geistigen Bildschirm die gehörnten und ziegenhaften Gesichtszüge von Mr. Saladin Chamcha, so scharf und deutlich wie nur möglich, sowie der Name des Widersachers, als wäre das Bild untertitelt." [112]

Nach zwanzig Jahren Exil wird der "Prophet Mahound" so beschrieben: "Er rülpste lang und laut - eine Beschwerde des Alters, deren Derbheit der im Lauf der Zeit eingetretenen allgemeinen Verfettung zu entsprechen schien." Bei Satirikern hatte die "allgemeine Furcht vor Mahound" den "Markt für Unverschämtheiten und Witziges ruiniert." Rushdie lässt den Erzengel Gabriel träumen: "In der Oase Yatrib waren die Anhänger des neuen Glaubens, der Unterwerfung, landlos und daher arm. Viele Jahre lang lebten sie von Straßenraub, von Überfällen auf die reichen Kamelkarawanen von und nach Jahilia. Mahound hatte keine Zeit für Skrupel." Die Irrgläubigen lebten in Gesetzlosigkeit, doch in jenen Jahren war Mahound, oder "sollte man sagen Al-Lah?, besessen von dem Gedanken an das Geseztz." Es hagelte Vorschriften für die Irrgläubigen, "Vorschriften über alles und jedes, wenn ein Mann einen Furz ließ, sollte er sein Gesicht in den Wind richten, eine Vorschrift, mit welcher Hand man seinen Hintern säubern durfte... wieviel sie essen durften, wie tief sie schlafen sollten und welche Stellung beim Geschlechtsverkehr... Was für ein Gott das sein mochte, der sich dermaßen wie ein Geschäftsmann anhörte. Dieser Gedanke war es, der seinen Glauben zerstörte, denn Salman erinnerte sich, dass Mahound ja selber Geschäftsmann gewesen war." Wie könnte es abgelaufen sein? Er stellte die Vorschriften auf und der Engel Gibril bestätigte sie im nachhinein. Und nach Beendigung eines Krieges, "Simsalabim, tauchte der Erzengel Gibril auf und gab den überlebenden Männern Anweisung, die verwitweten Frauen zu heiraten, damit jene nicht durch auswärtige Wiederverheiratung, verlorengingen. O ja, wirklich ein praktisch denkender Engel...Uns wurde sogar gesagt, dass es keine Rolle spielt, ob wir bereits verheiratet sind, wir dürfen vier Frauen haben, wenn wir es uns leisten können, na ja du kannst es dir denken, davon waren die Jungs wirklich begeistert."  [113]

Viele wollten sich "vor diesem falschen Propheten" nicht in den Staub werfen. Dennoch sagte der Prophet: "'Jetzt können wir Jahilia betreten', und sie standen auf und zogen in die Stadt und nahmen sie in Besitz im Namen des Allerhöchsten, des Menschenvernichters... Jahilia gewöhnte sich an das neue Leben: fünfmal täglich der Gebetsruf, kein Alkohol, die Frauen hinter Schloss und Riegel." Anfangs gab es sogar noch ein Bordell, das berühmte Hijab ("der Vorhang"), das gebaut war, wie der Harem der späteren Sultane. "Da es aus begreiflichen Gründen, unklug war, auf der Straße schlange zu stehen, zog sich an vielen Tagen eine lange Reihe von Männern durch den Innenhof des Bordells und rings um den in der Mitte befindlichen 'Brunnen der Liebe', ähnlich den Pilgern, die, wenn auch aus anderen Gründen, um den alten schwarzen Stein gewandert waren." Die Beziehungen innerhalb des Bordells spiegelten "die politischen Verhältnisse der Moschee zu Yathrib wider."   [114]

Der islamische "Gott" oder Götze höchstpersönlich, der neuerdings auch vom Papst anerkannt wird, "erlaubte ihm, so viele Frauen zu f*****, wie er wollte. Tja, was konnte die arme Aischa gegen die göttlichen Verse schon ausrichten? Weißt du, was sie gesagt hat? 'Dein Gott ist immer zur Stelle, wenn er für dich ein Problem lösen soll.'" Mahound ließ das Bordell schließen, denn ein Mann könne sich nicht ewig hinter Frauenröcken verstecken, zudem wurde ihm empfohlen: "Huren und Dichter, Mahound, das sind die Leute, denen du nicht vergeben kannst." Es gab sogar eine Art Gerichtsverhandlung. Die Menge, die sich im Gerichtszelt drängte, als der berühmte Satiriker Baal, seinerzeit der scharfzüngigste und hellste Kopf in Jahilia, verurteilt wurde, "begann zu lachen, sosehr sie es auch zu unterdrücken versuchte. Je aufrichtiger und einfacher Baal seine Ehen mit den zwölf 'Frauen des Propheten' beschrieb, desto lauter grölte das verdutzt-erheiterte Publikum. Am Ende seines Vortrags lachten die guten Leute von Jahilia buchstäblich Tränen, hemmungslos, selbst dann noch, als Soldaten mit Peitschen und Krummsäbeln ihnen den sofortigen Tod androhten." Die Einflüsterungen des Teufels machten "Muhammad-Mahon-Mahound", dessen Name ein "Synonym des Bösen" ist, zu schaffen. Es traf die Nachricht ein, "dass der Prophet Mahound tödlich erkrankt sei, er liege in Aischas Bett, mit rasenden Kopfschmerzen, als wären lauter kleine Teufel dort am Werk."  Trotz Redewendungen wie "dick und fett wie der Obermufti" , "Pilgerfahrt, Prophet, Widersacher verschwimmen, treiben in einem Nebel", "Verrückte! Dorftrottel! Moslems!" oder "von Saladin ist jetzt nichts mehr übrig ausser dem dunklen Feuer des Bösen in seiner Seele" , verbreitete sich der Islam (Unterwerfung) immer weiter. Man sprach von Lemmingen oder von denen, "die den Versen des Teufels lauschen, gesprochen in der Sprache des Teufels" und die "am Ende selbst zum Teufel gehen" werden. Vertreten wird der Islam (Unterwerfung) heute durch Imame: "Der Imam, ein wabbelbäuchiger Mann mit zynischen Augen, der vormittags zumeist in seinem 'Garten' - ein Ödland aus roter Erde und Schutt im Schatten der Moschee - beim zählen der Rupien angetroffen werden konnte." Manche Imame schrecken auch nicht davor zurück Frauen und Kinder zu steinigen. "Der Imam untersuchte das Baby kurz, richtete sich auf und wandte sich der Menge zu. 'Dieses Kind wurde in teuflischer Ruchlosigkeit gezeugt' sagte er. 'Es ist das Kind des Teufels' ...Die Menge, die keine deutlichere Einladung brauchte, steinigte das Kind zu Tode." [115] 

Heute wird in islamischen Ländern, besonders in Saudi-Arabien jeder verfolgt, die sich vom Islam abwendet. Ahmed Mohammad Al Tayyeb, der GroßImam der AlAzharUniversität in Kairo, vertritt ebenfalls die Ansicht, dass der Übertritt vom Islam zum Christentum oder zu einer anderen Religion als Apostasie mit dem Tode bestraft werden müsse. Der GroßImam der AlAzharUniversität ist die höchste Autorität des sunnitischen Islams. Dieser steht damit in krassem Gegensatz zu europäischem Recht und zum deutschen Grundgesetz, welches in seinem Artikel 4 die Religionsfreiheit garantiert, auch die Freiheit, sich zu keiner Religion zu bekennen, und welches in seinem Artikel 140 unter Bezugnahme auf Artikel 136 der Weimarer Verfassung bestimmt, dass niemand zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Übungen gezwungen werden darf. Die Frage, ob der Islam zu Deutschland oder irgendeinem anderen Land gehört, muss deshalb mit Nein zu beantworten werden. "Wenn Frauen aus Saudi-Arabien fliehen, sind sie ausser Landes immer noch nicht sicher. Sie werden überwacht und zurückentführt. Dabei hilft eine App, die es bei Google und Apple gibt." Auf die Abwendung vom Islam steht in Saudi-Arabien die Todesstrafe. Taleb Al Abdulmohsen, der diesen Frauen hilft und sich mit Anfang zwanzig entschieden hat, den Islam zu verlassen, sagt: "Wenn ich mit entfernten Bekannten oder Fremden unterwegs war, bin ich immer mit zum Gebet gegangen und habe so getan, als wäre ich noch ein Muslim. Zwar wussten alle meine Freunde, dass ich nicht mehr glaube, auch viele meiner Cousins und Cousinen und viele Arbeitskollegen, aber meine Mutter hat es erst erfahren, als ich damit vor drei Jahren an die Öffentlichkeit gegangen bin und meinen Twitter-Account eröffnet habe. Meine Familie hasst mich heute, nur weil ich nicht glauben kann, dass man die Hand eines Diebes abhacken sollte." Er hat ähnlich wie Rushdie gegen den Islam geschrieben. "Deswegen wurde ich bedroht: Man wollte mich „schlachten“, wenn ich nach Saudi-Arabien zurückkehren würde. Also habe ich mich dazu entschieden, Asyl in Deutschland zu beantragen. Es hätte keinen Sinn ergeben, sich dem Risiko auszusetzen, doch zurückkehren zu müssen und dann getötet zu werden." Nachdem sein Asylgesuch angenommen wurde, hat er das erste Mal öffentlich und unter vollem Namen über seine Abwendung vom Islam geschrieben. Das Hauptproblem waren die in Deutschland lebenden Muslime. "Von 2006 bis 2017 habe ich oft mit Muslimen zusammengearbeitet, in Hamburg hatte ich Kollegen aus Pakistan und Indien. Ihnen konnte ich nicht sagen, dass ich nicht mehr in die Moschee gehe. In diesem Milieu ist es nicht so, wie man sich das in Deutschland vorstellt. Leuten wie mir, die einen islamischen Hintergrund haben, aber nicht mehr gläubig sind, begegnen die Muslime hier weder mit Verständnis noch mit Toleranz. Wir verlieren unsere Freunde, wenn wir ihnen sagen, dass wir den Islam verlassen haben." Er ist inzwischen eine wichtige Informationsquelle und Hilfe für saudische Männer und vor allem für Frauen, die aus ihrer Heimat vor Gewalt, Missbrauch und Unterdrückung flüchten wollen. Eigentlich wollte er wie Rushdie nur den Islam kritisieren, dann baten ihn immer mehr saudi-arabische Frauen um Hilfe. Auf Twitter setzt er Dutzende Tweets pro Woche mit Argumenten gegen den Islam ab. Er sagt, er sei der aggressivste Kritiker des Islams in der Geschichte der Araber. "Ich möchte, dass die Leute lernen, selbständig zu denken. Es gibt viele Muslime auf Twitter, die wegen mir den Islam verlassen wollen." Über die unsinnige Scharia, die teilweise schon in Europa toleriert wird, sagt er: "Es gibt viele islamische Kleriker und Autoren der regierungsnahen Zeitungen in Saudi-Arabien, die im Rahmen der Scharia für Straffreiheit bei furchtbaren Verbrechen plädieren. Sie sagen etwa: Wenn der Vater seine Tochter oder seinen Sohn umbringt, ist das nicht strafbar. Und wenn ein Ehemann „Ehrenmord“ an seiner Frau begeht, muss er in Saudi-Arabien mit maximal fünf Jahren Gefängnis rechnen – wenn überhaupt. In der Regel entscheidet der Vater oder der Bruder der getöteten Frau, ob es zu einem Gerichtsverfahren gegen den Ehemann kommt. Fordern die männlichen Angehörigen der ermordeten Frau keine Strafe für den Ehemann, vielleicht weil sie finden, dass er richtig gehandelt hat, dann tut die Regierung auch nichts. Gewalt gegen Frauen wird in vielen Fällen nicht bestraft. Die Situation war früher sogar noch schlimmer als heute. Als Kind habe ich gesehen, wie ein achtjähriges Mädchen auf der Straße von ihrem Vater krankenhausreif geschlagen wurde, weil sie eine seiner Anordnungen nicht befolgt hat. Ich habe ihr Blut auf der Straße gesehen. Für den Vater gab es keine Konsequenzen." Zuletzt erregte der Fall von Rahaf Mohammed weltweit Aufsehen: Die Neunzehnjährige wurde auf ihrer Flucht in Bangkok von den Behörden festgehalten. Sie konnte ihre Abschiebung nach Saudi-Arabien wegen einer beispiellosen Kampagne auf Twitter knapp verhindern. Die Flucht aus Ihrem Heimatland scheint für Frauen fast unmöglich. "Die Frau in Saudi-Arabien steht immer unter der Vormundschaft eines Mannes – egal, wie alt sie ist. Der Vormund entscheidet, ob die Frau studieren darf, ob sie das Haus alleine verlassen darf, und er entscheidet, ob sie ausreisen darf oder nicht. Das Land kann die Frau nur mit elektronischer Erlaubnis ihres männlichen Vormunds verlassen." Über die App „Absher“ des saudischen Innenministeriums bestimmen die Vormünder, in welche Länder eine Frau fliegen und wie lange sie dort bleiben darf. Es ist offensichtlich, dass über „Absher“ Frauen wie Sklaven behandelt werden. Sind Fälle bekannt, in denen geflüchtete Frauen freiwillig nach Saudi-Arabien zurückgekehrt sind, um die Situation der Frauen zu verbessern? "Ich kenne etwa zehn Fälle. Eine Frau hatte mit ihren drei Töchtern in Schweden Asyl beantragt und hat dort den saudi-arabischen Botschafter getroffen. Er sagte zu ihr: „Komm, Saudi-Arabien ist doch dein Land, dort bist du willkommen. Wir haben nichts gegen dich in der Hand.“ Als sie in Riad gelandet ist, wurde die Frau sofort festgenommen. Das war vor zwei Jahren. Sie sitzt bis heute im Gefängnis." Jede Form des Islams müsse bekämpft werden, auch der gemäßigte oder sogenannte Euro-Islam. Er sagt: "Es gibt keinen guten Islam."  [116] 

Völlig unverständlich sind daher Aktionen wie das blaue Zelt an der Bockenheimer Warte in Frankfurt. das Zelt soll z.B. die Menschen zum Islam hinführen. Unter anderem engagieren sich Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche und der Zentralrat der Muslime in Hessen. Das Zelt verwandelte sich "später in eine Moschee. Ertugrul Sahin, vom Zentrum für Islamische Studien, hatte am Morgen seine Vorlesung kurzerhand in das Zelt verlegt... Am frühen Nachmittag wurde das Zelt für das muslimische Freitagsgebet zur Moschee umgewandelt." Kritik am Islam wird in Merkel-Deutschland besonders klein geschrieben, weshalb es auch keinerlei Sanktionen gegen die Türkei gibt. Ganz im Gegenteil, "Erdogans Akademiker" dürfen in Deutschland sogar Propaganda für die türkische Regierung machen und freche Lügen verbreiten. "Ein Gespenst geht um im Nahen Osten, das Gespenst der friedliebenden, toleranten, xenophilen Türkei, deren Politik von humanitären Motiven angetrieben ist und die das akademische Erbe der zerstörten Länder des Nahen Ostens, besonders Syriens, aufnimmt und weiterträgt." Diesen Eindruck musste gewinnen, wer kürzlich an der umstrittenen Tagung „Das akademische Erbe in die Zukunft tragen: Die Integration von Flüchtlingen durch Hochschulbildung“ am Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung in Essen teilnahm. Vorher hatten exilierte türkische Akademiker gegen den ihrer Meinung nach heuchlerischen Charakter der Veranstaltung protestiert. Ihren Kollegen in England war es gelungen, die gleiche Veranstaltung an der renommierten Londoner School of Oriental and African Studies (SOAS) absetzen zu lassen. "Soll es einen Dialog mit entschiedenen Gegnern von Demokratie und Wissenschaftsfreiheit geben? In Essen, dem Zentrum der von der Volkswagenstiftung geförderten „Exilakademie“ für türkische Wissenschaftler, die den „Säuberungen“ in ihrem Heimatland zum Opfer fielen, stellte sich diese Frage... Der politische Sinn der Veranstaltung bestand darin, durch triumphalistisch vorgetragene Humanitätsaspekte die ruinierte Reputation der Türkei im Hochschulbereich aufzupolieren. Der Dialog scheiterte an der Phalanx der Recep Tayyip Erdogan ergebenen Akademiker auf dem Podium, die weder die von ihnen selbst produzierten Widersprüche bemerkten noch die Folgen ihrer Ausführungen abzusehen vermochten. So ist der stellvertretende YÖK-Chef, der Mediziner Safa Kapicioglu, mitverantwortlich für die Säuberung der Universitäten und die Relegation von – nach Angaben der Opposition – fast 70000 Studenten. Das schafft Platz für die 28000 syrischen Studenten, von denen er stolz berichtete. Der Historiker Ömer Turan von der Technischen Universität Ankara, der die offizielle Linie der Leugnung des Genozids an den syrischen Christen und Armeniern im Osmanenreich 1915 vertritt, fand in seinem Vortrag über das kulturelle Erbe im Nahen Osten jüdisches Leben nicht erwähnenswert, übersah das Islamische an den Kulturzerstörungen des „Islamischen Staats“ und jenen durch die Türkei nicht nur 1915, sondern auch in den kurdischen Gebieten. Der von Präsident Erdogan per Präsidialerlass eingesetzte Rektor der Marmara-Universität Erol Özvar bestand auf der türkischen Politik des Humanismus. Die gezeigten Videos, filmästhetisch auf dem Niveau sowjetischer Propagandafilme aus den siebziger Jahren, endeten mit der Apologie der Türkei als Paradies." [117] 

Wenn Vertreter der evangelischen oder der katholischen Kirche gerade nicht damit beschäftigt sind weitere Mohammedaner nach Deutschland zu schleusen, geht es z.B. auf dem Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund vorwiegend um Themen wie Rechtsextremismus, Klimawandel, Flüchtlingspolitik, Stärkung der Demokratie und so weiter. "Von Glauben, von Gott, von Jesus Christus – davon ist keine Rede. Und dies angesichts der erst jüngst veröffentlichten Studie, wonach bis 2060 nur noch weniger als ein Drittel der Deutschen Mitglied einer der großen Kirchen sein wird. Welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind, das scheint wohl weniger interessant zu sein als aktuelle politische Themen." Da stellt sich natürlich die Frage, "warum man dieser überwiegend politischen Veranstaltung noch den Titel „Kirchentag“ gibt?"  So viele grüne Spruchbänder wie hier geschwenkt wurden, könnte man meinen, man sei auf einer Veranstaltung der islamischen Hisbullah, dem Kirchentagspräsident und Journalist Hans Leyendecker fehlte nur der Turban. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm forderte, Muslime nach Deutschland zu schleusen: "Auf dem protestantischen Laientreffen wurde eine Resolution verabschiedet, welche die EKD und ihre Gliedkirchen dazu auffordert, die Seenotrettung nicht nur wie bisher finanziell zu unterstützen, sondern selbst ein Schiff „in das tödlichste Gewässer der Welt“ zu entsenden." Bezeichnend ist, dass "weit weniger Besucher als die erwarteten 100000" kamen. Der Kirchentag bezifferte die Besucherzahl auf rund 37 000. [118] 
 

Die Meinungsfreiheit und ihre Gegner

Am 16. Juni 2007 wurde vom Buckingham Palace mitgeteilt, dass Königin Elisabeth II. beabsichtige, Rushdie zusammen mit 945 Sportlern, Kulturgrößen und Repräsentanten der Wirtschaft als Knight Bachelor in den Ritterstand zu erheben. Die Bekanntgabe hat offizielle diplomatische Proteste im Iran und in Pakistan ausgelöst; in beiden Ländern wurden die britischen Botschafter einbestellt. Das iranische Außenministerium nannte die Entscheidung, den „verhassten Apostaten“ zu ehren, einen eindeutigen Beweis für Islamophobie unter hochrangigen britischen Beamten. In Iran, Pakistan und Malaysia kam es anschließend zu teilweise gewalttätigen Straßenprotesten. In Kaschmir kam die Wirtschaft einen Tag lang zum Erliegen. Der Ritterschlag fand im Juni 2007 statt. Nach zahlreichen Drohungen mit Gewaltausschreitungen und Mordaufruf von Islamisten sagte Rushdie die Teilnahme am größten Literaturfestival Indiens in Jaipur im Januar 2012 ab. Der gebürtige Inder hätte die Eröffnungsrede halten sollen. Seit dem Jahr 2000 lebt Rushdie die meiste Zeit in der Nähe des Union Square in New York. Im Frühjahr 2007 trat er eine fünfjährige Gastprofessur als Distinguished Writer in Residence an der Emory University in Atlanta an. Er erhielt den Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur, 1992, den Aristeion-Literaturpreis der EU, 1996, für sein Lebenswerk, den Ordre des Arts et des Lettres, 1999, er wurde zum Ritter geschlagen und erhielt den Knight Bachelor, 2007, wurde Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters, 2008. 

In seiner Autobiographie schreibt Rushdie: "Hätte ich doch nur ein kritischeres Buch geschrieben... Eine Religion, deren Führer sich auf derartige Weise verhielt, hätte ein wenig Kritik wohl durchaus nötig." Durch den Iran wurde ein Begriff immer bekannter: Extraterritorialität, auch bekannt als "staatlich geförderter Terrorismus". Schon in seiner Jugend konnte Rushdie mit islamischen Religionsgelehrten, Imamen, nichs anfangen. Als Kinder rebellierten sie gegen einen Religiosgelehrten ("Maulvi"), "gegen dieses wie Ho Chi Minh aussehende Wichtelmännchen, und trieben so gnadenlos ihren Spott mit ihm, dass er sich bei den Eltern bitterlich" beklagte. Verwünschungen murmelnd, verschwand der Maulvi, um niemals wiederzukehren. Stattdessen erfreute er er sich lieber an Händels Messias, als die Schule den Halleluja-Chor als Teil einer Aufführung des Messias mit professionellen Soliosten einübte. Er machte bei Frühgebeten und Abendgebeten mit, schließlich war er in Bombay zur Cathedral School gegangen. Er konnte nicht leugnen, "dass ihm die Choräle gefielen, deren Musik sein Herz erfreute." [119]

1967 interessierten sich in Cambridge nur wenige Studenten für den Propheten des Islam, so wenige, dass der für diesen Kurs vorgesehene Dozent die Vorlesung absagte. Dennoch konnte er einen Historiker überreden ihn zu betreuen, da er mehr über das Thema "Mohammed, der Aufstieg des Islam und das frühe Kalifat" erfahren wollte. "In dem als Würfel oder Ka'aba bekannten Gebäude im Zentrum der Stadt gab es Statuen von aberhundert Göttern. Eine dieser Statuen stellte die keineswegs beliebteste Gottheit namens al-Lah dar, was schlicht der Gott heißt, geradeso wie al-Lat die Göttin bedeutet." Der Mann, der den Götzen al-Lah "aus nahezu allumfassender Unbedeutendheit befreien und sein Prophet werden sollte", war Mohammed ibn Abdullah aus der Familie Banu Haschim. [120]

Al-Lah zählt also zu den "aberhundert Götzen" in der Kaaba. Eine dieser Statuen stellte den keineswegs beliebtesten Götzen namens Al-Lah dar, was schlicht der Gott oder Götze heißt, der von Mohammed ausgewählt und sein Lieblingsgötze oder Dämon wurde. Er lernte auch Christen kennen, vor allem Anhänger der nestorianischen Sekte oder anderer Häretiker, deren Irrlehren später in seinen Koran aufgenommen wurden. Rushdie meint, es sei ein faszinierendes Paradox: "Eine im Grunde konservative Theologie, rückwärts gewandt einer untergehenden Kultur zugeneigt, wird zur revolutionären Idee, weil sich jene Menschen am stärksten von ihr angezogen fühlen, die von der Verstädterung an den Rand gedrängt wurden, die unzufriedenen Armen, der Mob der Straße." [121]

Wodurch also sind denn z.B. die Moslems Kinder des Teufels, wie es in der Literatur immer wieder dargestellt wird von der Renaissance (Dante, Ariosto, Tasso) bis heute (S. Rushdie 1988 und 2012)? ... Was Dante über Mohammed gesagt hatte, wurde später von S. Rushdie wieder aufgegriffen: "Der Teufel war ihm in Gestalt des Erzengels erschienen, weshalb es auch bei den Versen, die ihm eingeflüstert wurden, um keine göttlichen, sondern um satanische Verse handelte." Mohammed versuchte zwar immer wieder das Rezitierte vom Teufelswerk zu reinigen, die Fragen aber blieben: Warum hatte Mohammed "die falsche Offenbarung als wahre Offenbarung hingenommen?" Sicher ist jedenfalls: er warf sich in den Staub "und mit ihm warfen sich die Muslime zu Boden, die Heiden, die Dschinns und alle menschlichen Wesen." In den Hadith-Sammlungen soll Mohammed später gesagt haben: "Ich habe Dinge gegen Gott ersonnen und ihm Worte unterstellt, die er nicht gesagt hat." [122]

Einmal wollte er in der Moschee filmen, und der alte Imam Bukhari, "ein Hetzprediger und Ultra-Konservativer, willigte ein, sich mit ihm zu treffen. Er traf den Imam in seinem "Garten", einem "sorgsam abgeriegelten Flecken Stein und Erde ohne einen einzigen Grashalm. Der Imam, mit Zahnlücken, wohlbeleibt, grimmig, der Bart hennagefärbt, ... und in seinem Schoß lagen eine Unmenge zerknüllter Geldscheine. Überall standen Untergebene, die ihn beschützten." Nachdem Khomeini die Fatwa verkündet hatte, prangerte ebendieser Imam Bukhari von der Kanzel der Moschee herab den Autor von  „Die satanischen Verse“an. Da der Islam die Denkfähigkeit stark einschränkt, konnte der Imam sich nicht genau an den Namen des Autors erinnern und "brandmarkte daher Salman Khurshid, einen prominenten muslimischen Politiker. Das war für beide peinlich, für den Imam wie den falschen Salman." Grundsätzlich kann man sagen, "der Terrorismus wurde vielfältiger" durch den Islam. [123]

Es gab ein Angebot für die englischsprachigen Rechte an „Die satanischen Verse“, das einhunderttausend Dollar höher lag, als das Angebot von Viking. Rushdie entschied sich glücklicherweise nicht für dieses verlockende Angebot. Denn später, als der Sturm losbrach, erschien ein Interview mit Ruppert Murdoch in The New Yorker, in dem er feststellte; "Ich finde, man sollte die religiösen Gefühle der Menschen nicht beleidigen. Deshalb kann ich auch nur hoffen, dass meine Leute niemals dieses Buch von diesem Salman Rushdie herausgebracht hätten." Wäre er tatsächlich der Verleger von „Die satanischen Verse“ geworden, hätte er den Roman in ebendem Moment zurückgezogen, in dem die Probleme begannen. "Murdoch wäre tatsächlich der falsche Herausgeber für sein Buch gewesen." Nicht nur Murdoch litt an einer "Art bewusst gewählter Blindheit", sondern diese Unsitte war weit verbreitet und zu den Aufgaben des Künstlers wie des Philosophen gehört es, "diese blind machende Schicht fortzuwischen, unsere Fähigkeit zum Staunen zu erneuern." Viele neuere Wissenschaftler sind dazu nicht in Lage. Rushdie las auch Hawkings "Eine kurze Geschichte der Zeit", wovon ihm der Schädel brummte, doch auch wenn er nur einen Bruchteil verstand, wusste er genug, um der Behauptung des "verrückten" Wissenschaftlers zu widersprechen, "dass wir uns dem Moment näherten, in dem wir alles wissen."  [124] 

