6.
Brief
15.
Februar 2006
Der
sengalesische Generaldirektor der Welternährungsorganisation (FAO),
Jacques Diouf meint „Afrika hat das Potential, nicht nur sich selbst zu
ernähren, sondern auch noch andere Kontinente dazu". Asien sei für
ihn ein Vorbild, weil sich dort die Regierungen auf die Entwicklung der
Landwirtschaft konzentrieren: 40% der landwirtschaftlichen Flächen
würden dort bewässert (in Afrika 4-7 %) und die Infrastruktur
sei in China besser.
In Bezug auf Gentechnik vertritt er eine etwas eigenartige Meinung: Einerseits sagt er, es gebe bereits leistungsfähiges, nicht modifiziertes Saatgut, das dazu diene, 2,3 Milliarden Inder und Chinesen zu ernähren. Damit sollte man auch 850 Millionen Afrikaner satt bekommen und bis 2015 die Produktivität der Landwirtschaft um 60 % erhöhen. Andererseits will er aber ab 2015 auf die Gentechnik nicht verzichten. Hier zeigt sich eben, daß er und die gesamte FAO bereits von der Gentechnik-Lobby unterwandert sind. (FAS/05, Nr. 40, p. 37)
Den Reformbedürftigen Organisationen
wie FAO, UNDP, UNEP, GTZ, BMZ, USAID, AUSAID fehlt die Orientierung. Eine
sinnvolle Neuausrichtung könnte eine Ökologisierung sein: Gentechnik
in der Landwirtschaft ist jedenfalls ganz eindeutig eine Sackgasse.
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