178.
Brief
7.
November 2007
Abstract: The conflict of interest among scientists at the European Food Safety Authority (EFSA) GMO Panel and FDA - FDA ceated health crisis - The FDA's "non-regulation" Of GM Foods - FDA-created health crisis - how corporations engineered the non-regulation of dangerous genetically modified foods - Humans as guinea pigs - covering up health dangers - fake safety assessments - Genetically Engineered Crops May Produce Herbicide Inside Our Intestines - Disturbing gut bacteria - Endocrine disruption at extremely low doses - Inadequate animal feeding studies - The Documented Health Risks of Genetically Engineered Foods - Americans are Uninformed and Misinformed on GMOs - The fact that GMOs flourish in the US because of ignorance leaves the biotech industry extremely vulnerable - Three Practical Industry and Consumer Steps to Success - Bt cotton triggers allergic reactions - Bt corn pollen may cause allergies - Studies show immune responses to GM crops - On Genetically Modified Foods -Toxins and Reproductive Failures - Higher death rates and organ damage - Reproductive failures and infant mortality - Farmers report livestock sterility and deaths
Mehr
und mehr wird das ganze Ausmaß der Agrobiotechnologie-Katastrohe
klar. Gentechnikfirmen wie Monsanto haben nachweislich Schmiergelder gezahlt
und fragwürdige Zahlungen an Mitarbeiter von Zulassungsbehörden
getätigt, um die Zulassung ihrer gentechnisch veränderten Pflanzen
zu erzwingen - obwohl in den meisten Fällen nie irgendwelche Sicherheitstests
vorgenommen worden sind. In der englischen Ausgabe der Science Review
Letters [1] geht es um den Interessenkonflikt unter den Wissenschaftlern
in der Europäischen Sicherheitsbehörde EFSA und der amerikanischen
FDA, um vorgetäuschte Sicherheitstests, wie gesundheitliche Gefahren
heruntergespielt werden, um den Status "generally recognized as safe" (GRAS),
um Menschen als Versuchskaninchen etc.
Auch deutsche Wissenschaftler sogar in den Bieneninstituten [2] und Politiker sind der Gentechnikindustrie auf den Leim gegangen. Daher ist die Staatsanwaltschaft in Deutschland noch nicht tätig geworden und die Bevölkerung, allen voran die Imker fragen sich natürlich zu recht, weshalb nichts unternommen wurde [3].
Man hat immer an die Untersuchungen zur Biosicherheit in der EU und die Unbedenklichkeitsbescheinigungen der EFSA, FDA, USDA geglaubt ohne sie zu hinterfragen. Wie in der englischen Ausgabe der Science Review Letters [4] dokumentiert, kommt das Rettende von dort, wo die ganze Katastrophe der Agrobiotechnologie ihren Anfang genommen hat - nämlich aus den Vereinigten Staaten. Unabhängige Wissenschaftler entlarven das Versagen der zuständigen Behörden und zeigen die wirklichen, für Natur und Umwelt und die Gesundheit des Menschen schädigenden Wirkungen der Gentechnik auf. Die zuständigen Behörden in den USA werden gerichtlich gezwungen, geheime Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Danach hätte nie ein gentechnisch verändertes Samenkorn im Freiland ausgesät werden dürfen - weder zu wissenschaftlichen noch zu kommerziellen Zwecken. Erst recht hätten nie gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in die menschliche Nahrungskette gelangen dürfen. Nur durch kriminelle Machenschaften ist es in den USA und anderswo dazu gekommen, daß sich GMO nun in freier Wildbahn und in der menschlichen Nahrung wiederfinden. Die Verantwortlichen in den USA sind zum Teil zurückgetreten, entlassen oder immer noch an Ort und Stelle. Es wird wohl noch einige Zeit vergehen ehe jedem Einzelnen der Prozess gemacht und ihm die angemessene Strafe zuerkannt wird.
Deutschland und seine zuständigen Behörden sowie andere Länder können von den USA lernen wie die Gentechnik-Katastrophe aufgearbeitet wird [5].
Die Welthandelsorganisation (WTO) hatte
noch 2006 geurteilt, "die EU müsse alle Hürden, die der Vermarktung
von wissenschaftlich als unbedenklich eingestuften gentechnisch veränderten
Pflanzen entgegenstünden, bis zum 21. November 2007 aufheben" [6].