Das Buch „Die satanischen Verse“ wurde 1988 in Indien verboten. 1988 standen in Indien Wahlen an, und Rajif Gandhis schwächelnde Regierung "kapitulierte feige vor den Drohungen zweier oppositioneller Muslim-Abgeordneter... Das Verbot wurde, so unwahrscheinlich dies auch klingen mag, vom Finanzministerium unter Berufung auf Sektion 11 der Zollvereinbarungen ausgesprochen, denen zufolge die Einführ des Buches nun verboten war. Eigenartigerweise behauptete das Finanzministerium, das Verbot wolle keinesfalls 'die literarischen und künstlerischen Verdienste seines Buches schmälern.'"  Die indische Presse nannte das Verbot "die Entscheidung von Banausen." An Indien kann man sehen, in welche Richtung Finanzämter oder -behörden sich entwickeln können und wie überflüssig sie eigentlich sind. Auch Finanzbehörden in Deutschland mischen sich in Angelegenheiten, von denen sie keine Ahnung haben: Islamistischen Vereinen wird die Gemeinnützigkeit zuerkannt, vielen christlichen Vereinen dagegen die Gemeinnützigkeit aberkannt. Die islamische Professorin Fatima Meer, äussert sich wie viele "muslimische Intellektuelle", die eben durch den Islam verdorben sind: "Letztlich greift Rushdie die Dritte Welt an." Auch die südafrikanische Regierung verbot die „Die satanischen Verse“, die damit einer Forderung der Islamisten nachgab. Der Großscheich von al-Azhar, Gad et-Haq Ali prangerte die Art und Weise an, in der "Lügen und Fantasiegebilde" als Tatsachen dargestellt wurden, vor allem wohl weil die Fiktion der Wirklichkeit so nah gekommen war. Die Mullahs der Wahabiten in Saudi-Arabien verboten das Buch natürlich ebenfalls wie auch die "turbantragenden Theologen" des iranischen Ghom. Die islamische Kampagne wurde zu einer "Explosion massenpopulistischer Irrationalität" Es gab viele Linke, "Germaine Greer, John Berger, John le Carré, die den Gedanken, die Masse könne irren, inakzeptabel fanden. Und während die Liberalen schwankten und Ausflüchte suchten, wuchs die massenpopuläre Bewegung der Irrationalität von Tag zu Tag, in ihrer Irrationalität ebenso wie in ihrer Popularität." [125] 

Sogar in England (Bradford) wurden seine Bücher von Muslimen verbrannt: "Ein Exemplar seines Romans war an eine Latte genagelt und in Brand gesteckt worden: gekreuzigt, dann geopfert. Das Bild sollte er nie wieder vergessen: Die begeistert wütenden Gesichter, jubelnd vor Wut; Männer, die glaubten ihre Identität würde aus dieser Wut geboren. Und im Vordergrund stand ein selbstzufriedener Kerl mit weichem Filzhut und kleinem Poirot-Schnauzbart, der Stadtratsabgeordnete Mohammed Ajeeb." Dieser hatte der  Menge zugerufen: "Islam heißt Frieden." Am Tag nach der Bücherverbrennung in Bradford nahm Englands größte Buchhandelskette, sein Buch in all ihren 430 Filialen aus den Regalen. Der Geschäftführer erklärte: "Wir möchten keinesfalls, dass man uns Zensur nachsagt, sind wir doch bestrebt, unserer Kundschaft zu bieten, was sie haben möchte." Am 28 Januar 1989 marschierten gut achttausend Muslime durch die Straßen Londons, um sich im Hyde Park zu versammeln. Statt die Islamisten nun festzunehmen und auszuweisen, wurden sie sogar ausgezeichnet und es war die "Zahl der Labour-Parlamentarier erschreckend, die sich auf die Seite der Muslime schlugen." Iqbal Sacranie vom britischen Aktionskomitee für islamische Angelegenheiten, der seinen Verstand bereits verloren hatte, sagte: "Der Tod ist für ihn eigentlich noch zuwenig. Falls er Allah den Allmächtigen nicht um Vergebung anfleht, möge sein Verstand für den Rest seines Lebens Höllenqualen leiden." 2005 wurde ebendieser Sacranie auf Vorschlag der Regierung Blair für seine Verdienste um ein friedliches Zusammenleben in den Adelsstand erhoben. [126] 

Der Observer verteidigte ihn: "weder Großbritannien noch der Autor hat sich für irgendwas zu entschuldigen." Viele britische, amerikanische und indische Kommentatoren lobten das Werk sowie das attackierte Buch. Abgeordnete des pakistanischen Parlaments sahen das anders und "befürworteten die sofortige Entsendung einiger Attentäter nach England." Ein iranischer Ayatollah namens Hassan Sanei setzte eine Million Dollar Kopfgeld aus. "Auf den Bildschirmen sah man ständig Bärte tragende (aber auch rasierte) Männer, die lauthals seinen Tod verlangten." Muslimische Stimmen drohten Penguin mit weltweiten Vergeltungsschlägen gegen Verlagsbüros. "Die Publikantionen wurden fortgesetzt und das Buch in großen Mengen verschifft und verkauft" und landete auf Platz eins der Bestsellerliste der New York Times. An dem Tag, an dem sein Roman in Amerika veröffentlicht wurde, am 22. Februar 1989, erschien in Tals in The New York Times eine ganzseitige, von der Vereinigung amerikanischer Verleger, der Vereinigung amerikanischer Buchhändler und der amerikanischen Bibliotheksvereinigung finanzierte Anzeige: "Freie Menschen schreiben Bücher, freie Menschen veröffentlichen Bücher. Freie Menschen verkaufen Bücher. Freie Menschen kaufen Bücher. Freie Menschen lesen Bücher. Im Geiste von Amerikas Verpflichtung für die freie Meinungsäusserung informieren wir die Öffentlichkeit, dass Leser dieses Buch überall im ganzen Land über Buchläden und Bibliotheken beziehen können." In Amerika gab es zum Zeichen der Solidarität "Ich bin Salman Rushdie" - Sticker. Irische Bauarbeiter, die in Birminham das Fundament für eine neue große Moschee legten, versenkten, als niemand hinsah, eine Ausgabe von "Die satanischen Verse" im feuchten Beton. Wenn in der Moschee auch später nur die Unwahrheit gepredigt werden sollte, so war nun wenigstens ein Fünkchen Wahrheit darin enthalten. Das Beispiel sollte sich in vielen europäischen Moscheen wiederholen. [127] 

Auch seine Gegner formierten sich wie der Schriftsteller Roald Dahl, Robert Runcie, Erzbischof von Canterbury, der Kardinal von New York, der Papst, Ahmad Dschibril, Anführer der Volksfront zur Befreiung Palästinas, Kalim Siddiqui, ein "silberbärtiger Gartenzwerg", der die Fatwa in mehreren Fernsehauftritten "leidenschaftlich verteidigte" und in einer Reihe öffentlicher Versammlungen, die auch von einigen Parlamentsmitgliedern besucht wurden, verlangte, man möge die Hand heben, um die einstimmige Ansicht aller Anwesenden kundzutun, "dass der Verleumder und Abtrünnige getötet werden sollte. Alle Hände flogen in die Höhe. Niemand wurde deshalb angezeigt. Siddiquis Muslim-Institute war völlig unbedeutend, doch wurde ihm von den iranischen Mullahs, die er oft besuchte, der rote Teppich ausgerollt." Die Organisation Abu Nidal bildete ein Team von Attentätern aus, die "als Geschäftsleute in westlichen Kleidern" nach England einreisen sollten. Mittlerweile war der Roman auch in Syrien verboten, im Libanon, in Kenia, Brunei, Tansania, Indonesien und überall in der arabischen Welt. In Buchläden wurden Bomben gezündet, Büchereien weigerten sich, das Buch ins Regal zu stellen, "ein Dutzend Drucker in Frankreich lehnten es ab, die französiche Ausgabe zu drucken, und erneut wurden gegen Verleger Drohungen ausgestoßen." Ein Muslim-Führer namens Abdul Hussain Chowdhury bat das oberste Gericht in London, gegen Salman Rushdie und dessen Verleger "wegen aufwieglerischer und hetzerischer Verleumdung" eine Vorladung auszusprechen, doch wurde dem Ersuchen nicht stattgegeben. Die Westberliner Akademie der Künste weigerte sich aus Sicherheitsgründen, eine "Pro-Rushdie-Demo" auf ihrem Gelände zuzulassen, was dazu führte, dass der Schriftsteller Günther Grass und der Philosoph Günther Anders unter Protest die Akademie verließen. Dann beschloss die Schwedische Akademie in Stockholm, die alljährlich den Nobelpreis vergab, keine formelle Erklärung gegen die Fatwa zu verfassen, woraufhin die bedeutende Autorin Kerstin Ekman ihren Platz in der Runde der achtzehn Akademiemitglieder aufgab. [128] 

Theater in England waren von Moslems unterlaufen. Tariq Ali nannte Rushdie einen "Toten auf Urlaub" und schickte ihm den Text von Iranian Nights, einem Theaterstück, das er mit Howard Brenton für das Royal Court Theatre geschrieben hatte, also ein "miserables, hastig zusammengezimmertes" Stück. Zu den Themen, mit denen sich das Stück nicht befasste, gehörten z.B. Islam als internationaler Terrorismus, politische Unterdrückung usw. Auch das Tara Arts Theatre berichtete von "schweren Einschüchterungsversuchen" und "politischen Druck" durch den Rat der Moscheen. Viele gehören der "Cat-Stevens-Trottelpartei" an, dessen Anführer und Haupttrottel Cat Stevens alias Yussuf Islam ist. Der ehemalige Popsänger "verkündete vor laufender Kamera, er hoffe auf Rushdies Tod, um dann zu sagen, dass er bereit sei, die Attentäter zu rufen, sobald er wisse, wo sich der Gotteslästerer aufhalte." In England erhalten nach Geschlechtern getrennte Muslimschulen staatliche Subventionen: "das sei nun mal die Politik der Labour-Partei." Muslims hatten mit der größten Demonstration auf englischem Boden gedroht, hatten fünfhunderttausend Leute angekündigt, gekommen waren aber nur zwanzigtausend, die sich im Hyde Park versammelten. Nicht in Theran, sondern in London marschierten Muslims durch die Straßen und forderten Rushdies Tod; festgenommen oder ausgewiesen wurde niemand. [129] 

Nach Thomas von Aquin müsse der Mensch dem Verstande nach vor Unwissenheit und Irrtum sicher sein, was man z.B. von den Mohammedaner nicht behaupten kann, deren Islam (Unterwerfung) auf Irrtum aufgebaut ist. Offensichtlich wird der Mensch "durch die in den Sakramenten empfangene Gnade nicht gegen jegliche Unwissenheit und jeglichen Irrtum gefeit. Dies ist das Privileg jener, deren Verstand jene Wahrheit erfasst, welche der höchste Garant jeglicher Wahrheit ist." (Thomas von Aquin) Diese Wahrheit wird heute sogar von den Oberen der evangelischen und katholischen Kirche nicht mehr erfasst. Dies zeigt sich daran, dass sie mit den islamischen Oberen zusammen eine "Schildkröte des Glaubens" (Rushdie 2012) bilden wie die Formation der römische Soldaten im Kampf, und das obwohl der Islam bestreitet, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist und viele muslimische Priester und Politiker sich öffentlich mit ihren antichristlichen und antisemitischen Ansichten brüsten. Dazu Rushdie: "Sie kümmert nicht, wie blöd das aussieht. Sie wollen nur, dass die Mauern der Schildkröte möglichst stark sind," ganz egal ob die Oberen der evangelischen und katholischen Kirche kläglich versagen, weil sie durch ihr Verhalten aktiv Christen aus Kirche vertreiben und zudem den Missionsbefehl missachten und stattdessen eine blödsinnige "Schildkröte des Glaubens" bilden und islamische Sekten wie die islamische Ahmadiyya-Gemeinschaft unter ihre Schildkröte holen. Man ist sogar islamischen Festen wie Opferfest, Ashura nicht abgeneigt; wie die "ekstatischen Schiiten" befindet man sich in einem "tranceähnlichen Zustand", die sich am Tag Ashura, "dem zehnten Muharram, geißeln und verletzen zur Erinnerung an Hussein ibn-Ali, den Enkel des Propheten, der in der Schlacht von Kerbela im Jahre 680 den Tod fand." Sie wollen sich mit den Muslimen in die  "Schildkröte des Glaubens" verkriechen, obwohl "dreihunderttausend Muslime in den Moscheen Englands" zusammen mit dem "Rat der Moscheen" es für nötig hielten, "einen Schriftsteller wegen seines Werkes zu exekutieren." [130] 

Ungeachtet des Geschwafels eines iranischen Präsidenten (Rafsandschani), der Todesbefehl wäre unwiderrufbar und würde von der gesamten muslimischen Welt unterstützt, Bomben in Bookshops, Kaufhäusern und Penguin-Buchläden, wurde von zwölftausen Menschen aus Großbritannien, Amerika und Europa ein weltweites Statement "Schriftsteller und Leser für Salman Rushdie" abgegeben. Die Kampagne wurde zu seiner Verteidigung von der Menschenrechtsorganisation "Artikel 19" geführt, benannt nach dem Artikel zur freien Meinungsäußerung in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: "Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung... dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedanken zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten." Rushdie meinte dazu, da stehe nicht: "es sei denn, Religionsführer beschließen etwas anderes und befehlen Ihre Ermordung" Mit Arts Council, PEN, der nationalen Journalistengewerkschaft, dem Autorenverband und der Schriftstellervereinigung sowie weiteren Verbündeten würde gegen die "bewaffnete Zensur" gekämpft. Um ihre muslimische Wählerschaft zufriedenzustellen, hatten sich Labour-Abgeornete wie Roy Hattersley und Max Madden darauf konzentriert, die Veröffentlichung des Taschenbuchs zu verhindern, "was nur ein weiterer Grund war, sie voranzutreiben." Überall in Europa kamen nun Übersetzungen des Romans heraus, so in Frankreich, Schweden, Dänemark, Finnland, Holland, Portugal und Deutschland.  [131] 

Vom Koran, dem Schopenhauer keinen einzigen vernünftigen Gedanken abgewinnen konnte, existierten früher mindestens sieben voneinander abweichende Texte. Die Inschriften der Umayyaden am Felsendom widersprachen dem, was heute als Koran gilt. "Die Mauern von einem der heiligsten Schreine des Islam verkündeten, dass menschliche Fehlbarkeit bei der Geburt des Buches mitgewirkt hatte." Der um 1920 von Al-Azhar erstellte und autorisierte Text folgte einer dieser sieben Varianten." Der Gedanke, es existiere ein Urtext, "ist schlichtweg falsch. Geschichte und Architektur lügen nicht." [132] 

Wie Thomas von Aquin und Petrus Venerabilis mahnt auch Augustinus,  "dass ihr euch vor den unreinen Verführern hütet, sowie vor den Sekten mit schändlichen Gewohnheiten." Gemeint sind z.B. die Moslems, von welchen man sagen kann: „Was aber heimlich von ihnen verübt wird, ist schändlich auch nur zu sagen“ (Eph. 5, 12), damit sie nicht "schrecklichen Unflat zu lehren anfangen", den menschliche, wie immer beschaffene Ohren nicht ertragen können, und dazu noch behaupten, durch den Heiligen Geist geschehe es, dass man jene unreinen und schändlichen Dinge ertragen könne.... nicht durch "Sekten mit schändlichen Gewohnheiten" wie die islamische Ahmadiyya-Gemeinschaft oder irgendeine andere islamische Sekte. Die Zahl aller gläubigen Christen (Katholiken und Protestanten) nimmt in Deutschland zwar dramatisch ab, "aber weltweit boomt die Kirche. Allein die katholische Kirche wächst weltweit prozentual schneller als die Weltbevölkerung. Seit 2000 wuchs sie um 17 Prozent, das sind 180 Millionen Neuchristen, mehr als alle Einwohner von Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen. So in Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien. Allein in Afrika konvertieren jährlich sechs Millionen Muslime zum christlichen Glauben, wie der libysche Islamgelehrte und Leiter einer Ausbildungsstätte für Imame, Scheich Ahmad Al-Qataani vor einigen Jahren in einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender Al-Dschazira zugab und beklagte." Davon hatten die Moslems in Iran noch nichts mitbekommen. Denn damals gab es neue Drohungen gegen S. Rushdie von Mehdi Karroubi, Sprecher des Majlis, des iranischen Parlaments (zwanzig Jahre später ein nicht überzeugender Oppositionsführer unter Präsident Ahmadinedschad, zusammen mit Hossein Mussavi, ebenfalls ein enthusiastischer Unterstützer der Fatwa). Ayatollah Yazdi, Irans Oberrichter, sagte, alle Muslime mit "entsprechenden Ressourcen" wären verpflichtet, diese Drohung in die Tat umzusetzen. Britische Moslems versuchten, Rushdie wegen Gottelästerung und Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung zu verklagen, und wurden vor Gericht angehört, hatten jedoch keine Chance. Denn "wenn Menschen morden, liegt die Schuld bei den Mördern, nicht bei einem weit entfernt lebenden Romancier. Für die muslimische Sache war es auch nicht sonderlich hilfreich, dass der Richter am dritten Tag nach der Anhörung Drohbriefe erhielt." Auf einer Konferenz junger Moslems in Bradford forderte ein sechzehnjähriges Mädchen, dass man Rushdie steinigen solle. Ein schottischer Konvertit, der den Namen Yaqub Zaki angenommen hatte, lud Killerkommandos nach London ein. Der muslimische "Gartenzwerg Siddiqui" führ fort, "unangenehme Zwergenäußerungen" von sich zu geben, die mit lauteren Stimmen von den "größeren Zwergen in Ghom und Teheran" wiederholt wurden. Nahe der Stadt Rasht hatte es ein gewaltiges Erdbeben gegeben und vierzigtausend Moslems waren gestorben, eine halbe Million blieben obdachlos, doch die Fatwa blieb.Der "redselige Gartenzwerg des muslimischen Instituts" wetterte weiter gegen Rushdie und erhielt dazu auch jede Gelegenheit. So sagte er auf Radio BBC, "nach Ansicht der höchsten Rechtsautoritäten des Islams habe sich Salman Rushdie eines Kapitalverbrechens schuldig gemacht; jetzt bliebe nur noch übrig, die Strafe in die Tat umzusetzen." In einer Sonntagszeitung führte Siddiqui seine Überlegungen weiter aus. Siddiquis Ansichten fanden im Libanon ein Echo in der Auffassung von Hussein Musawi, dem Anführer der Hisbollah.Dem Studenten Mehrdad Kokabi wurden Brandstiftungen sowie Bombenattentate auf Buchläden vorgeworfen, die "Die satanischen Verse" verkauften. Er wurde in den Iran abgeschoben. Dort wurde ihm ein heldenhafter Empfang bereitet und er bekam einen neuen Job. "Es oblag nun seiner Verantwortung, jene 'Studenten' auszusuchen, die einen Platz im Ausland bekamen." [133] 

Auch Prinz Charles, der Prinz von Wales, hat sich von Moslems einlullen lassen, die "schrecklichen Unflat zu lehren anfangen" und sich gegen S. Rushdie ausgesprochen. Er sagte: Rushdie verdiente, was ihm widerführ, er musste aufhören, auf Taschenbuchausgaben zu bestehen, auf Prinzipien, auf Literatur und darauf im Recht zu sein. Ebenfalls Norman Tebbit, einer von Margaret Thatchers engsten politischen Vertrauten schrieb im Independent gegen ihn, wie auch Lord Dacre (Hugh Trevor-Roper), gefeierter Historiker und "Echtheitsbeglaubiger" der gefälschten "Hitler-Tagebücher."  [134] 

Im Mittelalter und der Renaissance war klar, dass Moslems weder die Heilige Schrift verstehen noch Ahnung von echter kunst besitzen. Umgekehrt sagten die Christen von den Moslems: "gleichwie auch wir ihre gotteslästerlichen Torheiten und lügenhaften Unsinnigkeiten nicht ertragen können." Das gleiche gilt für Filme von muslimischen Produzenten oder Regisseuren. Rushdie schreibt: "Der pakistanische Film International Gorillary (Internationale Guerillas), produziert von Sajjad Gul, erzählt die Geschichte einer Gruppe von Lokalmatadoren - jener Sorte, die man später einmal Dschihadisten oder Terroristen nennen sollte -, die sich schworen, einen Autor namens Salman Rushdie aufzuspüren und zu ermorden. Die Suche nach Rushdie bildete die Haupthandlung des Films, und sein Tod war das Happyend des Films." Später wurde der Rushdie-Schauspieler von den Zuschauern so sehr gehasst, dass er auch in den Untergrund flüchten musste. Am Ende des Films wird "Rushdie" tatsächlich getötet, allerdings nicht von den International Gorillary, sondern "von Blitzen, die aus drei großen, am Himmel über seinem Kopf hängenden Koranen niederfahren und das Ungeheuer zu einem Häuflein Asche reduzieren." Vom Buch des Götzen Al-Lah "höchstpersönlich verbruzelt." Der Film sei wirklich widerlich, es handelte sich um einen "entstellenden, inkompetenten Müll". Man zögerte erst ihn zuzulassen, dann aber zugelassen, "dem Urteil des Marktes unterworfen, verschrumpelte der Film wie ein Vampir in der Sonne." [135] 

Mit Thomas von Aquin kann man sagen  Irrgläubigen wie den Moslems fehlt etwas, weshalb ihre Hilfsorganisationen, die "den Charakter des Unglaubens" tragen, wenig taugen, nämlich hauptsächlich um ihren Unglauben weiter zu verbreiten. "Der Akt eines Ungläubigen ist somit immer schlecht, insoweit derselbe den Charakter des Unglaubens trägt; mag er einen nackten bekleiden oder Ähnliches tun, insoweit dies nämlich bezogen wird auf den Zweck seines Unglaubens." Hilfsorganisationen und "geimeinnützige" Vereine der Muslime wie Ditib und Atib, die "den Charakter des Unglaubens" tragen beraten sogar Landesregierungen in Deutschland in Sachen Religionsunterricht. Vollkommen untauglich sind auch Wohltätigkeitsorganisationen im Iran: "Der Iran hielt eine Konferenz muslimischer Gelehrter ab, auf der verlangt wurde, dass man die Todesdrohung Khomeinis so bald wie möglich umsetzte. Das Kopfgeld wurde von der '15. Khordad Foundation aufgebracht, einer Quasi-Nichtregierungsorganisation unter Vorsitz von Ayatollah Hassan Sanei, die erklärte, man würde jeden Freund, Verwandten oder Nachbarn des Autors, der die Drohung in die Tat umsetzte, zwei Millionen Dollar zahlen. (Die bonyads oder Stiftungen waren ursprünglich Wohltätigkeitsorganisationen, die sich nach der Khomeini-Revolution das Vermögen des Schahs und anderer 'Feinde des Staates' aneigneten, um zu gigantischen, von den hohen Geistlichen geführten Wirtschaftskonsortien zu werden.)" Ettore Capriolo, der Übersetzer der italienischen Ausgabe von Die satanischen Verse, wurde von einem "iranisch aussehenden" Mann aufgesucht, der laut Gillon ein Treffen vereinbart hatte, um mit ihm über "literarische Fragen" zu reden. "Kaum war der Mann in Capriolos Haus, verlangte er 'Salman Rushdies Adresse' und griff, als er die nicht bekam, den Übersetzer an, trat ihn und stach wiederholt auf ihn ein, ehe er fortrannte und Capriolo blutend am Boden zurückließ. Nur durch großes Glück überlebte der Übersetzer." Ein weiteres Ergebnis islamischer Wohltätigkeitsorganisationen: "Acht Tage später fand man an der Universität von Tsukuba, nordöstlich von Tokio, Hitoshi Igarashi, den japanischen Übersetzer von 'Die satanischen Verse', ermordet in einem Aufzug unweit von seinem Büro." Der Killer war ein erst kürzlich nach Japan eingereister Iraner. Viele Verlage prüften ihre Mitarbeiter, "obwohl nur relativ wenige islamische Terroristen im Verlag Bloomsbury arbeiteten." Der Fall Rushdie war keineswegs einzigartig. Überall in der islamischen Welt wurden Schriftsteller und Intellektuelle genau der gleichen Vergehen beschuldigt wie er. Bei einer Lesung sagte Rushdie sogar einmal, er sei "in diesem freien Land" kein freier Mann. Ein Publikationsorgan der Irrgläubigen, eine iranische Zeitung nannte die Fatwa einen "göttlichen Befehl, den Teufel zu steinigen" Irans britischer Lakei Kalim Siddiqui "quakte unter seinem Giftpilz hervor: 'Rushdie ist der Feind Nummer eins des Islam.'" Wie läuft Wohltätigkeit bei den Ungläubigen ab, also z.B.in islamischen Ländern wie Iran? "Innerhalb des iranischen Ministeriums für Nachrichtenwesen gab es eine besondere Task-Force, deren Aufgabe es war, einen Plan zu erarbeiten, der Khomeinis Befehl in die Tat umsetzte. Diese Task-Force besaß einen Codenamen, und für alle Befehle bestand eine Genehmigungskette. Ein Plan wurde entwickelt, dann von diversen Ebenen bis hinauf zum Präsidenten genehmigt und schließlich von der religiösen Führerschaft abgezeichnet. Das war der im Iran übliche modus operandi." Wohltätigkeit in islamischen Ländern heißt soviel wie "staatlich geförderter Terrorismus". Der Iran hört nicht auf "Terrorismus zu predigen und zu exportieren."   [136] 

Bei einem Spendendinner in London traf er Michail Gorbatschow. "Rushdie!" sagte. "Ich unterstütze all Ihre Positionen total!" Nach der Umarmung fragte Rushdie "Wie, wirklich alle?" Gorbatschow ließ durch seinen Dolmetscher sagen: "Ja, totale Unterstützung." [137]

Peter Weidhaas, Direktor der durch die Frankfurter Schule verseuchten Frankfurter Buchmesse, "wollte wieder iranische Verleger einladen; ein Proteststurm in Deutschland verhinderte das." Die Zeitung "The Independent", die immer mehr zur "Hauspostille des britischen Islam" verkam, veröffentlichte einen Artikel von einem islamischen "Schriftsteller" namens Ziauddin Sardar, der schrieb: "Mr. Rushdie und seine Unterstützer sollten lieber den Mund halten. Eine Fliege im Spinnennetz lenkt keine Aufmerksamkeit auf sich." Besagte Fliege rief den Herausgeber dieser Zeitung an, um ihm mitzuteilen, "dass er künftig keine Rezensionen mehr für ihr Feuilleton schreiben werde." Vor der Merkel-Zeit, gab es zahlreiche Parlamentarier in Deutschland, die S. Rushdie begrüssten wie die Bundestagspräsidentin Rit Süssmuth oder der Leiter der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes, Dr. Schirmer. "Der iranische Botschafter wetterte im deutschen Fernsehen." Am nächsten Tag wurde Botschafter Hossein Mousavian ins Auswärtige Amt zitiert. "Wir werden Mr. Rushdie beschützen", sagte der stellvertretende Aussenminister. [138] 

Nach Thomas von Aquin, Johannes Damaszenus und Augustinus gelten z:B. Moslems als "die Ausbläser Christi" und Mohammed als "Vorläufer des Antichristen", sein Koran als "Märchenerzählung", weshalb man all das fliehen solle wie die Pest: "den Schwätzern und Seelenverkäufern, die Fabeleien und Lügen daherreden und in solch eitlem Gerede sozusagen ein tiefes Wissen versprechen", die die Menschen von dem einen Mittler zwischen Gott und den Menschen abwendig zu machen suchen, die "fliehet wie eine Pest, die noch schlimmer ist als die übrigen." Wer Moslems z.B. als Bodyguards einstellt, hat schon verloren. Als z.B. ein pakistanischer Politiker eine zu unrecht der Blasphemie angeklagte Christin in Schutz nahm, wurde er von seinem Bodyguard umgebracht; "das Land applaudierte dem Mörder und bewarf ihn auf dem Weg zum Gericht mit Blütenblättern." In vielen muslimischen Ländern sind neue Hexenjäger unterwegs, Rushdie "versuchte die Welt davon zu überzeugen, dass nicht er, sondern die Hexenjäger die Verbrecher waren." Von Anfang an gab es diese Intoleranz, doch für viele war sie wie neu. "Sie verbreitete sich über den Erdball, doch niemand wollte es wahrhaben. Ein neues Wort war erfunden worden, um den Blinden ihre Blindheit zu lassen: Islamophobie." Viele muslimische Politiker in Europa wie Londons Bürgermeister Sadiq Khan, stilisierten sich als Opfer von  "Islamophobie". Es wurden "an allen Ecken der Welt - in Algerien, Pakistan, Afghanistan - islamische Stimmen laut, die Theater, Film und Musik verdammten; Musiker und Schauspieler wurden verstümmelt und umgebracht. Gegenständliche Kunst war böse, also wurden die antiken Buddhastatuen in Bamiyan von den Taliban zerstört." Wie die Pest verbreitete sich die Seuche. Die Saudis hatten ihren grenzenlosen Ölreichtum dazu genutzt islamische Schulen (Madrasas) zu bauen, "um die extremistische, sittenstrenge Ideologie ihres geliebten (und bis dahin unbedeutenden) Muhammad ibn Abd al-Wahhab zu propagieren, bis der winzige Kult des Wahhabismus schließlich die ganze arabische Welt überrollte. Andere islamische Extremisten fühlten sich dadurch bestärkt. In Indien verbreitete sich die Deobandi-Bewegung der Hochschule Darul Uloom, im schiitischen Iran gab es die militanten Prediger von Ghom und im sunnitischen Ägypten die einflussreichen Konservativen der al-Azhar." Die Ideologien des Wahhabismus, Salafismus, Khomeinismus und Deobandismus gewannen an Einfluss und die von saudischem Öl finanzierten Madrasas brachten "Generationen von grimmig dreiblickenden, fusselbärtigen, Fäuste schüttelnden Männern" hervor. Das in muslimischen Gruppen wuchernde "fanatische Krebsgeschwür" griff auf die übrige Welt über. Als Rushdie in einem Museum in Dänemark einen Vortrag hielt, war zum Schutz ein Kriegsschiff nötig, "das ihn vor Seeangriffen schützen und nach islamischen Froschmännern Ausschau halten sollte, die mit Entersäbeln zwischen den Zähnen auf das Museum zuschwammen." [139] 

Obwohl Moslems, wie oben beschrieben, als "die Ausbläser Christi", der Prophet Mohammed als "Vorläufer des Antichristen", sein Koran als "Märchenerzählung" gelten, weshalb man all das fliehen solle wie die Pest oder ein "Krebsgeschwür" (Rushdie), gibt es immer wieder Islamwissenschaftler aus der Schule einer Annemarie Schimmel (Fatwabefürworterin), die Bücher schreiben wie   „Gott im Koran“ (2019) um den den Koran zu glorifizieren und als "ästhetische Schöpfung" zu betrachten. Der Autor (Miles) spricht von der "Gravität der theologischen, ideologiegeschichtlichen und politischen Bedeutung des Korans". Er "lässt die Aussagen Allahs plastisch und verständlich hervortreten." Der Koran entbehre meistens des Moments einer fesselnden Erzählung; zugleich gewinne er damit "größere Klarheit und Sicherheit", was Schopenhauer und viele andere allerdings nicht feststellen konnten. Für Miles werden die Ereignisse im Koran nicht verfälscht dargestellt: "Allah weiß, dass Mohammed weiß, was die früheren Schriften über Adam und Eva, Adams Söhne, Noah, Abraham und seinen Vater, Abraham und seine Söhne, Joseph, Mose, Jesus und seine Mutter (dargestellt in den acht zentralen Kapiteln des Buches) zu sagen haben. Der Koran gibt nur eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse," was natürlich ein Armutszeugnis für Al-Lah darstellt, denn Mohammed weiß nicht das Geringste über das Christentum. Auch weiter schwafelt Miles nur wirres Zeug: Jahwe zum Beispiel mache absichtlich den Pharao verstockt, um auf diese Weise Ägypten umso mehr zu strafen und den Abstand zwischen dem von ihm auserwählten Volk und den Ägyptern umso größer werden zu lassen. "Allah dagegen ist gegenüber jedem Menschen verzeihend, wenn der nur rechtzeitig seine Göttlichkeit erkennt und anerkennt. Der Pharao, Allahs Größe in den letzten Momenten seines Lebens erfassend, stirbt als Muslim. Während Jahwe also mit sich selbst und mit den Menschen ringt, ist Allah mit sich im Reinen." Miles macht aus einem Götzen ein Gott, er spricht es nicht aus, aber es ist offensichtlich: "Wenn man an Jahwe in seiner Rachsucht und Unberechenbarkeit zweifeln kann, so kann Allahs Berechenbarkeit und Milde unerbittlich werden, indem die Zugehörigkeit zum Islam als letztlich unvermeidlich und einzig rationale Handlung anzusehen ist." [140] 

Es dauert nicht mehr lange, und in Deutschland und anderen europäischen Ländern, in denen Islampopulisten Moslems vor "Islamophobie" schützen, könnte das passieren, was einem bedeutenden Historiker in Indien widerfuhr: Ein Historiker ist von "zornigen Muslimen" bedroht worden, weil er gewagt hatte, das Verbot von "Die satanischen Verse“ zu kritisieren. Nicht nur musste er seine Aussage zurückbehmen und das Buch verfehmen, der Mob nötigte ihn ausserdem, die Fatwa gutzuheißen. "Er weigerte sich. Fünf Jahre durfte er nicht an seine Universität zurückkehren." Heute in Zeiten, in denen man sich wundert, dass es auch "eine nicht-islamische Bombe" gibt, in Zeiten des "Fatwa-Terrorismus", in Zeiten, in denen in islamischen Ländern Mörder ihre Spesen beim Finanzamt absetzen können: "Mörder, hebt eure Rechnungen auf, Geschäftsessen lassen sich absetzen!", in Zeiten, in denen sich islamische Politiker als Opfer der "Islamophobie" stilisieren, Islampopulisten in Europa die "Ideologie der Engstirnigkeit und Intoleranz" verteidigen, musste etwas beim Namen genannt werden. "Und der einzige zutreffende Name lautete Islam. Der real existierende Islam war zu seinem eigenen Gift geworden." Rushdie schreibt: Während der "Respekt für den Islam", diese als "Tartuffe'sche Heuchelei getarnte Furcht vor islamischer Gewalt, im Westen fuß fasste, zerfraß der Krebs des kulturellen Relativismus die multikulturelle Vielfalt der modernen Welt." [141] 

So wie die Zeitung "The Independent" zur "Hauspostille des britischen Islam" verkommen ist (Rushdie), Elite-Universitäten wie Harvard oder Yale dank Islamwissenschaftlern wie Annemarie Schimmel, die die Fatwa gegen Rushdie befürwortet hatte, und Frank Griffel zu Islamuniversitäten heruntergekommen sind, so gibt es einzelne Jounalisten und Islamwissenschaftler wie Rainer Hermann, die die "Ideologie der Engstirnigkeit und Intoleranz" (Rushdie) verteidigen und es als "Respekt für den Islam" verkaufen und Islamkritik als Hassrede diffamieren. Dabei könnte Herr Hermann auch als Islampopulist durchgehen, ist er doch nie durch Kenntnis oder differenzierte Berichterstattung aufgefallen. Als Apologet des "friedliebenen Islams" bzw. als Anhänger der Nahda-Bewegung und des Annemarie-Schimmel-Islams erwies er sich in eigentlich all seinen Artikeln und Kommentaren als Relativierer u. beschönigender Opportunist des Zeitgeistes. Rainer Hermann studierte u.a. Islamwissenschaft (Arabisch, Persisch, Türkisch) an der Universität Freiburg im Breisgau, der Universität Rennes, der Universität Basel und in Damaskus. In Freiburg wurde er 1989 bei Werner Ende mit einer Arbeit über Muhammad Kurd Ali und die moderne syrische Geistesgeschichte zum Dr. phil. promoviert. Muhammad Kurd Ali (1876–1953) war ein syrisch-kurdischer Gelehrter, Historiker und Literaturkritiker. Er war Gründer und Präsident der Akademie der Arabischen Sprache in Damaskus von 1918 bis zu seinem Tod. Er ist eine der großen Persönlichkeiten der Nahda-Bewegung in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Er war ein Befürworter eines bilingualen Osmanischen Reiches und damit auch des Genozids an den Christen, denn er sah Türkisch als Sprache der Politik und Arabisch als Sprache des Islams. Der Schriftsteller Sansal meint, problematisch sei gerade die Renaissance des Islam im Gewand des gemässigten Islams. Dafür stehe die "Nahda-Bewegung" mit Millionen Anhängern und karitativen Initiativen sowie Koranschulen. Auch in Parlamenten seien sie schon vertreten. Es handelt sich aber in Wirklichkeit um Islamisten bzw. fundamentalistische Muslime: "Der gewalttätige Islamismus ist eine vorübergehende Entwicklung. Das wird es noch eine Zeitlang geben, vielleicht zwanzig oder dreißig Jahre, aber seine wahre Intention ist die intellektuelle Ausrichtung. Das große Ziel ist die Renaissance des Islams. Dafür steht die Nahda-Bewegung, deren Name nicht zufällig „Wiedererwachen“ heißt. Entstanden in der Zeit, als die arabische Welt kolonisiert war und der Islam zu verschwinden drohte, hatte die Bewegung das Ziel, den Islam mit der Moderne zu verbinden. Heute hat Nahda Millionen Anhänger und wird immer mächtiger. Sie unterhalten karikative Initiativen, Koranschulen und sind in Parlamenten vertreten. Aber es sind fundamentalistische Muslime, deren Mission es ist, den Islam zu neuer Größe zu führen, in Afrika, Asien, Europa." (Sansal) Damit kann der Islamwissenschaftler Rainer Herman als Fundamentalist, mindestens jedoch als Islampopulist eingestuft werden. Auch über andere Fundamentalisten äussert sich Hermann immer freundlich. Über einen Auror, der 2011 den »World Prize for the Book of the Year of the Islamic Republic Iran« bekommen hat, nämlich den Professor für Religious Studies an der Yale University, Frank Griffel, schreibt Hermann: »Griffel zeigt in seinem brillanten Essay überzeugend, dass der Islam von heute auch als Folge seiner Konfrontation mit dem Westen so ist, wie er ist.« (FAZ, 26.01.2019). Griffel schreibt über sich: "Ich bin Professor für Islamwissenschaft an der Yale Universität in New Haven an der Ostküste der USA... Für mich ist der Koran ein faszinierendes und hochinteressantes Buch, meine Arbeit setzt aber erst dann an, wenn die Leser und Leserinnen des Korans beginnen, dem Buch und seinen Lehren einen Sinn zu geben... Viele meiner Publikationen sind über die Denker al-Ghazali (gest. 1111), Abu l-Barakat al-Baghdadi (gest. um 1160), Averroes (gest. 1198) und Fakhr al-Din al-Razi (gest. 1210)." [142] 

In Stockholm nahm Rushdie den "Kurt-Tucholsky-Preis" für verfolgte Schriftsteller entgegen und hielt vor der Schwedischen Akademie einen Vortrag. "Der Iran verurteilte den Preis natürlich." Auch in Toronto brach "solidarischer Jubel" aus, er traf den Premierminister von Ontario zum Mittagessen. Dazu S. Rushdie: "Die iranische Botschaft in Ottawa hatte sich bei der kanadischen Regierung beschwert, nicht von seinem Besuch in Kenntnis gesetzt worden zu sein. Das war der beste Witz der Woche." [143] 

Der US-Kongress, die UN-Menschenrechtskommission und sogar die britische Regierung nahmen zu den Drohungen Ayatollah Khameneis, Rafsandschanis, Nateq Nuris Stellung. Der Rushdie-Fall wurde als "eine Menschenrechtsfrage von höchster Priorität" bezeichnet. In Norwegen hatte man ein Ölabkommen mit dem Iran auf Eis gelegt; eine milliardenschwere Kreditzusage Kanadas an den Iran war ebenso eingefroren worden. Rushdie durfte sogar von der Kanzel der King's College Chapel eine Predigt halten. Er fühlt sich "wie ein Erzbischof" und sagt: "Hier zu stehen erinnert an das, was das Schönste am Glauben ist... So wie man die King's Chapel als Symbol dessen sehen kann, was das Beste an der Religion ist, so ist die Fatwa zum Symbol dessen geworden, was das Schlechteste an ihr ist. Man könnte Khomeinies Fatwa selbst als eine Sammlung moderner satanischer Verse ansehen. Auch in der Fatwa erscheint das Böse im Gewand der Tugend und die Gläubigen werden getäuscht." [144] 

Der heute so oft anzutreffende "Alarmismus" und Aktivismus, wie er auch in den Äusserungen verschiedener Linkspopulisten wie Außenminister Maas, vormals Justizminister, der die Knebelgesetze für das Internet erschaffen hat („Netzwerkdurchsetzungsgesetz“), zum Vorschein kommt, hat nun auch Frankreich erfasst. Emmanuel Macrons Gesetze gegen die Auswüchse des Internets mögen gut gemeint sein. Verteidiger der Pressefreiheit haben große Zweifel an den neuen Gesetzen. Zweifel formulieren auch Journalisten, Juristen, Philosophen, aber auch die Verfassungsschützer des „Conseil d’Etat“ seit Wochen bezüglich des Gesetzes zur Hass-Bekämpfung im Internet. "Der Entwurf geht auf die Abgeordnete Laetitia Avia aus der Fraktion der „République en Marche“ (LRM) zurück. Die Politikerin, die selbst mehrfach Opfer rassistischer Hassattacken geworden ist, nahm sich das deutsche „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ zum Vorbild."  Problematisch wird es, wenn z.B. Islamkritik als "Islamophobie", "Islamfeindlichkeit" oder als „antimuslimisch“ diffamiert wird. Das Gesetz ist nach dem Geschmack der Links- und Islampopulisten wie dem Journalisten und Islamwissenschaftler Rainer Hermann, denn nun heißt Islamkritik automatisch "Islamophobie" oder „Hasserfüllte Inhalte“. Ein Fest für die Gegner der Meinungsfreiheit: "Für Einzelpersonen, die sie formulieren und veröffentlichen, sind Strafgelder bis zu 250000 Euro vorgesehen, für Unternehmen – als „Content-Beschleuniger“ bezeichnet – können sie die Millionengrenzen überschreiten. Bei wiederholtem Zuwiderhandeln soll die staatliche Medienaufsicht CSA vier Prozent des „weltweiten Umsatzes“ (Avia) einkassieren können – von Facebook, Twitter oder Youtube! Geht es Frankreich darum, die Schulden des Staats zu tilgen? In der Aufzählung der Delikte hielt sich die Abgeordnete Avia weitgehend an Macrons etwas willkürliches Sündenregister aus der Neujahrsansprache. Sie reicherte es dann auch noch mit dem Vergehen der Islamophobie an, was Franz-Olivier Giesbert im Magazin „Le Point“ zu einem Kommentar mit dem Titel von Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ inspirierte. „Die Wirklichkeit übertrifft die Fiktion“, stöhnt Giesbert: Ein Vergehen „Islamophobie“ komme einem Rückfall in die Epoche der Blasphemie gleich, in deren Namen vor der Revolution Todesurteile vollstreckt wurden (jüngst übernahmen bekanntlich ein paar Terroristen diese Aufgabe). Die Folge, so Giesbert: In Frankreich, wo das durchaus geschmacklose Verspotten der Kirche und der Kleriker von den Karikaturisten als Nationalsport betrieben wird, dürfte man keinen Imam mehr kritisieren. Frankreich, wie es sich Laetitia Avia vorstellt, werde „zur islamischen Republik“. Und die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ müsste wohl jede Woche verboten werden. Inzwischen wurde im Gesetzesentwurf die „Islamophobie“ durch den Begriff „antimuslimisch“ ersetzt. Doch damit hat man weder das Problem gelöst noch das Unbehagen aus der Welt geräumt." Dass Anstiftung zu Prostitution und Terrorismus genauso verboten sind wie die Verherrlichung von Attentaten und Kriegsverbrechen, ist ja richtig. Auch die Erinnerungsgesetze sollen im Internet durchgesetzt werden. "Kritische Anmerkungen zum Beispiel über den Genozid an den Armeniern, den das Parlament als solchen anerkannt hat, würden nicht mehr geduldet." Auch das ist richtig. Dieser Teil des Gesetzes trifft vor allem die islamische Welt: ein Großteil der Türken könnte zu Strafzahlungen verdonnert werden, weil sie den Genozid an den Christen leugnen, und die iranische Regierung könnte geschlossen zu Strafzahlungen verurteilt werden, da sie nicht nur die "Verherrlichung von Attentaten und Kriegsverbrechen" sondern auch aktiv "Staatsterrorismus" betreibt (z.B. Fatwa gegen Rushdie, Entführungen, Killerkommandos, Piraterie in der Straße von Hormuz) und zum Terrorismus anstiftet, z.B.Organisationen wie die Hizbollah. Mit diesen Einnahmen von Deliquenten aus islamischen Ländern könnte man die EU gut sanieren. Wann aber ist der Hass echt und „offenkundig“, wie es im Gesetz heißt? Wo werden die Grenzen zur Illegalität überschritten? Die Entscheidung darüber und die Verantwortung zum Eingreifen wälzt der Staat auf Youtube, Google und Co. ab. Sollten sich Twitter, Facebook oder andere Netzgiganten der übertriebenen „Zensur“ verdächtig machen, wird die Medienaufsicht CSA einschreiten. "Ihr Bemühen, Hass und Fake News zu stoppen, ist lobenswert. Doch grundlos steht der Verdacht eines Anschlags auf die Pressefreiheit nicht im Raum. Macron gebärdet sich wie sein Vorbild Napoleon, der Presse und Literatur mit einer Mischung aus Repression, Förderung und Auszeichnungen (wie der Ehrenlegion) gefügig machte. Brutal sind seine Polizisten bei den „Gelbwesten“-Demos gegen Reporter vorgegangen, Dutzende von Klagen wurden eingereicht. Die Affäre um seinen prügelnden Ex-Sicherheitschef Benalla hat gezeigt, dass – und wie – auch aus dem innersten Kreis im Elysée Fake News gestreut werden. Macrons Kommunikationschefin hatte sich ausdrücklich zu ihrer Bereitschaft zum Lügen für den Präsidenten bekannt, inzwischen ist sie Regierungssprecherin... Selbstverständlich muss man den Hass, Antisemitismus und Rassismus verurteilen“, sagt der Schriftsteller und Anwalt François Sureau, eine Bestrafung aber hält er für wenig sinnvoll. Denn Hass, argumentiert er, sei „ein Gefühl“. Im Umgang mit Emotionen wie Empörung und Ekel, die im Internet öffentlich und hemmungslos ausgelebt werden, seien Paragraphen nicht das beste Instrument. Jedes neue Gesetz schränke die Freiheiten ein, und solange es „den Nachbarn bestraft“, störe sich niemand daran. „Der Staat nimmt für sich in Anspruch, immer tiefer in unser innerstes Wesen vorzudringen. Er garantiert nur noch die individuellen Rechte, deren Kult die Freiheit zerstört“. Sureau konstatiert die „Atomisierung des politischen Subjekts“ und die Tyrannei der Minderheiten: „Vor unseren Augen stirbt die Idee der Republik, in der sich jeder Bürger als Garant der Freiheiten auch des anderen fühlt.“ Und bereit ist, Kritik und manchmal auch Verleumdungen einzustecken." [145] 

Einige Jahre nachdem der Iran als Staatsterrorist aufgetreten war und die Fatwa gegen Rusdie ausgesprochen hatte, bildete sich in England die "Anti-Rushdie-Pressure-Group der Tories, die u.a. aus Sir Edward Hesth, Emma Nicholson, und dem bekannten Apologeten iranischer Interessen, Peter Temple-Morris. Emma Nicholson soll sogar gesagt haben, dass sie das Regime, das von den Vereinten Nationen als "eines der schlimmsten der Welt verurteilt wurde, was Morde, Verstümmelungen und Folter am eigenen Volk anbelangt", mittlerweile "respektiert und mag." Die iranische Presse soll sogar einen Preis von sechzehn Goldstücken und einer Pilgerfahrt nach Mekka für einen Zeichentrickfilm ausgesetzt haben, der "beweist", dass es sich bei Die satanischen Verse gar nicht um einen Roman handelt, sondern um eine westliche Verschwörung gegen den Islam. Rusdie äussert sich zu den Verleumdungen so: "Wenn es gut und richtig war, die Mitläufer des Kommunismus auf der Linken anzugreifen und jene, die eine Appeasement-Politik gegenüber den Nazis betrieben, auf der Rechten, dann haben es die Freunde des revolutionären Iran - Geschäftsleute, Politiker, britische Fundamentalisten -verdient, mit gleicher Verachtung behandelt zu werden." Rushdie bekam natürlich auch Drohbriefe wie "die Zeit ist nah" oder "Allah sieht alles". Ein Brief war von D. Ali von der "Sozialistischen Arbeiterpartei Manchester und der Anti-Rassismus-Liga" unterzeichnet. Deren Mitglieder hätten sämtliche Flughäfen im Auge, sagte er, und seien überall unterwegs - Liverpool, Bradford, Hampstead, Kensington. Während Allah und seine Gesellen weiter im Dunkeln tappten, sollte Rushdie im Massachusetts Institute of Technology geehrt werden. Alain Lightman, der Autor von "Und immer wieder die Zeit", der am MIT lehrte, hatte ihn angerufen und ihm die Ehrendoktorwürde angeboten. "Man hatte ihm gesagt, das MIT sei mit Ehrendoktorwürden nicht gerade freigiebig, bisher sei die Ehre nur einem anderen zuteil geworden, und das war Winston Churchill."  [146] 

Die Zeitung "The Independent", die ja zur "Hauspostille des britischen Islam" verkommen war und die sich in "islamischem Appeasement besonders hervorgetan hatte" (Rushdie), druckte ein "unsägliches Stück" von Yasmin Alibhai-Brown ab, und die über die "vielen guten, positiven Effekte der Fatwa schrieb, dank deren die britischen Muslime zu einer Identität und einer öffentlichen Stimme gefunden hätten." Welche Identität meint sie denn? Die, die von Thomas von Aquin und Augustinus beschrieben wurde, nach der man z:B. Moslems fliehen solle wie die Pest, eine Identität, die umschrieben wird mit "Schwätzern und Seelenverkäufern, die Fabeleien und Lügen daherreden und in solch eitlem Gerede sozusagen ein tiefes Wissen versprechen"? Oder wie Rushdie es sagt: "Ideologie der Engstirnigkeit und Intoleranz" , "Abschaum", "Wir lassen uns von diesen Mistkerlen nicht unterkriegen", "Es gibt alle möglichen Arten von Mistkerlen, nicht alle sind Muslime." [147] 

Mit Klaus Kinkel als EU-Ratspräsident, deutete sich schon an, was später in der Merkel-Administration Wirklichkeit werden sollte: Nicht das Christentum und die Meinungsfreiheit gehören zu Deutschland sondern "Der Islam gehört zu Deutschland" (Merkel, Scheuble, u.a.). Dazu Rushdie: "Manchmal konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, die Deutschen machten dem Iran in Europa den Büttel. Sie hatten ihre Besen gezückt, um ihn wieder einmal unter den Teppich zu kehren." Auch der ehemalige Rocksänger Cat Stevens (Yusuf Islam) blubberte "mit seinem Geschwätz in The Guardian an die Oberfläche wie ein Furz in der Badewanne und verlangte erneut, Rushdie müsse sein Buch zurücknehmen und bereuen." Später behauptete Cat Stevens, er habe sich nie im Fersehen oder in der Presse zu Wort gemeldet, "um seinen unverschämten, blutrünstigen Müll von sich zu geben." [148] 

In der Algerien-Sitzung äußerte Rushdie seine Meinung, "dass sich der Islam, der real existierende Islam, nicht von den in seinem Namen begangenen Verbrechen freisprechen ließ." Jacques Derrida war anderer Meinung, der Islam habe mit der Ideologie nichts zu tun. In Theheran ließ derweil Ayatollah Jannati verlauten, "die Fatwa stecke den Feinden des Islam in der Kehle, könne aber nicht widerrufen werden, ehe dieser Mann stirbt." Auch in Großbritannien dürften britische Muslime wie die "Bradford-Clowns" ähnliches verlauten lassen, ohne dass sie strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen wurden. Peter Temple -Morris von der "Anti-Rushdie"-Torygruppe unterstützte diese Moslems auch noch; bei enem Seminar der School of Oriental and African Studies sagte er in einer Rede in Gegenwart des iranischen chargé d'affaires Gholamreza Ansari und mit dessen Zustimmung, "Mr. Rushdie sei an der ganzen Sache schuld und solle endlich den Mund halten." Dennoch fühlte sich die Arbeit als Schriftsteller für Rushdie an "wie ein Sieg über die Mächte der Finsternis". Bezüglich der islamischen Terror-Organisationen Hizbullah und Hamas gilt auch heute noch: "die Finsternis nicht siegen lassen". Der palästinensische Verhandlungsführer Saeb Erekat hat Anfang Juli 2019 Äußerungen des Hamas-Politbüromitglieds Fathi Hammad scharf verurteilt, der die palästinensische Diaspora dazu aufgefordert hatte, „jeden Juden auf dem Planeten Erde anzugreifen“. Hammad sagte, „wir müssen sie schlachten und töten“. [149] 