Dazu zählen auch die zwei gentechnisch veränderten Maissorten
"Mon 810" des Konzerns Monsanto sowie "T25" des deutschen Chemiekonzerns
Bayer. WTO und EU-Kommission müssen nun völlig umdenken, denn
gentechnisch veränderte Pflanzen können generell nicht mehr als
sicher eingestuft werden, wie neue Expertisen zeigen [7]. Die EU-Kommission
kommt nun um ein komplettes Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen
für die Einfuhr und die Weiterverarbeitung zu Lebens- und Futtermitteln
nicht herum. Sehr auf die Verbrauchersicherheit bedachte Länder wie
Österreich hatten sowieso von Anfang an ein Veto eingelegt. In Frankreich
soll der Anbau von genverändertem Saatgut eingestellt werden [8].
Ein allgemeines Anbau- und Verarbeitungsverbot für alle gentechnisch
veränderten Pflanzen müssen nun die übrigen Länder
der EU in nationales Recht umsetzen.
___________
[1] Science
Review Letters (2007, Vol. 6, Nr.172).
[2] Api
Review Letters (2007, Vol. 6, Nr.177).
[3] Ein Imker bringt es
auf den Punkt: "Jedem Fragenden klingt es doch immer kräftig entgegen:
Gentechnik ist ein Verbrechen an der Natur! Sie ist ein Anschlag auf die
Gesundheit der Menschen auf ihre körperliche Unversehrtheit, auf ihre
Selbstbestimmung! Die Konzerne zwingen die Landwirte in Abhängigkeit!
Sie nötigen sie, ihre und nur ihre Produkte zu kaufen. Sie nehmen
ferner den Artenschwund und nicht übersehbare Schäden in den
Ökosystemen billigend in Kauf u.u.u.. Wenn all das hier angesprochene
wirklich so ist*, so dramatisch, so belastend und zerstörerisch, dann
muß zwingend Anzeige erstattet werden. Das hätte eigentlich
schon längst geschehen müssen! Warum kam es nicht dazu???" (die
Biene 9/2007, p. 24).
[4]Science
Review Letters (2007, Vol. 6, Nr.156-159,172).
[5] Für Argentinien
zum Beispiel wird es höchste Zeit, daß sich Widerstand gegen
GVOs formiert, denn seit eine korrupte Regierung in den neunziger Jahren
"die Nutzung von genverändertem Saatgut im Sojaanbau zuließ"
(FAZ 2007/ Nr .210, p. 25), stammt heute "fast die gesamte Sojaproduktion
Argentiniens aus Gensaat" (ibd.). Zweifelhafte Gesellschaften wie Bioceres
forschen unter zweifelhafter Leitung nach neuen zweifelhaften Anwendungen
der Gentechnologie. In Deutschland wird sich die Politik voraussichtlich
weiter von der grünen Gentechnik distanzieren. Jedenfalls haben die
Politiker der Jungen Union Stefan Mappus, Markus Söder, Philipp Mißfelder
und Henrick Wüst in einem Grundsatzpapier die "Landwirtschaftspolitik
des CSU - Bundespolitikers Horst Seehofer, der Bauern den Anbau gentechnisch
veränderter Pflanzen ermöglichen will" scharf angegriffen (FAZ
2007/ Nr .207, p. 4). Der vorschnelle Einstieg in die kommerzielle Nutzung
grüner Gentechnik wird abgelehnt (ibd,). Einzig einige seltsame Investoren
und Firmen wie Bayer Cropscience setzen traditionell auf's falsche Pferd.
Aber jeder hat das Recht seine Milliarden in den Sand zu setzen; davon
ist auch Friedrich Berschauer, Vorstandsvorsitzender des Teilkonzerns
Bayer Cropscience überzeugt; denn er meint, die Produktionsverbesserung
in der Landwirtschaft könnten vor allem "durch den Ausbau der grünen
Biotechnologie zu schaffen sein. Mit einem von 80 Millionen € auf
mehr als 200 Millionen € aufgestockten Budget wird Bayer künftig
einen stärkeren Schwerpunkt auf die Forschung im Bereich der Pflanzenbiotechnologie
setzen. Hier wollen wir uns in Zukunft noch stärker engagieren" (FAZ
2007/ Nr .208, p. 16). An Baumwolle, Raps, Reis, Mais und Soja wurde schon
herummanipuliert - zum Schaden der Bauern, Imker und Verbraucher (Science
Review Letters 2007, Heft 6, Nr.161).
[6] FAZ 2007, Nr. 253, p.
16. Mehr zum Thema WTO und Gentechnik: Science Review Letters (2006,
Vol. 5, Nr. 5
[7] see note 4 and expertises
of centre for foodsafety.
[8] FAZ 2007, Nr. 249, p.
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