Wie funktioniert eigentlich Politik in islamischen Ländern wie Iran, z.B. wenn eine europäische Initiative auf diese Politik trifft? Sie schiebt sich "durch die verschlungenen Eingeweide der iranischen Mullahkratie und wurde mit der rätselhaften Trägheit dieses undurchschaubaren Organismus wiedergekäut und verdaut. Hin und wieder gab es irgendwelche positiven oder negativen Verlautbarungen, die ihn an Fürze denken ließen. Sie stanken, taten aber nichts zur Sache."  Auch die angesehene Islamwissenschaftlerin Annemarie Schimmel liebte islamische Länder und "brüllende Muslimhorden" und bekam dafür "auf der Frankfurter Buchmesse den Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen und sprach sich zum allgemeinen Entsetzen begeistert für die Fatwa gegen den Verfasser des von ihr zuvor verurteilten Buches Die satanischen Verse aus. Angesichts laustarker Empörung versuchte sie sich in der 'Cat-Stevens-Abwehr' - das habe ich nicht gesagt -, doch als zahlreiche Menschen sich bereit erklärten, dies der Presse unter Eid zu bestätigen, äusserte sie knapp, sie wolle sich entschuldigen, was allerdings nicht erfolgte." Die Grande Dame mochte eine große Wissenschaftlerin sein, doch bewahrte sie das nicht vor der "Mitgliedschaft in der Cat-Stevens-Trottelpartei." Die Mitglieder dieser Partei mussten sich Fragen gefallen lassen wie, welcher Religion er angehöre, "Muzlim?", "Islammic?", vielleicht einer von diesen "Ayatollah-Brüdern?"  [150] 

Ähnlich wie in Deutschland oder Frankreich versuchen sich auch britische Politiker bei ihren islamischen Wählern beliebt zu machen, so auch damals der Labour-Innenminister Jack Straw: er verkündte in London "durch eine neue Gesetzgebung werde der archaische, veraltete und längst zur Abschaffung fällige Gotteslästerungsparagraf über die Church of England hinaus auf andere Religionen ausgeweitet, was es unter anderem wieder ermöglichte, die satanischen Verse zu verfolgen und zu verbieten." Obwohl Straws Vorstoß scheitern sollte, "suchte Blairs Regierung jahrelang nach Wegen, Religionskritik - beispielsweise am Islam -  für rechtswidrig zu erklären. Einmal ging er in Begleitung von Rowan Atkinson ('Mr. Bean geht nach Whitehall') ins Innenministerium, um dagegen zu protestieren. Rowan, im wirklichen Leben ein verhaltener, besonnener Mann, wollte von den gesichtslosen Männern und dem Staatssekretät wissen, wie es mit Satire stehe. Natürlich waren sie alle Fans von ihm und wollten, dass er sie zurückliebte. Oh, Comedy, wir lieben Comedy, Satire ist überhaupt kein Problem. Er nickte bekümmert und sagte, kürzlich habe er in einem Fernsehsketsch Filmmaterial von Muslimen beim Freitagsgebet in, so glaube er, Teheran verwendet und mit dem Off-Kommentar versehen: 'Die Kontaktlinsen des Ayatollah sind noch immer nicht gefunden.' Wäre das angesichts der neuen Gesetzgebung in Ordnung, oder müsse er deshalb ins Gefängnis? O nein, das wäre kein Problem, hieß es, gar kein Problem, überhaupt kein Problem. Hmm, sagte Rowan, aber wie könne er da sicher sein? Das ist ganz einfach, entgegneten sie. Sie schicken das Drehbuch an die entsprechende Behörde zur Genehmigung, die sie natürlich bekommen, und dann wissen Sie's. 'Ich frage mich', gab Rowan zu bedenken, 'warum mich das nicht beruhigt.'" Lässt Mr. Bean Moslems nach den Kontaktlinsen des Ayatollah suchen, fragen sich andere Komiker, welche Frisur wohl unter dem Turban versteckt ist. Rushdie (1988) meinte, es seien Hörner, Otto (2019) meinte, im arabisch-islamischen Raum würde man diese Frisur "Achwardamalhaardran" nennen. [151] 

Auch bei der Debatte über die Israel-Boykott-Bewegung BDS sollen islamische Wähler nicht vergrault werden. So plädierten sechzehn deutsche Nahost-Wissenschaftler um Gudrun Krämer in der „Zeit“ für eine differenzierte Sicht auf den BDS. In eine ähnliche Richtung ging der Solidaritätsaufruf von mehr als dreihundert Wissenschaftlern für Peter Schäfer, der als Direktor des Jüdischen Museums Berlin zurücktrat, nachdem ihm unter anderem vorgeworfen worden war, aus dem Museum ein Forum für BDS-Sympathisanten gemacht zu haben. Ein neuerlicher Aufruf von Wissenschaftlern, der vom Verein für Demokratie und Information lanciert wurde, fordert die Bundesregierung dagegen auf, sich der Bundestagsresolution gegen die ihrem Urteil nach klar antisemitische BDS-Bewegung anzuschließen. Auch in der Regierung ist man sich jedoch nicht einig. Das Außenministerium, das vom Islampopulisten Maas geleitet wird, "fürchtet im Fall des Verbots um den Kontakt zu palästinensischen NGOs." Angesichts des "eliminatorischen Eifers, mit dem der BDS den palästinensischen Befreiungskampf feiert und dafür, wie die BDS-Aktivistin Jasbir Puar, selbst Terror meint rechtfertigen zu müssen", ist an einige historische Tatsachen zu erinnern: etwa, dass der palästinensische Großmufti Jerusalems mit dem NS-Staat kollaborierte, was der Jerusalem-Ausstellung am Jüdischen Museum keinen Hinweis wert war; dass der auf den UN-Teilungsplan zurückgehenden israelischen Unabhängigkeitserklärung noch am selben Tag die Kriegserklärung von sechs arabischen Staaten folgte; dass die Aggression vor dem Sechs-Tage-Krieg nicht von Israel, sondern von Ägypten ausging; dass die palästinensischen Flüchtlinge von 1948 in den arabischen Staaten nicht etwa bereitwillig empfangen wurden, sondern teils bis heute in Flüchtlingslagern unter beklagenswerten Umständen leben; dass die Terrororganisation Hamas, mit der die BDS-Bewegung offen sympathisiert, jede ernsthafte Friedensverhandlung als sinnloses Geschwätz abtut. "Kurios wirkt die Haltung des deutschen Außenministeriums, das einerseits Ehrenerklärungen zum Schutz Israels abgibt und zugleich Staaten hofiert, die offen dessen Zerstörung betreiben. War es ein Akt der Diplomatie, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem diktatorischen Regime Irans, dessen religiöses Staatsoberhaupt den Holocaust leugnet und alle Juden umbringen will, zum vierzigsten Geburtstag gratulierte? Oder drückt sich hier eine Haltung aus, die an der Existenz des israelischen Staates nur rhetorisch interessiert ist? Warum fördert das Auswärtige Amt den Wohltätigkeitsverein Islamic Relief, der zum Aktionsgeflecht der islamistischen Muslimbruderschaft gehört und im Verdacht steht, einen Teil der Steuergelder an die Terrororganisation Hamas weiterzuleiten? Die Hamas beschwört in ihrer bis heute gültigen Charta: „The Day of Judgment will not come about until Moslems fight Jews and kill them. Then, the Jews will hide behind rocks and trees, and the rocks and trees will cry out: ,O Moslem, there is a Jew hiding behind me, come and kill him‘.“ Die Förderung von Bewegungen, die sich am Rand der Verfassung und darüber hinaus bewegen, hat bei Islampopulisten wie Vertreter von SPD, Grünen und Linken allerdings eine breitere Basis. "So ließ sich eine Aktivistin des von der sozialdemokratischen Staatssekretärin Sawsan Chebli gegründeten Vereins Juma mit einem Maschinengewehr auf dem Holocaust-Mahnmal ablichten. Wo blieb der Aufschrei der Genossen?"  Als der BDS Fahrt aufnahm, schickte ihm die Hamas einen Tweet, man schrieb den 5. Juli 2017: „Wir grüßen und unterstützen die einflussreiche BDS-Bewegung!“ Von der Sympathie-Erklärung einer Organisation, die Kinder als Schutzschilde nimmt, Gefangene foltert und darauf hinwirkt, dass an UN-Schulen in Gaza nicht über den Holocaust gesprochen wird, hat sich die BDS-Führungsebene bis heute nicht distanziert. Gudrun Krämer will im Gespräch bleiben. Worüber? "Über von BDS-Mitgliedern gestürmte Holocaust-Veranstaltungen in Berlin oder Berkeley, über gefälschte Einschüchterungsbriefe, die jüdischen Studenten im Namen der Hochschulleitung die Vertreibung aus ihren Zimmern ankündigten (Florida Atlantic University), über handgreifliche Attacken auf jüdische Studenten (mehrere Universitäten), über die Verniedlichung der Hamas als Milch- und Honigproduzent durch den BDS-Aktivisten John Esposito, der einen verurteilten Terroristen als guten Freund bezeichnete, über die Intifada, die der BDS-Unterstützer Hatem Bazian auch in den Vereinigten Staaten lostreten wollte, über die Morddrohungen gegen Lionel Messi oder Paul McCartney, mit denen der BDS Künstler und Wissenschaftler auf die eigene Agenda verpflichten wollte? Beispiele unter vielen. Oder plant Krämer ein Gespräch über die wirtschaftlichen Erpressungsmethoden der Bewegung, die unter anderem dazu führten, dass fünfhundert Palästinenser ihren Arbeitsplatz verloren, was der BDS als Sieg feierte? Nicht nur das lässt daran zweifeln, dass der BDS ein legitimer Repräsentant der palästinensischen Bevölkerung ist. Für die in Syrien und im Libanon lebenden Palästinenser hat man bisher keine BDS–Solidaritätsbekundungen vernommen. Wo man das palästinensische Schicksal nicht eliminatorisch gegen den Staat Israel wenden kann, scheint es nicht zu kümmern. Anders als oft behauptet, und wie die BDS-Führungsfigur Ilan Pappé sogar öffentlich einräumte, ist der BDS auch keine Bewegung, die organisch auf dem Boden der palästinensischen Zivilgesellschaften gewachsen ist, sondern ein Konstrukt von Ideologen. Dass der BDS im Kern antisemitisch ist, lässt sich nach dem Konsens der Antisemitismusforschung klar bejahen. Die Dämonisierung Israels als NS- oder Apartheidsstaat, die Leugnung des Existenzrechts, die Belastung mit unerfüllbaren Forderungen: die drei Hauptkriterien des israelbezogenen Antisemitismus sind entweder in den Präambeln der Bewegung zu lesen oder werden von ihren Unterstützern wortreich vertreten. Es fragt sich, warum die Wissenschaftler, die sich für den BDS aussprechen, für ihre Israel-Kritik ein Sprachrohr benötigen, das die Meinungsfreiheit und andere Grundrechte mit Füßen tritt. Kennen sie keine anderen Mittel als Nötigung, Boykott und Drangsalierung? Die Spaltung, die durch die Wissenschaft geht, hat Tradition. Die amerikanischen Verbände der Orientalismus-, Nahost- und Sprachwissenschaften haben sich dem BDS schon früh angeschlossen. Hier kommt es zu scheinbar paradoxen Koalitionen. Der BDS-Unterstützer Hatem Bazian beispielsweise lehrt am Institut von Judith Butler in Berkeley. Die „Students for Justice in Palestine“, die Bazian gegründet hat, ist mit der „Jewish Voice for Peace“, der Butler angehört, nicht nur gut vernetzt, sondern auch im Ziel einig. Butler erwartet von Israel, freiwillig seine Existenz aufzugeben. Schon 2006 hat sie mit der Aussage schockiert, die Terrororganisationen Hizbullah und Hamas seien als Partner im antiimperialistischen Befreiungskampf zu betrachten. Das lässt sich von Kalifornien aus leicht sagen. Man darf sich von Namen also nicht täuschen lassen. Die „Jewish Voice for Peace“ ist einer der Motoren der BDS-Bewegung und einer der aggressivsten Treiber bei der versuchten Zerstörung von Israel." [152]

So weit ist es schon gekommen, dass die Medien in den USA und Europa islamische Fundamentalisten wie die Kongressabgeordnete Ilhan Abdullahi Omar, die der BDS und Nahda-Bewegung zugeordnet werden können, als Heldin feiern. Tatsächlich gibt es für die 36 Jahre alte Frau, "die stets mit Hijab in der Öffentlichkeit auftritt, eine breite Solidarisierungswelle". Auch in Europa solidarisieren sich Islampopulistinnen wie Angela Merkel mit ihr und werden dadurch zu verkappten Antisemititen. Ilhan Abdullahi Omar wurde 1982 in Mogadischu geboren. Die Tochter eines Lehrers flüchtete nach dem Tod der Mutter mit der Familie vor dem Krieg in Somalia und verbrachte vier Jahre in einem Flüchtlingslager in Kenia. 1992 kam sie nach Amerika. Der Vater fuhr Taxi, die Tochter schloss die High School in Minneapolis ab und studierte Politik in North Dakota. Nach dem College kehrte sie nach Minnesota zurück und betätigte sich als Mitarbeiterin von Kommunalpolitikern der Demokraten. "2016 wurde sie ins Abgeordnetenhaus ihres Heimatstaates gewählt, 2018 – mit dem Rückenwind der Anti-Establishment-Bewegung bei den Demokraten – ins Repräsentantenhaus in Washington. Seither bereitet sie der Parteiführung gemeinsam mit den drei anderen jungen Rebellinnen jede Menge Probleme. Immer wieder sorgten ihre Äußerungen über den israelisch-palästinensischen Konflikt für Empörung in den eigenen Reihen. Als sie vor wenigen Monaten mit einer Bemerkung über den Einfluss einer proisraelischen Interessengruppe suggerierte, jüdische Organisationen erkauften sich Stimmen im Kongress, handelte sie sich eine förmliche Rüge wegen der Verbreitung „antisemitischer Stereotypen“ ein. Zum Teil tappt sie ungewollt in Fallen des amerikanischen Diskurses, weil sie mit einem muslimischen Narrativ über Amerika und Israel sozialisiert wurde, zum Teil provoziert sie bewusst das Parteiestablishment." Als verkappte Fundamentalistin gibt sie ihre Nähe zu islamischen Terrorgruppen natürlich nicht offen zu. Ilhan Omar warf „jüdischen Kollegen“ vor, sie griffen die palästinensisch-islamistische Demokratin Rashida Tlaib, nur an, weil diese eine Muslima sei. Sie hingegen wolle „den politischen Einfluss in diesem Land kritisieren“, der auf „Gefolgschaft zu einem fremden Land“ dränge. Gemeint war Israel. Ilhan Omar warf jüdischen Abgeordneten also vor, sie hätten eine gespaltene Loyalität. "Das ist das Markenzeichen ihrer politischen Rhetorik: Sie beklagt antimuslimischen Rassismus und bedient zugleich uralte antisemitische Stereotype und äußert sich selbst rassistisch. Zurzeit beschäftigt sich Ilhan Omar mit einer Resolution, die der Verteidigung der anti-israelischen, antisemitisch grundierten Boykott-Bewegung BDS („Boycott, Divestment and Sanctions“, s.o.) dienen soll. Jener Bewegung also, die der deutsche Bundestag wegen ihres antisemitischen Charakters gerade erst verurteilt hat." Die Kongressabgeordnete Ilhan Omar vergleicht die BDS-Bewegung mit historischen Boykottaufrufen gegen NS-Deutschland und die Sowjetunion. Im Weltbild Ilhan Omars erscheint Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten, anscheinend mit zwei der schlimmsten Diktaturen der Menschheitsgeschichte vergleichbar. Mit dem südafrikanischen Apartheids-Regime hat Ilhan Omar Israel ebenfalls schon in Beziehung gesetzt. Die Verteidigung der Kongressabgeordneten durch die Bundeskanzlerin hat es sofort auf den englischsprachigen Wikipedia-Eintrag Ilhan Omars geschafft. Somit gilt Angela Merkel "als Kronzeugin für eine Politikerin, die mit antisemitischen Vorurteilen spielt." [153]

Als Hassan Rohani, ein Befürworter der Todesfatwa gegen Rushdie,  2013 antrat, um nach dem "Hitzkopf Ahmadineschad" der nächste Präsident zu werden, versprach er, mit ihm werde er alle Probleme Irans lösen. Werde das Land nach außen und nach innen öffnen. Die Islamische Republik zurück auf die Weltbühne führen, Minderheiten schützen und Frauen mehr Rechte gewähren. Sie sollten die gleichen Chancen auf ihrem Bildungs- und Arbeitsweg haben, geschiedene Frauen wollte er sogar finanziell besserstellen. All das werde praktisch von allein geschehen, wenn die Weltgemeinschaft ihre Sanktionen beende und Iran wieder in ihren Schoß aufnehme, dann werde die Wirtschaft wieder florieren. "Sechs Jahre später ist nichts davon eingetreten. Die Wirtschaft liegt am Boden. Menschenrechtsaktivisten und Feministinnen warten hinter Gittern auf Peitschenhiebe. Rohanis diplomatischer Supercoup, das Atomabkommen, ist so gut wie gescheitert." Rohani spricht nun plötzlich wie ein Hardliner: Widerstand, imperiale Arroganz, Zionismus, alle Kampfbegriffe dabei. Droht dem amerikanischen Präsidenten; er zeigt jetzt sein wahres Gesicht.  Rohani, 1948 hundert Meilen von Teheran entfernt in eine islamistische Familie geboren, wurde schon früh zum Revolutionär. "Während seines Koranstudiums traf er Chomeini. Als einer der Ersten erkannte Rohani den Revolutionsführer als Imam an, woraufhin er sich vor dem Geheimdienst hüten musste. Als die Islamische Revolution 1979 siegte, sprach er in einer im Radio übertragenen Rede davon, sie nun auch mit Waffen zu exportieren. „Dschihad kennt keine Grenzen... genauso wie Satan und satanische Leute keine Grenzen kennen.“ Während des Kriegs mit dem Irak war Rohani die rechte Hand des Präsidenten Rafsandschani und zeigte sich unbeeindruckt vom Leiden der Bevölkerung: Für einen Heiligen Krieg müsse man eben Opfer bringen. Nach dem Tod Chomeinis wurde Rohani Stellvertreter Chameneis, des Nachfolgers an der Staatsspitze. Schon damals reiste Rohani durch die Welt, doch mit dem Westen, der ständig Menschenrechte anmahnte, war es kompliziert. "Bei einem Besuch in Deutschland 1993 etwa zeigte er sich verärgert über die Kritik an der iranischen Todes-Fatwa gegen den Schriftsteller Salman Rushdie. Die solle man bitte auch unter Redefreiheit abbuchen, wenn man schon ständig diesen Begriff anbringe. Mehr als 15 Jahre später, im Jahr 2009, ereiferte er sich immer noch: „Sogar wenn Salman Rushdie ermordet wird, ist der Kampf nicht vorbei.“ Es gehe nicht um die Freiheit politischer Parteien oder Frauenrechte „nach westlicher Definition“, sondern um einen „Krieg zwischen zwei Kulturen“. Als Studenten sich 1999 im eigenen Land erhoben, um jene westlichen Rechte für sich einzufordern, bezeichnete Rohani sie konsequenterweise als Verräter. Die Proteste wurden, wie so oft in Iran, blutig niedergeschlagen. Auch in den 2000er Jahren ging es ungut weiter zwischen Iran und dem Westen. Die Anschläge von 9/11 verurteilte Rohani zwar, hielt aber im gleichen Atemzug für möglich, dass Zionisten dahinterstecken könnten. Und ja, auch Terror und Selbstmordattentate hieß er gut, sofern sie sich gegen eine Besatzungsmacht richteten. Auf die entsetzte Nachfrage eines amerikanischen Reporters, ob dies bedeute, dass Palästinenser israelische Kinder und unschuldige Familien abschlachten sollten, erwiderte Rohani: „Was sollen sie tun? Was ist ihre Alternative?“ Einen Ruf als Diplomat erarbeitete er sich dennoch. Zwischen 2003 und 2005 jettete er von einer westlichen Hauptstadt in die nächste, um die Welt von der Friedfertigkeit des iranischen Atomprogramms zu überzeugen. Er ließ sich halbherzig auf Forderungen der Internationalen Atomenergiebehörde ein, um Sanktionen abzuwenden. Gleichzeitig zeigte er sich aber weiter davon überzeugt, dass atomare Macht „die Autorität des iranischen Systems stärkt“. Im Westen machte seine undogmatische Art Eindruck. Sein Verhandlungsgeschick brachte ihm den Namen „Diplomatenscheich“ ein. Wie er diesen Titel verstand, erklärte er später in einem Buch: „Diplomatie“, schrieb er, „ist die Kunst, eine Region zu verstehen, ihre Stärke und Position einzuschätzen und daraus Profit zu schlagen.“ Islampopulisten in Deutschland wie Außenminister Maas und Angela Merkel sind begeistert von ihm. Im Jahr 2013 wurde er dann zum Präsidenten gewählt. Die ganze Welt feierte das als Neuanfang, er selbst sprach vom „Sieg der Mäßigung über den Extremismus“. Westliche Journalisten jubelten über den Reformer Rohani, obwohl dieser nie dem Flügel der Reformisten angehörte, sondern ein ganz normaler Islamist bzw Terrorist war. Wer genau hinhörte, konnte schon da wissen, dass Freiheit und Demokratie im westlichen Sinne nie sein Ziel waren. Schöne Worte von Freiheiten und Bürgerrechten hier, klare Bekenntnisse zum Regime und zum Allah-Staat dort. In westlichen Zeitungen ließ Rohani sich damit zitieren, dass die Iraner frei seien, ihr Land zu kritisieren. Doch fügte er immer dazu, dass eben alles seinen Rahmen in der Verfassung finde. Zahlen von Amnesty International und anderen Organisationen sprachen eine andere Sprache: Unter Rohani wurde mehr gefoltert und hingerichtet als zuvor. 2017 wählten ihn die Iraner noch einmal wieder, doch 2018 trieb der Unmut das Volk auf die Straße. Hatten Demonstranten sich in der Vergangenheit noch mit den Reformisten verbündet, richtete ihr Protest sich diesmal gegen das ganze System. Sie wünschten nicht nur Chamenei den Tod, sondern auch Rohani. Sie riefen: „Reformer, Prinzipalisten: Das Spiel ist aus!“ [154]

Im Jahr 2011 kam Rushdies Buch "Mitternachtskinder" als Spielfilmproduktion nach Indien und Sri Lanka, dreißig Jahre nach seinem Erscheinen und vierzehn Jahre nach dem Scheitern der BBC-Fersehserie. Vorher hatten muslimische Politiker in Sri Lanka alles daran gesetzt, die Fersehserien zu verhindern. In Teheran rief der iranische Aussenminister den Botschafter von Sri Lanka zu sich, um sich zu beschweren. Dann forderte eine "Gruppe muslimischer Abgeordneter" oder "Moslem-Narren", um ein Wort Athanasius des Großen abzuwandeln, die Präsidentin Chandrika Bandaranaike auf, die von ihre erteilte Dreherlaubnis zurückzunehmen, obwohl auch schon der stellvertretende Verteidigungsminister der Präsidentin "volle militärische Unterstützung" zusicherte. Hinter den Kulissen hatten der Iran und Saudi-Arabien gedroht, sri-lankische Arbeiter auszuweisen, wenn die BBC-Produktion nicht gestoppt werde. [155]

In Europa und Amerika gibt es viele Wissenschaftler, Politiker und Schriftsteller, die man der "Cat-Stevens-Trottelpartei" bzw. den "Moslem-Narren" zuordnen kann. Dazu zählt, wie schon erwähnt auch der Spionageautor John le Carré. Er hätte wie die Kapitänin Rackete wahrscheinlich auch die höchste Verdienstmedaille der Stadt Paris erhalten. Wichtigstes Kriterium für diesen Preis: eine gewisse "Verlogenheit" müsse vorhanden sein. Die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat die deutschen Kapitäninnen Carola Rackete und Pia Klemp, die vor allem weitere Moslems nach Europa schleusen, mit der höchsten Verdienstmedaille der Stadt Paris ausgezeichnet. John le Carré wäre zumindest auch preiswürdig, hat er sich doch als einer der wenigen Schriftsteller zu Beginn des Angriffs auf die satanischen Verse gegen Rushdie ausgesprochen. Während der "übelsten islamischen Attacken" auf die satanischen Verse 1989 hat sich Carré ziemlich großspurig auf die Seite seiner Angreifer gestellt. In einem Wortgefecht, das der Guardian abdruckte, schreibt Rushdie über John le Carré: Er müsse feststellen, "dass 1. er die vernagelte, reduktionistische , radikal islamische Auffassung teilt, Die satanischen Verse sei nichts anderes als eine 'Beleidigung', und 2. behauptet, jeder, der für vernagelte, reduktionistische , radikal islamische Leute nichts übrig hat, verliert sein Recht auf ein Leben in Sicherheit... Dass er sich derart schwammig und beschönigend zu einem offenen Aufruf zum Mord gegen Kopfgeld positioniert, begründet er damit, dass auch Ayatollahs Gefühle haben." [156]

Heute haben es Moslems sogar fertig gebracht, die evangelische und katholische Kirche so weit zu manipulieren, dass sie "fromme" Muslime, also vor allem "Obermullahs", Ayatollahs und Imame als Gläubige bzw Gottesfürchtige bezeichnen. Besonders angebracht ist es dann, wenn diese Moslems als Oberstaatsanwalt tätig sind: "Und der Oberstaatsanwalt Morteza Moqtadaie verkündete, 'dass Blut dieses Mannes muss vergossen werden', und das staatliche Radio in Teheran spekulierte, 'die Zerstörung des wertlosen Lebens dieses Mannes könnte dem Islam neues Leben einhauchen.'" [157]

Seit der Fatwa gegen S. Rushdie werden "muslimisch aussehende Männer" mit anderen Augen gesehen; es könnten "Auftragskiller der libanesischen Hizbullah" sein, oder iranische Pasdaran, die skrupellosen "Beschützer" der islamischen Revolution, die inzwischen wie die Hizbullah als Terrororganisation eingestuft werden, oder einfach nur "Mohammednarren" oder islamische Studenten. In Teheran gingen seinerzeit tausende "Hisbollah-Studenten" auf die Straße und behaupteten, sie seien bereit, den Autor und seine Verleger anzugreifen, also das alte Lied des islamischen Terrorismus. Auch in Alt-Dehli, wo viele Muslime leben, muss man an "Albtraumszenarien" denken mit gefährlichen "Muslim-Horden".  [158]

Wie sieht das Familienleben der "Muslim-Horden" aus, was zum Beispiel das Thema Meinungsfreiheit betrifft, etwa in Dubei? Der 70 Jahre alte Emir Muhammad Bin Raschid Al Maktoum ist mit sechs Frauen verheiratet und hat von ihnen mindestens 23 Kinder, von denen sich nicht mehr alle seinen patriarchalischen Vorstellungen unterwerfen wollen. "Der neueste Fall trifft den milliardenschweren Emir aber am härtesten. Begonnen hatte der Streit, als sich im Jahr 2000 Schamsa, eine der Töchter, während des Sommerurlaubs im englischen Longcross von der Familie absetzte. Ihr Vater ließ sie kurzerhand entführen und nach Dubai zurückbringen, wo sie angeblich acht Jahre im Gefängnis verbracht hat und nie mehr gesehen wurde. Zwei Jahre darauf wollte Latifa, eine andere Tochter, flüchten. Sie soll drei Jahre geschlagen worden sein, bis sie reuig von ihrem Tun Abstand nahm. Allerdings nicht für immer. Im vergangenen Jahr gelang ihr mit Hilfe ihrer finnischen Fitnesstrainerin mit Jet-Skis und einer Yacht eine spektakuläre Flucht in die Freiheit. Doch die währte nur kurz. Selbst Goa war nicht weit genug. Die Jäger des Vaters entführten auch sie und brachten sie zurück nach Dubai." Ein Video zeigte sie im Dezember 2018, sie wirkte apathisch, nach Angaben des Palastes war zu sehen, wie sie ihren „Geburtstag“ feierte. Beobachter mutmaßen hingegen, dass sie unter Rauschgifte gesetzt und somit ruhiggestellt werde. Latifas Fall war einer der Streitpunkte, die die Ehekrise zwischen dem Emir und seiner sechsten Frau, Haya bint Hussein Al Hashimi, zugespitzt haben. Prinzessin Haya setzte sich für die heute 33 Jahre alte Latifa ein, und offenbar zog sie sich damit den Unmut des Hauses Maktoum, der Großfamilie ihres Manns, zu. Nun wird der Streit der beiden in London ausgetragen, und er droht zu einer Gerichtsschlacht zu werden. Haya hatte sich im Juni 2018 über Deutschland nach London abgesetzt, wo sie mit ihren beiden Kindern, der elf Jahre alten Dschalila und dem sieben Jahre alten Zayed, eine prächtige Villa in der Nähe des Kensington-Palastes bezogen hat. In London will sie die Vormundschaft über ihre beiden Kinder erstreiten. "In dem Verfahren gehe es offiziell nicht um die Scheidung und nicht um Finanzielles, hatte das Paar jüngst erklärt. Schließlich wird das Privatvermögen des Emirs auf mindestens fünf Milliarden Dollar taxiert. Es gehe lediglich um die Vormundschaft sowie um die Sachverhalte „Schutz vor Zwangsehe“ und „Schutz vor häuslicher Gewalt“. Offenbar fürchtet Prinzessin Haya, auch sie könnte entführt werden." Dabei waren die beiden lange ein Paar, das glücklich schien und zu repräsentieren wusste. Muhammad Bin Raschid ist ein Emir, Haya hat königliches Blut. Ihr Vater war der jordanische König Hussein, der von 1929 bis 1999 lebte, nach ihrer Mutter Alia ist die jordanische Fluggesellschaft benannt. Der heutige jordanische König Abdullah ist ihr Halbbruder. Bis zu ihrer Heirat mit dem Emir von Dubai im Jahr 2004 hatte die emanzipierte Prinzessin die längste Zeit im Ausland verbracht. Sie besuchte Internate in Bristol und Dorset, studierte in Oxford. Die passionierte Reiterin war die erste arabische Frau, die 1992 bei den Panarabischen Reiterspielen eine Medaille gewann. Sie nahm 2000 an den Olympischen Sommerspielen in Sydney teil und war die Fahnenträgerin ihrer Mannschaft. Heute sehen die Liebesgrüße des Emirs so aus: „Oh Geliebte, es gibt nichts mehr zu sagen. Du hast keinen Platz mehr an meiner Seite. Es kümmert mich nicht, ob du lebst oder stirbst.“ Wie Beispiele aus Deutschland zeigen, kann eine Freundschaft oder gar Ehe mit einem Muslim tödlich enden, auch die Ehe mit einem Emir verbessert die Lage nicht wesentlich. [159]
 

Islamischer Bergheiliger, "der sogar seine Fürze als Heilmittel verkauft"

„Was aber ist der Islamismus anderes als ein Aberglaube, an dem Millionen heimlich oder offen hängen?“ (Rafik Schami)
Rafik Schami's neuer Roman zeigt, wie wenig Ahnung Muslime und auch die Oberen der katholischen Kirche heute vom Christentum haben. "Die offizielle Version der geheimen Mission ist bald entschlüsselt: Der abgeklärte Geistliche sollte einen zwar muslimischen, aber Jesus verehrenden „Bergheiligen“ im Norden des Landes hinsichtlich seiner vielfach bezeugten Heilkräfte überprüfen, denn mächtige Interessenten innerhalb des Vatikans machten sich für dessen Anerkennung als Heiliger stark. Die im Norden sich ausbreitenden Islamisten könnten daher etwas mit dem Angriff zu tun haben, aber ein Motiv ließe sich auch anders finden. Diese Anlage des Romans erlaubt es dem Autor, mühelos und anhand wahrer Schauplätze wie des jesuitischen Klosters Dair Mar Musa al-Habaschi (der leitende Pater wurde vor sechs Jahren vom IS verschleppt) zum metaphysischen Überbau des multikonfessionellen Landes vorzustoßen. Islamische, alawitische und christliche Perspektiven treten dabei miteinander ins Gespräch. Der Geheimdienst hört mit." Es wird Kritik am autoritären Islam (etwa an der Verschleierung: „tiefste Stufe dieser Niederlage“) geübt, allerdings geht die Kritik nicht weit genüg. So wird die Regensburger Rede von Papst Benedikt XVI. zum Thema: Der ermordete Kardinal hatte den scharfen Papstworten im Jahr 2006 widersprochen. Zudem haben beinahe alle Figuren ein Glaubwürdigkeitsproblem. "Besonders konstruiert wirkt ein junger, mit Barudi auf spezielle Weise verbundener Islamist, der als Emir eine bedeutende Position in der Hierarchie des Terrors einnimmt und zugleich durchdrungen sein soll von fast kindlichem Gerechtigkeitssinn." Der islamische Bergheilige, "der sogar seine Fürze als Heilmittel verkauft, ist übrigens ein gerissener Knilch. Er hat als Scharlatan allerlei Wandlungen durchgemacht, mal animalische Lust gepredigt, dann wieder Enthaltsamkeit, und er hat sich stets mit den Mächtigen arrangiert. Den Ungebildeten flunkerte er vor, er müsse die Bräute vor der Brautnacht innerlich reinigen: Die Menge brachte ihm ihre Jungfrauen. Damit hat Rafik Schami denn doch ein recht gelungenes Sinnbild für jene Sorte entrückter Machthaber geschaffen, die gerade in arabischen Gesellschaften so prächtig zu gedeihen scheinen." [160]
 

Kaschmir

Bei "Muslim-Horden" denkt man oft an Pakistan oder Kaschmir. Artikel 370 der indischen Verfassung, der dem Bundesstaat Jammu und Kaschmir einige Autonomierechte garantiert hatte, soll nun gestrichen werden. Die Spannungen in Kaschmir dürften 2019 jedenfalls noch zunehmen. Schon  waren verschärfte Sicherheitsvorkehrungen in Teilen der Region in Kraft getreten. "In den vergangenen Tagen hatte die Zentralregierung die Zahl der Truppen drastisch erhöht, laut der indischen Presse um mindestens zehntausend Soldaten. Politiker, wie die früheren Landeschefs des Bundesstaats Jammu und Kaschmir, Omar Abdullah und Mehbooba Mufti, waren in der Hauptstadt Srinagar unter Hausarrest gestellt worden." Islamische Schulen blieben geschlossen; der Zugang zu Internet, Telefon- und Handynetzen wurde ausgesetzt. Öffentliche Versammlungen waren vorerst verboten. Tausende Touristen, Wanderarbeiter und Pilger hatten fluchtartig das Gebiet verlassen, nachdem die Regierung vor möglicherweise bevorstehenden Terroranschlägen gewarnt hatte. Die traditionelle Amarnath Yatra, eine Pilgerreise zu einer den Hindus heiligen Höhle in 3880 Metern Höhe, war abgebrochen worden. Die Warnungen hatten auch zu Panikkäufen in der Bevölkerung geführt. Vor Tankstellen, Supermärkten und Geldautomaten bildeten sich lange Schlangen. Es ist durchaus vorstellbar, dass es nun wieder zu Straßenschlachten kommen wird, die die Region am Himalaja-Gebirge schon vor rund zwei Jahren in Atem gehalten hatten. Auch könnte es abermals zu Schusswechseln zwischen den Sicherheitskräften und militanten islamischen Separatisten kommen. "Der Artikel 370 hatte dem von Indien verwalteten Teil Kaschmirs das Recht auf eine eigene Gesetzgebung gegeben, mit Ausnahme der Außen- und Verteidigungspolitik. Er untersagte bislang auch den Landerwerb durch Nicht-Kaschmiris in dem von Indien verwalteten Teil. Bisher konnten Außenstehende außerdem keine Verwaltungsämter besetzen. Die mehrheitlich muslimische Bevölkerung fürchtet, dass nach der Streichung des Artikels vermehrt Siedler anderer Religionszugehörigkeit nach Kaschmir ziehen könnten. Muslime sprachen von einer möglichen „Hinduisierung“ des Gebiets. Ein weiterer Entwurf, der dem Parlament am Montag vorgelegt wurde, sieht vor, den Bundesstaat in zwei Teile zu spalten, in ein Territorium Jammu und Kaschmir und ein Territorium Ladakh." Die Region Kaschmir ist seit der Trennung der ehemaligen britischen Kolonie zwischen Indien und Pakistan aufgeteilt. Ein kleineres Gebiet wird zudem von China verwaltet. Im indisch kontrollierten Teil Kaschmirs ist seit dem Jahr 1989 eine muslimische Aufstandsbewegung aktiv, die einen unabhängigen Staat durchsetzen will. Die Spannungen haben sich in den vergangenen Jahren wieder verschärft. Die Regierung in Delhi wirft dem Nachbarland Pakistan vor, die Separatisten zu unterstützen. Indiens Militär berichtet immer wieder, dass pakistanischer Grenzmilizionäre bei dem Versuch, die Linie zu überqueren, getötet werden. Die beiden Atommächte haben schon mehrere Kriege in der Region im Himalaja geführt. Im Februar 2019 waren die Spannungen wieder eskaliert, nachdem bei einem Selbstmordanschlag auf einen indischen Militärkonvoi in Pulwama 40 Soldaten getötet worden waren. Indien hatte daraufhin pakistanisches Territorium aus der Luft angegriffen. Auch wenn der pakistanische Außenminister Shah Mahmood Qureshi den Schritt als „illegalen Akt“ bezeichnet, hatte Indien schon seit Jahrzehnten für die Abschaffung der Sonderrechte plädiert. Der frühere Finanzminister Arun Jaitley sagte, damit werde ein „historischer Fehler“ korrigiert. Im Parlament sagte Innenminister Shah, ihre Abschaffung werde das Blutvergießen in Kaschmir beenden. [161]

Indiens Ministerpräsident Narendra Modi hat die Aufhebung von Kaschmirs Sonderstatus gegen Kritik aus Pakistan verteidigt. Indien habe eine „historische Entscheidung“ getroffen. Darüber hinaus warf er dem Nachbarland vor, es habe den Sonderstatus der Region als „Waffe“ gebraucht, um die Gefühle der Menschen in Kaschmir anzustacheln. Dies habe in drei Jahrzehnten den Tod von 42000 unschuldigen Menschen verursacht. Der Artikel 370 der Verfassung, der der Region Sonderrechte eingeräumt hatte, habe nur Separatismus, Terrorismus, Vetternwirtschaft und Korruption gebracht, sagte Modi. Er versprach Kaschmir wirtschaftlichen Aufschwung und den Einzug in eine „neue Ära“. Zudem kündigte er baldige Wahlen in Jammu und Kaschmir an. Die Muslime bilden in Kaschmir inzwischen die Mehrheit, die Hindus, wenn überhaupt, „dürfen“ heute dort in gettoartigen Behausungen unter Überwachung leben. Kaschmir war zur Zeit der Teilung des Subkontinents, wie die meisten Landesteile der damaligen britischen Kolonie, ein kleines Königreich mit einer besonderen Konstellation, nämlich einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit, aber einem Hindu-Maharadschaa, Hari Singh. Dieser hatte mit dem letzten Vizekönig des noch ungeteilten Subkontinents, Lord Mountbatten, den Sonderstatus ausgehandelt, der die Identität aller Kaschmiris – also der Muslime und der dortigen Hindus – gewährleisten sollte. "Unter der muslimischen Mehrheit sahen sich die Hindus nach und nach gezwungen, in anderen Teilen Indiens angemessene Arbeitsstellen zu suchen, bis sie Ende der achtziger Jahre über Nacht unter Lebensgefahr aus Kaschmir fliehen mussten, Hab und Gut zurücklassend. Mit dem Sonderstatus war das Gebiet zunehmend in die Hände der Extremisten geraten. Offensichtlich weiß man nichts von der damaligen ethnischen Säuberung, von der Usurpation der Häuser der Hindus durch muslimische Extremisten." Dabei ist Kaschmir von ähnlicher Bedeutung für die indische Geistesgeschichte wie Griechenland für die europäische: Die Upanischaden, der Mahayana-Buddhismus des Nagarjuna, der Sanskrit-Dichter Kalidasa, das Advaita, der Yoga-Vasishtha, das Tantra haben ihre Wurzel in Kaschmir."  Später kam der Sufi-Islam und dann die islamischen Extremisten. [162]
 

Musik der Rapper, einst von Bob Dylan begründet, wird von islamischen Clans und "Gangster-Rappern" vereinnahmt

"Wenn über den Konflikt zwischen dem Rapper Bushido und dem Clanchef Arafat Abou-Chaker berichtet wird, hört sich das oft an wie in einem amerikanischen Gangsterfilm." Zu einem Konflikt kam es auf dem 16000 Quadratmeter großen Villengrundstück in Kleinmachnow östlich von Potsdam, das Bushido und Abou-Chaker 2011 gekauft hatten. Zwei Häuser auf dem Grundstück sollen den Abou-Chakers gehören, eins Bushido. Abou-Chaker und Bushido teilten sich nicht nur das etwa 15 Millionen Euro teure Grundstück in Kleinmachnow und das Label „ersguterjunge“, sondern investierten auch gemeinsam in eine Immobilie mit 92 Wohneinheiten im brandenburgischen Rüdersdorf.  Erst im Juni 2019 rückte die Polizei mal wieder auf dem Grundstück an, "es ging um baurechtliche Fragen. Abou-Chaker habe sich ohne Genehmigungen einen riesigen unterirdischen Pool- und Wellnessbereich bauen lassen, der über einen versteckten Tunnel zu erreichen sei, berichteten Medien danach. Bushido bestätigte das in den Vernehmungen: Abou-Chaker habe ihn vor Jahren über den Plan informiert und behauptet, dass er keine Baugenehmigung brauche, weil der Pool unterirdisch liege. Wegen der Bauarbeiten hätten sich auf dem Gelände dann bald riesige Sandhügel aufgetürmt. Als sich daraufhin die Baubehörde angekündigt habe, sei der Sand innerhalb von einer Woche weggeschafft worden. Irgendwann soll Abou-Chaker von Bushido dann Geld für das Poolprojekt gefordert haben; ihm sei es immerhin darum gegangen, dass auch Bushidos Frau im Bikini am Pool liegen könne, ohne dass sie jemand sehen könne. Allein diese Aussage, von der Bushido berichtet, sagt viel über die unterschiedlichen Weltbilder aus, die hier aufeinandertrafen: Wer Anna-Maria Ferchichi auf Instagram folgt, weiß, dass es sie überhaupt nicht stört, wenn Fremde sie im Bikini sehen. Der muslimische Abou-Chaker hält Ferchichi laut Bushido für eine Ungläubige – ein Streit darüber, dass sie beim Anziehen eines Pullovers mal einen Teil ihrer Hüfte gezeigt habe, sei schon 2014 so eskaliert, dass die Polizei deswegen anrücken musste. Seitdem sei das Verhältnis angespannt gewesen. Bei einem Termin am 18. Januar 2018, der für das Ermittlungsverfahren von großer Bedeutung ist, ging es laut Bushidos Aussage dann auch um das Geld für den Poolbau: Abou-Chaker habe ihn an diesem Tag in sein Büro bestellt und dort mit mehreren seiner Brüder stundenlang eingesperrt, tätlich angegriffen und bedroht. Im Raum waren laut Bushido neben Arafat noch Yasser und Nasser Abou-Chaker. Mohamed Abou-Chaker, der als Drahtzieher eines Raubüberfalls auf ein Pokerturnier 2010 zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden war, habe am Anfang den Raum verlassen, womöglich aus Sorge um seine Bewährungsauflagen. In dem Büro soll Arafat Abou-Chaker Bushido mit einer Flasche und einem Stuhl geschlagen oder beworfen haben, um ihm klarzumachen, dass er die geschäftliche Trennung niemals akzeptieren werde. Irgendwann zitierte Abou-Chaker laut Bushido telefonisch auch noch eine andere Szenegröße hinzu: Veysel K. Der frühere Abou-Chaker-Vertraute hatte sich nach einem Gefängnisaufenthalt wegen einer Messerattacke in Moabit einem anderen Clan zugewandt, wurde aber weiter oft mit Bushido gesehen. Abou-Chaker wollte Veysel K. laut Bushido klarmachen, dass der Rapper sein „Hund“ sei – und er nicht auf die Idee kommen solle, mit ihm Geschäfte zu machen... Weil Bushido von dem Treffen in dem Büro Anfang 2018 völlig aufgelöst nach Hause kam, verständigte seine Frau die Polizei – so berichtete sie es in den Vernehmungen später. Dass sie eine treibende Kraft bei der Trennung von Bushido und Abou-Chaker war, sagte sie im Februar 2018 auch in einem von der Polizei abgehörten Telefonat mit ihrem Ex-Freund Mesut Özil. Den Profifußballer bat sie um Hilfe, um einen Kredit zu bekommen, bis die Geschäfte ihres Mannes mit Abou-Chaker entwirrt seien und ihre Kreditkarte wieder funktioniere." Abou-Chaker wird der Verabredung zur schweren räuberischen Erpressung und zum Totschlag verdächtigt. Konkret sollen er und weitere Familienmitglieder Gewalttaten gegen Bushido, Veysel K. sowie die verfeindeten Rapper Farid Bang und Kollegah angeregt haben – auch mit einer scharfen Schusswaffe. Bei Veysel K., Farid Bang und Kollegah soll dabei der Tod in Kauf genommen worden sein. "Weil Bushido andere Rapper beleidigte, ohne dass sie reagierten, galt er bei den meist jungen Fans lange als König des Deutschraps – bis sich die Skandalrapper Kollegah und Farid Bang an diese Regel nicht mehr hielten. Sie machten sich 2017 einen Spaß daraus, Bushido und seine Beschützer zu beleidigen. Dass Abou-Chaker diese Angriffe nicht verhindern konnte und Bushido musikalisch nicht reagierte, wurde zu einem Streitpunkt im „ersguterjunge“-Lager....Die Aussagen von Ali Bumaye und den anderen Rappern zeigen, wie unklar die Vertragssituation für die Musiker bei „ersguterjunge“ offenbar oft war. Teilweise hätten sie Verträge sowohl mit Bushido als auch mit Abou-Chaker unterschrieben, der dann wiederum die Verträge mit Bushido zerrissen habe. Mündliche Absprachen kamen hinzu, am Ende soll für die Rapper oft unklar gewesen sein, bei wem sie jetzt eigentlich unter Vertrag standen. Die Vorwürfe, die jetzt gegen Abou-Chaker von der Polizei erhoben werden, halten die Rapper aber für übertrieben. Von den angeblich geplanten Entführungen und Säureangriffen auf Familienmitglieder von Bushido, deretwegen denen Abou-Chaker Anfang dieses Jahres verhaftet (und schnell wieder freigelassen) wurde, wollen sie nichts gehört haben. Das gilt auch für die angeblich angeregten Angriffe auf Veysel K., Kollegah und Farid Bang. Beteiligte, die auf der Seite Abou-Chakers stehen, werfen Bushido vor, sein Geld retten zu wollen, indem er sich als Opfer stilisiere, Horrorgeschichten über Abou-Chaker erzähle und seine eigene Rolle in dessen Unterdrückungssystem herunterspiele. Die Ermittler stehen unter Druck, das Gegenteil zu beweisen." Der politisch gewollte Kampf gegen die Clankriminalität hat im Falle Abou-Chakers zwar viele Schlagzeilen, aber noch keine nennenswerten Ergebnisse gebracht. [163]

Islamische Rapper als Asoziale? "Shindy, ein Bushido-Zögling, liegt am nächsten am Gangsta-Rap, wobei er sich anders als sein ehemaliger Mentor weniger als der Asozialste denn als der Arroganteste inszeniert, Champagner, Sportwagen, Pelzmantelrap. Rin schafft einen verrauchten Vibe, den viel Text stören würde, so dass er ihn auf Schlagworte reduziert hat, die klingen, als lese er abwechselnd Instagram-Nachrichten und seine Lieblingsmodemarken vor." Felix Martin Andreas Matthias Blume, besser bekannt als Rapper Kollegah, der zusammen mit dem islamischen Rapper Farid Bang wegen Antisemitismus Preise zurückgeben musste,  hat mehrere Hunderttausend Euro an seinen Fans verdient. 2000 Euro koste der Zugang zu einer geschlossenen Facebook-Gruppe sowie zu einem wöchentlichen Gruppenvideochat mit Kollegah, dem selbsternannten „Boss“. Gerichtet ist der Workshop an andere Asoziale, also solche, "die zu menschlichen Alphatieren werden wollen: selbstbewusst, stark und – natürlich – erfolgreich bei Frauen." Entsprechend fällt Kollegahs Begrüßung aus: „Ein bosshaftes Hallo. Ich hoffe, ihr seid gut in die Woche reingerutscht, als wäre sie eine dreckige Bitch.“ Die Recherche zeigt, dass er ausserdem Verschwörungstheorien über ein „Pyramidensystem“, „Corporate Guys“ und Satan, ein „physisches Wesen“, verbreitet." Experten warnen vor dem Programm, es sei „klare Täuschung“, unseriös und eine „Guru-Bewegung“. Leider kann sich jeder in Deutschland Coach nennen, "auch eines der gehässigsten Kinder Hessens. Felix Blume wurde 1984 in Friedberg geboren und ist einer der kommerziell erfolgreichsten Musiker Deutschlands. Kritik wegen antisemitischer, homophober und frauenfeindlicher Texte reißt nicht ab." [164]

Das Leben mit asozialen islamischen Rappern oder islamistischen Fußballspielern wie Mesut Özil kann für Ehefrauen die Hölle sein: "Anna-Maria, 1981 mit dem Nachnamen Lewe in Delmenhorst geboren, hatte danach in einem Interview gesagt, ihr habe das Leben mit Özil nicht gefallen. Wegen der Beziehung mit dem Fußballer war sie zum Islam konvertiert, hatte sich die Haare schwarz gefärbt und sich Melek genannt. Der Fußballstar habe sich daran gestört, dass sie gern kurze Kleidung getragen habe, sagte sie." Moscheen im Garten oder unterirdische Schwimmbäder erwarten die Ehefrauen. Auch an der Seite des asozialen Rappers Bushido, den sie 2012 heiratete, blieb  ihr nichts erspart. Der Rapper arbeitete nämlich sehr eng mit dem Clanchef Arafat Abou-Chaker zusammen, dem ein "islamistisches Weltbild" nachgesagt wird. Anna-Maria Ferchichi sagte über das Frauenbild von Abou-Chaker damals: „Die Frau ist dafür da, Kinder zu bekommen, den Haushalt zu führen, dem Mann zu gehorchen, sich unterzuordnen. Die Frauen haben keine Ausbildung, bleiben meist zu Hause.“ Nach der Hochzeit mit Bushido habe Arafat diese Maßstäbe auch an sie angelegt und sie als „Nutte“ beschimpft, wenn ihr T-Shirt beim Sitzen am Rücken ein Stück hochgerutscht sei. „Unmöglich“ habe sie gefunden, dass Abou-Chaker durchgesetzt habe, dass Männer und Frauen bei der Beerdigung von Bushidos Mutter 2013 getrennt zum Grab gehen mussten. „Ich hatte die Mutter meines Mannes bis zum Schluss gepflegt, und jetzt durfte ich nicht zusammen mit meinem Mann an ihrem Grab stehen. Stattdessen standen da irgendwelche Rocker und halb Neukölln“, sagte sie im Interview. [165]
 

Kalkutta

Obwohl erst rund 380 Jahre alt – für Indien eine quantité négligable -, zieht Kalkutta seinen Ruhm und seine Bedeutung aus der Vergangenheit. Es war die Hauptstadt des großen indischen Kolonialreiches der Engländer, das das heutige Pakistan und Bangladesch mit einschloss. Hier entstand das Machtzentrum der britischen Kolonialherren, hier spielte sich das Gerangel der indischen Elite ab, davon zu profitieren. Die „Babus“ erleichterten den Briten Verwaltung und Kommerz, und je nach Geschick stiegen sie zu oft märchenhaftem Reichtum auf. Sie bauten ihre „Rajbaris“, wörtlich „Königshäuser“ oder „Große Häuser“, deren Innenhöfe Schauplatz von pompösen Festen, zumal religiösen Feiern zu Ehren der Hindu-Gottheiten, von opulenten Hochzeiten und Theateraufführungen wurden. Im Jahr 1911 verlegten die Kolonisatoren die Hauptstadt nach New Delhi; 1947 verließen sie Indien. Die Macht der Babus war gebrochen, ihr Reichtum dahin. Doch ihre fürstlichen Häuser standen und mussten bewohnt und erhalten bleiben. Familien, die stolze Besitzer eines solchen Palastes sind, übernahmen ein schwieriges Erbe. Der Staat hilft nur bedingt. Der Archeological Survey of India, die höchste Regierungsinstanz für erhaltenswerte historische Bauwerke, hat vor zwei Jahrzehnten zunächst in Bombay und danach in anderen Großstädten begonnen, Gebäude aufzukaufen und zu restaurieren. Im gesamten Indien hat er rund 3500 identifiziert, im Bundesstaat West-Bengalen, dessen Hauptstadt Kalkutta ist, mehr als hundert. Im Palast der Familie des Dichters Rabindranath Tagore, dessen Großvater einer der ersten Industriekapitäne Ostindiens war, entstand zum Beispiel die Rabindra-Bharati-Universität. Die Liste alter Gebäude ist jedoch viel größer. Die Stadtverwaltung nennt rund 1300 Bauwerke in Kalkutta, die erhalten werden sollen und an denen die Besitzer keine oder nur bedingt Veränderungen vornehmen dürfen. [166]

Der sprunghaft angestiegene Tourismus in Indien ist eine der Ursachen, weshalb in der gebildeten Schicht ein Umdenken einsetzt. Besucher fragen nach den Baudenkmälern der Geschichte. Zunehmend identifiziert sich die Mittelschicht nicht nur mit der klassischen Musik, mit den religiösen Schriften der Hindus und Christen, den Bollywood-Spektakeln, sondern auch mit der einheimischen archäologischen Geschichte. "Der Architekt Manish Chakraborty, spezialisiert auf die Restaurierung von historischen Gebäuden, sitzt im Indian Coffee House in Nordkalkutta und nennt diese Statistiken, um die Bemühungen des Staates zu erläutern. Um uns herum gestikulierende lebhafte Studenten und Studentinnen, die von der Presidency-Universität gegenüber herströmen. Die Kellner, gekleidet in abenteuerlich hochgetürmte Turbane, bringen Kaffee, Sandwichs und Snacks. Manish benennt die Hauptgefahr seiner Arbeit: die Grundstücksmakler und Baulöwen, die historische Gebäude an sich reißen wollen, um sie abzutragen und in moderne Hochhäuser umzuwandeln. Die meisten Rajbaris liegen im Norden Kalkuttas, umgeben von einem Gewirr von Gassen, so dass für einen Umbau in sogenannte Heritage Hotels der Raum für Zufahrtsstraßen, Parkplätze, Grünanlagen fehlt. Trotz der Korruptionsgefahr habe die Stadtverwaltung, so Manish, den Kampf gegen die Gier und für die Geschichte im Großen und Ganzen gewonnen. Der Architekt zeigt mir den berühmten Marble Palace, einen Geheimtipp für Touristen, der allerdings in einen großzügigen Park gebettet liegt. Standhaft hat der Erbe staatliche Hilfe verweigert, weil sie mit Auflagen verbunden wäre, die er nicht akzeptiert. Er wird kein konventionelles Museum und kein Hotel daraus machen. Durch Einnahmen aus anderen Immobilien, die er vermietet, setzt er eine Strategie der immerwährenden Reparatur und Renovierung durch. Die langen Hallen, die Veranden, auf zwei Stockwerken entlang des Innenhofs vorgelagert, sind mit Statuen, Vasen, ornamentalen Kerzenständern, hängenden Kandelabern, mit Gemälden und anderem künstlerischem Sammelsurium eklektisch vollgestopft. Ein Leben lang haben die Vorfahren des Eigentümers die Gegenstände aus Europa mitgebracht, Originelles neben Imitationen und Kitsch aufgestellt und den Marble Palace zu einem Ort der besonderen Art gestaltet." [167]

Mit feinem Sinn für Ästhetik wurde ein weitläufiges zusammenfallendes Gebäude, das seit Jahrzehnten unbewohnbar war, in ein Heritage Hotel, in ein labyrinthisches Wunderwerk verwandelt. 1991 wurde es eröffnet, 2008 war die Restaurierung endgültig abgeschlossen. Auf sieben ineinandergeschachtelten Ebenen wohnen die Gäste, speisen, sitzen abends umgeben von Lampions unter freiem Himmel. Die mehr als siebzig Zimmer, schmal und wuchtig, nutzen streng die alte Bausubstanz. Neemrana wurde ein enormer kommerzieller wie auch preisgekrönter kunsthandwerklich-architektonischer Erfolg, der sofort im ganzen Land die Wiederherstellung weiterer historischer Objekte inspirierte. Seitdem ist bewiesen, dass alte Paläste erhalten und profitabel nutzbar gemacht werden können. Es gibt aber auch Gegenbeispiele. Amit Basu, Rechtsanwalt am Obersten Gerichtshof von Kalkutta, erbte ein in seinen Ausmaßen bescheidenes Rajbari, bekannt als „Basubati“, das erst im Jahr 1876 erbaut wurde und eine besondere Ausstrahlung gewonnen hat, weil hier berühmte Personen wie Ramakrishna, Vivekananda und Rabindranath Tagore ein und aus gingen. Doch kann niemand mehr darin wohnen. Innen sind die Wände feucht, der Putz bröckelt, die Steinverzierungen an den Säulen, "deren islamischer Einfluss hervorgehoben wird, fallen ab" weil islamische Bauten im Gegensatz zu christlich-byzantinischen, -romanischen oder -gothischen mit Stuck verziert wurden, der nur begrenzt haltbar ist. Zu Moscheen und anderen islamischen Bauten lautet daher ein Kommentar: „Der gegenwärtige Zustand des Hauses würde Regisseure von Horrorfilmen entzücken.“ [168]
 
 

Anmerkungen

[1] Weitere Literatur in Kurs Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles. Akademie der Kunst und Philosophie
[2] Weitere Literatur in Kurs Nr. 543 Deutscher Idealismus.  Ib.
[3] Vgl. Kurse Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa, Nr. 546 Religionslehre.  Ib.
[4] Weitere Literatur in Kurs Nr. 547 Einführung in die Philosophie.  Ib.
[5] Vgl. Kurse Nr. 503 Nominalistische Weltanschauungen, Nr. 545 Sittenlehre, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre.  Ib.
[6] Der Angriff der muslimischen Terroristen auf das Stade de France im November 2015 (Freundschaftsspiel Frankreich-Deutschland) galt nicht dem Fussball oder dem Sport per se. Aber der freundschaftlichen Begegnung zweier, wie der IS schrieb, "Kreuzfahrer-Nationen". Spätestens nach den Attentaten von Paris muss sich Frankreich endlich ernsthaft die Frage stellen, warum die Integration vieler Zuwanderer aus Nord- und Schwarzafrika gescheitert ist. Mit "Moralkursen" an staatlichen Schulen, wie sie Bildungsministerin Vallaud-Belkarem nach den islamischen Jannuar-Anschlägen verordnet hat, kann die Identitätskrise der Passfranzosen der zweiten und dritten Einwanderergeneration nicht gelöst werden. In den brodelnden Banlieue-Vorstädten kommt es immer wider zu Gewaltausbrüchen und zu Strassenschlachten mit der Polizei, forciert von überwiegend maghrebinischen Jugendbanden. Brandstiftungen gehören dabei zum Alltag. 2005 wurden bei Unruhen, die fast zwei Wochen andauerten, mehrere Tausend Autos zerstört. Die Polizei nahm etwa 2500 Personen fest, überwiegend junge Leute. Marine Le Pen forderte damals den Einsatz der Armee in den Vorstädten und den Ausnahmezustand - für eine Art Reconquista dieser Gebiete. In den vergangenen Jahren wurden diese Quartiere aber auch Reservoirs für Islamisten und Rekrutierer des islamischen Terrors. "Mehr als 1550 Kämpfer soll der 'islamische Staat' in Frankreich für den Krieg in Syrien angeworben haben. Das sind mehr als in jedem anderen Land. Und was für Deutschland bisher ein theoretisches Szenario ist, haben Frankreich und Belgien schon erlebt: Terrorangriffe durch Eückkehrer." Etwa dreitausend Personen würden wegen ihrer Verbindungen zu Terrornetzwerken überwacht. Das sind dreimal mehr als in Deutschland und offenbar zu viele für die französischen Sicherheitsbehörden. "Ausserdem steigt ihre Zahl rasant. Rund eintausend Syrien-Kämpfer sollen ins Land zurückgekehrt sein." Die Ereignisse von Paris werden nicht nur in Frankreich die Debatten über das Verhältnis von Islamismus und Islam und über die Milieus anfachen, die den Terrorismus nähren. "Der massenhafte Zustrom von jungen Männern aus Krisen- und Kriegsgebieten des Nahen und Mittleren Ostens treibt vielen deutschen Sicherheitsfachleuten Schweißperlen auf die Stirn: nicht, weil sie fürchteten, dass die Trecks zur Hälfte aus schon zu allem entschlossenen Fanatikern bestünden. Doch kommen da zuhauf Menschen ins Land, die jene Parallelgesellschaften vergrössern könnten, die es in Deutschland gibt, mehr aber noch in den Vorstädten Frankreichs. Die sind so verschlossen, dass es selbst den wenig zimperlichen französischen Sicherheitsbehörden nicht gelingt, sie in der nötigen Weise zu durchleuchten und zu kontrollieren". Für die Werber des islamischen Terrorismus aber sind die Ansammlungen von leicht radikalisierbaren und von Gewalterfahrungen geprägten zornigen jungen Männern ein ideales Terrain. Die endgültige Radikalisierung findet dann in Moscheen und Gefängnissen statt, wie bei dem Briten "Dschihadi John" alias Mohammed Emwatzi (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 2015, Nr. 46, p. 1, 7, 12, 14 und 39)
[7] Kegel, S. 2015: Ein Gespräch mit Boualem Sansal. Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 268, p. 9. Boualem Sansal, 1949 im algerischen Theniet El Had geboren, ist promovierter Volkswirt und arbeitete bis zu seiner Entlassung 1999 im algerischen Wirtschaftsministerium. Im selben Jahr erschien sein Debütroman „Le serment des barbares“ („Der Schwur der Barbaren“), dem weitere Romane und viele Preise folgten, darunter 2011 der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Soeben erschien in Frankreich seine vieldiskutierte Dystopie „2084“. Heute lebt Sansal mit seiner Familie in der Nähe von Algier. Zum Islam im Verhältnis zum Christentum vgl. Kurse Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa, Nr. 512 Novalis.  Ib.
[8] Weitere Literatur in Kurs Nr. 549 Wirtschaftslehre. Akademie der Kunst und Philosophie
[9] Science Review Letters 2015, 14, Nr. 654 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 279, p. 20
[10] Freytag, B. et al 2015: Geld kennt keine Moral. Trotz der Nähe zum Terror nimmt die deutsche Wirtschaft munter Geld von arabischen Potentaten. Muss das sein? Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 277, p. 21
[11] "Der Nährboden des Terrors. Seit einem halben Jahrhundert exportiert Saudi-Arabien mit Milliarden Petrodollars seinen intoleranten Islam in alle Welt – und fördert damit gezielt den Extremismus". (Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 276, p. 2)
[12] Vgl. Kurse Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa, Nr. 505 Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung.  Ib.
[13] Vgl. Kurse Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 020 Goethe: Wissenschaft, Kunst und Religion.  Ib.
[14] Vgl. Anm. 1 und Kurse Nr. 503 Nominalistische Weltanschauungen, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 562 Dante Alighieri, Nr. 545 Sittenlehre, Nr. 510 Schelling: Philosophie der Offenbarung, Nr. 512 Novalis.  Ib.
[15] Science Review Letters 2015, 14, Nr. 657 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 284, p. 18; Nr. 285, p. 15
[16] Burger, R. 2015: Abenteuerliche Anerkennung. Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 284, p. 8
[17] Vgl. Kurs Nr. 551 G.W.F. Hegel - Philosophie der Wissenschaft, Kunst und Religion - Philosophy of Science, Art and Religion.  Ib.
[18] Science Review Letters 2017, 16, Nr. 779 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2017, Nr. 35, p. 2; Schirmbeck, S. 2016: Sie hassen uns. Die giftige Mischung aus nordafrikanisch-arabischer Kultur und Religion, die sich in der Kölner Silvesternacht Bahn brach, wird in Deutschland noch immer beschönigt oder beschwiegen. Islamkritik ist überfällig. Frankfurt a.M.
[19] Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016, Nr. 9, p. 12
[20] Aus dem neuen Zwischenbericht zur Aufarbeitung der massenhaften Übergriffe auf Frauen in der Sivesternacht in Köln, geht hervor, dass 149 der 153 Tatverdächtigen, die bisher ermittelt wurden, muslimische Ausländer waren. Von ihnen sind wiederum die meisten Asylbewerber und Migranten mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus. "Zwei Drittel der Tatverdächtigen Ausländer stammen aus Marokko oder Algerien." Über 1500 Straftaten mit mehr als 1200 Opfern wurden erfasst, Sexualdelikte und Diebstahlsdelikte. In anderen deutschen Städten wurden ähnliche Straftaten aufgedeckt. (Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016, Nr. 81, p. 1)
[21] Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, gilt als "selbsternannter Ober-Muslim", "Chef-Lobbyist" oder "Posterboy der Muslime". Jetzt hat er ein Buch geschrieben, in dem Koran-Zitate belegen sollen, wie "der Islam" nun wirklich sei oder was als "unislamisch" abqualifiziert werden kann. Sein "Zielpublikum" träumt Mazyek, "ist der Ottonormalverbraucher, der sagt, das Gesicht kennst du doch, und da schmöker' ich mal rein." Von Muslimen wird er gelobt: "Der Typ macht viel." Was heisst das genau? "Was das genau heißt, lässt sich beim Jahresempfang der Caritas erahnen. Schon im Publikum sitzend, hat er die SPD-Frau vor sich umarmt und sich mit dem Kirchenmann auf dem Nachbarstuhl ausgetauscht. Nach dem offiziellen Teil wieselt er durch die Menge, um gezielt hier einen Minister, dort einen Prälaten die Hand zu schütteln und drei Sätze Smalltalk zu machen. Als er mit seinem Wasserglas an einem der Stehtische lehnt, eilt eine ranghohe Vertreterin des Deutschen Roten Kreuzes hinzu, extra um ihn zu begrüßen." (Schaaf, J. 2016: Das Gesicht kennst du doch. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 2016, Nr. 18, p. 9); vgl. auch Kurse Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa, Nr. 505 Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung.  Ib.
[22] Siehe Anm. 13
[23] Das Selbstmordattentat, bei dem die Selbstsprengung als Handlungsmuster vorgegeben ist, und seine mediale Inszenierung waren ursprünglich eine Erfindung linksgerichteter palästinensischer Terrororganisationen. Ihre Attentäter wurden in den siebziger Jahren unter der säkularen Bezeichnung „Selbstmordkommando“ auf Todesmission geschickt. Ein Jahrzehnt später prägte, um das mit Selbstmordanschlägen kollidierende Suizidverbot im Islam zu umgehen, die proiranische libanesische Schiitenmiliz Hizbullah für ihre  Selbstmordbomber den islamisch konnotierten Ehrentitel „Istischhadi“ – gemeint ist damit ein Dschihadist, dessen Selbsttötung im Rahmen einer „Märtyrertod-Operation“ (amaliya istischhadiya) erfolgt. Der Begriff machte eine ebenso steile Karrierre wie die Waffe des Selbstmordattentats. Auch für sunnitische Suizidbomber, die Schiiten angreifen, stellt er eine begehrte Ehrenbezeichnung dar, obgleich der Terminus schiitischer Provenienz ist. So wurde der „Istischhadi“ schnell zum Inbegriff islamistischen Heldentums. Den Ruhm allerdings muss er sich auf sunnitischer Seite seit einigen Jahren immer häufiger mit einem neuen Terrorkollegen teilen: dem „Inghimasi“. Der Infinitiv „Inghimas“ hat im Arabischen zweierlei Bedeutungen: „eintauchen“, weit in das Lager des Feindes, um ihn dort zu überraschen; und „sich (absolut) hingeben“. Den neuen islamistischen Terminus technicus für  Selbstmordkämpfer "hat allem Anschein nach Al Qaida  im Irak eingeführt, noch ehe sie sich in die beiden rivalisierenden Lager „Islamischer Staat“ und „Nusra-Front“ spaltete." Anders als der „klassische“ Selbstmordattentäter, der in einem weitgehend standardisierten Ablauf nur per Knopfdruck Sprenggürtel oder Autobombe zündet, hat der „Inghimasi“ weit komplexere Aufgaben zu bewältigen, die bei aller Variation nur auf das eine abzielen: die Effizienz des Angriffs und möglichst die Zahl der Opfer maximal zu steigern. Die IS-Terrormiliz steht der Rivalin „Nusra-Front“ in nichts nach und rühmt sich ebenfalls ihrer „Inghimasiyin“, die es, häufig in kleinen Gruppen, immer wieder schaffen, tief in Feindesgebiet vorzudringen und den Gegner erst in Feuergefechte zu verwickeln und ihm dann durch die Detonation mitgeführter Bomben große Verluste zuzufügen. Im Gegensatz zu den Todesfahrten der Selbstmordattentäter, die von den Terrororganisationen regelmäßig aus größerer Entfernung gefilmt werden, können solche Operationen kaum auf Video festgehalten werden. "Wohl auch deshalb verwendet der IS in seinen Kriegsmeldungen häufig den Terminus „Inghimasi“, der offensichtlich noch mehr Angst einzuflößen vermag, weil seine genaue Bedeutung selbst arabischen Lesern nicht unbedingt klar ist; davon zeugen die sich häufenden Erklärungsversuche führender arabischer Medien. So fühlte sich Anfang Juli die in London erscheinende internationale saudische Zeitung „Al-Sharq Al-Awsat“ bemüßigt, über das rätselhafte Phänomen der „Inghimasi“-Terroristen aufzuklären, die sie als die „neue vierte Generation der IS-Selbstmordattentäter“ beschrieb." In Frankreich war man auf sie schon kurz nach den Pariser Anschlägen im vergangenen November aufmerksam geworden. Die Wochenzeitschrift „Actualité Juive“ sprach mit dem französischen Dschihadismus-Experten Romain Caillet, der die Selbstmordattentäter vom Bataclan als „Inghimasis“ bezeichnete. Auf die Gefährlichkeit dieses neuen Terroristentyps wies kürzlich in „Le Monde“ auch der an der École Normale Supérieure lehrende amerikanische Anthropologe Scott Atran hin. Dass Mohamed Lahouaiej-Bouhlel, dem aus Tunesien stammenden Attentäter von Nizza, der neue Typus des dschihadistischen Helden entgangen sein sollte, scheint unwahrscheinlich; ist dieser doch derzeit im arabischen Internet in aller Munde. Im Fall des „Inghimasi“ ist es für die Islamisten leichter, zu Legitimierungszwecken wie auch als Inspiration kühne Heldentaten aus der Zeit des Propheten zu beschwören, als bei dem bereits vertrauten Typ des Selbstmordbombers, der ein Produkt des modernen technischen Zeitalters ist. (Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016, Nr. 167, p. 9 und Anm. 12)
[24] zu: "Imame in Moscheen und Koranschulen predigen das Antichristentum" vgl. Kurse Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher I, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher II, Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth. II-II, Nr. 583 St.Thomas Aquinas, Sth. III, Ib. sowie  FAZ 2016, Nr. 168
[25] Peter Schröder, Trust in Early Modern International Political Thought, Cambridge University Press 2017; Science Review Letters 2017, 16, Nr. 769 und FAS 2017, Nr. 23, p. 2; Frankfurter Allgemeine Zeitung 2017, Nr. 130, p. N3; Nr. 133, p. 6; Nr. 132, p. 2; Nr. 2, p. 5; Vgl. auch Abschnitt und Anm.7, 12-14 und 17 sowie Kurse Nr. 545 Sittenlehre, Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa, Nr. 552 William Shakespeare, Nr. 554 Friedrich Hölderlin, Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 325 Kunst und Architektur der Gotik, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre.  Ib.
[26] Science Review Letters 2017, 16, Nr. 866 und FAS 2017, Nr. 49, p. 5
[27] Ib.
[28] Ib.
[29] FAZ 2018, Nr. 276; vgl. Anm. 30f
[30] Science Review Letters 2018, 17, Nr. 968 und FAZ 2018, Nr. 281; vgl. Kurse Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib.
[31] Ib.
[32] Ib.
[33] Ib.
[34] Ib.
[35] Science Review Letters 2018, 17, Nr. 970 und FAZ 2018, Nr. 292; Nr. 291; Nr. 290; Michaela Wiegel 2018: Hass auf Frankreich. Der mutmaßliche Attentäter von Straßburg steht für eine entwurzelte Einwanderergeneration, die in den Parallelgesellschaften der Vorstädte von klein auf mit Gewalt aufwuchs. Paris/Franfurt a.M.; vgl. Kurse Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth. II-II, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Ib.
[36] Ib.
[37] Ib.
[38] Science Review Letters 2017, 16, Nr. 789 und Frankfurter Allgemeine Woche 2016, Nr. 18, p. 17-21; Neue Westfälische vom 14. April 2017; vgl. Sloterdijk (2012) und Kurse Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Nr. 506 Wladimir Solowjew, Nr. 545 Sittenlehre. Ib.
[39] "Zusätzlich schuf die Sekte zahllose interne Funktionsrollen, 'Auditoren', 'Registrare', 'Ethik-Offiziere', und jede Menge neue Wichtigkeiten in Form von Supervisions- und Kontrollaufgaben - die phantasievollen Repliken einer kirchlichen Hierarchie.... Ein System gegenseitiger Kontrolle stabilisierte den Betrieb; die diskrete Überwachung der Mitglieder zur Früherkennung von Skepsis rundete das Paket der Kirchennachahmungsmassnahmen ab." Sloterdijk in Kurs Nr. 541 Europäische Philosophie. Ib.
[40] Sloterdijk meint, bei Licht betrachtet bedeute das Straßburger Urteil lediglich eine Aussage des Gerichtes über sich selbst, insofern es sich in Parodiefragen für nicht urteilsfähig erkläre. Nach einer verwandten Logik seien die Security-Angestellten an Flugplätzen gehalten, einem Spaßvogel zum Abflugbereich kategorisch zu verwehren, da den Kontrolleuren nicht zuzumuten sei, eine Äußerung anders als wörtlich zu verstehen. Mehr dazu In den Kursen Nr. 544 Staats- und Rechtslehre und Nr. 541 Europäische Philosophie. Ib.
[41] Faz 2018, Nr. 295; zu: Problematisch ist, wenn muslimische Kindergärtnerinnen, LehrerInnen oder Imame in Kindergärten, Schulen und Moscheevereinen den Kindern unreflektiert die Irrlehren, die vom "Geist des Irrtums" stammen, beibringen. Hilarius spricht von "aufschwatzen" und davon, dass sie nicht mit der Vernunft erkennen, dass sie die Ohren der Unkundigen volltönen und dass allen Irrlehrern wie den Muslimen "weder ein Wort der Weisheit eigen ist noch ein Wort der Wissenschaft noch echter Glaube", vgl. Anm. 24
[42] Api Review Letters 2018, 17, 1174 und FAZ 2018, Nr. 295; vgl. auch Zentrum für wesensgemaesse Bienenhaltung / Zentrum für natürliche Bienentherapie 2018: Gefährliche Suessigkeiten. Pressemitteilung
[43] Science Review Letters 2018, 17, Nr. 952 und FAS 2018, Nr. 36, p. 39; FAZ 2018, Nr. 277; Nr. 227, p. 10; Nr. 226, p. 2; Nr. 222, p. 8; Nr. 221, p. 5;  zu islamistischen deutsch-türkischen Moscheegemeinden wie Ditib und Atib vgl. auch Kurse Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth. II-II, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Ib.
[44] Ib.; zu Rem Koolhaas vgl. Anm. 30ff
[45] Ib.
[46] Science Review Letters 2018, 17, Nr. , 954, 949; 2017, 16, Nr. 839 und FAS 2018, Nr. 42, p. 20; 2017, Nr. 36, p. 17; Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016, Nr. 84, p. 14; zum Islam als Religion der "Rückwärtsgewandtheit und Unterdrückung" oder als Dämonenkult vgl. Katharina Müller-Güldemeister 2017: Mein Stück Stoff. Frankfurt a.M.; Frankfurter Allgemeine Magazin 9/2018, p. 39, 74-76; 9/2017, p. 56-57 sowie Kurse Nr. 505 Schopenhauer, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib.; zum Prinzip der Gerechtigkeit, Zuwanderung aus christlichen Ländern, zum bayrischen und italienischen Kreuz-Erlass und geduldete Sklavenhaltung im islamischen Kulturkreis, bei arabischen Mode-Queens vgl. Science Review Letters 2018, 17, Nr. 940 und Christ in der Gegenwart 2018, 70, Nr. 28, p. 315; FAZ 2018, Nr. 171, p. 13 und Kurs Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth. II-II. Ib.
[47] Ib.
[48] Ib.
[49] Ib.
[50] zu: islamische Schriftsteller vgl. Abschnitt und Anm. 35ff.; Thilo Thielke 2018: Satanische Morde. In Nigeria nimmt die Gewalt muslimischer Viehzüchter gegen christliche Ackerbauern zu. Der Konflikt droht zum Religionskrieg zu werden. Frankfurt a.M.; FAZ 2018, Nr. 121, p. 5; Nr. 116, p. 5; 2016, Nr. 34, p. 2; Tidiane N'Diaye 2008: Le génocide voilé. Enquete historique, Gallimard nach Sloterdijk 2012. Durch Moscheen und islamische Flüchtlinge soll der Westen erobert werden. In ähnlicher Weise hat man früher die orientalischen Christen, aber auch Hindus und Buddhisten dezimiert: "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten." (Recep Tayyip Erdogan); zum missbräuchlichen Gebrauch des Namens Gottes im Koran und über nicht erleuchtete selbst ernannte Propheten vgl. Kurse Nr. 505 Arthur Schopenhauer, Nr. 501 Thomas von Aquin: Summa Theologica I., Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth. II-II, Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa, Nr. 512 Novalis, Nr. 588 Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 557 - Ariosto. Ib.
[51] Ib.
[52] Ib.
[53] Jer 3, 2
[54] Jer 3, 15
[55] Jer 5, 1-3; zum falschen Schwören vgl. Kurs  Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth. II-II, Ib.
[56] Jer 5, 7
[57] Jer 6, 13-14
[58] Jer 7, 3-8
[59] Jer 7, 28
[60] Jer 8, 5-7
[61] Jer 9, 2
[62] Jer 9, 4-5
[63] Jer 9, 22-23
[64] Jer 10, 2-3
[65] Jer 16, 19-21
[66] Jer 17, 5-8
[67] Jer 18, 15-16
[68] Jer 23, 5-32
[69] Jer 33, 25-26
[70] Ezech. 13, 3; 2 Kor 6, 14-18; Jes 52, 11; Jer 31, 9; Gal 1, 6-10; Kol 2, 16-19
[71] Ib.
[72] Ib.
[73] 1 Kor 8, 10, 14-22, 2 Kor 4, 2-4; Kol 2, 8-10; FAZ 2018, Nr. 121, p. 4; Nr. 123, p. 5; zu muslimischen Gefährdern vgl. FAZ 2018, Nr. 99, p. 8;  zu Muslimen als Venusanbeter vgl. Abschnitt und Anm. 29  und 59; zum Opferfest der Muslime vgl. Kurse Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa. Ib.
[74] Ib.
[75] Ib.
[76] Ib.; zu Falschlehrer wie Arianer und Muslime, die heute sogar die Politiker beraten: "Diese geheuchelte Gläubigkeit machen sie mit all dem Lügenaufwand ihrer Worte doch nur dadurch falschgläubig, dass sie durch die Erfindungen ihrer falschen Lehre die Heiligkeit des Glaubens verderben, sofern ihre Lehre mehr nach ihrem begehrlichen Wünschen als nach dem Glauben der Evangelien zusammengestellt ist." und Hilarius berichtet über die Schmähreden der Arianer, wie man heute über die Muslime berichten könnte, wie sie nichts anderes tun als die "Ohren der Unkundigen vollzublasen" mit der "Künstlichkeit ihres Falschredens" vgl. Kurse Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth. II-II, Nr. 512 Novalis, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 505 Schopenhauer, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Nr. 545 Sittenlehre. Ib.
[77] Ib. ; zu: "Bei sehr vielen ist der Geist durch den Falschglauben abgestumpft und vermag das Geheimnis Gottes nicht zu fassen, oder durch die Herrschaft des Widersachergeistes ist der Wahn unter dem Anschein der Gläubigkeit geneigt, Gott zu schmähen." Die Moscheen der Sarazenen oder Muslime, wie man sie heute nennt, sind ausgekleidet mit Koranversen, die den wahren Gott schmähen und stattdessen den falschen Gott Allah verehren, der von seinem einzigen Propheten Mohammed erfunden wurde. Heute versuchen die Priester der Sarazenen, die Imame, durch "Spitzfindigkeit und Ohrenschmeichelei" ihren Falschglauben als Religion zu verkaufen und für sich Religionsfreiheit zu reklamieren, vgl. Anm. 76
[78] Science Review Letters 2019, 18, Nr. 983 und FAZ 2019, Nr. 12; Nr. 22; Nr. 42; Nr. 55; zu: Die Gegner des „Dekolonialismus“ sind damit die Erneuerer der Académie française und könnten auch deutschen und amerikanischen Universitäten als Vorbild dienen, in denen bereits Islamwissenschaften den Platz der Byzantinistik, also der Wissenschaft vom christlichen Orient, eingenommen haben; Averroes und andere islamische Philosophen verfälschten die aristotelische Philosophie vgl. Anm. 35-40, 50 und 75 ff. sowie Kurse Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib.
[79] Ib.; vgl. Anm. 78 und 92
[80] Ib.; zu: Staatliche deutsche und amerikanische Universitäten wie die Yale University sind allerdings noch meilenweit von den Erneuerern der Académie française entfernt, was durch Islamwissenschaftler wie Frank Griffel und die dazugehörigen pro-islamischen Journalisten wie Rainer Hermann immer wieder bestätigt wird. Der an der amerikanischen Yale University lehrende deutsche Islamwissenschaftler Frank Griffel verfälscht die Geschichte schon genauso wie es an islamischen Universitäten der Fall ist. Er meint, "die großen muslimischen Philosophen Avicenna (980 bis 1037) und Averroës (1126 bis 1198) hatten noch in der Tradition der griechischen Philosophie
gedacht. Vor allem die Schriften des Averroes hatten großen Anteil an der Wiedergeburt der westlichen Philosophie; der Bruch erfolgte mit dem ersten nachklassischen Philosophen Fachreddin al Razi (1149 bis 1210)." Avicenna  und vor allem Averroës sind aber vor allem als Verfälscher der aristotelischen Philosophie in die Geschichte eingegangen. In Europa verbreiteten sich zwar die arabischen Wissenschaften, die den Werken der Griechen entlehnt waren. Islamische Gelehrte wie Avicenna, Avempace, Avicebron, Algacel und Averroes führten in Europa den Aristotelismus ein. Damals erregte eine ganze Gruppe, "die den Arabern blind bis in ihre tollsten Verirrungen hinein folgte, sehr starke Bedenken. Viele von den Parisern, sagte Albert der Grosse, sind nicht der Philosophie gefolgt, sondern den Sophismen." Die Lehre vom Menschen und der geistigen Seele sollten für das christliche Abendland verhängnisvoll sein; "Averroes und seine Schüler behaupteten, sie sei eine in allen, wodurch folgerichtig die menschliche Persönlichkeit und die Unsterblichkeit aufgehoben wurden," vgl. Anm. 142 ff.
[81] Ib.; zum Fatum Mahometanum und zu: Eine derartige Geschichtsklitterung steht den islamischen Universitäten in nichts nach. Dabei schreiben sogar schon Autoren aus islamischen Ländern, "im Grunde ist die islamische Kultur nichts anderes als die Matrix aller Hinzudichtungen, die im Geist der noblen Lüge und des frommen Betrugs erfolgten." Das afrikanische Elend kommt durch den Islam und "ist älter als der Kolonialismus, und die Korruption der lokalen Machthaber reicht tiefer, als die gängigen Theorien der Entfremdung durch äußere Eroberung erfassen," vgl. Anm. 50 und Kurse Nr. 505 Schopenhauer, Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz. Ib.
[82] Gerd Schwerhoff 2019: Ein Zusammenprall der Kulturen? Vor 30 Jahren rief der iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini zum Mord an dem Schriftsteller Salman Rushdie und seinen Unterstützern auf. Leben wir seither in einem neuen Zeitalter der Blasphemie? Frankfurt a.M., Dresden; Michaela Wiegel 2019: Die Banlieues des Propheten. Die muslimischen Milieus der französischen Vorstädte igeln sich ein. Die Politik schaut zu. Frankfurt a.M.; Ders. 2019: Der Hass auf Juden wächst. Mehr antisemitische Straftaten in Frankreich, Ib.; Ders. 2019: Ich habe einen absoluten Hass gespürt. „Gelbwesten“ beschimpfen den Philosophen Finkielkraut auf offener Straße als „Drecksjuden“– die Polizei muss einschreiten. Ib. Science Review Letters 2019, 18, Nr. 991 und FAZ 2019, Nr. 35; Nr. 36; Nr. 37; Nr. 38; Nr. 41; Nr. 42; Nr. 44; Nr. 45; Nr. 50; FAS 2019, Nr. 6; zu Islamisten, die nichts anderes tun als die "Ohren der Unkundigen vollzublasen" mit der "Künstlichkeit ihres Falschredens" vgl. Kurse Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher I, Nr. 582 St.Thomas Aquinas IV, Nr. 583 St.Thomas Aquinas V, Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 512 Novalis, Nr. 588 Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 505 Schopenhauer, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Nr. 545 Sittenlehre. Ib. 
[82] Ib. 
[83] Ib.
[84] Ib.; zu Islamophobie vgl. Anm. 35 ff. und 81
[85] Ib.
[86] Ib.; zu: Auch Finanzämter haben jahrelang indirekt die Förderung des Islamismus vorangetrieben zum Beispiel indem sie muslimische bzw. islamistische Moscheevereine weiterhin "als gemeinnützig" anerkennen. Der Verein Arab Nil-Rhein, wurde von den Grünen und nicht zuletzt auch vom Finanzamt der Bevölkerung lange "als wichtiger Partner zur Integration verkauft und geradezu hofiert“ vgl. Anm. 76 ff. 
[87] Ib.
[88] Ib.
[89] Ib.; zum Antisemitismus als Teil der islamischen Kultur, vgl. Anm. 26 ff. 
[90] Ib.; zur Vollverschleierung vgl. Anm. 82 und 91 
[91] Ib.; zu: "Burka- und Niqab-Verbot. Frauen müssen Strafe bezahlen und nach hause gehen oder auf das Polizeirevier. Es drohen Strafen von 1000 Kronen (130 Euro). Wer viermal oder öfter gegen das Verbot verstößt, kann eine Geldstrafe von 10 000 Kronen bekommen", vgl. Anm. 90 und Kurs Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Ib.
[92] Ib.; vgl. Anm. 78 f, 82 ff. und 89 ff.
[93] Ib.
[94] Ib.
[95] Ib.; zu: Der islamische Gelehrte meint, man habe zwar nicht die gleiche Kleidung, nicht dieselbe Religion, aber vielleicht eine "gemeinsame Ethik, eine Idee von Gut und Böse, richtig und falsch", was aber nicht zutrifft, wie schon Hilarius, Ambrosius, Thomas von Aquin, Leibniz oder Cusanus herausgefunden hatten, vgl. Anm. 81 f.
[96] Hans-Christian Rößler 2019: Heimischer Dschihadismus. 15 Jahre nach dem Anschlag von Madrid hat sich Spaniens Terrorszene gewandelt. Frankfurt a.M.; Milosz Matuschek 2019: Die folgsame Schar der Moralisten. Das Geschäft der Tugendwächter ist dasjenige des Schafs, das sich im Schutz der Herde zu blöken traut. Wie werden wir den Ungeist der politischen Korrektheit wieder los? NZZ vom 29.4.2019; Science Review Letters 2019, 18, Nr. 998 und FAZ 2019, Nr. 68; Nr. 60; vgl. auch Anm. 78 ff sowie Kurse Nr. 558 Calderon de la Barca, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Ib.
[97] Ib.
[98] Ib.; zu Aristoteles und zur Frankfurter Schule vgl. Kurse Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 533 Aristoteles. Ib. 
[99] Ib.
[100] Zu: Vor allem über die Mystik des Islam lehrte sie in Marburg, Bonn, Ankara und Harvard und lockte dort Islamisten an die Universitäten und ließ sie Dorktorarbeiten schreiben; seitdem war der Begriff der Geschichtsklitterung nicht nur an islamischen Universitäten präsent, sondern breitete sich auch in Harvard, Bonn und anderen Städten aus, vgl. Science Review Letters 2019, 18, Nr. 1020 und EMMA September/Oktober 1995; FAZ vom 28.01.2003; vgl. Anm. 82 ff. und Kurse Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 558 Calderon de la Barca, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Ib.
[101] Ib.; zu: ihre "Einführung in den Islam", die sie 1990 in der Reihe "Reclam-Wissen" veröffentlichte: "Unter dem Deckmantel der objektiven Wissenschaftlichkeit propagiert die Orientalistik-Professorin darin unverhüllt die Ideologie des islamischen Fundamentalismus: Sie bekennt sich als schriftgläubige Anhängerin Mohammeds. Für den "Umschwung im Iran" oder andere totalitäre Regimes und terroristische Gotteskrieger findet sie kein einziges kritisches Wort. Dafür wirbt sie wortreich um Verständnis für den "Fundamentalismus" (den sie grundsätzlich in Anführungsstriche setzt); Professor Hans Maier (Ex-CSU-Minister und langjähriger Vorsitzender des "Zentralrats deutscher Katholiken") und Professor Wolfgang Frühwald (Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und langjähriges Mitglied des Auswahlgremiums der Bischöflichen Begabtenförderung Cusanuswerk). Beide Professoren hatten einen Lehrstuhl in München. Die bayerische Metropole gilt nicht nur als Hochburg des konservativen Katholizismus, sondern unter Kennern auch als "Hochburg der Islamisierung" in Deutschland, vgl. Anm. 82 ff., 100 ff. und Kurs Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Ib.
[102] Ib.; zu: in den 80er Jahren geht Annemarie Schimmel noch einen Schritt weiter. Nun verschreibt sie sich offen der Politik: Die bis dahin als "weltfremd" geltende Professorin schlägt sich auf die Seite der Islamisten. 1989 schreibt sie eine als "wissenschaftlich" verbrämte Eloge auf den Islamismus und veröffentlicht regelmäßig im "Spektrum Iran", herausgegeben von der iranischen Botschaft. 1992 preist sie in ihrem Vorwort das Buch "Der Islam als Alternative", dessen Autor, der zum Islam konvertierte deutsche Ex-Botschafter Murad Hofmann, gegen die Demokratie und für den Gottesstaat, die Scharia, für Polygamie und die Prügelstrafe für Frauen plädiert, vgl. Anm. 101
[103] Ib.; zu: An der Universität Bonn lehrte sie von 1961 bis 67; noch heute ist Bonn eine Hochburg der Islamisten in Deutschland. "Danach war die in Mystik spezialisierte Orientalistin bis zum Ruhestand Dozentin in Harvard (ein reicher Inder hatte Geld für die Dozentur gestiftet). In Pakistan wird Schimmel hoch verehrt, da sie die Schriften des pakistanischen Mystikers Iqbal (Dichter u. Politiker, 1873/77-1938) besser kennen soll als die Pakistani selbst. Sogar eine prächtige Allee in Lahore ist nach der Deutschen benannt... Im Herzen Gott und Mohammed. Jedem, der wagt, den Propheten zu kritisieren, pflegt Annemarie Schimmel zu antworten: "Ich liebe ihn!", vgl. Anm. 101 und Kurs Nr. 505 Schopenhauer, Ib.
[104] Ib.; zu: Seit den sechziger Jahren bis zu ihrer Emeritierung 1991 wirkte Annemarie Schimmel als Professorin in Bonn und Harvard. Ihre Schüler lehren auf fast allen Kontinenten und verbreiten dort ihren als Mystik getarnten Islamismus, bzw. unter dem Deckmantel der objektiven Wissenschaftlichkeit unverhüllt die Ideologie des islamischen Fundamentalismus, vgl. Anm. 100 ff.
[105] Zu: Der Titel „Die satanischen Verse“ bezieht sich auf Mahounds Botschaft über die Verehrung von drei weiblichen Götzen, die ihm vom Teufel eingegeben wurde und die er nach wenigen Tagen widerruft. Dass Salman Rushdie in „Die satanischen Verse“ auf Mohammed und den Islam anspielt, ist unverkennbar, auch wenn er den Propheten Mahound und dessen Geburtsort nicht Mekka, sondern Jahilia nennt. Salman Rushdie stellt Mahound kritisch dar. Das betrifft nicht nur sein Verhältnis zu Frauen, sondern vor allem seine Offenbarung, die ein Schreiber verfälscht, ohne dass der Prophet es merkt, die auch nicht von Gott eingegeben wird, sondern von einem Engel, bei dem es sich um nichts als eine Projektion von Mahounds Innerem handelt. Fanatische Moslems empörten sich über die Darstellung des Propheten in „Die satanischen Verse“. Dazu kam, dass die groteske Figur eines Imam im Exil als Karikatur des Ayatollah Ruhollah Khomeini (1902 – 1989) aufgefasst werden konnte, der 1978/79 die Islamische Revolution im Iran ausgelöst hatte. Ayatollah Khomeini verhängte am 14. Februar 1989 die Fatwa gegen Salman Rushdie und setzte ein Kopfgeld für die Vollstreckung aus, vgl. Anm. 82 ff., 100 ff. und Science Review Letters 2019, 18, Nr. 1021 und FAZ 2019, Nr. 144; Nr. 143; Nr. 139; Nr. 138; Nr. 137; Nr. 136; S. Rushdie 1988/2017: Die satanischen Verse / The Satanic Verses / Les Versets Sataniques, Penguin / Verlagsgruppe Random  House, London, New York, Paris, München, Hamburg
[106] Ib.; zu: Mekka bzw. Jahilia ("Unwissenheit"), der Geburtsort des "Propheten Mohammed" bzw. Mahound ("Teufel") gilt im Islam als "Nabel der Welt". Es gibt einen Anführer unter den Dämonen namens Allah. "Fragen sie die Jahilier, und sie werden zugeben, dass dieser Bursche so etwas wie eine übergreifende Autorität besitzt, aber er ist nicht sehr beliebt," vgl. Anm. 107
[107] Ib.; zu: Mahound und seine Anhänger wurden damals oft "Schafköpfe" , "verdammte Hanswürste", "Kameltreiber von Mekka" (Walter Scott) genannt oder als "Mahound mit seiner Lumpenbande" bezeichnet. Walter Scott lässt Richard Löwenherz ausrufen: "Ich will nichts mehr hören von diesem Hunde von Propheten!" oder einen anderen Ritter: "Freund des Kreuzes und Geißel aller Ungläubigen, Ketzer und Teufelsanbeter. Hütet Euch – hütet Euch! Nieder mit Mohammed, Satan und ihren Anhängern!". Dazu Rushdie: "Waschungen, immerzu Waschungen, die Beine bis zu den Knien, die Arme bis zu den Ellbogen, der Kopf bis zum Hals. Wie absonderlich sie aussehen, mit dem trockenen Rumpf, den nassen Gliedern und dem feuchten Kopf! Plitsch, platsch, waschen und beten. Kniend schieben sie Arme, Beine, Kopf wieder zurück in den allgegenwärtigen Sand, und dann fängt der Kreislauf von Wasser und Gebet von vorne an." Sie sind ergiebige Zielscheiben für Satiriker: "Wenn Mahounds Ideen auch nur einen Pfifferling wert wären, glaubt ihr dann, sie wären nur bei Abschaum" beliebt?. Damit steht Rushdie in der Tradition der Philosophie und Literatur seit dem Mittelalter und der Renaissance, vgl. Anm. 105 ff. und Kurse Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher I, Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 583 St.Thomas Aquinas, Sth. III, Nr. 557 Ludovico Ariosto, Nr. 556 Torquato Tasso, Nr. 561 Walter Scott, Nr. 562 Dante Alighieri, Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur, Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Ib.
[108] Ib.; zu: Christen verstehen nicht, wie selbst tapfere Herrscher an den "Hunde von Propheten" (Walter Scott) glauben können. Tun sie das tatsächlich, kann das passieren, was Saladin Chamcha in Rushdies Roman widerfahren ist: "das heißt, seine Metamorphose in einen Teufel" und dass er "von den anderen so behandelt wurde, als sei es die banalste und normalste Sache der Welt." Herrscher z.B. aus der Türkei haben dann Angst, ihre "Stimme könnte sich in ein Ziegen-Gemecker verwandelt haben," als ob auch die Stimmbänder von dieser "grässlichen Dämonitis" befallen worden waren, vgl. Anm. 106 ff.
[109] Ib.
[110] Ib.; zu: Islamische Mystik oder die Achtsamkeit-Ideologie kann auch hier erfolgreich angewendet werden: "Keine belastenden Gedanken mehr! Er holte tief Luft, lehnte sich zurück, leerte seinen Kopf. Der Verräter in seiner Brust nahm den normalen Betrieb wieder auf," vgl. Kurse Nr. 545 Sittenlehre , Nr. 564 St. Ambrosius, Ib.
[111] Ib.
[112] Ib.
[113] Ib.
[114] Ib.
[115] Ib.
[116] Ib.; zu: Ahmed Mohammad Al Tayyeb, der GroßImam der AlAzharUniversität und die Frage, ob der Islam zu Deutschland oder irgendeinem anderen Land gehört, muss deshalb mit Nein zu beantworten werden,  "Es gibt keinen guten Islam," vgl. Anm. 105 ff. und Kurs  Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Ib.
[117] Ib.; zu "Erdogans Akademiker" vgl. Anm. 105 ff. und Kurs Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib.
[118] Ib.; zu: Wenn Vertreter der evangelischen oder der katholischen Kirche gerade nicht damit beschäftigt sind weitere Mohammedaner nach Deutschland zu schleusen, geht es z.B. auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund vorwiegend um Themen wie Rechtsextremismus, Klimawandel, Flüchtlingspolitik, Stärkung der Demokratie und so weiter. "Von Glauben, von Gott, von Jesus Christus – davon ist keine Rede. Und dies angesichts der erst jüngst veröffentlichten Studie, wonach bis 2060 nur noch weniger als ein Drittel der Deutschen Mitglied einer der großen Kirchen sein wird. Welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind, das scheint wohl weniger interessant zu sein als aktuelle politische Themen." Da stellt sich natürlich die Frage, "warum man dieser überwiegend politischen Veranstaltung noch den Titel „Kirchentag“ gibt?"  So viele grüne Spruchbänder wie hier geschwenkt wurden, könnte man meinen, man sei auf einer Veranstaltung der islamischen Hisbullah, vgl. Anm. 105 ff. 
[119] Zur Meinungsfreiheit und den Gegnern der Meinungsfreiheit bzw. zu verkappten islamischen Fundamentalisten vgl. Jürg Altwegg 2019: Siehe da, Frankreich reglementiert das Netz. Echter Hass und falsche Nachrichten: Emmanuel Macrons Gesetze gegen die Auswüchse des Internets mögen gut gemeint sein. Aber sind sie auch gut gemacht? Verteidiger der Pressefreiheit haben große Zweifel. Frankfurt a.M., Genf; Thomas Thiel 2019: Wegbereiter des Judenhasses. Die Bewegung BDS sagt, sie kritisiere Israel – in Wahrheit liefert sie die israelischen Juden einem Umfeld aus, das sie vernichten will. Ib.; Science Review Letters 2019, 18, Nr. 1027 und FAZ 2019, Nr. 176; Nr. 173; Nr. 168; Nr. 166; Nr. 163; Nr. 162; Nr. 160; Nr. 157;FAS 2019, 29;  S. Rushdie 2012: Joseph Anton. A Memoir / Die Autobiographie. Random  House, New York; deutschsprachige Ausgabe C. Bertelsmann, München, übersetzt von Verena von Koskull und Bernhard Robben, vgl. Anm. 80 f., 130 ff., 142 ff, 149 ff 
[120] Ib.
[121] Ib.
[122] Ib.; zu: Wodurch also sind denn z.B. die Moslems Kinder des Teufels, wie es in der Literatur immer wieder dargestellt wird von der Renaissance (Dante, Ariosto, Tasso) bis heute (S. Rushdie 1988 und 2012)? ... Was Dante über Mohammed gesagt hatte, wurde später von S. Rushdie wieder aufgegriffen: "Der Teufel war ihm in Gestalt des Erzengels erschienen, weshalb es auch bei den Versen, die ihm eingeflüstert wurden, um keine göttlichen, sondern um satanische Verse handelte." Mohammed versuchte zwar immer wieder das Rezitierte vom Teufelswerk zu reinigen, die Fragen aber blieben: Warum hatte Mohammed "die falsche Offenbarung als wahre Offenbarung hingenommen?" Sicher ist jedenfalls: er warf sich in den Staub "und mit ihm warfen sich die Muslime zu Boden, die Heiden, die Dschinns und alle menschlichen Wesen." In den Hadith-Sammlungen soll Mohammed später gesagt haben: "Ich habe Dinge gegen Gott ersonnen und ihm Worte unterstellt, die er nicht gesagt hat," vgl. Anm. 105 ff und 119 ff. sowie Kurse Nr. 545 Sittenlehre, Nr. 562 Dante Alighieri, Nr. 557 Ludovico Ariosto, Nr. 556 Torquato Tasso, Ib.
[123] Ib.
[124] Ib.; zu: Wäre er tatsächlich der Verleger von „Die satanischen Verse“ geworden, hätte er den Roman in ebendem Moment zurückgezogen, in dem die Probleme begannen. "Murdoch wäre tatsächlich der falsche Herausgeber für sein Buch gewesen." Nicht nur Murdoch litt an einer "Art bewusst gewählter Blindheit", sondern diese Unsitte war weit verbreitet und zu den Aufgaben des Künstlers wie des Philosophen gehört es, "diese blind machende Schicht fortzuwischen, unsere Fähigkeit zum Staunen zu erneuern." Viele neuere Wissenschaftler sind dazu nicht in Lage. Rushdie las auch Hawkings "Eine kurze Geschichte der Zeit", wovon ihm der Schädel brummte, doch auch wenn er nur einen Bruchteil verstand, wusste er genug, um der Behauptung des "verrückten" Wissenschaftlers zu widersprechen, "dass wir uns dem Moment näherten, in dem wir alles wissen," vgl. Kurse Nr. 533 Aristoteles - Philosophy of Sciences, Nr. 531 Platon. Ib.
[125] Ib.
[126] Ib.
[127] Ib.
[128] Ib.
[129] Ib.
[130] Ib.; zu: Nach Thomas von Aquin müsse der Mensch dem Verstande nach vor Unwissenheit und Irrtum sicher sein, was man z.B. von den Mohammedaner nicht behaupten kann, deren Islam (Unterwerfung) auf Irrtum aufgebaut ist. Offensichtlich wird der Mensch "durch die in den Sakramenten empfangene Gnade nicht gegen jegliche Unwissenheit und jeglichen Irrtum gefeit. Dies ist das Privileg jener, deren Verstand jene Wahrheit erfasst, welche der höchste Garant jeglicher Wahrheit ist." (Thomas von Aquin) Diese Wahrheit wird heute sogar von den Oberen der evangelischen und katholischen Kirche nicht mehr erfasst. Dies zeigt sich daran, dass sie mit den islamischen Oberen zusammen eine "Schildkröte des Glaubens" (Rushdie 2012) bilden wie die Formation der römische Soldaten im Kampf, und das obwohl der Islam bestreitet, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist und viele muslimische Priester und Politiker sich öffentlich mit ihren antichristlichen und antisemitischen Ansichten brüsten. Dazu Rushdie: "Sie kümmert nicht, wie blöd das aussieht. Sie wollen nur, dass die Mauern der Schildkröte möglichst stark sind," ganz egal ob die Oberen der evangelischen und katholischen Kirche kläglich versagen, weil sie durch ihr Verhalten aktiv Christen aus Kirche vertreiben und zudem den Missionsbefehl missachten und stattdessen eine blödsinnige "Schildkröte des Glaubens" bilden und islamische Sekten wie die islamische Ahmadiyya-Gemeinschaft unter ihre Schildkröte holen, vgl. Kurse Nr. 545 Sittenlehre, Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Ib.
[131] Ib. 
[132] Ib.
[133] Ib.; zu: Wie Thomas von Aquin und Petrus Venerabilis mahnt auch Augustinus,  "dass ihr euch vor den unreinen Verführern hütet, sowie vor den Sekten mit schändlichen Gewohnheiten." Gemeint sind z.B. die Moslems, von welchen man sagen kann: „Was aber heimlich von ihnen verübt wird, ist schändlich auch nur zu sagen“ (Eph. 5, 12), damit sie nicht "schrecklichen Unflat zu lehren anfangen", den menschliche, wie immer beschaffene Ohren nicht ertragen können, und dazu noch behaupten, durch den Heiligen Geist geschehe es, dass man jene unreinen und schändlichen Dinge ertragen könne.... nicht durch "Sekten mit schändlichen Gewohnheiten" wie die islamische Ahmadiyya-Gemeinschaft oder irgendeine andere islamische Sekte. Die Zahl aller gläubigen Christen (Katholiken und Protestanten) nimmt in Deutschland zwar dramatisch ab, "aber weltweit boomt die Kirche. Allein die katholische Kirche wächst weltweit prozentual schneller als die Weltbevölkerung. Seit 2000 wuchs sie um 17 Prozent, das sind 180 Millionen Neuchristen, mehr als alle Einwohner von Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen. So in Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien. Allein in Afrika konvertieren jährlich sechs Millionen Muslime zum christlichen Glauben, wie der libysche Islamgelehrte und Leiter einer Ausbildungsstätte für Imame, Scheich Ahmad Al-Qataani vor einigen Jahren in einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender Al-Dschazira zugab und beklagte." Davon hatten die Moslems in Iran noch nichts mitbekommen. Denn damals gab es neue Drohungen gegen S. Rushdie von Mehdi Karroubi, Sprecher des Majlis, des iranischen Parlaments (zwanzig Jahre später ein nicht überzeugender Oppositionsführer unter Präsident Ahmadinedschad, zusammen mit Hossein Mussavi, ebenfalls ein enthusiastischer Unterstützer der Fatwa). Ayatollah Yazdi, Irans Oberrichter, sagte, alle Muslime mit "entsprechenden Ressourcen" wären verpflichtet, diese Drohung in die Tat umzusetzen. Britische Moslems versuchten, Rushdie wegen Gottelästerung und Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung zu verklagen, und wurden vor Gericht angehört, hatten jedoch keine Chance. Denn "wenn Menschen morden, liegt die Schuld bei den Mördern, nicht bei einem weit entfernt lebenden Romancier", vgl. Kurse Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Ib.
[134] Ib.
[135] Ib; zu: Im Mittelalter und der Renaissance war klar, dass Moslems weder die Heilige Schrift verstehen noch Ahnung von echter kunst besitzen. Umgekehrt sagten die Christen von den Moslems: "gleichwie auch wir ihre gotteslästerlichen Torheiten und lügenhaften Unsinnigkeiten nicht ertragen können," vgl. Anm. 133
[136] Ib.; Mit Thomas von Aquin kann man sagen  Irrgläubige wie die Muslime fehlt etwas, weshalb ihre Hilfsorganisationen, die "den Charakter des Unglaubens" tragen, wenig taugen, nämlich hauptsächlich um ihren Unglauben weiter zu verbreiten. "Der Akt eines Ungläubigen ist somit immer schlecht, insoweit derselbe den Charakter des Unglaubens trägt; mag er einen nackten bekleiden oder Ähnliches tun, insoweit dies nämlich bezogen wird auf den Zweck seines Unglaubens." Hilfsorganisationen und "geimeinnützige" Vereine der Muslime wie Ditib und Atib, die "den Charakter des Unglaubens" tragen beraten sogar Landesregierungen in Deutschland in Sachen Religionsunterricht. Vollkommen untauglich sind auch Wohltätigkeitsorganisationen im Iran .. Wie läuft Wohltätigkeit bei den Ungläubigen ab, also z.B.in islamischen Ländern wie Iran? "Innerhalb des iranischen Ministeriums für Nachrichtenwesen gab es eine besondere Task-Force, deren Aufgabe es war, einen Plan zu erarbeiten, der Khomeinis Befehl in die Tat umsetzte. Diese Task-Force besaß einen Codenamen, und für alle Befehle bestand eine Genehmigungskette. Ein Plan wurde entwickelt, dann von diversen Ebenen bis hinauf zum Präsidenten genehmigt und schließlich von der religiösen Führerschaft abgezeichnet. Das war der im Iran übliche modus operandi." Wohltätigkeit in islamischen Ländern heißt soviel wie "staatlich geförderter Terrorismus". Der Iran hört nicht auf "Terrorismus zu predigen und zu exportieren," vgl. Anm. und Abschnitt 119 ff.,136 und Kurse Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth II-II, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre. Ib. 
[137] Ib.
[138] Ib.
[139] Ib.; zu: Nach Thomas von Aquin, Johannes Damaszenus und Augustinus gelten z:B. Moslems als "die Ausbläser Christi" und Mohammed als "Vorläufer des Antichristen", sein Koran als "Märchenerzählung", weshalb man all das fliehen solle wie die Pest: "den Schwätzern und Seelenverkäufern, die Fabeleien und Lügen daherreden und in solch eitlem Gerede sozusagen ein tiefes Wissen versprechen", die die Menschen von dem einen Mittler zwischen Gott und den Menschen abwendig zu machen suchen, die "fliehet wie eine Pest, die noch schlimmer ist als die übrigen." Wer Moslems z.B. als Bodyguards einstellt, hat schon verloren. Als z.B. ein pakistanischer Politiker eine zu unrecht der Blasphemie angeklagte Christin in Schutz nahm, wurde er von seinem Bodyguard umgebracht; "das Land applaudierte dem Mörder und bewarf ihn auf dem Weg zum Gericht mit Blütenblättern." In vielen muslimischen Ländern sind neue Hexenjäger unterwegs, Rushdie "versuchte die Welt davon zu überzeugen, dass nicht er, sondern die Hexenjäger die Verbrecher waren," vgl. Anm. 133 ff. und Kurse Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 505 Schopenhauer, Ib.
[140] Ib.
[141] Ib.
[142] Ib.; zu: So wie die Zeitung "The Independent" zur "Hauspostille des britischen Islam" verkommen ist (Rushdie), Elite-Universitäten wie Harvard oder Yale dank Islamwissenschaftlern wie Annemarie Schimmel, die die Fatwa gegen Rushdie befürwortet hatte, und Frank Griffel zu Islamuniversitäten heruntergekommen sind, so gibt es einzelne Jounalisten und Islamwissenschaftler wie Rainer Hermann, die die "Ideologie der Engstirnigkeit und Intoleranz" (Rushdie) verteidigen und es als "Respekt für den Islam" verkaufen und Islamkritik als Hassrede diffamieren. Dabei könnte Herr Hermann auch als Islampopulist durchgehen, ist er doch nie durch Kenntnis oder differenzierte Berichterstattung aufgefallen. Als Apologet des "friedliebenen Islams" bzw. als Anhänger der Nahda-Bewegung und des Annemarie-Schimmel-Islams erwies er sich in eigentlich all seinen Artikeln und Kommentaren als Relativierer u. beschönigender Opportunist des Zeitgeistes. Rainer Hermann studierte u.a. Islamwissenschaft (Arabisch, Persisch, Türkisch) an der Universität Freiburg im Breisgau, der Universität Rennes, der Universität Basel und in Damaskus. In Freiburg wurde er 1989 bei Werner Ende mit einer Arbeit über Muhammad Kurd Ali und die moderne syrische Geistesgeschichte zum Dr. phil. promoviert. Muhammad Kurd Ali (1876–1953) war ein syrisch-kurdischer Gelehrter, Historiker und Literaturkritiker. Er war Gründer und Präsident der Akademie der Arabischen Sprache in Damaskus von 1918 bis zu seinem Tod. Er ist eine der großen Persönlichkeiten der Nahda-Bewegung in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Er war ein Befürworter eines bilingualen Osmanischen Reiches und damit auch des Genozids an den Christen, denn er sah Türkisch als Sprache der Politik und Arabisch als Sprache des Islams. Der Schriftsteller Sansal meint, problematisch sei gerade die Renaissance des Islam im Gewand des gemässigten Islams. Dafür stehe die "Nahda-Bewegung" mit Millionen Anhängern und karitativen Initiativen sowie Koranschulen. Auch in Parlamenten seien sie schon vertreten. Es handelt sich aber in Wirklichkeit um Islamisten bzw. fundamentalistische Muslime: "Der gewalttätige Islamismus ist eine vorübergehende Entwicklung. Das wird es noch eine Zeitlang geben, vielleicht zwanzig oder dreißig Jahre, aber seine wahre Intention ist die intellektuelle Ausrichtung. Das große Ziel ist die Renaissance des Islams. Dafür steht die Nahda-Bewegung, deren Name nicht zufällig „Wiedererwachen“ heißt. Entstanden in der Zeit, als die arabische Welt kolonisiert war und der Islam zu verschwinden drohte, hatte die Bewegung das Ziel, den Islam mit der Moderne zu verbinden. Heute hat Nahda Millionen Anhänger und wird immer mächtiger. Sie unterhalten karikative Initiativen, Koranschulen und sind in Parlamenten vertreten. Aber es sind fundamentalistische Muslime, deren Mission es ist, den Islam zu neuer Größe zu führen, in Afrika, Asien, Europa." (Sansal) Damit kann der Islamwissenschaftler Rainer Herman als Fundamentalist, mindestens jedoch als Islampopulist eingestuft werden. Auch über andere Fundamentalisten äussert sich Hermann immer freundlich. Über einen Auror, der 2011 den »World Prize for the Book of the Year of the Islamic Republic Iran« bekommen hat, nämlich den Professor für Religious Studies an der Yale University, Frank Griffel, schreibt Hermann.., vgl. Anm. 7, 80 ff., 133 ff und 138 ff. und Kurs Nr. 533 Aristoteles, Ib.
[143] Ib.
[144] Ib.
[145] Ib.; zu: Der heute so oft anzutreffende "Alarmismus" und Aktivismus, wie er auch in den Äusserungen verschiedener Linkspopulisten wie Außenminister Maas, vormals Justizminister, der die Knebelgesetze für das Internet erschaffen hat („Netzwerkdurchsetzungsgesetz“), zum Vorschein kommt, hat nun auch Frankreich erfasst. Emmanuel Macrons Gesetze gegen die Auswüchse des Internets mögen gut gemeint sein. Verteidiger der Pressefreiheit haben große Zweifel an den neuen Gesetzen. Zweifel formulieren auch Journalisten, Juristen, Philosophen, aber auch die Verfassungsschützer des „Conseil d’Etat“ seit Wochen bezüglich des Gesetzes zur Hass-Bekämpfung im Internet. "Der Entwurf geht auf die Abgeordnete Laetitia Avia aus der Fraktion der „République en Marche“ (LRM) zurück. Die Politikerin, die selbst mehrfach Opfer rassistischer Hassattacken geworden ist, nahm sich das deutsche „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ zum Vorbild."  Problematisch wird es, wenn z.B. Islamkritik als "Islamophobie", "Islamfeindlichkeit" oder als „antimuslimisch“ diffamiert wird. Das Gesetz ist nach dem Geschmack der Links- und Islampopulisten wie dem Journalisten und Islamwissenschaftler Rainer Hermann, denn nun heißt Islamkritik automatisch "Islamophobie" oder „Hasserfüllte Inhalte“. Ein Fest für die Gegner der Meinungsfreiheit:... In der Aufzählung der Delikte hielt sich die Abgeordnete Avia weitgehend an Macrons etwas willkürliches Sündenregister aus der Neujahrsansprache. Sie reicherte es dann auch noch mit dem Vergehen der Islamophobie an, was Franz-Olivier Giesbert im Magazin „Le Point“ zu einem Kommentar mit dem Titel von Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ inspirierte. „Die Wirklichkeit übertrifft die Fiktion“, stöhnt Giesbert: Ein Vergehen „Islamophobie“ komme einem Rückfall in die Epoche der Blasphemie gleich, in deren Namen vor der Revolution Todesurteile vollstreckt wurden (jüngst übernahmen bekanntlich ein paar Terroristen diese Aufgabe). Die Folge, so Giesbert: In Frankreich, wo das durchaus geschmacklose Verspotten der Kirche und der Kleriker von den Karikaturisten als Nationalsport betrieben wird, dürfte man keinen Imam mehr kritisieren. Frankreich, wie es sich Laetitia Avia vorstellt, werde „zur islamischen Republik“. Und die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ müsste wohl jede Woche verboten werden. Inzwischen wurde im Gesetzesentwurf die „Islamophobie“ durch den Begriff „antimuslimisch“ ersetzt. Doch damit hat man weder das Problem gelöst noch das Unbehagen aus der Welt geräumt." Dass Anstiftung zu Prostitution und Terrorismus genauso verboten sind wie die Verherrlichung von Attentaten und Kriegsverbrechen, ist ja richtig. Auch die Erinnerungsgesetze sollen im Internet durchgesetzt werden. "Kritische Anmerkungen zum Beispiel über den Genozid an den Armeniern, den das Parlament als solchen anerkannt hat, würden nicht mehr geduldet." Auch das ist richtig. Dieser Teil des Gesetzes trifft vor allem die islamische Welt: ein Großteil der Türken könnte zu Strafzahlungen verdonnert werden, weil sie den Genozid an den Christen leugnen, und die iranische Regierung könnte geschlossen zu Strafzahlungen verurteilt werden, da sie nicht nur die "Verherrlichung von Attentaten und Kriegsverbrechen" sondern auch aktiv "Staatsterrorismus" betreibt (z.B. Fatwa gegen Rushdie, Entführungen, Killerkommandos, Piraterie in der Straße von Hormuz) und zum Terrorismus anstiftet, z.B.Organisationen wie die Hizbollah. Mit diesen Einnahmen von Deliquenten aus islamischen Ländern könnte man die EU gut sanieren, vgl. Anm. 119 ff. und 142 
[146] Ib.
[147] Ib.; zu: Die Zeitung "The Independent", die ja zur "Hauspostille des britischen Islam" verkommen ist und die sich in "islamischem Appeasement besonders hervorgetan hatte" (Rushdie), druckte ein "unsägliches Stück" von Yasmin Alibhai-Brown ab, und die über die "vielen guten, positiven Effekte der Fatwa schrieb, dank deren die britischen Muslime zu einer Identität und einer öffentlichen Stimme gefunden hätten." Welche Identität meint sie denn? Die, die von Thomas von Aquin und Augustinus beschrieben wurde, nach der man z:B. Moslems fliehen solle wie die Pest, eine Identität, die umschrieben wird mit "Schwätzern und Seelenverkäufern, die Fabeleien und Lügen daherreden und in solch eitlem Gerede sozusagen ein tiefes Wissen versprechen"? Oder wie Rushdie es sagt: "Ideologie der Engstirnigkeit und Intoleranz" , "Abschaum", "Wir lassen uns von diesen Mistkerlen nicht unterkriegen", "Es gibt alle möglichen Arten von Mistkerlen, nicht alle sind Muslime," vgl. Anm. 139 ff. und Kurse Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Nr. 601 St. Augustinus II, Ib.
[148] Ib.
[149] Ib.; zu:  fühlte sich die Arbeit als Schriftsteller für Rushdie an "wie ein Sieg über die Mächte der Finsternis". Bezüglich der islamischen Terror-Organisationen Hizbullah und Hamas gilt auch heute noch: "die Finsternis nicht siegen lassen". Der palästinensische Verhandlungsführer Saeb Erekat hat Anfang Juli 2019 Äußerungen des Hamas-Politbüromitglieds Fathi Hammad scharf verurteilt, der die palästinensische Diaspora dazu aufgefordert hatte, „jeden Juden auf dem Planeten Erde anzugreifen“. Hammad sagte, „wir müssen sie schlachten und töten“, vgl. Anm.  119, 142, 147 ff.
[150] Ib.; zu: Auch die angesehene Islamwissenschaftlerin Annemarie Schimmel liebte islamische Länder ("brüllende Muslimhorden") und bekam dafür "auf der Frankfurter Buchmesse den Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen und sprach sich zum allgemeinen Entsetzen begeistert für die Fatwa gegen den Verfasser des von ihr zuvor verurteilten Buches Die satanischen Verse aus. Angesichts laustarker Empörung versuchte sie sich in der 'Cat-Stevens-Abwehr' - das habe ich nicht gesagt -, doch als zahlreiche Menschen sich bereit erklärten, dies der Presse unter Eid zu bestätigen, äusserte sie knapp, sie wolle sich entschuldigen, was allerdings nicht erfolgte." Die Grande Dame mochte eine große Wissenschaftlerin sein, doch bewahrte sie das nicht vor der "Mitgliedschaft in der Cat-Stevens-Trottelpartei," vgl. Anm. 101 ff
[151] Ib.
[152] Ib.; zu: Das Außenministerium, das vom Islampopulisten Maas geleitet wird, "fürchtet im Fall des Verbots um den Kontakt zu palästinensischen NGOs." Angesichts des "eliminatorischen Eifers, mit dem der BDS den palästinensischen Befreiungskampf feiert und dafür, wie die BDS-Aktivistin Jasbir Puar, selbst Terror meint rechtfertigen zu müssen", ist an einige historische Tatsachen zu erinnern: etwa, dass der palästinensische Großmufti Jerusalems mit dem NS-Staat kollaborierte, was der Jerusalem-Ausstellung am Jüdischen Museum keinen Hinweis wert war; dass der auf den UN-Teilungsplan zurückgehenden israelischen Unabhängigkeitserklärung noch am selben Tag die Kriegserklärung von sechs arabischen Staaten folgte; dass die Aggression vor dem Sechs-Tage-Krieg nicht von Israel, sondern von Ägypten ausging; dass die palästinensischen Flüchtlinge von 1948 in den arabischen Staaten nicht etwa bereitwillig empfangen wurden, sondern teils bis heute in Flüchtlingslagern unter beklagenswerten Umständen leben; dass die Terrororganisation Hamas, mit der die BDS-Bewegung offen sympathisiert, jede ernsthafte Friedensverhandlung als sinnloses Geschwätz abtut. "Kurios wirkt die Haltung des deutschen Außenministeriums, das einerseits Ehrenerklärungen zum Schutz Israels abgibt und zugleich Staaten hofiert, die offen dessen Zerstörung betreiben. War es ein Akt der Diplomatie, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem diktatorischen Regime Irans, dessen religiöses Staatsoberhaupt den Holocaust leugnet und alle Juden umbringen will, zum vierzigsten Geburtstag gratulierte? Oder drückt sich hier eine Haltung aus, die an der Existenz des israelischen Staates nur rhetorisch interessiert ist? Warum fördert das Auswärtige Amt den Wohltätigkeitsverein Islamic Relief, der zum Aktionsgeflecht der islamistischen Muslimbruderschaft gehört und im Verdacht steht, einen Teil der Steuergelder an die Terrororganisation Hamas weiterzuleiten? Die Hamas beschwört in ihrer bis heute gültigen Charta: „The Day of Judgment will not come about until Moslems fight Jews and kill them. Then, the Jews will hide behind rocks and trees, and the rocks and trees will cry out: ,O Moslem, there is a Jew hiding behind me, come and kill him‘.“ Die Förderung von Bewegungen, die sich am Rand der Verfassung und darüber hinaus bewegen, hat bei Islampopulisten wie Vertreter von SPD, Grünen und Linken allerdings eine breitere Basis. "So ließ sich eine Aktivistin des von der sozialdemokratischen Staatssekretärin Sawsan Chebli gegründeten Vereins Juma mit einem Maschinengewehr auf dem Holocaust-Mahnmal ablichten. Wo blieb der Aufschrei der Genossen?"  Als der BDS Fahrt aufnahm, schickte ihm die Hamas einen Tweet, man schrieb den 5. Juli 2017: „Wir grüßen und unterstützen die einflussreiche BDS-Bewegung!“ Von der Sympathie-Erklärung einer Organisation, die Kinder als Schutzschilde nimmt, Gefangene foltert und darauf hinwirkt, dass an UN-Schulen in Gaza nicht über den Holocaust gesprochen wird, hat sich die BDS-Führungsebene bis heute nicht distanziert. ..."Es fragt sich, warum die Wissenschaftler, die sich für den BDS aussprechen, für ihre Israel-Kritik ein Sprachrohr benötigen, das die Meinungsfreiheit und andere Grundrechte mit Füßen tritt. Kennen sie keine anderen Mittel als Nötigung, Boykott und Drangsalierung? Die Spaltung, die durch die Wissenschaft geht, hat Tradition. Die amerikanischen Verbände der Orientalismus-, Nahost- und Sprachwissenschaften haben sich dem BDS schon früh angeschlossen. Hier kommt es zu scheinbar paradoxen Koalitionen. Der BDS-Unterstützer Hatem Bazian beispielsweise lehrt am Institut von Judith Butler in Berkeley. Die „Students for Justice in Palestine“, die Bazian gegründet hat, ist mit der „Jewish Voice for Peace“, der Butler angehört, nicht nur gut vernetzt, sondern auch im Ziel einig. Butler erwartet von Israel, freiwillig seine Existenz aufzugeben. Schon 2006 hat sie mit der Aussage schockiert, die Terrororganisationen Hizbullah und Hamas seien als Partner im antiimperialistischen Befreiungskampf zu betrachten," vgl. Anm. 119 ff. und 149 ff.
[153] Ib.; zu: So weit ist es schon gekommen, dass die Medien in den USA und Europa islamische Fundamentalisten wie die Kongressabgeordnete Ilhan Abdullahi Omar, die der BDS und Nahda-Bewegung zugeordnet werden können, als Heldin feiern. Tatsächlich gibt es für die 36 Jahre alte Frau, "die stets mit Hijab in der Öffentlichkeit auftritt, eine breite Solidarisierungswelle". Auch in Europa solidarisieren sich Islampopulistinnen wie Angela Merkel mit ihr und werden dadurch zu verkappten Antisemititen... "2016 wurde sie ins Abgeordnetenhaus ihres Heimatstaates gewählt, 2018 – mit dem Rückenwind der Anti-Establishment-Bewegung bei den Demokraten – ins Repräsentantenhaus in Washington. Seither bereitet sie der Parteiführung gemeinsam mit den drei anderen jungen Rebellinnen jede Menge Probleme. Immer wieder sorgten ihre Äußerungen über den israelisch-palästinensischen Konflikt für Empörung in den eigenen Reihen. Als sie vor wenigen Monaten mit einer Bemerkung über den Einfluss einer proisraelischen Interessengruppe suggerierte, jüdische Organisationen erkauften sich Stimmen im Kongress, handelte sie sich eine förmliche Rüge wegen der Verbreitung „antisemitischer Stereotypen“ ein. Zum Teil tappt sie ungewollt in Fallen des amerikanischen Diskurses, weil sie mit einem muslimischen Narrativ über Amerika und Israel sozialisiert wurde, zum Teil provoziert sie bewusst das Parteiestablishment." Als verkappte Fundamentalistin gibt sie ihre Nähe zu islamischen Terrorgruppen natürlich nicht offen zu. Ilhan Omar warf „jüdischen Kollegen“ vor, sie griffen die palästinensisch-islamistische Demokratin Rashida Tlaib, nur an, weil diese eine Muslima sei. Sie hingegen wolle „den politischen Einfluss in diesem Land kritisieren“, der auf „Gefolgschaft zu einem fremden Land“ dränge. Gemeint war Israel. Ilhan Omar warf jüdischen Abgeordneten also vor, sie hätten eine gespaltene Loyalität. "Das ist das Markenzeichen ihrer politischen Rhetorik: Sie beklagt antimuslimischen Rassismus und bedient zugleich uralte antisemitische Stereotype und äußert sich selbst rassistisch. Zurzeit beschäftigt sich Ilhan Omar mit einer Resolution, die der Verteidigung der anti-israelischen, antisemitisch grundierten Boykott-Bewegung BDS („Boycott, Divestment and Sanctions“, s.o.) dienen soll. Jener Bewegung also, die der deutsche Bundestag wegen ihres antisemitischen Charakters gerade erst verurteilt hat." Die Kongressabgeordnete Ilhan Omar vergleicht die BDS-Bewegung mit historischen Boykottaufrufen gegen NS-Deutschland und die Sowjetunion. Im Weltbild Ilhan Omars erscheint Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten, anscheinend mit zwei der schlimmsten Diktaturen der Menschheitsgeschichte vergleichbar. Mit dem südafrikanischen Apartheids-Regime hat Ilhan Omar Israel ebenfalls schon in Beziehung gesetzt. Die Verteidigung der Kongressabgeordneten durch die Bundeskanzlerin hat es sofort auf den englischsprachigen Wikipedia-Eintrag Ilhan Omars geschafft. Somit gilt Angela Merkel "als Kronzeugin für eine Politikerin, die mit antisemitischen Vorurteilen spielt." vgl. Anm. 152 ff. , 155 ff. und Kurs Nr. 601 St. Augustinus II, Ib.
[154] Ib.
[155] Ib.; zu: Im Jahr 2011 kam Rushdies Buch "Mitternachtskinder" als Spielfilmproduktion nach Indien und Sri Lanka, dreißig Jahre nach seinem Erscheinen und vierzehn Jahre nach dem Scheitern der BBC-Fersehserie. Vorher hatten muslimische Politiker in Sri Lanka alles daran gesetzt, die Fersehserien zu verhindern. In Teheran rief der iranische Aussenminister den Botschafter von Sri Lanka zu sich, um sich zu beschweren. Dann forderte eine Gruppe "muslimischer Abgeordneter" oder "Moslem-Narren", um ein Wort Athanasius des Großen abzuwandeln, die Präsidentin Chandrika Bandaranaike auf, die von ihre erteilte Dreherlaubnis zurückzunehmen, obwohl auch schon der stellvertretende Verteidigungsminister ihnen "volle militärische Unterstützung" zusicherte, vgl. Anm. 153 ff. und Kurs Nr. 609 St. Athanasius der Große, Ib.
[156] Ib.
[157] Ib.; zu: Heute haben es Moslems sogar fertig gebracht, die evangelische und katholische Kirche so weit zu manipulieren, dass sie "fromme" Muslime, also vor allem "Obermullahs", Ayatollahs und Imame als Gläubige bzw Gottesfürchtige bezeichnen. Besonders angebracht ist es dann, wenn diese Moslems als Oberstaatsanwalt tätig sind: "Und der Oberstaatsanwalt Morteza Moqtadaie verkündete, 'dass Blut dieses Mannes muss vergossen werden', und das staatliche Radio in Teheran spekulierte, 'die Zerstörung des wertlosen Lebens dieses Mannes könnte dem Islam neues Leben einhauchen,'" vgl. Anm. 155
[158] Ib.
[159] Ib.; zu: Wie sieht das Familienleben der "Muslim-Horden" aus, was zum Beispiel das Thema Meinungsfreiheit betrifft, etwa in Dubei? Der 70 Jahre alte Emir Muhammad Bin Raschid Al Maktoum ist mit sechs Frauen verheiratet und hat von ihnen mindestens 23 Kinder, von denen sich nicht mehr alle seinen patriarchalischen Vorstellungen unterwerfen wollen. ..Heute sehen die Liebesgrüße des Emirs so aus: „Oh Geliebte, es gibt nichts mehr zu sagen. Du hast keinen Platz mehr an meiner Seite. Es kümmert mich nicht, ob du lebst oder stirbst.“ Wie Beispiele aus Deutschland zeigen, kann eine Freundschaft oder gar Ehe mit einem Muslim tödlich enden, auch die Ehe mit einem Emir verbessert die Lage nicht wesentlich, vgl. Kurs Nr. 544 Staats- und Rechtslehre. Ib. 
[160] Science Review Letters  2019, 18, Nr. 1038 und FAZ 2019, Nr. 180 sowie Kurs Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Ib.
[161] Till Fähnders 2019: Das Pulverfass am Himalaja-Gebirge. Singapur, Frankfurt a.M. und FAZ 2019, Nr. 180; 183; Nr. 185
[162] Ib.
[163] FAS 2019, Nr. 32; FAZ 2019, Nr. 184; Nr. 185
[164] Ib.
[165] Ib.
[166] Zu:  Innen sind die Wände feucht, der Putz bröckelt, die Steinverzierungen an den Säulen, "deren islamischer Einfluss hervorgehoben wird, fallen ab" weil islamische Bauten im Gegensatz zu christlich-byzantinischen, -romanischen oder -gothischen mit Stuck verziert wurden, der nur begrenzt haltbar ist, vgl. Science Review Letters  2019, 18, Nr. 1042 und FAZ 2019, Nr. 184 sowie Kurse Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 505 Schopenhauer, Ib.
[167] Ib.
[168] Ib.
 
 

Zur Philosophie und Kulturgeschichte des Mittelalters, der Schule von Chartres und der Renaissance vgl. Kurse: Nr. 609 St. Athanasius der Große, Nr. 605 St. Irenaeus von Lyon, Nr. 604 St. Hildegard von Bingen, Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 581 Bernhard von Chartres, Nr. 580 Wilhelm von Conches, Nr. 579 Albertus Magnus, Nr. 578 Pierre Abaelard, Nr. 574 Johannes von Salisbury, Nr. 577 Petrus Lombardus, Nr. 576 Gilbert de la Porrée / Gilbert von Poitiers, Nr. 565 Johannes Scotus Eriugena, Nr. 575 Thierry de ChartresNr. 571 Alanus ab Insulis, Nr. 572 Anselm von Canterbury, Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher I, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher II, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher III, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 564 St. Augustinus I, Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 501 St.Thomas Aquinas: Summa Theologica I., Nr. 502 St.Thomas Aquinas, Sth. I-II, Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth II-II, Nr. 583 St.Thomas Aquinas, Sth. III, Nr. 566 Meister Eckhart , Nr. 562 Dante Alighieri, Nr. 557 Ludovico Ariosto, Nr. 556 Torquato Tasso, Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur , Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 586 Tizian, Nr. 590 Giovanni Bellini, Nr. 587 Andrea Mantegna, Nr. 595 Jan van Eyck, Nr. 610 Piero della Francesca, Nr. 522 Raffael und das kosmische Christentum, Nr. 523 Sandro Botticelli, Nr. 602 Benozzo Gozzoli, Nr. 606 Fra Angelico, Nr. 607 Pinturicchio, Nr. 593 Filippo Lippi, Nr. 594 Filippino Lippi, Nr. 589 Albrecht Dürer, Nr. 603 Bernard van Orley, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Akademie der Kunst und Philosophie
 
 


Saint-Pierre de Chauvigny, Romanisches Kapitell: Das seelenverschlingende Fabeltier verkörpert die Dämonie des Bösen, worunter man in der Romanik vor allem die Sarazenen verstand, die sich auf Mohammed bzw. Mahound ("Teufel") berufen, also Mohammedaner mit ihrem Dämon Allah, der "so etwas wie eine übergreifende Autorität besitzt" (Rushdie), und die das christliche Europa von Westen und Osten bedrohten.
 

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Letzte Bearbeitung:13.08.2019